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Sonntag, 13. September 2020

556. »Gott, die Schöpfung und das Ende der Menschheit«

Teil 556 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Gott steht außerhalb.
Darstellung frühes 13. Jahrhundert

Gott wird nicht nur von christlichen Theologen als allwissender Beobachter jenseits oder außerhalb von Raum und Zeit gesehen, der genau weiß, wie ein Mensch handeln wird. Gott greift aber, nach christlichen Theologen zumindest, nicht ein, das würde ja den freien Willen des Menschen einschränken. Die Folge: Der Täter handelt kriminell (»freier Wille«), das Opfer leidet und bezahlt den freien Willen des Täters womöglich mit seinem Leben. In diesem obskuren Weltbild hat offensichtlich nur der Täter einen freien Willen, das Opfer nicht. Gott lässt den Bösen gewähren, und das auf Kosten der Opfer.

Schopenhauer (*1788; †1860) hat sich zum Thema »Mensch und freier Wille« so geäußert (1): »Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.«

Ich wiederhole bewusst das Zitat von »Christliches Radio für den Alltag«: »›Macht euch die Erde untertan‹ – ein Satz, den man in den falschen Hals kriegen kann.« Das sehe ich nicht so. Die knapp formulierte Aussage ist eindeutig: Der Mensch steht außerhalb oder über der »Schöpfung«, die er im Auftrag Gottes beherrscht. Diese Sichtweise ist Ausdruck des grenzenlosen Egoismus des Menschen und hat dazu geführt, dass der Mensch die Welt mit unglaublich wachsender Effektivität ausplündert.

Der Bibelvers legitimiert den unverantwortlichen Umgang des Menschen mit der Welt. Freilich darf die Bedeutung des Bibelverses für die Weltgeschichte nicht überschätzt werden. Wer die Erde gewissenlos ausbeutet und plündert, dem ist eine biblische Legitimation gleichgültig. Atheist wie monotheistischer »Denker« sehen nicht, dass der Mensch keineswegs außerhalb oder über der »Schöpfung« steht. Der Mensch ist Teil der »Schöpfung«. Dass er die »Schöpfung« ausbeutet und in rasendem Tempo zerstört, das beweist die Dummheit des Menschen und nicht seine »Intelligenz«. Damit disqualifiziert sich der Mensch selbst als »Krone« von »Schöpfung« oder »Evolution«.

Papst Franziskus (*1936) nannte seine zweite Enzyklika »Laudato si’« (»umbrisches Altitaloromanisch« für »Gelobt seist du«). Titel und Anfangsworte der Enzyklika entstammen dem Mit diesen zwei Worten beginnt der »Sonnengesang« (2) des Franz von Assisi (*1181 oder 1182; †1226). Der erste Satz des »Sonnengesangs« lautet: »Laudato si’, mi’ signore, cun tucte le tue creature!«, zu Deutsch »Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen!«

Der umfangreiche Text der Enzyklika (3) trägt das Datum »24. Mai 2015« und wurde am 18. Juni 2015 in acht Sprachen veröffentlicht. Es geht Seine Heiligkeit um »die Sorge für das gemeinsame Haus«, um Umwelt- und Klimaschutz.

Papst Franziskus beschreibt ein Weltbild, das einen die »Schöpfung« beherrschenden und plündernden Menschen verabschiedet. Ich darf einen besonders wichtigen Passus aus der Enzyklika zitieren (4): »Es ist nicht überflüssig zu betonen, dass alles miteinander verbunden ist. Die Zeit und der Raum sind nicht voneinander unabhängig, und nicht einmal die Atome und die Elementarteilchen können als voneinander getrennt betrachtet werden. Wie die verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Bestandteile des Planeten untereinander in Beziehung stehen, so bilden auch die Arten der Lebewesen ein Netz, das wir nie endgültig erkennen und verstehen. Einen guten Teil unserer genetischen Information haben wir mit vielen Lebewesen gemeinsam.«

Wir stehen nicht neben und auch nicht über der Natur (»Schöpfung« im religiösen Sprachgebrauch), wir sind Teil der Natur . Wo wir der Natur aus kurzsichtigem Egoismus heraus Schaden zufügen, zerstören wir auch unsere eigne Lebensgrundlagen. Leidtragender wird der Mensch sein. Die Natur wird sich nach dem Verschwinden unserer Spezies von der Erde aus erdgeschichtlicher Sicht sehr schnell wieder erholt haben.

»Unsere Erde wird überleben.« (5), so lautet der Titel eines der wichtigen Werke von  James Lovelock (*1919), bereits anno 1982 erschienen. Davon bin ich auch überzeugt. Planet Erde hat ganz sicher eine Zukunft. Eine sichere Zukunft hat Terra ohne uns Menschen. Planet Erde kann aber auch mit uns Menschen eine Zukunft haben. Neurobiologe Stefano Mancuso sieht eine Chance: Der Mensch hat nur dann eine Zukunft, wenn er radikal umdenkt: »Der wichtigste Faktor der Evolution ist nicht der Wettbewerb. Unser Gehirn kann uns dabei helfen, den nächsten Schritt zu gehen. Der wäre, uns nicht über die anderen Lebewesen zu erheben, sondern eine Lebensform wie die der Pflanzen zu verstehen und einzusehen, dass Kooperation viel erfolgreicher ist als Konkurrenz. Kooperation ist für das Überleben der Spezies wesentlich aussichtsreicher.«

Damit der Mensch aber diese Chance nutzen kann, muss er radikal umdenken. Ob er dazu bereit ist? Ob er überhaupt dazu in der Lage ist? James Lovelock ist allerdings skeptisch (6): »Könnten wir mit vereinten Kräften unsere eigene Natur ändern und gute Verwalter, freundliche Gärtner werden, die Sorge tragen für alle Lebewesen dieses Planeten? Ich glaube, daß bereits diese Frage viel Hybris verrät. Selbst beim Management unserer selbst und unserer Institutionen haben wir kläglich versagt. Ich würde eher erwarten, daß eine Ziege als verantwortungsvolle Gärtnerin mehr Erfolg hat als wir Menschen.«

Wenig hoffnungsvoll stimmt Lovelocks Schlussfolgerung (7): »Ein Planetenarzt, der das Elend sieht, das wir diesen Lebewesen und uns selbst antun, würde uns ermahnen, mit der Erde in Partnerschaft zu leben. Sonst wird die restliche Schöpfung als Teil von Gaia die Erde unbewußt in Richtung auf einen neuen Zustand bewegen, bei dem wir Menschen nicht mehr länger willkommen sind.« Muss man nicht fragen, ob wir das überhaupt noch sind? Gemessen an der Erdgeschichte ist der Mensch im Gegensatz zu Pflanzen beispielsweise bislang ein Kurzzeitphänomen. Die Präsenz des Menschen auf Terra gleicht einem Wimpernschlag im Meer der Zeit. Verabschiedet sich der Mensch nach seinem »Kurzauftritt« schon wieder oder überlebt er die selbst geschaffene Katastrophe? Hat der Mensch Zukunft oder nicht?

