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Dienstag, 12. Mai 2026

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders

… er brauchte schon einen Anwalt … darum hatte er auch einen …

»… Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass auch für mich wichtig wird, wenn es um Geld geht. Das ist doch zu verstehen, oder? Es geht im Prinzip in dem Fall um einen Strafbefehl, direkt von der entsprechenden Staatsanwaltschaft gestellt, wegen gefährlicher Körperverletzung und natürlich um die Kosten des Verfahrens.

Und dann kommt die Frage: was macht denn der Anwalt der beiden Kinderschänder? Frage auf Fragen und zum Beispiel auch, wenn sowas auch schriftlich erstellt wird: »Heute froh – morgen Tod!« Das habe ich sogar erhalten, etwas was mir Wanda, die Frau von Emil dem Kinderschänder, geschrieben hat. Bei dem, was im Vorfeld schon von den Beiden getan worden ist, kann das schon als heftige Drohung zu sehen sein.

Was der Anwalt der Beiden natürlich anders gesehen hat, als Jurist sieht das natürlich nur im Erbrecht oder bei der Vorsorge relevant. So meinte er das auch schriftlich. Vermutlich hätte das die Polizei und Staatsanwälte oder sonst wen auch so gesehen. Dass ich auch mal versucht habe darauf hinzuweisen, dass es eigentlich sogar verboten sei, unter Suff ein PKW, Taxi oder auch für weitere Fahrzeuge zu fahren. Nun wurde Emil nicht nur von mir gesehen, wie er seine Bierkästen Anfang der Woche und dann noch Ende der Woche mit jeweils zwei Kisten Bier versorgte. Der Anwalt meinte schriftlich, dass die Polizei viel zu tun hat und dass für mich insofern keinerlei Veranlassungen bestehen würde, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte seine Mandantschaft, er meinte Emil, unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen würde. Da sollte auch weggesehen werden. Den Hinweis, null Promille = null Probleme, in Bezug auf Emils Alkoholprobleme, wurde mir untersagt.

So kann Macht beschrieben werden. So sammelt man halt Erfahrungen.

Nicht nur ich sammelte Eindrücke. Es war Michael mein Nachbar, der die Wohnung über meiner bewohnte. War und ist noch ein netter Mensch, dazu auch noch ein überzeugter Pazifist, so wie mir auch die Gewaltfreiheit sehr wichtig war und ist.

Er musste mich unbedingt an einem Tag damals wieder anrufen. Er schilderte mir, was ihm geschehen war. Er kam von seiner Arbeit zurück, hat seinen Wagen eingeparkt und ist ausgestiegen. Nahe der Straße stand eine Biotonne, die Müllabfuhr hatte die Tonne bereits geleert. So holte Michael die Tonne und zog sie Richtung Innenhof, so wie sie auch hingehört. Irgendwie eine völlig normale Sache. Er öffnete das Tor, als dieser Nachbar Emil plötzlich auf Michael losging. Er hatte sich wohl zwischen seinem PKW und dem Zaun versteckt. Michael hat ihn vorher nicht gesehen, als er in die Einfahrt fuhr. Diese Art der Gewalt des Kinderschänders war Michael bereits bekannt. Aber diesmal hat er es wirklich übertrieben. Immerhin ist Michael ein 2m großer Typ, auch bedingt durch seine körperlich fordernde Tätigkeit, durchaus als Hüne zu bezeichnen.

Und Emil versuchte Michael tätlich anzugreifen, hoffte, dass er dazu Chancen besaß, da Michael körperlich von einer Mülltonne behindert wurde. Der schützte sich allerdings von den Angriffen mit der Tonne.

Michael hat es wirklich nicht nötig, eine solche Story zu erfinden. Bei der Gelegenheit erzählte er auch, dass Emil ihn im Treppenhaus mit Schnapsfläschchen beworfen hat. Verstehen konnte Michael ein solches Tun nicht. Mir kamen aber schon dazu Gedanken. Immerhin war Michael in einem Arbeitsverhältnis, Geld wurde jeden Monat von dem Arbeitgeber an ihn überwiesen. Normalerweise müsste Michael das Recht haben, sich wehren zu können. Dann könnte Emil den Michael wegen Körperverletzung verklagen, aus seiner Erklärung käme von Michael die Gewalt. Ein quasi Zwerg greift doch keinen Riesen an. Und Emil hat den Anwalt, der das für ihn machen könnte und das tatsächlich auch tat.

Natürlich ist da auch die Frau des Kinderschänders, die selbstverständlich für ihren Ehemann aussagen kann und auch tat.  Der Anwalt würde dann Schmerzensgeld von Michael verlangen, was bei mir auch versucht wurde. 

An dem Tag hatte sich wohl ein Vogel kurz vor die Videoüberwachung im Innenhof breitgemacht, löste dadurch die Kamera aus. So konnte ich mir später die ganze Aktion in einem Videoclip betrachten. Zu sehen ist ein Hüne, der sich mit einer Mülltonne vor einem Pädophilen schützen muss.

Als ich Michael sagte, dass er bei der Polizei in der ganzen Sache eine Anzeige machen sollte, meinte er, dass »da eh nichts herauskommt«. Mit der Meinung stand er nicht alleine da, bei mir dauerte das länger.

Bei Mio würde das auch versucht, es kam auch bei ihm tatsächlich zu einer Verurteilung. Finanziell dürfte dabei aber bei dem pädophilen Ehepaar nichts herausgekommen sein. 

Ihre besonderen Erfahrungen haben diese »Kriminelle« bereits als Unfallbetrüger, gesammelt. 

Natürlich habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob Emil und seine Frau Wanda das alles alleine geschafft haben. Vermutlich dürften sich der Mörder mit seiner Geliebten als Helfer/in zusammen mit dem Anwalt eingeschaltet haben. Dieser Mörder hatte zu seinen Kindern scheinbar überhaupt keine Gefühle, deutlich machte er schon bei der Mitteilung, wie sein Sohn missbraucht worden ist »… Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige gebracht ...« Das der sich mit Emil gut verstand, dürfte klar sein.

