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Sonntag, 3. Oktober 2010

37 »Mit der Bahn in die Vergangenheit«

Teil 37 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Ein kleiner Teil der Monstermauer
von Cusco/ Sacsayhuaman
In unserer schnelllebigen Zeit werden auch die großen Rätsel der Vergangenheit gern im Sauseschritt absolviert. Nach einer Bustour durch Cuzco wird ein Abstecher zur Monstermauer von Sacsayhuaman gewagt. Oft spulen gelangweilte Guides ihr einstudiertes Informationsprogramm ab. Rasch werden einige Fotos gemacht.. und schon geht es weiter.

Gewaltige Schätze fielen im 16. Jahrhundert den raubenden und plündernden Spaniern in die Hände. Unvorstellbare Mengen an Gold wurden als Lösegeld für den letzten Inka Túpac Amarú gefordert. Aus dem gesamten Inkareich setzten sich schwer beladene Karawanen in Bewegung. Gewaltige Reichtümer wurden nach Cuzco geschafft. Allen Versprechungen zum Trotz wurde aber der Inka-Herrscher dann doch nach einem absurden Schauprozess zum Tode verurteilt und ermordet.

Die Spanier, Vertreter des »zivilisierten Abendlandes«, hatten keinen Sinn für die Goldschmiedearbeiten der Inka. Sie schmolzen herrlichste Kunstwerke ein, gossen sie in Barren. Nicht unerhebliche Schätze konnten aber vor den spanischen Barbaren gerettet werden. Sie wurden, so lautet die Überlieferung, in entfernte und kaum zugängliche Bergregionen geschafft. In den legendären Orten Huilcabamba und Vilacabamba sollen sie versteckt worden sein. Vergeblich suchten die Spanier danach. Sie folterten zahllose Inka grausam zu Tode, erfuhren aber nicht, wo sich die geheimen Schatzverstecke befanden. Auch Hiram Bingham suchte vergeblich. Auch wenn er den bis heute vermissten Inkaschatz nicht fand, soll er dennoch Kostbarkeiten von erheblichem Wert außer Landes geschafft haben.

Unterwegs nach Machu Picchu
Von Cusco aus geht es im Morgengrauen mit der Eisenbahn nach Machu Picchu. Wenn man Glück hat, kann man die ganze Strecke im Zug zurücklegen. Manchmal muss man die erste Etappe mit dem Bus fahren.

Zunächst passiert man die Elendsviertel von Cusco. Zum Skelett abgemagerte Hunde wanken durch die Slums. Erwachsene, Kinder und Jugendliche schuften. Selbst Kleinkinder schleppen schwere Lasten. Thilo Sarrazin hat Recht: Im Vergleich zu den Armen von Cusco sind die »Armen« in Deutschland steinreich. Doch während manche »Arme« in Deutschland ihr unerträgliches Los bejammern.... scheinen die materiell wirklich Armen von Cusco stolz auf ihrer Hände harte Arbeit zu sein.

Der Zug quält sich durch grandiose Landschaft in die Höhe. Was für ein krasser Gegensatz bietet sich dem Reisenden: zwischen dem schlammigen Grau von Cusco und dem üppigen Grün der subtropischen Gefilde. Wir nähern uns den Ausläufern des Amazonasgebietes.

Unterwegs legt der Zug eine kurze Pause ein. Die kleine »Station« markiert den höchsten Punkt der Zugstrecke: 4319 Meter über dem Meer! Weiter geht’s: über den Urubamba. Wir erreichen Ollantaytambo. Hier enden alle Straßen. Von hier an ist der Zug das einzige Verkehrsmittel. Nach etwa vierstündiger Fahrt kommen wir in »Aqua Calientes« an. Der Name des Dorfes weist auf die heißen Quellen hin.

4319 Meter über dem Meer
In Aqua Calientes kann man höchst preiswerte kleine Hotels finden. Von hier aus sind es nur noch etwa acht Kilometer bis zu den Ruinen von Machu Picchu. Busse schaffen Touristengruppen über eine geradezu lebensgefährlich anmutende Serpentinenstraße zur verlorenen Stadt und wenige Stunden später wieder zurück. Touristenströme drängen sich durch den schmalen Eingang am Kartenhäuschen vorbei und ergießen sich über das Areal von Machu Picchu. Jeder der bis zu 1500 Besucher ärgert sich über die anderen 1499 Touristen, die jedes Foto durch ihre bloße Anwesenheit verderben.

Wer den Zauber von Machu Picchu erleben möchte, hat nur eine Chance: Man nimmt sich ein Zimmer im »Hotel Machu Picchu Ruinas«, das direkt am Eingang der mysteriösen Stadt liegt. Dann kann man schon vor 10 Uhr morgens die rätselhafte Anlage gehen, bevor der erste Bus ankommt. Nach 15 Uhr, wenn der letzte Bus ins Tal gefahren ist, dann wird es wieder still und man ist nahezu alleine.

Im Herbst 1992 war ich mit drei Freunden vor Ort. Insider warnten: Im Sommer waren die Rebellenführer der »Tupac Amaru« und des »Leuchtenden Pfades« Victor Polay Campos und Abimael Guzman verhaftet worden. Am 10. August 1995 wurden sie vor einem Militärgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Drohten nun Anschläge auf beliebte Ziele wie Machu Picchu? Damit müsse gerechnet werden, hieß es. Derartige Meldungen schreckten offenbar viele potentielle Reisende ab. So waren meine drei Freunde und ich die einzigen Gäste im »Hotel Machu Picchu Ruinas«. Gegen Abend fuhren die Angestellten des Hotels ins Tal. Angeblich blieb ein Nachtwächter bei uns. Ich muss zugeben: Etwas mulmig war mir damals schon!
Plötzlich wie ausgestorben...

Immer wieder hat es mich in den vergangenen Jahrzehnten nach Machu Picchu gezogen. Ich erinnere mich noch sehr gut: Vor meinem ersten Besuch habe ich dickleibige Bücher über die verlorene Stadt gelesen und detailreiche Pläne der Anlage studiert. Vor Ort aber verstand ich, dass die meisten der vermeintlich wissenschaftlichen Erkenntnisse reine Fantasiegebilde sind. »Palast der Prinzessin« heißt ein großes Haus, »königlicher Palast« ein anderes. Bezeichnungen wie »Heiliger Platz«, »Sonnenfeld« und »Heiliger Felsen«, »Viertel der Handwerker« und »Palast der Sonnenjungfrauen« täuschen aber nur Wissen vor. In Wirklichkeit liegt über Machu Picchu der Schleier des Rätselhaften. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir so gut wie nichts über Machu Picchu wissen.

Die präzise formulierten Bezeichnungen werden von eifrigen Guides mit inbrünstiger Überzeugung vorgetragen. In Wirklichkeit weiß aber niemand, ob zum Beispiel im »Gefängnisviertel« jemals ein einziger Häftling eine Strafe abbüßen musste. Niemand vermag zu sagen, ob es je so etwas wie eine Haftanstalt in Machu Picchu gab.

