Samstag, 26. September 2020

558. »Golem 2120«

Teil 558 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Mini-Golem als Souvenir.
(Foto: wiki commons/ public domain/ Martin Pauer).
Ein Golem in 4 Variationen, farblich verändert.
Original: Foto 1 links oben! Collage: Walter-Jörg Langbein

Schon heute können Roboter präzise und effektiv schnell und fehlerfrei Arbeiten verrichten. Roboter können beispielsweise Autos zusammensetzen, freilich nicht aus eigenem Antrieb. Allerdings müssen sie vorher entsprechend programmiert werden. Erst dann wiederholen sie bestimmte Handgriffe präzise und fehlerfrei. Vollständig überholt sind Lochstreifen, die einen tumben Roboter im wahrsten Sinne am Fließband seine konkret definierte und vorgeschriebene Arbeit verrichten lassen. Kaum moderner ist das Programmieren eines Roboters mit einem auf einer Diskette verewigten Programm.

Der tschechische Autor Karel Čapek (*1890; †1938) gilt als Erfinder des Begriffs »Roboter«. In Čapeks Theaterstück »Rossumovi Univerzální Roboti« (»Rossums Universal Roboter«) tauchen künstliche Maschinenmenschen auf, die gezüchtet werden, um statt den Menschen Arbeiten in der Industrie zu übernehmen.

Foto 2: Meyrinks »Golem« von 1915.

Auch wenn in Gustav Meyrinks »Der Golem«, 1915 in Leipzig erschienen, der Ausdruck »Roboter« nicht vorkommt, so handelt es sich dennoch beim »Golem« um einen Roboter, der programmiert wird. Freilich wird der Vorgang des Programmierens von »Golem« nicht mit technischen Begriffen, sondern mit mysteriöser Magie erklärt.

Tommaso Campanella, eigentlich Giovanni Domenico (*1568; †1639), italienischer Philosoph, Dominikaner, Dichter und Politiker, formulierte überaus weitsichtig: »Alles, was die Wissenschaftler … mit Hilfe einer unbekannten Kunst vollbringen, wird Magie genannt … Denn Technologie wird immer als Magie bezeichnet, bevor sie verstanden wird, und nach einer gewissen Zeit entwickelt sie sich zu einer normalen Wissenschaft.«

Sir Arthur C. Clarke (*1917;† 2008) blies ins gleiche Horn (1): »Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.« Auch Gustav Meyrink bringt Magie ins Spiel (2): »Dann wacht in mir heimlich die Sage von dem gespenstischen Golem, jenem künstlichen Menschen, wieder auf, den einst hier im Ghetto ein kabbalakundiger Rabbiner aus dem Elemente formte und ihn zu einem gedankenlosen automatischen Dasein berief, indem er ihm ein magisches Zahlenwort hinter die Zähne schob.«

Gott schuf nach dem biblischen Schöpfungsbericht den Menschen aus Lehm und hauchte ihm seinen Odem ein. So wurde aus der leblosen Materie der lebendige Mensch. Auch der Golem wird aus Lehm kreiert, doch nicht göttlicher Adam erweckt ihn zum Leben, sondern »ein magisches Zahlenwort«. Der Golem erstarrte freilich wieder (3) »in derselben Stunde …, in der die geheime Silbe des Lebens aus seinem Munde genommen ward.« Der Golem funktioniert also nur so lange er von einem »magischen Zahlenwort« am Leben erhalten wird. Das »magische Zahlwort« entspricht dem Computerprogramm des Roboters unserer Tage.

Gustav Meyrink schien für die Laufbahn eines staubtrockenen Mitglieds der guten Gesellschaft prädestiniert zu sein. 1883 machte er sein Abitur, von 1885 bis 1888 besuchte er die »Handelsakademie in Prag«. 1889 war er zunächst Mitinhaber, dann alleiniger Inhaber des »Prager Bank- und Wechslergeschäfts Meyer & Morgenstern«. Bilanzen und Steuerrecht waren aber nicht die Welt von Gustav Meyrink. Schon 1891 gründete er mit einigen Gesinnungsgenossen die »Loge zum blauen Stern«, als Dependance der 1875 von Helena Petrovna Blavatsky (*1831; †1891) ins Leben gerufenen Theosophischen Gesellschaft. Meiner Meinung nach arbeitete er sich mit Begeisterung in die geheimnisvolle Welt des Mystischen und Mysteriösen ein. Sein Roman »Der Golem« ist meiner Meinung nach eine Fundgrube versteckten Wissens der anderen Art.

Ohne Zweifel war Gustav Meyrink ein Kenner der Kabbala. Die Kabbala (andere Schreibweise Kabbalah), zu Deutsch »das Überlieferte«, ist eine magisch-mystische Lehre des Judentums, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen.

Foto 3: »Der Ursprung der Geschichte.. «. Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915.

Über den Golem lässt Meyrink vernehmen (4): »Der Ursprung der Geschichte reicht wohl ins siebzehnte Jahrhundert zurück, sagt man. Nach verlorengegangenen Vorschriften der Kabbala soll ein Rabbiner da einen künstlichen Menschen – den sogenannten Golem – verfertigt haben.«

Und weiter (5): »Es sei aber doch kein richtiger Mensch daraus geworden und nur ein dumpfes halbbewußtes Vegetieren habe ihn belebt. Wie es heißt, auch nur tagsüber und kraft des Einflusses eines magischen Zettels, der ihm hintern den Zähnen stak.«

Foto 4: »Kein richtiger Mensch«. Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915.

Wie alt die Urgeschichte vom Golem sein mag? Meyrink lässt eine seiner Hauptpersonen, Zwakh, zugeben (6): »Ich kann freilich nicht wissen, worauf sich die Golemsage zurückführen läßt.« 

Foto 5: »Abends vor dem Nachtgebet...«
Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915.

Alexander Wöll (*1968), Slawist und Hochschullehrer, seit Anfang 2018 Professor für »Kultur und Literatur Mittel- und Osteuropas« an der Universität Potsdam, fragt (7): »Der Golem. Kommt der erste künstliche Mensch und Roboter aus Prag?« Prof Wöll: »Der Golem steht in Konkurrenz zu Adam. Adama bezeichnet auf hebräisch ›Erde‹, also ein von der Erde genommenes Wesen, dem durch Gottes Hauch Leben und Sprache verliehen wurde. Im Gegensatz dazu meint golem seit dem 12. Jahrhundert einen stummen, minderwertigen Menschen, der ›ohne Zeugungskraft und Trieb zum Weibe‹ – allein mit Hilfe eines sprachmagischen Rituals – künstlich aus einer noch unberührten Elementar-Erde, die vor aller organischen Schöpfung vorhanden ist, erschaffen wird. Als ungefährlicher Automatenmensch in einer arabisch-antiken Erzähltradition ist der Golem ein dienender Knecht und eine Art geistloser Homunculus, der im Gegensatz zum späteren Frankenstein nicht durch naturwissenschaftliche, sondern durch religiös-rituelle Kräfte belebt wird.« Was ist aber ein programmierter Roboter anderes als ein »Automatenmensch«?

