Sonntag, 20. September 2026

24. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und die Flucht …

  eine ganze alte Schutzreaktion bei akuter Gefahr oder Bedrohung

»… Jetzt frage ich mich, ob ich dir genau erklärt habe, warum ich bei meinen beiden Gerichtsterminen nicht anwesend war. Es gab einen Grund, warum ich eigentlich beim Landgericht nicht als Zeugin anwesend sein konnte. Dort lag ja bereits eine schriftliche Aussage, die sollte von mir eben auch persönlich erklärt werden. Was ja nicht ging, denn ich befand mich in irgendeiner Klinik und konnte nicht entscheiden, ob ich überlebe oder eben abkratze. Was sich eben einige wünschten. Dem Richter am Landgericht reichte meine schriftliche Erklärung, eben was ich nicht einfach hin gekritzelt, sondern eine eidesstattliche Versicherung geschrieben und unterschrieben habe. Es war die Tochter des Mörders aus seiner ersten Ehe, die Geld von ihrem Vater forderte. Dank meiner Erklärung durfte die Geliebte des Mörders an die junge Frau zahlen und das nicht wenig. Dass die Zahlungspflichtige stinksauer auf mich war, dürfte doch irgendwie klar sein. Oder etwa nicht?

Komisch war natürlich schon, dass ich überlebte. Dass sich der Kinderschänder und seine Schänderin darüber aufregten. Dass sogar die Frau, die mir vorher das Leben gerettet, die auch bereit war, mir einfach nur zu helfen, um dann dafür von den Beiden tätlich angegriffen wurde. Nur, weil ich überlebte. Was ich wohl vergessen habe war, dass bei der Anzeige mir mitgeteilt wurde, dass der X RING informiert worden sei, eben, dass mir die Organisation helfen würde. Später hat der Beamte auch nicht verstanden, dass sich diese Institution zurückgezogen hat.

Irgendwie habe ich kurz darauf, so erinnere ich mich auch genau, mit der zufriedenen jungen Tochter des Mörders telefoniert. Der habe ich das auch erzählt und die damit richtig zum Lachen gebracht. Sie habe schon einiges »versucht«, um der Geliebten ihres Vaters das Leben schwer zu machen. So hat die scheinbar betroffene Geliebte um Hilfe gebeten, scheinbar mit den sogenannten »guten Beziehungen«. So dürfte die Geliebte des Mörders es auch geschafft haben, dass sich X RING von mir zurückgezogen hat. Und diese Tochter des Mörders fand auch das lustig. Nun, das fand ich nicht zum Lachen. Auf weitere Kontakte mit ihr konnte und wollte ich unbedingt verzichten. In solchen Situationen ist es auch wichtig, einfach los zu lassen.

Dass dieser Anwalt des Kinderschänders ausgerechnet meiner Lebensretterin Hausverbot erteilt hat, also ihr verboten wurde, mich aufzusuchen, mir zu helfen, mich zu schützen. Die ihm übrigens ihre Meinung dazu schriftlich direkt in die Kanzlei brachte und ausgerechnet das Schreiben fügte dieser Anwalt in das Schreiben an das Gericht, das mich Vorbestraft machen sollte und dann auch machte, und hat tatsächlich schriftlich dazu meine Lebensretterin als Zeugin benannt. Meinst du jetzt, vielleicht sogar lachend, dass es eben Anwälte gibt, die sowas für ihre Mandanten versuchen? Lachst Du auch, wenn der Mandant ein Kinderschänder ist?