Imposant ist auch der »Tempel der drei Fenster«. Drei aus gewaltigen Steinquadern kunstvoll gestalteten Fenster sind bis in unsere Tage erhalten geblieben. Bei Sonnenaufgang soll einst das Innere des »Tempels« in geheimnisvolles Licht getaucht worden sein. Heute ist fast nur noch eine massive Steinfassade erhalten. Ob allerdings die drei Fenster je zu einem »Tempel« gehörten, das weiß niemand. Leider gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen der Erbauer und der Bewohner der Stadt.

Tempel der drei Fenster...
wenn es denn ein Tempel war!
Nichtwissen mag Vertretern der Schulwissenschaften ein Gräuel sein. Dennoch: Vergessen wir die zahlreichen Fantasienamen. Begnügen wir uns mit der Gewissheit, dass wir so gut wie nichts wissen. Eingeweiht in die Mysterien von Machu Picchu wareinst die Amauta, ein Gremium aus adeligen Philosophen und Wissenschaftlern der Inka-Zeit. Noch im 16. Jahrhundert lebte deren uraltes Wissen: als eine alte Form der Esoterik. Den Spaniern wurde dieser Schatz niemals offenbart.

Der spanische Soldat Miguel Rufino, so überliefert es die Chronik von Don Antonio Altamirano (verstorben im Jahr 1556), befreite die Inkaprinzessin Accla Gualca aus den Klauen seiner christlichen Landsleute. Er befürchtete, und das ohne Zweifel zurecht, dass man sie foltern würde, um ihr die Geheimnisse ihres Volkes zu entlocken. Dabei ging es nicht um esoterisches Wissen, sondern ganz konkret um Schatzverstecke. Die Spanier waren in ihren Methoden alles andere als zimperkich.

Miguel Rufino und Accka Gualca entkamen den spanischen Häschern. Sie schlugen sich auf strapaziösesten Wegen bis nach Machu Picchu durch. Vor der Amauta von Machu Picchu mussten beide schwören, das Geheimnis der heiligen Stadt zu wahren. Miguel Rufino hat die wirkliche Bedeutung von Machu Picchu gekannt. Er war der einzige Spanier, der die Stadt in den Anden besuchen durfte, als dort noch stolze Inka residierten.

Blick auf einen Teil der Geisterstadt
Miguel Rufino hielt seinen Schwur. Angewidert von der Grausamkeit seiner goldgierigen Landsleute kämpfte er für die Inkas. Er wurde waffentechnischer Berater des Inka Manco. Beim Versuch, die Spanier wieder aus der Stadt Cusco zu vertreiben, fiel Miguel Rufino im Gefecht.

Martin Fieber schreibt in seinem bemerkenswerten Buch »Machu Picchu« (1): »Das wahre Machu Picchu sind aber nicht die 200 Gebäude, die vielen Tausend Treppenstufen oder die heiligen Megalithe... Das wahre Machu Picchu, die Seele der Stadt in den Wolken, ist für unsere Augen unsichtbar. Aber nicht für unser Herz.«

Machu Picchu ist eine geheimnisvolle Stadt. Und sie ist ein Symbol: Fern der plündernden Spanier überlebte hoch in den Anden eine friedliche kleine Gemeinde von Inkas. Sie hatten sich in eine »unwirtliche« Region zurückgezogen. Sie trieben keinen Raubbau gegen die Natur, sondern mit ihr. In Machu Picchu wurden überwiegend Mumien von Frauen gefunden. Sollte dies auf eine matriarchalische Religion hinweisen? Angeblich wurde Pachamama - »Mutter Erde« - in Machu Picchu verehrt. Uralte matriarchalische Glaubenssystem verehrten Muttergottheiten häufig in unterirdischen Höhlen.....

In der Nähe des »Heiligen Felsens« haben argentinische Studenten ein unterirdisches Labyrinth entdeckt. Es wurde von Archäologen erkundet und zugemauert. (2) Bei einem meiner Besuche in Machu Picchu kletterte ich unter einer Absperrung hindurch und quetschte mich in einen Felsspalt. Er verlief schräg nach unten, wurde offenbar breiter. Bevor ich aber weiter erkunden wurde, beorderten mich zwei recht unwirsch aussehende Aufpasser zurück....

Trotz intensiver Recherchen über Jahre, auch in Cuzco und Lima, konnte ich keine wissenschaftliche Publikation über die unterirdischen Gänge von Machu Picchu ausfindig machen. Wartet das eigentliche Geheimnis von Machu Picchu... in der Unterwelt?


Walter-Jörg Langbein in Machu Picchu
Foto: Willi Dünnenberger
Fußnoten

(1) Fieber, Martin: »Machu Picchu/ Die Stadt des Friedens«, Bad Salzuflen 2003, Klappentext

(2) Schmidt, Kai Ferreira: »Peru Bolivien«, Markgröningen, 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 6/ 2000, S. 271


»Das Geheimnis der Glimmerkammer«,
Teil 38 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 10.10.2010

Sonntag, 4. April 2010

12 »Das Geheimnis der Engel von Chinchero«

Teil 12 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


»Chinkanas« heißen die geheimnisvollen unterirdischen Tunnels aus der Vorinkazeit. Sie wurden – wie auch immer – angelegt, lange bevor die spanischen Eroberer das heutige Cusco bauten. Sie sollen, so höre ich immer wieder, auch heute noch über weite Strecken gut erhalten sein. In der Kirche Santo Domingo sah ich bei meinem ersten Besuch 1992 einen Bretterverschlag. So armselig die Bretter auch zu sein schienen, der Eingang in die Unterwelt war mit schweren Eisenketten und massiven »Vorhängeschlössern« gesichert. Sie machten einen geradezu »antiken« Eindruck auf mich. Ausgiebig sprach ich im Herbst 1992 mit zwei ehrwürdigen Patres. Zunächst waren sie mürrisch-abweisend, gaben sich verschlossen und einsilbig. Als ich aber darauf hinwies, Theologie studiert zu haben, waren sie zu interessanten Auskünften bereit. Immer wieder beteuerten sie: Cusco ist von einer Vielzahl durch gewachsenen Fels getriebene Tunnels untergraben. Die unterirdischen Gänge verlaufen teilweise in mehreren Ebenen übereinander. Die verschiedenen Etagen wiederum sind untereinander durch steile Treppen verbunden. Ausläufer reichen bis in den Norden Cuscos. Hier liegt die »Festung« Sacsayhuaman. Niemand vermag zu erklären, wie diese Steinkolosse bearbeitet wurden. Trotz ihres gewaltigen Ausmaßes, der Größte der Kolosse hat ein Volumen von rund 200 Kubikmetern, wurden die Yucay-Kalkstein-Klötze millimetergenau angepasst!