Prof. Wöll hat sorgfältiges Quellenstudium betrieben und erkennt das erstaunliche Alter der ursprünglichen Golemsage: »Die Verbindung mit der Erschaffung aus den Buchstaben läßt sich auf drei Berichte aus dem 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Diese Quellen beziehen sich ihrerseits auf das 4. Jahrhundert v. Chr. und auf die beiden Personen Jeremiah und seinen Sohn Ben Sira. Diesen ältesten Belegen zufolge wird der Golem durch Buchstabenkombinationen belebt.«

Der Golem von Prag, so ist es überliefert, wurde zur Gefahr für die Menschen, wie Gustav Meyrink in seinem Roman vermeldet (8): »Und als eines Abends vor dem Nachtgebet der Rabbiner das Siegel aus dem Munde des Golem zu nehmen versäumt, da wäre dieser in Tobsucht verfallen, in der Dunkelheit durch die Gassen gerast und hätte zerschlagen, was ihm in den Weg gekommen.

Bis der Rabbi sich ihm entgegengeworfen und den Zettel vernichtet habe. Und da sei das Geschöpf leblos niedergestürzt. Nichts blieb von ihm übrig als die zwerghafte Lehmfigur, die heute noch drüben in der Altneusynagoge gezeigt wird.«

In »Hüter des Gesetzes«, Folge 3 der Kultserie »Orion«, übernehmen »Golem-Roboter« das Regiment auf dem Planetoiden Pallas. Sie sperren die menschlichen Bergarbeiter in unterirdische Schächte. Den Arbeitsrobotern des Types Alpha Ce Fe gelingt es schließlich, fast die gesamte Crew der Orion, die nach dem Rechten sehen will, gefangen zu nehmen und ebenfalls in die Unterwelt des Planetoiden zu schaffen.

Roboter, die sich gegen ihre menschlichen Erbauer erheben, werden in »Hüter des Gesetzes« (Erstausstrahlung am Samstag, dem 15. Oktober 1966 um 20:15 Uhr) spannend dargestellt. Aber ist so ein Szenario überhaupt denkbar? Im Film der TV-Kultserie gelingt es, die Roboter im wahrsten Sinne des Wortes auszuschalten, so wie der Rabbi in der Golem-Legende dem Amoklauf des künstlichen Menschen ein Ende setzt. Aber wird der Mensch immer dem Roboter überlegen sein? Das glaube ich nicht.

Roboter von heute lassen sich mühelos abschalten. Das wird auch noch einige Zeit der Fall sein. Sobald aber echte künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, wird es erschreckend schnell gehen, bis der Roboter im Vergleich zum Menschen über geradezu göttlich erscheinende Allmacht verfügen wird.
  
Foto 6: Symbolbild!
Ein »Roboter« in Stein (Tiahuanaco, Bolivien).
Ein und derselbe steinerne »Roboter«
in vier Variationen, farblich bearbeitet.
Collage. Original: Foto links oben und rechts
unten!


Auch wenn es um die Zukunft von Mensch und Golem-Roboter geht, bietet »Unsere Erde wird überleben.« von James Lovelock (*1919) nicht von der Hand zu weisende Überlegungen (9). Lovelock entwickelt ein Szenario, dass manche als puren Horror empfinden müssen. Sieht James Lovelock (*1919) doch tatsächlich den Jetztmenschen als Steigbügelhalter des künftigen Erdenbürgers. Für uns »Normalos« wird es dann keine Zukunft mehr geben, allenfalls – wenn überhaupt – als »Haustiere« der »Cyborgs«. Der »Cyborg«, der »Golem 2120«, wird demnach unser Nachfolger. Oder: Wir sind die Eltern einer Kreation, die keine Eltern braucht.


Fußnoten
(1) Clarke, Sir Arthur C: »Profiles of the Future«, zitiert von Weber, Andreas in »Biokapital. Die Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit«, Berlin 2008, Seite 57. Originalzitat: »Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.«. Quelle: »Profiles of the future: an inquiry into the limits of the possible«, revidierte Ausgabe 1973, Seite 36
(2) Meyrink, Gustav: »Der Golem«, Leipzig 1915, Kapitel »Prag«, Seite 32, 6.-2. Zeile von unten (Rechtschreibung von 1915 unverändert übernommen!)
(3) Ebenda, Seite 32, 1. Zeile von unten und Seite 33 1.+2. Zeile von oben (Rechtschreibung von 1915 unverändert übernommen!)
(4) Ebenda, Seite 52, 1.-4. Zeile von oben (Rechtschreibung von 1915 unverändert übernommen!)
(5) Ebenda, 7.-10. Zeile von oben
(6) Ebenda, Seite 53., 4.+5. Zeile von oben
(7) Wöll, Alexander: »Der Golem. Kommt der erste künstliche Mensch und Roboter aus Prag?«, Beitrag zu Marek Nekula et. Al. (Herausgeber.):
»Deutsche und Tschechen. Geschichte - Kultur - Politik.«, München 2001, S. 235-245. (Rechtschreibung unverändert übernommen!)
(8) Meyrink, Gustav: »Der Golem«, Leipzig 1915, Kapitel »Prag«, Seite 52, 12.-21. Zeile von oben (Rechtschreibung von 1915 unverändert übernommen!)
(9) Lovelock, James: »GAIA/ Die Erde ist ein Lebewesen«, Bern 1992

Zu den Fotos
Foto 1: Mini-Golem als Souvenir.(wiki commons public domain Martin Pauer). Ein Golem in 4 Variationen, farblich verändert. Original: Foto 1 links oben! Collage: Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Meyrinks »Golem« von 1915. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: »Der Ursprung der Geschichte.. «. Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: »Kein richtiger Mensch«. Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: »Abends vor dem Nachtgebet...« Ausriss aus Meyrinks »Golem« von 1915. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Symbolbild! Ein »Roboter« in Stein (Tiahuanaco, Bolivien). Ein und derselbe steinerne »Roboter« in vier Variationen, farblich bearbeitet. Collage. Original: Foto links oben und rechts unten!