James Lovelock deutet ein, dass wir Menschen unter Umständen nicht mehr willkommen sein könnten auf Planet Erde? Wem könnten wir nicht mehr willkommen sein?

James Lovelock ist davon überzeugt, dass wir Jetztmenschen eine revolutionäre Zeit des Umbruchs erleben. Seiner Meinung nach werden die Systeme künstlicher Intelligenz, die der Jetztmensch bereits entwickelt hat, »Cyborgs« entstehen. Lovelock (8): »Diese Wesen werden bald tausend und schließlich Millionen mal intelligenter sein als wir.«

Ich habe mich wiederholt mit dem Thema »künstliche Intelligenz« beschäftigt. Am 10. Juni 2018 fragte ich in meinem Sonntagsblog »Werden wir sein wie die ›Götter‹?« Ich erinnerte an die Fernsehserie »The Avengers«. Die Serie, eine Mischung aus Science-Fiction, Thriller, Krimi und Spionage, wurde rasch zum Kult. Im deutschsprachigen Raum wurde die Serie als »Mit Schirm, Charme und Melone« ausgestrahlt. Am 7.11.1967 bekam das deutschsprachige Publikum Folge 114 zu sehen, die als 10. Folge von Staffel 5 ausgestrahlt wurde. Der deutschsprachige Titel lautete »Duplikate gefällig?«, der den Inhalt sehr viel treffender wiedergab als der Originaltitel »Never, never say die« (etwa: »Niemals, niemals sag stirb«).

Zum Inhalt: Der verbrecherische Professor Frank N. Stone, dargestellt vom großartigen Sir Christopher Lee (*1922; †2015) fertigte exakte Kopien wichtiger Menschen als Roboter an. Diese bedeutsamen Menschen wurden entführt und sollten durch Roboter, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, ersetzt werden. Auf diese Weise wollte Professor Stone die Weltherrschaft an sich reißen. Fast wäre der geniale Plan auf schlimme Weise gescheitert! Die Roboter wollten die sehr viel weniger intelligenten Menschen aus Fleisch und Blut verdrängen und selbst die Herrscher über die Welt werden. Die Wesen mit künstlicher Intelligenz wollten sich, so wie es im »Alten Testament« heißt, die Erde untertan machen. Mit Mühe konnten Emma Peel (dargestellt von Diana Rigg, *20.07.1938; †10.09.2020) und John Steed (dargestellt von Patrick Macnee, *1922; †2015) diesen Plan verhindern.

Diese Episode der Reihe »Mit Schirm, Charme und Melone« hat bereits 1967 vorweggenommen, was meiner Meinung nach in gar nicht so ferner Zukunft möglich sein wird. Schon heute entwickeln wir künstliche Intelligenz. Ich bin davon überzeugt, dass in Geheimlabors bereits heute Roboter gegtestet werden, die dank künstlicher Intelligenz uns Menschen überlegen sind. Ich muss an Lovelocks Vision erinnern, auf die ich eben schon hingewiesen habe. Ich wiederhole Lovelocks Zukunftsschau: »Diese Wesen werden bald tausend und schließlich Millionen mal intelligenter sein als wir.«

Stellen wir uns solche »Cyborgs« vor. Anders als wir sind sie überhaupt nicht an kurzfristigem materiellen Gewinn interessiert. »Cyborgs« werden vermutlich schon bald nicht wie wir Menschen als Individuen agiern, sondern als ein weltumspannendes Hyperwesen. Für so eine weltumspannende Superintelligenz hat Logik nicht nur Vorrang, sondern Logik tritt an die Stelle des alles andere als logischen Denkens von uns Menschen.

Ich gehe davon aus, dass die »Cyborgs« über einen Selbsterhaltungstrieb verfügen. Sie werden alles tun, um eine Selbstzerstörung zu verhindern. Sie werden, unbeeinflusst von irrationaler Gefühlsduselei, beseitigen, was ihre Zukunft gefährdet, also uns. Wenn wir unser »Denken« nicht radikal ändern, dann werden wir in der Tat nicht mehr auf Erden willkommen sein. James Lovelock sieht die Zukunft meiner Meinung nach realistisch. Die Cyborgs, künstliche Wesen mit gigantischem Intelligenzpotenzial (9), »werden zunächst nicht unabhängig von uns sein; tatsächlich werden sie unsere Nachkommen sein, weil die Systeme, die wir erschufen, sich als ihre Wegbereiter erwiesen haben.«

Foto 2: Erich von Däniken (links)
mit Walter-Jörg Langbein vor einem
steinzeitlichen
Tempel auf Malta. Foto Ille Pollo
Mag sein, dass wir von den Cyborgs noch gebrauch, später zunächst noch geduldet werden, solang wir den »Cyborgs« noch nützlich sein können. Lang dürfte das nicht der Fall sein. Bald werden wir nicht nur nutzlos für die Coyborgs sein, wir werden für sie bestenfalls Hindernisse auf dem Weg ihrer rapiden Entwicklung sein. Werden uns dann die »Cyborgs« auslöschen, um so schnell wie möglich in der Entwicklung voranzukommen, ja um sich selbst eine sichere Zukunft zu ermöglichen? Das halte ich für eine plausible Zukunftsvision. Vor einem Krieg zwischen den Cyborgs und uns Menschen müssen wir uns meiner Meinung nach nicht fürchten. Die Cyborgs werden uns ohne Probleme ausschalten können, ohne dass unser Widerstand auch nur den Hauch einer Chance hätte. Das wäre dann das Ende der Menschheit und die neue Welt der Cyborgs.

