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Sonntag, 2. März 2014

215 »Jesus, Atahualpa und die Pyramiden von Cochasquí«

Jesus von Cochasqui.
Foto: Ingeborg Diekmann
Teil 215 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                    
von Walter-Jörg Langbein


Jesus ist von den Toten auferstanden. Er fährt auf zum Himmel. So ist es beim Evangelisten Markus zu lesen  (1). Nach einem der Petrusbriefe (2) ist Jesus der, »der in den Himmel gegangen ist, dort ist er zur Rechten Gottes und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.« Ein unbekannter Künstler, vermutlich aus Quito, Ecuador, hat diese berühmte Szene in Stein verewigt. Man sieht Jesus gen Himmel schweben, zahlreiche Hände versuchen noch, nach ihm zu greifen.

In Cusco erklärte mir ein katholischer Geistlicher: »Vor rund 2000 Jahren hofften Jesu Anhänger, ihr Messias werde sie erlösen – von der Knechtschaft der Römer. Die Anhänger Atahualpas setzten ihre Hoffnungen in den letzten Herrscher der Inkas. Sie wurden aber enttäuscht. Atahualpa wurde – wie Jesus – hingerichtet. (3) Und das, obwohl die Inkas aus dem gesamten Reich gigantische Gold- und Silberschätze als »Lösegeld« herbeischafften. Herrlichste Kunstwerke aus Gold und Silber wurden tonnenweise zu Barren geschmolzen… etwa fünf Wochen lang! Man schätzt, dass rund 200 Tonnen Preziosen geraubt und vernichtet wurden. Aber die »zivilisierten« Spanier brachen ihr Versprechen, Atahualpa freizulassen. Sie befürchteten wohl mit Recht, der Inka-Herrscher Atahualpa könnte nach seiner Freilassung doch noch ein riesiges Heer aufstellen die entscheidende Schlacht gewinnen. Zahlenmäßig waren die Inka-Truppen den spanischen haushoch überlegen. Aus Sicht der Spanier war Inka-General Ruminahui.


Mauerreste eines angeblichen Palasts von Atahualpa.
Foto Walter-Jörg Langbein

Gold- und Silberschätze trafen auch nach der Ermordung Atahualpas aus allen Teilen des riesigen Reiches ein. Unzählige Karawanen mit unvorstellbaren Reichtümern schafften gewaltige Gold- und Silbermengen zu den spanischen Verbrechern. Noch so mancher Transport wurde in entlegenen Regionen des Inkareichs beladen und losgeschickt, als die Spanier ihren Gefangenen nach einem Scheinprozess längst ermordet hatten. So trafen weiter Teile des Lösegeldes ein, sollen aber noch rechtzeitig vor den Spaniern versteckt worden sein! Aber wo?

In den kilometerlangen unterirdischen Gängen von Cusco, zum Beispiel. Noch heute soll es ein gigantisches Netz von unterirdischen Tunneln geben: unter der alten Stadt Cusco ebenso wie im Umfeld der alten Metropole. Aus Zeiten der spanischen Eroberung sind Berichte überliefert. Demnach sollen einzelne Zeugen in der mysteriösen Unterwelt tatsächlich Gold- und Silberschätze aus Atahualpas Lösegeld gesehen haben.


Einige der Pyramiden von Cochasqui, Ecuador.
Foto Walter-Jörg Langbein

Es gab leider offenbar schon vor Jahrhunderten das Gerücht, die mysteriösen Pyramiden von Cochasquí in Ecuador würden in ihrem Inneren unvorstellbare Kostbarkeiten bergen. Cochasquí liegt rund 50 Kilometer nördlich von Quito, Ecuador, in der Pichincha-Provinz – in einer Höhe von 3100 Metern über dem Meeresspiegel.

Pyramide mit »Narbe«. Foto Walter-Jörg Langbein

Das Gerücht führte dazu, dass teilweise mit brachialer Gewalt Schatzsucher den Pyramiden von Cochasquí zu Leibe rückten. Fünfzehn Pyramiden-Stümpfe und etwa genau so viele Grabstätten sind von Archäologen katalogisiert worden. Wie mir ein katholischer Geistlicher schmunzelnd erzählte, suchen seit Jahrhunderten Archäologen und Grabräuber um die Wette. Gold und Silber wurden bislang so gut wie nicht gefunden. »Pyramide 9« machte auf mich einen besonders traurigen Eindruck. Es sieht so aus, als habe man ihr mit einem riesigen Messer eine klaffende Wunder zugefügt. Hier waren Grabräuber, keine Archäologen, am Werk. Zu ihrer großen Enttäuschung stießen sie aber nur auf massives Mauerwerk. Und das diente nicht als Schutz für Preziosen aus Inkazeiten, sondern als inneres »Skelett«, das dem künstlichen »Berg« Halt verleihen sollte.

Zu welchem Zweck wurden die Pyramiden von Cochasquí gebaut? Archäologie war oft  von Doktrinen bestimmt. So galten die Pyramiden Ägyptens als Grabanlagen, die von Mexiko als Plattformen für Tempel. Es zeigte sich allerdings, dass eine Stufenpyramide einen Tempel tragen und eine Gruft enthalten kann (bekanntes Beispiel: »Tempel der Inschriften«, Palenque, Mexiko).


 »Tempel der Inschriften«, Palenque, Foto W-J.Langbein
  



Die Pyramiden von Cochasquí erinnern am ehesten an die Bauten von Mexiko. Sie sind oben flach. Als Grabanlagen dienten sie offenbar nie. Runde Grabbauten gab es separat von den Pyramiden. Zum Teil führten eins recht lange Rampen nach oben auf die abgeplatteten Pyramiden. Die längste Rampe dürfte fast 300 Meter gemessen haben. Ein derart langer Weg auf eher niedrige Pyramiden macht keinen praktischen Sinn.

Mich erinnert diese Bauweise an Observatorien im Alten Indien. Dort beobachteten und studierten Priester-Astronomen die Planeten unseres Sonnensystems, aber auch ferne Sterne. Trotz der Verwüstung der Pyramiden von Cochasquí konnte inzwischen bewiesen werden, dass zumindest einige der mysteriösen Bauwerke ganz eindeutig astronomische Bedeutung hatten. Es wurden von den Pyramidenbauern astronomische Beobachtungen durchgeführt, laut Lehrmeinung auch um einen möglichst präzisen Kalender erstellen zu können. Die langen Rampen waren offenbar erforderlich, um unter einem bestimmten Winkel zu bestimmten Zeiten Planeten und Sterne anzupeilen.

Cochasquí muss ein ganz besonderer Ort gewesen sein. Wer heute zu Fuß das weiträumige Areal ergründet, erahnt, wie riesig es einst gewesen sein muss ... Und wie eindrucksvoll! Wie viele Pyramiden mögen im Verlauf der Jahrhunderte ganz abgetragen worden sein? Manche der noch erhaltenen Pyramiden sind nur mit einiger Mühe als künstliche Bauwerke zu erkennen.


