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Sonntag, 31. Mai 2020

541. »Hesekiel, Elias und Henoch wurden ›entrückt‹«

Teil 541 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



Foto 1: Elias und Henoch. Bibelillustrationen, koloriert.

Der Prophet Hesekiel schildert seine erste Begegnung mit dem Wagen Gottes, auch »Herrlichkeit Jahwes« (»Herrlichkeit des HERRN«) genannt, so (1) »Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.« Auch in der »Elberfelder Bibel« kommt die geheimnisvolles Gotteserscheinung recht imposant daher (2): »Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer,…«

Prof. Georg Fohrer (3): »Jahwe erscheint im Sturm, auf dem man die großen babylonischen Götter einherfahrend dachte. Er naht auf dem babylonischen Götterwagen mit den gewaltigen Rädern, deren furchtbares Getöse Himmel und Erde erzittern läßt. … Die Lichterscheinung erinnert an babylonische solare Gottheiten, vor allem wiederum des Sonnengottes.«

Der Theologe und Alttestamentler Prof. Hermann Gunkel (*1862; †1932) glaubt den Ursprung solcher himmlischer Wagen im Märchen ansiedeln zu müssen. So schreibt er (4): »Auch die Vorstellung von einem fliegenden Wagen kommt im Märchen vor; auf solchen Wagen fahren Elisa und Henoch zum Himmel. … Die Mythologie schreibt den Göttern solche Flugzeuge zu, denn natürlich besitzen diese die ›Wunschdinge‹, nach denen sich der Mensch sehnt: Hermes hat Flügelschuhe, Jahwe fliegt auf dem Kerub, bei Hesekiel auf den Häuptern von vier beschwingten Keruben und – auf einem beseelten Zauberwegen.«

Der Theologe und Alttestamentler Prof. Gunkel hält die Beschreibungen von Götterwagen für Wunschdenken. Ich muss dem Theologen auch hier den Raumfahrtwissenschaftler gegenüberstellen. Sänger lehnt den Gedanken, fliegende Wagen müssten Fantasieprodukte sein, ab. Raumfahrtpionier Eugen Sänger indes war da ganz anderer Ansicht als Prof. Gunkel (5): »Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.«

Sänger betonte anno 1958, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (6):»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...«

Foto 2: Elias. Ikone, frühes 19.Jahrhundert.
Wenden wir uns Elias‘ Erlebnis mit dem fliegenden Gotteswagen zu. Zur Vorgeschichte: Auf Betreiben Elias versammelten sich auf dem Berg Karmel (7) »die vierhundertfünfzig Propheten des Baal und die vierhundert Propheten der Aschera«. Es kam zu einem Opferwettbewerb zwischen den Priestern Jahwes und den Priestern Baals, den die Baalspriester ganz klar verloren haben. Baal nahm das ihm dargebotene Stieropfer nicht an. Da half kein Geschrei. Auch Selbstverstümmelung half nicht (8): »Nach ihrem Brauch ritzten sie sich mit Schwertern und Lanzen wund, bis das Blut an ihnen herabfloss.« Elija ließ seinen Opferstier zerteilen, auf einen Altar legen und wiederholt mit Wasser übergießen. Anders als Baal erhörte, so der Bibeltext, Gott Jahwe Elias Gebete, der sich von Gott wünschte, der möge doch sein Opfer annehmen, auffressen, sprich verbrennen. So geschah es dann auch (9): »Da kam das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde.«

Jetzt erkannte das Volk, so schildert es die Bibel, dass Jahwe der mächtigere Gott war. Die Baalspriester hatten verloren. Die Niederlage mussten die 450 mit dem Leben bezahlen. Elias befahl (10): »Ergreift die Propheten des Baal! Keiner von ihnen soll entkommen. Man ergriff sie und Elija (alias Elias) ließ sie zum Bach Kischon hinabführen und dort töten.«

Alle 450 Baals-Priester wurden abgeschlachtet. Kurios: Die »400 Propheten« der Göttin Aschera wurden zwar auch zum Opferwettstreit auf den Berg Karmel geholt, sie nahmen aber nicht am Wettbewerb teil. Warum waren die »Propheten« der Göttin zugegen? Und während berichtet wird, dass die 450 Baalspriester massakriert wurden, hüllt sich der Text in Schweigen, wenn es um die »Propheten Ascheras« geht. Die werden schlicht und einfach im weiteren Verlauf der Geschichte gar nicht mehr erwähnt. Sollte Aschera warum auch immer unantastbar gewesen sein? Tatsächlich gibt es Hinweise auf Aschera als Partnerin Jahwes.