So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun. Denn es war ja, nach meiner schweren Körperverletzung, diese besondere Begegnung die ich hatte. Vermutlich wurde dann auch ein Entschluss getroffen.

Ach, dieser Strafbefehl von der entsprechenden Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung, auch, dass der Sachverhalt wohl als klar galt, wurde gegen mich erstellt. Und natürlich auch um die Kosten des Verfahrens und natürlich gestellt von dem Anwalt der Pädophilen...«



»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Mittwoch, 29. April 2026

Walter-Jörg Langbein zum Tod von Erich von Däniken

Zurück zu den Sternen

Bücher haben mein Leben bestimmt. Als Kind im Vorschulalter war ich fasziniert von den schwarzen Teichen auf weißem Grund, die meine Urgroßmutter zu Worten und Sätzen aufbaute, wenn sie mir vorlas. Ich konnte es nicht abwarten, selbst lesen zu können. Als ich endlich diese geheimnisvolle Kunst beherrschte, da entführte mich Karl May in seine Welten der Abenteuer.

Gern hätte ich wie Karl May in seinen wunderbaren Romanen die Welt erkundet, Abenteuer bestanden und in eigenen Worten zu Papier gebracht. Und schließlich wurde mir klar, ich wollte unbedingt Bücher schreiben, die von anderen Menschen gelesen werden konnten. Und dann begegneten mir Erich von Dänikens Weltbestseller!

1968 war ich in unserem Klassenzimmer für die »Bibliothek« zuständig, die in einem Schrank untergebracht war. Auf Wunsch vieler Mitschüler wurde »Erinnerungen an die Zukunft« angeschafft. Zum Wochenende wurde mir das Buch mit dem »Astronauten« auf dem Cover ausgehändigt. Ich war der erste, der das Werk ausgeliehen hat. Ich las es und wurde mit der Dänikenitis infiziert. Jetzt war mir klar: Ich wollte die Welt bereisen und die größten Geheimnisse unseres Planeten selbst in Augenschein nehmen, darüber schreiben. Aber bis dahin sollten noch viele Jahre vergehen! Durch »Erinnerungen an die Zukunft« wurde mein Lebensweg bestimmt. Ganz zu schweigen von Erich von Däniken, dem ich mein Leben lang folgte. Doch genug von mir geredet!

Erich von Däniken.
Foto
Walter-Jörg Langbein

Erich von Däniken ist tot. Er verstarb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Ich weine um einen Freund, um einen wirklichen Freund. Wir waren befreundet, wir sind befreundet und wir werden es immer bleiben. Wahre Freundschaft hat kein Verfallsdatum. Sie überdauert auch das, was wir Tod nennen.

Als mein Bruder Volker am 4.9.2024 starb, tröstete mich Erich mit wenigen Worten: »Der Tod ist nicht das Ende. Das ist gewiss: Es geht weiter.« In meiner letzten Mail schrieb ich an EvD: »Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann: Wir sehen uns wieder, irgendwann!«

Seine Schulkameraden nannten Erich »Papa«, weil er schon damals unglaublich fürsorglich und hilfsbereit war, weil man schon damals in EvD stets einen aufmerksamen Zuhörer fand, dem man seine Sorgen anvertrauen konnte. Und der geholfen hat, wo und wie er nur konnte.

Jahrzehnte später vertraute mir EvD sein Lebensmotto an: »Hilf, wo du kannst und tritt bescheiden auf.« So war er, mein Freund Erich. Und ich weine um ihn.
Erich von Däniken war nicht nur ein wirklich großer Schriftsteller und Forscher, er war auch menschlich ein Riese!

Anno1968 traten die »Astronautengötter« in mein Leben, bei der A.A.S. bin ich seit 1975 mit dabei! Als Gymnasiast, später als Student begleitete ich Erich von Däniken (oft zusammen mit seinem damaligen Mitarbeiter Willi Dünnenberger) auf Vortragstourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Highlights waren die Weltkonferenzen der A.A.S., zum Beispiel in Zürich 1975 referierten u.a. Jacques Bergier, Peter Krassa und Sergius Golowin. Im Jahr darauf ging es nach Crikvenica, Jugoslawien. Referenten wie Josef Blumrich (NASA), Prof. Dr. Harry Ruppe und Andrew Tomas, Australien, faszinierten.

Allen Zeitgenossen, die als Fundamentalisten von der Richtigkeit der eigenen Religion überzeugt sind, sei folgendes Gedankenspiel empfohlen: Außerirdische observieren unseren Planeten und erkunden die unterschiedlichen Religionen. Mit wissenschaftlicher Akribie vergleichen sie nun die unterschiedlichsten Konfessionen.

1968 erschien das Buch, das mein Leben bestimmen sollte: »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken. Anno 1968, ich war damals 14, verging kaum eine Schulstunde, in der nicht auf die »kühnen Thesen dieses Schweizers« eingegangen wurde. Ich jedenfalls war Feuer und Flamme. Ich musste selbst ein Buch schreiben und beschloss damals: Mein Buch würde eine Chronik unserer phantastischen Vergangenheit sein. So begann ich noch 1968, an meinem ersten Buch zu schreiben: »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«.

Ich fürchte, dass der erste Eindruck, den ich auf Erich von Däniken machte, nicht wirklich der beste war. So bombardierte ich ihn schon 1968 und in den folgenden Jahren mit »eingeschriebenen Expressbriefen, eigenhändig«, die wohl nicht immer zur Freude des nachtaktiven Bestsellerautors zu frühmorgendlicher Stunde von eifrigen Postzustellern angeliefert wurden.

Erich von Däniken aber erkannte meine jugendliche Begeisterung und antwortete stets geduldig. In den Jahrzehnten seit 1968 hat mir kein zweiter Schriftsteller so kompetent, kameradschaftlich und hilfreich zur Seite gestanden wie er. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken! Durch ihn lernte ich die fantastischen Geheimnisse unseres Planeten kennen: von Ägyptens Pyramiden bis zu den Tempeln Maltas, vom Nemrud-Berg der Türkei bis zu den Kulten der Südsee. Und mehr noch: Er war für mich – und ist es noch heute – der Vater, so wie ich ihn mir erhofft hatte.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch – »Astronautengötter«, den leider allzu früh verstorbene John Fisch.

