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Freitag, 20. Dezember 2013

Für Sie gelesen: »Blauregenmord« von Tuna von Blumenstein

wer bestimmt was normal
was unnormal ist
gibt es inmitten
von schwarz oder weiß
lediglich schattierungen in grau

betrachte die gärten
erhasche dabei
einen blick in die seele derer
die sie hegen und pflegen
dann wirst du erkennen
dass die welt
ein riesiges meer
aus farben ist


Diese Worte von Sylvia B. stellt die Münsterländer Krimiautorin Tuna von Blumenstein ihrem jüngsten Werk »Blauregenmord« voran, einem kleinen Krimi mit großem Tiefgang, welchen ich den Lesern unseres Blogs ans Herz legen möchte. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Autorin das menschliche Schubladendenken und seine tragischen Folgen mit spitzer Feder aufspießt und nur ungefähr 50 Seiten dazu braucht, dem Leser ein zutiefst menschliches Drama erlebbar zu machen. Was wissen wir schon davon, von welchen Tragödien die sauberen Fassaden unserer Nachbarhäuser uns ablenken sollen? Mit dem Krimi »Blauregenmord« bekommen wir stellvertretend eine Ahnung davon.

Manche dieser Dramen enden tödlich. In diesem Fall ist es der Gärtner Berthold Picker, dessen liebevoll gepflegtes Blütenreich zur Endstation eines Menschenlebens wird. Tuna von Blumenstein hat den Schauplatz der Handlung an einen realen Ort verlegt und damit einer »Gartenperle im Westmünsterland« zu literarischen Ehren verholfen: Garten Picker in Borken-Weseke bietet den ästhetischen Rahmen eines beklemmenden Stilllebens und sorgt für ein maximales Spannungsfeld zwischen der Schönheit der Natur und den Abgründen des Menschseins. Ob aber wieder einmal der Gärtner auch der Mörder ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.


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Blauregenmord
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Montag, 16. Dezember 2013

Wer stirbt im Petkumer Hammrich?

Für Sie gelesen: Mord im ostfriesischen Hammrich

Jeder kennt Frauen, die scheinbar alles mit links gewuppt kriegen, die ihren eigenen Kram ohne viel Gedöns irgendwie auf die Reihe bekommen, dabei noch für andere da sind und die man selten bis nie „Nein“ sagen oder um Hilfe bitten hört. Sie sind selbständig, pflegeleicht, gehen keinem auf den Keks und funktionieren immer wunschgemäß.  Deshalb bekommen sie das Prädikat „starke Frau“ und sind überall gern gesehen.

Tatsächlich ist es oft so, dass gerade diese Frauen, die so scheinbar unverwüstlich und stark nach außen erscheinen, extrem weich, verletzlich und voller Selbstzweifel sind.  Kaum jemand bekommt diese Seite zu sehen, weil sie ganz früh gelernt haben, sie für sich zu behalten. Schwäche zeigen war nicht erlaubt, wurde abgestraft. Dieses Verhalten macht es möglich, viele Schicksalsschläge einzustecken ohne an jeder Herausforderung zu zerbrechen. Doch es ist auch eine tückische Falle, wenn jemand kommt und eine solche Frau für seine Zwecke instrumentalisiert. Die anfängliche Bewunderung ist nichts als ein handfestes Mittel, um die Basis für systematische subtile Zersetzung zu ermöglichen.

Niedertracht auf höchstem Niveau.
Tatsächlich gibt  es Männer, die brauchen noch nicht einmal in der Biografie ihrer Auserwählten forschen, um sicher sein zu können, dass sie genau die Richtige für sie ist. So einer ist Roland. Roland ist ein Scanner. Ein Naturtalent. Schon in der ersten Sekunde weiß er, ob die Frau, die ihm gegenübersteht, die ist, die er braucht. 

Die Geschichte zeigt die klassische Konstellation einer Beziehung zwischen einem eiskalten Psychopathen und einer gutgläubigen Frau, die nie gelernt hat, Grenzen zum Selbstschutz zu ziehen.

Roland hat Ziele. Ziele, die er selber nie erreichen kann. Dennoch  braucht er das Gefühl Macht zu haben und erreicht dies mit der gefährlichen Maske der harmlosen Bescheidenheit von der sich alle blenden lassen. Rolands Biografie ist eine Ansammlung von betrügerischen Aktionen ohne die geringsten Skrupel. Er ist ein Loser wie er im Buche steht: keinen Schulabschluss, keinen Beruf erlernt, Kinder im Stich gelassen und missbraucht, auf Kosten anderer gelebt und mit Lug und Betrug alt geworden. Sein Lebensweg ist gesäumt von liegen gelassenen Opfern. 

Macht kann man sich mit brutaler Gewalt aneignen oder auf die hinterfotzige Weise. Zweite Möglichkeit ist Rolands Stil.  Er treibt ein böses Spiel mit jeder neuen Frau, die das Pech hat, ihm über den Weg zu laufen. Immerhin hat die Taktik ihm schon einmal zu einem Geldsegen und zu seiner ersten Harley verholfen. Dabei sind zwar seine erste Frau und vor allem seine Kinder auf der Strecke geblieben, doch das spielt für einen pathologischen Lügner und Betrüger keine Rolle. Genaugenommen merkt er es noch nicht einmal, sondern fühlt sich selbst getäuscht und betrogen, wenn seine Opfer tödlich verletzt nicht mehr funktionieren.  Ist eine Quelle versiegt, wird nachgetreten um Platz zu schaffen für das nächste Opfer.  Er sucht sich mit gezieltem Auge ‚starke Frauen‘ und bricht ihre Stärke, in dem er den Hilflosen spielt, der umsorgt werden muss. Es versteht sich, dass er nicht in der Lage ist Verantwortung für sich, seine Partnerin, seine Seitensprünge, seine Kinder, seine Intrigen oder irgendetwas zu übernehmen. Dafür hat er ja die starke Frau erwählt, die das alles selbstverständlich gern für ihn übernimmt, denn da liegt ihre Stärke. Roland weiß das sehr genau. Was er zunächst scheinbar dankbar wie ein Rettungsseil annimmt, wird nach und nach zu einem strangulierenden Gurt am Hals seines Opfers. 