Das von Elias (Elia/ Elija) angeordnete Gemetzel scheint Gott Jahwe nicht gestört zu haben, ganz im Gegenteil. Jahwe beschließt nämlich, den Priester Elias zu sich holen zu lassen. Damit ist freilich nicht der Tod des Propheten gemeint. Offenbar war – so der Bibeltext – im Volk bekannt, dass Jahwe Elias entführen lassen wollte. Konkretes Beispiel: Elischa (zu Deutsch etwa »Gott hilft«), der Diener Elias‘, wurde gefragt (11): »Weißt du, dass der HERR (Jahwe) heute deinen Meister über dein Haupt hinweg aufnehmen wird? Er antwortete: Auch ich weiß es. Seid still!«

Foto 3: »Entrückung« des Elias.
Bibelillustration, koloriert.

Vergeblich versuchte Elias (andere Schribweise Elija) seinem Gott auszuweichen. Elias und sein Diener Elischa, Elias Nachfolger, waren zusammen unterwegs, da kam der göttliche Flugwagen zum Einsatz (12): »Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.« Elias wurde lebend und leibhaftig mit Gottes Himmelswagen von der Erde abgeholt, spricht entführt, im Bibeldeutsch »entrückt«.

Wolfgang Schneider schreibt in seinem Artikel »Elias Entrückung gen Himmel« (13): »Der Bericht über das Lebensende des Propheten Elia ist immer wieder Gegenstand von Überlegungen und Theorien gewesen, die fast alle in einer These enden: Elia wurde von Gott in den Himmel aufgenommen, ohne daß er gestorben wäre. Das Ereignis wird auch als ›Entrückung des Elia‹ bezeichnet, oder es heißt, Elia sei nicht den gewöhnlichen Menschentod gestorben, sondern in den Himmel aufgenommen worden. Manchmal wird es mit der Entrückung Henochs, einem der vorsintflutlichen Väter, verglichen. Beide, so wird dann gesagt, habe Gott zu sich in den Himmel aufgenommen, ohne daß sie gestorben wären.«

Foto 4: Auch Henoch wurde
von Gott in den Himmel entrückt.
Bibelillustration um 1730.
Über Henoch weiß die Bibel nicht viel zu berichten (14): »Henoch war fünfundsechzig Jahre alt, da zeugte er Metuschelach (Methusalem). Nachdem Henoch Metuschelach gezeugt hatte, ging er mit Gott dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter. Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre. Henoch ging mit Gott, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.« Wie der Terminus »Gott hatte ihn aufgenommen« zu verstehen ist, das verdeutlicht ein Vers im »Neuen Testament«. Im »Hebräerbrief« lesen wir in der »Einheitsübersetzung« (15):

»Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt, sodass er den Tod nicht schaute; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gefallen gefunden habe bei Gott.« Ziehen wir noch »Hoffnung für alle« heran: »Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.«

Hesekiel erlebte eine Himmelsreise, wurde aber wieder auf irdischem Grund und Boden ausgesetzt. Elias und Henoch wurden auch zu einer Himmelsreise mitgenommen, so berichten es die biblischen Texte, nicht wieder zur Erde zurück.

Für den renommierten Theologieprofessor Dr. Hermann Gunkel (*1862; †1932) ist der Sachverhalt klar! Für ihn gibt es offensichtlich zwei Sorten von Texten, nämlich realistische Beschreibungen realer Geschehnisse einerseits und märchenhafte, sprich fiktive Texte. Wie aber entscheidet der Theologe, was erfunden wurde und was nicht? Mir scheint, dass er alles, was ihm zu fantastisch erscheint, in die »Kategorie Märchen« einordnet. Und das betrifft biblische wie außerbiblische apokryphe Texte und solche, die in anderen Kulturen entstanden sind.


Foto 5: »Entrückung« des Elias.
Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.

Aber macht er es sich nicht zu einfach, wenn er alle Texte, die nach seinem Geschmack zu fantastisch klingen, in den Bereich des Märchenhaften verbannt? Prof. Dr. Hermann Gunkel (*1862; †1932) war ganz ohne Zweifel ein vorzüglicher, kenntnisreicher und wissenschaftlich präzise arbeitender Theologe. Doch was für Prof. Gunkel vor hundert und mehr Jahren einfach viel zu fantastisch war um wahr zu sein, das mag für uns zu Beginn des 21. Jahrhunderts längst überholte Wirklichkeit von gestern sein. Prof. Gunkel musste alles für unmögliche Fiktion halten, was für uns heutige immer noch allenfalls realistische Zukunftsschau ist. Genauso gilt, dass die Realität von – wählen wir ein beliebiges Jahr – 2122 für uns Heutige unfassbar unrealistisches Märchen sein muss. So ist es durchaus möglich, dass wir, wie Prof. Gunkel, uralte Texte als unglaubwürdig belächeln, nur weil sie fantastisch klingen. Meiner Meinung ist es unverzichtbar, auch scheinbar Märchenhaftes als Informationsquelle zu überprüfen. Falsch und unverantwortlich ist es meiner Meinung nach alles, was wir nicht für realistisch halten als »Märchen« zu etikettieren und unberücksichtigt zu lassen.


