Sonntag, 1. März 2026

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

... Auf keinen Fall noch ein Opfer-Syndrom zulassen ...

»… Natürlich dürfte die Frage sein, ob ich manche Dinge einfach übertreibe. Nun meine ich, dass es auf den Standpunkt des Betrachtens ankommt. Schaue ich meinen Tretroller an. Das Teil hat keinen Motor, dafür muss ich mich natürlich anstrengen, wenn ich ihn nutze. Darf und muss mit meinem »besonderen Fortbewegungsmitteln«, sogar Gehwegen und in Fußgängerzonen nutzen. Es gibt dazu sogar das passende § 24 StVO, kennen wir doch als Straßenverkehrs-Ordnung, ist das nicht schön?

Auch unkompliziert den Tretroller mit diesem Gedanken nutzen: »Der Gefahr ins Auge sehen!« Das gibt wirklich Sinn, denn meine Erfahrungen hatte ich bereits sammeln können. Es war nach der Körperverletzung meiner Person, was ich ja überlebte. Danach musste ich mich erst wiederaufbauen, was ich tat, indem ich fast jeden Tag durch die Bauernschaften rollte, auch Wege und Radwege dazu nutzte. Natürlich fuhr ich auch über schmale Straßen. Dort rollte ich auf dem Asphalt, der Seitenstreifen war unbefestigt. Mir entgegen kam ein PKW, der Fahrer fuhr weiter rechts und hielt an. Er schien Platz für einen entgegen kommenden Wagen zu machen, ich hörte auch das Geräusch, es geschah für mich auch sehr schnell, ich spürte seitlich das vordere Teil des Taxis. Entfernt von mir vielleicht eine Handbreite neben meiner linken Seite und dort von der Lenkung. So reagierte ich, zog den Tretroller in den Seitenstreifen und blieb umgehend stehen.

Es donnerten sowohl Wanda, als auch Emil, mit den Taxis an mir vorbei und mit dem Tempo auch an dem Autofahrer. Der kurbelte das Fenster an seiner Fahrerseite herunter und ich erinnere mich, dass ich ihn laut schimpfen hörte. Er fuhr los, blieb in meiner Höhe stehen. Fragte mich, ob bei mir alles in Ordnung sei. Schimpfte über die Unverschämtheit, die sich diese Taxifahrer erlauben würden, dass er schon einen Schrecken bekam, weil er zuerst dachte, dass ich angefahren worden sei. 

Damals brachte ich keinen Ton heraus. So schüttelte ich leicht den Kopf. Der Fahrer fuhr weiter, ich stand unter Schock, das passte auch in mein erlebtes Trauma, das ich daran arbeiten musste, dass in der Regel, bei mir Kampf oder Flucht in solchen Situationen folgen muss.

Für mich war es klar, dass diese Wege für mich nicht mehr in Frage kommen durften. Wenn sie wüssten, wo ich fahre, würden sie auch das noch einmal versuchen. So beschloss ich, meine Touren nur noch auf Radwegen durchzuführen. 

Das war mir natürlich nicht überall möglich. So gab es für mich eine kritische Straße, wenn ich eine Strecke in die nächste Stadt fahren musste. Die Radwege führten seitwärts der Hauptstraße und waren entsprechend gezeichnet, ich nutzte diese Wege und dabei galt für mich, dass ich immer der Gefahr ins Auge sehen müsste, was mir auch den Hauch von Sicherheit gab. Darum rollte ich einfach auf der anderen Seite. Was Radfahrer nicht durften, aber ich ja auch nur einen Tretroller fuhr.

Täter würden eher Opfer suchen und eben keine Gegner, so dachte ich. Die Erfahrungsart dieser Täter dürfte auch sein, auch Gegner, die das versuchen, von denen zu Opfern gemacht werden können, oder, sagen wir mal, das kann versucht werden.

Warum werde ich mit diesen Gedanken ständig konfrontiert, so fühle ich. Das ist letzte Woche auch geschehen. Es war irgendwann um Mittag, als ich im Ort, in dem ich wohne, wieder auf der »anderen Seite« des Bürgersteiges rollte. So überholte mich in einem Moment zu meiner rechten Seite auf der Straße ein Taxi. Emil saß am Steuer des dunkelblauen mehrsitzigen Kinderfahrzeuges, er hatte sein Türfenster geöffnet, sein linke Unterarm lag wie lässig dort aufgelegt. Er kam von einer Fahrt, die wohl offensichtlich auf ihn sehr positiv gewirkt hat.

