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Samstag, 8. Oktober 2011

Love and Crime in Ostfriesland

"Mord im ostfriesischen Hammrich"
von g.c.roth

Meine „Love and Crime-Story“
Mord im ostfriesischen Hammrich 
Tödliches Wiedersehen
spielt sich ab, in einem kleinen fiktiven Dorf an der Ems, zwischen Leer und Emden. Grundlage zur Buchidee war, dass immer öfter von Tötungen des Partners / der Partnerin oder gar das Auslöschen ganzer Familien, in den Medien zu erfahren ist. Oft findet sich in dem Zusammenhang die Aussage von Nachbarn oder Freunden: „Das hätte ich nie für möglich gehalten. Er / Sie war doch eigentlich immer nett, etwas introvertiert vielleicht, hatte nicht viel Kontakt ...“

Niemand kann in seinen Partner hineinsehen. Nicht selten geschieht es, dass nach anfänglicher Harmonie in einer Beziehung, das Leben zu einer seelischen Berg- und Talfahrt wird, die gutgläubige Menschen an den Rand der Verzweiflung bringen können. Das geht soweit, dass selbst die geduldigsten und friedlichsten Gemüter zu Taten befähigt werden, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätten ausmalen können.

So ergeht es meiner Protagonistin Swantje, die sich auf eine Beziehung einlässt, die sich völlig anders entwickelt als diese sich anfangs dargestellt hatte. Gutgläubig schiebt Swantje aufkommende Zweifel am seltsamen Verhalten ihres Freundes Roland beiseite und redet sich viele Situationen schöner, als sie tatsächlich sind. Sie verdrängt Hinweise darauf, dass in ihrer Beziehung schon bald einiges im Argen liegt, und die ihr eigentlich die Augen öffnen müssten.

Ihr Partner Roland versteht es, sich ihrer Schwächen zu bedienen und Swantje immer wieder gefügig zu machen. Swantje findet sich in einem Leben wieder, dessen Grundlage Lügen, Intrigen und Psychoterror sind, denen sie scheinbar hilflos ausgeliefert ist. Viel zu lange klammert sie sich an Rolands anfängliche Versprechen, an längst widerlegte Liebesschwüre, verzeiht ihm alles und gerät dadurch in einen Teufelskreis von immer wieder aufflackernder Hoffnung, im Wechsel mit bodenloser Enttäuschung.


Roland treibt es auf die Spitze und Swantje begreift, dass sie Opfer eines gefühlskalten Machtmenschen geworden ist, dessen komplettes Leben darauf ausgerichtet ist, Menschen auf infame Weise, für seine eigenen Bedürfnisse kaltblütig auszunutzen. Schuld- und Schamgefühle oder Verantwortung für sein Handeln sind Roland völlig fremd. Als Swantje nach jahrelangem Martyrium die ganze Wahrheit über Roland erfährt, schlägt ihre Liebe um in abgrundtiefen Hass ...



Leseprobe
...
»Ich bin so froh, dass ich dich wiedergefunden habe«, sagte er.
Er hob seine Jacke auf, nahm seine Brieftasche aus der Innentasche, zog ein leicht zerknittertes Schwarz-Weiß-Foto heraus und reichte es Swantje. Es war ihr Kinderfoto, das sie ihm damals im Park geschenkt hatte. Auf dem Foto war sie etwa zwei Jahre alt.

»Dass du dieses Foto hast! Ich habe es oft gesucht in den Jahren. Dass ich es dir gegeben hatte, wusste ich nicht mehr.«
Swantje freute sich aufrichtig, das alte Foto zu sehen.

»Es war immer in meiner Brieftasche. Immer. Das andere Foto von dir hatte ich in meiner Nachttischschublade. Die Frau hat es irgendwann während eines Streits zerrissen.«

»Du hattest noch ein Foto?«

»Das, wo du dreizehn warst und die kurzen blonden Haare hattest.«

Swantje wusste, welches er meinte. Auf dem Foto trug sie ein superkurzes Sommerkleidchen und die ersten weiblichen Konturen bildeten sich darunter ab. Es war auf einer Klassenfahrt entstanden.
Swantje konnte es nicht fassen. Da lief dieser Mann seit fast dreißig Jahren mit ihrem Kinderfoto durch die Welt, obwohl er verheiratet und Vater von zwei Kindern war.