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seit fast 50 Jahren zusammen bin. Und das immer noch glücklich, glücklicher denn je.
Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück EvD! Das alles und noch viel mehr verdanke ich Erich von Däniken! Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar.

Auch in der DDR sorgte Erich von Däniken für Furore, obwohl schon sein Erstling gar nicht so leicht zu bekommen war. Da schilderte doch dieser Däniken, wie er Material für seinen Weltbestseller gesammelt hat, auf Reisen von Ägypten bis Zentralamerika! Reisen um die Welt waren damals für den DDR-Bürger ohne Sonderprivilegien ebenso unrealistisch wie ein Wochenendtrip zum Mond. Als anno 1968 mit der Mondlandung der Amerikaner die Tür zum Kosmos einen kleinen Spalt geöffnet worden war, fragten sich viele Menschen weltweit, ob Däniken nicht vielleicht doch recht hatte. Sollte es einer Jahrtausende, ja vielleicht Jahrzehntausende älteren Zivilisation vielleicht schon in grauer Vorzeit möglich gewesen sein, interstellar zu reisen? Pioniere der Weltraumforschung wie Hermann Oberth und Eugen Sänger spekulierten schon lange von interstellaren Raumflügen.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (Fußnote 1): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Fußnote 2): »Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor mehr als einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«. Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (Fußnote 3):

»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigene Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen: »Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum« (Fußnote 4):
»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiterwachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Erich von Däniken machte die Theorie von Astronauten, die in grauer Vorzeit zur Erde kamen und als »Götter« verehrt wurden, weltweit populär. Seit über einem halben Jahrhundert publiziert er – zunächst in Zeitungen und Zeitschriften – seine faszinierenden Gedanken. Immer wieder tauchten »Skeptiker« auf, die immer wieder verkündeten, diesen Schweizer nun endgültig »widerlegt« zu haben. Erich von Däniken aber blieb, arbeitete und publizierte weiter. Die selbsternannten »Antidänikens« blieben ohne erkennbare Wirkung und sind längst wieder in der Versenkung verschwunden.

Werden sie eine bestimmte Religion zur richtigen erklären und alle anderen als »Irrglauben« abkanzeln? Wohl kaum. Vermutlich werden sie über alle irdischen Glaubensformen bestenfalls milde lächeln und keinerlei qualitativen Unterschied erkennen zwischen Glaubensrichtungen von der »altkatholischen Kirche« bis zum »Zaratthustrismus«, zwischen ägyptischen Religionen und Wuismus (China). Sollte Erich von Däniken recht haben, dann irren alle Glaubensfanatiker. Dann gab es einst in grauer Vorzeit Besucher aus dem All, die für »Götter« gehalten wurden. Sollte sich das bewahrheiten, verlieren alle Fundamentalisten die Basis ihres Glaubens. Und dann sollten die ewigen Religionsstreitereien ein und für allemal ein Ende finden.

Es ist ein Trauerspiel: Was man für DIE wahre Religion hält, hängt vom zufälligen Geburtsort ab. Und die religiöse Rechthaberei führt schon seit Jahrtausenden zu blutigsten Gemetzeln, wobei jede Rechthaberei damit begründet wird, dass man ja DEM richtigen Gott zum Sieg verhelfen müsse. Das muss ja ein schwächlicher Gott sein, der sich nicht selbst als höchste himmlische Autorität durchsetzen kann, sondern auf hasserfülltes Gegeneinander der Menschen angewiesen ist!

Wenn nun die »Götter« Astronauten waren, welche Konsequenzen hat dies auf religiöse Glaubenswelten? Erich von Däniken in seinem Schlusswort zu seinem dritten Bestseller »Aussaat und Kosmos« (Fußnote 5): »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas Großartigem in Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«

Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (Fußnote 6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Erich von Däniken ist tot. Er starb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Sein Lebenswerk aber bleibt bestehen. Er hat die ferne Vergangenheit studiert und entdeckt, dass wir durch das Studium der uralten Geheimnisse von »Terra Mysteriosa« einen Blick in die nahe und ferne Zukunft werfen können. Wir wurden einst von Wesen aus dem All besucht, die ihren Heimatplaneten verlassen haben, um in die Weiten des Universums vorzudringen. Genauso wird der Mensch, wenn er sich bis dahin nicht ausgelöscht haben wird, Planet Erde verlassen und den »Astronautengöttern« zu den Sternen folgen. Die Erde ist unsere »Kinderstube«. Niemand bleibt da sitzen, jeder bricht ins Unbekannte auf.

Das ist die kosmische Botschaft von Erich von Däniken! Das sind seine »Erinnerungen an die Zukunft«.

Erich von Däniken entführt uns zu den Sternen. Ich bin überzeugt: die ersten Raumfahrtpioniere werden »Erinnerungen an die Zukunft« und «Zurück zu den Sternen« an Bord haben.

Unterwegs auf Vortragstourne,
Erich von Däniken, Willi Dünnenberger und Walter-Jörg Langbein.
Foto Selbstauslöser

 Mit EvD
auf dem mysteriösen Nemrud-Berg,
Türkei. Foto Ilse Pollo


 Gute Stimmung... Foto Willi Dünnenberger

 Fußnoten

Fußnote 1: Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
Fußnote 2: Ebenda, Seite 124
Fußnote 3: Ebenda Seite 125
Fußnote 4: Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
Fußnote 5: Däniken, Erich von: Schlusswort zu »Aussaat und Kosmos«, 1972
Fußnote 6: Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221



Dienstag, 14. April 2026

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

wobei ich doch alles persönlich nehme

… »Es ist völlig normal, entnervt zu reagieren. Genau dann wenn festgestellt wird, dass man irgendwie Mist gebaut hat. Und natürlich dann, wie ich es auch tue, sich darüber zu ärgern. In dem konkreten Fall war das einfach darin begründet, weil ich mal wieder, natürlich nur wieder typisch für mich, als nützliche Idiotin funktioniert habe. Es ging nicht um eine fremde Macht oder irgendeine Ideologie. Es war eine Bitte, mit der sich ein Anwalt an mich wandte. 

