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Donnerstag, 10. August 2017

Marie Versini - the interview

Interview with Marie Versini
(English translation by Marlies Bugmann)



Walter Joerg Langbein: You’ve become world-famous through Karl May’s Nsho-Chi. Have you read Karl May’s novels earlier, in your youth already?

Marie Versini: No. I’ve not read Karl May during my childhood. He had not been translated into French at that time. But my father, a great Germanist, discovered Karl May in Germany. He thought his books were wonderful, just like those written by our Jules Verne.

My father always told me Karl-May-stories at bedtime: the love story between Old Shatterhand and Nsho-Chi, the story about the blood brotherhood of Winnetou and Old Shatterhand, and many more…

Walter Joerg Langbein: Has your understanding of Karl May changed through Nsho-Chi?

Marie Versini: Yes, of course. The book was translated into French by Flamarion before Winnetou I was filmed, and I’ve read it immediately. It’s always wonderful for an actor or actress to find his or her role in a novel. The author always says so much about the character of the individual people.

But, even as a child, I already had my image of Nsho-Chi. She was always present in the background.

I’ve always wanted to play that role, ever since I was seven years old. And my dream became reality! The time in Croatia during the filming with Lex Barker and Pierre Brice was also a dream. I couldn’t imagine that the film was going to be so successful! And the success continues to this day!

Walter Joerg Langbein: Did you like reading books as a child?

Marie Versini: Yes, very much. And I still do! I read a lot…with pleasure.

Walter Joerg Langbein: What book are you reading at present?

Marie Versini: I’m reading Montaigne. Montaigne’s works contain everything. One can read them again and again! I also read Montaigne by Stephan Zweig…I love him very much.

Walter Joerg Langbein: You are also writing books. Being an author, what does that mean for you?

Marie Versini: My husband, Pierre Viallet is a director and an author. He has written thirteen novels. They were translated and are available in the USA (Ballantines-Books, New York) and in Germany (Zsolnay und Rowohlt). Through him, I’ve found a new way of expressing myself. Acting and writing are very similar. But writing has one advantage. You can write when you want and where you want. You’re completely independent with writing and not tied to someone else.

Walter Joerg Langbein: What is a writer allowed or not allowed to do?

Marie Versini: A writer is allowed to do anything. He or she invents—that’s their profession. And as they dream up things, the reader is made to dream.

Walter Joerg Langbein: Will you write more books?

Marie Versini: Of course.

Walter Joerg Langbein: Many people still see you as Nsho-Chi. Does that annoy you? You’ve made other important films, after all!

Marie Versini: It has, indeed, annoyed me a few years ago. I mean, I’ve acted in many other roles…almost eight years on stage, in the ‘Comédie Française’ in Paris where I’ve played the classical part of the Naïve; works from Molière to Shakespeare. And I’ve made many other movies, for example A Tale Of Two Cities (1958), next to Dirk Bogarde, Paris Blues (1961) with Paul Newman and Louis Armstrong, Cien De Pique (1960) with Eddie Constantine, or Is Paris Burning? (1966) with Jean Paul Belmondo, Alain Delon, Gert Fröbe etc…

Later I realized: It was a great opportunity to be identified with a character. In the present time, with it’s short-term memory that forgets so much and so many, it is beautiful to be Nsho-Chi. But I’m not only Nsho-Chi…

Walter Joerg Langbein: What was your most important film…after the Karl May movies?

Marie Versini: The River Line (1964) with Peter van Eyck, Romantic Nights In The Taiga (1967) with Thomas Hunter and Ach Pierre (La Foire) (1977) with Curd Jürgens, my husband Pierre Viallet directed.

Translation: Marlies Bugmann, Tasmania, 2009

Donnerstag, 5. April 2012

Karl May - Glanz und Elend eines Bestsellerautors

Teil 3: Karl May, Marie und ich
Walter-Jörg Langbein


Karl May um 1906
Foto: Erwin Raupp
Karl May war schon zu Lebzeiten ein Superstar. Unzählige Leserinnen und Leser bombardierten ihn mit Briefen. Kaum eine andere Bewunderin kam aber Karl May so nahe wie Marie Hannes. Marie Hannes (1881-1953), seit einem Unfall chronisch krank, nahm 1896 per Briefpost Kontakt mit Karl May auf. Marie lernte May dann 1897 – 16-jährig – persönlich kennen.

Familie Hannes war vom fabulierenden May begeistert. Der Sachse gab sehr überzeugend den Bestsellerautor, der tatsächlich als Old Shatterhand Blutsbruderschaft mit Winnetou geschlossen hatte ... und der als Kara Ben Nemsi wirklich echte Abenteuer mir Hadschi Halef Omar durchlebt und durchlitten hatte. Kurz, Karl May ließ keinen Zweifel an der Wahrheit seiner geschilderten Erlebnisse aufkommen. Er erzählte, ließ sich von der eigenen Begeisterung mitreißen ... und entführte vor allem Marie und ihren Bruder Ferdi in seine Fantasiewelten.

Marie Hannes schwärmte für Karl May. Und Karl May scheint die schwärmerische Zuneigung der jungen Frau genossen zu haben. Eine geradezu familiäre Bindung entstand. So bezeichnete Marie Karl May gern schwärmerisch als ihren Onkel. Und Karl May akzeptierte diesen Titel.

