Sonntag, 11. Oktober 2026

27. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder, das Gas und die Kosten …

… dabei wurden die Schäden immer größer …

»… Vielleicht hätte ich besser schreiben sollen: Es entstand oder auch entsteht nicht nur mir zu viele Kosten, außer der Reihe. Dabei ist es als »Chronischer Stress« zu bezeichnen, wenn auch weitere Personen, quasi von dem Kinderschänder und seiner Schänderin, finanziell über den Tisch gezogen worden und auch noch weiter werden. Zumindest bei den meisten liegt da ein Versuch. Aber wie so etwas durchaus mit der Statistik festgestellt werden kann, eben zehn Versuche, einer klappt. Das ist auch bei mir passiert, auch ständig weiter versucht worden, darum war mein Körper auf einmal in einem dauerhaften Alarmzustand. Denke an meinen Blutdruck 214/106.

Manchmal denke ich auch, dass mein Trauma, was ich erlitten habe, von mir zu emotional beschrieben wird. Es wäre bestimmt einfacher, diese ganze Geschichte auf den finanziellen Bereich zu schieben. Was ich dir schon geschrieben habe, diese Aktion des Kinderschänders und seiner Frau, den Keller unter Wasser zu setzen.  Dabei den Versuch, die Eigentümer quasi zu zwingen, anschließend den Schaden zu beseitigen. Einen Schaden, den sie weiter fortführten. Vermutlich auch, um als eine der Taten gegen mich anzuwenden. Damit es beide schaffen, mich aus der Bleibe durch gezielten psychischen Druck oder Angriffe zum Auszug zu bewegen. Was eigentlich normalerweise Versuche von Eigentümer ist, manchmal auch von Nachbarn.

Gut, es wurde mir schon gesagt, dass ich mir doch was Neues suchen sollte, wenn mir das alles nicht passt. Außerdem wurde ich hart angesprochen. Darin wurde ich aufgefordert, die Eigentümer nicht mehr mit Hinweise auf den Zustand des Hauses mitzuteilen. Dabei sind Besitzer für die Beseitigung der Ursachen und Schäden am Haus zuständig. Außerdem müssen Mieter den Schaden sofort dem Vermieter melden. Was ich gemacht habe und mir ist nur Schaden entstanden. Wenn mir das nicht gefällt, dann kann ich gehen. Trocknungsgeräte hätten schon etwas verbessert, aber die Kosten an Miete eines solchen Gerätes und dazu die entstandenen Stromkosten sind erst gar nicht in Frage gekommen. Übrigens habe ich doch auch dieses Ereignis in meiner Stellungnahme, gerichtet an das Gericht, mit der Anordnungssache mit langer Nummer und Buchstaben, beschrieben.

Ausgerechnet diese Eigentümer sind als Zeugen für den Kinderschänder und seine Schänderin von deren Anwalt aufgeführt worden. Vermutlich wurde von mir erwartet, dass ich eine entsprechende Formulierung schreibe, ebenso, wie es der Anwalt geschrieben hat. Ob ich das richtig zu Papier brachte, war und bin ich nach wie vor nicht sicher. Leider war auch meine Schriftart noch nicht zu 100% in Form, was ich aber auch erklärt habe. Diese Anordnung gegen mich erstellt, wurde von mir als unglaubliche Unverschämtheit gesehen. Nicht nur von mir, auch von den weiteren Mietern im Haus, auch von Nachbarn, selbst von Bekannten. Was von mir als Antwort vorgetragen wurde ist nur ein Hauch von dem, was ich in der letzten Zeit ertragen musste. Nur, weil ich dem Kinderschänder die Tour versammelt habe! Einer der Nachbarn aus der Wohnung im ersten Stock wurde mit einer Schnapsflasche im Treppenhaus angegriffen. Er wird ebenfalls regelmäßig beleidigt.