Es ging damals um den Prozess, der zu dem Zeitpunkt noch geführt wurde. Es ging um den Ehemann. Als Jäger wusste er schon, wo er bei seiner zweiten Ehefrau zustechen musste. Die Klinge war seinerzeit 15cm lang, Edelstahl und die Klinge war scharf. Er stach in den Schulter-Hals-Bereich, gleich zweimal. Einer der Stiche sollte eine Arterie verletzen. Flucht war ihr nicht möglich, darum traf ein weiterer Stich im Rücken ihre Lunge. So konnte sie nur noch Blut einatmen.  Es fiel ihm nicht schwer, sie in die Badewanne zu stoßen. 

Das Jagdmesser legte er in das Waschbecken, setzte sich auf den Deckel der Toilette und redete mit ihr. Sie konnte nicht mehr sprechen, ihre Augen waren weit aufgerissen und sie kämpfte um ihr Leben. Den Kampf hatte sie irgendwann verloren. Es waren Minuten, die aber für sie zu einer Ewigkeit wurden. Vermutlich für alle, die so sterben müssen.

Als sie tot war, erhob er sich. Über ihr Gesicht warf er ein Handtuch. Er wusch sich die Hände und lies das Wasser auch über das Messer laufen. Er hatte keine Lust, es zu reinigen. Die Polizei braucht das, es sah aber auch gut aus, ihre Haare waren direkt auf dem Messer zu sehen, so dachte er. 

Nun wusste ich, dass er seine Ehefrau tötete, wie er das aber getan hat, wusste ich nicht.
Zu dem Zeitpunkt hatte er eine Geliebte, die ihrerseits vorhatte, ihren Ehemann zu verlassen. 

Kontakt habe ich damals mit einem kompetenten »Sprachprofiler«, dessen Arbeitsgebiet die kriminalistische Analyse von Schriftstücken, die er auf verräterische Sprachspuren untersuchte. Was der Anwalt des Täters erfuhr und mich darum bat, das vom Ersuchen des Landgerichtes erstellte psychiatrische Gutachten, dem renommierten Profile zum »überlesen« zukommen zu lassen. Der Fachmann war natürlich interessiert. 

So erhielt ich per Mail die 38 Seiten des Gutachtens, was ich umgehend an den entsprechenden Fachmann weitersendete. Gedanken darüber, dass vielleicht Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwaltes bestand, machte ich mir nicht. Außerdem gilt für Gerichtsgutachten, dass das staatliche Interesse an der Sachaufklärung überwiegt. Er hatte das Gutachten schnell gelesen. Er rief mich an, sprach von der Geliebten, meinte, sie sei wohl meine beste Freundin und eigentlich müsste sie neben dem Mörder sitzen. Alles Weitere würde er mit dem Anwalt besprechen. 

Spätestens nach diesem Telefonat wäre es richtig gewesen dieses Gutachten zu lesen, zumal, dass ich ihre Freundin gewesen sein sollte, wusste ich nicht. Dass sie neben ihm hätte sitzen müssen, wurde mir viel später nach der Lektüre auch klar. Warum ich das nicht gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Aus meiner Sicht viel zu spät kam die Einsicht. Es war schon ein großer Wust, der auf mich wirkte. Zu der Erkenntnis, dass es nicht gut ist, sich mit Mördern anzulegen, kam mir auch sehr spät. 

Jetzt kommt natürlich die Frage, was dieser Mörder und seine Geliebte mit dem Kinderschänder, dessen Frau und deren Anwalt zu tun haben. Natürlich lernten die sich kennen und eine gemeinsame Feindin hatten die mittlerweile auch: das war ich! Von außen betrachtet, unterscheiden sich die Persönlichkeiten ganz deutlich. Wie es auch schon im 4. Jahrhundert v. Chr. als Militärstrategien verwendet wurde: »Der Feind meines Feindes ist mein Freund«. So einfach ist das. 

Für mich ließ sich das deutlich in diesem Gutachten erkennen, was ich mir irgendwann vornahm. Es wurde ein Abschiedsbrief handschriftlich von dem Täter erstellt. Betitelt als »Meine letzten Worte«, lies er seine Wut auf seine Frau aus. Dann wäre sein Kind, sein Junge, vor einiger Zeit vergewaltigt worden. Danach war der Junge nur noch ein Mama-Kind und er hatte ihn verloren. Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige gebracht. 

Später fand in der JVA eine Untersuchung statt. Es war eine »Vorgeschichte«. Irgendwann, mit der Bemerkung: »Ganz vergessen – Er habe noch gar nicht erzählt« erwähnte er, den Missbrauch von seinem Sohn vor drei Jahren, aber der Täter war unter 14, ein jugendlicher Erntehelfer, Sohn eines Jagdfreundes von ihm. Sein Sohn hatte sich ihm offenbart. Die Mutter des Sohnes habe ihn vor heftigen Reaktionen abgehalten. Der Hausarzt hat entsprechenden Verletzungen bei dem Kind festgestellt. Zu einer Anzeige sollte es nicht kommen, wie sich entsprechenden Psychologen äußerten. 

Aus meiner Sicht war es natürlich nicht mehr möglich, dazu eine klare Aussage zu finden. Der Junge wird schweigen, seine Frau lebt nicht mehr, die kann dazu auch nichts mehr mitteilen. Er ist eh davon ausgegangen, dass er vielleicht 4 Jahre Knast bekommen wird. Davon sitzt, bzw. liegt er etwas über 2 Jahre. In der Zeit wollte er seinen Krebs behandeln lassen. Er kannte sich aus, es war der zweite Mal, dass er Krebs hatte. Nun hatten die zuständigen Richter/innen dieses Gutachten schon vor mir gelesen. Mit dem, was dort noch so stand, erhielt er eine 10-jährige Haftstrafe für den Totschlag an seine Ehefrau. 

