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Sonntag, 26. Juni 2011

75 »Wenn der Vulkan im Paradies brüllt...«

Teil 75 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Eingang zum Port Resolution Club
Foto: Ingeborg Diekmann
Alle Jahre wieder feiern die Menschen auf der Südseeinsel Tanna, Vanuatu, das John-Frum-Fest. An diesem Tag, davon sind sie überzeugt, wird ihr Gott John Frum vom Himmel herabsteigen und seine Anhänger reich beschenken. Dann werden die Gläubigen endlich in den Genuss des üppigen Luxus kommen, den bislang die Weißen für sich allein beanspruchen. Um den John-Frum-Kult hautnah zu erleben, reiste ich mit einer kleinen Gruppe – Leserinnen und Leser meiner Bücher – in die Südsee, ins Reich Vanuatu, auf das Eiland Tanna. Untergebracht waren wir im »Port Resolution Club«. Luxus durften wir nicht erwarten, hieß es doch im hauseigenen Faltblatt nüchtern: »Der Port Resolution Club ist sehr einfach ausgestattet. Er liegt in einem tropischen Garten mit Blick auf die Bucht und den Yasur Vulkanberg. Hier gibt es nur eine Dusche (kein heißes Wasser), aber Toilette sowie Elektrizität.«

Dusche,
Waschgelegenheit,
Toilette
Foto I. Diekmann
Süßwasser ist auf Tanna eine Kostbarkeit. So sammelt man das Regenwasser, speichert es in Tonnen. Regenwasser ist Hauptgetränk Nummer 1 auf der Insel, mit Regenwasser wäscht man sich, duscht man und betreibt das WC. Für unsere Gruppe gab es zwischen unseren Bungalows eine Dusche (im Bild ganz links), eine Waschgelegenheit (mit Spiegel, im Bild in der Mitte) und ein Regenwasser-WC.

In der Tat: Elektrizität stand zur Verfügung: so lang das Stromaggregat lief. Gegen 20 Uhr gab es Abendessen (meist, ja eigentlich immer Reis). Danach wünschte uns der Wirt »Good Night!« und wir eilten so schnell wir konnten in unsere Bungalows. Gegen 20 Uhr 15 wurde der dröhnende Benzinmotor abgestellt, der »Port Resolution Club« versank in Dunkelheit. Untergebracht waren wir in »acht Bungalows nach einheimischem Stil« ... sehr spartanisch, in auf Pfählen stehenden Holzhütten, mit einer Art Schilf gedeckt und dünnen, ja sehr dünnen Wänden. Einzige Möbelstücke waren ein Bett und ein Nachttischchen mit einer Kerze. Über jedem Bett war ein Moskitonetz angebracht, das ungebetene Blutsauger fernhalten sollte.

Luxus gab es aber auch: Jeder Bungalow hatte eine eigene überdachte Veranda. Wer grünes Südseeparadies erleben wollte, konnte sich auf seine Veranda setzen ... und paradiesischen Frieden erleben, den kein noch so teures 5-Sterne-Hotel zu bieten vermag. Wer den sterilen Hyperluxus moderner 5-Sterne-Hotels wünscht, wird ihn auf Tanna vergeblich suchen. Wer aber exotische Urwaldnächte förmlich spüren möchte, dem kann ich den »Port Resolution Club« nur wärmstens empfehlen. Zwei Stunden dauert in etwa in Fahrt im »Hotelbus« vom kleinen Flughafen zum »Port Resolution Club«.

Veranda vor der Hütte
Foto: W-J.Langbein
Ich kann mich an meine erste Nacht im Urwaldbungalow lebhaft erinnern ...
Ermüdet von anstrengenden Exkursionen dämmere ich vor mich hin. Sanft schlafe ich ein ... Doch etwas weckt mich: Ein dumpfes Rumpeln und Pumpeln, begleitet von beunruhigenden Vibrationen, die meine hölzerne Bettstatt sanft schütteln. Völlig zutreffend heißt es im Faltblatt: »Das Rumoren und Glühen des Yasur-Vulkans macht die Bungalows wahrlich spektakulär.« Ein »rotes Glühen« hat schon anno 1774 James Cook nach Tanna gelockt. Cook hatte es auf See nächtens zufällig »in den Wolken« beobachtet, war diesem geheimnisvollen Zeichen gefolgt und schließlich in einer Bucht östlich des Vulkans an Land gegangen. Cook wollte den Vulkanberg besteigen, wurde aber von den Einheimischen daran gehindert. Sie glaubten nämlich, dass dort die Seelen der Verstorbenen hausen.