Eines Tages trifft Roland in Emden eine Jugendliebe wieder. 
Für Swantje beginnt ein Spiel, dessen Regeln nur Roland kennt, das sie nicht gewinnen kann und dessen einziges Ziel es ist, dass es Roland gut geht und er sie leiden sehen kann. Es sei denn, sie ändert die Spielregeln radikal. Wird es ihr gelingen? Wer stirbt im Petkumer Hammrich? 

g.c.roth
Mord im ostfriesischen Hammrich: Tödliches Wiedersehen
ISBN-13: 978-3842381803
Preis: 9,80 €

Auch als eBook
Kindle-Preis: 7,49 €


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Dienstag, 15. Januar 2013

Für Sie gelesen: Brennender Stein oder Reisen durch die Zeit eBook von Walter-Jörg Langbein


Jeden Sonntag freue ich mich auf die Blogserie: »Monstermauern, Mumien und Mysterien« auf »Ein Buch lesen!«. Walter-Jörg Langbein, mein sehr geschätzter Autorenkollege, entführt die Leser zu geheimnisvollen Orten dieser Welt, beschreibt rätselhafte Objekte alter Kulturen. Jeden Sonntag zieht er mich mit seinen Beiträgen in den Bann. Bekannt ist uns Walter-Jörg Langbein als Sachbuchautor. »2012 - Endzeit und Neuanfang: Die Botschaft der Mayas«, »Das Sakrileg und die Heiligen Frauen«, um nur zwei seiner Bestseller zu nennen.

Jetzt überrascht Walter-Jörg Langbein seine Leserschaft mit einer, im wahrsten Sinn des Wortes, phantastischen Publikation: »Brennender Stein: oder Reisen durch die Zeit«. Ein Roman, der als eBook im Verlag Ancient Mail erschienen ist.

»Die Externsteine brennen!« Und nicht nur die Externsteine glühen und sind wie von Zauberhand verschwunden. Stonehenge, die »Hängenden Steine«, das Hypogäum auf Malta ereilt das gleiche Schicksal. Was ist passiert? Das werde ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser natürlich an dieser Stelle nicht verraten. Auch nicht, was es mit diesen Mumien auf sich hat. Aber was ich Ihnen mitteilen kann ist, der phantastische Roman ist spannend geschrieben, Farbfotos zeigen mir die bedeutenden Stätten und lassen diesen Roman fast schon realistisch erscheinen.

Lassen Sie sich von Walter-Jörg Langbein entführen in die Welt der phantastischen Ereignisse in »Brennender Stein: oder Reisen durch die Zeit«. 

Ihre

Sylvia B.


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Samstag, 17. November 2012

Für Sie gelesen: »Alpendämonen«


Liebe Leserinnen und Leser,


heute möchte ich Ihnen den neuen NATIONAL GEOGRAPHIC-Bildband »Alpendämonen« vorstellen. Der vielfach preisgekrönte Fotograf Carsten Peter entführt uns in eine magische Bilderwelt mit schaurigen Wesen und rätselhaften Brauchtümern. Geheimnisvolle Mythen und Riten lautet der Untertitel dieses mit 160 Fotos ausgestatteten Hardcover-Bildbandes. Schon das Coverfoto lässt erahnen, was auf den Betrachter zukommt.

Schon auf den ersten Seiten begegnet mir St. Nikolaus, in Begleitung von furchterregenden Gestalten.  Eine Karawane Unholde stapft durch den Schnee, Nebel schafft eine gespenstische Atmosphäre.

Carsten Peter entführt uns in eine andere Welt. Seine Reise beginnt in Bayern, führt über Südtirol, in die Schweiz, nach Tirol, in das Salzburger Land, die Steiermark und Oberösterreich.


In der Nacht zu Nikolaus, der Klausennacht, treiben sich in Sonthofen Klausen in ihren zotteligen Fellen und kunstvollen Holzmasken in den Straßen herum. Ihre Aufgabe soll sein, die Dämonen des Winters und das Böse zu vertreiben. Zwei Tage vor diesem Ereignis schwärmen die Bärbele, auch Wildbärbele, aus, um symbolisch alles Schmutzige und Unanständige von den Straßen zu fegen. Tatsächlich stecken unter den Flickenkleidern und Masken aus Naturmaterialien Frauen.



Gesitteter gestaltet sich der »unsinnige Donnerstag« in Mittenwald. Die Schellenrührer setzen sich in Bewegung. Sie wollen die Lebensgeister des Frühlings wecken und die Totenstarre des Winters vertreiben.






Unheimlich wirken auch die Schnabelperchten, Wesen der Rauhnacht, die im Rauriser Tal, einen Tag vor »Heilig Dreikönig« am 5. Januar in die Häuser gehen, um dort nach Recht und Ordnung zu sehen.


Es freut mich sehr, dass es in diesen Bereichen keine Nachwuchsprobleme zu geben scheint. Dass sich junge Menschen den Traditionen verpflichtet fühlen, lässt die tiefe Verbundenheit und Bodenständigkeit der Menschen in diesen Regionen erahnen.