Wenn ich mich richtig entsinne, ist er nach der Halbstrafe, also Haftstrafe nach Verbüßung der Hälfte der Zeit, vorzeitig entlassen worden. Zu seiner Geliebten wollte oder konnte er nicht ziehen. So erhielt er eine Wohnung direkt in meinem benachbarten Dorf. 

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann hätte ich mit Sicherheit ganz früh den Kontakt zu dem späteren Mörder und seiner Geliebten abgebrochen. Damit würde ich mir viel Ärger und auch Gesundheitsschädigung ersparen können. Der Anwalt, der Kinderschänder, der Mörder und das Umfeld richten gemeinsam deutlichen Schaden an und haben das tatsächlich auch gemacht …«


Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 15. März 2026

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

Irgendwann fliegt alles auf, das wünsche ich mir auch hier

»… Vieles aufzuarbeiten muss sein. Besonders deshalb, weil ich wohl sagen muss, das sagen übrigens viele aus meinem Umfeld, das mich ganz viele Dinge traumatisiert haben. Darüber zu sprechen, tut mir gut. Wobei sich meine Sprache, nach wie vor für mich, nicht so positiv gestaltet. Darum nutze ich das Schreiben. Und damit auch das Mitteilen. Weil ich mir einbilde, dass alles irgendwann, wirklich hier und das auch für mich wichtig, einfach auffliegt. Dann kann selbstverständlich plötzlich geschockt gesagt werden: »Wie konnte das passieren!« Das ist wohl so üblich.

Dann könnte auch, wie bereits durchaus schon die Presse usw. mitteilt, dass der Täter seine Opfer mit einem Fahrdienst bringen lassen ließ. Ebenso, wie es hier gemacht wird. (Text ergänzen hier 2. Leseprobe)

Auch natürlich, dass ja auch die Opfer damit unter Druck gesetzt worden sind, auch, dass sie vermutlich nicht in den Himmel kommen, wenn sie diese »Geheimnisse« anderen mitteilen. (Text ergänzen)

Von einem »Netzwerk« wird berichtet.

Darum sollte ich schon diese Hintergründe, die es für mich gab und noch gibt, einfach hier aufarbeiten. Denn es gab natürlich entsprechenden Reaktionen, die einen Anwalt dazu motivierten, entsprechend schützend vor seine Mandanten stellte. Was im Grunde genommen auch für Pädophilen Sinn gibt. Es hatte ja ein »Ereignis« gegeben.  (Text ergänzen)

Diesen Nachbar Emil aus dem Haus, in dem ich auch wohnte, hatte ich quasi frisch erwischt. Er hat wohl nicht mit mir gerechnet. Es passierte draußen und ich stand plötzlich neben ihm. Es schien in dem Moment, dass er mich nicht wahrnahm. Er war beschäftigt mit dem Knaben, der Junge der neuen Nachbarn von nebenan. Der sah mich an und grinste.

Emil hielt den Jungen mit einem Arm fest an sich. Die andere Hand streichelte den Kopf des Knaben. So konnte ich auch Emils Hüfte sehen, die sich rhythmisch am Körper des Kindes bewegte. Doch, er sprach in dem Moment zu dem Kind und ich konnte es hören. Er sprach, dass beide »Geheimnisse« haben und der Junge niemanden davon erzählen darf. Und der Knabe grinste mich noch dabei an.

Irgendwie bemerkte mich Emil, ließ den Jungen los, drehte sich förmlich weg von dem Knaben und gab eine Art lachen von sich ab. Der Junge drehte sich ebenfalls ab und huschte flott Richtung Nachbarhaus. Genauso schnell verschwand Emil fast schon rennend zu dem Wohnhaus. 

Und ich stand wie festgefroren an der Stelle, wusste nicht mehr, warum ich es vorhin so eilig hatte. Ein Gefühl machte sich in mir breit, als wollte sich mein Magen umdrehen. Es fühlte sich an, als wenn ich erbrechen muss. Dass ich diese Situation nicht für mich behalten konnte, war mir klar. (Text ergänzen)

Emil war und ist nicht schlau, ganz im Gegensatz. So habe ich schon festgestellt, dass er nicht richtig lesen und schreiben kann. Aber er war und ist gerissen, das hat er bereits deutlich gezeigt. So gab es für mich Sinn, mit den Eltern des Jungen einfach ein kurzes Gespräch zu führen. Das nahm ich mir vor. Wobei sich tatsächlich etwas später andere darum kümmerten, was ich auch besser fand.

Es war auch der längste Tag des Jahres und ich saß auf der Terrasse und wollte diesen einfach nur genießen. Der Knabe nebenan war mit seinen Eltern im Garten und alle waren auch sehr laut. Es wurde spät, ich war kurz in der Küche und kam wieder zurück. Es war ruhig geworden. Seine Eltern dürften ihn wohl endlich in sein Bett gebracht haben, dachte ich. So setzte ich mich wieder in meinen Gartensessel und sah entspannt in Richtung des Innenhofes. Dort konnte ich den oberen Teil des Bereiches von Emil betrachten. Er stand dort. Rhythmisch, diesmal ohne Begleitung, bearbeitete er sehr intensiv scheinbar das Teil, das sich üblicherweise vorne in seiner Hose befindet. 

Emil sah widerlich aus. Er war wieder, wie eigentlich immer, betrunken. Er schwitzte, stöhnte und üblicherweise wird ein solches Verhalten als sich selbst befriedigen, onanieren, masturbieren bezeichnet. Dabei war er schon als alter Mann zu bezeichnen. Maximal 30 Sekunden benötigte er wohl zum Schluss seines Tuns. Ich schrie, auch noch, als Emil es geschafft und die Flucht ergriffen hat. Wobei es für ein solches Tun in der Öffentlichkeit ohne Absprache glatt als Exhibitionismus bezeichnet wird. Da war ich mir schon sicher. 

Was mich zudem schockte, war der Bereich an dem Zaun, der sich im Innenhof befand. Ein Bereich war von Abdrücken seiner Schuhe ausgefüllt. Natürlich hätte es sein können, dass Emil sich für die junge Frau Nachbarin interessierte. Allerdings war ich mir sicher, dass er dort den Knaben betrachten und in sich dabei viele Gefühle erwecken würde. 