Einen schweren Angriff auf meine Person hat ja vorher stattgefunden, was ich auch dem Gericht mitteilte. Für diesen Moment waren sich diese Täter sicher, dass ich das trotz Hilfe der Ärzte nicht überleben werde und wenn doch, dass ich in einem Heim landen werde, weil ich schwere Gehirnschäden erlitten habe. Die von mir gemietete Wohnung würde bald zum Vermieten freistehen, so wurde von beiden das berichtetet. Sie haben beide über die Art des Wissens über meinen Zustand ihre Freude dabei zum Ausdruck gebracht. Wenn ich nicht gefunden worden wäre. Und eigentlich hätte das trotz finden und Engagement in Krankenhäusern auch passieren können. Das dies nicht geschehen ist, könnte eine Fachärztin erklären. Was auch mir bekannt ist, was ich natürlich überhaupt nicht kundtuen wollte, denn nicht, dass ein zweiter direkter korrigierter Versuch gestartet wird.

Es konnte von denen die mich fanden, nach den 24 Stunden nach der Tat, nicht festgestellt werden, was genau geschehen ist. Es war nach Wochen danach, als ich verlegt worden bin. Ohne richtig zu sprechen, nicht fähig zu schreiben und nur im Rollstuhl eine Bewegung betätigen zu können. Mit meinem Training habe ich sofort begonnen. Danach lag für mich eine Reha Verlegung an, dort konnte ich zumindest Telefonate führen. So konnte ich schon Dinge zu der Körperverletzung mitteilen.

Selbstverständlich musste ich meinen gesetzlichen Eigenanteil von einem festen Betrag pro Tag übrigens auch an die Krankenkasse zahlen. Meine Rente wird nicht vom Soziallamt gezahlt. Anwälte kann und wollte ich nicht von der Rente zahlen. Auch die Gerichtskosten und die Kosten des Anwaltes des Kinderschänders forderten, würde ich bis heute nicht ertragen können. Gezahlt haben das gute Bekannte, irgendwie fühle ich mich dafür in der Pflicht. So bin ich halt. Meine Pflicht habe ich getan als Bürgerin, damit wurden Menschen geschützt oder auch nicht? Was ist mit den Opfern? Haben die nur eine Chance, wenn das noch nicht einmal mir gelingt?

Das mit dem Gas muss ich dir auch endlich erzählen, dazu wird etwas in der Zeit zurückgegangen. Damals waren die Katzen und ein kleiner Hund meine Begleiter. Zudem habe ich ein Auto besessen, das half mir bei dem Umzug von damals. Gestehen muss ich dir, dass ich an dem Auto auch sehr hing. Dabei liebte ich noch früher einen Volvo. Der dann von einem 9000er abgelöst wurde. Eben als letzter Wagen, den ich mir leistete, war der 900er Saab. Es ging mir wirklich um Sicherheit. Der letzte Wagen war nicht der Jüngste und musste zeitnah in eine Werkstatt und danach zum TÜV. Da musste ich mich wirklich von ihm trennen, schließlich bin ich frühzeitig in die Rente gegangen.

Es war damals der Tag, an dem ich der Meinung war, dass ich den Umzug mit dem Saab, und damit auch seinen Verlust, geschafft habe. Es war der angefangene Winter, der Wind wehte draußen, mein Gedanke war, den Abend mit einem gemütlichen Bad zu beenden. So ließ ich warmes Wasser in die Wanne laufen um mich dann entspannt hineinzulegen. Das Wasser, welches nachlief, musste dann heiß sein. Komisch war, dass aus dem Wasser eine Art Nebel herauswuchs. Außerdem kühlte sich das Wasser so schnell ab. Irgendwie hob ich einen Fuß aus dem Wasser. Dort, wo sich das Bad an der Wand befand. Meine Zehen wurden bitterkalt. Mein Blick folgte der Wand. Dort befand sich, gut auf 2m Höhe, ein sauberes und exaktes Loch, geschätzt 150 mm im Durchmesser, was bestimmt früher mit einer professionellen Kernbohrung durch die Wand erstellt worden ist. Innen und außen befanden sich jeweils wetterfestes Lüftungsgitter, auch um Nagetiere fernzuhalten. Es war die Ostseite der Wand und von dort drückte der Ostwind mit seiner Macht direkt in das Badezimmer.