Carsten Peter schreibt in seiner Einleitung, dass er als professioneller Fotograf  an den exotischsten Plätzen der Welt extremen Naturphänomenen und außergewöhnlichen Kulturen auf der Spur war. Es hat ihn verblüfft, einer kulturellen Binnenexotik, wie er es nennt, quasi vor der eigenen Haustür zu begegnen. Versteckt, innerhalb extremer Landschaftsformen, haben Bräuche die Verfolgung durch die Kirche überlebt. Denn die Kirche und manche Regenten haben immer wieder versucht, diese »heidnischen Bräuche« zu verhindern und zu verbieten. Gut, dass es ihnen nicht überall gelungen ist.

Das Buch Alpen Dämonen: Geheimnisvolle Mythen und Riten aus den Bergen herausgegeben von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND kann ich Ihnen sehr empfehlen.

Ihre
Sylvia B.


Copyright für alle Motive: Carsten Peter/NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND





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Dienstag, 18. September 2012

SHORTY TO GO – MORD IN ZWEI SÄTZEN

Liebe Leserinnen und Leser,

Susanne Henke
Shorty to go –
Mord in zwei Sätzen





wie Sie vielleicht wissen, bin ich u.a. auch ein großer Krimifan. Darum möchte ich Ihnen heute ein ganz besonderes Büchlein vorstellen. Shorty to go: Mord in zwei Sätzen von der Hamburger Autorin Susanne Henke. Im Internet hat sie sich bereits mit der »täglichen Dosis Krimi« einen Namen gemacht.






Ihre Makellose Morde to go: Erlesene Verbrechen und herzerfrischende Gemeinheiten, als Edition BoD im Dezember 2009 auf den Buchmarkt gebracht, hatten für Aufsehen gesorgt.

Mit Shorty to go: Mord in zwei Sätzen bringt Susanne Henke das Kunststück fertig, mit jeweils zwei Sätzen 222 Krimis zu schreiben. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich musste tatsächlich das Los entscheiden lassen, um eine dieser Minikrimis Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hier vorzustellen:
»Er liebte Russisches Roulette. Sie sorgte für eine volle Trommel.«

Diesen Satz habe ich übrigens in einer beschaulichen Runde vorgetragen. Die anwesenden, älteren Damen, stutzten zuerst. Es war die Art des verhaltenen Gelächters, die mir deutlich machte, dass ich einen Volltreffer mit diesen beiden Sätzen gelandet hatte. Ein, hinter vorgehaltener Hand, eher verhaltenes: »hohoho!«, stimmte eine anschließende Diskussion darüber ein, dass dieser Satz auch in übertragenem Sinne gesehen werden kann.

Das Cover wurde übrigens auch in höchsten Tönen gelobt.

Und jetzt unternehme ich den Versuch, mit zwei Sätzen die Wirkung zu beschreiben:
»Für die Gastgeberin war das Büchlein als Mitbringsel gedacht. Sie bekam es nicht in die Hände, denn es machte die Runde.«

Ein unbedingter Geschenktipp, sehr empfehlenswert!
Sie werden Ihre Freude daran haben.

Sylvia B.

Shorty to go: Mord in zwei Sätzen
BoD, August 2012
ISBN: 978-3-8482-1706-9
TB, 64 Seiten, EUR 4,90
Makellose Morde to go: Erlesene Verbrechen und herzerfrischende Gemeinheiten






Dienstag, 4. September 2012

Für Sie gelesen: Wilde Tiere in Deutschland



Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich Ihnen wieder einen außergewöhnlichen Bildband vorstellen. Veröffentlicht von
National Geographic Deutschland:



Die Fotos stammen von Dietmar Nill, der von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) fünfmal zum Naturfotografen des Jahres gekürt wurde. Zu Recht, wenn Sie seine Aufnahmen in dem Bildband betrachten, werden Sie zustimmen! Sein Spezialgebiet sind Fledermäuse. Das wird die Vampirfreunde unter uns erfreuen. :-) Außergewöhnliche Bilder von diesen besonderen Tieren hat er auch diesem Bildband beigesteuert.

Die Texte stammen von Monika Rößiger. Sie ist Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Ihre Textbeiträge beeindrucken mich. Sie erklärt die Tiere in ihrem Umfeld auf informative und gleichzeitig spannende Art und Weise.

Der bekannte Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling hat das Vorwort geschrieben. Dabei ist er auf das Cover des Bildbandes eingegangen. Er zeigt einen Seeadler. Andreas Kieling freut sich, weil es in Deutschland inzwischen wieder gut 700 Brutpaare gibt, nachdem diese Gattung hier schon fast ausgestorben war.

Das Buch ist aufgeteilt in
Nordwesten: Im Reich der Robben



Nordosten: Wo die Kraniche ziehen
Eulen: Auf leisen Schwingen







Der Luchs. Über den Böhmerwald
ist er in den Bayerischen Wald
zurückgekehrt.
Mitte: Die Rückkehr der Wölfe
Füchse: Ohne List und Tücke


Westen: Räuber der Lüfte
Fledermäuse: Per Ultraschall durch die Nacht


Südwesten: Wo Reh und Marder wohnen
Schmetterlinge: Zerbrechliche Schönheit


Südosten: Akrobaten im Hochgebirge



Auf Seite 19 entdecke ich ein Bild, das auf mich eine faszinierende Wirkung hat. Der Bildbeschreibung entnehme ich, dass es sich um ein Beutelmeisenpaar handelt. Die Beutelmeise bevorzugt Uferlandschaften. Dort baut das Männchen mehrere runde Nester an herabhängenden Zweigen nah dem Wasser, bestehend aus Spinnweben und Pflanzenfasern. Das Foto sieht entzückend aus und, liebe Leserinnen und Leser jetzt aufgepasst: Das Weibchen sucht sich am Ende der Baumaßnahmen ein Nest aus. :-) Wenn ich irgendwann wiedergeboren werden sollte, dann bitte als Beutelmeisenweibchen :-)

Das Bild zeigt einen Seeadler, der im wasserreichen Gebiet der schleswig-holsteinischen Seenplatte sein Paradies gefunden hat. Um an seine Nahrung, den Fisch, zu kommen, sitzt er mit stoischer Geduld hoch oben auf einem Baum und blickt auf den See. Dort wartet er, sogar manchmal über Stunden, bis er ein Beutetier erspäht. Dann stößt er im Sturzflug herab. Mit vorgestreckten Füßen ergreift er mit seinen kräftigen Krallen die Beute.