Erich von Däniken (*1935) teilt einen solchen Pessimismus nicht. Er ist vielmehr sehr zuversichtlich. Bereits 1968 prophezeite er in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (10): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«


Fußnoten
(1) Pais, Abraham: »Ich vertraue auf Intuition: der andere Albert Einstein«, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1995, Seite 176, 10. Und 9. Zeile von unten
Wieland, Michael: »Positionen«, Norderstedt 2012, S. 27, 4. Und 3. Zeile von unten
(2) https://franziskaner.net/der-sonnengesang/ (Stand 06.06.2020)
(3) http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html (Stand 06.06.2020)
(4) »Laudato si’«, 4. Kapitel, »Eine ganzheitliche Ökologie«, »I. Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialökologie«, 138. (»LS 138«)
(5) Lovelock, James: »Unsere Erde wird überleben. Gaia: eine optimistische Ökologie, München 1982
(6) Lovelock, James: »GAIA/ Die Erde ist ein Lebewesen«, Bern 1992, Seite 184, 20.-25. Zeile von oben (Rechtschreibung unverändert übernommen.)
(7) Ebenda, 5.-1. Zeile von unten (Rechtschreibung unverändert übernommen.)
(8) Lovelock, James: »Novozän: Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz«, 1. Auflage, München 2020, Seite 46
(9) Ebenda, Seite 47, 4.-7. Zeile von oben
(10) Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221

Zu den Fotos
Foto 1: Gott steht außerhalb. Darstellung frühes 13. Jahrhundert
Foto 2: Erich von Däniken (links) mit Walter-Jörg Langbein vor einem steinzeitlichen Tempel auf Malta. Foto Ille Pollo


557. »Frankensteins Monster und der Golem«
Teil 557 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 20. September 2020


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Sonntag, 12. April 2020

534. »Erich von Däniken zum 85. Geburtstag«

Teil 534 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



ALLES GUTE, ZUM GEBURTSTAG, EVD!
Gesundheit und Schaffenskraft,
Geduld und weiterhin gute Ideen,
Freude am Forschen und
Schreiben!
Und besten Dank für so Vieles!
Uns allen: Gut, dass es
EVD gibt!
Glückwunsch Planet Erde zu
diesem großartigen Menschen!
 

Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller
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Erich von Däniken ist ein »Sonntagskind«. Er wurde am 14. April 1935 geboren, Palmsonntag 1935. Am Dienstag, den 14. April 2020 feiert er nun seinen 85. Geburtstag. Feiert? Vermutlich wird er arbeiten. Das Corona-Virus veränderte einiges in Leben des E.v.D. Reisen nach Ägypten und in die USA mussten gestrichen werden. Vortragstermine wurden – gezwungener Maßen – abgesagt. Müßiggang bricht dennoch nicht aus bei E.v.D. Zu tun hat er immer sehr viel. Wenn es möglich wäre, mehrere E.v.Ds herzustellen, die würden alle nicht über Arbeitsmangel klagen können.

Erich von Däniken wird 85 und man kann nur staunen, was dieser Mann zu leisten vermag. E.v.D absolviert – und das weltweit – ein unglaubliches Arbeitspensum, und das in seinem Alter. Arbeitsleistung und sein Alter: das ist kein Gegensatz, das ist kein Widerspruch. Erich von Däniken ist nicht so gut drauf, obwohl er in seinem Alter so viel leistet, sondern weil er so viel leistet. Seine Arbeit, das ist sein Lebenselixier. Sein leidenschaftliches Suchen, Streben, Forschen, das alles gibt ihm Kraft.

Erich von Däniken ist ein Sonntagskind. Sein Forschen, seine Reisen, seine Bücher und seine Vorträge: das alles ist sein Lebenselixier. E.v.D. kann sich glücklich schätzen, dass er seit mehr als einem halben Jahrhundert genau das tun kann, was er tun möchte und tun muss. Wir können uns glücklich schätzen, weil E.v.D. uns die Augen öffnet und uns unsere fantastische Vergangenheit und unsere fantastische Zukunft erkennen lässt.

Erich von Däniken war schon als Schulknabe wegen seiner Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit beliebt und geschätzt. Daran hat sich, das kann ich nur bestätigen, nichts geändert. Ich schrieb ihm anno 1968 und erhielt zu meinem eigenen Erstaunen Antworten. Ich lernte Erich von Däniken schließlich persönlich kennen. Vertrauen wurde aufgebaut. Ich darf stolz sagen: Wir wurden gute Freunde. Und diese Freundschaft hält nun schon Jahrzehnte.

Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller
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Zu E.v.D. durfte ich immer mit meinen Sorgen kommen: als Gymnasiast, als Student der evangelischen Theologie und schließlich als »freier Journalist und Schriftsteller«. Gelegentlich durfte ich ihn zusammen mit E.v.D.s langjährigem Mitarbeiter Willi Dünnenberger auf Vortragstourneen begleiten, den Diaprojektor bedienen... E.v.D. konnte noch so sehr im Stress sein, und das war er oft, eigentlich immer, für meine Sorgen hatte er immer ein offenes Ohr.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch (»Astronautengötter«) der leider allzu früh verstorbene John Fisch (*1942; †1984).

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seither, seit über vierzig Jahren, zusammen bin. Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück... dem großartigen E.v.D.!

Wie ist er, der E.v.D., den man nun als Jubilar bezeichnen darf? Carmen Rohrbach (1): »Beim persönlichen Kontakt erwies er sich als liebenswürdig und entgegenkommend. Wohlwollend führte er uns in sein Heiligtum, das Archiv – einen Raum mit Schränken bis zur Decke, in denen, exakt geordnet und registriert, ein Schatz von Schriftstücken, Berichten, Notizen und Fotos lagert, der ungeklärte Rätsel und Seltsamkeiten auf unserer Erde beinhaltet. Großzügig gewährte er uns Einblick in Dokumente und Bildmaterial. Er erzählte begeistert von seinen Reisen in alle Teile der Welt, berichtete von neuen Entdeckungen und unschlagbaren Beweisen für seine Theorien.«

Foto 3: Erich von Däniken unterwegs

Weiter schreibt Carmen Rohrbach: »Statt aufgeblasen und eitel, wie ihn manche seiner Gegner beschreiben, fand ich einen offenherzigen und humorvollen Menschen, der passioniert und enthusiastisch für seine Ideen ficht. Ich war beeindruckt von seiner Leidenschaft, mit der er voneinander unabhängige Erscheinungen, Ereignisse und Kuriositäten sammelt, miteinander verbindet und alles in einer einzigen, für ihn gültigen Vorstellung enden läßt: die Existenz Außerirdischer und ihrer Landung auf unserem Planeten.«