Eine der gut erhaltenen Pyramiden von Cochasqui. 
Foto Walter-Jörg Langbein


Unzählige Pyramiden mit langen schmalen Rampen waren auf dem rund 100 Hektar großen Gebiet verteilt. Wie viele Pyramiden mögen im Verlauf der Jahrhunderte ganz abgetragen worden sein? Manche der noch erhaltenen Pyramiden sind nur mit einiger Mühe als künstliche Bauwerke zu erkennen.

Einigkeit herrscht weitestgehend: Einst widmeten sich die Wissenschaftler von Cochasqui der Astronomie. Von den Pyramidenplattformen starrten sie in den Himmel, peilten Gestirne und Planeten an. Wie? Sie müssen eigentlich schon über  Hilfsmittel zur Anpeilung von Planeten und Sternen gehabt haben, vielleicht gar Fernrohre! Unwillkürlich muss ich an die Steingravuren aus dem Museum von Prof. Dr. Javier Cabrera denken. Nach Prof. Dr. Cabrera stammen diese Darstellungen aus der Vorinkazeit. Offiziell gelten sie aber als Fälschungen.

»Sterngucker«, Sammlung Cabrera,
Foto Walter-Jörg Langbein

Aber wo lebten die Menschen von Cochasquí, die Gelehrten, die Geistlichen, die Arbeiter? Von ihren Quartieren wurde bislang keine Spur gefunden. Nach Carl Niemann, Dresden, gab es schon vor Jahrtausenden in Südamerika eine ausgesprochen hoch entwickelte Astronomie. Diese Gelehrten peilten nicht nur – zum Beispiel – die Plejaden an, sondern auch die dunklen Zonen unserer Milchstraße. Auch die ältesten Grundmauern von Cusco sind, so Carl Niemann, astronomisch ausgerichtet. Warum? Vermutlich spielten die Sterne eine bedeutende Rolle, bei den Inkas, aber auch schon bei deren Vorfahren.

Mysteriöser Pyramiden-Schacht (li),  
Massives Mauerwerk in einer der Pyramiden (re) 
Fotos: Ingeborg Diekmann



Aus Kostengründen wurde erst ein kleiner Teil der Pyramiden von Cochasquí wirklich archäologisch untersucht. Massives Mauerwerk wurde in einer der Pyramiden freigelegt. Ein massiver Schacht wurde gegraben ... von Grabräubern? Von Archäologen? Oder stammt er gar von den Erbauern der Pyramiden? Viele Fragen sind bis heute unbeantwortet geblieben ...

Auch in Ecuador habe ich vor Ort immer wieder festgestellt, dass alte Glaubensvorstellungen aus Zeiten lange vor der »Christianisierung« nur offiziell in Vergessenheit geraten sind. Tatsächlich  werden aber auch heute noch neben Jesus und seiner Mutter Maria, der Himmelskönigin, alte Gottheiten wie Pacha Mama und Pacha Papa verehrt und angebetet. Die Priester vor Ort haben es in der Regel längst aufgegeben, gegen vermeintlich »heidnisches« Brauchtum anzukämpfen. Sie dulden die Verehrung der alten Muttergöttin, solange die Anhänger auch getauft sind. Dann werden Kerzen für Maria und für Pacha Mama angezündet.

Jesus von Cochasqui.
Foto Ingeborg Diekmann
Mein Informant, ein katholischer Geistlicher: »Es wird wohl noch Jahrhunderte dauern, bis der alte Glauben vergessen sein wird, bis sich der Katholizismus wirklich durchsetzen wird. Ich freue mich schon, wenn heidnischen Kulten etwas versteckt und heimlich gefrönt, dem Katholizismus öffentlich gehuldigt wird. Mir ist klar, dass für die Menschen hier kein Widerspruch besteht zwischen alten und neuen Riten. Manchmal werde ich sogar zu heimlichen Kulthandlungen eingeladen. Das sehe ich als großen Vertrauensbeweis an!«

In Rom, so versicherte mir der Priester, interessiert das niemanden. Da zählt nur die Zahl in der Statistik. Man will möglichst viele Gläubige der eigenen Konfession vorweisen können, sprich Katholiken. Dass so mancher Nachkomme der Inkas kein echter Katholik ist, sondern auch noch an alte Göttinnen und Götter glaubt, erfährt dort niemand, zumindest nicht offiziell.




Die Wunde in der Pyramide ... 
Foto Walter-Jörg Langbein
 Fußnoten
1) Evangelium nach Markus Kapitel 19,
Vers 19
2) 1. Petrus Brief Kapitel 3, Vers 22
3) Siehe hierzu Prem, Hanns J.:
»Geschichte Altamerikas«, Oldenbourg
Wissenschaftsverlag 2007,
besonders Kapitel 8!







216. Maria-Mama, Pacha-Mama
Teil 216 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 09.03.2014


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Sonntag, 23. Februar 2014

214 »Vögel, Mythen, Fabelwesen«

Teil 214 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein



Ein Mensch reitet einen fliegenden Drachen.
Sammlung Prof. Dr. Javier Cabrera.
Foto Walter-Jörg Langbein

Anno 1912 erschien der fantastische Roman »The Lost World« (»Die vergessene Welt«) von Sir Arthur Conan Doyle. Auf einem mysteriösen Plateau in Südamerika haben Kolonien von Sauriern überlebt. Herrliche Fantasie...

In Prof. Dr. Javier Cabreras damals noch geheimer Sammlung fantastischer Statuetten sah ich in den frühen 1990ern angeblich uralte Statuetten von allen möglichen Arten von Sauriern. Manche dieser Figürchen tragen Reiter. Auch auf Flugsauriern hocken in Prof. Cabreras Museum Menschen, die die riesigen Tiere durch die Lüfte steuern. Fantastische Märchen für die Kinoleinwand... und (bei Cabrera) geschickt gefälschte Fantasieprodukte?

Anno 1945 entdeckte der deutsche Einwanderer Waldemar Julsrud bei Ausgrabungen am Fuße des »El Toro«-Berges, Acambaro, Mexiko, Tonfigürchen u.a. von Sauriern. Nachdem die wissenschaftliche Lehrmeinung »Mensch und Saurier« als unanzweifelbares Evangelium gilt, durften Cabrera- und Julsrud-Saurier nur Fälschungen sein, Fantasiegebilde wie Sir Arthur Conan Doyles Roman »The Lost World« und Camerons »Avatar«. Indes, allen Widerständen zum Trotz, erwiesen sich die fantastischen Objekte aus der Julsrud-Sammlung als echt, Jahrtausende alt.


Acambaro collection DEGUFO Archiv Sammlung Krump

33 000 Objekte umfasst die Julsrud-Sammlung, die wie durch ein Wunder Jahrzehnte in einer Scheune überlebte, obwohl sie angeblich nur aus wertlosem Plunder bestand. Niemand weiß, wie viele Artefakte heimlich verkauft wurden. Unklar ist nach wie vor, wie Menschen vor Jahrtausenden naturgetreue Saurier modellieren konnten, so als hätten sie die Riesen der Urzeit leibhaftig gesehen, wie auf Sir Arthur Conan fiktivem Plateau irgendwo in Südamerika.