Der Wolf ist wieder da! Mehr als 150 Jahre nach seiner
Ausrottung ist er aus Polen bei uns eingewandert.

Falls es Sie irgendwann einmal nach Brandenburg verschlagen sollte, dann achten Sie bitte in der Heide oder an Wegböschungen auf diese Schönheit:


Es ist eine Östliche Smaragdeidechse. Sie lebt auf sandigem Boden am Rand von Kiefernforsten.


Auf Seite 43 entdecke ich ein wunderschönes Bild. Es zeigt eine Herbst-Mosaikjungfer. Sie schillert blau, gelb und grün und sieht wie ein Kunstwerk aus.

Es gibt in diesem Bildband viel zu entdecken. Darum kann ich Ihnen diese Publikation
Wilde Tiere in Deutschland

gerne empfehlen.

Ihre
Sylvia B.

Fotos: Copyright Dietmar Nill/NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND.




Montag, 13. August 2012

Das Haus vom Nikolaus

Franken-Thriller von Volker Backert,
vorgestellt von
Walter-Jörg Langbein


Blick in den Gottesgarten
Foto: W-J.Langbein
Einst war das Maintal im Oberfränkischen ein echtes Idyll. Man nannte die Region um Michelau, Lichtenfels und Bad Staffelstein zu Recht den »Gottesgarten«. Als Schulknabe fuhr ich oft vom heimatlichen Michelau zum Gymnasium im etwa fünf Kilometer entfernten Lichtenfels und wieder zurück. Heute grenzt es schon fast an Todessehnsucht, will man diese Strecke mit dem Fahrrad absolvieren. Das einst so schöne Maintal ist förmlich auseinander gerissen worden ... Ein Opfer wurde dem Straßenverkehr gebracht.

Und doch ist das einstige Gottesgärtchen immer noch eine Reise wert: Schloss Banz, Vierzehnheiligen, Staffelberg, die Veste Coburg und so manches Fest zur Sommerszeit locken.

Volker Backert spricht diesen traurigen Sachverhalt in seinem Thriller »Das Haus vom Nikolaus« an:

»›Erst mal drüberfliegen!‹, entschied Charly. Links thronte Kloster Banz, gegenüber ragte Vierzehnheiligen empor. Genau dazwischen hatte die A 73 samt Ein- und Ausschleifungen den einstigen ›Gottesgarten am Obermain‹ plattgemacht.«

In Backerts Thriller wütet ein Serienkiller im Fränkischen. Er sucht sich seine Opfer auf der »Berch Kerwa« in Erlangen, beim »Coburger Samba-Festival«, bei der »Obermain-Beach-and-River-Party« ... kurz gesagt dort, wo recht viele Menschen ausgelassen feiern.

Schloss und Kloster Banz - Foto: W-J.Langbein
Volker Backert, 1962 in Coburg geboren und am Obermain aufgewachsen, studierte in München und Bayreuth. In Coburg hat er einen Job als »Abteilungsleiter für Öffentliche Sicherheit«. Seit Jahren arbeitet er eng mit der Polizei zusammen. So verwundert es nicht, mit welcher Präzision er die Arbeit der Polizei bei der Suche nach einem gefährlichen Serienkiller schildert.

Auch ist ihm die Pressearbeit vertraut. Und so überzeugt er auch mit seiner glasklaren Analyse des Umgangs von Sensationsmedien mit der Realität ... wenn es um die Berichterstattung über blutrünstige Verbrechen geht. »Das Haus vom Nikolaus« - eine mysteriöse »Signatur«, die der Mörder seinen Opfern in den Leib schneidet – ist bestechend in seiner Beschreibung von eigentlich unfassbarer Realität.

Wer glaubt, Serienmörder würden – wie der fiktive Hannibal Lecter – nur in reißerischen Romanen ihr Unwesen treiben, der irrt. Und wer glaubt, dass Serienkiller nur weitab von deutschen Landen Menschen morden, der irrt genauso gewaltig.

Richard Harris erfand die Horrorgestalt Lecter, machte den Arzt und Kannibalen weltberühmt. Anthony Hopkins übernahm die Rolle des psychopathisch-morbiden Mörders in »Das Schweigen der Lämmer«, »Hannibal«, »Roter Drache« und »Hannibal Rising – Wie alles begann« (2007). Was viele Kinogänger nicht wissen: Die Realität ist oft nicht weniger grausam als die Fiktion!

Robert John Maudsley, 1953 geboren, war der wirkliche, der reale Hannibal Lecter. Als jugendlicher, drogenabhängiger Stricher peinigte der Brite einen »Kunden« auf so grausame Weise zu Tode, dass er – ganz ähnlich wie Hannibal Lecter – in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebracht wurde. Dort begann er eine Mordserie der grausamsten Art.