559. »Jenseits allen Denkens«,
Teil 559 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 4. Oktober 2020



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Sonntag, 20. September 2020

557. »Frankensteins Monster und der Golem«

Teil 557 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



»Ich selber begegnete dem ›Golem‹
das erste Mal in meinem Leben
vor ungefähr dreiunddreißig Jahren.« (1)

Fotos 1 und 2:
Das »Frankenstein-Monster«.
Charles Stanton Ogle (oben)
und Boris Karloff (unten).
Wir schreiben das Jahr 1818. Am 1. Januar erscheint der Roman »Frankenstein or The Modern Prometheus« (»Frankenstein oder Der moderne Prometheus«) anonym. Verfasst hat Mary Shelley(*1797; †1851)die mysteriös-unheimliche Geschichte des jungen Schweizers Viktor Frankenstein. Der Schauerroman gilt als einer der bedeutendsten britischen Romane überhaupt.

Wir schreiben das Jahr 1910. »Frankenstein« wird von den »Edison Studios« verfilmt. Regie führte J. Searle Dawley (*1877; †1949). Charles Stanton Ogle überzeugte als wahrhaft monströse Kreatur aus dem »Labor« Baron Frankensteins. Der Stummfilm galt lange Zeit als verschollen. Bekannt waren zunächst nur wenige Standfotos des Monsters aus dem »Edison-Katalog« und eine knappe Handlungsbeschreibung. In den 1950er Jahren erwarb ein US-amerikanischer Filmsammler eine Kopie des Films, ohne auch nur zu ahnen, welchen filmischen Schatz er erstanden hatte. Erst Mitte der 1970er Jahre wurde die Existenz des Films bekannt. Fast drei Jahrzehnte mussten noch vergehen, bis der Film allgemein verfügbar wurde.

Wir schreiben das Jahr 1914. Henrik Galeen (eigentlich Heinrich Wiesenberg, *1881; †1949) dreht für die »Deutsche Bioscop GmbH Berlin«) den Stummfilm »Der Golem«. Regie führt neben Heinrich Galeen Paul Wegener. Für das Drehbuch zeichnen Paul Wegener und Heinrich Galeen verantwortlich. Paul Wegener agiert auch vor der Kamera: als Golem. Der Film gilt als verschollen. Nur sehr kurze Sequenzen wurden gerettet.

Wir schreiben das Jahr 1915. Die anfängliche Begeisterung der siegestrunkenen deutschen Soldaten weicht nach und nach der Ernüchterung. Der »Erste Weltkrieg« wird immer mörderischer. Das grausame Gemetzel fordert immer mehr Tote. U-Boote sollen die Entscheidung bringen, aber der Krieg weitet sich nur aus.

Im zweiten Kriegsjahr erscheint in einer billigen Feldausgabe, die unter deutschen Soldaten verbreitet wird, der Roman »Der Golem« von Gustav Meyrink (*1868; †1932). Die Erstauflage – immerhin 100.000 Exemplare stark – ist rasch vergriffen. Gustav Meyrink wird zum allseits bekannten Bestsellerautor. Heute gilt »Der Golem« als Klassiker der phantastischen Literatur.

Foto 3: Originalausgabe von
Meyrinks Golem (1915).
Wir schreiben das Jahr 1917. Auf blutigen Schlachtfeldern wird immer noch gestorben. Der Enthusiasmus der Kriegsfreiwilligen ist geschwunden. Paul Wegener schlüpft ein zweites Mal in die Rolle des Golems. Und wieder stammt das Drehbuch von ihm, wieder führt er Regie. »Der Golem und die Tänzerin« ist freilich weniger gruselig als humoriger Filmspaß.

Wir schreiben das Jahr 1920. Zwei Jahre nach Kriegsende ist der Frieden noch nicht eingekehrt. Der Versailler Friedensvertrag wir von vielen Deutschen als unerträgliche Schmach empfunden. Die NSDAP wird gegründet.

Im Kino läuft der bekannteste »Golem«-Streifen der Reihe an: »Der Golem, wie er in die Welt kam«. Der Stummfilmklassiker, ein expressionistischer deutscher Film von Paul Wegener und Carl Boese, basiert auf dem Sagenkreis um den legendären Prager Rabbiner Judah Löw. Der dritte »Golem«-Film erzählt die Vorgeschichte des ersten.

Wir schreiben das Jahr 1931. Der erste Tonfilm nach dem Roman »Frankenstein« kommt in die Kinos. Der Schwarzweißfilm mit Boris Karloff (*1887; †1969) als »Monster« in der Titelrolle hat wenig mit Shelleys Roman zu tun. Er basiert in erster Linie auf dem Bühnenstück von Peggy Webling. Nur einige Motive aus Shelleys Roman tauchen im Film auf. Die Kreatur machte Boris Karloff, eigentlich William Henry Pratt, weltberühmt. Im Roman wie in Bühnenstück und im Film geht es um die Erschaffung von Leben.

Im »Jüdischen Museum«, Berlin, wurde mir bewusst, wie präsent der Golem auch noch im 21. Jahrhundert ist. »Der Golem lebt« wurde in einem eigenen Ausstellungsraum thematisiert. Die Ausstellung war mehr als einen Besuch wert. So zahlreich waren die Ausstellungsstücke, dass man mehrere Tage im Museum hätte verbringen können. Unbedingt ist der Katalog zur Ausstellung (2) zu empfehlen.

Der Golem und eine zweite Kreatur aus der Literatur wurden zu Ikonen der Horrorfilme: Das »Frankenstein-Monster« und die »Golem-Kreatur« stehen für den uralten menschlichen Traum, wie Gott zu werden und selbst Leben zu schaffen. Der erste Schöpfer eines »Golems« indes war Gott selbst. Im Schöpfungsbericht des »Alten Testaments« heißt es kurz und bündig (3): »Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.«

Wie die Ausführungen des »Alten Testaments« schon früh von den Rabbinern verstanden und erklärt wurden, das wurde im »Talmud« zusammengefasst. Der »Jerusalemer Talmud« entstand um 400 n.Chr., der »Babylonische Talmud« (4) etwa 200 Jahre später. In gedruckter Form erschien der »Babylonische Talmud« erstmals erst anno 1523 in der Druckerei von Daniel Bomberg. Daniel Bomberg war Christ und arbeitete 1516 bis 1539 in Venedig.

Foto 4: Meyrinks Roman »Golem« von 1915.