361 Meter ist er hoch, der Yasur Vulkan. Seit mindestens 800 Jahren ist er aktiv, rumort und rumpelt vor sich hin. Statistisch gesehen gibt es alle drei Minuten eine Eruption. Dann spuckt der Yasur glühende Lavaklumpen in die Höhe ... aus einem seiner drei Schlote im Hauptkrater. Der misst in unseren Tagen dreihundert Meter im Durchmesser und einhundert Meter in der Tiefe. Weil der Vulkan in wirklich sehr kurzen Abständen – und das regelmäßig – spuckt ... gewöhnt man sich sehr schnell an das Rumoren ... Tag und Nacht.

Aufstieg zum Vulkan
Foto: W-J.Langbein
Vielversprechend heißt es im Faltblatt unseres »Clubs«: »Die Spitze des Kraters kann leicht zu Fuß (zehn Minuten Weg) erreicht werden und das atemberaubende Erlebnis von Lava, die hunderte Meter hoch in die Luft geschleudert wird, glühend in der hereinbrechenden Nacht, das Rumoren und die Explosionen, die Vibrationen des Bodens ... werden unvergesslich bleiben.«

Wir nahmen auf Tanna nicht nur an der Jahresfeier des John-Frum-Kults bei, wir besuchten auch den Yasur-Vulkan. Das heißt, wir fuhren von unserem »Port Resolution Club« mit einem kleinen Bus so nah wie möglich an den Vulkankegel heran. Die letzten 300 Meter legten wir zu Fuß zurück. Der Anstieg erwies sich als anstrengender als gedacht. Die sommerlichen Temperaturen, gepaart mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, machten den kleinen Gang schnell zu einem Marsch in einer Sauna.

Wir folgten einem schmalen Trampelpfad, vorbei an erstarrten Lavaklumpen unterschiedlicher Größe. 2010 entwickelte der Vulkan so heftige Reaktivitäten, dass es zu gefährlich war, sich dem Krater zu nähern. Das Besteigen des feuerspeienden Berges wurde 2010 vorübergehend verboten.

Wir erstiegen den Vulkankegel ... und spürten bald die Wärme des unterirdischen Feuers an den Füßen. Wir setzten uns am Rand des Kraters nieder und warteten den Abend ab. Ein herrlicher Blick aufs nahe Meer wurde uns gegönnt ... doch unsere Aufmerksamkeit war mehr auf den Vulkan gerichtet.

Blick aufs Meer vom Vulkan
Foto: W-J.Langbein
Als gut vorbereiteter Reiseleiter weiß ich, was wir hier vor Ort erwarten können ... »Das laute Rumpeln und Pumpeln, das wir Tag und Nacht hören, wird nicht unbedingt von Lava-Eruptionen verursacht. Man spricht von strombolianischen Eruptionen. Es sammeln sich im Inneren des Vulkans Gasblasen, die dann in regelmäßigen Abständen explodieren. Dabei wird meist nur wenig Lava gefördert. Die meisten Lavafragmente, die in die Luft geschleudert werden, sind oft nur tennisballgroß.« Trotzdem möchte wohl niemand von einem solchen »kleinen« Batzen, der emporkatapultiert wird und aus mehreren hundert Metern Höhe zurückfällt, getroffen werden.

»Wir müssen die Dunkelheit abwarten!« betont unser örtlicher Guide. »Bei Tag sieht man zu wenig ... Wir müssen natürlich Glück haben ... Emporgeworfene Brocken sieht man meist wegen des begleitenden Qualms nicht. Und wenn so ein Klumpen an der falschen Stelle niederschlägt, kann man kaum ausweichen.« Es würden aber nur höchst selten Besucher getroffen, versichert er uns. »Wie beruhigend!« meint sarkastisch ein Mitreisender.