Warum war das so? Direkt neben der Eingangstür war an der Wand ein Heizungsbrenner. Der war für die Heizung und das warme Wasser zuständig. Allerdings benötigt ein solches Teil große Mengen Sauerstoff aus der Raumluft. Bedeutet auch, dass von dem Gerät der Sauerstoff aus dem Raum genommen wird. Darum musste natürlich genug frische Luft in den Raum geholt werden. Was so ein Loch durchaus leisten kann. In diesem Moment war mir klar, warum die Miete für mich durchaus preiswert war. In den folgenden Jahren habe ich dort auf das Baden verzichtet und dafür schnell geduscht. Das wirkt sich auch positiv auf die Abrechnung der Gasrechnung aus.

Diese Brenner befinden sich in den Wohnungen. Der Kinderschänder besaß keine Möglichkeit, außer den eigenen Heizungsbrenner zu beschädigen. Aber die Leitungen befanden sich zugängig im Keller. Verstehst du jetzt, warum ich so in Panik geraten bin, als er angefangen hat, mit einem Bolzenschneider im Keller die Rohre zu bearbeiten? Es schallte durch das Haus. Vorher hörte ich ihn durch das Treppenhaus brüllen, dass er mich kriegen wird, verbunden noch mit schlimmen Beleidigungen. Wobei er durchaus Eckrohrzangen einsetzen konnte, um damit den Gasrohren auf dem Weg zum Zähler zuzusetzen. Das traute ich ihm zu. Darum war ich doch froh, als ich endlich eine Wohnung fand, in die ich flüchten konnte. Dort befindet sich übrigens der eigene Brenner im Keller. Das wäre mit Kinderschänder als Nachbar eine noch größere Katastrophe geworden. Bei meiner Flucht wurde auch im Keller dieser Zähler fotografiert, der Verbrauch unter Zeugen auch aufgeschrieben, danach entsprechend dem Anbieter mitgeteilt.

Es ist bis heute kein Nachmieter für diese alte Wohnung, in der ich vorher wohnte, gefunden worden. Es dürften, vermutlich, Bewerber kein Interesse an einem solchen Heizungsbrenner und den geforderten Lüftungsöffnungen innerhalb eines Badezimmers gezeigt haben. Zudem auch der entstandene Schimmel, der sichtbar war. Daraus resultierte, dass keine Miete mehr für diese Wohnung gezahlt worden ist. In diesem Fall eben nicht für mich »dumm gelaufen«. Eigentlich hätte nach mir Ruhe in das Haus ziehen müssen. Was eben nicht passierte. 

So muss es wohl bei dem Brenner des Kinderschänders zu Problemen gekommen sein. Wenn das Teil nicht mehr repariert werden kann, muss es natürlich erneuert werden. Was auch geschah, was ich auch so eben erzählt bekommen habe. Einer der alten Nachbarn aus dem ersten Stock erzählte mir das. Da sind den Eigentümern wieder Kosten entstanden, denn dazu sind sie verpflichtet. Danach habe ich ja schon berichtet, irgendwie hat es Geschrei im Haus gegeben, weil irgendein Rohr auf irgendeine Art und Weise so undicht reagierte und Gas stinkend, und damit gefährlich, ausströmte.