Hochsicherheitsgefängnisse wurden sein Zuhause. Seit nunmehr fast drei Jahrzehnten ist er im Wakefield-Gefängnis untergebracht, in Einzelhaft, in einer Doppelzelle ohne Fenster. Eine dicke Panzerglasscheibe trennt ihn von den Wächtern, die den gefährlichen Psychopathen ständig beobachten können. Sein Essen wird ihm auf Papptellern gereicht. Nur Plastikgeschirr darf er benutzen, weil ein metallenes Essbesteck in seinen Händen zur tödlichen Waffe würde. Sechs bis acht Wächter, unterstützt von äußerst scharfen Wachhunden, passen auf ihn auf, wenn er seinen »Spaziergang« auf einem streng bewachten Gang absolviert. Die Tiere wurden eigens für Maudsley angeschafft. Ein Kontakt zu Mitgefangenen sollte vermieden werden. Das gelang aber nur bedingt, was einige Mithäftlinge mit dem Leben bezahlen mussten.

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen mordete der reale Hannibal Lecter im Gefängnis weiter, stets im Hass auf Homosexuelle und pädophile Straftäter. (1) Wiederholt soll es dabei zu Kannibalismus gekommen sein.

Am 5. März 2012 vermeldete »Daily Mirror«, Robert John Maudsley sei »bei schlechter Gesundheit«. Zwei Ärzte behandeln ihn, wohl nicht ohne Angst. Die Bevölkerung muss aber keine Angst haben: Maudsley gehört zu einer kleinen Minderheit von Häftlingen, die unter keinen Umständen je wieder in die Freiheit entlassen werden. Der gefährliche Mörder wird den Rest seiner Tage in Einzelhaft verbringen. Nur so kann die Öffentlichkeit vor der menschlichen Bestie geschützt werden.

Der Staffelberg - Foto: W-J.Langbein
Von England nach Deutschland. Auch im »Schatten des Staffelbergs« wurde gemordet... Im Frankenland suchte die Polizei vor Jahrzehnten 357 Tage lang nach dem Mörder von drei jungen Mädchen. Am 2. Weihnachtsfeiertag 1959 schlug der damals sechzehnjährige Manfred Wittmann erstmals zu und fiel über eine 19-Jährige her. Der Täter zwang sein Opfer, sich auszuziehen. Mit seinem Taschenmesser verletzte er die junge Frau schwer. Sie überlebte aber zum Glück. Zu einer Verhaftung kam es damals nicht. Gerüchte kursierten damals, wonach Manfred Wittmann Kratzwunden an den Händen hatte. Wie hatte er sich die Wunden zugezogen?

Fast ein Jahrzehnt verstrich. Dann, am 19. Dezember 1968 ermordete er auf bestialische Weise Nora Wenzl. Zwei weitere, grausame Morde folgten. Am 28. August 1969 tötete er Helga Luther, am 15. November 1969 Sieglinde Heubner. Jetzt erinnerte sich ein Zeuge an den Mordversuch von 1959 ... und an die Kratzspuren an den Händen von Manfred Wittmann. Er wurde verhaftet.

Am 15. Dezember 1971 wurde das Urteil verkündet: drei Mal lebenslänglich für drei Morde »zur Befriedigung seines sadistischen Geschlechtstriebes. Inzwischen wurde die Haft von der Strafvollzugskammer Regensburg auf Bewährung ausgesetzt. Bis zum 30. September 2012 soll, so das Gericht, »eine geeignete Unterbringung« gefunden werden für den inzwischen 69jährigen gefunden werden. Nach fast 42 Jahren Haft, so heißt es, mache eine weitere Inhaftierung des »gesundheitlich schwer Angeschlagenen keinen Sinn«. Eine »geeignete Unterbringung«, etwa bei einer karitativen Organisation, scheint bislang nicht gefunden worden zu sein. Möglicherweise wird Manfred Wittmann in einer Pension untergebracht werden müssen.

In Volker Backerts Roman »Das Haus vom Nikolaus« taucht Manfred Wittmann am Rande, aber mit Namensnennung auf:

»Angespannte Stille herrschte unter den zwölf Kripobeamten. Nur Charly klapperte ungeniert mit der Kaffeetasse, während Polizeidirektor Frank Ritter an einem PC die Tatortfotos studierte. ›Grausam … so was haben wir hier in der Region seit Wittmann in den Sechzigern nicht mehr erlebt.‹«

Fahrt durch den Gottesgarten - Foto: W-J.Langbein
Volker Backert ist mit »Das Haus vom Nikolaus« ein in höchstem Maße spannender Krimi, ein Thriller von Klasse und Format, gelungen. Autor Backert, wie der Rezensent am Obermain aufgewachsen, hat mit seinem Erstling überzeugt. Wie? Die »Neue Presse«, Coburg, brachte es in einer angemessenen Rezension auf den Punkt (2):

»Gründlich recherchiert, geschickt aufgebaut und flüssig geschrieben, bietet der 250-Seiten-Krimi professionelle Hochspannung, süffisanten Lesestoff und jede Menge Lokalkolorit. Allerdings auch drastische Gewaltszenen und unbehagliche Exkurse in menschliche Abgründe.«

Auch der Rezension des »Nordbayerischen Kurier« kann ich voll inhaltlich zustimmen. Da heißt es (3): »Der Autor Volker Backert hat mit seinem Erstling einen äußerst gelungenen Krimi hingelegt: Spannend konstruiert, gut erzählt, kenntnisreich angelegt und mit einem überraschenden Ende. Backert ist nämlich durchaus Profi: Als Abteilungsleiter für öffentliche Sicherheit arbeitet er eng mit der Polizei zusammen. Ein Umstand, der seinem Krimidebüt wohl tut. Backert hat einen Frankenkrimi geschrieben, der erzählerisch und kompositorisch auf einem hohen Niveau liegt."