Fußnoten
(1) Hesekiel Kapitel 1, Vers 4 (Zitiert aus »Lutherbibel 2017«)
(2) Ebenda, Anfang von Vers 1 zitiert aus der »Elberfelder Bibel«.
»English Standard Version«: »As I looked, behold, a stormy wind came out of the north, and a great cloud, with brightness around it, and fire flashing forth continually, and in the midst of the fire, as it were gleaming metal.«
(3) Fohrer, Georg: »Handbuch zum Alten Testament. Erste Reihe 13/ Ezechiel«, Tübingen 1955, Seite 9, 7.-2. Zeile von unten (Fußnoten nicht mitgezählt!)
(4) Gunkel, Hermann: »Das Märchen im Alten Testament«, Tübingen 1921, Seite 61, letzte Zeile unten – Seite 62, 8. Zeile von oben
(5) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, Seite 124
(6) Ebenda, Seite 125(7) 1. Könige Kapitel 18, Vers 19 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(8) Ebenda, Vers 28 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(9) Ebenda, Vers 38
(10) Ebenda, Vers 40
(11) 2. Könige Kapitel 2, Vers 3
(12) 2. Könige 2, Vers 11
(13) Schneider, Wolfgang: »Elias Entrückung gen Himmel«, »Bibel Center«.  http://www.bibelcenter.de/bibel/studien/wort/d-std071.php (Stand 25.04.2020)
Die Rechtschreibung des Zitats wurde unverändert übernommen und nicht der Rechtschreibrefrom gemäß verunstaltet.
(14) 1. Mose Kapitel 5, 21-24 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(15) Hebräer Kapitel 11, Vers 5 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(16) Gunkel, Hermann: »Das Märchen im Alten Testament«, Tübingen 1921, Seite 52, 3.-8. Zeile von oben

Zu den Fotos

Foto 1: Elias und Henoch. Bibelillustrationen, koloriert.
Foto 2: Elias. Ikone, frühes 19.Jahrhundert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 3: »Entrückung« des Elias. Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 4: Auch Henoch wurde von Gott in den Himmel entrückt. Bibelillustration um 1730. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 5: »Entrückung« des Elias. Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.


542. »1.000 Jahre vor Kolumbus«,

Teil 542 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 07. Juni 2020 

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Sonntag, 12. April 2020

534. »Erich von Däniken zum 85. Geburtstag«

Teil 534 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



ALLES GUTE, ZUM GEBURTSTAG, EVD!
Gesundheit und Schaffenskraft,
Geduld und weiterhin gute Ideen,
Freude am Forschen und
Schreiben!
Und besten Dank für so Vieles!
Uns allen: Gut, dass es
EVD gibt!
Glückwunsch Planet Erde zu
diesem großartigen Menschen!
 

Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller
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Erich von Däniken ist ein »Sonntagskind«. Er wurde am 14. April 1935 geboren, Palmsonntag 1935. Am Dienstag, den 14. April 2020 feiert er nun seinen 85. Geburtstag. Feiert? Vermutlich wird er arbeiten. Das Corona-Virus veränderte einiges in Leben des E.v.D. Reisen nach Ägypten und in die USA mussten gestrichen werden. Vortragstermine wurden – gezwungener Maßen – abgesagt. Müßiggang bricht dennoch nicht aus bei E.v.D. Zu tun hat er immer sehr viel. Wenn es möglich wäre, mehrere E.v.Ds herzustellen, die würden alle nicht über Arbeitsmangel klagen können.

Erich von Däniken wird 85 und man kann nur staunen, was dieser Mann zu leisten vermag. E.v.D absolviert – und das weltweit – ein unglaubliches Arbeitspensum, und das in seinem Alter. Arbeitsleistung und sein Alter: das ist kein Gegensatz, das ist kein Widerspruch. Erich von Däniken ist nicht so gut drauf, obwohl er in seinem Alter so viel leistet, sondern weil er so viel leistet. Seine Arbeit, das ist sein Lebenselixier. Sein leidenschaftliches Suchen, Streben, Forschen, das alles gibt ihm Kraft.