Cabreras Figürchen und Julsrud Statuetten erinnern an die Drachen der Mythen... und stellen realistisch Saurier dar, die längst ausgestorben sein sollen, bevor der Mensch die Bühne des Lebens betrat. Ich habe wiederholt Cabreras Sammlungen besucht. In seinem lange Zeit der Öffentlichkeit nicht zugänglichen »geheimen Sammlung« fühlte ich mich in die Welt der Sagen versetzt, als Siegfried den Drachen des Nibelungenliedes tötete... Wie bewerten wir derlei Sagengestalten? Etwa als Ausgeburten der menschlichen Fantasie? Machen wir einen Unterschied zwischen Siegfried und dem Heiligen Georg, der auch Drachen metzelte?

Georg tötet einen Drachen. Darstellung in der kleinen Wehrkirche
von Urschalling am Chiemsee. Foto Walter-Jörg Langbein

Wie können Künstler vor Jahrtausenden, ich wiederhole mich, die Julsrud-Saurier so naturgetreu dargestellt haben? Woher bezogen christliche Künstler ihre Anregung, als sie Saurier als Drachen in frommen Kontext stellten?

Warum findet sich auf einer Fahne, die Jesus in der Kirche von Marienmünster trägt, ein Saurier?  Welche Vorlage stand dem unbekannten Maler zur Verfügung, der vor vielen Jahrhunderten in der Wehrkirche von Urschalling am Chiemsee den Heiligen Georg beim Töten eines Drachen-Sauriers zeigt? Drachen-Saurier in christlicher Kunst sind in der Regel recht klein, vielleicht etwa so groß wie ein Schäferhund.

Der Drache auf der Fahne Jesu. Marienmüsnter.
Foto W-J. Langbein

»Das Fantasieprodukte!«, bekomme ich oft zu hören, wenn ich nach der Bedeutung von fantastisch anmutenden Darstellungen frage. Diese Antwort aber zieht eine wichtige Frage nach sich: Wie ist es möglich, dass in der Fantasie des Menschen weltweit Bilder von Sauriern schlummern, und das schon seit Jahrtausenden?

Fakt ist: Drei wissenschaftliche Institute aus Nordamerika (1) haben Julsrud-Objekte getestet. Unabhängig voneinander kamen alle drei zu Ergebnissen, die nur einen Schluss zulassen: Die datierten Artefakte sind keine Fälschungen! Untersuchung wurden durchgeführt:

  • vom »Teledyne Isotopes Laboratories«, Westwood, New Jersey
  • vom »Museum Applied Science Center for Archaeology« der »University of Pennsylvania« und
  • von den »Geochron Laboratories«, Massachusetts.
Wieder muss ich fragen: Wenn vor einigen Jahrtausenden in Zentralamerika Saurier richtig dargestellt wurden, woher stammte das Wissen? Die Schöpfer der Julsrud-Plastiken können damals keine Saurier gesehen haben. Selbst wenn sie Skelette von Sauriern gekannt haben sollten, konnten sie nicht die so korrekten Darstellungen der Urechsen rekonstruieren! Sollte es so etwas wie eine Ur-Erinnerung geben, die in uns schlummert, vererbt vor unseren Vorfahren, die leibhaftige Saurier gesehen haben?

Der mysteriöse »Vogel auf der Stange« von Tanna.
Foto Walter-Jörg Langbein

Der »Vogel auf der Stange« beim
feierlichen Hissen der Flaggen.
Foto Walter-Jörg Langbein
Auf meinen Reisen zu den mysteriösesten Orten unseres Globus begegneten mir immer wieder Hinweise auf geheimnisvolle Fabelwesen. Auf Tanna in der Südsee nahm ich an der großen Jahresfeier des John Frum Kults teil. Kaum beachtet von der Wissenschaft fristet ein künstlicher Vogel sei Dasein. Gewöhnlich wird er am zentralen Punkt der Feierlichkeiten auf einer langen Stange präsentiert. Wo ehrfürchtig Fahnen gehisst werden, dort ist auf Tanna auch dieser »Vogel« präsent, wenn es denn wirklich ein gefiederter Vogel sein sollte!

Angeblich hauste das furchteinflößende Tier in unterirdischen Höhlen und kam nur selten ans Tageslicht. Der als Kultmodell so harmlos aussehende Vogel war laut Überlieferung ein wirklich kurioses Fabelwesen, das eher an eine künstliche Maschine als an ein lebendes Wesen erinnert!

Von der Südsee ins Reich der Inkas: Die Inka-Herrscher, so heißt es, besaßen einen heiligen Gegenstand, der in einer besonderen Truhe aufbewahrt wurde. Einst, so heißt es, brachte Manco Cápac den mysteriösen Kultgegenstand von einer  Reise mit ... in einer Kiste. Die wurde von Inka zu Inka weitervererbt, durfte aber nicht geöffnet werden. Erst der fünfte Inka hätte das Recht gehabt, das Kultobjekt, genannt Inti, aus seinem Behältnis zu holen.  Mayta Cápac, der vierte Herrscher des Königreiches Cusco, befreite das Ding. Es soll wie ein Vogel ausgesehen haben. Der »Anti-Vogel« begann der Überlieferung nach sofort zu sprechen und gab Ratschläge, etwa in Sachen Kriegsführung. Solcher Ratschläge konnte Mayta Cápac auch gut gebrauchen, kam es zu seiner Regierungszeit doch immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die Stadt Cusco.

Im »Phallus-Tempel« von Chucuito, Peru, gibt es seltsame Darstellungen in Stein, die - so wurde mir vor Ort mitgeteilt - den mythisch-legendären Iti-Vogel zeigen sollen. Oder wollte der Künstler so etwas wie einen Vogel-Menschen abbilden?

Der Iti-Vogel von Chucuito, Peru?
Oder doch ein Vogel-Mensch-Mischwesen?
Fotos Walter-Jörg Langbein

Wie viel Wahrheit mag in Mythen vom Höhlenvogel (Tanna) und vom »Vogel« Inti stecken? Inti-Vogel erinnert mich an den namenlosen Maschinen-Vogel der Südseeinsel Tanna ...

Mysteriöse, manchmal monströse Fabelwesen gibt es nicht nur in fremden Ländern, sie wurden auch »vor der Haustür« verewigt, wo man sie nun ganz und gar nicht vermutet ... zum Beispiel am Ulmer Münster, anno 1377 begonnen. In luftiger Höhe wurden Traufrinnen angebracht. Damit das auf dem Dach gesammelte Wasser nicht ins Mauerwerk eindringen kann, wurden Gargouillen angebracht, Wasserspeier die das fürs Mauerwerk gefährliche Nass möglichst weit weg vom Gebäude gespuckt wird.

