Dienstag, 12. Mai 2026

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders

… er brauchte schon einen Anwalt … darum hatte er auch einen …

»… Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass auch für mich wichtig wird, wenn es um Geld geht. Das ist doch zu verstehen, oder? Es geht im Prinzip in dem Fall um einen Strafbefehl, direkt von der entsprechenden Staatsanwaltschaft gestellt, wegen gefährlicher Körperverletzung und natürlich um die Kosten des Verfahrens.

Und dann kommt die Frage: was macht denn der Anwalt der beiden Kinderschänder? Frage auf Fragen und zum Beispiel auch, wenn sowas auch schriftlich erstellt wird: »Heute froh – morgen Tod!« Das habe ich sogar erhalten, etwas was mir Wanda, die Frau von Emil dem Kinderschänder, geschrieben hat. Bei dem, was im Vorfeld schon von den Beiden getan worden ist, kann das schon als heftige Drohung zu sehen sein.

Was der Anwalt der Beiden natürlich anders gesehen hat, als Jurist sieht das natürlich nur im Erbrecht oder bei der Vorsorge relevant. So meinte er das auch schriftlich. Vermutlich hätte das die Polizei und Staatsanwälte oder sonst wen auch so gesehen. Dass ich auch mal versucht habe darauf hinzuweisen, dass es eigentlich sogar verboten sei, unter Suff ein PKW, Taxi oder auch für weitere Fahrzeuge zu fahren. Nun wurde Emil nicht nur von mir gesehen, wie er seine Bierkästen Anfang der Woche und dann noch Ende der Woche mit jeweils zwei Kisten Bier versorgte. Der Anwalt meinte schriftlich, dass die Polizei viel zu tun hat und dass für mich insofern keinerlei Veranlassungen bestehen würde, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte seine Mandantschaft, er meinte Emil, unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen würde. Da sollte auch weggesehen werden. Den Hinweis, null Promille = null Probleme, in Bezug auf Emils Alkoholprobleme, wurde mir untersagt.

So kann Macht beschrieben werden. So sammelt man halt Erfahrungen.

Nicht nur ich sammelte Eindrücke. Es war Michael mein Nachbar, der die Wohnung über meiner bewohnte. War und ist noch ein netter Mensch, dazu auch noch ein überzeugter Pazifist, so wie mir auch die Gewaltfreiheit sehr wichtig war und ist.

Er musste mich unbedingt an einem Tag damals wieder anrufen. Er schilderte mir, was ihm geschehen war. Er kam von seiner Arbeit zurück, hat seinen Wagen eingeparkt und ist ausgestiegen. Nahe der Straße stand eine Biotonne, die Müllabfuhr hatte die Tonne bereits geleert. So holte Michael die Tonne und zog sie Richtung Innenhof, so wie sie auch hingehört. Irgendwie eine völlig normale Sache. Er öffnete das Tor, als dieser Nachbar Emil plötzlich auf Michael losging. Er hatte sich wohl zwischen seinem PKW und dem Zaun versteckt. Michael hat ihn vorher nicht gesehen, als er in die Einfahrt fuhr. Diese Art der Gewalt des Kinderschänders war Michael bereits bekannt. Aber diesmal hat er es wirklich übertrieben. Immerhin ist Michael ein 2m großer Typ, auch bedingt durch seine körperlich fordernde Tätigkeit, durchaus als Hüne zu bezeichnen.

Und Emil versuchte Michael tätlich anzugreifen, hoffte, dass er dazu Chancen besaß, da Michael körperlich von einer Mülltonne behindert wurde. Der schützte sich allerdings von den Angriffen mit der Tonne.

Michael hat es wirklich nicht nötig, eine solche Story zu erfinden. Bei der Gelegenheit erzählte er auch, dass Emil ihn im Treppenhaus mit Schnapsfläschchen beworfen hat. Verstehen konnte Michael ein solches Tun nicht. Mir kamen aber schon dazu Gedanken. Immerhin war Michael in einem Arbeitsverhältnis, Geld wurde jeden Monat von dem Arbeitgeber an ihn überwiesen. Normalerweise müsste Michael das Recht haben, sich wehren zu können. Dann könnte Emil den Michael wegen Körperverletzung verklagen, aus seiner Erklärung käme von Michael die Gewalt. Ein quasi Zwerg greift doch keinen Riesen an. Und Emil hat den Anwalt, der das für ihn machen könnte und das tatsächlich auch tat.