Das eigentliche Wunder von Sacsayhuaman wird den Touristen gern vorenthalten. Während sie die gewaltigen Steinkolosse des Monsterwalls bestaunen... entgeht ihnen ein echtes Weltwunder aus uralten Zeiten... nur einige Hundert Meter von den Steinriesen der dreistufigen Maueranlage entfernt. Oberhalb von Sacsayhuaman waren wirkliche Baumeister am Werk. Auf vielen Quadratkilometern Fläche haben sie Steinmassen unvorstellbaren Ausmaßes massiv bearbeitet. Und das angeblich mit primitivem Werkzeug.

Eine Erklärung für das Vorgehen der unbekannten Steinmetze gibt es nicht. Sie haben im Fels gewütet und scheinbar sinnlose Kreationen geschaffen. Da wurde eine Treppe in den Stein geschlagen, die niemand begehen kann. Die Stufen hängen von der Decke. »Wer hat diese Meisterleistung vollbracht?« frage ich »meine« zwei Patres. Sie schweigen. Ich ernte ein hilfloses Achselzucken. »Waren es die Inka?« hake ich nach. Die ehrwürdigen Gottesmänner lächeln milde, schütteln die ergrauten Häupter. »Die mit Sicherheit nicht! Als die Inka kamen, da war die ›Unterwelt‹ schon Jahrtausende alt!«

Gern würde ich in die Unterwelt von Cusco steigen. Ob man mir den Bretterverschlag öffnet? Die Genehmigung wird nicht erteilt. Die Gefahr sei viel zu groß. So mancher Suchende sei nie wieder ans Tageslicht zurückgekehrt. »Warum?« Die Patres zucken mit den Achseln.»Vielleicht wurde der eine oder der andere verrückt ob der entdeckten gigantischen Schätze da unten... Vielleicht verhungerte und verdurstete man Suchender in dem unterirdischen Irrgarten....« Mahnend erheben die beiden Patres ihre Stimmen. »Überall besteht Einsturzgefahr!« Einige Suchende sollen geistig verwirrt der Unterwelt Cuscos entkommen sein. »Vergessen Sie die unterirdischen Gänge und kehren Sie gesund in die Heimat zurück!« rät mir einer der Patres. Dann entfernen sich die Hüter des Schlüssel gemessenen Schritts.

Einige Male war ich zu Recherchen in Cusco. Einige Male habe ich Sacsayhuaman besucht. Einige Male habe ich die Attraktion von Cusco, die so viele Touristen anlockt, staunend abgeschritten.... Hunderte von Metern Monsterwall. (Foto links!) Und dann ließ ich jedes Mal die Maueranlage hinter mir liegen und kletterte die Anhöhe hinauf... zum eigentlichen Rätsel von Cusco, das immer noch kaum jemand besucht.


Immer wieder entdeckte ich in der bizarren Felslandschaft Eingänge zu Höhlen. Sie sahen wie natürliche Grotten aus. In einige bin ich hineingekrochen. Es kam mir vor, als sei ich jedes Mal tief in die Unterwelt vorgedrungen. Ich mag mich getäuscht haben. Denn meist kam ich nur quälend langsam voran: auf dem Bauch kriechend, eine Taschenlampe zwischen den Zähnen haltend. Manchmal ging es wirklich halsbrecherisch zu. Mehrere Meter kletterte ich in die Tiefe, fast senkrecht ging’s nach unten. In einem der unterirdischen Gänge stieß ich unvermutet auf das Skelett eines kleineren Tieres. Daneben lagen, sorgsam angeordnet, verdorrte Süßkartoffeln und Maiskolben. Haben die unterirdischen Gänge noch heute für die »christianisierten« Nachkommen der Inkas sakrale Bedeutung? Es hat den Anschein! Offenbar wird in der Unterwelt noch heute Göttern aus längst vergangenen Zeiten geopfert.


Man mag zu Erich von Däniken und seinen Theorien stehen wie man will. Unbestreitbar kommt ihm ein großes Verdienst zu: Er macht auf Mysterien unseres Planeten aufmerksam, die von der Schulwissenschaft gern verschwiegen werden. Nach drei Jahrzehnten eigener Reisen zu den großen Geheimnissen unseres Planeten bin ich zur Überzeugung gekommen, dass wirklich Unerklärliches gern in der Fachliteratur übergangen wird. Eines der wirklich großen Rätsel von Planet Erde liegt oberhalb der Monstermauer von Cusco. Wo?

Erich von Däniken gibt in »Reise nach Kiribati« (Düsseldorf 1981, S. 300) erfreulich anschaulich den Weg vor. Er schreibt da: »Meine Damen und Herren, lassen Sie sich am Morgen mit dem Taxi zu den Ruinen von Sacsayhuaman fahren. Veranlassen Sie den Fahrer, auf der alten Straße nach Pisac noch 1,5 Kilometer weiter den Berg raufzufahren – bis zu der ersten Linkskurve. Bezahlen Sie den Fahrer, auch wenn er Ihnen gestikulierend widerspricht. Er wird versuchen, Ihnen einzureden, dass er auf Sie warten wird. Das wird nur teuer und bringt nichts.

Jetzt schauen Sie den Berg hinunter Richtung Inka-Festung. Erklettern Sie gleich neben dem Straßenrand die kleine Anhöhe mit den zerklüfteten Felsen, die rechts von Ihnen 200 Meter über Ihnen liegt. Sie gelangen in ein Felslabyrinth, das die Bezeichnung ›Ruinen‹ im landläufigen Sinne nicht verdient. Da liegen undefinierbare Gesteinsmassen herum, kleinere und größere Quader, unkenntliche Überbleibsel irgendwelcher Bauten. Bald gewinnen Sie den Eindruck, dass hier irgendwann ein mit letztem technischen Raffinement erstelltes Bauwerk total zerstört wurde.

Über Kluften und Felsgrotten klettern Sie auf Plattformen. Unerwartet, überraschend stehen Sie vor erstklassig zugeschnittenen Steinungetümen. Meine Damen und Herren, sehen Sie genau hin, fassen Sie sie an, diese polierten Betonwände, die erst gestern aus ihrer Holzschalung entlassen zu sein scheinen. Sie täuschen sich! Es ist kein Beton, es ist Granit!