Kenntnisreich ist Backerts Werk in jeder Hinsicht: in Sachen Ermittlungsarbeit der Polizei bei der Jagd nach einem Serienkiller, in Sachen Erstellung eines Täterprofils. Realistisch ist er auch in Sachen tagtäglicher Polizeiroutine. Spätestens als der Verdacht, ein Serienkiller könne »aktiv« sein, publik und von der Sensationspresse genüsslich zelebriert wird, arbeitet die Polizei unter wachsendem Erfolgsdruck. Schlagzeilen treiben die zunächst im Trüben fischenden Ermittler an. Die Politik will Erfolge sehen. Kaum gerät jemand unter Verdacht, droht verfrühter Jubel. Polizeiobrigkeit und Politik möchten so rasch wie möglich den Verdächtigen ... den Schuldigen präsentieren. Das Risiko ist groß. Leicht kann verfrüht der Falsche zum Täter erklärt werden. Und dann hat der wahre Killer freie Hand.

Es stimmt einfach alles: Der geschickte Aufbau des Romans vom Anfang bis zum packenden Finale hat mich überzeugt. Die Spannung wächst von Seite zu Seite, ohne dass das auf Kosten von Logikfehlern geht. Backert versteht es meisterlich, stets realitätsnah zu bleiben. Er stellt so manchen amerikanischen Megabestseller in den Schatten!

Volker Backert
Mir ging es so: Ich habe Backerts »Haus vom Nikolaus« zu lesen begonnen, weil der Thriller in meiner fränkischen Heimat spielt. Ich wollte – durchaus kritisch – überprüfen, in wieweit reale Szenarien beschrieben werden. Würde ich das schöne Frankenland erkennen? Mich hat bald das liebevoll-präzise Lokalkolorit begeistert. Dann aber geriet ich in den Sog der Handlung. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach weiter und weiter lesen. Ich wurde förmlich in den Strudel der immer schneller ablaufenden Handlung gezogen.

Lesend folgte ich dem Geschehen von Tatort zu Tatort im Oberfänkischen, von grausiger Mordtat zu grausiger Mordtat, in die Finsternis der Seele eines Serienmörders. Mörder und Polizei arbeiten beide gegen die Zeit. Der psychopathische Mörder hat sein Ziel im Auge, seinen finalen »Höhepunkt« in einer Mordserie. Der wahnsinnige Kranke will seine Macht demonstrieren: seinen Opfern gegenüber, aber auch der Polizei gegenüber. Am Schluss möchte er als triumphierender Allmächtiger erkannt, anerkannt werden.

Die Polizei ist im Nachteil. Der Täter ist ihr immer um Schritte voraus. Die Polizei kommt ihm langsam auf die Spur. Wird es den Ermittlern gelingen, den Täter einzuholen? Kann die Polizei zugreifen, noch bevor ein weiterer Mord geschieht? Ist es möglich, den Täter zu manipulieren? Kann man ihn durch gezielte Pressemeldungen beeinflussen? Ist es möglich, den nächsten Mord zu verhindern ... oder zumindest hinauszuzögern? Oder muss die Polizei ohnmächtig weitere Untaten geschehen lassen?

Positiv fällt auf: Die Gewaltszenen, die Backert beschreibt, sind durchaus drastisch, aber nie reine Effekthascherei, nie übertrieben, nie Selbstzweck. Natürlich will ich das überraschende Ende nicht verraten. Klar ist, dass am Ende das Gute obsiegt, sprich der blutrünstige Serienmörder zur Strecke gebracht wird. Natürlich wird sein letztes Opfer noch gerade rechtzeitig befreit.

Eigentlich lese ich so gut wie keine Krimis oder Thriller. Aber »Das Haus vom Nikolaus« habe ich in einem Rutsch verschlungen. Ich weiß jetzt, wer der Mörder ist. Das Ende war für mich überraschend, obwohl ich als Autor vieler Kurzkrimis »vom Fach« bin. Ich frage mich, wann es erste Hinweise auf den Täter gab, die ich womöglich übersehen habe. Auf alle Fälle werde ich »Das Haus vom Nikolaus« ein zweites Mal lesen – und jetzt in Ruhe genießen!

Ich kann »Das Haus vom Nikolaus« nur wärmstens empfehlen. Auch was Krimis angeht, muss es nicht immer nur »Amikost« sein! Und ein Besuch im Frankenland ... lohnt sich wirklich. Die Basilika von Vierzehnheiligen ist eine Perle sakraler Baukunst. Sie liegt am Jakobsweg ... und just in der Region, in die uns Volker Backert mit seinem Roman entführt!

Fußnoten
1 Die Angaben über Robert John Maudsley, seine Haftbedingungen und Straftaten variieren in den zahlreichen Berichten. Jaques Bauval hat ein Buch über den Serienmörder verfasst.
Bauval, Jaques: Der wahre Hannibal Lecter, Augsburg 2003
2 »Neue Presse«, Coburg, 08.07.2010
3 »Nordbayerischer Kurier«, Bayreuth, 2.10.2010 (links: Vierzehnheiligen, Foto Ingeborg Diekmann)


Volker Backert: Das Haus vom Nikolaus, Emons Verlag 2010, 254 Seiten, Euro 9,90
Volker Backert: Das Haus vom Nikolaus, Emons Verlag, kindle-Edition 2011, Euro 8,49



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Samstag, 12. Mai 2012

NATIONAL GEOGRAPHIC – Wilde Alpen


Liebe Leserinnen und Leser,


heute möchte ich Ihnen wieder eine außergewöhnliche Publikation vorstellen. Das Buch ist eine Produktion von National Geographic Deutschland.