Asche-Lava-Regen
Foto: Ingeborg Diekmann
Zunächst werden die aufsteigenden Staubwolken vom Sonnenlicht des Abends rötlich angestrahlt, dann verwandeln sie sich in eher düstere schwarze Wolken ... und bei Dunkelheit erkennt man schließlich die rotglühende Lava, die in den Himmel schießt und – abkühlend – wieder herabfällt. In der Regel folgt auf eine besonders heftige Gasexplosion fast feuerwerksartig ein wahrer Sprühregen glühender Punkte, die wie Sternschnuppen in den Himmel sausen.

Manche Batzen schlagen unangenehm nah von uns ein. Hautnah erlebten wir, spürten wir Vulkanismus live ... in relativ schwacher Form. Wir können uns aber etwas besser ein Bild machen, wie verheerend der Ausbruch eines Supervulkans sein muss! Wenn der Vulkan im Paradies brüllt, dann kann dies Unheil ankündigen wie die Trompeten der Apokalypse. Ist es ein Zufall, dass der Weltuntergang der Bibel deutlich an vulkanische Kataklysmen erinnert?

Als ich zu später Stunde bei völliger Dunkelheit mit meinen Reisebegleitern vom Yasur-Vulkan zurück ins Südseeparadies stolpere ... muss ich an den »Feuerring des Pazifiks« denken! Was man leicht verdrängt: Vulkanismus ist im Pazifik nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Pazifik ist alles andere als ein »friedlicher« oder »stiller Ozean«. Ganz im Gegenteil, der Name täuscht! Die seismische Zone um jenes Meer herum, das wir uns als Idyll vorstellen, wird als »Feuerring« bezeichnet.

Ein großer Teil der vulkanischen Aktivitäten unseres Planeten spielt sich auf dem Meeresboden im Pazifik ab. Der Geologe H.W. Mennard schätzte vor einem halben Jahrhundert, dass es am Boden des Pazifiks rund 10.000 bereits erloschene oder noch aktive Vulkane gibt. Die Osterinsel ist also ein Kind des vulkanischen Pazifiks. Aus erdgeschichtlicher Sicht brodelt es nicht gelegentlich, sondern ständig im Pazifik. Vulkane entstehen, schieben sich aus dem Erdinneren durchs Wasser. Vulkankegel wachsen empor. Viele erreichen nicht die Wasseroberfläche. Andere schießen über die Wellen hinaus, verschmelzen miteinander. Entstand so vor vielen Jahrtausenden das Atlantis der Südsee, als ein vulkanischer Kontinent in den Weiten des Meeres? Und verschwand dieser Kontinent wieder ... als Folge weiterer Katastrophen auf dem Meeresgrund?

Nach altem Glauben versammeln sich hier
die Totengeister -  Foto: W-J.Langbein
Unter dem Pazifik ticken gewaltige Zeitbomben. Jederzeit kann ein Supervulkan auf dem Meeresboden ausbrechen. Eine Kettenreaktion kann angestoßen werden, die weitere schlummernde Vulkane förmlich explodieren lässt. Schlimmste Seebeben können die Folge sein... Tsunamis, die weite Teile Süd- und Zentralamerikas, ja Nordamerikas verwüsten können, drohen. Eine Apokalypse, die unseren Globus – und damit die Menschheit – in einen Abgrund reißt, ist möglich ... Sie kann ihren Anfang im Pazifik nehmen!

Und wenn natürliche Kataklysmen – wie in Fukushima – zum Beispiel ein Atomkraftwerk verwüsten, dann ist eine Apokalypse möglich, die den biblischen Bericht vom Ende der Zeit bei weitem in den Schatten stellt! »2012« steht symbolisch für realistischen Horror, der jederzeit unseren Planeten zu einem höllischen Höllenpfuhl verwandeln kann.

Meine Prognose: Das Jahr 2012 wird verstreichen, der Weltuntergang wird ausbleiben. Rasch wird die ominöse Jahreszahl in Vergessenheit geraten. Neue Weltuntergangstermine werden publik gemacht werden. Vielleicht wird Nostradamus bemüht, vielleicht werden angebliche Prophezeiungen der Mayas aus dem Hut gezaubert ... Wir täten aber gut daran, die wahre Bedeutung von »2012« zu erkennen, die wahre Botschaft der Mayas zu verstehen ...

Zu diesem brandaktuellen Thema habe ich mein 30. und wichtigstes Buch geschrieben: »2012 – Endzeit und Neuanfang/ Die Botschaft der Mayas« (1).