Falls Sie es verlernt haben, zu staunen, hier wird Ihnen diese wichtige Begabung ohne Mühe wieder zukommen. Wie von einer Urkraft geschüttelt stehen Grotten auf dem Kopf, sind Tunneleingänge in ihrem ehemals geraden Verlauf unterbrochen, ineinandergeschoben.«

Im Lauf verschiedener Weltreisen war ich immer wieder in Cusco. Immer wieder erkundete ich die mysteriöse Steinwelt oberhalb der Monstermauern von Cusco. Immer wieder zogen mich die monumentalen Steinbearbeitungen wie magisch an. Riesige Steingiganten aus gewachsenem Fels sind eindeutig bearbeitet worden. Aber wie ist das geschehen? Welche Werkzeuge wurden benutzt? Den Inkas war eine solche Steinbearbeitung fremd. Scheinbar spielerisch wurden Felsungetüme – im Großen wie im Kleinen – zugeschnitten. Als sei der harte Fels weich wie Butter gewesen wurden hier rechtwinkelige Nischen herausgearbeitet und runde oder ovale Vertiefungen geschnitten. Dort haben die unbekannten Baumeister so etwas wie ein kurioses Ensemble aus steinernen »Thronen« geschaffen. So gut wie jeder Fleck wurde mit unbekannten Werkzeugen behandelt. Ein Zweck ist nicht zu erkennen. Platteformen.. Felswände... glattpolierter Stein... Einem gewaltigen Koloss, er mag acht Meter hoch sein, wurden scharfe, exakte Kanten abgetrotzt. Immer wieder glaubt man, vor Betonbauten zu stehen. Die Verschalungen, so sieht es aus, hat man offenbar eben erst abgenommen. Der Eindruck aber täuscht: Unbekannte Schöpfer haben hier mit unbekannten Werkzeugen den Stein bearbeitet, als ob sie ihre besonderen Fähigkeiten demonstrieren wollten... oberhalb von Sacsayhuaman, aber auch in Chinchero. (Nächstes Foto: Steinbearbeitung hinter der Kirche von Chinchero!)

Die Spanier hatten keine Ahnung, wer für die wahrhaft monströsen Steinbearbeitungen oberhalb der Wallanlage von Sacsayhuaman verantwortlich war. Die Inkas wussten es auch nicht.Angeblich glaubten die ach so »primitiven Heiden«, ihre vorzeitlichen Schöpfergötter hätten die Wunder in Stein vollbracht. Sie selbst waren dazu nicht in der Lage. Sollte Manco Capac, der legendäre Sohn des Sonnengottes im Stein gewütet haben? Die christlichen Missionare, die mit den mörderischen Plünderern über das Inkareich herfielen, lehnten fremde Götter ab. Nur der eigene, der christliche Gott, durfte angebetet werden. Der aber war natürlich kein Steinmetz. Da Inkagötter als Urheber der Wunder in Stein auch nicht in Erwägung gezogen werden durften... mussten Teufel herhalten. Das wiederum akzeptierten die Inkas nicht. Wenn schon keine Inkagötter als Baumeister akzeptiert wurden... dann mussten es »Engel« gewesen sein, die mit spielerischer Eleganz massenweise am gewachsenen Stein oberhalb von Sacsayhuaman herumsäbelten.

Unweit von Cusco liegt Chinchero. Chinchero war einst eine wichtige Inka-Metrolole, deren einstiger Glanz nicht einmal mehr zu erahnen ist. Übrig geblieben ist ein Dörfchen mit Lehmhütten. Selten verirren sich Touristen hierher. Gelangweilt marschieren Fremde über holperig gepflasterte staubige Straßen. Im starken Kontrast zu den mürrischen Gesichtern der fremden Besucher stehen die stets freundlich lächelnden Einheimischen. Vom einstigen Glanz der Inkazeiten ist hier so gut wie nichts mehr geblieben. Sakrale Tempelbauten wurden von den christlichen Eroberern abgetragen und wütend zerstört. Man erkennt nur noch da und dort sehr bescheidene Häuschen, die auf uraltem Inkamauerwerk errichtet wurden. Auch die Inkas nutzten kleine, handliche Steine, die sie gekonnt zu Mauerwerk auftürmten.

Dabei hat Chinchero Interessantes zu bieten. Der sommerliche Markt gilt als einer der größten der Region. Landwirtschaftliche Produkte und Kunsthandwerkliches werden geboten. Wer sich für die Rätsel der Vergangenheit interessiert, sollte sich hinter der Kirche umsehen. An der Rückseite der Kirche findet sich eine Mauer, die in ihrer Bauweise an den Monsterwall von Cusco erinnert. Gewiss, die sorgsam zugehauenen Steine sind bei weitem nicht so gewaltig wie jene von Sacsayhuaman. Aber auch sie wurden millimetergenau aufeinander gesetzt – ohne Mörtel halten sie schon seit Jahrhunderten stand. Haben hier die Inkas frühere Baumeister zu kopieren versucht?

1560 wurde, so viel ist bekannt, mit dem der Bau einer Kirche begonnen. Christliche Handwerker wollten so ihrem Gott ein Denkmal setzen. Ältere Kulte sollten in Vergessenheit geraten. So setzte man das neue Gotteshaus auf das steinerne Fundament eines älteren Tempels der Inkas. Baumeister ganz anderer Art wirkten hinter der Kirche... wohl schon Jahrhunderte früher. Der Ort für die Kirche war nicht zufällig gewählt. Ein eben dieser Stelle gab es ein uraltes vorchristliches Heiligtum – aus Inka- (oder gar Vorinkazeiten?) !

Ein Naturfels von beachtlicher Größe hat die Zerstörungswut der Spanier überdauert. Er wurde einst ganz so wie die Steinkolosse oberhalb von Sacayshuaman mit unbekannten Werkzeugen bearbeitet. Wieder fällt auf, dass das komplexe Steingebilde nach frischem Beton aussieht. Man könnte meinen, die Verschalungen wurden eben erst abgenommen. Unwillkürlich denkt man an einen Thron in Stein. Die scharfen Kanten beeindrucken. War der kuriose Stein den Inkas so heilig, dass selbst die frühen Missionare es nicht wagten, ihn auch nur anzurühren? Ausfindig zu machen waren sie nur mit mühe.


Um 1693 begann ein Künstler, Francisco Chihuantito (andere Schreibweisen: Chiwantito und Chivantito), das christliche Gotteshaus mit großformatigen Gemälden auszustatten. Wie viele Bilder er für diesen Zweck geschaffen hat, das konnte ich trotz intensiver Recherchen nicht ermitteln. 305 Jahre später, im November des Jahres 1998, befanden sich die riesigen Ölbilder in einem erbärmlichen Zustand. Sie dienten auch nicht mehr als frommer Schmuck für das Gotteshaus. 

Ich habe sie zufällig entdeckt, als ich die Kirche erkundete. Die Gemälde wurden auf der hölzernen Empore mehr schlecht als recht verwahrt. Vollkommen verstaubt lehnten sie an der Mauer im Dunkel der Kirche. Manchmal waren gleich mehrere voreinander gestapelt. Da und dort waren Rahmen zerbrochen. Da und dort war noch ein Motiv zu erkennen, wo die Staubschicht nicht alles überdeckte. Da und dort hatte man mehr schlecht als recht versucht, Bilder vom Schmutz zu befreien. Mag sein, dass durch laienhafte Putzaktionen Bilder beschädigt wurden.