Im Talmud erfahren wir höchst Erstaunliches über die Erschaffung des Golem namens Adam. »Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam« fasst die Fülle an Informationen kurz und bündig zusammen (5): »Der erste Adam war von einer vollkommenen Schönheit und überragte mit seiner Weisheit alle anderen Geschöpfe, sogar die Engel.« Der erste Adam wird als Riese von unvorstellbarer Größe beschrieben. Wie im knappen Vers im 1. Buch Mose wird Adam aus »Staub« erschaffen, allerdings stammt nach dem Talmud die tote Materie, aus der Gott den lebenden Adam erschaffen hat, »aus allen Teilen der Erde« (6): »Sein Oberkörper bestand aus Staub aus Babylonien, sein Kopf aus Staub aus Eretz Israel, dem wichtigsten Land, und seine Glieder aus Staub aus dem Rest der Welt. In Bezug auf sein Gesäß sagt Rav Aḥa: Sie wurden aus Staub hergestellt, der Akra De'agma am Stadtrand von Babylonien entnommen wurde.«

Und weiter heißt es (7): »Rabbi Yoḥanan Bar Ḥanina sagt: Der Tag ist zwölf Stunden lang, und der Tag, an dem Adam, der erste Mann, erschaffen wurde, wurde wie folgt aufgeteilt: In der ersten Stunde des Tages wurde sein Staub gesammelt. In der zweiten wurde eine undefinierte Figur geformt. Im dritten wurden seine Glieder gestreckt. In der vierten Stunde wurde eine Seele in ihn geworfen. In der fünften stand er auf seinen Beinen. In der sechsten nannte er die Kreaturen bei den Namen, die er ihnen gab. In der siebten Stunde wurde Eva mit ihm gepaart. In der achten stiegen sie empor ins Bett als zwei und als vier stiegen sie wieder herab, das heißt Kain und Abel wurden sofort geboren. In der neunten Stunde wurde ihm (Adam) befohlen, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Im der zehnten Stunde sündigte er. In der elften wurde er gerichtet. In der zwölften Stunde wurde er vertrieben und verließ den Garten Eden, wie es heißt: ›Aber der Mensch bleibt nicht zu Ehren. Er ist wie die Tiere, die umkommen.‹«

Nach der Genesis formte Gott Adam aus toter Materie (Staub, Erde) und hauchte ihm den göttlichen Atem ein. Nach der talmudischen Legende wurde Adam als »Golem« aus toter Materie kreiert, die aus allen Regionen der Erde stammte.

Der Begriff »Golem« (hebräische Schreibwiese: גולם golem) kann auf mannigfaltige Weise übersetzt werden. »Golem« steht auch für »formlose Masse« und »ungeschlachter Mensch«.

Foto 5: Meine Eintrittskarte
für die »Golem«-Ausstellung.
Wir schreiben das Jahr 2017. 27. Januar, 11:34. Ich löse meine Eintrittskarte für die Ausstellung »Golem« im »Jüdischen Museum«, Berlin (8). Buslinie 248 hat mich pünktlich ans Ziel gebracht. Mein Besuch in der Ausstellung »Golem« glich einer fantastischen Reise in die mystische Vergangenheit und in die fantastische Zukunft.

Was ist ein »Golem«? Ein »Golem« ist eine Kreatur, erschaffen aus toter Materie. Mit rituellen Beschwörungen und magischen hebräischen Buchstabenkombinationen wird das Leblose zum Leben erweckt. Wie in Goethes »Zauberlehrling« (*1749; †1832) wird Totes lebendig gemacht und soll dem Menschen dienen. Schon das »Monster«, kreiert vom Schweizer Viktor Frankenstein zu Ingolstadt, war so ein »Golem«, mit magischer »Wissenschaft« belebte abgestorbene Materie.

Wie aber wird tote Materie lebendig? Die Anhänger der drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam glauben an göttliches Schaffen, die der Ersatzreligion Darwinismus an den puren Zufall und Jünger der Kabbala an Magie. Kurioser Weise ist die »magische« (9) Erklärung erstaunlich zukunftsweisend!



Fußnoten
(1) Meyrink, Gustav: »Der Golem«, Kapitel »Punsch«, Leipzig 1915, Kapitel »Punsch«, Seite 55, 2. und 1. Zeile von unten
(2) Bilski, Emily D. und Lüdicke, Martina (Herausgeberinnen): »Golem«, Bielefeld und Bernlin 2016, 184 Seiten mit 100 farbigen Abbildungen
(3) 1. Buch Mose Kapitel 2, Vers 7 (»Lutherbibel 2017«)
(4) »Der Babylonische Talmud«, erste vollständige und zensurfreie Übersetzung ins Deutsche von Lazarus Goldschmidt, zwölf Bände, Erstpublikation im »Jüdischen Verlag«, Berlin 1930-36, Neuauflage im »Jüdischen Verlag«, Frankfurt 2002.
(5) Böttrich, Christfried und Ego, Beate und Eißler, Friedmann: »Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam«, Göttingen 2011, Seite 61
(6) »The William Davidson Talmud Sanhedrin« 38b סנהדרין ל״ח ב, aus dem Englischen übersetzt von Walter-Jörg Langbein. Zitat im englischen Original:
»His torso was fashioned from dust taken from Babylonia, and his head was fashioned from dust taken from Eretz Yisrael, the most important land, and his limbs were fashioned from dust taken from the rest of the lands in the world. With regard to his buttocks, Rav Aḥa says: They were fashioned from dust taken from Akra De’agma, on the outskirts of Babylonia.«
(7) Ebenda. Aus dem Englischen übersetzt von Walter-Jörg Langbein
(8) Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin, Tel.: 030-25993300. Die Ausstellung ist bereits beendet.
(9) Bitte beachten... »magische«, nicht magische!



Zu den Fotos
Fotos 1 und 2: Das »Frankenstein-Monster«. Charles Stanton Ogle (oben) und Boris Karloff. Wiki commons/ gemeinfrei
Foto 3: Originalausgabe von Meyrinks Golem (1915). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Meyrinks Roman »Golem« von 1915. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Meine Eintrittskarte für die »Golem«-Ausstellung. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein


558. »Golem 2120«
Teil 558 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27. September 2020



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Sonntag, 13. September 2020

556. »Gott, die Schöpfung und das Ende der Menschheit«

Teil 556 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Gott steht außerhalb.
Darstellung frühes 13. Jahrhundert

Gott wird nicht nur von christlichen Theologen als allwissender Beobachter jenseits oder außerhalb von Raum und Zeit gesehen, der genau weiß, wie ein Mensch handeln wird. Gott greift aber, nach christlichen Theologen zumindest, nicht ein, das würde ja den freien Willen des Menschen einschränken. Die Folge: Der Täter handelt kriminell (»freier Wille«), das Opfer leidet und bezahlt den freien Willen des Täters womöglich mit seinem Leben. In diesem obskuren Weltbild hat offensichtlich nur der Täter einen freien Willen, das Opfer nicht. Gott lässt den Bösen gewähren, und das auf Kosten der Opfer.

Schopenhauer (*1788; †1860) hat sich zum Thema »Mensch und freier Wille« so geäußert (1): »Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.«

Ich wiederhole bewusst das Zitat von »Christliches Radio für den Alltag«: »›Macht euch die Erde untertan‹ – ein Satz, den man in den falschen Hals kriegen kann.« Das sehe ich nicht so. Die knapp formulierte Aussage ist eindeutig: Der Mensch steht außerhalb oder über der »Schöpfung«, die er im Auftrag Gottes beherrscht. Diese Sichtweise ist Ausdruck des grenzenlosen Egoismus des Menschen und hat dazu geführt, dass der Mensch die Welt mit unglaublich wachsender Effektivität ausplündert.