Anno 1897 erschien Karl Mays Roman »Weihnacht«.Anno 1900 schickte May Marie Hannes ein Exemplar mit persönlicher Widmung:

May-Widmung für Marie Hannes, Sammlung Langbein
»Meinem Mariechen,
die mein Liebling ist,
von
ihrem Onkel Karl,
welches der Verfasser ist.
Radebeul, Dresden,
d.6./11. 00«

Karl May, auf dem Zenit seiner Popularität, wurde in der Presse immer wieder angegriffen. May-Feind Lebius attackierte die Legenden von Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi. Karl May selbst versuchte, seine Abenteuer als symbolhafte Märchen zu erklären. Marie Hannes aber glaubte nach wie vor, dass »Onkel Karl« wirklich erlebt hatte, was er in seinen Büchern schilderte.

Wie innig die Beziehung zwischen Marie Hannes und Karl May waren, belegt der umfangreiche Briefwechsel zwischen dem Schriftsteller und seiner Verehrerin. Marie Hannes schrieb: »Meinem herzallerliebsten Onkel Karl!« May antwortete am Heiligen Abend 2012: »Mein Liebling« (1)

Und so verfasste sie eine Schrift mit all den faszinierenden Legenden, die ihr »Onkel Karl« doch selbst erzählt hatte. Marie Hannes wollte ihre Verteidigungsschrift unter dem Titel »Allerlei von Karl May« veröffentlichen.

Daran aber war Karl May ganz und gar nicht gelegen. So bat er seine Frau Klara, sich doch an Marie Hannes zu wenden. Angeblich wollte Klara das Manuskript lesen. Marie Hannes schickte der Gattin Mays ihr Traktat und schrieb eine nicht für die Öffentlichkeit gedachte, vernichtende Kritik. Marie Hannes aber sollte erfahren, was Karl May von ihrer Verteidigungsschrift hielt. Wieder war es Klara May, die Marie Hannes kontaktieren musste. So kam die junge Frau in den Besitz von Mays Ausführungen über »Allerlei von Karl May«. Marie verstand die Welt nicht mehr. Hatte sie doch, empört über die Anfeindungen durch Lebius und Co., ihrem »Onkel« Beistand leisten wollen. War sie doch nach wie vor davon überzeugt, dass sich die Heldentaten der fiktiven May-Helden wirklich so abgespielt hatten!

Marie Hannes
als Vierzehnjährige
Hatte sie doch beabsichtigt, der Welt den ihrer Meinung nach wahren Karl May, alias Old Shatterhand, alias Kara Ben Nemsi vor Augen zu führen ... Karl May allerdings wollte sich von diesen einst angeblich »realen Gestalten« verabschieden. Karl May war entsetzt. Auf keinen Fall durfte das Bändchen veröffentlicht werden! Angeblich vernichtete er das Manuskript. Sicher schätzte May die Situation richtig ein: Die flammende »Verteidigungsschrift« hätte ihm damals sehr geschadet!

Marie Hannes war zutiefst verletzt. So brach der direkte Kontakt zwischen Marie und May ab. Erst 1906 besuchte Marie Hannes Karl May wieder in der »Villa Shatterhand«. Marie Hannes hatte sich von ihren fantasievollen Vorstellungen verabschiedet. Sie akzeptierte nun, dass Mays Romane nur in der Fantasie »wahr« waren. Aber traf dies nicht auf unzählige Werke der Weltliteratur zu? Waren die Abenteuer von Tom Sawyer und Huck Finn, von Mark Twain ersonnen, nicht auch nur Fiktion? Und hatte nicht James Fenimore Cooper (1789-1851) seinen Lederstrumpf erfunden? Auch Miguel de Cervantes hatte seinem fiktiven Don Quijote (Don Quixote) ein ewiges, unvergängliches Denkmal geschaffen. Keinem dieser Literaten wurde je vorgeworfen, fantasiert zu haben.

Namenszug Marie Hannes, Sammlung Langbein
Für Marie Hannes konnte es jetzt nur eine Strategie geben. Karl May musste sich radikal von seiner Pseudowirklichkeit abwenden und knallhart zur Realität bekennen. Mag sein, dass die von Marie Hannes geforderte vollkommene Abkehr Karl und Klara May zu weit ging. Wie auch immer: Das Verhältnis zwischen dem greisen, vorgealterten Schriftsteller und seiner Frau einerseits zu Marie Hannes andererseits war von nun an dauerhaft gestört.

Als Karl May am 4. April 1912 in Radebeul beigesetzt wird, verfasst Marie Hannes einen Bericht für das »Radebeuler Tageblatt«. Zu ihrer großen Enttäuschung nimmt Klara May den Text nicht in die Neuausgabe von Karl Mays Autobiografie auf. Folge: Die Verbindung zwischen Klara May und Marie Hannes wird endgültig abgebrochen ...