Vielleicht verstehst du mich nicht, warum ich ständig auch auf meine »Flucht« hinweise. Es bedeutet tatsächlich vor der Gefahr wegzulaufen. Nimm dir einen kleinen Löffel aus Metall und klopfe damit ganz leicht auf einen Heizkörper. Metall auf Metall ergibt Geräusche. Was du jetzt nicht unbedingt selber probieren solltest wäre, mit einer Metallzange den Keller aufzusuchen. In der Regel befindet sich dort jede Menge Rohre. Nicht nur welche aus Plastik, nein, noch entscheidende aus Metall. Da können durchaus metallen Soundeffekt produziert werden. Vermutlich hat der Kinderschänder mit einem Bolzenschneider im Keller die Rohre bearbeitet. Das Haus ist alt, die Wände nicht sehr dick, es schallte durch das Haus. Das machte er gerne dann, wenn die weiteren Mieter im Obergeschoss nicht zuhause waren. Vorher hörte ich ihn durch das Treppenhaus brüllen, dass er mich kriegen wird, verbunden noch mit schlimmen Beleidigungen.

Das ist eine extrem körperliche Stresssituation, das führt zu der Ausschüttung von Adrenalin. Angriff oder Flucht oder Erstarrung. Zwei Angriffe von mir erfreuten den Anwalt. Die Erstarrung war mein größter Fehler, das habe ich beinahe mit meinem Leben bezahlt. Die Flucht gab Sinn. Meine Situation war die, dass ich mit der Sprache noch hinterherhinken musste. So habe ich es an einem Tag geschafft, nach den Metallgeräuschen, seinem Geschrei und den Beleidigungen, das Haus zu verlassen und mich schon fast mit meinem Tretroller vom Haus weg zu bewegen. Er hat es auch wieder versucht, mich zwischen Innenhof bis Straße noch zu erwischen. Manchmal war ich richtig stolz auf mich, schneller als er zu sein, ihm wieder entwischt zu sein.

Es ist einfach eine sportliche Bewegung, die ich mit dem Tretroller ausführte. Aber irgendwie komisch fühlte ich mich schon, als ich in der Nachbarstadt ankam und dann in den Park fuhr. Eine Veranstaltung fand dort statt und gleich am Anfang stand ein Krankenwagen. Die Helfer/innen waren einfach nur da, für den Fall, dass jemand sie brauchte. So dachte ich, dass es Sinn geben könnte, das sie sich mal meinen Blutdruck betrachten. Beim ersten Versuch sah das irgendwie nicht gut aus. Also sollte ich mich einfach nur beruhigen. Nach einiger Zeit, ich saß auch sehr entspannt in dem Krankenwagen, fiel das Ergebnis wieder nicht gut aus. Fast direkt neben dem Platz befindet sich das Krankenhaus. So kam umgehend nach dem dritten Versuch tatsächlich von dort ein Rettungswagen. So wurde ich als Notaufnahme gewertet, ein paar Stunden habe ich mich dort aufhalten müssen.

Irgendwann konnte ich gehen. Etwas besser schien es mir zu gehen. Auf dem Zettel, den ich mitbekam, stand und das möchte ich als Zitat schreiben: »… Wenn ZAD = RR gesetzt wird, geht man vereinfacht davon aus, dass der am Arm gemessene Blutdruck exakt dem zentralen Druck am Herzen entspricht …« Daneben standen die Zahlen: 214/106. Eigentlich war ich fit wie ein Turnschuh aber es stand eine medizinische Abkürzung, die einfach bedeutete: »… Arterieller Bluthochdruck, am ehesten (a.E.) verursacht oder verstärkt durch Stress Punkt«

Stell dir vor im Gerichtssaal, mit diesem Anwalt, dem Kinderschänder, seiner Schänderin und dann mit meiner schlechten Sprache, diese ganze Situation, dann wäre ich wohl mit diesen 214 nicht hingekommen. Dabei dachte ich immer, dass schon 180 zu viel sind. Jetzt weißt du auch, warum dieser Gerichtstermin ohne mich stattgefunden hat. Übrigens hat meine Lebensretterin noch einen Zettel zum Gericht gebracht. Mein Hausarzt hat darauf seine Meinung zu der Sache aufgeführt. Was sonst niemanden interessierte. Der Kinderschänder hat sich richtig gefreut und brüllte das auch durch das Treppenhaus, er sei der Gewinner.