Der Bibelvers legitimiert den unverantwortlichen Umgang des Menschen mit der Welt. Freilich darf die Bedeutung des Bibelverses für die Weltgeschichte nicht überschätzt werden. Wer die Erde gewissenlos ausbeutet und plündert, dem ist eine biblische Legitimation gleichgültig. Atheist wie monotheistischer »Denker« sehen nicht, dass der Mensch keineswegs außerhalb oder über der »Schöpfung« steht. Der Mensch ist Teil der »Schöpfung«. Dass er die »Schöpfung« ausbeutet und in rasendem Tempo zerstört, das beweist die Dummheit des Menschen und nicht seine »Intelligenz«. Damit disqualifiziert sich der Mensch selbst als »Krone« von »Schöpfung« oder »Evolution«.

Papst Franziskus (*1936) nannte seine zweite Enzyklika »Laudato si’« (»umbrisches Altitaloromanisch« für »Gelobt seist du«). Titel und Anfangsworte der Enzyklika entstammen dem Mit diesen zwei Worten beginnt der »Sonnengesang« (2) des Franz von Assisi (*1181 oder 1182; †1226). Der erste Satz des »Sonnengesangs« lautet: »Laudato si’, mi’ signore, cun tucte le tue creature!«, zu Deutsch »Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen!«

Der umfangreiche Text der Enzyklika (3) trägt das Datum »24. Mai 2015« und wurde am 18. Juni 2015 in acht Sprachen veröffentlicht. Es geht Seine Heiligkeit um »die Sorge für das gemeinsame Haus«, um Umwelt- und Klimaschutz.

Papst Franziskus beschreibt ein Weltbild, das einen die »Schöpfung« beherrschenden und plündernden Menschen verabschiedet. Ich darf einen besonders wichtigen Passus aus der Enzyklika zitieren (4): »Es ist nicht überflüssig zu betonen, dass alles miteinander verbunden ist. Die Zeit und der Raum sind nicht voneinander unabhängig, und nicht einmal die Atome und die Elementarteilchen können als voneinander getrennt betrachtet werden. Wie die verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Bestandteile des Planeten untereinander in Beziehung stehen, so bilden auch die Arten der Lebewesen ein Netz, das wir nie endgültig erkennen und verstehen. Einen guten Teil unserer genetischen Information haben wir mit vielen Lebewesen gemeinsam.«

Wir stehen nicht neben und auch nicht über der Natur (»Schöpfung« im religiösen Sprachgebrauch), wir sind Teil der Natur . Wo wir der Natur aus kurzsichtigem Egoismus heraus Schaden zufügen, zerstören wir auch unsere eigne Lebensgrundlagen. Leidtragender wird der Mensch sein. Die Natur wird sich nach dem Verschwinden unserer Spezies von der Erde aus erdgeschichtlicher Sicht sehr schnell wieder erholt haben.

»Unsere Erde wird überleben.« (5), so lautet der Titel eines der wichtigen Werke von  James Lovelock (*1919), bereits anno 1982 erschienen. Davon bin ich auch überzeugt. Planet Erde hat ganz sicher eine Zukunft. Eine sichere Zukunft hat Terra ohne uns Menschen. Planet Erde kann aber auch mit uns Menschen eine Zukunft haben. Neurobiologe Stefano Mancuso sieht eine Chance: Der Mensch hat nur dann eine Zukunft, wenn er radikal umdenkt: »Der wichtigste Faktor der Evolution ist nicht der Wettbewerb. Unser Gehirn kann uns dabei helfen, den nächsten Schritt zu gehen. Der wäre, uns nicht über die anderen Lebewesen zu erheben, sondern eine Lebensform wie die der Pflanzen zu verstehen und einzusehen, dass Kooperation viel erfolgreicher ist als Konkurrenz. Kooperation ist für das Überleben der Spezies wesentlich aussichtsreicher.«

Damit der Mensch aber diese Chance nutzen kann, muss er radikal umdenken. Ob er dazu bereit ist? Ob er überhaupt dazu in der Lage ist? James Lovelock ist allerdings skeptisch (6): »Könnten wir mit vereinten Kräften unsere eigene Natur ändern und gute Verwalter, freundliche Gärtner werden, die Sorge tragen für alle Lebewesen dieses Planeten? Ich glaube, daß bereits diese Frage viel Hybris verrät. Selbst beim Management unserer selbst und unserer Institutionen haben wir kläglich versagt. Ich würde eher erwarten, daß eine Ziege als verantwortungsvolle Gärtnerin mehr Erfolg hat als wir Menschen.«

Wenig hoffnungsvoll stimmt Lovelocks Schlussfolgerung (7): »Ein Planetenarzt, der das Elend sieht, das wir diesen Lebewesen und uns selbst antun, würde uns ermahnen, mit der Erde in Partnerschaft zu leben. Sonst wird die restliche Schöpfung als Teil von Gaia die Erde unbewußt in Richtung auf einen neuen Zustand bewegen, bei dem wir Menschen nicht mehr länger willkommen sind.« Muss man nicht fragen, ob wir das überhaupt noch sind? Gemessen an der Erdgeschichte ist der Mensch im Gegensatz zu Pflanzen beispielsweise bislang ein Kurzzeitphänomen. Die Präsenz des Menschen auf Terra gleicht einem Wimpernschlag im Meer der Zeit. Verabschiedet sich der Mensch nach seinem »Kurzauftritt« schon wieder oder überlebt er die selbst geschaffene Katastrophe? Hat der Mensch Zukunft oder nicht?

James Lovelock deutet ein, dass wir Menschen unter Umständen nicht mehr willkommen sein könnten auf Planet Erde? Wem könnten wir nicht mehr willkommen sein?

James Lovelock ist davon überzeugt, dass wir Jetztmenschen eine revolutionäre Zeit des Umbruchs erleben. Seiner Meinung nach werden die Systeme künstlicher Intelligenz, die der Jetztmensch bereits entwickelt hat, »Cyborgs« entstehen. Lovelock (8): »Diese Wesen werden bald tausend und schließlich Millionen mal intelligenter sein als wir.«

Ich habe mich wiederholt mit dem Thema »künstliche Intelligenz« beschäftigt. Am 10. Juni 2018 fragte ich in meinem Sonntagsblog »Werden wir sein wie die ›Götter‹?« Ich erinnerte an die Fernsehserie »The Avengers«. Die Serie, eine Mischung aus Science-Fiction, Thriller, Krimi und Spionage, wurde rasch zum Kult. Im deutschsprachigen Raum wurde die Serie als »Mit Schirm, Charme und Melone« ausgestrahlt. Am 7.11.1967 bekam das deutschsprachige Publikum Folge 114 zu sehen, die als 10. Folge von Staffel 5 ausgestrahlt wurde. Der deutschsprachige Titel lautete »Duplikate gefällig?«, der den Inhalt sehr viel treffender wiedergab als der Originaltitel »Never, never say die« (etwa: »Niemals, niemals sag stirb«).