»Ich habe dich immer geliebt«, sagte Rollo ernst. »Immer.« 

Dieses Mal klang es vorwurfsvoll. Swantje schämte sich ein wenig. Er war für sie eine Teenagerliebe gewesen. Ohne weitere Bedeutung. Sie überging den Vorwurf und lächelte ihn liebevoll an. Rollo stand auf und zog seine Jacke wieder an.

»Ich muss los.« Er nahm seinen Helm von der Bank und ging zum Gartentor.

Ohne Vorwarnung schoss plötzlich Samuels Pfote aus der mannshohen Hecke hervor. Blitzschnell zog er seine Krallen durch Rollos Gesicht. Der duckte sich, aber es war zu spät, der Kater hatte ihn erwischt.

»Blödes Vieh!«, fluchte Rollo, fasste sich mit der Hand an die Schläfe und besah seine blutigen Finger. Erschrocken scheuchte Swantje Samuel aus der Hecke.
»Was war denn das? So etwas hat er noch nie getan!«

»Katzen und ich mögen uns nicht«, knurrte Rollo.

»Entschuldige bitte, das tut mir wirklich sehr leid. Normalerweise ist Samuel ein Schmusekater, so angriffslustig kenne ich ihn überhaupt nicht.«
Swantje zog ein Papiertaschentuch aus ihren Shorts und reichte es ihm.

»Schon gut. Sieht sicher schlimmer aus, als es ist.« Rollo ging durch die Pforte auf sein Motorrad zu. Noch immer erschrocken von Samuels Attacke folgte Swantje ihm. Er hatte noch nie einen Besucher angegriffen. Wen er nicht mochte, den mied er einfach.
Rollo nahm seine Handschuhe aus dem Helm, setzte ihn umständlich auf und zog die Handschuhe an. Swantje stand neben ihm und sah ihm verliebt zu.

»Ich habe dich immer geliebt«, sagte er noch einmal. »Vergiss das nicht wieder!«
Wieder spürte sie den Vorwurf in seinem Abschiedsblick und war beschämt. Rollo setzte sich auf sein Motorrad und schob es langsam mit den Füßen rückwärts aus der Ausfahrt. Swantje lief neben ihm her. Sie hatte das Bedürfnis ihn festzuhalten, ihm zu zeigen, dass es ihr leidtat, ihn damals verletzt zu haben. Andererseits war es lange her und spielte doch keine Rolle mehr, sodass sie schwieg.

»Bis Freitag ist es noch so lang hin«, sagte sie stattdessen und spielte ein kindliches Schmollen vor.

»Ich schreibe dir jeden Tag«, antwortete er und strahlte wieder über das ganze Gesicht. Dann startete er den Motor und gab zweimal Leergas.
»Gleich ist Freitag!«, rief er lachend....


Bücher von g.c.roth:

 
Mord im ostfriesischen Hammrich:
Tödliches Wiedersehen
 

Fluffige und andere Zeiten 
Heitere und besinnliche Kurzgeschichten, Fabeln und Gedichte


"Bestatten, mein Name ist Tod!"
 Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen


Auch bei Libri und anderen Buchhändlern erhältlich




Mittwoch, 10. November 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil III

… Ich musste diesen Gedanken unbedingt zu Ende denken. Wer war der Mörder?  Eine Frage, die mich ständig beschäftigte. Es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Da die Tatverdächtige, deren Fingerabdrücke sich auf der Tatwaffe befanden, bestritt, den Mord begangen zu haben, musste weiter recherchiert werden. Gut dachte ich mir, suche ich den Täter in einem anderen Umfeld. Ich ging Zeile für Zeile noch einmal genau durch. Das Täterprofil war erstellt, Fingerabdrücke und Beweismaterial waren spärlich, Zeugen gab es keine. Mit den vorliegenden Fakten musste der Täter nun dingfest gemacht werden. Oder war es am Ende doch die bereits Angeklagte? Fragen über Fragen, und ich musste die Lösung finden. Dazu war logisches Denken erforderlich. Ich nahm all meine infrage kommenden Verdächtigen noch einmal gründlich unter die Lupe. Mit jeder einzelnen Figur hatte ich Mitleid. Schon beinahe verzweifelt stand endlich »mein« Mörder vor meinem geistigen Auge fest.