Vor 100 Jahren starb Karl May. Der berühmte Sachse zählt seit mehr als 100 Jahren zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt. Insgesamt sind wohl weltweit mehr als 200 Millionen Karl-May-Bände erschienen. Schon 1881 gab es die erste Übersetzungen von May-Texten ... in französischer Sprache. Vor rund 50 Jahren stellte die UNESCO fest: Karl May ist der meistübersetzte deutsche Autor. Seine Werke wurden in mehr als vierzig Sprachen publiziert. Man kann sie in Bulgarisch lesen ... oder in Vietnamesisch. Englische Übersetzungen allerdings ließen lang auf sich warten.

Zu 100. Todestag von Karl May erschien »The Treasure in Silver Lake«. Marlies Bugmann hat Mays erfolgreichstes und bekanntestes Werk - »Der Schatz im Silbersee« - einfühlsam übersetzt. Der Maysche Friedensgedanke kommt in den Übersetzungen von Marlies Bugmann besonders schön zur Geltung. Man spürt, dass Marlies Bugman eine wirkliche Bewunderin Karl Mays ist.

The Treasure in Silverlake
Foto: Archiv Langbein
Karl May soll selbst versucht haben, bei seiner großen USA-Reise wenige Jahre vor seinem Tode, amerikanische Verleger für sein Werk zu gewinnen. Vergeblich. Es war seine Hoffnung, die amerikanische Bevölkerung auf das unsägliche Unrecht hinzuweisen, das die »Indianer« Nordamerikas nach wie vor zu ertragen hatten. Er wollte den Ureinwohnern Amerikas ein Denkmal setzen, auf ihre Kultur hinweisen ... Vergeblich.

Vor fast einem halben Jahrhundert lebten meine Eltern (Walter und Herty Langbein) mit uns Kindern (mein Bruder Volker und ich) für ein Jahr in Michigan, am Ufer des »Lake Michian«. Wir waren monatelang unterwegs, besuchten fast alle fünfzig Staaten der USA.

Ich las damals schon Karl May ... und war erschüttert von Mays pessimistischer Vision vom Untergang der roten Nation. May schreibt in seiner Einleitung zu »Winnetou I« (1): »Ja, die rote Nation liegt im Sterben! Vom Feuerlande bis weit über die nordamerikanischen Seen hinaus liegt der riesige Patient ausgestreckt, niedergeworfen von einem unerbittlichen Schicksale, welches kein Erbarmen kennt. Er hat sich mit allen Kräften gegen dasselbe gesträubt, doch vergeblich; seine Kräfte sind mehr und mehr geschwunden; er hat nur noch wenige Atemzüge zu tun, und die Zuckungen, die von Zeit zu Zeit seinen nackten Körper bewegen, sind die Konvulsionen, welche die Nähe des Todes verkünden.«

Mesaverde, Indianertänze - Foto: Walter Langbein sen., 1963
Als sich Karl May gegen Ende des 19. Jahrhunderts für die Indianer Nordamerikas einsetzte, verachtete die breite Masse in den Staaten die Indianer als unzivilisierte Wilde. Nach wie vor galt für viele »zivilisierte« Amerikaner: Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer. 1868 hatte Indianerschlächter George Armstrong Custer während des »Winterfeldzugs« an den Ufern des Washita-Flusses ein Dorf der Cheyenne attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Custers Niederlage am Little Bighorn von 1876, wurde zu Mays Zeiten noch als Verbrechen am Weißen Mann gesehen, nicht als Racheakt der gepeinigten Indianer. Und da wollte Karl May Verständnis für den Roten Mann wecken?

Rund ein halbes Jahrhundert erlebte ich als Kind die Ruinen von Mesaverde im Südwesten von Colorado. Die Bauten erinnerten mich stark an die von Karl May beschriebenen Behausungen der Apachen. Rund ein halbes Jahrhundert nach Karl Mays Tod sah ich als Kind das Elend der Indianer, die von ihrem Land vertrieben und in Reservate gesperrt worden waren. Auch als Kind registrierte ich die Trostlosigkeit vieler Indianer, die im Alkohol Vergessen suchten. In den Ruinen von Mesaverde traten Indianer auf, die mich an die stolzen Ureinwohner erinnerten. Sie legten ihre Kostüme an, vollführten kriegerische Tänze ... und gehörten zum Folklore-Programm von Reiseveranstaltern.

Ich erinnere mich an das Unbehagen, das ich empfand, als ich mit meinem Bruder vor »echten« Indianern fotografiert wurde. Waren das die stolzen Brüder und Schwestern Winnetous, die Jahrmarktsdarbietungen boten für die Nachkommen jener, die ihre Vorfahren immer und immer wieder betrogen, vertrieben und ermordet hatten? Heute, 100 Jahre nach Karl Mays Tod, ist der verbrecherische Umgang der weißen Amerikaner mit den roten Ureinwohnern alles andere als aufgearbeitet. Das Empfinden, den Brüdern und Schwestern Winnetous schlimmstes Unrecht angetan zu haben ... und auch heute noch anzutun ... ist meiner Erfahrung nach auch heute nur sehr schwach ausgeprägt. Das moderne Amerika, das sich gern als Weltpolizisten und Verteidiger der Freiheit sieht, sollte endlich damit anfangen, das blutigste Kapitel der eigenen Geschichte zur Kenntnis zu nehmen!