Zum Inhalt: Der verbrecherische Professor Frank N. Stone, dargestellt vom großartigen Sir Christopher Lee (*1922; †2015) fertigte exakte Kopien wichtiger Menschen als Roboter an. Diese bedeutsamen Menschen wurden entführt und sollten durch Roboter, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, ersetzt werden. Auf diese Weise wollte Professor Stone die Weltherrschaft an sich reißen. Fast wäre der geniale Plan auf schlimme Weise gescheitert! Die Roboter wollten die sehr viel weniger intelligenten Menschen aus Fleisch und Blut verdrängen und selbst die Herrscher über die Welt werden. Die Wesen mit künstlicher Intelligenz wollten sich, so wie es im »Alten Testament« heißt, die Erde untertan machen. Mit Mühe konnten Emma Peel (dargestellt von Diana Rigg, *20.07.1938; †10.09.2020) und John Steed (dargestellt von Patrick Macnee, *1922; †2015) diesen Plan verhindern.

Diese Episode der Reihe »Mit Schirm, Charme und Melone« hat bereits 1967 vorweggenommen, was meiner Meinung nach in gar nicht so ferner Zukunft möglich sein wird. Schon heute entwickeln wir künstliche Intelligenz. Ich bin davon überzeugt, dass in Geheimlabors bereits heute Roboter gegtestet werden, die dank künstlicher Intelligenz uns Menschen überlegen sind. Ich muss an Lovelocks Vision erinnern, auf die ich eben schon hingewiesen habe. Ich wiederhole Lovelocks Zukunftsschau: »Diese Wesen werden bald tausend und schließlich Millionen mal intelligenter sein als wir.«

Stellen wir uns solche »Cyborgs« vor. Anders als wir sind sie überhaupt nicht an kurzfristigem materiellen Gewinn interessiert. »Cyborgs« werden vermutlich schon bald nicht wie wir Menschen als Individuen agiern, sondern als ein weltumspannendes Hyperwesen. Für so eine weltumspannende Superintelligenz hat Logik nicht nur Vorrang, sondern Logik tritt an die Stelle des alles andere als logischen Denkens von uns Menschen.

Ich gehe davon aus, dass die »Cyborgs« über einen Selbsterhaltungstrieb verfügen. Sie werden alles tun, um eine Selbstzerstörung zu verhindern. Sie werden, unbeeinflusst von irrationaler Gefühlsduselei, beseitigen, was ihre Zukunft gefährdet, also uns. Wenn wir unser »Denken« nicht radikal ändern, dann werden wir in der Tat nicht mehr auf Erden willkommen sein. James Lovelock sieht die Zukunft meiner Meinung nach realistisch. Die Cyborgs, künstliche Wesen mit gigantischem Intelligenzpotenzial (9), »werden zunächst nicht unabhängig von uns sein; tatsächlich werden sie unsere Nachkommen sein, weil die Systeme, die wir erschufen, sich als ihre Wegbereiter erwiesen haben.«

Foto 2: Erich von Däniken (links)
mit Walter-Jörg Langbein vor einem
steinzeitlichen
Tempel auf Malta. Foto Ille Pollo
Mag sein, dass wir von den Cyborgs noch gebrauch, später zunächst noch geduldet werden, solang wir den »Cyborgs« noch nützlich sein können. Lang dürfte das nicht der Fall sein. Bald werden wir nicht nur nutzlos für die Coyborgs sein, wir werden für sie bestenfalls Hindernisse auf dem Weg ihrer rapiden Entwicklung sein. Werden uns dann die »Cyborgs« auslöschen, um so schnell wie möglich in der Entwicklung voranzukommen, ja um sich selbst eine sichere Zukunft zu ermöglichen? Das halte ich für eine plausible Zukunftsvision. Vor einem Krieg zwischen den Cyborgs und uns Menschen müssen wir uns meiner Meinung nach nicht fürchten. Die Cyborgs werden uns ohne Probleme ausschalten können, ohne dass unser Widerstand auch nur den Hauch einer Chance hätte. Das wäre dann das Ende der Menschheit und die neue Welt der Cyborgs.

Erich von Däniken (*1935) teilt einen solchen Pessimismus nicht. Er ist vielmehr sehr zuversichtlich. Bereits 1968 prophezeite er in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (10): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«


Fußnoten
(1) Pais, Abraham: »Ich vertraue auf Intuition: der andere Albert Einstein«, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1995, Seite 176, 10. Und 9. Zeile von unten
Wieland, Michael: »Positionen«, Norderstedt 2012, S. 27, 4. Und 3. Zeile von unten
(2) https://franziskaner.net/der-sonnengesang/ (Stand 06.06.2020)
(3) http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html (Stand 06.06.2020)
(4) »Laudato si’«, 4. Kapitel, »Eine ganzheitliche Ökologie«, »I. Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialökologie«, 138. (»LS 138«)
(5) Lovelock, James: »Unsere Erde wird überleben. Gaia: eine optimistische Ökologie, München 1982
(6) Lovelock, James: »GAIA/ Die Erde ist ein Lebewesen«, Bern 1992, Seite 184, 20.-25. Zeile von oben (Rechtschreibung unverändert übernommen.)
(7) Ebenda, 5.-1. Zeile von unten (Rechtschreibung unverändert übernommen.)
(8) Lovelock, James: »Novozän: Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz«, 1. Auflage, München 2020, Seite 46
(9) Ebenda, Seite 47, 4.-7. Zeile von oben
(10) Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221

Zu den Fotos
Foto 1: Gott steht außerhalb. Darstellung frühes 13. Jahrhundert
Foto 2: Erich von Däniken (links) mit Walter-Jörg Langbein vor einem steinzeitlichen Tempel auf Malta. Foto Ille Pollo


557. »Frankensteins Monster und der Golem«
Teil 557 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 20. September 2020


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Sonntag, 6. September 2020

555. »Der Kardinal, der Biologe und der liebe Gott«

Teil 555 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Kardinal Reinhard Marx (*1953) schreibt in seinem umstrittenen Werk »Freiheit« im Kapitel über Hochmut und Anmaßung über das Ende einer Ära (1): »Gelegentlich wird schon darauf verwiesen, dass das Anthropozän am Ende sei und wir uns von dem auf den Menschen konzentrierten Blick lösen müssten.«

Das müssten wir in der Tat. Es mag auch in der Tat so sein, dass das Zeitalter mit dem Menschen als geradezu gottgleichem Zentrum (Anthropozän) am Ende angelangt ist. Das freilich scheinen wir Menschen bis heute nicht wirklich einsehen zu wollen. Irgendwie sehen wir uns nach wie vor noch als »Krone der Schöpfung«. Uneinigkeit gibt es nur in der Frage, ob die »Schöpfung« Gott oder dem Experiment Zufall zu verdanken ist. Mir scheint, weder der glühende Anhänger der Ersatzreligion »Zufall allein schafft den Menschen«, noch das fundamentalistische Mitglied einer der drei großen monotheistischen Religionen möchte die eingebildete Führungsposition des Menschen im Lebensraum Erde aufgeben.