Irgendwann danach hat sich wieder etwas ereignet und wirklich gute Bekannten meinten, ich solle das der entsprechend zuständigen Behörde vortragen. Natürlich war ich geschockt, dass eine »Zuständige« mir lachend erklärte, dass sie sich einen solchen Stress mit Nachbarn nicht antun würde, sie hätte schon drei Mal eine neue Wohnung gesucht und auch gefunden. Worauf ich ihr erklärte, dass davon auszugehen ist, dass sich ihre Besoldung weit über die Summe meiner Rente befinden würde. So ist das hier, da gibt es »sone und solche«.

Vorgestern habe ich den Kinderschänder mit seiner Frau gesehen, vermutlich mit Glück, weil sie mich scheinbar nicht entdeckt haben. Er saß am Steuer des alten Wohnmobiles und schaute nach vorne. Er schien sich zu freuen, er wirkte so zufrieden. Neben ihm auf der Beifahrerseite konnte ich seine Frau, die Schänderin, sehen. Er muss wieder zugeschlagen haben. Sie wieder auf ihrer Brust getroffen haben, was seine Art ist, auch dort zu prügeln. Seine Hand hat er dann ganz schnell zu einer Faust geballt, damit er seine Entschlossenheit und auch seine Kraft darzustellen meint. Natürlich auch die Wut, die benötigte er schon, um sein Symbol so klar zu zeigen. Dieser trübe Blick, diese Art, wie ich das Kind gesehen habe, dieser Junge, der auch genauso neben dem Kinderschänder im Taxi saß, so einem Symptom einer Depression für mich zeigte. So, wie sie blickt. Vorgestern neben ihm saß. Mir wurde wieder übel, aber vermutlich war es der Gestank von dem Diesel. Das ist der Zweitwagen, es gibt noch eine Art kleiner Transporter, den die Beiden fahren. Das alte Teil brauchte vor Zeiten schon 10 Liter auf 100 km. Rechne selbst, was die verbrauchen, was die zahlen müssen, für ein verlängertes Wochenende hin und zurück und dann auch mit beiden Wagen. Übrigens, die Sache mit dem Bolzenschneider und den Metallrohren im Keller, da hat sich wohl etwas mit den Gaszählern im Keller ereignet ...«

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Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …

13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …

14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt

15. Leseprobe: Die Ratten und der Kinderschänder

16. Leseprobe: Der Anwalt und sein Kinderschänder …

17. Leseprobe: Der Anwalt und das missbrauchte Kind

18. Leseprobe: Der Anwalt und der Strafprozess ...

19. Leseprobe: Der Anwalt und das Gericht …

20. Leseprobe: Der Anwalt, die Psychometrie und das Gerichtsverfahren …


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook



Sonntag, 13. September 2026

23. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Erstarrung …

dabei ist es einfach nur ein biologischer Ablauf im Körper …

»… So kann es passieren, dass der Körper mit einem harten Bauch reagiert, unter anderem auch, wenn man sich unbedingt mit Pädophilen anlegen muss. Dann könnte vielleicht die Einnahme von Rizinus durchaus helfen, um sich zu erleichtern. Wenn man Glück hat. Ist auch ein Anwalt für Kinderschänder engagiert tätig, wird für die Opfer, nicht nur psychisch auch körperlich, weiter vieles ganz schlimmes zu ertragen sein.

Nun bin ich vorbestraft aber es haben liebe Menschen verhindert, dass ich noch in das Gefängnis gehen musste. Das dürfte dem Anwalt auch gefallen, wenn ihm das gelungen wäre. Der Kinderschänder und seine Frau haben schon damit gerechnet, haben nicht nur laut gejubelt, haben das auch herumerzählt, es gab in der Tat Menschen, die das geglaubt haben. Besonders die, die auch Opfer von denen waren und die auch weiter missbraucht werden sollen. Da gibt es für Täter Sinn, auf die »Geheimnisse« und natürlich auf die Konsequenzen hinzuweisen, was ein Anwalt durchaus schaffen kann, für die Täter, nicht für die Opfer.