Natürlich ist da auch die Frau des Kinderschänders, die selbstverständlich für ihren Ehemann aussagen kann und auch tat.  Der Anwalt würde dann Schmerzensgeld von Michael verlangen, was bei mir auch versucht wurde. 

An dem Tag hatte sich wohl ein Vogel kurz vor die Videoüberwachung im Innenhof breitgemacht, löste dadurch die Kamera aus. So konnte ich mir später die ganze Aktion in einem Videoclip betrachten. Zu sehen ist ein Hüne, der sich mit einer Mülltonne vor einem Pädophilen schützen muss.

Als ich Michael sagte, dass er bei der Polizei in der ganzen Sache eine Anzeige machen sollte, meinte er, dass »da eh nichts herauskommt«. Mit der Meinung stand er nicht alleine da, bei mir dauerte das länger.

Bei Mio würde das auch versucht, es kam auch bei ihm tatsächlich zu einer Verurteilung. Finanziell dürfte dabei aber bei dem pädophilen Ehepaar nichts herausgekommen sein. 

Ihre besonderen Erfahrungen haben diese »Kriminelle« bereits als Unfallbetrüger, gesammelt. 

Natürlich habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob Emil und seine Frau Wanda das alles alleine geschafft haben. Vermutlich dürften sich der Mörder mit seiner Geliebten als Helfer/in zusammen mit dem Anwalt eingeschaltet haben. Dieser Mörder hatte zu seinen Kindern scheinbar überhaupt keine Gefühle, deutlich machte er schon bei der Mitteilung, wie sein Sohn missbraucht worden ist »… Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige gebracht ...« Das der sich mit Emil gut verstand, dürfte klar sein.

So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun. Denn es war ja, nach meiner schweren Körperverletzung, diese besondere Begegnung die ich hatte. Vermutlich wurde dann auch ein Entschluss getroffen.

Ach, dieser Strafbefehl von der entsprechenden Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung, auch, dass der Sachverhalt wohl als klar galt, wurde gegen mich erstellt. Und natürlich auch um die Kosten des Verfahrens und natürlich gestellt von dem Anwalt der Pädophilen...«



»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Mittwoch, 29. April 2026

Walter-Jörg Langbein zum Tod von Erich von Däniken

Zurück zu den Sternen

Bücher haben mein Leben bestimmt. Als Kind im Vorschulalter war ich fasziniert von den schwarzen Teichen auf weißem Grund, die meine Urgroßmutter zu Worten und Sätzen aufbaute, wenn sie mir vorlas. Ich konnte es nicht abwarten, selbst lesen zu können. Als ich endlich diese geheimnisvolle Kunst beherrschte, da entführte mich Karl May in seine Welten der Abenteuer.

Gern hätte ich wie Karl May in seinen wunderbaren Romanen die Welt erkundet, Abenteuer bestanden und in eigenen Worten zu Papier gebracht. Und schließlich wurde mir klar, ich wollte unbedingt Bücher schreiben, die von anderen Menschen gelesen werden konnten. Und dann begegneten mir Erich von Dänikens Weltbestseller!

1968 war ich in unserem Klassenzimmer für die »Bibliothek« zuständig, die in einem Schrank untergebracht war. Auf Wunsch vieler Mitschüler wurde »Erinnerungen an die Zukunft« angeschafft. Zum Wochenende wurde mir das Buch mit dem »Astronauten« auf dem Cover ausgehändigt. Ich war der erste, der das Werk ausgeliehen hat. Ich las es und wurde mit der Dänikenitis infiziert. Jetzt war mir klar: Ich wollte die Welt bereisen und die größten Geheimnisse unseres Planeten selbst in Augenschein nehmen, darüber schreiben. Aber bis dahin sollten noch viele Jahre vergehen! Durch »Erinnerungen an die Zukunft« wurde mein Lebensweg bestimmt. Ganz zu schweigen von Erich von Däniken, dem ich mein Leben lang folgte. Doch genug von mir geredet!

Erich von Däniken.
Foto
Walter-Jörg Langbein

Erich von Däniken ist tot. Er verstarb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Ich weine um einen Freund, um einen wirklichen Freund. Wir waren befreundet, wir sind befreundet und wir werden es immer bleiben. Wahre Freundschaft hat kein Verfallsdatum. Sie überdauert auch das, was wir Tod nennen.