So tat ich das, was eigentlich in solchen Sachen gemacht werden soll. Ich rief die Polizei, machte eine Anzeige und habe dabei wirklich gedacht, alles richtig gemacht zu haben. Dabei hätte ich, eigentlich besser umgehend, mich nach einer neuen Bleibe in einem anderen Ort umsehen sollen. Natürlich dachte ich wirklich, dass ich in diesem Moment, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Es wurde das getan, was zu tun war und jetzt auch noch ist, wenn solche Dinge geschehen, meine ich. (Text ergänzen)

Kurz danach rief mich eine Nachbarin an, bat mich, in den Garten zu gehen. Ihre Enkel waren bei ihr zu Besuch. Die planschten nackend in einem kleinen Wasserpool, der in ihrem Garten stand. Es war halt ein heißer Tag und die Kinder haben Spaß im Wasser. Sie selbst befand sich in ihrem Haus in dem ersten Stock und dort auf dem Balkon. Von dort aus konnte sie blicken, sowohl in ihren Garten, als auch in den Garten von Emil und Wanda. Die Beiden standen in der Tat nahe am Ende ihres kleinen Gartens, wobei Emil nur mit einer Unterhose bekleidet war. Wieder schien ihm sein Geschlechtsorgan sehr wichtig gewesen zu sein. Eine Hand war ihm dabei behilflich. Irgendwie wirkte Wanda, als würde sie ihren Ehemann dabei filmen. Sie hielt entsprechend eine Art Kamera, es konnte auch ihr Handy gewesen sein.

Dieses Telefonat entwickelte sich natürlich auf andere Art und Weise. Irgendwie entwickelte es sich zu einem Geschrei von Garten zu Balkon. Wanda lief zurück zur Terrasse, sie war schnell nicht mehr zu sehen. Emil zog sich auch zurück, dabei wieder wie bei einer Flucht. Es war halt seine Art, wenn er erwischt wurde.  (Text ergänzen)

Das Telefonat wurde dann wieder im Wohnzimmer weitergeführt. Ich erzählte von der Anzeige und bat natürlich, dass auch dieses Ereignis der Polizei mitgeteilt werden sollte. Daran hatte die Großmutter kein Interesse, aber etwas passieren sollte schon. Es war wohl so, dass ich Schreiben erstellen sollte, die auch auf schwerwiegende Vertragsverletzungen hinweisen. Das würde eher wirken, als eine Mitteilung an die Polizei. (Text ergänzen)

Zudem sollte auf die Störung des Hausfriedens und Pflichtverletzungen hingewiesen werden. Natürlich musste eine entsprechende Abmahnung folgen. Was ich natürlich brav erfüllte. 

So schrieb ich, druckte die Schreiben zweimal aus, holte die entsprechende Unterschrift der Großmutter, wurde gelobt für mein Tun, ließ ein Schreiben zurück, warf das andere Schreiben in einen Umschlag und warf das in den Briefkasten von Wanda und Emil. Was ich natürlich zweimal machte, auch gleichzeitig darauf hinwies, dass für das dritte Schreiben ein Anwalt tätig werden sollte. Was auch passierte. Jedoch nicht einer der Großmutter. Wanda und Emil hatten einen Anwalt, der sehr engagiert ihre Interessen vertrat. Wie sich später herausstellte, die Enkelin der Beiden, die in der Kanzlei beschäftigt ist, in der der Anwalt beschäftigt war. Von ihr bekam ich eine drohende Mail, von dem Anwalt, nicht nur ich, drohende Schreiben.

Darauf wurde die Angelegenheit für die Großmutter als erledigt betrachtet. Sie teilte mir mit, dass sie sich aus der ganzen Angelegenheit heraus begeben würde. Allerdings führte diese Einstellung in der folgenden Zeit bei mir zu fatalen Konsequenzen ... (Text ergänzen


Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 8. März 2026

7. Leseprobe: Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

… Tropfen, die weiter das Fass überlaufen lassen … oder soll es eine Frage der Ehre sein? …

»… Irgendwann kam ich vom Einkaufen zurück, da fiel mir auf, dass der Wagen vom Kinderschänder sehr nahe zur Straße stand. Das war ungewöhnlich, aber dafür sah ich in diesem Moment eine Beschädigung am PKW, die sich am Kotflügel des Wagens befand. Natürlich kam mir der Gedanke, dass sich das bereits am Vortag ereignet hat, dass wohl eine Mauer oder ähnliches mit dem Wagen gerammt worden wurde. So sah die Beschädigung auf jeden Fall auch aus ... (Text ergänzen)

… Durch Zufall konnte ich am folgenden Freitag durch das Schlafzimmerfenster Wanda auf dem Parkplatz betrachten. Sie war bestimmt mehr als 10 Minuten damit beschäftigt, die Stelle des Kotflügels am PKW zu reinigen. Sie hatte Eimer, Lappen und sogar eine Sprühflasche zur Hand, schrubbte und kratzte, um dann mit ihrem Handy Fotos von der Beschädigung zu machen. Wobei Wanda natürlich eventuellen Spuren am Wagen beseitigt hatte.

Am Sonntag danach befand sich in dem Postfach meines PCs eine Alert. Die Polizei stellte Fragen und bat Bürger um Unterstützung. Es wäre am Donnerstag zu der Zeit und dem Ort an dem PKW mit Kennzeichen eine Beschädigung durchgeführt worden. Ein Schaden von 1.600 Euro sei entstanden ... (Text ergänzen)

… Es fiel auf, dass ein Beamter sehr ausführlich das Fahrzeug von Elisabeth betrachtete und auch fotografierte. Es war in der Tat kein cm an dem Fahrzeug zu finden, der für irgendeine angebliche Beschädigung gefunden werden konnte. Es war nicht nur mir klar, dass Betrug eine große Rolle im Leben des Ehepaares spielte. Dass für solche Aktionen auch die Polizei von ihnen benutzt wird, dürfte klargeworden sein. Natürlich wurde auch Michael erwähnt, denn es hätte den beiden sicher nebenher gefallen, wenn der seinen Urlaub von der Polizei abgebrochen worden wäre. Was natürlich nicht geschah ... (Text ergänzen)

Elisabeth erstellte eine Rechnung, denn sie musste natürlich über eine bestimmte Zeit ihre Arbeit unterbrechen, damit der Wagen geprüft werden konnte. Wobei natürlich auch moralisch ein Hinweis kam, denn so etwas sollte sich besser nicht wiederholen, denn dann kommt eine Anzeige heraus. Elisabeth warf die Rechnung in den Briefkasten von Emil und Wanda. Zwei Tage später war das Geld auf ihrem Konto. Das konnte scheinbar funktionieren.