Mischwesen aus Fisch und Schlange
am Münster zu Ulm.
Foto Walter-Jörg Langbein
Am Ulmer Münster entdeckte ich Gargouillen, die wirklich monströs sind... als seien sie einem Albtraum entwichen. Da gibt es – zum Beispiel- Mischwesen aus  Fisch und Schlange (2). Ein mächtiges Fischhaupt sitzt auf einem ganz und gar nicht passenden gewundenen und geschlungenen Schlangenleib. Andere Wasserspeier am gleichen Gotteshaus sind in vorbildlicher Weise realistisch und naturnah dargestellt. Wer also die Fisch-Schlangen-Monstrositäten anfertigte, war sehr wohl dazu in der Lage völlig naturgetreu zum Beispiel Rinder und Kühe darzustellen...

Naturgetreue Darstellung von realen Tieren am Münster zu Ulm.
Foto Walter-Jörg Langbein

Die Burg Eltz, eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert im Tal der Elz, zwischen Maifeld und Vordereifel gelegen, hat einen »Lindwurm« als Wasserspeier zu bieten. An der Fassade von St. Jacobi, Göttingen, wimmelt es von Dämonen in unterschiedlichsten Varianten! Es sollen Dämonen sein, die die Gestalt von Drachen-, Wolfs-, Affen- oder Löwenwesen angenommen haben. Manche von ihnen haben Flügel, manche sind teuflisch gehörnt. Drachen-, Wolfs-, Affen-, oder Löwengestalt mit Flügeln, teilweise auch mit Hörnern zu sehen. Im Mittelalter war der Glaube an solche Wesen weit verbreitet. Sie sausten angeblich durch die Lüfte, stets den Menschen feindselig gesonnen!

»Der Kölner Dom«, so lese ich in einer Buchvorstellung (4), »verfügt über Wasserspeier vom 13. bis zum 21. Jahrhundert. Dämonenabwehr und Ereignisse aus der Stadtgeschichte spiegeln sich in den Wasserspeiern wieder, die am Kirchbau zur fließenden Grenze zwischen Heidentum und christlichem Gauben werden.«
Von der christlichen Kirche wurden die oft so gar nicht christlichen Wasserspeier in der Tat nicht erfunden. Sie waren schon in der Antike bekannt und zierten dort Tempeldächer (3).


Fußnoten

1) Bürgin, Luc: »Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Z«, Rottenburg
2009, S. 22
2) Bergander, Birgit : »Wasserspeier am Ulmer Münster«, Laupheim 2004
3) Schymiczek, Regina E. G.: »Über deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt/ Zur Entwicklung der Wasserspeierformen am Kölner Dom«, »Europäische
Hochschulschriften«, Reihe 28, Kunstgeschichte, Frankfurt am Main, Berlin u.a., 2004
4) Sehr empfehlenswert: Siehe 3!


215. Jesus, Atahualpa und die Pyramiden von Cochasqui
Teil 215 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 02.03.2014


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Sonntag, 5. August 2012

133 »Ein Motor aus Stein?«

Teil 133 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Vorderseite von Santo Domingo
Foto: Martin St-Amant
Für die Inkas war Cuzco – offizielle Schreibweise Qosqo, »Zentrum« - der »Nabel der Welt«. Für mich ist Cuzco die schönste Stadt Südamerikas. Gern habe ich sonntags am Nachmittag in einem der vielen Cafés einen starken Espresso getrunken und eine gute Zigarre geraucht. Manchmal war ich von zahlreichen Schuhputzern umlagert, die alle nach und nach und immer wieder meine Stiefel poliert haben ... immer gegen einen bescheidenen Obolus ... So verlockend es auch sein mag, gleich nach Ankunft die Stadt zu erkunden: Man bedenke die Höhe – 3440 Meter über Normalnull. Am hilfreichsten ist der in jedem Hotel als Begrüßungstrunk angebotene Coca-Tee, der die Höhe erträglicher macht!

Leider haben die »kultivierten« Spanier vor Jahrhunderten gewütet wie die sprichwörtlichen »Berserker«. Ohne Skrupel haben sie vermeintlich »Wilde« in großer Zahl gefoltert und ermordet, haben sie gezielt sakrale Bauten der Inkas zerstört. Die Spanier bauten die verwüstete Stadt wieder auf. Sie nutzten häufig Inka-Fundamente, um darauf im kolonialspanischen Stil das neue Cuzco entstehen zu lassen. Beim Bau der Kirche Santo Domingo wurde massives Inkamauerwerk integriert.

Mauern aus der Inkazeit
Fotos: W-J.Langbein
Was die Inkas bauten, das überdauerte im Lauf der Jahrhunderte manches Erdbeben, so zum Beispiel das im Jahre 1650. Kolonialspanische Bauten wurden weitestgehend zerstört, die uralten Inkamauern blieben erhalten. Die jüngeren Gebäude, von den »zivilisierten« Spaniern errichtet, bestanden derlei Bewährungsproben meistens nicht. Die Baukunst der vermeintlich »Wilden« erwies sich immer wieder als standhafter.

Wer das ursprüngliche Qoso sehen will, nehme sich einige Tage Zeit ... und erkunde vor allem Nebensträßchen wie jene um den »Plaza de Armas«. Es ist ein eigenartiges Gefühl, als ob man einige Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit gereist sei ... besonders, wenn man Einheimischen in Landestracht begegnet.

Atahualpa wird überwältigt,
Bild: etwa 1800
Archiv Langbein
Nachdem die Spanier Cuzco eingenommen hatten, versuchten die Inkas ihre Metropole zurück zu gewinnen. Sie starteten eine gewaltige Großoffensive. 200.000 ihrer Krieger attackierten Cuzco unter Manco Ina ... und hätten die Spanier fast – aber eben leider nur fast – vertrieben. Zurück blieben unzählige Tote ... und eine verwüstete Stadt. Pizarro, der ehemalige Schweinehirt, blieb Sieger ... Dabei hätten die Inkas die goldgierigen Eindringlinge leicht überwältigen können. Atahualpa, der letzte Inkaherrscher, ermordet von den Spaniern am 26. Juli 1533 in Cajamarca, sandte den Spaniern Boten mit üppigen Geschenken entgegen.

Joachim G. Leithäuser (1) schreibt in seinem Werk »Ufer hinter dem Horizont«: »Er konnte nicht ahnen, was für eine Brut sich in seinem Reich einnisten wollte.« Pizarro lud Atahualpa in sein Feldlager ein. Atahualpa nahm an ... und erschien, begleitet von den Vornehmsten des Reiches. Der kultivierte Inka war den blutrünstigen Spaniern unterlegen. Die räuberischen Europäer suchten und fanden einen Anlass, den ahnungslosen Atahualpa gefangen zu nehmen.

Schwarze Inkamauer in der
Kirche Santo Domingo.
Foto oben: Håkan Svensson
(Xauxa), Foto unten:
Ingeborg Diekmann
Leithäuser (2): »Pizarro schickte den Dominikanerfrater Vincente de Valverde mit einem Dolmetscher zu Atahualpa. Der Mönch hielt eine kurze Ansprache und reichte dem Inka eine Bibel .... Valverde streckte den Arm aus, doch der Inka, solche Zudringlichkeit nicht gewöhnt, schlug ihm auf den Arm, öffnete das Buch, betrachtete es und ... warf es fort.« Der Dominikanerfrater zeterte (3): »Ich rufe euch, meine Brüder in Christo, auf, die Schmach zu rächen, die hier unserem heiligen Glauben angetan worden ist!« Es war eine geradezu groteske Szene: Die Spanier, die wie mörderische Bestien raubten und eine hochstehende Kultur auslöschten, beriefen sich auf's Christentum ...