Ja, beeindruckend ist er, der E.v.D. Er hat einen unbeschreiblichen Reichtum an Energie in sich, er ist auf fantastische Weise charismatisch und er ist immer er selbst geblieben.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellt der Raumfahrtpionier Prof. Eugen Sänger (*1905; †1964) schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (2): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (3):

Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta)

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (4):

Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
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»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielt die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas womöglich tatsächlich außerirdische Astronauten waren, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Erich von Däniken hat vor über fünfzig Jahren eine Tür aufgestoßen. Er hat ein Tor geöffnet: in den Kosmos! E.v.D. macht Mut zu kühnen Gedanken. Und er zeigt allen Menschen, die wissbegierig sind, eine tief im Menschsein verwurzelte Sehnsucht: nach den Weiten des Universums.

Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
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Wird das ehrgeizige Projekt jemals verwirklicht werden? Warum sollten sich Menschen in einem Raumschiff, das einer riesigen künstlichen Welt gleicht, auf eine Reise mit ungewissem Ziel machen? Warum sollten sich Menschen auf ein Abenteuer einlassen, dessen Ausgang sie selbst nie erfahren werden? Warum sollten Wissenschaftler ein Projekt ins Leben rufen, dessen Ausgang sie selbst nie erleben können? Schließlich würde es auf Jahrtausende angelegt sein, auf viele Generationen! Warum sollten Unsummen für ein riesiges Raumschiff ausgegeben werden, das wohl nie zur Erde zurückkehren wird?

Politiker haben häufig den »Weitblick« eines Maulwurfs. Werden sie enorme Summen in ein Projekt investieren, das Jahrtausende in die Zukunft weist?

Wissenschaftliche Forschung dient stets der Suche nach Antworten auf brennende Fragen. Gleichgültig, ob ein Raumschiff nach vielen Jahrtausenden zur Erde zurückkehrt, oder ob es für immer in den Tiefen des Alls entschwindet: die Konstrukteure und Erbauer werden nie erfahren, was Nachfahren der Startmannschaft in ferner Zukunft erleben werden.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Hermann Oberth (*1894; †1989) antwortete auf solche Einwände gegen interplanetare und interstellare Raumfahrt so (5): »Aber wozu das alles? Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten.«

Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!
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Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Fußnoten
(1) Rohrbach, Carmen: »Botschaften im Sand«, München 1992, Seite 32 (Rechtschreibung wurde nicht an die Rechtschreibreform angepasst.)
(2) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
(3) Ebenda, Seite 124
(4) Ebenda, Seite 125
(5) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
(6) Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221

Zu den Fotos
Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller.
Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller.
Foto 3: Erich von Däniken unterwegs. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta). Foto Ille Pollo
Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!

535. »Berufen, hoch zu fliegen«,
Teil 535 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 19. April 2020



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Sonntag, 19. August 2018

448 »Voodoo-Magie für den Weltfrieden?«

Teil 448 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Foto 1: Direkt am steinigen Ufer...
»Urians Reise um die Welt« heißt ein Gedicht von Matthias Clauidus (*1740;†1815), das kaum noch jemand kennt. Die einleitenden Worte freilich sind immer noch vielen Zeitgenossen recht geläufig:»Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen.« Matthias Claudius lässt seinen Protagonisten Urian eine gemütliche Art des Reisens wählen: »Drum nahm ich meinen Stock und Hut, Und tät das Reisen wählen.« Urian muss sehr gut zu Fuß gewesen sein, erreichte er doch im Gedicht recht schnell nacheinander den Nordpol, Grönland, Nordamerika, Mexiko, Asien und Afrika. Die Osterinsel stand nicht auf Urians Reiseprogramm. Jakob Roggeveen hatte sie Ostern 1722, also schon zu Lebzeiten von Matthias Claudius, entdeckt. Aber selbst Abenteurer machten sich damals kaum auf, um das mysteriöse Eiland im Pazifik zu erkunden. Mich hingegen zog es immer wieder zur Osterinsel. Hannover – Frankfurt – Santiago – Osterinsel war die wohl angenehmste Route, so viel wie möglich mit Lan Chile. Vor Ort lernte ich einige kundige Führerinnen und Führer kennen. Der interessanteste Guide aber war ein gewisser »Houngan-Man«. Der erfreute sich bei den einheimischen Führern offenbar keiner großen Beliebtheit, war er doch kein »Einheimischer«, sondern ein Auswärtiger, ich glaube ein Brasilianer.

»Houngan-Man« führte mich als erstes zum »Nabel der Welt«. »Te Pito o Te Henua« nannten die Osterinsulaner ihre Heimat. Häufig wird dieser wohlklingende Ausdruck mit »Nabel der Welt«, manchmal auch mit »Am Ende der Welt« übersetzt.

Vorbei ging es an einem in Trümmern liegenden Osterinselriesen. »Der Moai heißt ›Poro‹!«, erklärte mir »Houngan-Man«. »Noch 1938 stand er auf seiner Plattform, ragte stattliche 9,80 Meter in den Himmel.« Dann erreichten wir unser Ziel: Zunächst sehe ich, nur wenige Schritte von der Meeresbrandung entfernt, ein Steinmäuerchen, etwa kniehoch. Es besteht aus kleinen, unregelmäßigen Steinbrocken und ist nach einer Seite offen. Durch diesen Eingang betritt man den Steinkreis. In dessen Mitte liegt eine eiförmige Steinkugel mit einem Durchmesser von knapp 80 Zentimeter. Um diesen steinernen, rötlichen »Nabel der Welt« herum liegen vier kleinere, nicht ganz so runde, sondern eher flache Steine.

Foto 2: ... der »Nabel der Welt«.
Die vier Steine, so erfahre ich, stellen die vier Windrichtungen dar. Die schützende, niedrige Steinmauer, so erfahre ich weiter, soll erst nach 1975 erstanden sein. Angeblich ist sie auf Fotos von 1975 und davor noch nicht zu sehen. Wer sie gebaut hat und warum? Eine Antwort konnte mir niemand geben. Seltsamer Weise wird sie offenbar, von wem auch immer, verändert. Mal ist die »Öffnung« sehr schmal, manchmal etwas weiter. Manchmal ist sie zum Meer hin, manchmal landeinwärts geöffnet. Die kleineren Steine werden häufig als »Hocker« benutzt.