Bernd Ritschel ist einer der bekanntesten Bergfotografen Europas. Er wird Ihnen aus »ON LOCATION – Die Welt der Naturfotografie« in bester Erinnerung sein. Bernd hat mit beeindruckenden Bildern zu diesem Bildband beigetragen. Als routinierter Bergsteiger weiß er, wo er die besten Motive im Gebirge findet.



Der Alpinjournalist Tom Dauer arbeitet als Autor und Filmemacher am liebsten in den Bergen. Anhand von sechs exemplarischen Bergtouren beschreibt er die Besonderheit der Alpen und was ihre Faszination ausmacht. Wie ich der Kurzbeschreibung auf den letzten Seiten des Buches entnehmen kann, klettert Tom seit drei Jahrzehnten, wobei ihm Erstbegehungen in den Alpen, in Patagonien und im Himalaja gelangen. Er war also auf dem Dach der Welt.









Das Buch beginnt mit Deutschlands Gipfel. Die bayrischen Alpen gehören zu den beliebtesten Landschaften Europas. Begeistert bin ich von dem Bild der Frauenschuh-Orchidee, die Bernd Ritschel in Jachenau, Isarwinkel aufgenommen hat. Sie blühen in den Auenwäldern zu Hunderten.








Die Beschreibung zu diesem Bild: »In den Allgäuer Alpen reichen Wiesen bis in die Gipfelregion. Nur der Große Wilde gibt sich schroff.« Mir gefallen die Texte von Tom Dauer. Sie sind persönlich gehalten, er erzählt von seiner Kindheit in den Bergen. Er war sechs, als er zum ersten Mal auf einem Gipfel stand. Sein Vater hatte ihn früh angehalten, seine Unternehmungen in ein Büchlein einzutragen, ein Tourenbuch zu führen. Aus seinen Texten spricht die Liebe zu den Bergen und sein tiefer Respekt vor der Natur.





Weiter geht es mit Österreichs Gipfel. Zwischen Inntal und Isar, zwischen Achensee und Seefeld breitet sich das Karwendel aus. Das Bild ist als »Schlucht im Bodinggraben … Nationalpark Kalkalpen, Oberösterreich« beschrieben. Kein Landschaftsgärtner könnte ein solches Arrangement kreieren.








In Slowenien liegt das südöstliche Ende des großen Alpenbogens. Dort steht ein massives, karstiges Bollwerk: die Julischen Alpen. Die Slowenen lieben den Triglav, den höchsten der Julier. Slowenien ist der einzige europäische Staat, dessen Nationalflagge ein Gipfel ziert, als Symbol staatlicher Einheit und Unabhängigkeit.

Die italienischen Alpen sind an Vielfalt kaum zu überbieten, so erfahre ich weiter. Im Val Grande holt sich die Natur zurück, was ihr einst alleine gehörte. Über diesen Nationalpark erfahre ich sehr viel, bevor es zu den Schweizer Gipfeln weitergeht.



»Der Steinmann auf einer Gletscherschliffplatte des Rhone-Gletschers weist den Weg«

Frankreichs Gipfel beenden die Wanderung durch die »Wilde Alpen«.


Es werden auf den folgenden Seiten noch Flora und Fauna beschrieben und es finden sich Internet-Adressen. Toureninteressierte können und sollten sich dort wichtige Infos einholen, bevor sie in die Berge gehen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es Ihnen gerne weiter.


Ihre

Sylvia B.


National Geographic danke ich für das Bildmaterial.

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Montag, 7. Mai 2012

NATIONAL GEOGRAPHIC – iPhone-Fotografie

Liebe Leserinnen und Leser,

diesmal bin ich wirklich verblüfft.

Vor mir liegt ein Buch, herausgegeben von
NATIONAL GEOGRAPHIC
mit dem Titel:
iPhone-Fotografie.

In seinem Vorwort schreibt Carsten Peter, NATIONAL GEOGRAPHIC – Fotograf: » … Die beste Kamera ist immer die, die du dabei hast … «.

Da gebe ich ihm Recht. Aber mit einem iPhone und der darin eingebauten Kamera qualitativ gute Bilder zu machen? Das will ich nicht so wirklich glauben. Dann erfahre ich aber, dass die Kamera des iPhones 4S so scharf ist, dass sie zu den besten auf dem Smartphone-Markt zählt. Smartphones sind zu den populärsten Fotoapparaten aufgestiegen. Die Bildbearbeitung ist ein Kinderspiel und lässt viel Raum für eigene Kreativität. Carsten Peter führt weiter aus, dass in dem Buch nicht nur über den Einfluss des iPhones auf den professionellen Journalismus berichtet werden soll. Das Buch soll auch Amateuren und interessierten Laien professionelle Anregungen bieten.

Außer Carsten Peter haben folgende Fotografen Beiträge zu diesem hochinteressanten Buch geliefert:

Damon Winter, New York Times-Fotograf und Pulitzer-Preisträger, der für seine iPhone-Fotografie mit dem Photographer of the Year (POYi) Awart ausgezeichnet wurde.

Michael Christopher Brown, dessen iPhone-Bilder die ersten waren, die im NATIONAL GEOGRAPHIC-Magazin erschienen sind.

Richard Koci Hernandez, der als Professor an der Berkeley Graduate School of Journalism unterrichtet.

Carlein van der Beek, die durch ihre Genialität in der künstlerischen Verwendung des iPhones brilliert.



Foto: ©arlein


©arlein besitzt die Art Humor, die ich liebe: »Ich mag es nicht, wenn man mich auf meine Kamera anruft …«.