Dann lief alles wie geplant (4): »Und nun brach die Hölle los. Trompetensignale, Kanonenschüsse, Berittene, die aus den Verstecken hervorstürmten, angreifendes Fußvolk ... Unter den Indianern entstand eine Panik, keiner setzte sich zur Wehr, zumal ihre Führer alle um den Inka geschart waren und Mann für Mann niedergemacht wurden. Binnen einer halben Stunde waren einige Tausend Eingeborene getötet, die anderen flohen, Atahualpa gefangen – Pizarro war der Herr des Inkareichs!«
Atahualpa wurde gefangen genommen. Ein gigantischer Goldschatz wurde als Lösegeld geliefert, Atahualpa aber dann doch nicht wie versprochen freigelassen. Vielmehr wurde ihm ein Scheinprozess gemacht und das von Anfang an feststehende Urteil gesprochen ... die Todesstrafe.

Atahualpa wurde auf dem Marktplatz öffentlich erdrosselt. Die christlichen Eroberer erwiesen sich als die wahren Barbaren der schlimmsten Sorte. Sie metzelten, plünderten, folterten, mordeten ... und fielen schließlich – wie sollte man es bei solchem Gesindel anders erwarten – auch übereinander her. Sie misstrauten einander. Keiner der »christlichen« Barbaren gönnte seinen Glaubensbrüdern die reiche Beute ...

Motor in Stein ..
Fotos: W-J.Langbein
Angesichts der Grausamkeit der spanischen Eroberer wundert es mich doch sehr, dass die Nachkommen der Inkas den Glauben der Mörder aus Europa angenommen haben. Meine Sympathie liegt, ich gebe es zu ... bei den »wilden« Inkas. Und so suchte ich stets auf meinen Reisen Spuren der einstigen Herrscher, aus Zeiten vor der spanischen Eroberung. Während Touristengruppen durch eine Kirche nach der anderen geführt wurden ... versuchte ich, hinter die Kulissen zu schauen. So gelangte ich auf der Rückseite der Kirche Santo Domingo hinter das Inka-Mauerwerk. Und als ich die schwarzen Inkasteine fotografierte ... sprach mich ein katholischer Geistlicher an.

»Wollen Sie sehen, was sonst kaum jemand zu sehen bekommt?«, fragte er mich in seltsam schwäbelnder Mundart. Der Mann hatte in Deutschland Theologie studiert ... und kannte mein Buch »Astronautengötter«. Zögernd folgte ich ihm. Dann zeigte mir der Gottesmann zwischen Hunderten von Bausteinen aus der Inkazeit ... zwei fast identische Plastiken, in harten Stein gemeißelt. »Sieht das nicht wie ein Motor aus?« fragte er mich, die Stimme zu einem Flüstern senkend.

Ich muss zugeben: Ich bin nach wie vor perplex. Was stellen diese beiden seltsamen Steinplastiken – von Inkas angefertigt – dar? Etwa tatsächlich einen Motor? Die beiden »Dinger« wirken technisch auf mich, wie eine motorbetriebene Töpferscheibe, zum Beispiel. »Die Inkas sollen den Motor gekannt haben?«, frage ich den Geistlichen. Er lacht verschmitzt. »Oder jemand hat ihnen einen Motor gezeigt ... und sie haben diese primitiven Kopien in Stein angefertigt ...« Ich will noch fragen, wer denn den Inkas einen Motor gezeigt haben soll. Der Theologe lacht nur ... und entschwindet mit wehendem Priesterrock.

Einer der »Motoren« von oben
Foto: W-J.Langbein
Ja ... Wer sollte den Inkas so etwas wie einen Motor gezeigt haben? Oder haben Steinmetze der Inkas nur in Stein gemeißelt, was ihre Vor-Vor-Vorfahren irgendwo gesehen haben? Aber ein Motor passt weder in die Zeit der Inkas, noch in die Epoche vor den Inkas ... wenn diese kuriosen Kunstwerke aus Inkazeiten ... überhaupt etwas Motorähnliches darstellen.

Wenn es nichts Technisches ist ... was dann? Ich frage mich: Dürfen wir Inkaplastiken mit unseren Augen sehen? Wir müssen es ... haben wir doch keine anderen!

Fußnoten1 Leithäuser, Joachim G.: »Ufer hinter dem Horizont«, Berlin 1968, S. 189
2 ebenda, Seite 190
3 ebenda, Seite 190

»Noch ein kurioser Stein und der Garten aus Gold!«,
Teil 134 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 12.08.2012

Sonntag, 20. November 2011

96 »Eine Schlange aus Licht«

Teil 96 der Serie
»Monstermauern, Mumien und My
sterien«
von Walter-Jörg Langbein

»Glühbirnen« ... »Wunderleuchten«
Foto Archiv W-J.Langbein
Ein Urenkel von Karl Mays Hadschi Halef Omar führte mich vorbei am einstigen »heiligen See« von Dendera zum Hauptgebäude. Aus der Sonnenglut ging's ins Innere des Sakralbaus. Ein zweites Bakschisch wird fällig. Der bezahlte Eintritt berechtigte mich zu einer Führung durch den Tempel, nicht aber zum Betreten der Unterwelt.

Nach Entgegennahme meines zweiten Obolus wuchtet der freundliche Guide eine hölzerne Bodenklappe auf. Über eine steile, ebenfalls hölzerne Treppe geht’s nach unten. Schließlich stehen wir ... im Kerzenschimmer vage zu erkennen ... vor einem Schlupfloch in der steinernen Wand. Mein Guide stellt die Kerze ab und demonstriert, wie der »Eingang« zu bewältigen ist. Mit den Beinen voran kriecht er in das enge Loch. Als nur noch sein Kopf zu sehen ist, ruft er: »Leg up ... leg up!« Dann ist er verschwunden.

Mit einigen Schwierigkeiten gelingt es mir, meine Beine durch das katzentürartige Loch zu schieben. Ich spüre harten Widerstand an den Füßen. Weitere dumpfe Rufe »leg up!« erschallen. Ich taste mit den Füßen das Hindernis ab. Auf diese Weise finde ich nach kurzer Zeit ein weiteres Loch in der Wand, höher gelegen, durch das ich mich – einer dicklichen Schlange gleich – schließlich mühsam winde. Auf der anderen Seite geht’s senkrecht nach unten. »Jump! Jump!« ruft mir der Führer in der Unterwelt zu. Ich wage den Sprung... Endlich stehe ich in der Unterwelt von Dendera. Endlich stehe ich den berühmt-berüchtigten »Glühbirnen« gegenüber.

WJL vor einer der »Glühbirnen«
Foto: Walter Langbein sen.
Die Luft ist stickig. Kein Lüftchen regt sich. Rasch gewöhne ich mich an den muffigen Geruch. Ob man seit Kleopatras Zeiten nicht mehr gelüftet hat? So kommt es mir fast vor ... Draußen im kleinen »Treppenhaus« allerdings, das erkenne ich, war die Luft noch sehr viel schlechter.