Autor Langbein als Kind in
Amerika .., links vorne
Foto: Walter Langbein sen., 1963
Karl May (2): »Der Rote mußte weichen, Schritt um Schritt, immer weiter zurück. Von Zeit zu Zeit gewährleistete man ihm ›ewige‹ Rechte auf ›sein‹ Territorium, jagte ihn aber schon nach kurzer Zeit wieder aus demselben hinaus, weiter, immer weiter. Man ›kaufte‹ ihm das Land ab, bezahlte ihn aber entweder gar nicht oder mit wertlosen Tauschwaren, welche er nicht gebrauchen konnte. Aber das schleichende Gift des ›Feuerwassers‹ brachte man ihm desto sorgfältiger bei, dazu die Blattern und noch andere, viel schlimmere und ekelhaftere Krankheiten, welche ganze Stämme lichteten und ganze Dörfer entvölkerten. Wollte der Rote sein gutes Recht geltend machen, so antwortete man ihm mit Pulver und Blei, und er mußte den überlegenen Waffen der Weißen wieder weichen.«

Die Botschaft Mays wollte man vor 100 Jahren nicht hören. Sehr viel hat sich daran bis heute nicht geändert.

Anmerkungen des Verfassers

Der Band »Weihnacht«, versehen mit einer handschriftlichen Widmung Karl Mays für Marie Hannes befindet sich in meinem Besitz. Was diese Rarität für mich zur besonderen Kostbarkeit macht:

Karl May schrieb die Widmung am 6. November 1900. Genau 100 Jahre später,auf den Tag genau, am 6. November 2000, haben meine Frau und ich geheiratet.

Zu meiner Karl-May-Sammlung gehören noch weitere Raritäten: Ein Karl-May-Autogramm und eine Fotopostkarte »Karl May vor den Niagara-Fällen«, auf der Rückseite von Klara und Karl May signiert.

May Biografie von
Marlies Bugmann
Fußnoten
1: Wer sich über die spannende, tragische Beziehung von Marie Hannes zu Karl May indormieren möchte, dem sei folgendes Werk empfohlen: Steinmetz, Hans-Dieter und Sudhoff, Dieter: »Leben im Schatten des Lichts«, Bamberg und Radebeul, 1997
2: May, Karl: »Winnetou/ Erster Band/ Reiseerzählung«, Band 12 der Historisch-Kritischen Ausgabe für die Karl-May-Gedächntnis-Stiftung, Ausgabe Haffmans Verlag, Zürich 1990, S. 9

Literaturempfehlungen

3: Es sind einige vorzügliche Biografien von Karl May erschienen, zum Beispiel ...

Heermann, Christian: »Winnetous Blutsbruder: Karl-May-Biografie«, Bamberg und Radebeul 2002


Klußmeier, Gerhard: »Karl May und seine Zeit: Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiografie«, Bamberg und Radebeul 2007

Wohlgschaft, Hermann: »Karl May - Leben und Werk«, 3 Bände, Bargfeld/ Celle 2005

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Sonntag, 29. November 2009

Nsho-Chi—A Gentle Amazon

(Text: Walter-Joerg Langbein
English translation by Marlies Bugmann)

Karl May’s Wild West seems to be dominated by ‘real men’. Winnetou and his blood brother, Old Shatterhand, are powerful men—strong, intelligent and good. Does Karl May use outmoded clichés that no longer fit into our times?

Nsho-Chi seems to belong into an antiquated world view where men fight heroic battles and women have the sole purpose of being beautiful. Karl May describes Winnetou’s young sister as follows (1): “She was beautiful, very beautiful, indeed. Had she been dressed European style she would have been admired in any European fashion salon…The only adornment consisted of her long, magnificent hair that reached below her hips in two thick, blue-black plaits.”

Of course, beautiful Nsho-Chi caringly nurses severely wounded Old Shatterhand back to health. And she falls in love with Winnetou’s courageous blood brother. However, ‘Beautiful Day’ also discusses the difference between the Christian women of western civilization and the Indian ‘squaws’ of the Wild West with Old Shatterhand. The white adventurer represents the western European position, but Karl May places the better arguments into Nsho-Chi’s mouth. She refuses to accept superiority in either the women or the scientists of the ‘civilized’ world. On closer inspection…the oh-so-cultivated people of the old world are the real ‘savages’.

Nsho-Chi is not only very attractive, but also very intelligent. She is self-confident and moves within the world of men as their equal.

Michael Pezel’s remark in his foreword to Marie Versini’s autobiography Ich war Winnetous Schwester (I Was Winnetou’s Sister) is most appropriate (2): “In the costume of an Indian fairytale princess, Marie Versini plays a young woman who, although apparently shy, pursues her goal with determination. She is very energetic, rides better than a man…even before the invention of the term ‘emancipation’, she gains entry where only men have a say…”

Karl May didn’t create a sociological study of the woman’s place in society. He created novels that allowed millions of people to dream. His Nsho-Chi has touched the hearts of his readers for generations. And Marie Versini is the perfect embodiment of that dream fairy who has both feet firmly on the ground. Nsho-Chi is the ideal, perfect Amazon: intelligent, self-confident but not overbearing, feminine yet strong, romantic as well as realistic. Nsho-Chi is soft and hard at the same time. All human beings have something of Nsho-Chi inside of them, one only has to discover it…and admit it! Yet, in an increasingly colder society, the human aspects of Nsho-Chi are much too frequently overlooked. If there were more people like Winnetou’s proud sister, our culture could only benefit. Her selflessness would counteract the frigidity of egotism. To be as soft as Nsho-Chi, having her strength is a prerequisite.