Michael kam aus dem Urlaub und tatsächlich wurde sein PKW von Polizeibeamten kurz überprüft. Laut im Treppenhaus kam sein Hinweis, dass er sicher seinen Chef gebeten hätte, in der Sache auch eine Rechnung zu schreiben, aber die Polizei wäre zu seinem Feierabend erschienen. Es wurde natürlich später nicht mitgeteilt, wie diese Angelegenheit für das Ehepaar ausgegangen war.

Irgendwie hatte ich für einen kurzen Moment das Gefühl, dass bei dem Ehepaar endlich Vernunft einsetzen müsste. Das kam aber nicht. Stattdessen wurde wieder auf die Art und Weise versucht, anderen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Ausgerechnet auch noch bei anderen Nachbarn. Dabei wurde aber nicht die Polizei hereingezogen. Wieder wurde versucht, einen Kratzer am Auto anderer Menschen zu unterstellen. Wobei das lautstark ausgelegt worden wurde. Es passierte direkt vor dem Haus, so dass auch ich das mitbekam ... (Text ergänzen)

… Später kam meine schwere Zeit, die erfolgte, die ich überleben musste. Es waren die ersten Wochen, die ich mit dem Schädel-Hirn-Trauma zwischen Leben und Tod in Kliniken verbrachte. Meine Gedanken konnte ich dann wieder sichten und es wurde dann auch klar, dass versucht worden ist, mich zu töten, was nicht gelungen war, aber dafür konnte ich nicht sprechen, nicht schreiben und ich saß, zumindest erst, in einem Rollstuhl. Das war eine Situation für mich, die ich allerdings nicht akzeptieren wollte ... (Text erweitern)

… Die Wohnung wollte ich auf jeden Fall weiter nutzen, auch weiter dort wohnen, obwohl es eigentlich keine Sicherheit mehr für mich gab. In diesem Ort, der mir vorher viele gute und schöne Dinge bot, aber auch das Schlimmste vorwies, eben Wanda und Emil als direkte Nachbarn. 

Vor meiner Rückkehr erfuhr ich, dass beide eine Art Urlaub zur Ostsee antraten. So blieben mir noch ein paar Tage Zeit, auch, um Elisabeth inständig um Hilfe zu bitten. Sie hatte mich ja gefunden, mir eben das Leben gerettet. Entnervt gab sie der Bitte nach, aber sie ging davon aus, dass ich meine Situation völlig falsch einschätzten würde.

Es war an einem Sonntag, als das Ehepaar zurückkam. Elisabeth klingelte bei ihnen. Gut gelaunt öffnete Wanda die Wohnungstür. Nach dem Tagesgruß teilte Elisabeth mit, dass ich wieder in meiner Wohnung sei, dann wollte sie darauf hinweisen, dass auf keinen Fall die beiden Kontakte zu mir aufnehmen sollten. Wobei sich Elisabeth später sicher war, dass sie den Satz nicht zu Ende bringen konnte.

Wanda schrie, schrie in meine Richtung, versuchte, sich auf mich zu stürzen, wurde von Elisabeth davon abgehalten und Wanda schrie weiter. Mittlerweile war Emil aus der Wohnung gekommen, stand neben seiner schreienden Frau und, blass im Gesicht, blickte er hasserfüllt zu mir. Ich flüchtete in die Wohnung, Elisabeth folgte mir umgehend. Die Tür wurde sofort geschlossen und abgeschlossen. Wanda schrie noch immer, sie trat gegen die Wohnungstür, sie schlug mit den Fäusten dagegen. Elisabeth rief, dass sie die Polizei rufen will. Das schien Wanda nicht zu stören ... (Text erweitern)

… Elisabeth dürfte mit solchen Reaktionen nicht gerechnet haben … So stand sie auf und ging zur Wohnungstür. Sie würde am nächsten Tag die Polizei aufsuchen um dort die ganze Angelegenheit zu melden. Durch dieses Verhalten von Wanda und Emil war auch Elisabeth klar, dass ich auf mich achten muss, auch, dass den beiden weiteren Mietern des Hauses dieses Geschehen mitgeteilt werden muss. Als Elisabeth das Treppenhaus betrat, sah sie Wanda mit Emil, wie beide nahe ihrer Wohnungstür standen. Offensichtlich auf Elisabeth warteten und sie umgehend auf böse Art und Weise angingen. Sie drohten gerichtliche Konsequenzen gegen Elisabeth ... (Text erweitern)

… Einige Tage später erhielt Elisabeth ein Schreiben des Anwaltes von Wanda und Emil. Zu dem Zeitpunkt war sie über die Enkelin der Beiden als Mitarbeiterin in der Kanzlei noch nicht informiert worden. In dem Schreiben wurde ihr ein Hausverbot erteilt, auch bezogen gerade auf die Wohnung, die ich bewohnte, als hätte er Hausrecht gehabt. So beschrieb Elisabeth ein Blatt Papier, drückte darin ihr Protest zum Ausdruck und brachte das persönlich in die Kanzlei ... (Text erweitern)

… Natürlich hatte es Elisabeth versucht, zusammen mit mir, etwas bei der Polizei in der Sache zu unternehmen. Aus deren Sicht gab es keine Beweise und wenn doch, so reichte das nicht, scheinbar. Zudem war für alles nicht die Polizei zuständig. So war und ist das mit der Zuständigkeit.