Es ist gar nicht so leicht, sich einen Überblick zu verschaffen. Ist doch der Raum eher ein Korridor, etwas mehr als einen Meter breit und und fast fünf Meter lang. Aus der Literatur weiß ich ... ich habe mich vorbereitet ... dass ich nun in einem Aufbewahrungsraum für sakrale Gegenstände stehe. Zweifel kommen mir an dieser »Erklärung«. Wie soll man »sakrale Gegenstände« welcher Art auch immer durch die unpraktische »Tür« in diesen Schlauch geschafft haben? Groß können sie auch nicht gewesen sein, so schmal wie der »Raum« ist!


Glühbirnen, Glühbirnen ... Foto Archiv Habeck
Wie schrieb Tons Brunés über die Reliefs in dieser unterirdischen Krypta: »Für uns symbolisieren die Bilder, besonders die Schlange in den Röhren, eine Kraft wie Elektrizität. Die eine Schlange wendet das Haupt nach vorn, die andere nach hinten, was das Symbol für PLUS und MINUS sein kann. Die Halterungen ruhen auf einer Stütze, einer sogenannten Djedsäule. Jeder Techniker wird sagen, dass in diesem Zusammenhang der betreffende Gegenstand stark an einen Isolator des Typs erinnert, wie sie bei Hochspannungsanlagen verwendet werden.«

In der Tat: Auch auf mich machen die »Glühbirnen« von Dendera einen technischen Eindruck. Auch mir drängen sich Vergleiche mit modernen technischen Anlagen unserer Zeit auf. Elektroingenieur Walter Garn (1940-2010) hat sich intensiv mit den Dendera-Darstellungen beschäftigt. Sein Resümee (2): »Ohne elementare Kenntnisse der Elektrotechnik wären solche Zeichnungen, wie in den Krypten des Hathortempels nicht möglich. Es stimmt einfach zu viel überein.«

Skeptiker können einwenden: Warum bedarf es so intensiver Isolation, warum sollte Hochspannung zum Einsatz kommen ... bei einer simplen Glühbirne? Nun, der Elektroingenieur Walter Garn hat den »Dendera-Apparat« rekonstruiert ... und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern als funktionierendes Modell! Demnach zeigen die Reliefs in allen Einzelheiten etwas anderes als eine »Glühbirne«, so wie wir sie noch heute kennen.

Glühbirnen  ... Foto: Archiv Habeck
Die glühbirnenartigen Blasen mussten leergepumpt werden. So entstand in ihrem Inneren ein Vakuum. In diesem Vakuum kam es dann unter hoher Spannung zu einem elektrischen Lichtbogenüberschlag oder zu einer elektrischen Entladung. Wie Elektroingenieur Walter Garn im praktischen Experiment erfolgreich nachgewiesen hat, funktioniert die »Dendera-Birne«... Die im Inneren der »Blase« dargestellte »Schlange« stellt nicht den Draht in einer Glühbirne, sondern den tatsächlich stark an eine Schlange erinnernden Lichtbogenüberschlag!

Eine solche »Glühbirne« war und ist nicht als Leuchtkörper für den Alltag geeignet ... wohl aber als sakral-mysteriöser Kultgegenstand in einem Tempel. Eine solche »Glühbirne« sorgte vor Jahrtausenden nicht für profanes Licht in den Haushalten, sie war ein mystisches Objekt im religiösen Tempelkult. Von einer solchen »Glühbirne« gab es keine unüberschaubar große Menge, sondern allenfalls einige wenige Exemplare, die als sakrale Kultgegenstände im Zentrum religiösen Kults gestanden haben mögen.

Ist es eine bösartige Unterstellung, dass die »Glühbirne« von der Priesterschaft als fromme Magie eingesetzt wurde? Wollten die Priester die Gläubigen in Angst und Erstaunen versetzen, um sie empfänglicher für ihre Religion zu machen? Sollte mit einem technischen Trick den Menschen die göttliche Macht in Form von furchteinflößend-fremdartigen Licht in Schlangenform vor Augen geführt werden?

Glühbirnen ... Foto Archiv Habeck
So heißt es in einem Text, der direkt bei einer der »Dendera-Birnen« in den Stein graviert wurde: »Du erleuchtest mit der Uräus-Schlange das Land von Dendera...Du herrschst über die beiden Länder....« Diese Zeilen passen sehr gut zu den »Wunderleuchten« von Dendera... zur leuchtenden Schlange!

Elektroingenieur Walter Garn hat experimentell nachgewiesen, dass die Wunderlampe von Dendera als technischer Apparat funktioniert. Im wiederholt durchgeführten Versuch ließ er eine geheimnisvolle Schlange aus Licht entstehen. Die Ägypter können vor Jahrtausenden derlei Erscheinung nur als unbegreifbar-göttlich eingestuft haben. Walter Garn hat gezeigt, dass die Schlange aus Licht vor Jahrtausenden in Ägypten mit damals vorhandenen technischen Möglichkeiten zum Leben erweckt werden konnte.

Elektroingenieur Walter Garn
Foto: Archiv Habeck
Bleibt eine wichtige Frage: Wo befinden sich die »Wunderleuchten« von Dendera? Wir wissen es nicht! Sie sind ... so es sie wirklich gegeben haben soll ... verschwunden. Unmöglich? Denken wir an Sakralgegenstände der Inkas, die bis heute nicht gefunden wurden ... Dabei haben die marodierenden Spanier brutalste Mittel eingesetzt, um Wissende zum Sprechen zu bringen. Vergeblich! 1533 war der Inkaherrscher Atahualpa Geisel der Spanier. Sie forderten ein gigantisches Lösegeld ... und Gold in unvorstellbaren Mengen wurde geliefert. Ein Raum von sechs Meter Länge und fünf Meter Breite wurde mannshoch mit edelsten Arbeiten aus purem Gold gefüllt. Die »kultivierten« Spanier stampften alles, schmolzen das Gold ein und sandten gigantische Mengen an Barrengold nach Europa.

Freigelassen wurde Atahualpa nicht. Er wurde in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt und ermordet. Da er sich zum Christentum bekehren ließ, blieb ihm der qualvolle Tod auf dem Scheiterhaufen erspart. Atahualpa wurde erwürgt. Riesige Goldschätze wurden nach dem Tod Atahualpas von dessen Witwe umgeleitet und in unterirdischen Gängen versteckt. Mehrere Tonnen Gold sollen bis heute unentdeckt geblieben sein ... heiligste Gegenstände der Inkas. Werden wir je die Inkaschätze entdecken ... und die Wunderleuchten von Dendera?