Erich von Däniken ist ein Sonntagskind. Sein Forschen, seine Reisen, seine Bücher und seine Vorträge: das alles ist sein Lebenselixier. E.v.D. kann sich glücklich schätzen, dass er seit mehr als einem halben Jahrhundert genau das tun kann, was er tun möchte und tun muss. Wir können uns glücklich schätzen, weil E.v.D. uns die Augen öffnet und uns unsere fantastische Vergangenheit und unsere fantastische Zukunft erkennen lässt.

Erich von Däniken war schon als Schulknabe wegen seiner Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit beliebt und geschätzt. Daran hat sich, das kann ich nur bestätigen, nichts geändert. Ich schrieb ihm anno 1968 und erhielt zu meinem eigenen Erstaunen Antworten. Ich lernte Erich von Däniken schließlich persönlich kennen. Vertrauen wurde aufgebaut. Ich darf stolz sagen: Wir wurden gute Freunde. Und diese Freundschaft hält nun schon Jahrzehnte.

Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller
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Zu E.v.D. durfte ich immer mit meinen Sorgen kommen: als Gymnasiast, als Student der evangelischen Theologie und schließlich als »freier Journalist und Schriftsteller«. Gelegentlich durfte ich ihn zusammen mit E.v.D.s langjährigem Mitarbeiter Willi Dünnenberger auf Vortragstourneen begleiten, den Diaprojektor bedienen... E.v.D. konnte noch so sehr im Stress sein, und das war er oft, eigentlich immer, für meine Sorgen hatte er immer ein offenes Ohr.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch (»Astronautengötter«) der leider allzu früh verstorbene John Fisch (*1942; †1984).

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seither, seit über vierzig Jahren, zusammen bin. Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück... dem großartigen E.v.D.!

Wie ist er, der E.v.D., den man nun als Jubilar bezeichnen darf? Carmen Rohrbach (1): »Beim persönlichen Kontakt erwies er sich als liebenswürdig und entgegenkommend. Wohlwollend führte er uns in sein Heiligtum, das Archiv – einen Raum mit Schränken bis zur Decke, in denen, exakt geordnet und registriert, ein Schatz von Schriftstücken, Berichten, Notizen und Fotos lagert, der ungeklärte Rätsel und Seltsamkeiten auf unserer Erde beinhaltet. Großzügig gewährte er uns Einblick in Dokumente und Bildmaterial. Er erzählte begeistert von seinen Reisen in alle Teile der Welt, berichtete von neuen Entdeckungen und unschlagbaren Beweisen für seine Theorien.«

Foto 3: Erich von Däniken unterwegs

Weiter schreibt Carmen Rohrbach: »Statt aufgeblasen und eitel, wie ihn manche seiner Gegner beschreiben, fand ich einen offenherzigen und humorvollen Menschen, der passioniert und enthusiastisch für seine Ideen ficht. Ich war beeindruckt von seiner Leidenschaft, mit der er voneinander unabhängige Erscheinungen, Ereignisse und Kuriositäten sammelt, miteinander verbindet und alles in einer einzigen, für ihn gültigen Vorstellung enden läßt: die Existenz Außerirdischer und ihrer Landung auf unserem Planeten.«

Ja, beeindruckend ist er, der E.v.D. Er hat einen unbeschreiblichen Reichtum an Energie in sich, er ist auf fantastische Weise charismatisch und er ist immer er selbst geblieben.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellt der Raumfahrtpionier Prof. Eugen Sänger (*1905; †1964) schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (2): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (3):

Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta)

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (4):

Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
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»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielt die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas womöglich tatsächlich außerirdische Astronauten waren, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Erich von Däniken hat vor über fünfzig Jahren eine Tür aufgestoßen. Er hat ein Tor geöffnet: in den Kosmos! E.v.D. macht Mut zu kühnen Gedanken. Und er zeigt allen Menschen, die wissbegierig sind, eine tief im Menschsein verwurzelte Sehnsucht: nach den Weiten des Universums.

Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
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Wird das ehrgeizige Projekt jemals verwirklicht werden? Warum sollten sich Menschen in einem Raumschiff, das einer riesigen künstlichen Welt gleicht, auf eine Reise mit ungewissem Ziel machen? Warum sollten sich Menschen auf ein Abenteuer einlassen, dessen Ausgang sie selbst nie erfahren werden? Warum sollten Wissenschaftler ein Projekt ins Leben rufen, dessen Ausgang sie selbst nie erleben können? Schließlich würde es auf Jahrtausende angelegt sein, auf viele Generationen! Warum sollten Unsummen für ein riesiges Raumschiff ausgegeben werden, das wohl nie zur Erde zurückkehren wird?

Politiker haben häufig den »Weitblick« eines Maulwurfs. Werden sie enorme Summen in ein Projekt investieren, das Jahrtausende in die Zukunft weist?