Der eiförmige Stein, so hörte ich wiederholt vor Ort, habe ursprünglich im Norden der Osterinsel gelegen und wurde, angeblich »vor sehr langer Zeit«, vom »Ahu A Kapu« im Norden zum »Ahu Te Pito Kura« geschafft worden. So ein »ahu« bestand ursprünglich aus einer steinernen Plattform, auf die eine steinerne Rampe führte. Oben auf der Plattform standen stolze »Moais«, die berühmten Kolosse der Osterinsel. Sie trugen »Hüte«, »Frisuren« oder »Helme« aus rotem Stein. Um die Plattform herum, so erklärte mir nicht nur der »Houngan-Man« liegen die Ahnen begraben. Auf diesen Gräbern liegen viele flache Steine. Zudem gehörte einst zu jedem »ahu« ein »rechteckiger Vorplatz für zeremonielle Feste«.

Ein Geistlicher erklärte mir im Gespräch nach dem sonntäglichen Gottesdienst, dass es bei diesen »Festen« um »nach strengen Vorschriften abgehaltene Riten« gegangen sei. Angeblich sind diese Riten auch heute noch Eingeweihten bekannt, Fremde werden allerdings nicht in das Wissen um die Riten und Rituale eingeweiht. Auch nicht alle Jugendlichen lernen, was die Wissenden nur »Würdigen« anvertrauen. »Das müssen wir verstehen!«, meinte der Geistliche. »Aber wir ›Fremden‹ haben den Menschen der Osterinsel in den  vergangenen 300 Jahren nur Leid, Elend, Tod und Verderben gebracht! Wissende begegnen uns nach wie vor mit Misstrauen!«

Foto 3: Umgeben von einem Steinmäuerchen ...
Wer die Osterinsel besucht, sollte unbedingt an einem österlichen Gottesdienst teilnehmen. Bevor der Geistliche »übernimmt« singen Einheimische mit Begeisterung altes Liedgut. Die Stimmung ist unbeschreiblich: Lebensfreude pur. Gesungen wird voller Inbrunst, laut und mit ansteckender Begeisterung. Wenn ich da an den drögen, sich meist zäh dahinschleppenden Singsang in unseren Kirchen denke!

Offenbar ist es mir gelungen. das Vertrauen des »Houngan-Man« zu gewinnen. Er erzählte mir von einer »Voodoo-Zeremonie« die er abhalten würde. Nachdem »Houngan-Man« mich eingeladen hatte, als stiller Beobachter teilzunehmen, spendierte ich fünf Flaschen Whisky einer bekannten Edelmarke und zwei Stangen Zigaretten. »Houngan-Man« versicherte mir, es werde keine Tieropfer geben.
Wie lange dauerte das Ritual? Was war Ritual, was war Vorbereitung? 

Ich war als stiller Beobachter von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dabei. Aktiv mitgewirkt haben sieben junge Männer, nämlich vier Chilenen, zwei Peruaner und ein »Houngan-Man«, der die »magische Zeremonie« leitete. Zunächst warteten wir am Steinbruch auf ein »himmlisches Zeichen«. Als ein heftiger Schauer über uns prasselte, verkündete »Houngan-Man«, jetzt könne es los gehen. Jetzt musste nur noch der richtige Ort für das Ritual gesucht werden. In zwei Jeeps ging es über »Stock und Stein« zur Küste. Manchmal konnten wir schlechte Feldwege nutzen, mussten allerdings immer wieder Geröll von der Straße räumen. Und endlich schenkte uns der Himmel den schönsten Regenbogen meines Lebens.

Foto 4: »Voodoo-Zauber« für den Weltfrieden?
Wie eine im wahrsten Sinne des Wortes himmlische Erscheinung wuchs er aus dem vom Regen aufgepeitschten Meer und schlug eine Brücke aus traumhaft schönem Licht von schaumgekrönten Meereswogen zum Land. »Erzulie hat uns ein Zeichen gegeben, Erzulie sei Dank!« frohlockte »Houngan-Man«. Wenige Minuten später änderte sich das Wetter im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig. Starke Windböen hatten die dichte Wolkendecke aufgerissen und weit aufs Meer hinaus getrieben. Der Himmel war wieder unschuldig babyblau.

Wir hatten, so kam es uns vor, genau die Stelle erreicht, an der der Regenbogen das Land berührt hatte. Aus Steinbrocken unterschiedlicher Größe errichteten wir nach den Anweisungen des Priesters nur wenige Meter vom Strand entfernt ein etwa fünfzehn Zentimeter hohes Mäuerchen. Das Ergebnis mehrstündiger Schufterei, die mir blutige Hände bescherte: ein steinernes Quadrat, etwa zweimal zwei Meter »groß«.  Es war nur dem »Houngan-Man« erlaubt, das Innere des »Tempels« betreten. Im Zentrum des Quadrats legte er Pappe aus. Darauf zeichnete er mit kalkähnlichen weißlichen kleinen Steinkörnern ein kleines Quadrat. Von Zentrum aus führten vier Linien durch die Ecken des Quadrats zu kleinen Häufchen aus dem gleichen Material. Im geometrischen Zentrum des Quadrats platzierte der »Houngan-Man« einen eiförmiger Stein, den er gefunden hatte. Das war der »Altar«. Erst jetzt begann die eigentliche »Zeremonie«.

»Ich beginne mit dem Opfer!«, verkündete »Houngan-Man«. Die von mir gestifteten Whiskyflaschen standen zur Verfügung. »Houngan-Man« nahm einen kräftigen Schluck und goss den Rest größten Teil des hochprozentigen Getränks ins Meer. Dann kamen die Zigaretten ins magische Spiel. Eine Zigarette steckte sich der »Houngan-Man« an, alle anderen zerfetzte er und streute sie auf die Pappe. Ein batteriebetriebener Kassettenrekorder kam zum Einsatz. Songs von Elvis Presley erklangen. Die sechs Männer aus dem Team des »Houngan-Man« begleiteten die Musik auf drei großen und drei kleinen Trommeln. Mit kleinen eisernen Schlegeln droschen sie auf ihre Instrumente ein. Vier Stunden Sang Elvis, vier Stunden wurde getrommelt, vier Stunden murmelte »Houngan-Man« Gebete. Und vier Stunden benötigten angeblich vier Erdgeister, um aus den vier Himmelsrichtungen zu erscheinen. Der »Houngan-Man« schien sie zu sehen, für mich blieben sie unsichtbar. Der Rekorder wurde abgestellt, Elvis verstummte.