Ich hatte es mir wirklich nicht leicht gemacht. Es war nur eine Kleinigkeit, mit der er/sie überführt werden konnte. Ich glaubte, die Lösung gefunden zu haben. Zufrieden war ich allerdings nicht damit. Aber einer oder eine ist immer der Luser. Wie bringe ich das jetzt geschickt zu Ende?, dachte ich mir. Die letzte Phase meines Krimis, so fand ich, war die schwierigste. Die Entscheidung, wer letztendlich die Tat begangen haben soll, musste sich mit den bisherigen Angaben und Vorfällen decken.  Der gesamte Handlungsablauf musste miteinander harmonieren und eine logische Schlussfolgerung ergeben. Eine kurze Unterbrechung war erforderlich. Es war doch schwieriger als ich dachte. Aber sollte ich jetzt aufgeben, wo ich so weit vorgedrungen war? In meinen anderen Romanen konnte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Hier musste die Geschichte stimmig sein, damit sie nicht unglaubwürdig erschien. Nein, aufzuhören wäre feige gewesen. Außerdem hatte ich meine Protagonistin und auch die anderen Figuren lieb gewonnen. Es musste weitergehen.

Ich fragte vertraute Personen, ob die Art und Weise des Geschriebenen akzeptabel sei, was bejaht wurde. So begann ich mit dem letzten Abschnitt, den ich ohne meine Überzeugung richtig gewählt zu haben beendete. Ich war in das Geschehen zu sehr involviert, sodass sich die Gefühle mit einschalteten. Das hat Vor- und Nachteile. Wer außerhalb steht, kann die Lage besser und logischer überblicken. Wer sich jedoch von Gefühlen leiten lässt und genau weiß, wovon er schreibt, kann es glaubwürdiger herüberbringen. Egal wie, es ist geschafft. Der Krimi ist geschrieben und kürzlich erschienen. Im Nachhinein bin ich zufrieden. Ob der Inhalt gut ankommt und das Thema getroffen ist, müssen die Leser entscheiden.  Es ist der erste Krimi, den ich geschrieben habe. Ein zweiter ist nicht in Planung. 
Aber man kann nie wissen …

Ich wünsche allen Lesern spannendes Lesevergnügen!
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Lesen Sie auch Teil I

Mittwoch, 3. November 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil II

Nachdem ich einige wichtige Details bezüglich Ermittlungsarbeit klären konnte und die Antworten spezieller Fragen vor mir lagen, ging es flott weiter. Eine Idee nach der anderen flog durch meinen Kopf. Ich haute wie besessen in die Tasten. In meinen Gedanken entstand ein gewisser Handlungsstrang. Der Mörder jedoch stand noch nicht fest. Darüber brauchte ich mir im ersten Drittel des Krimis keine Gedanken zu machen. Die Abläufe mussten logisch aufgebaut werden. Ich setzte all meine mitwirkenden Personen auf eine Liste, damit ich die Namen nicht vergessen oder verwechseln würde. Meine Protagonistin stand bereits fest bevor ich begonnen hatte zu schreiben. Es war die ermittelnde Kommissarin! Jetzt konnte sie in aller Ruhe der Reihenfolge nach die verdächtigen Personen ausfindig machen und verhören. Ein Privatleben hatte ich ihr selbstverständlich auch zugedacht. Ich liebe es gerne persönlich. Außerdem kommt der Charakter eines Menschen besser zur Geltung, umso mehr man von ihm weiß.

Nun hatte ich eine Leiche! Hier begann die Polizeiarbeit. Absperrung des Tatortes, Spurensicherung und die Entscheidung des Staatsanwalts, was mit der Leiche geschehen soll. Da schnell geklärt war, dass es sich um Mord handeln musste, wurde der Tote in die Gerichtsmedizin gebracht. Die erste Hürde war geschafft. Dennoch kamen mir an diesem Punkt Zweifel. War es die richtige Entscheidung gewesen, mich auf einen Krimi einzulassen? Wie sollte die Handlung nun weitergehen? Das Thema hatte ich längst im Kopf. Ein Thema, das mir am Herzen lag, mit dem ich mich seit geraumer Zeit beschäftigte und auch auf meinem Blog darüber berichtet habe: Kindesmissbrauch! Nach einer kurzen Denkpause schrieb ich weiter. Allmählich nahm mein Krimi Gestalt an.

Ich hatte die Frau Hauptkommissarin gut im Griff, konnte ihre Gedanken mit meinen vermischen. Sie war wütend, wie ich es war, wenn ich an Missbrauchgeschädigte denken musste.
Sie machte ihre Arbeit gut, fand ich. Um sie brauchte ich mir keine Sorgen zu machen und richtete mein Augenmerk auf verdächtige Personen. Ich schob sie hin und her, aber den wahren Täter hatte ich immer noch nicht ermittelt. Mehr als die Hälfte war geschrieben. Jetzt musste ich mich entscheiden.