Wir sind aber weder die »Krone einer göttlichen Schöpfung« noch der Evolution, denn als intelligent erweist sich unsere Spezies Mensch ganz und gar nicht. An der Spitze des Lebens sollte aber doch wohl die intelligenteste Spezies auf Erden sein. Das aber ist der Mensch nicht. Der Neurobiologe Stefano Mancuso (*1965) versucht schon seit Jahren, uns die Augen zu öffnen, damit wir endlich die unglaubliche, aber höchst reale menschliche Dummheit zur Kenntnis nehmen. Wir fühlen uns noch wohl auf unserem Thron, der uns schon lange unter dem Gesäß wegbricht.

Seit 2008 verleiht das »Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und die Buchkultur« von Österreich den Titel »Wissenschaftsbuch des Jahres«. 2016 wurde Stefano Mancuso diese hoch angesehene Auszeichnung für sein Werk »Die Intelligenz der Pflanzen« zugesprochen.

Fotos 1-4: Tempelanlage von Karnak
und Memnonkolosse (rechts unten).
Historische Aufnahmen, Ägypten.
Fotos 1-3: Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 4: Walter-Jörg Langbein
In einem Interview, das bundesweit von diversen Zeitungen publiziert worden ist, hat es Stefano Mancuso auf den sprichwörtlichen Punkt gebracht (2): »Wir sind als Spezies seit 300.000 Jahren auf der Erde. Seit etwa 15.000 Jahren existiert das, was wir menschliche Zivilisation nennen. Und in dieser Zeit, vor allem in den letzten Jahren, haben wir es sozusagen in rasender Geschwindigkeit geschafft, den Planeten in den erbärmlichen Zustand zu bringen, in dem er sich jetzt befindet.«

Stefano Mancuso, seit 2001 als Hochschullehrer an der »Universität Florenz« und Mitglied der renommierten »Accademia dei Georgofili« tätig, entwirft ein ganz anderes Bild von der Intelligenz des Menschen als uns lieb sein kann: » Ich streite mich oft über die angebliche Überlegenheit der menschlichen Intelligenz gegenüber der Intelligenz der Pflanzen. Das oberste Ziel einer Spezies ist das Überleben der eigenen Spezies. Die Fortpflanzung ist das erste Ziel. Alles andere ist sekundär. Aus dieser Perspektive ist der Mensch mit weitem Abstand eine der am wenigsten überlebensfähigen Arten, die es je auf der Erde gab.«

Hauptmerkmal für die Intelligenz einer Spezies ist ja wohl die Fähigkeit oder Unfähigkeit zu überleben. Wenn der Mensch auf diesem Gebiet mit deutlichem Abstand schlechter abschneidet als die Pflanzen auf Terra, dann ist er auf gar keinen Fall die »Krone der Schöpfung«, um den religiösen Terminus zu benutzen. Anders ausgedrückt: In Sachen Überlebenskunst ist der Mensch alles andere als die führende Spezies der Natur.

Auf anschauliche Weise verdeutlicht Stefano Mancuso, wie schlecht wir Menschen im Wettbewerb in Sachen Überleben abschneiden: » Das durchschnittliche Leben einer Spezies auf der Erde beträgt fünf Millionen Jahre. Um im Durchschnitt zu bleiben, müssten wir als Art also noch 4,7 Millionen Jahre existieren, eine unvorstellbare lange Zeit für uns. Wir denken in wenigen Tausenden Jahren. Wird es uns in 1.000 Jahren noch geben? Wer weiß! Wenn wir so weiter machen, sicher nicht.«

Dessen ungeachtet hegen und pflegen wir die Einbildung, sonnen uns im Glanz der vermeintlichen Überlegenheit der Menschen über alle anderen Lebensformen auf unserem Planeten und zeichnen uns doch nur dadurch, dass wir als einzige Spezies in erstaunlicher Geschwindigkeit und mit an Perfektion grenzender Konsequenz für die eigene Spezies unbewohnbar machen. Was aber, dieser Frage gehen wir nicht nur aus dem Weg, machen wir anders als alle anderen Spezies auf Terra? Wenn wir uns überhaupt mit anderen Spezies vergleichen, dann heben wir mit Stolz hervor, was wir im Gegensatz zu anderen Spezies zu tun in der Lage sind. Wir können uns über große Entfernungen auf der Erde bewegen, wozu zum Beispiel Pflanzen nicht in der Lage sind. Pflanzen sind so ortsgebunden und unbeweglich, wie wir Menschen während der coronaverursachten Ausgangssperren. Dazu Neurobiologe Stefano Mancuso:

»Wir leben gerade alle in einer Art vegetativen Zustand. Ein paar Milliarden Menschen auf der Welt. Wir können uns nicht frei bewegen. Die Pflanzen leben immer so. Ihr wichtigstes Erfolgsrezept ist ihr Gemeinsinn. Den könnten wir uns abschauen. Pflanzen wetteifern nur in wenigen Ausnahmen mit anderen Pflanzen oder Lebewesen. Anstatt zu wetteifern, schaffen sie Gemeinschaften, die zusammen leben. Pflanzen, Tiere, Insekten, Mikroorganismen.«

Fotos 5+6: Tempel der Hatschepsut, Ägypten
(oben um 1910, unten  um 1986). Foto oben:
Archiv Walter-Jörg Langbein. Foto unten:
Foto Walter-Jörg Langbein.
Ägypten.
Geht das von Menschen dominierte
Zeitalter zuende?
Auch wenn zu schlimmsten Corona-Zeiten bei den meisten menschlichen Bewohnern unseres Planeten aus Angst des Individuums vor Ansteckung und Tod vorübergehend Verantwortungsbewusstsein den Alltag bestimmte, so wird sich doch das gemeinschaftliche Miteinander von uns Menschen als eine vorübergehende Erscheinung erweisen. Wir suchen den Fortschritt nicht im Miteinander, sondern im Gegeneinander. Wir versuchen erst gar nicht, gemeinsam lebensnotwendige Ziele zu erreichen, sondern wir konkurrieren miteinander. Die Hoffnung, dass in der Postcorona-Zeit ein neues Denken unser Handeln bestimmen würde, wird sehr viel schneller als eine Seifenblase platzen.