Ich erinnere mich, als wäre es eben erst gewesen... Meine Taschenlampe huscht über die Leinwände... elektrisches Licht steht nicht zur Verfügung. Argwöhnisch beobachtet mich ein Küster. Auf einem der Riesengemälde mache ich Maria, die Mutter Jesu aus. Auf dem gleichen Bild, etwas kleiner, sind Engel in höchst ungewöhnlicher Situation dargestellt. Das seltsame Motiv lässt mich staunen: Engel mit einer Säge. Warum verewigte man die himmlischen Boten so ganz anders als aus christlicher Kunst bekannt: nicht als dickbackige Gestalten mit Flügeln beim Frohlocken, nicht beim andächtigen Beten mit gen Himmel gerichtetem Blick, nicht beim Musizieren... sondern als Steinmetze mit Sägen?

Maestro Francisco Chihuantito (andere Schreibweisen: Chivantito und Chiwantito) hat beim Bild mit den sägenden Engeln nicht aus der Phantasie geschöpft. Er hat die seltsame Szene nur kopiert. Ein unbekannter Künstler hat – Jahre zuvor, wann genau ist nicht mehr bekannt – das Original über den Eingang der Kirche gemalt: Zu sehen sind zwei Engel, die mit ernstem Eifer Stein sägen. Angeblich, so erfahre ich vor Ort, haben einst die Inkas von himmlischen Wesen zu berichten gewusst, die mit ganz besonderen Sägen Stein bearbeiteten.

Die »sägenden Engel von Chinchero« verdeutlichen, dass die Inkas ganz offensichtlich nicht wussten, wie die fantastischen Steinbearbeitungen oberhalb von Sacsayhuaman entstanden. Sie schrieben sie Engeln, also himmlischen Wesen, zu. Die mysteriösen Wunderwerke in Stein wurden so per Gemälde zwangschristianisiert. Wunder waren nun einmal die Domäne des Christentums. Vorchristliche Wunder durfte es nicht geben. Und die Menschen der vorchristlichen, »heidnischen« Zeiten durften auf keinen Fall den Christen überlegen sein.

Es muss bereits vor den Inkas so etwas wie eine fortgeschrittene Zivilisation im Reich der Inkas gegeben haben, über die wir so gut wie nichts wissen. Ist diese Zivilisation sang- und klanglos untergegangen, verschwunden? Oder war sie nicht von unserer Welt? Waren kosmische Besucher auf unserem Planeten zu Besuch, die über eine fortgeschrittene Technologie verfügten?

Alle Fotos: Walter-Jörg Langbein. Copyright: Walter-Jörg Langbein

»Das Horrorkabinett des Dr. Cabrera«,
Teil 13 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«,
von Walter-Jörg Langbein
erscheint am 11.4.2010


Sonntag, 28. März 2010

11 »Unterirdische Gänge und die Monstermauer von Cusco«

Teil 11 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Erinnern wir uns: »Bei Pacari-Tambo, östlich von Cusco gelegen, sollen einst vier Schwestern und vier Brüder aus einem unterirdischen Tunnel gestiegen sein. Einer der Brüder schleuderte vier Felsbrocken, so heißt es, in die vier Himmelsrichtungen. So sollen die Grenzen des Inkareiches festgelegt worden sein.« Diese uralte Überlieferung mutet wie ein Märchen von Ali Baba und seinen Schätzen an, fantastisch und unglaubwürdig. Indes: Einst existierte unter der heutigen Stadt von Cusco ein gigantisches unterirdisches Tunnelsystem, dessen Ausmaße wir uns nicht einmal vorstellen können. In diesen Gängen sollen noch märchenhafte Schätze schlummern.

Die Zugänge in diese Unterwelt, die sich in mehreren Etagen weit über die Grenzen der einstigen Metropole hinaus erstreckt haben soll, endeten in Gebäuden aus der Vor-Inkazeit. Die Inkas übernahmen diese Bauwerke, vielleicht auch die gigantischen Tunnelanlagen. Und die spanischen Eroberer errichteten Kirchen auf den uralten Mauern. Die Tunnels müssen ihnen bekannt gewesen sein. Verschiedentlich haben mir Priester in weihrauchgeschwängerter Kirchenatmosphäre gezeigt, wo sich hinter Altären noch Eingänge in die Unterwelt befinden sollen. Andere Geistliche leugneten die Existenz der unterirdischen Anlagen. Ein Priester meinte mit erhobenem Zeigefinger: »Natürlich gibt es diese Gänge im Felsgestein nicht. Außerdem ist es viel zu gefährlich, sie zu erkunden!« Ein anderer behauptete: »Vor Jahrhunderten hatten die Menschen Angst. Sie glaubten, Teufel könnten aus der Hölle an die Erdoberfläche kommen. Sie zerstörten deshalb die Zugänge zu den Tunnels. Viele dürften zudem sowieso im Lauf der Jahrhunderte eingestürzt sein!«

Meine Recherchen vor Ort ergaben tatsächlich Fantastisches: Die heutigen Kirchen sollen nach wie vor über Zugänge in diese mysteriöse Unterwelt verfügen... Gotteshäuser christlichen Geprägtes als Hüter einer uralten heidnischen Vergangenheit. Teile der Labyrinthe wurden angeblich von der peruanischen Armee gesprengt. War es die Absicht der Militärs, die unterirdische Welt zu vernichten? Oder sollte vielmehr verhindert werden, dass moderne Abenteurer in die Unterwelt hinabsteigen? Was könnte in den Gängen unter Cusco zu finden sein?

1533 war der Herrscher der Inkas Atahualpa Gefangener der Spanier. Francisco Pizarro bat Inkaherrscher Atahualpa um ein Treffen in Cajamarca, wo der mächtige Regent die heißen Schwefelbäder genoss. Als Atahualpa auf einer goldenen Sänfte zum Marktplatz getragen wurde, war kein spanischer Soldat zu sehen. Die Komplizen Pizarros beobachteten aus ihren Verstecken das Geschehen. Der katholische Priester Vincente de Valverde näherte sich und forderte Atahualpa gebieterisch auf, den christlichen Glauben anzunehmen. Schließlich reichte der Geistliche dem Inka eine Bibel. Der hielt das »sprechende Buch« an sein Ohr, lauschte und warf es schließlich enttäuscht zu Boden. Diese »Schändung des christlichen Glaubens« war willkommener – erwarteter – Anlass, Atahulapa gefangen zu nehmen und seine Gefolgsleute niederzumetzeln. Bis zu 10 000 Inkas sollen in einem grausamen Gemetzel ermordet worden sein. Atuhalpa ließ man noch am Leben.