Fußnote und Literaturempfehlung
Langbein, Walter-Jörg:
»2012/ Endzeit und Neuanfang – Die Botschaft der Mayas«, München 2009


»Was flog da über Golgatha?«,
Teil 76 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 03.07.2011


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Mittwoch, 12. Mai 2010

Der Supervulkan von Neapel... und das Spielen mit dem Feuer

Walter-Jörg Langbein
(Autor von »2012 - Endzeit und Neuanfang: Die Botschaft der Mayas«)

Vor etwa 39 000 Jahren brach bei Neapel ein »kleiner« Supervulkan aus. Tödliche Glutlawinen verwüsteten ein riesiges Areal. Und dort brodelt es wieder verdächtig. Steht ein Ausbruch des Supervulkans bevor? Wissenschaftler des INGV-Osservatorio Vesuviano, Neapel, wollen ein riskantes Experiment wagen. Sie beabsichtigen, das Vulkanmonster anzubohren. Auch wenn sie versichern, das sei völlig ungefährlich... Es besteht die Gefahr, dass so eine Probebohrung das Lavamonster weckt.

Was vor 39 000 Jahren geschah, das kann sich morgen oder übermorgen wiederholen. Die Katastrophe kann sogar noch schlimmer ausfallen!

Was geschah vor 39 000 Jahren? »Focus online« berichtete am 24.08.2006:
»Bis zu 300 Stundenkilometer schnell ergossen sich so genannte pyroklastische Ströme – 500 Grad heiße Wolken aus Gas und pulverisiertem Gestein – über ein 30 000 Quadratkilometer großes Gebiet. Auf der Stelle erstarb darin alles Leben. Asche flog im Osten bis zum Ural und im Norden über die Alpen. Schließlich waren halb Europa und der Mittelmeerraum bis nach Syrien und Nordägypten von einer mehrere Zentimeter dicken Schicht bedeckt.«

Seit Jahren rumort es verdächtig im Gebiet von Neapel. Satellitenaufnahmen beweisen: Der Solfatara-Krater könnte schon bald zu neuem Leben erwachen und Tod und Verderben bringen! Schwefeldämpfe weisen auf ein wahres Höllenfeuer unter der Erde hin. Wann wird die Magmablase wieder platzen? Nach fast 40.000 Jahren »Ruhezeit« ist die nächste Katastrophe überfällig. Die Vulkanregion ist kleiner als die vom Yellowstonepark. Sie erstreckt sich »nur« über eine Fläche von 150 Quadratkilometern Größe: westlich von Neapel. Südlich von Neapel sind auch unterseeische Gefilde betroffen: bis zu den Inseln Ischia, Procida und Nisida.

Die »glücklichen« Überlebenden würden in Panik aus den verwüsteten Regionen fliehen. Werden sie die Toten beneiden? »Focus online« am 24.08.2006:

»Ein nun folgender ›nuklearer Winter‹ könnte die Situation langfristig verschlimmern: Aufgewirbelte Staub- und Ascheteilchen in der Atmosphäre blockieren das Sonnenlicht. Die Erde kühlt ab, was wiederum die Landwirtschaft beeinträchtigt, diesmal weltweit. Im Endeffekt könnte in weiten Teilen der Erde das Ende der Zivilisation kommen.«

Wenn beim Ausbruch des wesentlich größeren Vulkans vom »Yellowstone Nationalpark« Schlimmeres geschieht wird das Inferno unbeschreiblich sein.

Durch den Vulkanausbruch werden in kürzester Zeit landwirtschaftliche Anbauflächen zerstört und für lange Zeit unbrauchbar gemacht. »Ewige Dunkelheit« und sinkende Temperaturen verhindern langfristig, dass neue Felder in ausreichendem Maße Ertrag bringen! Die Ernährungsgrundlagen von Millionen von Menschen sind nach dem Ausbruch vernichtet und Millionen Tiere sind ums Leben gekommen. Die lebensnotwendigen Ressourcen werden sich lange Zeit – vielleicht Jahrhunderte – nicht erneuern.