Marie Versini’s Hompepage ist without any doubt worthwhile a visit:
Quotes:

1) Karl May: »Winnetou I/ Reiseerzählung«, Historisch-Kritische Ausgabe für die Karl-May-Gedächtnisstiftung«, herausgegeben von Hermann Wiedenroth und Hans Wollschläger, Abteilung IV, Band 12, Zürich 1990, S. 268 (Karl May: Winnetou I / Travel Fiction, Historically Critical Edition for the Karl May Memorial Trust, published by Hermann Wiedenroth and Hans Wollschläger, Section IV, Volume 12, Zürich, 1990, page 268)

2) Versini, Marie: »Ich war Winnetous Schwester / Bilder und Geschichten einer Karriere«, Karl-May-Verlag, Bamberg und Radebeul, 2003, S.6 (Versini, Marie: I Was Winnetou’s Sister / Images And Stories Of A Career, Karl May publishers, Bamberg and Radebeul, 2003, page 6).
Translation: Marlies Bugmann, Tasmania, 2009

Please visit Marlies Bugmann here:
Australian Friends of Karl Mayhttp://www.karl-may-friends.net/



The picture, showing Marie Versini in her most famous role as Nsho-Chi (together with Lex Barker) was given to us with friendly permission of Mr. Elmar Elbs. Thank you very much!

Winnetou's Sister and I

Marie Versini
(by Marlies Bugmann)

I first heard that lovely French name when I watched Winnetou’s sister ride side by side with Winnetou and Old Shatterhand across the wide silver screen, sometime during the early 1960s. Since then, I’ve watched the beautiful ‘Apache maiden’ countless times fall in love with Old Shatterhand, the white adventurer in Karl May’s Wild West.

Of course, Marie Versini, the accomplished and very charming French actress has not only played several female roles in movies adapted from May’s novels, but has also acted in a long list of wonderful stage plays, movies and television productions throughout her successful acting career.

As I translate Karl May’s novels into English, I become very closely acquainted with the characters in his works and, consequently, also get to know more of the actors and actresses who played, and still play, those roles, which is especially delightful to me when I find that my childhood heroes and heroines continue to honour Karl May’s world in the way Marie Versini does.

To me, Marie Versini HAS become Nsho-Chi, Winnetou’s sister. By following her own dreams, asking ‘what if’ and developing an alternative world to Karl May’s, whereby Nsho-Chi has lived on and given life to a daughter, Versini is connecting a new generation to Karl May’s spirit.
In my view, Versini’s two recent novels, co-authored by her husband, author and director, Pierre Viallet, Rätsel um N.T ('Riddles About N.T.'), and N.T. geht zum Film ('N.T. Goes To The Movies'), are a delightful new concept with which Karl May’s world and the people he populated it with have found new life. To my admiration for the actress Marie Versini has been added an even deeper respect for the writer Marie Versini as the trials and tribulations of giving life to a book are not only a rewarding, but, above all, also a challenging way of life.

Marie Versini, Winnetou’s sister, continues to play a very important role in my life. She stepped into the guise of the Apache maiden and has, thus, helped to draw me into the world of Karl May as a teenager; forty-something years later, Marie Versini is still enriching my life—by having remained Winnetou’s sister.

Marlies Bugmann, Hobart, Tasmania, November, 2009
Please visit Marlies Bugmann here...
Australian Friends of Karl May http://www.karl-may-friends.net/


The picture of Marie Versini was given to us with friendly permission of the owner, Mr. Elmar Elbs. Thank you very much!

Sonntag, 1. November 2009

Karl May - Vom Wilden zum Heiligen

Walter-Jörg Langbein stellt vor:

Marlies Bugmann –
Schriftstellerin, Karl-May-Übersetzerin
und Karl-May-Biographin

Marlies Bugmann, geboren in der Schweiz, wanderte in ihren frühen Zwanzigern nach Neuseeland aus. Sie wurde Neuseeländerin und nennt sich mit Stolz »Kiwi«. 1988 zog es Marlies Bugmann – zusammen mit ihrem australischen Ehemann David – nach Tasmanien. Tasmaniens Fauna und Flora – in unseren Tagen auf vielfältige Weise bedroht – faszinierten Marlies Bugmann und inspirierten sie zu einer Reihe von Kinder-Romanen (»The Green Heart Series«). Ihr Berner Sennenhund Bertie ließ die Schriftstellerin intensiv recherchieren und ein kompaktes Buch über die vierbeinige Ikone schreiben: »Schweizer Tradition in Schwarz und Weiß«.