Foto 5: Die schwarze Kugel im Zentrum des »Zaubers«

Der »Houngan-Man« warf weißliche, kalkähnliche Steinchen in die vier Himmelsrichtungen, bekreuzigte sich, drehte sich dabei einmal im Kreis. Ich habe es mir genau eingeprägt: Während er gen Osten blickte, berührte er mit einer Hand seine Stirn. Als er gen Westen schaute, berührte er seine Brust, gen Norden schauend seine linke rechte Schulter, gen Süden blickend seine rechte Schulter. Dabei schrie er etwas wie »Linsahmawu, Vuvulivhawe« und segnete die Erde. Eine lange, für mich unverständlich Litanei schloss sich an. Laut rief der »Houngan-Man« wohlklingende Namen angeblich wichtiger Geister.

Schließlich setzte er sich und ließ einen monotonen Sprechgesang vernehmen. Das zog sich eine gefühlte Ewigkeit hin. Nach etwa drei Stunden entzündete er Priester vier Kerzen, die er um den Altarstein platzierte.

Foto 6: Echter Zauber ...
Ich muss zugeben: Langsam bereute ich, die Einladung zur Zeremonie angenommen zu haben. Ich sehnte mich nach meinem Bett in der kleinen Familienpension. Einfach gehen wollte ich aber auch nicht. Meine Geduld wurde hart auf die Probe gestellt. Es folgte eine lange Litanei von seltsamen Namen. Als der »Houngan-Man« endlich verstummte, wollte ich schon erleichtert aufspringen. Doch die Zeremonie war noch nicht beendet! Eine gute Stunde saßen wir alle schweigend. Endlich setzte wieder Regen ein und löschte nach die Kerzen. Erneut kam der Kassettenrecorder zum Einsatz, erneut schlugen die sechs Männer auf ihre Trommeln ein, erneut wurde etwa vier Stunden lang »musiziert«. Ich musste sitzen, »Houngan-Man«  durfte im steinernen Viereck auf und ab schreiten. Dabei brüllte er seltsame Namen gegen immer heftiger werdenden Wind schrie.

Endlich verstummte die Musik. Der »Houngan-Man« löste nach und nach Steine aus der quadratischen Umrandung und warf sie ins Meer. Er tat das bedächtig, routinemäßig. Er schrie für mich Unverständliches, vielleicht Zaubersprüche oder Namen von Geistern. Schließlich hatte selbst die Sonne genug und versank im Meer. Die kleine Mauer war Stück für Stück im Meer versunken. Das Team hatte dabei den »Houngan-Man« tatkräftig unterstützt. Ich durfte nicht mitmachen. Der »Houngan-Man« beendete endlich die Zeremonie, indem er den letzten Stein und die Pappe ins Meer warf.

Spät am Abend erklärte mir der Priester, er habe einen Voodoo-Ritus zelebriert, vier Erdgeister herbeigerufen. »Sie mussten von weit, weit her kommen, deshalb mussten wir ihnen viel Zeit lassen.« Er habe die Geister beschworen, sie inständig gebeten, von der friedlichen Kraft der Osterinsel gespeist in alle vier Himmelsrichtungen auszuschwärmen und positive Energie über die Erde zu verteilen. Wie er mir weiter versicherte, würde er ähnliche Zeremonien in verschiedenen Staaten Südamerikas, aber auch auf einigen anderen Südseeinseln abhalten. So würde er für den Weltfrieden arbeiten. Leider habe sein Vater mit »bösen Geschäften« in Brasilien viel Unheil angerichtet. Auf dem Totenbett habe er ihn, seinen Sohn gebeten, durch Voodoo-Magie sein Unrecht so weit wie möglich wieder ungeschehen zu machen. »Ich erbte ein nicht unerhebliches Vermögen, ließ mich auf Haiti zum Voodoo-Priester ausbilden und erfülle nun schon seit Jahren den letzten Willen meines Vaters.«

Foto 7: ... oder doch nur ...
Als ich spät abends wieder in meinem Hotelzimmer müde von einem langen Tag das Licht löschte, konnte ich dennoch lange nicht einschlafen. Was hatte ich erlebt? Ein wirkliches magisches Voodoo-Ritual, einen Beitrag zum Weltfrieden? Oder war ich Betrügern aufgesessen? Insgesamt hatte ich fast drei Tage ich mit den geheimnisvollen sieben Männern verbracht. Sie haben kein Geld gefordert, ich habe nichts bezahlt, ein »Trinkgeld« lehnten sie entrüstet ab. Verdient haben sie mit der mysteriösen Prozedur also nichts.

Fotografieren durfte ich nicht. Der Voodoo-Priester selbst hat in einer kurzen »Verschnaufpause« am Nachmittag mit meinem Fotoapparat einige Aufnahmen vom »Altarstein« mit der seltsamen Symbolzeichnung gemacht.

Bevor wir uns verabschiedeten, fragte ich »Houngan-Man« nach den Zombies von Haiti. »Stecken die Voodoo-Priester dahinter?« Mein Gesprächspartner wurde sehr ernst. »Es gibt weiße und schwarze Magie. Ehrbare Voodoo-Priester tun nichts Böses. Sie helfen den Menschen. Sie setzen sich nicht über Leben und Tod hinweg. Manche Voodoo-Zauberer aber überschreiten Grenzen, die kein Mensch auch nur antasten dürfte. Sie kennen das Geheimnis der Zombies. Rechtschaffene Voodoopriester wenden es aber nicht an, schwarzmagier hingegen schon.« Ich fragte nach: »Worin besteht das Geheimnis?« Eisiges Schweigen war die Antwort.

Jahrzehnte sind seit jenem merkwürdigen Ritual auf der Osterinsel verstrichen. Bis zum heutigen Tage weiß ich nicht wirklich, wie ich es bewerten soll.