So konnte ich in dem Moment auch das Funkeln in den Augen bei ihm sehen und seine Stimme, die sehr laut über die Straße zu mir schallte. Er rief mir laut »Fotxx« zu. Das Wort habe ich vor einiger Zeit von seiner Frau sogar schriftlich erhalten. Danach schrie er mir auch zu, dass er mich kriegen wird, er wirkte, dass er überzeugt davon noch ist. Er wirkte auch, was diese Form der Darstellung angeht, tatsächlich voll durchtrainiert. Das galt ja auch für die Schläge, die er auf seine Frau anwandte. Was er mir noch zuschrie habe ich nicht verstanden.

Natürlich bin ich stehen geblieben, habe mich umgesehen, dürfte quasi nach Zeugen für mich gesucht haben. Es war niemand zu sehen. Was erklärt, warum Emil sich diese Art der Mitteilung erlaubt. Natürlich haben mir liebe Bekannte und Freunde auch geraten, eine Anzeige gegen Emil zu starten. Das bringt nichts. Wobei so mein Gedanke dabei ist, dass zu Emil viel geschrieben werden kann. Er trägt seine Leidenschaft, für jeden sichtbar, nach außen. Dieses Trauma bei mir sollte ich wirklich einfach nur weiter herausschreiben ...« 


Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

»Der Mörder und der Kinderschänder«

Leseprobe: Die Anzeigen und die Folgen …

Leseprobe: Der Schläger und der Kinderschänder


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 15. Februar 2026

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

… manchmal gibt es Sinn, nur simpel nachzudenken- was durchaus Klarheit bringen kann…

»… in der Tat habe ich angefangen, nicht mehr meine Probleme zu betrachten. Stattdessen, sozusagen als tiefgründige Überlegung, daraus Klarheit zu gewinnen, um dann Lösungen zu sehen. So einfach kann es sein. Wobei so weit in die Vergangenheit hätte ich mich nicht begeben brauchen. Aber ich fand es auf einmal einfach nur noch spannend.

Manchmal muss ich auch nur über meinen Teller blicken. In dem Fall auch sozusagen einen fremdländischer, in dem besonderen Fall ausgerechnet auch noch jemand, der als der größte Gangster aller Zeiten galt aber auch noch gilt. Wobei ich auch das Gefühl habe, dass es durchaus im Moment auch jemand versucht, den von seinem Thron zu schubsen. Aber das soll mich im Moment nicht interessieren.

Wer kann es natürlich nur sein. Al (Alfonso) Capone, als Sohn italienischer Einwanderer aus Neapel, wurde 1899 in Brooklyn geboren. In den 1920er/30er Jahren machte er sich zu einem Gangsterboss, liebte durchaus die Journalisten und deren Kameras, hatte keine sizilianische Abstammung, konnte darum kein vollwertiges Mitglied der Cosa Nostra, also ursprünglichen sizilianischen Mafia, werden, was ihn wütend machte. Vom Typ her würde ich ihn schon als Narzisst betrachten. Seine Anwälte waren für ihn bei Bedarf tätig, bezahlen konnte er sie gut. Zudem ließen sich keine Zeugen finden, insofern konnten ihm auch seine Taten nicht nachgewiesen werden.

Da bin ich am Punkt, die Komplexität zu reduzieren und einfach nur auf das Wesentliche zu schauen. Emil und seine Frau Wanda fallen mit ihrem toxischen Verhalten auf. Sie sind beide schädlich und giftig dabei durchaus, auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit durch offene Gewalt und Respektlosigkeit, gegenseitig massiv tätig. Gegen Außenstehenden bewirken sie das gemeinsam. Beiden wichtig sind Kinder, die missbraucht werden und das Geld, das beide für ihre Ansprüche brauchen. Das lässt sich durchaus so nachvollziehen.

Auch für Beide gilt, bei ihrem kriminellen Tun dürfen die Opfer keine Zeugen haben. Sie machen sich dabei aber auch selbst gegenseitig zu Zeugen. So einfach ist das. Dann ist der Anwalt, der schon wichtig für Emil und Wanda waren. Auf den beide gerne hinwiesen. Da mag es auch eine entsprechende Versicherung geben. Aber so einfach kann ich mir das nicht vorstellen. Vor allem entstehen Kosten. Mein Denkmuster habe ich vereinfacht, weniger ist mehr, so einfach kann es dann sein.