Atahualpa kannte die Gier der Spanier nach Gold und Silber. Also bot Atahualpa den Spaniern ein Lösegeld an: ein Raum von sechs Meter Länge und fünf Meter Breite würde übermannshoch mit Gold, ein zweiter Raum mit Silber gefüllt. Pizarro zögerte. Der zweite Raum sei doch kleiner, wandte er ein. Daraufhin erhöhte Atahualpa seine Offerte. Er würde als Lösegold zusätzlich zum Gold doppelt so viel Silber heranschaffen lassen, wie in den zweiten, kleineren Raum passte.

Boten wurden ins ganze Inkareich geschickt. Und bald schon trafen aus dem gesamten Inkareich Karawanen ein, beladen mit unvorstellbaren Schätzen aus Gold und Silber. Für die Inkas waren diese Metalle lediglich Material, um daraus kostbare Kunstschätze zu schaffen. Die »zivilisierten« Spanier indes hatten kein Interesse an den Zeugnissen einer fremden Kultur. Sie errichteten gewaltige Schmelzöfen und verwandelten fünf Wochen lang Tag und Nacht die Schätze der Inkas in Gold- und Silberbarren.

Vergeblich hatte Atahualpa darauf gehofft, die christlichen Eroberer würden zu ihrem Wort stehen. Die räuberischen Erpresser aus Europa dachten gar nicht daran. Ihnen war klar, dass ein aus der Gefangenschaft freigelassener Atahualpa seine Truppen neu sammeln und ordnen... und die Spanier besiegen konnte. Man wagte aber nicht, ihn sofort zu töten. So erklärten die Spanier ihren Gefangenen zum »freien Mann«. Freigelassen wurde er allerdings nicht, sondern blieb weiterhin Gefangener, jetzt allerdings als »Gast«. Gleichzeitig wurde ein abstruser Prozess vorbereitet, dessen Ausgang von Anfang an feststand: die Todesstrafe. Zu den »Verbrechen« des einst mächtigsten Mannes des Inkareiches gehörte es, nackt mit schönen Jungfrauen gebadet zu haben. Das Todesurteil wurde mit viel Brimborium verkündet.

Huldvoll bot Pizarro dem Inkaherrscher an, ihn nur erwürgen und nicht verbrennen zu lassen... falls er sich taufen ließe. Atahualpa willigte ein, weil seiner religiösen Überzeugung nach eine Wiedergeburt nur möglich war, wenn sein Leichnam nicht den Flammen zum Opfer fallen würde. Und so wurde Atahualpa am 26. Juli 1533 (oder am 29. August 1533) mit der Garotte ermordet, nachdem Padre Vincente de Valverde den Todgeweihten auf den Namen Francisco de Atahualpa getauft hatte.

Auch nach der Ermordung Atahualpas trafen weiterhin Reichtümer ein. Eine einzige Karawane, bestehend aus 11 000 mit Gold und Silber beladenen Lamas, soll noch rechtzeitig von Atahualpas Frau umgeleitet worden sein. So entgingen den Spaniern schätzungsweise fünf Tonnen Gold. Gelagert wurden diese Kostbarkeiten angeblich im Tunnelsystem unter Cusco, in einem Labyrinth mit bezeichnendem Namen: »Ort, an dem man verloren geht«. Felipe de Pomares, so überliefert es ein Dokument aus dem 16. Jahrhundert, soll noch gewusst haben, wo das unterirdische Versteck war. Felipe de Pomares zeigte seiner Frau einen einzigen Raum tief unter Cusco: Da standen Statuen von Menschen in Lebensgröße – in purem Gold. Wuchtige goldene Tische waren mit kostbaren Pokalen und Edelsteinen förmlich überladen.

1814 war es Brigadier Matieo Garcia Pumakahua, ein Nachfahre der stolzen Inkas, der einem Vorgesetzten die Augen verband und ihn in die unterirdische Welt Cuscos führte. Der hochrangige Offizier bekam Goldbarren in Backsteingröße, herrlichen Goldschmuck und kunstvoll gearbeitete Tierfiguren aus Silber zu sehen. Angeblich war in der Schatzkammer – einer von unzähligen – das Schlagen der Glocken der Kathedrale von Cusco zu hören. Das geheime versteck muss sich also irgendwo in einer unterirdischen Kammer im Stadtbereich selbst befunden haben.

Mitte des 19. Jahrhunderts will der Abenteurer Bill McGovern in unterirdischen Kammern bei Cusco »Altäre« gesehen haben, die zu Ehren der Inkagötter errichtet worden waren. McGovern: »Nahe bei Sacsayhuaman gibt es geheimnisvolle Höhlen, die in das Innere der Erde reichen. Hier hat man Altäre zu Ehren der Götter der unterirdischen Gefilde aus dem Gestein geschlagen.«

Eingänge in die Unterwelt soll es einst viele gegeben haben... die aber allenfalls nur wenigen Eingeweihten bekannt waren. Sie führten angeblich einst kilometerweit von der Metropole Cusco unterirdisch bis nach Sacsayahuaman.

Nach meinen Recherchen vor Ort befindet sich noch heute direkt unter dem Hauptaltar der Kirche von Santo Domingo ein Abstieg in die unterirdischen Gänge. Man zeigte mir einen primitiven Holzverschlag, der die geheimnisvolle Tür verbirgt. Weitere Kirchen sollen auf Grundmauern von Inka-Bauten mit Zugängen zum Gangsystem errichtet worden sein: die Kirche von San Cristobal, die Kathedrale von Cuzco, die Kirche von Santa Catalina und die Kapelle von Santa Rosa. Diese sakralen Gebäude reihen sich wie Perlen auf einer schnurgeraden Kette aneinander. Sie weisen in nördliche Richtung: nach Sacsayhuaman!

Sacsayhuaman! Der Name steht für ein kolossales Bauwerk, das zu den Weltwundern unserer Erde gezählt werden darf: Im Norden von Cusco gibt es ein gewaltiges Bauwerk, das wirklich die Bezeichnung »Monstermauer« verdient: 545 Meter lang erstreckt sie sich in Zickzacklinien, in drei Stufen übereinander wie eine mythologische Schlange. Oftmals ist dieser kunstvoll aufgetürmte Superwall über zwanzig Meter hoch! Steinriesen aus Andesit, bis zu 400 Tonnen pro Stück, wurden scheinbar mühelos in- und aufeinandergefügt.

Einen dieser Steinriesen habe ich vermessen. Er hat ein Volumen von 180 Kubikmetern (seine Maße 9m x 5m x 4 m). Wie alle seiner »Kollegen« wurde er zwanzig Kilometer transportiert: vom Steinbruch zur geheimnisvollen Mauer. Wie soll das geschehen sein? Angeblich kannten die Inkas weder Rad noch Rolle. Wie hat man die Kolosse vom Steinbruch an die Baustelle befördert? Wie wurden sie zur Mauer aufgetürmt? Wie hat man sie aufeinander gestapelt?