Einige Zeit später schickte mir der ehemalige Nachbar ein Foto, dass er im Keller von den Zählern aufgenommen hat. Ganz deutlich zu sehen, dass Gaszähler nur für den ersten Stock vorhanden sind. Das Erdgeschoss hat keine Zähler mehr und damit auch der Kinderschänder. Da hat er sich mit den richtigen Fachleuten angelegt und deren Reaktionen durchaus als »sehr gut« beschrieben werden kann. Keine Heizung der Wohnung dürfte im Sommer für den Kinderschänder kein großes Problem darstellen. Mit Ausnahme des warmen Duschens. Im Moment wird es kühler und dann kalt. Ohne Gasbrenner wird es dann schon zu weiteren Überlegungen, auch bei der Schänderin, kommen. Natürlich bekomme ich gesagt, dass ich das Ganze endlich abschließen soll. Wie gesagt, für mich zählt natürlich nur noch das Geld, versuche ich zumindest. Mehr kann ich eh nicht erwarten. Der Kinderschänder wird aber auch noch die beneiden, die einen Heizungsbrenner nutzen, denn eine Gasheizung erzeugt Wärme ...«  

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Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …

13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …

14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt

15. Leseprobe: Die Ratten und der Kinderschänder

16. Leseprobe: Der Anwalt und sein Kinderschänder …

17. Leseprobe: Der Anwalt und das missbrauchte Kind

18. Leseprobe: Der Anwalt und der Strafprozess ...

19. Leseprobe: Der Anwalt und das Gericht …

20. Leseprobe: Der Anwalt, die Psychometrie und das Gerichtsverfahren …


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook



Sonntag, 4. Oktober 2026

26. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und die Schäden …

… oder einfach dezent einen Blick auf die Zähler richten …


»… Bestimmt hast du die von mir geschilderten Momente, einfach von mir überzogen gesehen. Wenn ich meine Fluchttouren befuhr, dort, wo ich auch kurze Pausen einlegte mit meinem Tretroller. Auf der einen Seite von mir sah und sehe ich nach wie vor, dass dort die Rehe leben, auf der anderen Seite kann ich die Pferde weiden sehen. Sie dürfen auch die Nacht im Freien verbringen. Kein Stall der sie einengt. Sie genießen ihr Leben in Freiheit die von einem Weidezaun zum anderen reicht. Für mich wichtig dann, wenn ich diese Flucht von mir auch dringend brauchte. Wenn auch nur diese Augenblicke, die mir sehr unverzichtbar waren und eigentlich auch nach wie vor sind.

Jetzt erkläre ich dir meine Oberflächlichkeit, eben die in meiner »vor der Zeit«. Dabei meine ich, dir das schon beschrieben zu haben. Vielleicht nicht ganz so genau. Es war auch bevor ich den Kinderschänder erwischt habe, wie er einem Jungen zu nahekam, von ihm »Geheimnisse« forderte. 

Sie, die Schänderin, hat bei mir geklingelt, sie meinte, dass der Keller unter Wasser stand, was mich in Panik versetzte, denn in meinem Kellerraum standen Dinge, die mir wichtig waren. So rief ich einen »Zuständigen« an, der kam und konnte das Wasser abstellen. Das war eine wirkliche Dummheit von mir. Oder besser, meine Naivität. Im Vorfeld, jedenfalls für mich war in dem Moment klar, dass dieser Mensch für das Wasser im Keller nicht zuständig war, eben auch nicht für die entstandenen Schäden, was er noch nicht einmal sagte, der einfach nur wieder ging. Es war halt so, dass eigentlich Eigentum verpflichtet, eben für ihn nicht, auch nicht für weitere gilt. So einfach kann das sein. Was sich auch fortsetzte. Für mich ist halt irgendwie vieles nur noch »dumm gelaufen«.