Ich ging im Geiste alles noch einmal durch. Hatte ich etwas übersehen? Ich musste es auf den Punkt bringen. Ich rettete mich damit, indem ich das bereits Geschriebene überarbeitete. Da gab es schon einiges zu tun, wie ich erstaunt feststellen musste. Ich hatte auf Kleinigkeiten und Logik nicht so sehr geachtet. Aber dazu ist die nachträgliche Bearbeitung da, und genauso wichtig, wie das Schreiben selbst.

Diese verdiente Schreibpause hatte sich gelohnt. Mit frischem Schwung schrieb ich weiter. Die Frage nach dem Täter war jedoch immer noch nicht gelöst. Da kam mir ein rettender Gedanke …

Den dritten und letzten Teil lesen Sie am nächsten Mittwoch!
Lesen Sie auch Teil I

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Samstag, 14. November 2009

„Bestatten, mein Name ist Tod!“, Teil II

(Auszug)

- unveröffentlicht -
© gcroth, 13.11.2009


...

Hermann beschloss, die alte Kiste von David, die seit seinem Verschwinden, unberührt in der Ecke des Friedhofbüros stand, mit seinem Spaten aufzubrechen. Zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass sie nicht verschlossen war. Modergeruch stieg ihm in die Nase, als er den verstaubten Holzdeckel öffnete. Kein Wunder, unsortiert lagen Knochen, Schlüssel, Zettel, schmutzigen Socken, Fotos, Zigarettenkippen, Tabakreste und leere Rotweinflaschen darin. Ein Dutzend polierte Rattenschädel fischte er angewidert aus dem Durcheinander heraus und legte sie in einer Reihe an die Schreibtischkante.

Hermann hatte sich das Gruseln schnell abgewöhnt, nachdem er Davids Totengräberjob übernommen hatte. Doch beim Anblick vier kleiner Kinderschädel, die unter all dem Gerümpel zum Vorschein kamen, packte ihn das nackte Grausen. Plötzlich hatte er das Gefühl, David würde hinter ihm stehen und ihn jeden Augenblick hinterrücks angreifen. Erschrocken sprang er auf und drehte sich um. Doch da war nichts. Sein Herzschlag raste und der Schweiß brach ihm aus. Hermann wagte kaum zu atmen, während er mit aufgerissenen Augen in die Stille horchte.

„O.K., O.K., David“, Hermann griff nach den Rattenköpfen und warf sie hektisch zurück in die Kiste, „es geht mich ja eigentlich auch nichts an.“ Während er vorsichtig die Kinderschädel zurücklegte, fiel ihm ein Bündel Briefe auf, das unter diversen zerdrückten Farbtuben hervor guckte. Er zögerte, sah sich noch einmal um, ob auch wirklich niemand im Raum war, dann griff er das Bündel, das mit einem schmutzigen Zwirn zusammengehalten war, klappte den Deckel der Kiste zu und schob sie zurück in die Ecke.

„Abschiedsbrief für David“ stand auf dem obersten Cuvert. Hermann setzte sich auf die Pritsche, streifte das Band vom Briefpacken ab und drehte den Brief um. „Susanne, 8. Oktober 1997“ stand dort.
Von einem Abschiedsbrief, den Susanne hinterlassen haben soll, hatte Sieberts ihm nie etwas erzählt. Er öffnete den Brief. Als er das Papier herauszog, fiel ein Ring heraus und rollte über den Boden, quer durch dem Raum und blieb vor der Kiste in der Ecke liegen.

8. Oktober 1997
Hallo David,
wenn du diesen Brief liest, werde ich schon weit fort sein von dir. Weiter noch, als du jemals reisen kannst, in deinem Leben. Ich könnte dir endlose Seiten schreiben und dir erklären, weshalb ich nicht mehr bleiben kann. Aber das alles ist hundertfach gesagt und tausendfach in dir verhallt. Und wenn du, wie schon so oft, sagen wirst, dass du verlassen wurdest, dann soll dieser Brief mein Zeuge sein, dass niemand dich jemals verlassen hat. Denn du bist wie ein Raum ohne Fenster und ohne Türen. Unerreichbar lebst du in einer fremden einsamen Welt, die kein Mensch betreten kann. Du allein könntest diesen Raum verlassen, um Teil des Lebens anderer zu werden, um Freude und Leid teilen zu können, um Freunde und Geborgenheit geben und nehmen zu können. Doch das wird niemals geschehen.