Ihre Arbeiten werden weltweit in Galerien und Ausstellungen gezeigt. Die Künstlerin betont: »Es wird viel zu sehr über das Instrument gesprochen, aber das ist es nicht, was eine gute Fotografie ausmacht. Es ist die Geschichte, die sie erzählt.«

©arlein hat an der Art Academy in den Haag studiert, ihre Wurzeln kommen aus der Malerei, die Basis ihres Schaffens in der abstrakten Malerei. Die Vorliebe für gemischte Medien schlägt sich in ihren Werken nieder.


»Es ist wichtig, dass die Menschen da draußen erfahren, was hier passiert
Damon Winter verbrachte im Oktober 2010 sechs Tage mit den Soldaten des 2. Zugs der Delta Company. Es entstanden beeindruckende Aufnahmen, die Texte gehen mir unter die Haut: »Da ist sie, die Angst. Die Angst, dass jeden Moment das Leben vorbei sein kann. Jeden kann es treffen, absolut jeden und völlig beliebig. Eine Mine unterscheidet nicht zwischen Soldat und Fotograf, zwischen Freund und Feind. Es existiert ›Chancengleichheit‹ im Minenfeld … «. Die Minen verschonen auch keine Kinder auf den Minenfeldern dieser Welt. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich die Texte lese und wieder frage ich mich, warum wir Menschen nicht friedensfähig sind. Diese Frage werde ich vermutlich in diesem Leben nicht beantwortet bekommen.

Michael Christopher Brown: Girl on Pole

Zu allen Bildern gibt es einen Hinweis über die verwendete App. Außerdem sind auf den letzten Seiten des Buches Tipps und Tricks der Fotografen aufgeführt, sowie ihre Biografien.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Sylvia B.

Vielen Dank an NATIONAL GEOGRAPHIC für das Bildmaterial



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Montag, 2. April 2012

Eine kulinarische Weltreise – 225 köstliche Rezepte

Liebe Leserinnen und Leser!

»Essen ist unsere gemeinsame Wurzel, ein universelles Erlebnis
James Beard
(US-amerikanische Kochlegende und Autor)

Vor mir liegt eine Publikation der NATIONAL GEOGRAPHIC Society, einer der größten gemeinnützigen Wissenschaftsorganisationen der Welt.
Eine kulinarische Weltreise: 225 köstliche Rezepte


Dieses Buch überrascht mich mit wunderschönen Fotografien, auf denen Märkte, Cafes, Menschen und natürlich Nahrungsmittel zu sehen sind. Der Inhaltsangabe kann ich entnehmen, dass auf Brot und Gebäck, Pasta und Nudeln, Hülsenfrüchte, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, Fleisch, Eier und Milchprodukte das Augenmerk gelegt wird.


Indien, Gewürzmarkt

Mich interessieren die Rezepte für Gemüse.

Unter der Rubrik: Reiche Ernte, Gemüse rund um die Welt, kann ich u.a. lesen, dass die indischen, thailändischen, chinesischen und japanischen Küchen mit ihrer vegetarischen Tradition, ganze Gemüsemenüs hervorgebracht haben. Griechenland ist mit einem Rezept »Spinat-Feta-Röllchen« vertreten. Grünes Blattgemüse gehört zum Speiseplan der Italiener. »Blattgemüse mit Knoblauch«, die Zubereitung erscheint mir sehr einfach zu sein, wegen der zwei Knoblauchzehen dem zu empfehlen, der einsam den Abend verbringen möchte:-)


Spanien, Paella
Als Freundin der italienischen Küche werde ich es mit »Lauch-Zucchini-Frittata« versuchen.

Verstehen Sie dieses Buch bitte nicht als ein normales Kochbuch, das Format dürfte für den Gebrauch in der Küche unhandlich sein. Außerdem wäre es wirklich schade, wenn die Bilder Schaden nehmen würden. Die Rezepte sind kurz gehalten und lassen sich schnell abschreiben.

Für mich wird das Buch ab Seite 323 richtig interessant. Dort habe ich das Rezept für Kaffee-Eis gefunden:-)
Auf den folgenden Seiten wird »Gelato« erklärt. Diese Spezialitäten wandern ohne Umweg durch den Magen, direkt auf die Hüfte und verwandeln sich dort in Gold- Hüftgold:-)

Auch die folgenden Seiten werden Sie nicht überblättern können. Spanien ist mit »Crema catalana« vertreten.

Früchte, Nüsse, Schokolade. Ab Seite 332 gibt es für jede Stimmung die passende Süßigkeit.
Aus Indien kommt ein Rezept für »Bananen-Kokos-Pfannkuchen«, Vietnam ist mit »Bananen und Tapioka in Kokosmilch« vertreten. Perltapioka erhalten Sie im Asia-Laden.

Wie Sie flambierte Früchte herstellen, wird Ihnen ab Seite 346 erklärt. Wußten Sie, dass Brennen´s Restaurant in New Orleans im Jahre 1951 »Bananas Foster« kreierte? Paul Blangé, der frühere Küchenmeister von Brennan´s erklärt Ihnen das Rezept Schritt für Schritt.

Türkei, Pistazien-Baklava



Versprechen kann ich Ihnen, dass Sie an »Pistazien-Baklava«, ein Gebäck aus der Türkei, nicht vorbeikommen.








Wer nach Rezepten für das Ostermenü und dabei auch einen Augenschmaus sucht, ist mit diesem Buch gut bedient.



Eine kulinarische Weltreise: 225 köstliche Rezepte




Fotos: Mit freundlicher Genehmigung NATIONAL GEOGRAPHIC


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