Dem Anwalt von Wanda und Emil meinte es scheinbar »Eine Frage der Ehre« zu sein. Anders ließe sich sein weiteres Tun nicht erklären, auch das ausgerechnet das Schreiben von Elisabeth als Beweissicherung seiner Prozessführung gegen mich dienen sollte ... (Text ausführlich erweitern)


Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 1. März 2026

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

... Auf keinen Fall noch ein Opfer-Syndrom zulassen ...

»… Natürlich dürfte die Frage sein, ob ich manche Dinge einfach übertreibe. Nun meine ich, dass es auf den Standpunkt des Betrachtens ankommt. Schaue ich meinen Tretroller an. Das Teil hat keinen Motor, dafür muss ich mich natürlich anstrengen, wenn ich ihn nutze. Darf und muss mit meinem »besonderen Fortbewegungsmitteln«, sogar Gehwegen und in Fußgängerzonen nutzen. Es gibt dazu sogar das passende § 24 StVO, kennen wir doch als Straßenverkehrs-Ordnung, ist das nicht schön?

Auch unkompliziert den Tretroller mit diesem Gedanken nutzen: »Der Gefahr ins Auge sehen!« Das gibt wirklich Sinn, denn meine Erfahrungen hatte ich bereits sammeln können. Es war nach der Körperverletzung meiner Person, was ich ja überlebte. Danach musste ich mich erst wiederaufbauen, was ich tat, indem ich fast jeden Tag durch die Bauernschaften rollte, auch Wege und Radwege dazu nutzte. Natürlich fuhr ich auch über schmale Straßen. Dort rollte ich auf dem Asphalt, der Seitenstreifen war unbefestigt. Mir entgegen kam ein PKW, der Fahrer fuhr weiter rechts und hielt an. Er schien Platz für einen entgegen kommenden Wagen zu machen, ich hörte auch das Geräusch, es geschah für mich auch sehr schnell, ich spürte seitlich das vordere Teil des Taxis. Entfernt von mir vielleicht eine Handbreite neben meiner linken Seite und dort von der Lenkung. So reagierte ich, zog den Tretroller in den Seitenstreifen und blieb umgehend stehen.

Es donnerten sowohl Wanda, als auch Emil, mit den Taxis an mir vorbei und mit dem Tempo auch an dem Autofahrer. Der kurbelte das Fenster an seiner Fahrerseite herunter und ich erinnere mich, dass ich ihn laut schimpfen hörte. Er fuhr los, blieb in meiner Höhe stehen. Fragte mich, ob bei mir alles in Ordnung sei. Schimpfte über die Unverschämtheit, die sich diese Taxifahrer erlauben würden, dass er schon einen Schrecken bekam, weil er zuerst dachte, dass ich angefahren worden sei. 

Damals brachte ich keinen Ton heraus. So schüttelte ich leicht den Kopf. Der Fahrer fuhr weiter, ich stand unter Schock, das passte auch in mein erlebtes Trauma, das ich daran arbeiten musste, dass in der Regel, bei mir Kampf oder Flucht in solchen Situationen folgen muss.

Für mich war es klar, dass diese Wege für mich nicht mehr in Frage kommen durften. Wenn sie wüssten, wo ich fahre, würden sie auch das noch einmal versuchen. So beschloss ich, meine Touren nur noch auf Radwegen durchzuführen. 

Das war mir natürlich nicht überall möglich. So gab es für mich eine kritische Straße, wenn ich eine Strecke in die nächste Stadt fahren musste. Die Radwege führten seitwärts der Hauptstraße und waren entsprechend gezeichnet, ich nutzte diese Wege und dabei galt für mich, dass ich immer der Gefahr ins Auge sehen müsste, was mir auch den Hauch von Sicherheit gab. Darum rollte ich einfach auf der anderen Seite. Was Radfahrer nicht durften, aber ich ja auch nur einen Tretroller fuhr.

Täter würden eher Opfer suchen und eben keine Gegner, so dachte ich. Die Erfahrungsart dieser Täter dürfte auch sein, auch Gegner, die das versuchen, von denen zu Opfern gemacht werden können, oder, sagen wir mal, das kann versucht werden.

Warum werde ich mit diesen Gedanken ständig konfrontiert, so fühle ich. Das ist letzte Woche auch geschehen. Es war irgendwann um Mittag, als ich im Ort, in dem ich wohne, wieder auf der »anderen Seite« des Bürgersteiges rollte. So überholte mich in einem Moment zu meiner rechten Seite auf der Straße ein Taxi. Emil saß am Steuer des dunkelblauen mehrsitzigen Kinderfahrzeuges, er hatte sein Türfenster geöffnet, sein linke Unterarm lag wie lässig dort aufgelegt. Er kam von einer Fahrt, die wohl offensichtlich auf ihn sehr positiv gewirkt hat.

So konnte ich in dem Moment auch das Funkeln in den Augen bei ihm sehen und seine Stimme, die sehr laut über die Straße zu mir schallte. Er rief mir laut »Fotxx« zu. Das Wort habe ich vor einiger Zeit von seiner Frau sogar schriftlich erhalten. Danach schrie er mir auch zu, dass er mich kriegen wird, er wirkte, dass er überzeugt davon noch ist. Er wirkte auch, was diese Form der Darstellung angeht, tatsächlich voll durchtrainiert. Das galt ja auch für die Schläge, die er auf seine Frau anwandte. Was er mir noch zuschrie habe ich nicht verstanden.

Natürlich bin ich stehen geblieben, habe mich umgesehen, dürfte quasi nach Zeugen für mich gesucht haben. Es war niemand zu sehen. Was erklärt, warum Emil sich diese Art der Mitteilung erlaubt. Natürlich haben mir liebe Bekannte und Freunde auch geraten, eine Anzeige gegen Emil zu starten. Das bringt nichts. Wobei so mein Gedanke dabei ist, dass zu Emil viel geschrieben werden kann. Er trägt seine Leidenschaft, für jeden sichtbar, nach außen. Dieses Trauma bei mir sollte ich wirklich einfach nur weiter herausschreiben ...« 

Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

»Der Mörder und der Kinderschänder«

Leseprobe: Die Anzeigen und die Folgen …

Leseprobe: Der Schläger und der Kinderschänder


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
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