Nein, wenn ich gehe, wirst du genauso einsam sein, wie du es immer warst. Vielleicht wirst du verstehen, dass ich heimlich gehen muss, denn ich möchte nicht das gleiche Schicksal erleiden, wie „die Frau“, die angeblich von einem „Wildtier“ gerissen wurde. Und sei dir gewiss, ich kenne den wahren Grund für ihren Tod. Und eines Tages wird die ganze Wahrheit ans Licht kommen. Das bin ich mir und all denen schuldig, die auf deinem Weg erfroren und verloren gegangen sind.


Totengräber
weinen nicht


Erstickendes Schweigen
der Sprachlosigkeit
eliminiert erbarmungslos
Lebenslust.

Anspruchsloser Ausdruck
der Abwesenheit
vermittelt gnadenlose
Gleichgültigkeit.

Versteckter Schmerz
der Einsamkeit
flieht heimlich
der Welt.

Ausgebremste Wut
der Hilflosigkeit
schleudert abgehackte
Worte.

Verweigernder Rückzug
der Vemeintlichkeit
straft bewegungslos
was Hände reicht.

Alle Mühe war vergebens.

Annehmende Akzeptanz
der Unmöglichkeit
heilt blutende Wunden
der Hoffnungslosigkeit.

Erschöpftes Loslassen
der Ziellosigkeit
erfrischt hoffnungsvoll
zukünftige Zeit.

Einsamkeit
erstarrt.

Leben
bewegt.

Gruß Susanne, die sonnenhungrig nach Leben durstet.


Herrmann war aufgesprungen und lief erregt im Raum hin und her. Seine Gedanken überschlugen sich, immer mehr geriet er in Aufregung, während er die Zeilen wieder und wieder überflog. Das waren doch nicht die letzten Worte einer Selbstmörderin! Abrupt griff er nach seiner Taschenlampe, eilte hinaus in die Dunkelheit, hastete den Kiesweg entlang und blieb atemlos vor Susannes Grab stehen. Er leuchtete den Grabstein ab. Da stand es: Gest. 10. Oktober 1997. Das war zwei Tage, nachdem der Brief geschrieben wurde. Susanne wollte David also verlassen! Sollte der Unfall am Kastanienbaum gar kein Unfall gewesen sein? Wieder und wieder wanderte sein Blick hin und her und verglich das Datum auf dem Stein mit dem Datum des Briefes. Fragen huschten durch seine verwirrten Gedanken. Wo war David geblieben? Warum war er nach Susannes Beerdigung wie vom Erdboden verschluckt? Hatte nichts mitgenommen, außer seinem Motorrad? Er sah sich um. War da ein Geräusch? Er leuchtete mit der Taschenlampe die Umgebung ab und lauschte angestrengt in die Nacht. Eine eigenartige Stimmung lag über dem Friedhof und wieder hatte Hermann das Gefühl, dass etwas Bedrohliches ganz in seiner Nähe war.

© gcroth, 13.11.2009
Fortsetzung im II. Band „Bestatten, mein Name ist Tod!“ Erscheinungstermin: Sommer 2010.
Hier geht es zum Band I, "Bestatten, mein Name ist Tod!"






Donnerstag, 1. Oktober 2009

Tabu und Tod


Auf mein Buch "Bestatten, mein Name ist Tod!" gab es durchaus unterschiedliche Reaktionen. Einige Leser fanden die Storys teilweise recht hart, für andere lagen die Erzählungen noch im akzeptablen Rahmen.

Dass die Meinungen über das Buch auseinandergehen würden, war mir natürlich klar, bevor ich das Buch schrieb. Auch, dass gefragt werden würde, was mich dazu getrieben hat, ein Buch über so schreckliche Todesarten zu schreiben. Die Antwort ist einfach. Weil diese Dinge nun einmal geschehen. Ein altes Markenzeichen meiner Geschichten ist mein Motto: "Meine Geschichten enthalten immer einen wahren Kern. Manche geraten während sie geschehen zu einem Desaster, andere erst, wenn ich sie aufschreibe." Und das gilt natürlich für alle Lebensbereiche. Genauso wie ich heitere Kurzgeschichten über alltägliche Widrigkeiten und Situationskomik schreibe, schreibe ich auch über die vielfältigen Möglichkeiten, dieses Leben wieder zu verlassen.