Aus der Schriftstellerin Marlies Bugmann wurde die Übersetzerin. 2004 begann sie mit der Übersetzung von Karl Mays »Weihnacht!« Das Buch erschien, gefolgt von weiteren Bänden, in englischer Sprache. Karl May Romane, die so häufig im »Wilden Westen« spielen, werden so einem englischsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Inzwischen liegt bereits eine Reihe weiterer vorzüglicher Übersetzungen von Karl May Werken ins Englische vor (die einige interessante Forschungsresultate beinhalten), von Marlies Bugmann kenntnisreich und liebevoll gestaltet: zum Beispiel die »Winnetou Trilogie« und Old Surehand.
Ein Denkmal setzte Marlies Bugmann dem wahrscheinlich erfolgreichsten Schriftsteller deutscher Sprache mit der fundamentalen Karl-May-Biographie »Savage To Saint: The Karl May Story« (»Vom Wilden zum Heiligen: Die Karl May Geschichte«). Eine deutsche Version dieses grundlegenden Werks liegt leider bislang nicht vor. Kein echter Karl-May-Fan kann darauf verzichten!


Ich selbst lese Karl May seit meiner frühen Kindheit. Karl May machte mich auf die weite, weite Welt neugierig... auf Abenteurer und Schatzsucher, auf fremde Kulturen und uralte Kultbauten aus längst vergangenen Epochen. Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich ein kleines Vorwort zu einem der – wie ich meine – wichtigsten Bücher über Karl Mays Leben und Werk verfassen durfte.
In meinem Vorwort schrieb ich:

»›Savage to Saint‹ verfolgt Karl Mays Werdegang, seine unglaublich anmutende Entwicklung: vom Kind, das in bitterer Armut aufwuchs zum jungen Mann, der im bürgerlichen Leben scheiterte... vom verzweifelten Gesetzesbrecher zum greisen Menschenfreund und Philosophen, der schon vor mehr als einhundert Jahren erstaunlich moderne Gedanken über die großen Probleme der Menschheit formulierte. ›Savage to Saint‹ ist nicht nur ein Meilenstein der May-Forschung. Es ist ein packendes Buch über die Extreme, zu denen ein Mensch fähig ist. Marlies Bugmann hat ein wichtiges Buch verfasst – nicht nur für Karl-May-Freunde. Es ist das Buch über einen Bestsellerautoren, der zum weisen Philosophen und Menschenfreund wurde. Mir ist kein vergleichbares Werk bekannt, das so viel Nachdenkenswertes über Chancen und Gefahren, über Sehnsüchte und Scheitern, über Traum und Wirklichkeit bietet! Es ist ein Buch über das Menschsein, zutiefst philosophisch und spannend wie ein Abenteuerroman zugleich! Es ist eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe!«

Marlies Bugmann öffnete Karl May und seinem Werk ein weites Tor – für die englischsprachige Welt. Ihre Website http://www.karl-may-friends.net/ erfreut sich großer Beliebtheit!

Marlies Bugmann:
Karl May - »Vom Wilden zum Heiligen«

Karl May. Es gibt ganz bestimmte Empfindungen und Gefühle, die bei jedem Europäer, der jemals einen Karl-May-Film gesehen oder einen Karl-May-Roman gelesen hat, abgerufen werden – sobald nur der Name Karl May gehört oder gelesen wird. Gibt es Karl-May-Leser, die wirklichen realisieren, warum das so ist? Nach 1962, nach »Der Schatz im Silbersee«, änderte sich mein Leben: sehr subtil, fast unmerklich, aber es geschah! Ich sah mein Umfeld in einem anderen Licht. Ich betrachtete meine Mitmenschen mit anderen Augen. Und meine Spiele erhielten eine andere Bedeutung. Ich war acht Jahre alt damals, und doch erinnere ich mich gut an den mächtigen Eindruck. Siebenundvierzig Jahre nach »Der Schatz im Silbersee« begann ich, Karl May zu übersetzen. Und ich spürte zu meinem Erstaunen, welche Kraft hinter dieser Veränderung steckte!
Karl May vor den Niagara-Fällen

Die Motivation, ein Buch zu schreiben, ist von Autor zu Autor verschieden, eines aber bleibt immer gleich: jedes Buch, das ein Schriftsteller schreibt (jedes Gemälde, das ein Maler schafft, jede Skulptur, die ein Bildhauer kreiert) ist durchdrungen von der ureigenen Essenz des Schaffenden – unvermeidlich, unbewusst. Es gibt einen direkten Dialog in beide Richtungen: zwischen Künstler/Künstlerin und seinem/ihrem Werk. Das Werk spricht direkt den Künstler an und löst den nächsten Schritt der Entwicklung aus – im Kunstwerk wie beim Künstler.
Das traf zu auf Karl May, das gilt für mich, das sollte immer stimmen, wenn jemand in welcher Weise und in welcher Form auch immer Kunst erschafft. Wenn dem nicht so ist, dann handelt es sich nicht um echte Kunst!

»Savage to Saint« (»Vom Wilden zum Heiligen«), die Mikro-Biographie von Karl May und zugleich Darstellung seines Werkes (wobei der Blick ausschließlich auf »Winnetou« und Karl Mays Romane aus dem Wilden Westen gerichtet wird) war für meine Arbeit als Karl-May-Übersetzerin eine absolute Notwendigkeit. Karl May zu übersetzen, so fand ich rasch heraus, war nicht nur eine zweigleisige Verbindung zwischen der Autorin der Übersetzung (also mir) und dem Endergebnis (also der Übersetzung). Es liegt vielmehr so etwas wie eine Dreierbeziehung vor. Und jeder der drei Partner – Karl May, die Übersetzung des Textes und ich als Übersetzerin – ist von den beiden anderen Partnern abhängig, für die Bestätigung der Authentizität von allen drei.