Warum und auch was genau ist mit mir passiert. Was habe ich alles falsch gemacht. Das dürfte durchaus eine Menge gewesen sein. Darum sollte ich das auch dir erzählen, denn das darf mir nicht noch einmal passieren. Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel von denen ich denke, dass sie eigentlich zuständig seien, eben für Opfer. Diesen ersten massiven Schlag gegen meine Person muss ich dir nur kurz erklären. Das brauche ich, um mein Erstarren dir verständlich zu machen.

Es ging auch um diesen Mörder, von dem ich dir auch berichtet habe. Der wird schon ein Interesse daran gehabt haben, dass ich nicht als Zeugin gegen ihn aussagen konnte. Es war ein paar Tage vor diesem Termin am Landgericht, als es passierte. Er selbst war vorzeitig entlassen worden. Die 10 Jahre, die er für den Mord an seiner zweiten Ehefrau bekam, waren noch nicht ganz um. Das bedeutete, dass er hätte umgehend wieder ins Gefängnis gehen müssen, wenn es ihm irgendwie bewiesen worden wäre. Bei ihm ging es um Geld, viel Geld für den ersten, nachgewiesenen Mord an seiner zweiten Ehefrau. Bei mir ging es ebenfalls um viel Geld, das seine Tochter aus der ersten Ehe von ihm forderte.

Es war in der Woche vor diesem Gerichtstermin und gegen Mittag, als es an meiner Wohnungstür klopfte. Irgendwie habe ich gedacht, dass einer meiner Mitbewohner aus dem 1. Stock vor der Tür stand. So schloss ich die Tür auf und öffnete sie. Gesehen habe ich, wie mir gegenüber, also vor deren Wohnungstür, die Frau des Kinderschänders stand. Sie hielt ihr Handy, oder auch eine Kamera, vor sich. Sie filmte mich und dabei blickte sie zu mir mit einem bösen Lachen in ihrem Gesicht. Es blieb nur noch ein winziger Moment für mich, in dem ich zwei dunkle Schatten seitlich von mir sah, die ihre Bewegungen zu mir führten. Dann folgte für mich die Bewusstlosigkeit. 

Irgendwann erwachte ich und merkte, dass ich mit meinem Rücken die Wohnungstür absperrte. Dabei saß ich auf dem Boden. Die Beine waren gestreckt und drückten gegen die Wand und ich spürte die Schläge und Tritte durch die Tür in meinem Rücken. Eine Hand führte ich über meinen Kopf, sie erreichte das Schloss, dann den Schlüssel, der noch steckte. So schaffte ich es, die Wohnungstür wieder abzuschließen. Mein Kopf war seitlich gehalten. Dann führte ich auch die andere Hand von meinem Ohr weg, betrachtete dann auch die Innenhand. Dort waren Blutflecke zu sehen. Es war keine große Menge Blut, die aus meinem Ohr floss.

Hören konnte ich diese Schänderin. Sie schrie und sie wird es auch gewesen sein, die gegen die Tür geschlagen und getreten hat. Verstanden habe ich sie nicht. Gehört habe ich auch den Kinderschänder, wie er laut lachte und der auch irgendetwas schrie, was ich ebenfalls nicht verstand. Die Nachbarn von oben waren wohl nicht zu Hause, so dachte ich noch. Der Tinnitus wurde laut und übertönte den Lärm aus dem Flur. 

Es gibt und gab einige Techniken, um Gegner im Nahkampf unschädlich zu machen. Auch gerade mit einem Schlag. Eine einfache Ohrfeige mit einer geöffneten Hand, kann bei dem richtigen Treffen auch mehr als einen Gehörverlust bewirken. Darum auch so diese Form der Ohrfeige. Denn es wirkt die flachen Hand zu einem Überdruck im äußeren Gehörgang, die Luft wird von außen gegen das Trommelfell gepresst. Das platzt und führt zu einer Schädelinnenraumblutung. Nicht viel weist darauf hin, dass es sich überhaupt um einen Mord handelt. Eigentlich der perfekte Mord. Das habe ich auch dem Mörder zugetraut. Gesehen habe ich doch schon, wie der Kinderschänder zuschlägt, wenn seine Frau wieder gehorchen muss. Der Kinderschänder schlägt anders zu.

