Sonntag, 15. Februar 2026

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

… manchmal gibt es Sinn, nur simpel nachzudenken- was durchaus Klarheit bringen kann…

»… in der Tat habe ich angefangen, nicht mehr meine Probleme zu betrachten. Stattdessen, sozusagen als tiefgründige Überlegung, daraus Klarheit zu gewinnen, um dann Lösungen zu sehen. So einfach kann es sein. Wobei so weit in die Vergangenheit hätte ich mich nicht begeben brauchen. Aber ich fand es auf einmal einfach nur noch spannend.

Manchmal muss ich auch nur über meinen Teller blicken. In dem Fall auch sozusagen einen fremdländischer, in dem besonderen Fall ausgerechnet auch noch jemand, der als der größte Gangster aller Zeiten galt aber auch noch gilt. Wobei ich auch das Gefühl habe, dass es durchaus im Moment auch jemand versucht, den von seinem Thron zu schubsen. Aber das soll mich im Moment nicht interessieren.

Wer kann es natürlich nur sein. Al (Alfonso) Capone, als Sohn italienischer Einwanderer aus Neapel, wurde 1899 in Brooklyn geboren. In den 1920er/30er Jahren machte er sich zu einem Gangsterboss, liebte durchaus die Journalisten und deren Kameras, hatte keine sizilianische Abstammung, konnte darum kein vollwertiges Mitglied der Cosa Nostra, also ursprünglichen sizilianischen Mafia, werden, was ihn wütend machte. Vom Typ her würde ich ihn schon als Narzisst betrachten. Seine Anwälte waren für ihn bei Bedarf tätig, bezahlen konnte er sie gut. Zudem ließen sich keine Zeugen finden, insofern konnten ihm auch seine Taten nicht nachgewiesen werden.

Da bin ich am Punkt, die Komplexität zu reduzieren und einfach nur auf das Wesentliche zu schauen. Emil und seine Frau Wanda fallen mit ihrem toxischen Verhalten auf. Sie sind beide schädlich und giftig dabei durchaus, auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit durch offene Gewalt und Respektlosigkeit, gegenseitig massiv tätig. Gegen Außenstehenden bewirken sie das gemeinsam. Beiden wichtig sind Kinder, die missbraucht werden und das Geld, das beide für ihre Ansprüche brauchen. Das lässt sich durchaus so nachvollziehen.

Auch für Beide gilt, bei ihrem kriminellen Tun dürfen die Opfer keine Zeugen haben. Sie machen sich dabei aber auch selbst gegenseitig zu Zeugen. So einfach ist das. Dann ist der Anwalt, der schon wichtig für Emil und Wanda waren. Auf den beide gerne hinwiesen. Da mag es auch eine entsprechende Versicherung geben. Aber so einfach kann ich mir das nicht vorstellen. Vor allem entstehen Kosten. Mein Denkmuster habe ich vereinfacht, weniger ist mehr, so einfach kann es dann sein.

Der Begriff: »Vetternwirtschaft« dürfte doch eine bekannte Bezeichnung sein. Aus meiner Sicht würde ich schon die Beziehung der Eltern zu den eigenen Kindern durchaus als schwierig bezeichnen, auch, dass deren Kinder diesen Eltern nicht verzeihen können. Zum Betrachten habe ich natürlich die Beziehung zwischen Großeltern und einer entstandenen Enkelin und damit das Erbgut, das durchaus über Generationen hinweg weitergegeben wird. In dem Fall nicht gleichzeitig mit dem gleichen Namen. Wobei auch ihre Schulleistung einfach besser war, als bei Emil und Wanda.

Dann kommt natürlich bei entsprechenden Zeugnissen eine entsprechende Ausbildung in Frage, was auch dann zu einer Bezeichnung führte: Rechtsanwaltsfachangestellte. Im Grunde genommen sind das die Mitarbeiter/innen, die schon, was Arbeitsleistung angeht, durchaus gefordert werden. Ohne die läuft kein Laden, so kann ich das sehen. So einfach ist das.

Nun ist dieser besondere Anwalt selber Angestellter in der Kanzlei gewesen. Es gibt sogenannte Persönlichkeitstypen. Der ist in diesem Bereich offensichtlich für mich nicht zu finden. Vielleicht bin ich auch einfach zu anspruchsvoll, aus meiner egoistischen Sicht, finde ich ihn völlig hässlich im Aussehen. Vorstellen kann ich mir schon, dass er irgendwie doch als Helfer machte. Natürlich für Oma und Opa der Enkelin. Und dafür von ihr ein Lächeln geschenkt bekam, auch die Fähigkeit die sie hat, eine Dankbarkeit im Blick zu verpacken. Das funktioniert.

Es war meine »Eidesstattliche Versicherung«. Eigentlich ist mir auch bekannt gewesen, dass es für mich als Zeugin kritisch werden wird. Ist es ja auch. Es war ja nicht ein Amtsgericht. Es war das Landgericht. Und es ging um viel Geld. Was nicht ich bekommen sollte. Da habe ich auch einfach zu heftig reagiert, aber wenn ein Typ seine zweite Ehefrau abschlachtet und dabei schon Unterhaltsforderung für das erste Kind der ersten Ehefrau hätte zahlen können und müssen und nicht tat, machte mich schon wütend.

Wobei mir Wanda vor einiger Zeit einen Zettel in den Briefkasten warf. In dem schreibt sie, dass sie aus bekannten Kreisen weiß, wer immer das auch sein mag, ich einen Schlaganfall hatte und keinem Mörder in die Hand gefallen bin. Und außerdem darum keine persönliche Straftat für den Kinderschänder, was ich irgendwie fordern, was für sie nur erniedrigend wäre. Ganz im Gegenteil, ich soll mich schämen und würde von vielen Leute aus dem Ort verhasst. Und unterschreibt das tatsächlich mit dem Nachnamen ihrer Enkelin.

Sowas frustrierend, muss ich als Zeugin eine Aussage machen und habe selbst keine Zeugen. Die ein alleinerziehende Mann, kurz vor der Hochzeit, bei seiner Arbeit, unter den Augen weiterer Menschen erleiden musste. Ein Schlag, der bei ihm eine Hirnblutung auslöste, ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall. Da konnten seine Kinder bei ihm sein, als er starb. Seine Zeugen machen ihn nicht mehr lebendig. Es wird auch als schweres Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet. Was ich überlebt habe, was Emil, Wanda und auch ihre Enkelin in Wut brachte. Wobei mir die HNO-Ärztin, sozusagen als Fachfrau, erklärte, dass bei mir einfach nur das falsche Ohr erwischt wurde. Den Schlag auf das andere Ohr hätte ich nicht überlebt.

Jetzt kommt natürlich die Frage, was hat das mit Al Capone zu tun? Manchmal müssen andere Wege betreten werden. In seinem Fall wurde er wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Untergebracht wurde er zur Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco, die er nach viereinhalb Jahren verlassen konnte. Er hatte sich vorab die Syphilis eingefangen, dagegen nichts unternommen und so konnte er sein Leben auf seiner Villa beenden. Ausgesprochen schmerzhaft…«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

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