Indem ich Karl Mays Leben, seine Philosophie, sein Werk grafisch darstellte – genauer gesagt den Abschnitt welcher Karl Mays Wildwest-Genre sowie die Beziehung zwischen Winnetou und Old Shatterhand repräsentiert – ermöglichte ich nicht nur einem neuen Publikum einen Einblick in das Paradoxon Karl May, das vielleicht erklären mag, warum sich besonders deutschsprachige Europäer den amerikanischen Ureinwohnern anders annähern, nämlich mit einer größeren Kapazität, einen offenen Dialog zu führen, sondern ich erkannte auch, dass ich als Übersetzerin eine immense Verantwortung habe, den ursprünglichen Schöpfer, Karl May, in korrekter Weise zu porträtieren und zu interpretieren.

»Vom Wilden zum Heiligen« ist entstanden wegen der Notwendigkeit, Karl Mays Chaos zu verstehen, denn das war es was ich fand, als ich versuchte die Stücke seines Puzzles zusammenzufügen. Das Schreiben des Werkes »Vom Wilden zum Heiligen« war sowohl eine logische Weiterentwicklung meiner Übersetzungsarbeit, als auch eine sehr persönliche Reise.
Karl May hielt mir einen Spiegel vor und fragte: Kannst Du mit meinem Chaos leben? Kannst Du meine Gedankenwelt respektieren? Kannst Du mich so wiedergeben wie ich wirklich bin? Kannst Du verstehen, was ich zu vermitteln versuche? Sobald ich die Fragen verstand, war es möglich, die Antworten zu finden. Ich war es, die ich antworten musste: »Leben IST Chaos. Ich möchte, dass meine Denkweise von jenen respektiert wird, die mich umgeben. Ich verabscheue es etwas vorzutäuschen, was ich nicht bin. Ich verachte es, falsch interpretiert zu werden!«

Diese und andere Fragen tauchten auf und, als ich Karl Mays Leben zurück verfolgte, Schritt für Schritt, ergaben sich auch die Antworten, manche mühelos, manche nach intensiver Erforschung des Seelenlebens. Es überrascht mich, wie oft ich auf mein Buch »Vom Wilden zum Heiligen« zurückgreife bei meiner Arbeit als Übersetzerin, etwa wenn ich mein Gedächtnis auffrischen möchte, was ein Detail angeht, sei es von geschichtlicher Bedeutung, sei es Teil eines Handlungsschemas oder eine biographische Angelegenheit. Ich habe, in dem Sinne, mein Ziel erreicht – einerseits habe ich ein lebendiges Werk kreiert mit »Vom Wilden zum Heiligen«, andererseits wurde die eingangs implizierte Frage damit beantwortet: »Warum löst Karl May solch tiefe und unbezweifelbar polarisierende Gefühle und Antworten aus?« Weil er ehrlich blieb, ungeachtet des fiktiven Gewandes seiner Parabeln!

»Vom Wilden zum Heiligen« bestätigte für mich ganz simpel, dass das Abenteuer, ein Buch zu schreiben einhergehen muss mit der Offenlegung der eigenen Seele, indem man ehrlich, man selbst ist; nur dann wird das Werk den Leser wirklich ansprechen! Ein Buch ist offensichtlich ein Mittel der Verständigung, ein Dialog, kein Monolog. Um Karl Mays Gefühle auszuborgen: ein Buch, von einem »zugeknöpften Verfasser« geschrieben, mag zwar ein wirtschaftlicher Erfolg sein, was die Verkaufszahlen anbelangt. Es wird aber keinen Geist, keine Seele haben. »Vom Wilden zum Heiligen« offenbart Karl Mays Seele als Winnetou: so verstehe ich Mays Werk, so interpretiere ich es. »Vom Wilden zum Heiligen« spiegelt auch meine geistige Haltung wider – und die ähnelt jener von Karl May.

Marlies Bugmann, Tasmania 2009 Australian Friends of Karl May

http://www.karl-may-friends.net/

Übersetzung: Walter-Jörg Langbein, Lügde 2009

Karl May - From Savage to Saint

Walter-Jörg Langbein introduces:

Marlies Bugmann –
Author,
Karl-May-Translator
and
Karl-May-Biographer

Some time in her early twenties, Marlies left Switzerland for a new life in New Zealand. She chose to acquire New Zealand citizenship and is proud to be able to call herself a Kiwi. In 1988, together with her Australian husband, David, she moved to Tasmania and has lived on Australia’s island state ever since.

Her passion about the rare and threatened Tasmanian fauna and flora inspired a series of illustrated children’s adventure novels set in picturesque Tasmanian wilderness, titled »The Green Heart Series«. Her own Bernese Mountain Dog, Bertie, inspired Swiss Tradition In »Black And White«, a compact work about the history of this Swiss icon.

The author Marlies Bugmann became the translator. In 2004 she began the translation of the Karl May novel “Holy Night!”. The book, followed by more of Karl May’s works, was published in English. His novels, which are so often set in the Wild West, are, thus, made accessible to an English speaking readership. In the meantime, more excellent English translations of Karl May’s works have become available (incorporating some interesting resarch results), created by Marlies with scholarly skill and loving care: for example the Winnetou trilogy or the Old Surehand saga.