»Aha, da waren also die Außerirdischen am Werk!« werfen Skeptiker ironisch grinsend ein. »Warum sollten Außerirdische so eine Monstermauer bauen?« Diese Argumentation klingt vernünftig. Allerdings wird da »widerlegt«, was niemals behauptet wurde: der gewaltige Monsterwall von Cusco wurde nicht von Außerirdischen errichtet. Aber: die Menschen, die da eine wahre Meisterleistung vollbracht haben, müssen über uns unbekannte Methoden und Werkzeuge verfügt haben. Wie entstand das Wunderwerk von Sacsayhuaman?

»Wir wissen es nicht!« erklärte mir Prof. Hans Schindler-Bellamy, Wien. »Die Anlage dürfte eher 10 000 Als 1 000 Jahre alt sein! Sie wurde – zu welchem Zweck auch immer – lange vor der Inkazeit errichtet!«

Als »Verteidigungsbollwerk« macht die Monstermauer keinen Sinn. Warum sollte man so eine zyklopenhafte Anlage bauen? Warum hat man Zigtausende von Tonnen Stein in Riesenbrocken über weite Strecken – wie auch immer – transportiert... und dann noch millimetergenau verbaut? Einen solchen Aufwand hätten die Inkas nicht getrieben, um Feinde abzuhalten.

Oberhalb der Monstermauer haben Archäologen eine kreisrunde Anlage entdeckt. Sie hatte offenbar astronomische Bedeutung. Hier wurden Sterne und Planeten angepeilt und beobachtet. Wie wurden die Ergebnisse der astronomischen Studien festgehalten, in welcher Schrift? Eine Schrift muss es gegeben haben, auch für die Planung der gewaltigen Anlage von Sacsayhuaman.

Staunend steht man vor den Steinkolossen. Man gewinnt den Eindruck, als hätten Riesen die monströsen Steine wie kleine Bauklötzchen spielerisch zusammengefügt. Die Kolosse müssen zunächst millimetergenau zu komplexen, mehreckigen und vielflächigen Steinriesen zurechtgehauen worden sein. Erst dann können sie exakt auf – und nebeneinander gesetzt worden sein... millimetergenau und ohne Bindemittel. Mit unglaublicher Präzision hat man da gearbeitet.

Kleine, handliche Steine kann man auch mit primitiven Werkzeugen immer wieder bearbeiten: so lange, bis sie sich wie ein dreidimensionales Puzzle zusammensetzen lassen. Man kann immer wieder die Steine aneinander- oder aufeinanderhalten, man kann immer wieder probieren und ändern – bis sie exakt passen. Mit tonnenschweren Steinkolossen ist das nicht möglich. Wer auch immer die Monstermauer gebaut hat, muss über Transportmöglichkeiten, Werkzeuge und Arbeitsmethoden verfügt haben, die die Inkas nicht hatten.

»Das Geheimnis der Engel von Chinchero«
Teil 12 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
erscheint am 04.04.2010


Sonntag, 21. März 2010

10 »Geheimnisvolles Cusco«

Teil 10 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Die Luft ist dünn in etwa 3500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Ich sitze auf so etwas wie einem steinernen Thron, der vor vielen Jahrhunderten gemeißelt und poliert wurde. Sitzfläche und Rückenlehne sind blank poliert. Wer thronte einst hier... mit dem Rücken zu einem der großen Geheimnisse unseres Planeten? Weiter unten im Tal kriecht eine steinerne »Schlange« in Zickzacklinien dahin. Oder sind es drei Schlangen, von unbekannten Meistern der Baukunst aus gigantischen Steinbrocken gebildet... jede fast 600 Meter lang? Aus der Distanz kann man am ehesten erfassen, wie lang der monströse Komplex von Sacsayhuaman bei Cusco, Peru, wirklich ist.

Seit über 30 Jahren beschreibe ich rätselhafte archäologische Monumente, die meiner Überzeugung nach von der Schulwissenschaft nicht erklärt werden können. Kritiker nehmen das gern zum Anlass, an meiner Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Doch während ich seit Jahrzehnten die Welt bereise, begnügen sich manche Kritiker mit Antworten vom häuslichen Schreibtisch aus. Sie »widerlegen« gern nach dem Motto »Es kann nicht sein, was nicht sein darf!« Ich begnüge mich nicht mit »Recherchen« im häuslichen Arbeitszimmer. Ich recherchiere vor Ort. Und was ich immer wieder gesehen habe, beweist für mich ganz eindeutig: »Es gibt phantastische Dinge, auch wenn es sie nach Gelehrtenmeinung gar nicht geben dürfte.« Nun kann man entweder die Realität bestreiten.. oder an der Schulwissenschaft zweifeln. Wenn die Wirklichkeit manchmal phantastischer ist als die trockene Lehre der Wissenschaft, dann muss man darüber nachdenken, ob es nicht an der Zeit ist, endlich die wissenschaftliche Gedankenwelt an die Realität anzupassen.

Zu den großen, ungelösten Rätseln der Vergangenheit gehören die mysteriösen Steinbearbeitungen aus uralten Zeiten. Vor Jahrtausenden wurden da massive Felsmassive bearbeitet, als sei dies mit spielerischer Leichtigkeit erfolgt. Geben uns die »Engel von Chinchero« Hinweise auf ein uraltes Geheimnis?

Unterwegs zu den Geheimnissen des mysteriösen Cusco machte ich halt bei einem kleinen ländlichen Markt. Weithin schallte das Lachen spielender Kinder. Frauen in einfacher, sauberer Kleidung scherzten und priesen ihre Waren an. Manche hatten nur einige Maiskolben im Angebot. Andere boten gekochte Süßkartoffeln an. Auch Süßigkeiten wurden angepriesen.

Aus Sicht eines Europäers oder Amerikaners mögen diese Menschen sehr arm gewesen sein. Bescheiden waren auch die landwirtschaftlichen Produkte die sie feilboten, meist Gemüse aus eigener Produktion. Jeder Verkauf löste Freude aus: bei den erfolgreichen Händlern, aber auch bei den »Nachbarständen«. Emsig wurde Nachschub in Säcken herbeigeschleppt. Bei aller »Armut« waren die Menschen bester Laune. Sie strahlten mit der Sonne um die Wette. Ob sie letztlich ohne Aktiendepot, Bankkonto und stressbedingte Magengeschwüre nicht viel reicher waren als so mancher Europäer oder Amerikaner?