Natürlich bin ich davon ausgegangen, dass irgendwie und irgendwo im Keller ein Rohr für das Wasser am Boden verantwortlich war. Sowas kann passieren, einfach so. Wobei gewundert hat mich schon, dass dieser Fehler ganz schnell beseitigt wurde und kein Wasser mehr auf den Kellerboden lief. Für mich gab es, so bin ich halt, mein Funktionieren, dann rotiere ich und es gibt für mich auch kein warten. Das Wasser am Boden musste von dort entfernt werden und das ganz schnell. Eigentlich hätte ich auch hören, beziehungsweise, da hätte ich wach werden müssen. Die Schänderin zeterte herum und ihr Mann unterstützte sie dabei. Das müssen die Eigentümer wieder trocken machen, die sind zuständig, meinten sie. Dabei hat der Kinderschänder so gegrinst, als der Mann in den Keller lief, er lachte ihn sogar an, als er wieder ging.

Irgendwann tat sie auch etwas wie ich, füllte die Eimer, um die dann nach draußen zu kippen. Richtig trocken war der Keller noch nicht. Dann habe ich meinen Raum dort ausgeräumt. Die meisten Dinge musste ich wegwerfen. Der Schimmel kam schnell. Manche Dinge konnte ich noch retten. Eine Versicherung zahlte später nach meinem Antrag. Gewundert hat mich allerdings auch wieder, dass die Schänderin meinte, ihren Keller nicht räumen zu müssen. Dabei habe ich kurz gesehen, das dort noch gefüllte Umzugskartons von dem Boden aus hochgestapelt waren. Damals, als es passiert ist, habe ich sie schon darauf aufmerksam gemacht, dass der Schimmel Schaden anrichten wird. Sie wollte darauf nicht reagieren und ich habe keine Lust gehabt, darüber mit ihr zu reden. Vermutlich war es mir auch irgendwie egal.

Danach erwischte ich ihn mit dem Jungen und damit begann der Terror und damit auch der Versuch, mich aus dem Haus zu Ekeln. Wobei die Schänderin mir auch mitteilte, dass sie dafür sorgen würde, dass ich in dem Ort keine Wohnung mehr zum Leben bekommen werde.

Nach dem Versuch mich umzubringen, war es und eigentlich ist es immer noch, eben »die Zeit danach« und die verbunden mit meiner Angst. Darum habe ich den Keller nur noch in Begleitung aufgesucht. Auch dann, wenn der Kinderschänder mit seiner Schänderin für ein paar Tage verreist war. Die Einkünfte von ihnen bestanden zum einen von irgendeinem Amt, dann etwas Geld für ihre Taxifahrten. Der Rest war Schwarz verdient. Wobei die Fotos und Filme, die sie mit Kindern eben für ihn machte, brachten Geld, davon ließen sich schon Autos, Wohnwagen, Urlaube finanzieren. Aber Geld für einen Anwalt auszugeben, der seine Kosten höher forderte, als das Amt zu zahlen bereit wäre, dürfte für sie nicht in Frage kommen. Und doch setzte er sich ständig ein.

Mir fiel dann irgendwann im Keller der Wasserhahn auf, der sich in dem kleinen Kellerraum unter dem Badezimmer lag, das zu meiner Mietwohnung gehörte. Der Wasserhahn gehörte zu einem Ausgussbecken. Eigentlich läuft das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, in das Becken, dann in einen sogenannten Siphon. Wandert dann in das Abwasserrohr in der Wand und von dort in die zentrale Kanalisation. Verstehst du mich? Es ist sowas gewöhnliches. In der Vergangenheit, aber lange vor dem Wasserschaden, muss dort in dem Raum einiges verändert worden sein. Dieser Siphon war nicht da, auch kein Abwasserrohr, das eigentlich in der Wand gewesen sein sollte. Die Kellertür war auf, darum konnte ich es sehen. Der Boden dort war durchtränkt von Wasser. Das Ausgussbecken war ebenfalls nass. So habe ich den Hahn vorsichtig gedreht. Es lief Wasser raus. Das habe ich vorher nicht gesehen.