Der Begriff: »Vetternwirtschaft« dürfte doch eine bekannte Bezeichnung sein. Aus meiner Sicht würde ich schon die Beziehung der Eltern zu den eigenen Kindern durchaus als schwierig bezeichnen, auch, dass deren Kinder diesen Eltern nicht verzeihen können. Zum Betrachten habe ich natürlich die Beziehung zwischen Großeltern und einer entstandenen Enkelin und damit das Erbgut, das durchaus über Generationen hinweg weitergegeben wird. In dem Fall nicht gleichzeitig mit dem gleichen Namen. Wobei auch ihre Schulleistung einfach besser war, als bei Emil und Wanda.

Dann kommt natürlich bei entsprechenden Zeugnissen eine entsprechende Ausbildung in Frage, was auch dann zu einer Bezeichnung führte: Rechtsanwaltsfachangestellte. Im Grunde genommen sind das die Mitarbeiter/innen, die schon, was Arbeitsleistung angeht, durchaus gefordert werden. Ohne die läuft kein Laden, so kann ich das sehen. So einfach ist das.

Nun ist dieser besondere Anwalt selber Angestellter in der Kanzlei gewesen. Es gibt sogenannte Persönlichkeitstypen. Der ist in diesem Bereich offensichtlich für mich nicht zu finden. Vielleicht bin ich auch einfach zu anspruchsvoll, aus meiner egoistischen Sicht, finde ich ihn völlig hässlich im Aussehen. Vorstellen kann ich mir schon, dass er irgendwie doch als Helfer machte. Natürlich für Oma und Opa der Enkelin. Und dafür von ihr ein Lächeln geschenkt bekam, auch die Fähigkeit die sie hat, eine Dankbarkeit im Blick zu verpacken. Das funktioniert.

Es war meine »Eidesstattliche Versicherung«. Eigentlich ist mir auch bekannt gewesen, dass es für mich als Zeugin kritisch werden wird. Ist es ja auch. Es war ja nicht ein Amtsgericht. Es war das Landgericht. Und es ging um viel Geld. Was nicht ich bekommen sollte. Da habe ich auch einfach zu heftig reagiert, aber wenn ein Typ seine zweite Ehefrau abschlachtet und dabei schon Unterhaltsforderung für das erste Kind der ersten Ehefrau hätte zahlen können und müssen und nicht tat, machte mich schon wütend.

Wobei mir Wanda vor einiger Zeit einen Zettel in den Briefkasten warf. In dem schreibt sie, dass sie aus bekannten Kreisen weiß, wer immer das auch sein mag, ich einen Schlaganfall hatte und keinem Mörder in die Hand gefallen bin. Und außerdem darum keine persönliche Straftat für den Kinderschänder, was ich irgendwie fordern, was für sie nur erniedrigend wäre. Ganz im Gegenteil, ich soll mich schämen und würde von vielen Leute aus dem Ort verhasst. Und unterschreibt das tatsächlich mit dem Nachnamen ihrer Enkelin.

Sowas frustrierend, muss ich als Zeugin eine Aussage machen und habe selbst keine Zeugen. Die ein alleinerziehende Mann, kurz vor der Hochzeit, bei seiner Arbeit, unter den Augen weiterer Menschen erleiden musste. Ein Schlag, der bei ihm eine Hirnblutung auslöste, ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall. Da konnten seine Kinder bei ihm sein, als er starb. Seine Zeugen machen ihn nicht mehr lebendig. Es wird auch als schweres Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet. Was ich überlebt habe, was Emil, Wanda und auch ihre Enkelin in Wut brachte. Wobei mir die HNO-Ärztin, sozusagen als Fachfrau, erklärte, dass bei mir einfach nur das falsche Ohr erwischt wurde. Den Schlag auf das andere Ohr hätte ich nicht überlebt.

Jetzt kommt natürlich die Frage, was hat das mit Al Capone zu tun? Manchmal müssen andere Wege betreten werden. In seinem Fall wurde er wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Untergebracht wurde er zur Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco, die er nach viereinhalb Jahren verlassen konnte. Er hatte sich vorab die Syphilis eingefangen, dagegen nichts unternommen und so konnte er sein Leben auf seiner Villa beenden. Ausgesprochen schmerzhaft…«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
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