So wird die Zahl der Todesopfer in den Jahren nach dem Ausbruch noch emporschnellen. Millionen Menschen können in den Jahren nach der eigentlichen Apokalypse an den Folgen des ausgebrochenen Höllenfeuers sterben: in gewaltigen Hungerepidemien. Krankheiten können sich ausbreiten. Medizinische Hilfe wird kaum möglich sein, weil zu wenige Ärzte einem zu großen Chaos gegenüberstehen werden. Und die wenigen Ärzte kommen nicht zu den Kranken. Warum?

Das Straßen- und Schienennetz eines großen Teils der USA ist nach einem Ausbruch des »Yellowstone-Vulkanes« unbrauchbar. Die Infrastruktur bricht zusammen. Weitere Folge: Nahrungsmittel können kaum noch verteilt werden. Das verstärkt die Hungerepidemien. Das nackte Chaos herrscht. Werden sich »Gesetz und Ordnung« noch durchsetzen lassen? Wohl kaum. Wahrscheinlich werden marodierende Banden mordend und plündernd umherziehen. Wahrscheinlich werden Überlebende des Desasters nach dem martialischen Gesetz des Stärkeren alles fürs eigene Überleben tun. Recht und Ordnung haben keine Gültigkeit mehr. Und das wird zur Folge haben, dass überall auf der Welt Militärs und »politische Elite« die Macht an sich reißen werden: unter dem Deckmäntelchen des Gemeinwohles.

Nahrungsmittel werden unbezahlbar teuer sein. Fleischproduktion wird fast vollkommen, vielleicht ganz zum Erliegen kommen. Getreide wird viel zu kostbar sein, um es an Vieh zu verfüttern.

Wer über Nahrungsmittel verfügt, der hat dann auch die Macht. Kriminelle überfallen keine Banken mehr. Getreidesilos werden sehr viel anziehender sein und besser bewacht werden müssen als heute Tresore. Getreide wird wertvoller als Gold sein.

Der Vulkan im »Yellowstone Nationalpark« brach seit Jahrmillionen wiederholt mit mörderischer Heftigkeit aus. Er wird wieder ausbrechen. 640 000 Jahre sind seit seiner letzten Eruption vergangen. Die nächste ist längst überfällig! Die Ausbrüche wiederholen sich in gewaltigen Zyklen, ganz nach dem Geschmack der Rechenmeister alter Völker.

Und der Supervulkan von Neapel rumort verdächtig. Die phlegräischen Felder bei Neapel können zum höllischen Inferno auf Erden werden. Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull führte zum Zusammenbruchs des Flugverkehrs in ganz Europa und darüber hinaus. Der Supervulkan von Neapel kann eine wahrhaft höllische Apokalypse Wirklichkeit werden lassen.

Könnte man die Geschichte von Planet Erde wie ein Buch lesen.... wir würden so manches Kapitel entdecken, das Horrorvisionen Marke Hollywood wie harmlose Märchen erscheinen ließe!

Ich warne: Mit einem Supervulkan spielt man nicht: keine unüberlegten Experimente! Keine »Probebohrungen« wagen, so man nicht absolut sicher ist, zu welchen Konsequenzen das führen mag!

Regelmäßig wiederholten sich gewaltige Katastrophen auf unserem Planeten. Das Leben auf der Erde wäre schon fast vollkommen ausgelöscht worden. Spielen wir nicht mit dem Feuer!

http://nachrichten.t-online.de/phlegraeische-felder-in-neapel-forscher-wollen-vulkan-anbohren/id_41581222/index



Bilder:
Bild 1 - Wikipedia, veröffentlicht unter GNU-Lizenz, Fotograf: Manuel Mauer
Bild 2 - Wikipedia, Public Domain, Urheber: NASA

Samstag, 27. Februar 2010

Samstagsrezension Helga König

Walter-Jörg Langbein: 2012 - Endzeit und Neuanfang
"...ebenso tauchte die Insel Atlantis in die Tiefe des Meeres hinab und verschwand." ( Zitat, Platon, Timaios 25, übersetzt von Otto Apelt)

Walter-Jörg Langbein befasst sich mit dem 21.12.2012. Dann nämlich soll nach alten Maya-Berechnungen die Welt aufgrund einer weltweiten Katastrophe zerstört werden. Wie hat man diesen prophezeiten Weltuntergang zu verstehen? Was würde ein solcher Untergang für uns Menschen bedeuten?