Ich schenkte einem kleinen Buben meinen »Cowboyhut«. Und schon wurde ich zu einer heißen gekochten Süßkartoffel eingeladen. Ich revanchierte mich wiederum mit einem Pullover aus meinem Rucksack. Mein Präsent wurde dankend angenommen und ich bekam eine große Tüte mit gekochten Süßkartoffeln in die Hand gedrückt. Die Worte der freundlichen Menschen verstand ich nicht. Ihre Freundlichkeit aber bedurfte nicht der Übersetzung. Und als ich mich wieder auf den Weg machte... schämte ich mich für das unsägliche Leid, das meine Vorfahren den Inkas zugefügt haben, die beraubt, gefoltert und ermordet wurden. Dankbar und genüsslich verzehrte ich die Süßkartoffeln. Sie sättigten – und sie wärmten das Herz des Reisenden in der Fremde.

Cusco – auch Cuzco, Qusu und Qoso geschrieben – ist die Hauptstadt der Region Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes, 3400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Die uralte Metropole beherbergt heute den Sitz eines Erzbischofs. Der residiert würdevoll und nicht ohne Prunk. Wer sich für viele Jahrhunderte alte Gotteshäuser interessiert, wird in Cusco nicht enttäuscht werden. Allerdings ist Cusco heute nur noch ein Abglanz einstiger Größe. Und Cusco ist ein Stein gewordenes Denkmal europäisch-christlicher Überheblichkeit. Haben doch die »zivilisierten« Europäer das ursprüngliche Cusco weitestgehend zerstört, die uralten Tempel abgetragen und die christlichen Gotteshäuser auf den Grundmauern »heidnischer« Kultbauten errichtet.

Fast vollständig verschwunden sind sakrale wie weltliche Bauten der Inkas. Wobei die Grenzen zwischen religiös und politisch noch verschwommener waren als heute im christlichen Abendland. Aber auch die Bauten der Inkas waren keine »Erstlinge«. Auch sie wurden auf noch älteren Grundmauern errichtet. Die Inkadenkmäler wurden rigide abgerissen, die Steine wurden wieder genutzt. Da und dort sind noch Original-Inka-Mauern in Cusco erhalten: kleine Steine exakt zusammengefügt, keine Kolosse wie in Sacsayhuaman. Und doch gibt es nach wie vor steinerne Erinnerungen an die glorreiche Zeit der Inkas!

Einer der größten Tempel der Inkas war der Sonne geweiht: Quorikanchal. Er muss für die Inkas von ganz besonderer Bedeutung gewesen sein. Die Spanier versuchten das massive Bauwerk abzutragen, was ihnen auch weitestgehend gelang. Auf den Grundmauern des einstigen Heiligtums entstanden das Kloster und die Kirche von Santo Domingo. Ein Erdbeben ließ anno 1950 – Jahrhunderte nach dem Sieg der christlichen Spanier über die heidnischen Inkas – Kirchen- und Klostermauern der Christen einstürzen. Das gewaltige Erdbeben legte massives Gemäuer aus Inkazeiten frei... Wer an das Eingreifen »göttlicher Kräfte« glaubt, mag sich fragen, wieso Ende des zweiten nachchristlichen Jahrtausends christliches Mauerwerk fiel, während verhasstes Inka-Mauerwerk den Naturgewalten trotzte und wieder zum Vorschein kam? Sollte dies ein Hinweis auf die Stärke der Inka-Religion sein? Wie auch immer: Mitte des 20. Jahrhunderts wagte niemand, das Inkagemäuer zu zerstören. Die christliche Kirche wurde restauriert, um die alten Inkamauern herum.

Nach Aufzeichnungen spanischer Chronisten sollen in einem heute dunkel und düster wirkenden Raum die Mumien verstorbener Inkaherrscher auf goldenen Thronen gesessen haben. Die Wände waren demnach alle mit Gold und Silber tapeziert. Eine mächtige Scheibe aus Gold sei einst sakrales Objekt uralten Kultglaubens gewesen. Sterne aus Gold und Silber hingen an den Decken. Die präzise ausgerichteten Fenster hätten an wichtigen Tagen (Sommersonnwende und Wintersonnwende) die Goldschätze im Tempelgemäuer erstrahlen lassen.

Den Spaniern war der »heidnische Aberglaube« aus religiösen Gründen angeblich ein Gräuel. Gegen das Gold und das Silber, das die Tempel eben dieses angeblich so bösen Glaubens schmückte, hatten die christlichen Plünderer nichts einzuwenden. Sie rissen es von den Wänden und schmolzen es zu handlichen Barren ein. Den Priestern von Santo Domingo sind die heidnischen Gemäuer alles andere als lieb. Fotografieren ist verboten. Archäologische Ausgrabungen, die weiteres Inkagemäuer zutage fördern könnte, wird untersagt.

Der Inkaherrscher Pachautec (1348-1471) war es, der die uralte Stadt in neuem Glanz neu erblühen lassen wollte: die Metropole, die einst vom mythischen Schöpfergott Viracocha gebaut worden sein soll. Bei Pacari-Tambo, östlich von Cusco gelegen, sollen einst vier Schwestern und vier Brüder aus einem unterirdischen Tunnel gestiegen sein. Einer der Brüder schleuderte vier Felsbrocken, so heißt es, in die vier Himmelsrichtungen. So sollen die Grenzen des Inkareiches festgelegt worden sein.

Mag sein, dass »Cusco« in der Quechua-Sprache so etwas wie »Nabel/ Mitte der Welt«bedeutete. Das zumindest behauptet der Chronist Garcilaso de la Vega. Nach dem Chronisten Juan de Betanzos indes (»Suma y Narración de los Incas«, 1551) war schon zu Zeiten der spanischen Eroberer, zutreffender wäre Plünderer und Zerstörer einer uralten Kultur, nicht mehr bekannt, wie der Namen zu verstehen sei. Wenig hilfreich ist die Information, dass Cusco ursprünglich »Acamama« hieß, denn auch dieser Name lässt sich nicht wirklich übersetzen. Oder besser gesagt: die Übersetzung ist umstritten. »Mama« macht keine Probleme: »Mutter«. Aber was heißt »aca« In der Quechua-Sprache bedeutet »Aca« in etwa »Schmutz/ Abschaum«. Was aber soll dann »Acamama« bedeuten? »Mutter des Schmutzes« kommt uns in den Sinn.

Denken wir an den ersten Menschen der Bibel, der von »Gott« aus Lehm geformt und deshalb Adam genannt wurde. Weist der »Schmutz« in »Acamama« darauf hin, dass hier die Göttin, die Muttergottgeit, aus dem Schmutz der Erde den ersten Menschen schuf? Erinnert »Acamama« an den verschollenen Glauben einer uralten matriarchalischen Kultur, in der einst die große Göttin – und kein männlicher Gott – angebetet und verehrt wurde? Tatsächlich sahen sich die Tampus – ein zur Gruppe der Quechua-Indianer gehörender Stamm – als die ältesten Menschen überhaupt an. Der Überlieferung nach haben sie einst die Gegend von Cusco bewohnt – eine Art »Paradies«?

»Unterirdische Gänge und die Monstermauer von Cusco«
Teil 11
der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
erscheint am 28.3.2010

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