Es ist leider eine Tatsache, dass nicht jeder Mensch friedlich, des Nachts oder mittags entschlummert. Manch einer muss sich lange quälen bis zur erlösenden Sekunde, mancher muss viel zu früh gehen und gar nicht so selten, bestimmen andere, wann einem die Stunde schlägt. Bestatter und Totengräber erleben diese Situationen immer wieder. Morde geschehen, Unfälle, die keine sind, und Selbstmorde, die nicht selbst entschieden wurden. Der Tod hat nicht nur friedliche Gesichter. Der Tod kann sehr dramatisch daherkommen.

Insgesamt ist das Thema Sterben und Tod noch immer ein großes Tabu. Auch das erleben Bestatter täglich. Verstorbene sollen so schnell wie möglich zu Hause abgeholt werden, weil Angehörige sich vor ihnen fürchten oder ekeln. Und manch einer verzichtet sogar auf das Abschiednehmen am offenen Sarg, die nackte Angst im Nacken, bis endlich die Erde alles verdeckt hat.

Tatsächlich ist aber für die Hinterbliebenen gerade der direkte Kontakt mit dem Verstorbenen eine unglaublich wichtige und tröstliche Erfahrung. Noch einmal die Hand zu halten, über das Haar zu streichen und vielleicht noch ein Wort zu sagen, dass man im Leben, versäumt hat, auszusprechen. Immer wieder hört man anschließend die Menschen sagen: "Sie oder er sah so friedlich aus." Oder: "Es war ganz anders, als ich befürchtet hatte. Es war, als schliefe er oder sie." In der Tat ist der Kontakt mit dem verstorbenen Menschen ein wertvoller Augenblick im eigenen Leben, der einem auch die Angst vor dem eigenen Sterben, der eigenen Endlichkeit nimmt.

Auch unnatürliche, gewaltsame Tode sind tabu- und angstbehaftet, obwohl sie täglich geschehen. Warum sollte man darüber nicht schreiben? Warum sollten diese Dinge nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt werden? Menschen sind grausam zu Menschen. Das darf man sich genauso ehrlich ansehen, wie die heiteren Seiten des Lebens. Welchen Sinn hat es, Dinge aus dem Leben auszublenden? Sind sie dann nicht mehr vorhanden? Doch, sie sind immer noch da und sie geschehen weiterhin. Es sei denn, man lässt solche Geschichten an sich heran, lässt sie wirken, macht sich klar, dass auch das ein Teil des Lebens ist. Vielleicht wird man etwas sensibler im Umgang mit seinem und dem Leben anderer, wenn man spürt, dass die erzählten Geschichten sich an tatsächlichen Ereignissen orientieren. Vielleicht schaut man etwas genauer hin, und vielleicht lässt sich dadurch manches Unglück verhindern und mancher Schmerz vermeiden. Wer in dem Bewusstsein lebt, dass sein Leben zu Ende gehen wird, und niemand weiß, wann und auf welche Weise dies geschehen wird, kann sich versöhnen mit seinem eigenen Tod. Diese Hilfe können nicht die Lebenden geben, sondern nur die Verstorbenen.
Das Erzählen und Aufschreiben von dramatischen Todesfällen und Unfällen ist eine Möglichkeit, mit den Entsetzlichkeiten umzugehen und zu verarbeiten. Nicht zuletzt - und auch da sollte man ehrlich sein - eine Prise Voyeurismus steckt in jedem Menschen. Dramatische Dinge mitzuerleben, ohne selbst direkt betroffen zu sein, ist ein Bedürfnis, das ganz und gar menschlich ist. Man findet die unglaublichsten Geschichten in alten Märchenbüchern oder auch in der Bibel. Selbst in Zeiten, in denen es noch keine Bücher gab, wurden Schlachten, Kämpfe, Waffen-und Giftmorde in Rinden und Felsen geritzt dargestellt.

Und letztlich weiß nur ich, Bestatter Olbers und natürlich der verschwundene Totengräber David, was an meinen Geschichten wahr ist und was nicht. Aber ein Körnchen Wahrheit, aus dem die Storys entstanden sind, steckt in jeder einzelnen Erzählung.