Wissenschaftliche Forschung dient stets der Suche nach Antworten auf brennende Fragen. Gleichgültig, ob ein Raumschiff nach vielen Jahrtausenden zur Erde zurückkehrt, oder ob es für immer in den Tiefen des Alls entschwindet: die Konstrukteure und Erbauer werden nie erfahren, was Nachfahren der Startmannschaft in ferner Zukunft erleben werden.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Hermann Oberth (*1894; †1989) antwortete auf solche Einwände gegen interplanetare und interstellare Raumfahrt so (5): »Aber wozu das alles? Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten.«

Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!
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Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Fußnoten
(1) Rohrbach, Carmen: »Botschaften im Sand«, München 1992, Seite 32 (Rechtschreibung wurde nicht an die Rechtschreibreform angepasst.)
(2) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
(3) Ebenda, Seite 124
(4) Ebenda, Seite 125
(5) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
(6) Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221

Zu den Fotos
Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller.
Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller.
Foto 3: Erich von Däniken unterwegs. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta). Foto Ille Pollo
Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!

535. »Berufen, hoch zu fliegen«,
Teil 535 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 19. April 2020



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Sonntag, 14. April 2019

482. »Erich von Däniken zum 84.«

Teil 482 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Erich von Däniken 

wird am heutigen 14. April 2019 

84. 

Herzlichen Glückwunsch 

und alles erdenklich Gute!


Foto 1: Dänikens »Erstling«
Günther Anders (*1902; †1992) monierte anno 1956 (1) »die tägliche Überfütterung mit Phantomen, die als ›Welt‡ auftreten«. Das führe, so der in Breslau geborene deutsche Dichter, Philosoph und Schriftsteller Anders, zu einer sinnlichen Verarmung, die »uns daran hindert, jemals Hunger nach Deutung, nach eigener Deutung, zu verspüren; und weil wir, je mehr wir mit arrangierter Welt vollgestopft werden, diesen Hunger umso gründlicher verlernen.«

1968 erschien Erich von Dänikens erster Weltbestseller, »Erinnerungen an die Zukunft«, dem noch viele weitere Erfolgstitel folgten. Warum, so fragen sich manche noch heute, wurden weltweit  zig Millionen von Erich von Dänikens Sachbüchern der Thrillerklasse gekauft? Es kam weltweit, so die »New York Times«, zur »Dänikenitis«. Warum?

Ein Grund für Erich von Dänikens Megaerfolge mag die irdische Raumfahrt gewesen sein. Anno 1968 bereitete man die erste bemannte Mondlandung vor. Der Mensch bereitete sich auf seinen ersten Schritt ins All vor. Sollte es da nicht hochentwickelten außerirdischen Kulturen bereits vor Jahrtausenden möglich gewesen sein, ins All vorzustoßen und schließlich die Erde zu erreichen?

Was meiner Meinung nach aber viel wichtiger für Erich von Dänikens Erfolg war und ist: Er regt dazu an, sich eben nicht mehr mit der »arrangierten Welt« vollstopfen zu lassen. Er weckte in Millionen von Menschen den »Hunger nach Deutung«, er weckte wieder den Hunger, den wir nach Günther Anders verlernt hatten. Er forderte seine Leserinnen und Leser dazu auf, althergebrachtes Wissen zu hinterfragen. Erich von Däniken bot 1968 erstmals in Buchform seine Thesen von den »Astronautengöttern« an, die für eine Vielzahl von Fragen eine Antwort anbot.

Foto 2: Dänikens Zweiter.
Prof. Eugen Sänger stellte schon 1958 in seinem Werk »Raumfahrt« (2)  Überlegungen über Wesen von anderen Sternen an, die unsere Erde in der Vergangenheit besucht haben könnten. Er schreibt (3): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber ... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert? Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (4):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte  vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (5):»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Raumfahrtpionier Prof. Sänger:

Foto 3: Erich von Däniken unterwegs.

»Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Prof. Sänger kam zur Überzeugung, dass die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« im Menschen den Wunsch verstärkt hat, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Mit anderen Worten: In grauer Vorzeit kamen »Astronautengötter« zur Erde. Die Erinnerungen an diese kosmischen Besucher weckten in uns Menschen den Wunsch, selbst Raumfahrt zu treiben und in die Tiefen des Alls vorzudringen. Erich von Däniken nennt diesen Sachverhalt – und so lautet der Titel seines zweiten Weltbestsellers »Erinnerungen an die Zukunft«. Die Erde wurde vor Jahrtausenden von »Astronautengöttern« besucht, also von Außerirdischen, die von den damaligen Menschen fälschlich für Götter gehalten wurden. 