With the fundamental Karl May biography Savage To Saint: The Karl May Story, Marlies Bugmann erected a monument to possibly the most successful German language writer. No true Karl May aficionado can afford to be without it!

I, myself am reading Karl May, and have done so since my earliest childhood. Karl May kindled my curiosity about the ‘big wide world’, about adventures and treasure hunters, about other cultures and ancient ritual structures of long-since vanished eras. I was honoured when I was permitted to write a short review for what I regard as one of the most important books about Karl May’s life and work.

In my review, I wrote:

»›Savage To Saint‹ follows Karl May’s development, his seemingly unbelievable progression from the child who grew, through bitter poverty, into a young man who failed as a member of society…from the young and desperate lawbreaker to the old philanthropist and philosopher who already more than one hundred years ago formulated surprisingly modern thoughts about the great human conundrum.

Savage To Saint‹! It is a book about being human, deeply philosophical and as full of suspense as an adventure novel! It is one of the most important books I have ever read!«
Marlies Bugmann opened a wide gate for Karl May and his work—for the English speaking world. Her website: http://www.karl-may-friends.net/ enjoys great popularity!

(Translation/Übersetzung: Marlies Bugmann)


Karl May - »Savage to Saint«
Karl May. There is a very distinct and certain set of sentiments, or emotions, that surface inside every European, who has ever seen a Karl May movie or read a Karl May novel, when they hear or read the name Karl May. Do any Karl May readers truly realize why this is so? After 1962, and ‘Der Schatz Im Silbersee’, my life changed, very subtly, minutely, but it did. I looked at my surroundings in a different light; at my fellow human beings with different eyes, and gave my games a different meaning. I was 8 years old at the time, however, I still remember that impact. Forty-seven years after ‘Silverlake’, I began to translate Karl May, and, to my surprise, sense the force behind that ‘change’.
Karl May in front of the Niagara-falls
The motivation for writing a book differs from author to author, but one thing remains constant: each book a writer writes (each painting a painter paints, each sculpture a sculptor sculpts) is suffused by his/her own essence—by default. It is also a direct two-way dialogue; between the artist and his/her work because the work itself speaks to its creator and furnishes the prompts for the next step in the evolution of the work as well as the artist. That was true for Karl May, that is true for me and ought to be true for everyone who creates art in any way, shape or form; if it isn’t, it’s not true art.

Savage To Saint, the micro-biography of Karl May and show-case of his works (focusing solely on Winnetou and May’s Wild West works), was a bare necessity for my translation work. Translating Karl May, as I soon found out, wasn’t a straight-forward two-way street between the creator of the translation (myself) and the final product (the translation); by definition, it is a triangular relationship, and each partner in the relationship, Karl May, the translation of his text, and myself as the translator, is equally dependent on the other two for authentication of all three. By charting his life, his philosophy, his work—or rather, the slice that represents his Wild West work, as well as Winnetou and Old Shatterhand’s relationship—I not only gave a new audience a glimpse into the paradox that is Karl May, which might explain why especially German-speaking Europeans approach native Americans differently, with a greater capacity to open dialogue, but also realized that, as a translator, I have an immense responsibility to correctly portray and interpret the original creator of the work.

Savage To Saint came into being because of a need to ‘understand’ Karl May’s chaos, as that is what I encountered when I tried to put pieces of his puzzle together. As much as writing Savage To Saint was a logical extension of my translation work, it was also a very personal journey. Karl May held up a mirror in front of me and asked: Can you live with my chaos? Can you respect my mindset? Can you represent me as I am? Can you understand what I am trying to bring across? Once I understood the questions, it was a matter of finding the answers. It was I who had to give the answers: ‘life IS chaos; I wish my own mindset to be respected by those around me; I abhor pretending to be something I’m not; I detest being misrepresented’.


Those and many other questions surfaced and, by retracing the steps of May’s life, the answers also arose—some effortlessly, some with great soul-searching. I’m surprised at the many times I now reach for Savage To Saint in the course of my translation work to refresh my memory about a detail, be it of historical importance, part of a plot or of a biographical matter and have, in that sense, achieved my objective—on one hand that of having created a living work with Savage To Saint, and on the other that of having answered the question implied in the opening passage: ‘Why does Karl May evoke such deep and undeniably polarized emotions and responses?’ Because he was honest—regardless of the fictional cloak of his parables!

Writing Savage To Saint was a simple confirmation for me that the adventure of writing a book must be accompanied by the ‘baring of one’s soul’, by the act of being ‘honest’—being yourself—only then will it ‘speak’ to the reader because a book is, obviously, a piece of communication, a dialogue, not a monologue. To borrow Karl May’s sentiments: a book written by a writer with a ‘buttoned-up coat’ might be a promotional success, but will have no spirit. Savage To Saint presents Karl May’s soul, in the guise of Winnetou—as I interpret it, which, in turn, also reflects my own spirit, which isn’t unlike that of Karl May.

Marlies Bugmann, Tasmania, 2009

Australian Friends of Karl May

http://www.karl-may-friends.net/

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