Meine Oberflächlichkeit »vor der Zeit« wurde mir klar. Das hätte ich doch schon eher sehen müssen. Aber wer würde denn so etwas vermuten? Wer achtet denn auf so etwas? Der »Zuständige« hat einfach den Hahn wieder abgedreht, den der Kinderschänder vorher aufdrehte und damit schweren Schaden, auch für sich selbst, zugefügt. Dazu war und ist er fähig, sie auch. In meiner Zeit danach habe ich auch etwas Angst bekommen, dass er die Überschwemmung im Keller wiederholen könnte. Wobei der eigene Schaden, also der Schimmel in seinem eigenen Kellerraum, massiv war, was auch stank. Darum setzte er die Überlegung darauf, nur diesen Kellerraum unter meinem Badezimmer, nass zu halten. Zudem wurden die Kellerfenster auch, und gerade im Winter, offengehalten. So kam auch der Frost in die Nässe. Das schien ihm zu reichen. Denn wenn wieder der Kinderschänder mit dem Wasser die Kellerräume überfluten werden würde und der Wasserschaden dann nicht von ihm behoben wird, denn von mir könnte er das nicht noch einmal erwarten, führt das auch zu weiteren schweren baulichen und finanziellen Folgeschäden. Soweit hat er wohl doch gedacht.

Berichtet habe ich dir ja schon, dass er in »meiner Zeit danach« mit dem Metallteil im Keller auf Metall schlug, auch wie ich dir mitteilte, dass der schrie, dass er mich kriegen wird. Meine Angst hat durchaus eine wichtige Schutzfunktion erfüllt. Meine Angst galt nicht nur dem Wasser im Keller, dort befanden und befinden sich noch Metallrohre, in dem die Wohnungen mit Gas versorgt wurden und noch werden. Normalerweise ist Erdgas völlig geruchlos, ihm wird aber von dem Anbieter ein starker, warnender Duftstoff beigemischt. Es wird stinken, wenn eine Undichtigkeit, auch der Rohre, auffällt. 

Jetzt wirst du sicher denken, dass ich mit solchen Gedanken einfach alles überziehe. Dabei habe ich einfach nur Glück gehabt, denn ich konnte dort nach dem Prozess gegen mich ausziehen. Es ist auch niemand in die Wohnung wieder eingezogen. Die Wohnung ist nicht bewohnbar. Die Wohnung steht leer. Wer will auch neben den Kinderschänder und seiner Frau wohnen. 

Er hat ja keinen Beruf erlernt, sie auch nicht. Irgendwo war schon ein Neid auf Menschen bei ihnen vorhanden, auf die, die das gemacht haben, die auch so völlig normal einer Arbeit nachgehen. Einige waren bei ihnen und es waren laute Stimmen, die der Nachbar aus dem ersten Stock hören konnte. Auch das Geschrei, das Gas ausgetreten ist. Es kann furchtbare Probleme bereiten, besonders dann, wenn diese Rohre beschädigt werden. Was durchaus zu Konsequenzen führt. Es ist doch schön, dass es auch »solche und solche« gibt, oder auch »sone«. Dass diese Beiden bereits durch Versicherungsbetrug aufgefallen sind, dass sie auch einem Kind sichtbar zu nahekam, dass Beiden selbst die Ratten nicht stören zeigen doch, dass es Sinn gibt, die Aufmerksamkeit zu schärfen. Da kann auch die Angst durchaus hilfreich sein. Das mit den Zählern berichte ich dir beim nächsten Mal ...«

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Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …

13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …

14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt

15. Leseprobe: Die Ratten und der Kinderschänder

16. Leseprobe: Der Anwalt und sein Kinderschänder …

17. Leseprobe: Der Anwalt und das missbrauchte Kind

18. Leseprobe: Der Anwalt und der Strafprozess ...

19. Leseprobe: Der Anwalt und das Gericht …

20. Leseprobe: Der Anwalt, die Psychometrie und das Gerichtsverfahren …


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
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