Gewaltige Katastrophen hat es immer gegeben, so lange die Erde besteht. Schon Platon berichtete vom Untergang von Atlantis, einem offensichtlich mächtigen Imperium, das ausgelöscht wurde, weil die Bewohner von überbordender Hybris beseelt waren. Ihr Hochmut führte dazu, dass Zeus den Kontinent Atlantis strafte und in den Fluten des Meeres versinken ließ.

Langbein reflektiert Aussagen verschiedenener Religionen und deren Apokalypse -Vorstellungen und zeigt, dass der Koran und die Bibel im Gegensatz zu den Religionsvorstellungen der Hindus oder der Mayas bei dem Begriff Weltuntergang stets etwas Endgültiges im Sinn haben. Für die Mayas gab es den Wechsel, den Zyklus, ein Blühen und Vergehen und ein erneutes Aufblühen. Ist einem diese religiöse Vorstellung erst einmal klar,  erschreckt das Datum 2012 nicht weiter.

Worin liegt der Sinn des Lebens? Wie lassen sich Katastrophen verhindern? Können wir aus den Legenden der Mayas, Hopis und von den Steinfiguren auf der Osterinsel etwas lernen? Verweisen alte Zeichnungen nicht auf Astronauten ferner Sterne, die sich einst aufmachten, um auf der Erde neuen Wohnraum zu finden?

Ist nicht die Zeit gekommen, dass wir die gesamte Erde, aufgrund des Klimawechsels und anderer Gegebenheiten als das neue Atlantis begreifen müssen? Müssen wir Überlegungen forcieren, fernab der Erde in den Tiefen des Alls nach bewohnbaren Planeten zu suchen, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern?

Der Autor schreibt auf Seite 100: "Seitdem erste Menschen als Astronauten in den Weltraum vorgedrungen sind, wissen wir um das große Geheimnis Planet Erde. Man muss in den Weltraum fliegen, um zu erkennen: Aus der tödlichen Eiseskälte des Weltalls betrachtet ist unser Heimatplanet ein einziges großes Atlantis. Doch wir verdrängen gekonnt die Gefahr, das auch unser Atlantis genau wie das Atlantis Platons untergehen kann."

Der weitgereiste Autor berichtet ausführlich von vielen alten Kulturstätten, nicht zuletzt auch von Chizen Itza und Palenque in Mexiko und einer Botschaft auf einem Relief in Palenque, die nach seiner Interpretation lautet: "Mag ein Supervulkan oder ein gewaltiger Meteorit das Leben auf der Erde auslöschen, in einer "Raketenarche" können Überlebende dem auf Erden unausweichlichen Tod entkommen."

Für die Mayas galt demnach das Prinzip Hoffnung, ihr zyklisches Weltbild lässt das Ende offen. Es gibt kein entgültiges Ende, sondern immer wieder einen Neuanfang. 2012 ist möglicherweise nur eine Moment großer Umbrüche, welche es auch immer sein mögen und wohin auch immer sie uns führen mögen, vielleicht auf einen anderen Stern. Mir fällt ein lateinischer Spruch ein,  "Per aspera ad astra", der zum Wahlspruch für 2012 werden könnte. Bemühen wir uns genau in diesem Jahr besonders intensiv um unsere alte Mutter Erde, damit sie uns zukünftig wie ein neuer schöner Stern erscheint. Das wird dann geschehen, wenn wir alle friedlich, liebevoll und verantwortungsbewusst mit ihr und den Menschen, die sie bewohnen, umgehen.

Ein sehr spannend zu lesendes Buch, das verdeutlicht, dass es auf unserer Erde mithin keine Sicherheit gibt, dass wir vielen Unbilden ausgesetzt sind und dass wir unser Leben letztlich stets als eine Reise begreifen sollten.



Montag, 11. Januar 2010

Vorankündigung: Monstermauern, Mumien und Mysterien –

die neue Serie von Walter-Jörg Langbein.... exklusiv bei ein-Buch-lesen. Vermeintlich »primitive« Steinzeitvölker schufen mysteriöse Bauten gigantischen Ausmaßes. Im Wüstensand vergrabene Mumien warten seit Jahrtausenden auf ihre »Wiedergeburt«. In archäologischen Sammlungen schlummern geheimnisvolle Objekte, die es gar nicht geben dürfte. Mysteriöse Kulte geben Rätsel auf. Indische Tempel stellen die fliegenden Vehikel der Götter dar... In seiner neuen Exklusivserie berichtet Walter-Jörg Langbein über seine Forschungsreisen in die entlegensten Regionen unseres Globus – von Ägypten bis nach Vanuatu.