Irgendwann werden Menschen ins All vordringen, fremde Welten erforschen und womöglich ihrerseits ob ihrer vermeintlichen Allmacht für »Astronautengötter« gehalten werden. Werden unsere Nachkommen fremde Welten besuchen, so wie unsere Vorfahren von Wesen aus den Tiefen des Alls besucht wurden?

Foto 4: Erich von Däniken liest vor...

Erich von Däniken »feiert« heute seinen 84. Geburtstag. Er feiert? Vermutlich wird der Schweizer arbeiten, forschen oder einen Vortrag halten. Der Ruhestand ist nichts für EvD. Er ist und bleibt aktiv. Seine Arbeit ist sein Lebenselixier. Das hält ihn jung. Mit Elan leistet er mit 84, was die Kräfte sehr vieler 42jähriger übersteigen würde. In EvD lodert das Feuer der Begeisterung eines Wissenden, der von seinem Standpunkt absolut überzeugt ist. Mich hat er restlos überzeugt. So mancher »Skeptiker« bestätigt EvD ungewollt, indem er Behauptungen widerlegt, die EvD nie aufgestellt hat.


Foto 5: Sängers Buch
Erich von Däniken regt zum Nachdenken an. Er begeistert und er fasziniert. Und das seit mehr als einem halben Jahrhundert. Und wer ihn unvoreingenommen liest, wer ihm unvoreingenommen zuhört, der muss zugeben: Sein Bild von Vergangenheit und Zukunft unseres Planeten überzeugt! Mit jedem Buch vervollständigt er sein Weltbild, ein gigantisches Mosaik aus unzähligen Indizien.

Erich von Däniken »feiert« heute seinen 84. Geburtstag. Möge EvD gesund bleiben und seinen Elan nicht verlieren! Möge EvD und noch viele Jahre forschen und finden! Möge EvD noch so manches Buch schreiben! Und möge er noch zu Lebzeiten die Anerkennung finden, die er verdient! 

Erich von Däniken wird 
am heutigen 14. April 2019 
84. 
Herzlichen Glückwunsch der Spezies Mensch zu diesem großartigen Vertreter der Menschheit, auf den wir stolz sein sollten! Alles erdenklich Gute, EvD! Und danke für so vieles!




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Fußnoten

(1) Zitiert von Daniel Hermsdorf in
»Andere Wahrheiten auf dem Waldweg/
Oberinspektor Derrick ermittelte vor
30 Jahren zum ersten Mal«,
https://filmdenken.de/essay/derrick.htm
(Stand 31.März 2019)
(2) Sänger, Eugen: »Raumfahrt –
technische Überwindung des Krieges«,
Hamburg 1958
(3) ebenda, S. 124 und S. 125
(4) ebenda, S. 124
(5) ebenda, S. 125




Zu den Fotos
Foto 1: Dänikens »Erstling«. Foto Verlag
Foto 2: Dänikens Zweiter. Foto Verlag
Foto 3: Erich von Däniken unterwegs.  Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Erich von Däniken liest vor... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Sängers Buch. Foto Verlag
Foto 6: Brisant wie immer... Foto Verlag
Foto 7: Aktuell wie immer... Foto Verlag

483 »Inseln im All«,
Teil 483 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 21. April 2019





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Samstag, 14. April 2018

430 „Erich von Däniken zum 83.“

Teil  430 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                        
von Walter-Jörg Langbein  
                     

Erich von Däniken hat heute Geburtstag.
Er wird 83! Von Herzen alles, alles erdenklich Gute!

Foto 1: Erich von Däniken am Steuer.

Alle Jahre wieder – und das seit 2011 – veröffentlicht „Watkins' Mind Body Spirit“ eine Liste der 100 inspirierendsten Persönlichkeiten unseres Planeten. Für das dreimonatlich in London erscheinende Magazin gehört Erich von Däniken zu den 100 inspirierendsten Menschen. „Sagenhafte Zeiten“ vermeldete kürzlich (1): „Herzlichen Glückwunsch, Erich von Däniken! Er ist auf der 'Watkins Spiritual 100'-Liste auf Platz 12 der inspirierendsten Personen aufgeführt!!! Auf den höheren Plätzen so illustre Personen wie Papst Franziskus, der Dalai Lama oder Bob Dylan! Für das Team von SAGENHAFTE ZEITEN steht Erich natürlich auf Platz 1  !!!“

Gern schließe ich mich dem Team von SAGENHAFTE ZEITEN an! Herzlichen Glückwunsch zu dieser wohlverdienten Ehrung! Für mich war und ist Erich von Däniken der inspirierendste Mensch überhaupt! Keiner hat mein Leben so entscheidend und auf so positive Weise beeinflusst wie Erich von Däniken. Dafür möchte ich ihm von Herzen danken!