So wie im weltweiten Sport jeder gegen jeden kämpft, so ist auch unser aller Leben von Konkurrenz geprägt. Und dabei sieht sich der vermeintlich ach so intelligente Mensch als den hoch über allem stehenden Herrn über den Rest der Welt. Die biblische Legitimation für sein Treiben kann man schon im ersten Kapitel des Ersten Buch Mose (3) finden: »Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan.« Freilich haben wir das Prinzip der radikalen Ausbeutung von Planet Erde für egoistische Zwecke längst so stark verinnerlicht, dass wir eine biblische Legitimation für unser schädliches Tun gar nicht mehr benötigen.

Angesichts der Plünderung und Zerstörung des Lebensraums Erde sehen sich Theologen genötigt, den »göttlichen Auftrag« neu zu interpretieren. Genauer gesagt: Man habe, so heißt es aus Theologenmund, den göttlichen Befehl bislang missverstanden. Gott habe den Menschen aufgefordert, verantwortungsvoll mit der ihm anvertrauten Erde umzugehen. Warum wurde dieser vermeintliche göttliche Auftrag nicht in schlichten, verständlichen Worten zum Ausdruck gebracht?

 Statt »Macht euch die Erde untertan!« hätte man formulieren können »Geht verantwortungsvoll mit der Erde um!« »Christliches Radio für den Alltag« (4): »Dieser Satz gehört zu den Bibelworten, die man leicht in den falschen Hals kriegen kann. Und das hat dann schlimme Folgen. ›Macht euch die Erde untertan‹ – wie oft wurde das missverstanden!? Bedeutet diese Weisung Gottes, der Mensch könne nun alles mit Gottes Schöpfung tun, was er will? Gibt Gott einen Freibrief, die Erde auszubeuten? Wird der Mensch zum höchsten Chef alles Geschaffenen? Zum Herrscher der Tiere, der mit ihnen nach Belieben umgehen kann? Zum Souverän über das Pflanzenreich, der roden oder züchten darf, wie er will?«

»Christliches Radio für den Alltag« beantwortet sodann die gestellten Fragen in einer Art und Weise, die man nicht als kindlich bezeichnen sollte. Wenn man die von »Christliches Radio für den Alltag« vorgetragene Antwort als Beispiel von kindlicher Logik bezeichnet, beleidigt man die Kinder. Doch lassen wir »Christliches Radio für den Alltag« zu Wort kommen: »›Macht euch die Erde untertan‹ – ein Satz, den man in den falschen Hals kriegen kann, wenn man nicht sieht, was direkt davor steht:

›Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bild Gottes schuf er ihn‹. Damit wird nicht das Aussehen Gottes beschrieben, sondern die Herrschaft Gottes und was der Mensch damit zu tun hat. Um dies zu verstehen muss man wissen: Wenn im Altertum ein König ein großes Reich zu regieren hatte, war das nicht einfach. Telefon und Internet waren noch längst nicht erfunden, auch Flugzeuge und Autobahnen gab es nicht. Wie sollte ein König – zum Beispiel der Großkönig von Babylon – sein Riesenreich regieren? Wie sollte er die weiten Entfernungen überwinden, um in fernen Provinzen zu zeigen: auch in Gebieten weit weg von der Hauptstadt bin ich euer Herrscher?

Die Lösung: der König ließ Standbilder aufstellen, Abbilder von sich selbst. An vielen Orten gab es solche Wahrzeichen, Bilder, die zeigten: hier herrscht dieser König, auch wenn er nicht persönlich anwesend ist.«

Mit anderen Worten: Weil Gott nicht jeden Menschen per Telefon erreichen kann, setzt er den Menschen als sein Abbild ein, um überall zu verdeutlichen, dass Gott in Gestalt des Menschen als sein Abbild allüberall herrscht. Damit aber wird der Mensch aus der Gesamtschöpfung herausgestellt und über dem Rest der Schöpfung platziert.

Nach dieser – in meinen Augen sehr seltsamen – Vorstellung wird die Welt dem Menschen von Gott ausgeliefert. Da aber Gott nach theologischer Vorstellung allwissend ist und die Zukunft kennt, ist ihm natürlich bekannt, wie der Mensch mit der Welt umgehen wird. Gott überlässt dem Menschen in diesem Bild die Welt zur Ausplünderung, die Tiere zur rücksichtslosen Ausbeutung. Das erklärt man in der Theologie dann mit dem »freien Willen« des Menschen.

Theologen meinen allen Ernstes, sie könnten und müssten dem »lieben Gott« einen »Persilschein« ausstellen: Nicht der »liebe Gott« ist demnach für Leid und Elend auf der Welt verantwortlich, sondern das ist der Mensch. Der »liebe Gott« hat dem Menschen in vermeintlicher Güte einen »freien Willen« gewährt. Und der Mensch nutzt diesen seinen freien Willen leider auch, um Böses zu tun. Diese Vorstellung empfinde ich, gelinde gesagt, als unstimmig und als erschreckend entsetzlich. Denn wo bleibt der freie Wille der Opfer? Ein Gott, der faktisch dem Bösen einen freien Willen zubilligt, nicht aber dem Opfer des Bösen, entspricht ganz und gar nicht meiner Vorstellung von einem liebenden, guten Gott.

Fußnoten
(1) Marx, Reinhard: »Freiheit«, München 2020, eBook (kindle), Kapitel »Die Gefahr der Hybris«, Position 172
(2) Müller-Meiningen, Julius: »Wenn wir so weitermachen, stirbt unsere Spezies aus«, »Augsburger Allgemeine«, 06.06.2020 (Das Interview erschien auch im »Obermain Tagblatt«, Lichtenfels. Datum leider nicht mehr feststellbar.)
Alle weiteren Zitate von Stefano Mancuso sind diesem Interview entnommen.
(3) 1. Buch Mose Kapitel 1, Vers 28
(4) https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/wort-zum-tag/macht-euch-die-erde-untertan/73-3531

Zu den Fotos
Fotos 1-4: Tempelanlage von Karnak und Memnonkolosse (rechts unten). Historische Aufnahmen, Ägypten. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Fotos 5+6: Tempel der Hatschepsut (oben um 1910, unten  um 1986). Foto oben: Archiv Walter-Jörg Langbein. Foto unten: Foto Walter-Jörg Langbein.
Ägypten.

556. »Gott, die Schöpgung und das Ende der Menschheit«
Teil 556 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 13. September 2020
 


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