Fußnoten
1 Brunés, Tons: »Energien der Urzeit«, Zug 1977, zitiert in Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen/ Hochtechnologie und elektrischer Strom im alten Ägypten«, München 1992
2 Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen/ Hochtechnologie und elektrischer Strom im alten Ägypten«, München 1992, S. 226

Literaturempfehlung
Ein kurzer Artikel kann der Thematik »Elektrizität im alten Ägypten«
nicht gerecht werden. Interessierten Leserinnen und Lesern empfehle ich dringend das fundamentale fundierte Werk von Krassa und Habeck »Das Licht der Pharaonen« (siehe Fußnote 2)!

»Muttergöttin und Sonnengott«,
Teil 97 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27.11.2011

Sonntag, 28. März 2010

11 »Unterirdische Gänge und die Monstermauer von Cusco«

Teil 11 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Erinnern wir uns: »Bei Pacari-Tambo, östlich von Cusco gelegen, sollen einst vier Schwestern und vier Brüder aus einem unterirdischen Tunnel gestiegen sein. Einer der Brüder schleuderte vier Felsbrocken, so heißt es, in die vier Himmelsrichtungen. So sollen die Grenzen des Inkareiches festgelegt worden sein.« Diese uralte Überlieferung mutet wie ein Märchen von Ali Baba und seinen Schätzen an, fantastisch und unglaubwürdig. Indes: Einst existierte unter der heutigen Stadt von Cusco ein gigantisches unterirdisches Tunnelsystem, dessen Ausmaße wir uns nicht einmal vorstellen können. In diesen Gängen sollen noch märchenhafte Schätze schlummern.

Die Zugänge in diese Unterwelt, die sich in mehreren Etagen weit über die Grenzen der einstigen Metropole hinaus erstreckt haben soll, endeten in Gebäuden aus der Vor-Inkazeit. Die Inkas übernahmen diese Bauwerke, vielleicht auch die gigantischen Tunnelanlagen. Und die spanischen Eroberer errichteten Kirchen auf den uralten Mauern. Die Tunnels müssen ihnen bekannt gewesen sein. Verschiedentlich haben mir Priester in weihrauchgeschwängerter Kirchenatmosphäre gezeigt, wo sich hinter Altären noch Eingänge in die Unterwelt befinden sollen. Andere Geistliche leugneten die Existenz der unterirdischen Anlagen. Ein Priester meinte mit erhobenem Zeigefinger: »Natürlich gibt es diese Gänge im Felsgestein nicht. Außerdem ist es viel zu gefährlich, sie zu erkunden!« Ein anderer behauptete: »Vor Jahrhunderten hatten die Menschen Angst. Sie glaubten, Teufel könnten aus der Hölle an die Erdoberfläche kommen. Sie zerstörten deshalb die Zugänge zu den Tunnels. Viele dürften zudem sowieso im Lauf der Jahrhunderte eingestürzt sein!«

Meine Recherchen vor Ort ergaben tatsächlich Fantastisches: Die heutigen Kirchen sollen nach wie vor über Zugänge in diese mysteriöse Unterwelt verfügen... Gotteshäuser christlichen Geprägtes als Hüter einer uralten heidnischen Vergangenheit. Teile der Labyrinthe wurden angeblich von der peruanischen Armee gesprengt. War es die Absicht der Militärs, die unterirdische Welt zu vernichten? Oder sollte vielmehr verhindert werden, dass moderne Abenteurer in die Unterwelt hinabsteigen? Was könnte in den Gängen unter Cusco zu finden sein?

1533 war der Herrscher der Inkas Atahualpa Gefangener der Spanier. Francisco Pizarro bat Inkaherrscher Atahualpa um ein Treffen in Cajamarca, wo der mächtige Regent die heißen Schwefelbäder genoss. Als Atahualpa auf einer goldenen Sänfte zum Marktplatz getragen wurde, war kein spanischer Soldat zu sehen. Die Komplizen Pizarros beobachteten aus ihren Verstecken das Geschehen. Der katholische Priester Vincente de Valverde näherte sich und forderte Atahualpa gebieterisch auf, den christlichen Glauben anzunehmen. Schließlich reichte der Geistliche dem Inka eine Bibel. Der hielt das »sprechende Buch« an sein Ohr, lauschte und warf es schließlich enttäuscht zu Boden. Diese »Schändung des christlichen Glaubens« war willkommener – erwarteter – Anlass, Atahulapa gefangen zu nehmen und seine Gefolgsleute niederzumetzeln. Bis zu 10 000 Inkas sollen in einem grausamen Gemetzel ermordet worden sein. Atuhalpa ließ man noch am Leben.

Atahualpa kannte die Gier der Spanier nach Gold und Silber. Also bot Atahualpa den Spaniern ein Lösegeld an: ein Raum von sechs Meter Länge und fünf Meter Breite würde übermannshoch mit Gold, ein zweiter Raum mit Silber gefüllt. Pizarro zögerte. Der zweite Raum sei doch kleiner, wandte er ein. Daraufhin erhöhte Atahualpa seine Offerte. Er würde als Lösegold zusätzlich zum Gold doppelt so viel Silber heranschaffen lassen, wie in den zweiten, kleineren Raum passte.

Boten wurden ins ganze Inkareich geschickt. Und bald schon trafen aus dem gesamten Inkareich Karawanen ein, beladen mit unvorstellbaren Schätzen aus Gold und Silber. Für die Inkas waren diese Metalle lediglich Material, um daraus kostbare Kunstschätze zu schaffen. Die »zivilisierten« Spanier indes hatten kein Interesse an den Zeugnissen einer fremden Kultur. Sie errichteten gewaltige Schmelzöfen und verwandelten fünf Wochen lang Tag und Nacht die Schätze der Inkas in Gold- und Silberbarren.

Vergeblich hatte Atahualpa darauf gehofft, die christlichen Eroberer würden zu ihrem Wort stehen. Die räuberischen Erpresser aus Europa dachten gar nicht daran. Ihnen war klar, dass ein aus der Gefangenschaft freigelassener Atahualpa seine Truppen neu sammeln und ordnen... und die Spanier besiegen konnte. Man wagte aber nicht, ihn sofort zu töten. So erklärten die Spanier ihren Gefangenen zum »freien Mann«. Freigelassen wurde er allerdings nicht, sondern blieb weiterhin Gefangener, jetzt allerdings als »Gast«. Gleichzeitig wurde ein abstruser Prozess vorbereitet, dessen Ausgang von Anfang an feststand: die Todesstrafe. Zu den »Verbrechen« des einst mächtigsten Mannes des Inkareiches gehörte es, nackt mit schönen Jungfrauen gebadet zu haben. Das Todesurteil wurde mit viel Brimborium verkündet.

Huldvoll bot Pizarro dem Inkaherrscher an, ihn nur erwürgen und nicht verbrennen zu lassen... falls er sich taufen ließe. Atahualpa willigte ein, weil seiner religiösen Überzeugung nach eine Wiedergeburt nur möglich war, wenn sein Leichnam nicht den Flammen zum Opfer fallen würde. Und so wurde Atahualpa am 26. Juli 1533 (oder am 29. August 1533) mit der Garotte ermordet, nachdem Padre Vincente de Valverde den Todgeweihten auf den Namen Francisco de Atahualpa getauft hatte.