Berichtet habe ich dir schon von den Schutz- und Stressreaktionen. Es ist einfach nur ein biologischer Ablauf im Körper, eben diese Reaktion, bestehend aus Kampf, Flucht oder Erstarrung und nur möglich, durch die Ausschüttung des Hormons Adrenalin. Was mir dann später gelungen und sind noch, die beiden ersten Möglichkeiten. An dem beschriebenen Tag ist mir nur die Erstarrung möglich gewesen. Sonst wäre den Tätern auch nicht diese Tat gelungen. Und das konnte nur geschehen, weil mir dieser Mörder begegnet ist und mich, wenn auch nur für wenige Momente, geschockt und damit gelähmt hat. So konnte er zuschlagen, was er auch tat. Mit ihm habe ich, trotz des Termins beim Landgericht, vor der Tür nicht gerechnet.

Diese ganze Aktion dürfte auch eine besondere Maßnahme für die Täter gewesen sein, mit Ausnahme für den Mörder. Aus seiner Sicht, würde ich verrecken, was er wohl beiden mitteilte, was nicht nur ihm gefiel. Damit habe er dem Kinderschänder und seiner Frau einen großen Gefallen gemacht, dachten sie. Sie waren sich absolut sicher, dass ich nicht mehr zurückkommen würde. Dass ich entweder sterbe, oder, wenn ich überlebe, in einem Heim lande. Die Wohnung wird auf jeden Fall frei werden.

Jetzt habe ich denen eben keinen Gefallen gemacht. Habe es einfach gewagt, zu überleben. Angriff und Flucht mögen für den Kurzzeiteinsatz durchaus lebensrettend sein. Nur für Dauertäter, für die der Kinderschänder und seine Schänderin anzusehen sind, war mein Überleben eine Zumutung. Darum galt für mich Dauerstress sowohl im Alltag, als schon durch die Traumata, für die sie verantwortlich waren. Das bedeutete für mich, dass der Adrenalinspiegel dauerhaft erhöht blieb und es zur Folge zu einem permanent erhöhten Blutdruck führte. Vielleicht verstehst du mich jetzt, wenn ich meine, dass der absolute Mord an meiner Person ausgerechnet in einem Gericht, dabei noch auf der Anklagebank sitzend und von dem Richter/in rechts aus, als perfekter Mord gesehen werden. Was mir dann vermutlich aber egal gewesen sein wäre. Gut, dass ich diesen Termin nicht wahrgenommen habe. Denn auch die Ärzte, die in der Zeit für mich da waren, fanden dieses ganze Desaster gegen mich untragbar ...«

BKA Zitat: »... Die Fallzahlen von sexuellen Missbrauchshandlungen an Minderjährigen zeigen im Berichtsjahr 2025 einen Anstieg auf 17.126 Fälle bei Kindern (2024: 16.354) sowie auf 1.239 Fälle bei Jugendlichen (2024: 1.191). Insgesamt sind 20.051 Minderjährige Opfer sexuellen Missbrauchs geworden (2024: 19.344). In mehr als der Hälfte der Fälle bestand eine Vorbeziehung zwischen Tatverdächtigen und Opfern. Die Taten wurden hauptsächlich von alleinhandelnden männlichen Tatverdächtigen begangen ...«

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Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …

13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …

14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt

15. Leseprobe: Die Ratten und der Kinderschänder

16. Leseprobe: Der Anwalt und sein Kinderschänder …

17. Leseprobe: Der Anwalt und das missbrauchte Kind

18. Leseprobe: Der Anwalt und der Strafprozess ...

19. Leseprobe: Der Anwalt und das Gericht …

20. Leseprobe: Der Anwalt, die Psychometrie und das Gerichtsverfahren …


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
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