Foto 8: ... Hokuspokus?
Vielleicht war alles »fauler Zauber«. Möglich ist das natürlich. Vielleicht machten sich die sieben Männer lustig über mich, den dummen Touristen aus Deutschland. Vielleicht war die angeblich magische Zeremonie für den Weltfrieden Schmierentheater vom Feinsten. Vielleicht wurde ich einfach nur hinters sprichwörtliche Licht geführt. Aber warum? Gauner wollen in der Regel ihre Opfer abkassieren. Ich habe keinen Cent bezahlt. Zigaretten und Whisky wurden »geopfert«, nicht von dem »Voodoo-Priester« und seinem Team konsumiert. Und wenn die »Zeremonie« doch nur Larifari war? Dann hat der »Houngan-Man« nichts für den Weltfrieden getan. Das hat er aber, so traurig das ist, zwar nichts erreicht, er hat aber auch den Frieden nicht gefährdet. Leider kann man das von so manchem Politiker nicht sagen. So mancher Politiker schadet leider dem Weltfrieden massiv. So mancher Politiker scheint aktiv für den Krieg zu arbeiten.

Zu den Fotos
Foto 9: Kugel, Pulver, Zigaretten ...

Foto 1: Direkt am steinigen Ufer... Foto: Walter-Jörg Langbein
Foto 2: ... der »Nabel der Welt«. Foto: Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Umgeben von einem Steinmäuerchen ... Foto: Walter-Jörg Langbein
Foto 4: »Voodoo-Zauber« für den Weltfrieden? Foto: Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Die schwarze Kugel im Zentrum des »Zaubers«. Foto: Walter-Jörg Langbein
Foto 6-8: Echter Zauber oder doch nur Hokuspokus? Foto(s): Walter-Jörg Langbein
Foto 9: Kugel, Pulver, Zigaretten ... Foto Walter-Jörg Langbein



449 »Putsch auf der Osterinsel?«,
Teil 449 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 26.08.2018





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Samstag, 14. April 2018

430 „Erich von Däniken zum 83.“

Teil  430 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                        
von Walter-Jörg Langbein  
                     

Erich von Däniken hat heute Geburtstag.
Er wird 83! Von Herzen alles, alles erdenklich Gute!

Foto 1: Erich von Däniken am Steuer.

Alle Jahre wieder – und das seit 2011 – veröffentlicht „Watkins' Mind Body Spirit“ eine Liste der 100 inspirierendsten Persönlichkeiten unseres Planeten. Für das dreimonatlich in London erscheinende Magazin gehört Erich von Däniken zu den 100 inspirierendsten Menschen. „Sagenhafte Zeiten“ vermeldete kürzlich (1): „Herzlichen Glückwunsch, Erich von Däniken! Er ist auf der 'Watkins Spiritual 100'-Liste auf Platz 12 der inspirierendsten Personen aufgeführt!!! Auf den höheren Plätzen so illustre Personen wie Papst Franziskus, der Dalai Lama oder Bob Dylan! Für das Team von SAGENHAFTE ZEITEN steht Erich natürlich auf Platz 1  !!!“

Gern schließe ich mich dem Team von SAGENHAFTE ZEITEN an! Herzlichen Glückwunsch zu dieser wohlverdienten Ehrung! Für mich war und ist Erich von Däniken der inspirierendste Mensch überhaupt! Keiner hat mein Leben so entscheidend und auf so positive Weise beeinflusst wie Erich von Däniken. Dafür möchte ich ihm von Herzen danken!

Foto 2: Dänikens Erstling
1968 las ich „Erinnerungen an die Zukunft“ und war sofort mit der „Dänikenitis“ infiziert, die sich damals rasend schnell auf Planet Erde ausbreitete. Weltweit eroberte der Schweizer mit seinem provokanten Erstling die Bestsellerlisten. Weitere Welterfolge sollten folgen.

Freilich wollte ich mich nicht mit Lesen begnügen. Ich wollte selbst schriftstellerisch wirken, selbst recherchieren. An Weltreisen konnte ich damals – ich war ein braver Gymnasiast von 14 Jahren – nicht zu denken. Also begann ich umfangreiche Korrespondenz, mit Erich von Däniken, natürlich. Und ich schrieb an Museen in aller Welt, auch an Botschaften, so zum Beispiel an die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Santiago de Chile. Ich wollte so viel wie nur möglich über die Osterinsel und die riesenhaften Steinstatuen erfahren. Und ich begann mit der Niederschrift meines Manuskripts „Astronautengötter“, das freilich erst 1979 als Buch erschien.

1969 rief ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Santiago bei uns zuhause an. Der Mann, leider habe ich seinen Namen vergessen, verbrachte seinen Urlaub in Deutschland ausgerechnet im schönen Frankenland, meiner Heimat. Wenige Stunden später kam er nach Michelau und führte im elterlichen Haus einen Schmalfilm über die Osterinsel vor. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Nie und nimmer hätte ich damals zu hoffen gewagt, selbst einmal auf diese entlegene Insel zu kommen. Und das im Laufe der Jahrzehnte mehrfach.

Foto 3: Mysteriöse Riesen aus Stein.


1868 stibitzten britische Seeleute einen der mysteriösen Moai und transportierten ihn auf ihrem Segelschiff „Topaze“ nach London, wo er verstaut, von der Wissenschaft aber nicht weiter beachtet wurde. Auf dem Rücken der Statue sind seltsame Zeichnungen eingeritzt. Eine zeigt seltsame Mensch-Vogel-Mischwesen. Was besonders interessant ist, bislang aber kaum publik gemacht wird: der „gestohlene Freund“ ist nicht, wie die meisten heute weltbekannten Statuen aus Tuff herausgemeißelt, sondern aus Basalt.

1.000 oder mehr Steinriesen stammen aus den „Steinbrüchen“ des „Rano Raraku“-Vulkankegels. Dort sieht man auch heute noch Statuen in allen möglichen Stadien. Einige sind fast fertig, aber immer noch mit dem „gewachsenen“ Gestein verbunden. Andere wiederum hat man aus dem Steinbruch herausgelöst und – wie auch immer – abtransportiert. Bei meinem ersten Besuch vor Ort in den 1980er Jahren ließ ich die geradezu mystische Stille des Steinbruchs auf mich wirken. Es kam mir so vor, als wären die Arbeiter gerade gegangen, um in einer kurzen Pause etwas zu essen oder auszuruhen. Die Steinmetze hatten wohl ihre Werkzeuge niedergelegt. 