Foto 2: Dänikens Erstling
1968 las ich „Erinnerungen an die Zukunft“ und war sofort mit der „Dänikenitis“ infiziert, die sich damals rasend schnell auf Planet Erde ausbreitete. Weltweit eroberte der Schweizer mit seinem provokanten Erstling die Bestsellerlisten. Weitere Welterfolge sollten folgen.

Freilich wollte ich mich nicht mit Lesen begnügen. Ich wollte selbst schriftstellerisch wirken, selbst recherchieren. An Weltreisen konnte ich damals – ich war ein braver Gymnasiast von 14 Jahren – nicht zu denken. Also begann ich umfangreiche Korrespondenz, mit Erich von Däniken, natürlich. Und ich schrieb an Museen in aller Welt, auch an Botschaften, so zum Beispiel an die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Santiago de Chile. Ich wollte so viel wie nur möglich über die Osterinsel und die riesenhaften Steinstatuen erfahren. Und ich begann mit der Niederschrift meines Manuskripts „Astronautengötter“, das freilich erst 1979 als Buch erschien.

1969 rief ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Santiago bei uns zuhause an. Der Mann, leider habe ich seinen Namen vergessen, verbrachte seinen Urlaub in Deutschland ausgerechnet im schönen Frankenland, meiner Heimat. Wenige Stunden später kam er nach Michelau und führte im elterlichen Haus einen Schmalfilm über die Osterinsel vor. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Nie und nimmer hätte ich damals zu hoffen gewagt, selbst einmal auf diese entlegene Insel zu kommen. Und das im Laufe der Jahrzehnte mehrfach.

Foto 3: Mysteriöse Riesen aus Stein.


1868 stibitzten britische Seeleute einen der mysteriösen Moai und transportierten ihn auf ihrem Segelschiff „Topaze“ nach London, wo er verstaut, von der Wissenschaft aber nicht weiter beachtet wurde. Auf dem Rücken der Statue sind seltsame Zeichnungen eingeritzt. Eine zeigt seltsame Mensch-Vogel-Mischwesen. Was besonders interessant ist, bislang aber kaum publik gemacht wird: der „gestohlene Freund“ ist nicht, wie die meisten heute weltbekannten Statuen aus Tuff herausgemeißelt, sondern aus Basalt.

1.000 oder mehr Steinriesen stammen aus den „Steinbrüchen“ des „Rano Raraku“-Vulkankegels. Dort sieht man auch heute noch Statuen in allen möglichen Stadien. Einige sind fast fertig, aber immer noch mit dem „gewachsenen“ Gestein verbunden. Andere wiederum hat man aus dem Steinbruch herausgelöst und – wie auch immer – abtransportiert. Bei meinem ersten Besuch vor Ort in den 1980er Jahren ließ ich die geradezu mystische Stille des Steinbruchs auf mich wirken. Es kam mir so vor, als wären die Arbeiter gerade gegangen, um in einer kurzen Pause etwas zu essen oder auszuruhen. Die Steinmetze hatten wohl ihre Werkzeuge niedergelegt. 

Foto 4: Mit E.v.D. auf Malta
Die „Transporteure“ hatten offenbar gerade ihre Steinkolosse abgesetzt, die zum Teil nur wenige Meter vom Steinbruch entfernt lagen. Bis heute sind die Arbeiter nicht zurückgekehrt. Niemand weiß, warum scheinbar von heute auf morgen die Produktion der Osterinselriesen eingestellt worden ist. Und wann soll das geschehen sein?

Die ältesten Osterinsel-Statuen wurden, was bislang so gut wie nicht beachtet wurde, aus Basalt „hergestellt“. Nur: Einen Basalt-Steinbruch hat man bislang nirgendwo auf der Osterinsel entdeckt. Angeblich befindet er sich vor der Küste der Osterinsel, auf dem Meeresgrund. Man kann  wohl nicht davon ausgehen, dass die Steinmetze über Taucherausrüstungen verfügten und unter Wasser arbeiteten. Also muss sich, was heute unter Wasser liegt, einmal über dem Meeresspiegel befunden haben. Als Folge des Abklingens der letzten Eiszeit versanken Teile der Osterinsel in den Fluten, und das vor 10.000 bis 12.000 Jahren.