Als mein Bruder Volker am 4.9.2024 starb, tröstete mich Erich mit wenigen Worten: »Der Tod ist nicht das Ende. Das ist gewiss: Es geht weiter.« In meiner letzten Mail schrieb ich an EvD: »Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann: Wir sehen uns wieder, irgendwann!«

Seine Schulkameraden nannten Erich »Papa«, weil er schon damals unglaublich fürsorglich und hilfsbereit war, weil man schon damals in EvD stets einen aufmerksamen Zuhörer fand, dem man seine Sorgen anvertrauen konnte. Und der geholfen hat, wo und wie er nur konnte.

Jahrzehnte später vertraute mir EvD sein Lebensmotto an: »Hilf, wo du kannst und tritt bescheiden auf.« So war er, mein Freund Erich. Und ich weine um ihn.
Erich von Däniken war nicht nur ein wirklich großer Schriftsteller und Forscher, er war auch menschlich ein Riese!

Anno1968 traten die »Astronautengötter« in mein Leben, bei der A.A.S. bin ich seit 1975 mit dabei! Als Gymnasiast, später als Student begleitete ich Erich von Däniken (oft zusammen mit seinem damaligen Mitarbeiter Willi Dünnenberger) auf Vortragstourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Highlights waren die Weltkonferenzen der A.A.S., zum Beispiel in Zürich 1975 referierten u.a. Jacques Bergier, Peter Krassa und Sergius Golowin. Im Jahr darauf ging es nach Crikvenica, Jugoslawien. Referenten wie Josef Blumrich (NASA), Prof. Dr. Harry Ruppe und Andrew Tomas, Australien, faszinierten.

Allen Zeitgenossen, die als Fundamentalisten von der Richtigkeit der eigenen Religion überzeugt sind, sei folgendes Gedankenspiel empfohlen: Außerirdische observieren unseren Planeten und erkunden die unterschiedlichen Religionen. Mit wissenschaftlicher Akribie vergleichen sie nun die unterschiedlichsten Konfessionen.

1968 erschien das Buch, das mein Leben bestimmen sollte: »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken. Anno 1968, ich war damals 14, verging kaum eine Schulstunde, in der nicht auf die »kühnen Thesen dieses Schweizers« eingegangen wurde. Ich jedenfalls war Feuer und Flamme. Ich musste selbst ein Buch schreiben und beschloss damals: Mein Buch würde eine Chronik unserer phantastischen Vergangenheit sein. So begann ich noch 1968, an meinem ersten Buch zu schreiben: »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«.

Ich fürchte, dass der erste Eindruck, den ich auf Erich von Däniken machte, nicht wirklich der beste war. So bombardierte ich ihn schon 1968 und in den folgenden Jahren mit »eingeschriebenen Expressbriefen, eigenhändig«, die wohl nicht immer zur Freude des nachtaktiven Bestsellerautors zu frühmorgendlicher Stunde von eifrigen Postzustellern angeliefert wurden.

Erich von Däniken aber erkannte meine jugendliche Begeisterung und antwortete stets geduldig. In den Jahrzehnten seit 1968 hat mir kein zweiter Schriftsteller so kompetent, kameradschaftlich und hilfreich zur Seite gestanden wie er. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken! Durch ihn lernte ich die fantastischen Geheimnisse unseres Planeten kennen: von Ägyptens Pyramiden bis zu den Tempeln Maltas, vom Nemrud-Berg der Türkei bis zu den Kulten der Südsee. Und mehr noch: Er war für mich – und ist es noch heute – der Vater, so wie ich ihn mir erhofft hatte.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch – »Astronautengötter«, den leider allzu früh verstorbene John Fisch.

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seit fast 50 Jahren zusammen bin. Und das immer noch glücklich, glücklicher denn je.
Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück EvD! Das alles und noch viel mehr verdanke ich Erich von Däniken! Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar.

Auch in der DDR sorgte Erich von Däniken für Furore, obwohl schon sein Erstling gar nicht so leicht zu bekommen war. Da schilderte doch dieser Däniken, wie er Material für seinen Weltbestseller gesammelt hat, auf Reisen von Ägypten bis Zentralamerika! Reisen um die Welt waren damals für den DDR-Bürger ohne Sonderprivilegien ebenso unrealistisch wie ein Wochenendtrip zum Mond. Als anno 1968 mit der Mondlandung der Amerikaner die Tür zum Kosmos einen kleinen Spalt geöffnet worden war, fragten sich viele Menschen weltweit, ob Däniken nicht vielleicht doch recht hatte. Sollte es einer Jahrtausende, ja vielleicht Jahrzehntausende älteren Zivilisation vielleicht schon in grauer Vorzeit möglich gewesen sein, interstellar zu reisen? Pioniere der Weltraumforschung wie Hermann Oberth und Eugen Sänger spekulierten schon lange von interstellaren Raumflügen.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (Fußnote 1): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Fußnote 2): »Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor mehr als einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«. Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (Fußnote 3):