Foto 4: Mit E.v.D. auf Malta
Die „Transporteure“ hatten offenbar gerade ihre Steinkolosse abgesetzt, die zum Teil nur wenige Meter vom Steinbruch entfernt lagen. Bis heute sind die Arbeiter nicht zurückgekehrt. Niemand weiß, warum scheinbar von heute auf morgen die Produktion der Osterinselriesen eingestellt worden ist. Und wann soll das geschehen sein?

Die ältesten Osterinsel-Statuen wurden, was bislang so gut wie nicht beachtet wurde, aus Basalt „hergestellt“. Nur: Einen Basalt-Steinbruch hat man bislang nirgendwo auf der Osterinsel entdeckt. Angeblich befindet er sich vor der Küste der Osterinsel, auf dem Meeresgrund. Man kann  wohl nicht davon ausgehen, dass die Steinmetze über Taucherausrüstungen verfügten und unter Wasser arbeiteten. Also muss sich, was heute unter Wasser liegt, einmal über dem Meeresspiegel befunden haben. Als Folge des Abklingens der letzten Eiszeit versanken Teile der Osterinsel in den Fluten, und das vor 10.000 bis 12.000 Jahren.

Liegt also der Ursprung der mysteriösen Osterinselkultur sehr viel weiter zurück in der Zeit? Sollte diese Vermutung bestätigt werden, einer würde sich nicht wundern: Erich von Däniken! Der vertritt seit über einem halben Jahrhundert die These, dass es sehr viel ältere Kulturen auf unserem Planeten gegeben hat als die „Schulwissenschaft“ zugeben möchte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn E.v.D. Noch erleben dürfte, dass seine Gedanken und Thesen auch von der „Schulwissenschaft“ bestätigt werden. Freilich werden die Herrschaften, die heute noch E.v.D. Völlig ablehnend gegenüber standen, dann  wohl behaupten: „Wir haben lediglich da und dort Dänikens zu unwissenschaftliche Vorgehensweise kritisiert. Dass einstmals Außerirdische auf die Erde gekommen sein könnten, wie Däniken ja auch in seinen Büchern schreibt, haben wir nie bestritten!“ Wie würde E.v.D. auf solche Kehrtwendungen in den Kreisen der Wissenschaft reagieren? Ich glaube, er würde schmunzeln.

Foto 5: E.v.D. im Mittelmeer unterwegs...
Erich von Däniken ist sich immer treu geblieben. Seit seinen frühen Zeitungsartikeln, die lange vor seinem Erstling „Erinnerungen an die Zukunft“ erschienen, hat er kontinuierlich an seinem Lebenswerk gearbeitet. Besonders intelligente Kritiker halten ihm das vor. „Der schreibt doch nichts Neues!“ Ich behaupte: die gleichen Kritiker würden hämisch kommentieren, wenn E.v.D. Plötzlich seine Meinung ändern, ja sich selbst widersprechen würde. Das aber tut er nicht.

Wer E.v.D. heute erlebt, der kann nur über die unglaubliche Vitalität dieses Mannes staunen. Wer E.v.D. erlebt, mit welchem Enthusiasmus er weit über die Grenzen Europas hinaus seine Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann zieht, der kann sich kaum dem Charisma dieses wundervollen Zeitgenossen entziehen. Wer E.v.D. heute erlebt, wird es nicht für möglich halten, dass er am heutigen Tag 83 Jahre alt wird. Wie er wohl seinen Geburtstag verbringt? Am Rednerpult irgendwo in der Welt? Vor laufenden Fernsehkameras irgendwo auf der Welt? Oder in einer Bibliothek? Vielleicht gar zuhause, im schönen Beatenberg?

Wie dem auch sei ... Erich von Däniken hat heute Geburtstag. Er wird 83! Von Herzen alles, alles erdenklich Gute! Möge ihm die unglaubliche Schaffenskraft erhalten bleiben! Möge ihm sein ansteckender Enthusiasmus erhalten bleiben. Möge er uns noch viele Jahre erhalten bleiben! E.v.D. hat der Welt noch so viel zu sagen. Es lohnt sich sehr, ihm zuzuhören!

Foto 6: E.v.D. und Tochter Cornelia
E.v.D.s Bedeutung wird, davon bin ich überzeugt, bis heute noch nicht wirklich erkannt!

Ich hoffe, dass irdische Wissenschaftler und Techniker eines Tages riesige Weltraumstädte bauen werden, Generationenraumschiffe, die in die Tiefen des Weltalls vordringen werden, so wie dies der Vater der Weltraumfahrt, Prof. Hermann Oberth, vor langer, langer Zeit präzise beschrieben hat.

In seinem Werk „Raumfahrt“ stellte Weltraumpionier Eugen Sänger bereits 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (2): „Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber .. Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.“

Hermann Oberth (*1894; †1989) sagte im Gespräch zu mir: „Die Erde ist die Kinderkrippe der Menschheit. Kinder wachsen heran und verlassen irgendwann die Krippe und erkunden die Welt!“ Ich fragte zurück: „Meinen Sie, dass wir Menschen einmal unsere Erde verlassen werden?“ Prof. Oberth bejahte: „Die Menschheit kann entweder irgendwann auf der Erde umkommen, oder sie versucht, ins Weltall vorzudringen und dort zu überleben. Ein Überleben auf der Erde für ewige Zeiten wird es nicht geben!“

Ich bin fest davon überzeugt: Die ersten echten Astronauten, die an Bord eines Raumschiffs in die Tiefen des Alls, weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus, vordringen werden, sie werden „Erinnerungen an die Zukunft“ von Erich von Däniken dabei haben!


Fußnoten
1) Am 23.2.2018 um 9 Uhr 48
2) Sänger, Eugen: „Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges“, Hamburg 1958, S.124 und 125

Zu den Fotos:
Foto 7: Südseeschönheit und Riese aus Stein.
Foto 1: Erich von Däniken am Steuer. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Dänikens Erstling. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Langbein
Foto 3: Mysteriöse Riesen aus Stein. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Mit E.v.D. auf Malta. Foto Ilse Pollo
Foto 5: E.v.D. im Mittelmeer unterwegs... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: E.v.D. und Tochter Cornelia. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Südseeschönheit und Riese aus Stein. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Langbein

431 „Die Kreatur, Eulenmann und Kartoffelkopf“,
Teil  431 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 22.04.2018


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