Auch nach der Ermordung Atahualpas trafen weiterhin Reichtümer ein. Eine einzige Karawane, bestehend aus 11 000 mit Gold und Silber beladenen Lamas, soll noch rechtzeitig von Atahualpas Frau umgeleitet worden sein. So entgingen den Spaniern schätzungsweise fünf Tonnen Gold. Gelagert wurden diese Kostbarkeiten angeblich im Tunnelsystem unter Cusco, in einem Labyrinth mit bezeichnendem Namen: »Ort, an dem man verloren geht«. Felipe de Pomares, so überliefert es ein Dokument aus dem 16. Jahrhundert, soll noch gewusst haben, wo das unterirdische Versteck war. Felipe de Pomares zeigte seiner Frau einen einzigen Raum tief unter Cusco: Da standen Statuen von Menschen in Lebensgröße – in purem Gold. Wuchtige goldene Tische waren mit kostbaren Pokalen und Edelsteinen förmlich überladen.

1814 war es Brigadier Matieo Garcia Pumakahua, ein Nachfahre der stolzen Inkas, der einem Vorgesetzten die Augen verband und ihn in die unterirdische Welt Cuscos führte. Der hochrangige Offizier bekam Goldbarren in Backsteingröße, herrlichen Goldschmuck und kunstvoll gearbeitete Tierfiguren aus Silber zu sehen. Angeblich war in der Schatzkammer – einer von unzähligen – das Schlagen der Glocken der Kathedrale von Cusco zu hören. Das geheime versteck muss sich also irgendwo in einer unterirdischen Kammer im Stadtbereich selbst befunden haben.

Mitte des 19. Jahrhunderts will der Abenteurer Bill McGovern in unterirdischen Kammern bei Cusco »Altäre« gesehen haben, die zu Ehren der Inkagötter errichtet worden waren. McGovern: »Nahe bei Sacsayhuaman gibt es geheimnisvolle Höhlen, die in das Innere der Erde reichen. Hier hat man Altäre zu Ehren der Götter der unterirdischen Gefilde aus dem Gestein geschlagen.«

Eingänge in die Unterwelt soll es einst viele gegeben haben... die aber allenfalls nur wenigen Eingeweihten bekannt waren. Sie führten angeblich einst kilometerweit von der Metropole Cusco unterirdisch bis nach Sacsayahuaman.

Nach meinen Recherchen vor Ort befindet sich noch heute direkt unter dem Hauptaltar der Kirche von Santo Domingo ein Abstieg in die unterirdischen Gänge. Man zeigte mir einen primitiven Holzverschlag, der die geheimnisvolle Tür verbirgt. Weitere Kirchen sollen auf Grundmauern von Inka-Bauten mit Zugängen zum Gangsystem errichtet worden sein: die Kirche von San Cristobal, die Kathedrale von Cuzco, die Kirche von Santa Catalina und die Kapelle von Santa Rosa. Diese sakralen Gebäude reihen sich wie Perlen auf einer schnurgeraden Kette aneinander. Sie weisen in nördliche Richtung: nach Sacsayhuaman!

Sacsayhuaman! Der Name steht für ein kolossales Bauwerk, das zu den Weltwundern unserer Erde gezählt werden darf: Im Norden von Cusco gibt es ein gewaltiges Bauwerk, das wirklich die Bezeichnung »Monstermauer« verdient: 545 Meter lang erstreckt sie sich in Zickzacklinien, in drei Stufen übereinander wie eine mythologische Schlange. Oftmals ist dieser kunstvoll aufgetürmte Superwall über zwanzig Meter hoch! Steinriesen aus Andesit, bis zu 400 Tonnen pro Stück, wurden scheinbar mühelos in- und aufeinandergefügt.

Einen dieser Steinriesen habe ich vermessen. Er hat ein Volumen von 180 Kubikmetern (seine Maße 9m x 5m x 4 m). Wie alle seiner »Kollegen« wurde er zwanzig Kilometer transportiert: vom Steinbruch zur geheimnisvollen Mauer. Wie soll das geschehen sein? Angeblich kannten die Inkas weder Rad noch Rolle. Wie hat man die Kolosse vom Steinbruch an die Baustelle befördert? Wie wurden sie zur Mauer aufgetürmt? Wie hat man sie aufeinander gestapelt?

»Aha, da waren also die Außerirdischen am Werk!« werfen Skeptiker ironisch grinsend ein. »Warum sollten Außerirdische so eine Monstermauer bauen?« Diese Argumentation klingt vernünftig. Allerdings wird da »widerlegt«, was niemals behauptet wurde: der gewaltige Monsterwall von Cusco wurde nicht von Außerirdischen errichtet. Aber: die Menschen, die da eine wahre Meisterleistung vollbracht haben, müssen über uns unbekannte Methoden und Werkzeuge verfügt haben. Wie entstand das Wunderwerk von Sacsayhuaman?

»Wir wissen es nicht!« erklärte mir Prof. Hans Schindler-Bellamy, Wien. »Die Anlage dürfte eher 10 000 Als 1 000 Jahre alt sein! Sie wurde – zu welchem Zweck auch immer – lange vor der Inkazeit errichtet!«

Als »Verteidigungsbollwerk« macht die Monstermauer keinen Sinn. Warum sollte man so eine zyklopenhafte Anlage bauen? Warum hat man Zigtausende von Tonnen Stein in Riesenbrocken über weite Strecken – wie auch immer – transportiert... und dann noch millimetergenau verbaut? Einen solchen Aufwand hätten die Inkas nicht getrieben, um Feinde abzuhalten.

Oberhalb der Monstermauer haben Archäologen eine kreisrunde Anlage entdeckt. Sie hatte offenbar astronomische Bedeutung. Hier wurden Sterne und Planeten angepeilt und beobachtet. Wie wurden die Ergebnisse der astronomischen Studien festgehalten, in welcher Schrift? Eine Schrift muss es gegeben haben, auch für die Planung der gewaltigen Anlage von Sacsayhuaman.

Staunend steht man vor den Steinkolossen. Man gewinnt den Eindruck, als hätten Riesen die monströsen Steine wie kleine Bauklötzchen spielerisch zusammengefügt. Die Kolosse müssen zunächst millimetergenau zu komplexen, mehreckigen und vielflächigen Steinriesen zurechtgehauen worden sein. Erst dann können sie exakt auf – und nebeneinander gesetzt worden sein... millimetergenau und ohne Bindemittel. Mit unglaublicher Präzision hat man da gearbeitet.

Kleine, handliche Steine kann man auch mit primitiven Werkzeugen immer wieder bearbeiten: so lange, bis sie sich wie ein dreidimensionales Puzzle zusammensetzen lassen. Man kann immer wieder die Steine aneinander- oder aufeinanderhalten, man kann immer wieder probieren und ändern – bis sie exakt passen. Mit tonnenschweren Steinkolossen ist das nicht möglich. Wer auch immer die Monstermauer gebaut hat, muss über Transportmöglichkeiten, Werkzeuge und Arbeitsmethoden verfügt haben, die die Inkas nicht hatten.

»Das Geheimnis der Engel von Chinchero«
Teil 12 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
erscheint am 04.04.2010


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