»… Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass auch für mich
wichtig wird, wenn es um Geld geht. Das ist doch zu verstehen, oder? Es geht im
Prinzip in dem Fall um einen Strafbefehl, direkt von der entsprechenden
Staatsanwaltschaft gestellt, wegen gefährlicher Körperverletzung und natürlich
um die Kosten des Verfahrens.
Und dann kommt die Frage: was macht denn der Anwalt der
beiden Kinderschänder? Frage auf Fragen und zum Beispiel auch, wenn sowas auch
schriftlich erstellt wird: »Heute froh – morgen Tod!« Das habe ich sogar
erhalten, etwas was mir Wanda, die Frau von Emil dem Kinderschänder,
geschrieben hat. Bei dem, was im Vorfeld von den Beiden getan worden ist,
kann das schon als heftige Drohung zu sehen sein.
Was der Anwalt der Beiden natürlich anders gesehen hat,
als Jurist sieht das nur im Erbrecht oder bei der Vorsorge relevant.
So meinte er das auch schriftlich. Vermutlich hätte das die Polizei und
Staatsanwälte oder sonst wen auch so gesehen. Dass ich auch mal versucht habe
darauf hinzuweisen, dass es eigentlich sogar verboten sei, unter Suff ein PKW,
Taxi oder auch für weitere Fahrzeuge zu fahren. Nun wurde Emil nicht nur von
mir gesehen, wie er seine Bierkästen Anfang der Woche und dann noch Ende der
Woche mit jeweils zwei Kisten Bier versorgte. Der Anwalt meinte schriftlich,
dass die Polizei viel zu tun hat und dass für mich insofern keinerlei
Veranlassungen bestehen würde, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte seine
Mandantschaft, er meinte Emil, unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen
würde. Da sollte auch weggesehen werden. Den Hinweis, null Promille = null
Probleme, in Bezug auf Emils Alkoholprobleme, wurde mir untersagt.
So kann Macht beschrieben werden. So sammelt man halt Erfahrungen.
Nicht nur ich sammelte Eindrücke. Es war Michael mein
Nachbar, der die Wohnung über meiner bewohnte. War und ist noch ein netter
Mensch, dazu auch noch ein überzeugter Pazifist, so wie mir auch die
Gewaltfreiheit sehr wichtig war und ist.
Er musste mich unbedingt an einem Tag damals wieder
anrufen. Er schilderte mir, was ihm geschehen war. Er kam von seiner Arbeit zurück,
hat seinen Wagen eingeparkt und ist ausgestiegen. Nahe der Straße stand eine
Biotonne, die Müllabfuhr hatte die Tonne bereits geleert. So holte Michael die
Tonne und zog sie Richtung Innenhof, so wie sie auch hingehört. Irgendwie eine
völlig normale Sache. Er öffnete das Tor, als dieser Nachbar Emil plötzlich auf
Michael losging. Er hatte sich wohl zwischen seinem PKW und dem Zaun versteckt.
Michael hat ihn vorher nicht gesehen, als er in die Einfahrt fuhr. Diese Art
der Gewalt des Kinderschänders war Michael bereits bekannt. Aber diesmal hat er
es wirklich übertrieben. Immerhin ist Michael ein 2m großer Typ, auch bedingt
durch seine körperlich fordernde Tätigkeit, durchaus als Hüne zu bezeichnen.
Und Emil versuchte Michael tätlich anzugreifen, hoffte,
dass er dazu Chancen besaß, da Michael körperlich von einer Mülltonne behindert
wurde. Der schützte sich allerdings von den Angriffen mit der Tonne.
Michael hat es wirklich nicht nötig, eine solche Story zu
erfinden. Bei der Gelegenheit erzählte er auch, dass Emil ihn im Treppenhaus
mit Schnapsfläschchen beworfen hat. Verstehen konnte Michael ein solches Tun
nicht. Mir kamen aber schon dazu Gedanken. Immerhin war Michael in einem
Arbeitsverhältnis, Geld wurde jeden Monat von dem Arbeitgeber an ihn
überwiesen. Normalerweise müsste Michael das Recht haben, sich wehren zu
können. Dann könnte Emil den Michael wegen Körperverletzung verklagen, aus
seiner Erklärung käme von Michael die Gewalt. Ein quasi Zwerg greift doch
keinen Riesen an. Und Emil hat den Anwalt, der das für ihn machen könnte und
das tatsächlich auch tat.
Natürlich ist da auch die Frau des Kinderschänders, die
selbstverständlich für ihren Ehemann aussagen kann und auch tat. Der Anwalt würde dann Schmerzensgeld von
Michael verlangen, was bei mir auch versucht wurde.
An dem Tag hatte sich wohl ein Vogel kurz vor die
Videoüberwachung im Innenhof breitgemacht, löste dadurch die Kamera aus. So
konnte ich mir später die ganze Aktion in einem Videoclip betrachten. Zu sehen
ist ein Hüne, der sich mit einer Mülltonne vor einem Pädophilen schützen muss.
Als ich Michael sagte, dass er bei der Polizei in der
ganzen Sache eine Anzeige machen sollte, meinte er, dass »da eh nichts
herauskommt«. Mit der Meinung stand er nicht alleine da, bei mir dauerte das
länger.
Bei Mio würde das auch versucht, es kam auch bei ihm
tatsächlich zu einer Verurteilung. Finanziell dürfte dabei aber bei dem
pädophilen Ehepaar nichts herausgekommen sein.
Ihre besonderen Erfahrungen haben diese »Kriminelle«
bereits als Unfallbetrüger, gesammelt.
Natürlich habe ich mir immer wieder die Frage gestellt,
ob Emil und seine Frau Wanda das alles alleine geschafft haben. Vermutlich
dürften sich der Mörder mit seiner Geliebten als Helfer/in zusammen mit dem
Anwalt eingeschaltet haben. Dieser Mörder hatte zu seinen Kindern scheinbar
überhaupt keine Gefühle, deutlich machte er schon bei der Mitteilung, wie sein Sohn missbraucht worden ist »… Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern
gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen
das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige
gebracht ...« Das der sich mit Emil gut verstand, dürfte klar sein.
So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur
gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen
worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung
mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung
ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein
Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht
gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun. Denn es war ja, nach
meiner schweren Körperverletzung, diese besondere Begegnung die ich hatte.
Vermutlich wurde dann auch ein Entschluss getroffen.
Ach, dieser Strafbefehl von der entsprechenden
Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung, auch, dass der Sachverhalt wohl als klar galt, wurde gegen mich
erstellt. Und natürlich auch um die Kosten des Verfahrens und natürlich gestellt von dem Anwalt der Pädophilen...«