»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigene Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen: »Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum« (Fußnote 4):
»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiterwachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Erich von Däniken machte die Theorie von Astronauten, die in grauer Vorzeit zur Erde kamen und als »Götter« verehrt wurden, weltweit populär. Seit über einem halben Jahrhundert publiziert er – zunächst in Zeitungen und Zeitschriften – seine faszinierenden Gedanken. Immer wieder tauchten »Skeptiker« auf, die immer wieder verkündeten, diesen Schweizer nun endgültig »widerlegt« zu haben. Erich von Däniken aber blieb, arbeitete und publizierte weiter. Die selbsternannten »Antidänikens« blieben ohne erkennbare Wirkung und sind längst wieder in der Versenkung verschwunden.

Werden sie eine bestimmte Religion zur richtigen erklären und alle anderen als »Irrglauben« abkanzeln? Wohl kaum. Vermutlich werden sie über alle irdischen Glaubensformen bestenfalls milde lächeln und keinerlei qualitativen Unterschied erkennen zwischen Glaubensrichtungen von der »altkatholischen Kirche« bis zum »Zaratthustrismus«, zwischen ägyptischen Religionen und Wuismus (China). Sollte Erich von Däniken recht haben, dann irren alle Glaubensfanatiker. Dann gab es einst in grauer Vorzeit Besucher aus dem All, die für »Götter« gehalten wurden. Sollte sich das bewahrheiten, verlieren alle Fundamentalisten die Basis ihres Glaubens. Und dann sollten die ewigen Religionsstreitereien ein und für allemal ein Ende finden.

Es ist ein Trauerspiel: Was man für DIE wahre Religion hält, hängt vom zufälligen Geburtsort ab. Und die religiöse Rechthaberei führt schon seit Jahrtausenden zu blutigsten Gemetzeln, wobei jede Rechthaberei damit begründet wird, dass man ja DEM richtigen Gott zum Sieg verhelfen müsse. Das muss ja ein schwächlicher Gott sein, der sich nicht selbst als höchste himmlische Autorität durchsetzen kann, sondern auf hasserfülltes Gegeneinander der Menschen angewiesen ist!

Wenn nun die »Götter« Astronauten waren, welche Konsequenzen hat dies auf religiöse Glaubenswelten? Erich von Däniken in seinem Schlusswort zu seinem dritten Bestseller »Aussaat und Kosmos« (Fußnote 5): »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas Großartigem in Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«

Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (Fußnote 6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Erich von Däniken ist tot. Er starb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Sein Lebenswerk aber bleibt bestehen. Er hat die ferne Vergangenheit studiert und entdeckt, dass wir durch das Studium der uralten Geheimnisse von »Terra Mysteriosa« einen Blick in die nahe und ferne Zukunft werfen können. Wir wurden einst von Wesen aus dem All besucht, die ihren Heimatplaneten verlassen haben, um in die Weiten des Universums vorzudringen. Genauso wird der Mensch, wenn er sich bis dahin nicht ausgelöscht haben wird, Planet Erde verlassen und den »Astronautengöttern« zu den Sternen folgen. Die Erde ist unsere »Kinderstube«. Niemand bleibt da sitzen, jeder bricht ins Unbekannte auf.

Das ist die kosmische Botschaft von Erich von Däniken! Das sind seine »Erinnerungen an die Zukunft«.

Erich von Däniken entführt uns zu den Sternen. Ich bin überzeugt: die ersten Raumfahrtpioniere werden »Erinnerungen an die Zukunft« und «Zurück zu den Sternen« an Bord haben.

Unterwegs auf Vortragstourne,
Erich von Däniken, Willi Dünnenberger und Walter-Jörg Langbein.
Foto Selbstauslöser

 Mit EvD
auf dem mysteriösen Nemrud-Berg,
Türkei. Foto Ilse Pollo


 Gute Stimmung... Foto Willi Dünnenberger

 Fußnoten

Fußnote 1: Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
Fußnote 2: Ebenda, Seite 124
Fußnote 3: Ebenda Seite 125
Fußnote 4: Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
Fußnote 5: Däniken, Erich von: Schlusswort zu »Aussaat und Kosmos«, 1972
Fußnote 6: Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221



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