Liegt also der Ursprung der mysteriösen Osterinselkultur sehr viel weiter zurück in der Zeit? Sollte diese Vermutung bestätigt werden, einer würde sich nicht wundern: Erich von Däniken! Der vertritt seit über einem halben Jahrhundert die These, dass es sehr viel ältere Kulturen auf unserem Planeten gegeben hat als die „Schulwissenschaft“ zugeben möchte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn E.v.D. Noch erleben dürfte, dass seine Gedanken und Thesen auch von der „Schulwissenschaft“ bestätigt werden. Freilich werden die Herrschaften, die heute noch E.v.D. Völlig ablehnend gegenüber standen, dann  wohl behaupten: „Wir haben lediglich da und dort Dänikens zu unwissenschaftliche Vorgehensweise kritisiert. Dass einstmals Außerirdische auf die Erde gekommen sein könnten, wie Däniken ja auch in seinen Büchern schreibt, haben wir nie bestritten!“ Wie würde E.v.D. auf solche Kehrtwendungen in den Kreisen der Wissenschaft reagieren? Ich glaube, er würde schmunzeln.

Foto 5: E.v.D. im Mittelmeer unterwegs...
Erich von Däniken ist sich immer treu geblieben. Seit seinen frühen Zeitungsartikeln, die lange vor seinem Erstling „Erinnerungen an die Zukunft“ erschienen, hat er kontinuierlich an seinem Lebenswerk gearbeitet. Besonders intelligente Kritiker halten ihm das vor. „Der schreibt doch nichts Neues!“ Ich behaupte: die gleichen Kritiker würden hämisch kommentieren, wenn E.v.D. Plötzlich seine Meinung ändern, ja sich selbst widersprechen würde. Das aber tut er nicht.

Wer E.v.D. heute erlebt, der kann nur über die unglaubliche Vitalität dieses Mannes staunen. Wer E.v.D. erlebt, mit welchem Enthusiasmus er weit über die Grenzen Europas hinaus seine Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann zieht, der kann sich kaum dem Charisma dieses wundervollen Zeitgenossen entziehen. Wer E.v.D. heute erlebt, wird es nicht für möglich halten, dass er am heutigen Tag 83 Jahre alt wird. Wie er wohl seinen Geburtstag verbringt? Am Rednerpult irgendwo in der Welt? Vor laufenden Fernsehkameras irgendwo auf der Welt? Oder in einer Bibliothek? Vielleicht gar zuhause, im schönen Beatenberg?

Wie dem auch sei ... Erich von Däniken hat heute Geburtstag. Er wird 83! Von Herzen alles, alles erdenklich Gute! Möge ihm die unglaubliche Schaffenskraft erhalten bleiben! Möge ihm sein ansteckender Enthusiasmus erhalten bleiben. Möge er uns noch viele Jahre erhalten bleiben! E.v.D. hat der Welt noch so viel zu sagen. Es lohnt sich sehr, ihm zuzuhören!

Foto 6: E.v.D. und Tochter Cornelia
E.v.D.s Bedeutung wird, davon bin ich überzeugt, bis heute noch nicht wirklich erkannt!

Ich hoffe, dass irdische Wissenschaftler und Techniker eines Tages riesige Weltraumstädte bauen werden, Generationenraumschiffe, die in die Tiefen des Weltalls vordringen werden, so wie dies der Vater der Weltraumfahrt, Prof. Hermann Oberth, vor langer, langer Zeit präzise beschrieben hat.

In seinem Werk „Raumfahrt“ stellte Weltraumpionier Eugen Sänger bereits 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (2): „Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber .. Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.“

Hermann Oberth (*1894; †1989) sagte im Gespräch zu mir: „Die Erde ist die Kinderkrippe der Menschheit. Kinder wachsen heran und verlassen irgendwann die Krippe und erkunden die Welt!“ Ich fragte zurück: „Meinen Sie, dass wir Menschen einmal unsere Erde verlassen werden?“ Prof. Oberth bejahte: „Die Menschheit kann entweder irgendwann auf der Erde umkommen, oder sie versucht, ins Weltall vorzudringen und dort zu überleben. Ein Überleben auf der Erde für ewige Zeiten wird es nicht geben!“

Ich bin fest davon überzeugt: Die ersten echten Astronauten, die an Bord eines Raumschiffs in die Tiefen des Alls, weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus, vordringen werden, sie werden „Erinnerungen an die Zukunft“ von Erich von Däniken dabei haben!


Fußnoten
1) Am 23.2.2018 um 9 Uhr 48
2) Sänger, Eugen: „Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges“, Hamburg 1958, S.124 und 125

Zu den Fotos:
Foto 7: Südseeschönheit und Riese aus Stein.
Foto 1: Erich von Däniken am Steuer. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Dänikens Erstling. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Langbein
Foto 3: Mysteriöse Riesen aus Stein. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Mit E.v.D. auf Malta. Foto Ilse Pollo
Foto 5: E.v.D. im Mittelmeer unterwegs... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: E.v.D. und Tochter Cornelia. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Südseeschönheit und Riese aus Stein. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Langbein

431 „Die Kreatur, Eulenmann und Kartoffelkopf“,
Teil  431 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 22.04.2018


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