Neulich hörte ich übrigens, dass David auf dem Friedhof gesehen wurde, mitten in der Nacht, bei Vollmond. Wer weiß, vielleicht treffe ich ihn demnächst dort wieder und wer mag, kann wieder ein Buch lesen, mit seinen ungewöhnlichen Erlebnissen.

g.c.roth

Donnerstag, 24. September 2009

Kopflose Liebe


Jan war ein begnadeter Fußballspieler und Trainer der Jugendmannschaft. Sein perfekt proportionierter Körper, die durchtrainierten Muskeln, seine strahlend blauen Augen, die aus seinem stets leicht gebräunten Gesicht stachen, waren eine Augenweide und suggerierten Kraft und Ausdauer. So war es kein Wunder, dass die Zahl seiner weiblichen Fans fast ebenso hoch war, wie die der männlichen. Jan hatte bei aller Disziplin, die er für sein Fußballtraining mühelos aufbrachte, eine große Schwäche für schöne Frauen.

Es lag nahe, dass er neben der Anerkennung für seine sportliche Leistung, von seinen Teamkollegen deshalb auch eine gute Portion berechtigtes Misstrauen entgegengebracht bekam. Wenn auch nicht jede Frau sich ihm gänzlich hingab, so war kaum eine einem Flirt abgeneigt. Besonders bei den regelmäßigen Feiern nach den Fußballspielen verschwand Jan schon mal mit der einen oder anderen weiblichen Begleitung seiner Teamkollegen für ein Weilchen. Jan machte auch nicht Halt vor Julia, der Frau seines Nachbarn Arnold. Dem Mann war unlängst bei einem Unfall der rechte Arm abhandengekommen. Seit dieser Zeit war er ein mürrischer unleidlicher Kerl. Jan war der Ansicht, dass er mit dem Arm auch seinen Status als ganzer Mann verloren hatte und Julia dadurch auf keinen vollwertigen Partner mehr zugreifen konnte.

Julia hingegen hatte seinen Flirtversuchen bisher nicht nachgegeben. Dieser Umstand stachelte Jans Jagdtrieb an. Es gab ihm einen besonders starken Kick, wenn er eine Gelegenheit witterte, Julia ein wenig zu provozieren und ihr mehr oder weniger diskret den Hof zu machen. Im Laufe der Jahre war es eine fixe Idee von ihm geworden, diese hübsche Frau wenigstens ein einziges Mal in Besitz nehmen zu können. Arnold war das nicht entgangen, und schon einige Male hatte er Jan gedroht:
„Wage es ja nicht, meine Frau anzufassen, dann lernst du mich kennen ...“
Jan lachte über die offensichtliche Eifersucht, schlug ihm in so einem Augenblick kumpelhaft auf die armlose Schulter und sagte mit einem ironischen Unterton in der Stimme:
„Mensch, Arnold, mach dir keine Sorgen, es ist doch nur ein Spaß!“
Arnold mochte dieses kumpelhafte Verhalten nicht und schüttelte Jans Hand von seiner Schulter ab und ging ihm nach Möglichkeit aus dem Weg.

Die Grundstücke der beiden Männer waren durch eine zwei Meter hohe, immergrüne Eibenhecke voneinander getrennt. Arnold hatte sie vor Jahren angelegt, als es ihm auf die Nerven ging,dass Jan immer wieder sein Grundstück betrat, um mit fadenscheinigen Argumenten Kontakt zu Julia aufzunehmen. Und das immer zu Zeiten, während Arnold sich außer Haus befand.

Auf einer der sommerlichen Grillpartys, die die Bewohner der Straße abwechselnd reihum veranstalteten, hatte Julia einer Nachbarin freimütig erzählt, dass sie am liebsten völlig unbekleidet in der Sonne liege, um sich zu bräunen und zu entspannen. Jan hatte das Gespräch im Vorbeigehen aufgeschnappt und daraufhin auf seiner Grundstücksseite einige Zweige der Hecke entfernt, sodass er einen ungestörten Blick auf Arnolds Pool hatte. Tatsächlich ergab sich von da an für ihn öfter die Gelegenheit, Julia bei ihren Sonnenanbetungen zu beobachten. Bisweilen beschlich ihn das Gefühl, dass sie ihn bemerkt hatte, wenn sie sich plötzlich aufsetzte und ihr Blick suchend die Hecke entlang glitt. Jan wich in solchen Momenten einen Schritt nach hinten und Julia legte sich nach einer Weile beruhigt wieder auf ihrer Liege zurück.

Es war an einem heißen Sonntagnachmittag im Hochsommer. Durch die Hitze der vorherigen Tage war die Luft stickig und trocken. Wer immer es möglich machen konnte, war ansWasser gefahren. Auch Jan verließ gut gelaunt das Haus, um den Nachmittag am Strand zu verbringen. Er ging pfeifend seine Auffahrt hinunter zu seinem VW-Bus, den er am Abend vorher auf der anderen Straßenseite geparkt hatte.