Der 1. Teil der Serie erscheint am 17. Januar 2010: Kuelap... eine geheimnisvolle Metropole der »Chachapoyas« (»Wolkenmenschen«) der Anden.

Die Bücher von Walter-Jörg Langbein

Mittwoch, 30. September 2009

Ein Buch lesen - Im Vorfeld des Emmerich-Films 2012

Am 12.11.2009 ist Kinostart des mit Spannung erwarteten Roland Emmerich-Films "2012". Dazu kann ich nur sagen: Ich freue mich darauf! Einen Emmerich-Film habe ich eingefleischte Cineastin mir noch nie entgehen lassen. Und das habe ich auch diesmal nicht vor.
Der neue Film hat den laut einer Maya-Prophezeiung im Jahre 2012 angeblich bevorstehenden Untergang der Welt zum Thema. Ein genialer Plot für Roland Emmerich. Keine Frage: Da ist einiges zu erwarten.

Auf YouTube gibt es bereits Trailer zu sehen, die auf einen so atemberaubenden Film hoffen lassen, dass der Sitznachbar ganz vergessen wird, mit seinem Popkorn zu rascheln.



Was hat dies nun alles mit "Ein Buch lesen" zu tun?, werden Sie sich fragen. Sind nicht gerade Kino und Fernsehen die natürlichen Feinde des Buches?

Nun. Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Meiner Meinung nach können beide Medien sich hervorragend ergänzen, wenn man es richtig anpackt.

Wenn Sie nun auch, so wie ich, zu den Menschen gehören sollten, die ab dem 12. November in Richtung Kino strömen werden, dann habe ich einen Buchtipp für Sie! Nein, ich meine gar nicht das übliche "Buch zum Film", und hinterher die drohende dröge Diskussion darüber, was von beiden nun wohl besser gewesen sei. Ich hasse solche Diskussionen! Da steht man schnell auf der "falschen" Seite und wird mit einem mitleidig-schiefen Blick nonverbal darauf hingewiesen, dass es einem am rechten Durchblick fehle.

Ein Buch lesen: 2012 - Endzeit und Neuanfang von Walter-Jörg Langbein

Dieses Buch nähert sich der dem Emmerich-Film zugrunde liegenden Thematik mit wissenschaftlicher Genauigkeit und liefert eine Vielzahl an Fakten, durch deren Kenntnis man den Film mit wissenden Augen wird betrachten können. Umfangreiche Recherchearbeiten versetzten den Autor in die Lage, nicht nur die Logik des Maya-Kalenders erklären und Prophezeiungen uralter Schriften miteinander vergleichen, sondern auch im letzten Teil des Buches ein geradezu zwingendes Fazit ziehen zu können.

Wenn Sie dann im Kino sitzen, achten Sie doch mal darauf: In Emmerichs Film wird es zwei Arten von Kinobesuchern geben:
a) den gewöhnlichen Filmkonsumenten, der ein paar Stunden wohligen Gruselns, gekuschelt in einen warmen Kinosessel, genießen möchte und hinterher zu seinen Begleitern sagt: "Boah, das war geil! Und jetzt hab ich Hunger auf Hamburger!", und
b) den Langbein-Leser, auf welchen der Film einen wesentlich tieferen Eindruck machen wird. Sie werden ihn schon während der Vorführung daran erkennen, dass er manches Mal leise mit seinem Sitznachbarn tuschelt. Wenn Sie sich anstrengen, können Sie hören, was er sagt:
"Walter Langbein schreibt auch, dass ...", oder "Von Langbein weiß ich, dass das so nicht stimmt ...".

Ja, wer "2012 - Endzeit und Neuanfang" gelesen hat, wird ein gefragter Experte sein, wenn der Film dann erst in aller Munde ist. Dank Langbein den mit mir an der Kinokasse Wartenden mal so eben ganz beiläufig das System des Maya-Kalenders erklären zu können, darüber freue ich mich ungemein. :-)


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