Natürlich konnte er nicht an der Hecke entlang gehen, ohne nachzusehen, ob Julia es sich eventuell auf ihrer Liege am Pool bequem gemacht hatte. Er blieb an der Stelle stehen,wo er die Eiben gelichtet hatte, schob einige dünne Zweige zur Seite und beugte sich leicht in die Hecke hinein.

Tatsächlich kletterte Julia gerade splitternackt aus dem Schwimmbecken. Jan war begeistert. Ihr schöner Körper faszinierte ihn immer wieder. Jetzt glänzte ihre nasse braun gebrannte Haut in der Sonne und ihr langes schwarzes Haar lag wie eine Stola über ihren Schultern. Mit sanft wiegenden Hüftbewegungen, die ihre straffen Pobacken vibrieren ließen, ging Julia zur Liege, legte sich hin und reckte und streckte sich genüsslich. Hin und wieder stieß sie einen lustvollen Seufzer aus. Jan fragte sich wieder, ob Julia diese Show nicht doch nur für ihn abzog und genau wusste, dass er schmachtend hinter der Hecke stand. Möglicherweise genoss dieses kleine Biest es sogar, sich so vor ihm darzustellen. Das herrliche Wetter, der Anblick dieses perfekten Körpers und die lustvolle Art wie Julia sich bewegte, machten Jan richtig heiß. Er spürte, wie die Geilheit in ihm hochkroch, und dass er, verdammt noch mal, endlich diese Frau flach legen wollte. Er war drauf und dran, sein Versteck preiszugeben und Julia durch die Hecke hindurch zu einem Eiskaffee am Strand einzuladen.

Plötzlich traf ihn ein heftiger Schlag auf seinen linken Oberarm. Jan verlor das Gleichgewicht und stolperte in die Hecke. Sein Arm schmerzte höllisch. Als er verwirrt aufsah, stand breitbeinig und schnaufend Arnold vor ihm. Wutverzerrt sein Gesicht. In seiner linken Hand
hielt er einen Baseballschläger.
„Hab ich dich endlich auf frischer Tat erwischt, du Schwein“, brüllte er außer sich, „ich werd' dich anzeigen wegen Belästigung und sexueller Nötigung, du perverse Sau!“
Jans Arm schmerzte unerträglich. Wut stieg in ihm auf. Nur mit Mühe kam er wieder auf die Beine und hielt sich mit der rechten Hand den schmerzenden Oberarm. Fassungslos schrie er zurück:
„Spinnst du? - Du hättest mich auch am Kopf treffen können! Was soll die
Scheiße?“
„Der nächste Schlag wird auch genau dort landen!“ brüllte Arnold zurück und hob erstaunlich zügig mit seinem linken Arm den schweren Baseballschläger, erneut drohend in die Höhe.
„Lass den Quatsch – du bist doch krank!“, schrie Jan, duckte sich und wich erschrocken zwei Schritte zurück.
„Quatsch?“, wiederholte Arnold hysterisch. Er wurde zusehends wütender.
„Das nennst du Quatsch? Du mieses Arschloch stehst hier hinter der Hecke und geilst Dich an meiner Frau auf! Soll ich dabei vielleicht noch zusehen?“
„Was redest du denn da“, versuchte Jan ihn zu beruhigen, „ich bin auf dem Weg zu meinem Auto, dabei habe ich zufällig einen Blick in deinen Garten geworfen! Das kannst du mir nicht vorwerfen. Kein Mann würde wegsehen bei dem Anblick!“
„Du willst mich wohl verarschen“, brüllte Arnold und ließ wieder den Baseballschläger auf Jan niedersausen. Jan versuchte, sich wegzudrehen. Diesmal traf der Schläger seine rechte Schulter. Noch einmal strauchelte Jan und flog zurück in die Hecke.
„Wenn ich dich noch einmal dabei erwische, dass Du meiner Frau nachstellst,— ich bring dich um!“, brüllte Arnold. Er trat mit dem Fuß nach Jan, der stöhnend in der Hecke lag,drehte sich um und schickte sich an, Jans Grundstück zu verlassen.

Jetzt platzte Jan der Kragen. So hatte ihn noch niemand behandelt ...


Die Fortsetzung und weitere Storys finden Sie in
"Bestatten, mein Name ist Tod!"
Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen.

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