… wobei es doch eigentlich die Taten des Anwaltes zusammen
mit seinen Pädophilen heißen sollte …
Der Frau des Kinderschänders schien es seinerzeit überhaupt nicht zu passen, dass wir Mitmieter darüber sprachen, dass ihr Ehemann sie wieder verprügelt hat, dass er sogar seine Bierflaschen nach ihr in der Wohnung warf. Das Glas zerbrach, die Scherben fielen laut auf die Fliesen. Der Dackel jaulte.
Mio, der ja über den Beiden wohnt, musste darum ihre Geräusche wieder ertragen. Besonders auch das Geschrei. Der Schänder holte wieder aus, schlug zu, die Frau dürfte von seiner Faust getroffen worden sein, danach war Ruhe. Dann erwischte es beinahe Michael, er wurde im Treppenhaus von dem Kinderschänder mit einer Schnapsflasche beworfen, die ihn knapp verpasste, die neben ihm an der Wand landete und dann mit Krach auf die Fliesenplatten fiel.
Auf dem Zettel, dem die Geschlagene am nächsten Tag an ihre Wohnungstür anbrachte, teilte sie mit, dass es sein könnte, dass eine Flasche Bier Michael an den Kopf fliegen würde. Die auch von ihr geworfen wird, was dann das Gehirn von ihm aufräumen sollte. Sie schrieb auch nur noch, sprechen wollten wir mit denen auf keinen Fall mehr und das auch schon länger.
Wenn ich mich entsinne, habe ich dir von dem Schläger, den Mio irgendwann wurde, berichtet. Erzählt habe ich, dass der Kinderschänder mitbekam, dass an einem Wochenende der noch junge Sohn bei seinem Vater Mio wäre. Der Junge lief die Treppe hoch zu der Wohnung seines Vaters, der ihm folgte. Auf dem halben Weg blieb der Junge auf dem Podest der Treppe stehen. Sein Blick war nach unten gerichtet, seine Stirn zog sich höher, die Augen erschienen immer größer zu werden, so wie sich auch sein Mund öffnete. Mio brauchte einen Moment, um darauf zu reagieren. Sein Blick folgte dem seines Sohnes. Unten auf dem Flurboden, vor der ersten Stufe, stand der Kinderschänder. Mit seinem Mund bewegten sich seine sichtbare Zunge und seine Lippe, sein Blick war lustvoll auf den Jungen gerichtet. Dabei befand sich eine seiner Hände an seinem Geschlechtsteil, das sich aber noch in der geschlossenen Hose befand.Sofort bewegte sich Mio die Treppe wieder herunter, seinem Sohn rief er nur zu, dass er sich sofort Richtung der Wohnung begeben soll. Mio war schneller als der Schänder. So erwischte er ihn. Packte ihn am Hemd nahe des Halses, drohte ihm Prügel an, schubste ihn Richtung seiner Wohnungstür und beförderte ihn mit einem Tritt in den Hintern in seine Wohnung, die der Kinderschänder auch umgehend aufsuchte.
Einige Tage später passierte etwas, was Mio mir auch mitteilte. Die Situation wirkte irgendwie inszeniert. So erwischte Mio den Kinderschänder dabei, wie der sein Fahrrad wieder mit Wucht gegen die Hauswand warf und zügig auch die Flucht ergriff. Mio traf im Treppenhaus merkwürdigerweise umgehend die Geschlagene, die er natürlich darauf hinwies und auch klar mitteilte, dass ihr Ehemann das auch lassen sollte. Natürlich kam auch ein Hinweis auf die Versuche der sexuellen Orientierungen ihres Ehemannes bei seinem Sohn, und auch das nicht noch einmal, wiederholt werden sollte.
Dann begann die Reaktionen des Anwaltes auf Mio, denn kurz darauf erhielt er Post. Wieder haben die Beiden ihren Anwalt engagiert, der in der Kanzlei angestellt war, wie auch die Enkeltochter der beiden. Normalerweise entstehen Kosten, wenn solche Schreiben auf den Weg gebracht werden.
Natürlich wurde der Vorwurf von Mio in Bezug auf die Sachbeschädigung zurückgewiesen. Sein Mandant konnte das auch nicht gewesen sein, denn es war ein Sturmereignis. Der Sturm war es gewesen. Das von dem lustvoll auf den Jungen gerichtetes Verhalten seines Mandanten wurde mit keinem Wort erwähnt. Aber Mio muss sich vorsehen, Zitat: »… Wir haben Sie daher aufzufordern, es ab sofort zu unterlassen, unsere Mandanten im Hausflur mit unberechtigten Vorwürfen und falschen Verdächtigungen zu überziehen ... Wir haben Sie daher aufzufordern, es ab sofort zu unterlassen, auch unsere Mandantin, zu kontaktieren … Wir haben Sie aufzufordern, zu unseren Mandanten ab sofort einen Abstand von mindestens fünf Meter einzuhalten und im Falle eines zufälligen Zusammentreffens im Hausflur sich unverzüglich zu entfernen ... Sollten sich derartige Verhaltensweisen wiederholen, werden wir gezwungen sein, auch insoweit weitere Schritte gegen Sie einzuleiten …« Zitatende
Michael hat ein ähnlich formuliertes Schreiben von dem Anwalt erhalten, was umgehend von ihm in der Mülltonne befördert wurde. Mio überließ es mir, so konnte ich es kopieren und zu vielen Sachen in meinen Rechner packen und auch auf USB Sticks verewigen. Wenn du magst, dann überlasse ich dir einen solchen Stick, falls dich das interessiert. Dabei wollten wir Nachbarn bereits längere Zeit absolut keinen Kontakt zu diesen Pädophilen mehr haben. Warum Mio nicht die Polizei in Kenntnis gesetzt hat, habe ich dir bereits geschrieben.
Der Anschlag gegen mich lag in der Zeit nicht ganz ein Jahr zurück. So erschien ich bei meinem Umfeld den Eindruck zu erwecken, dass ich den Anschlag glücklicherweise doch noch überlebt habe.Es ist halt die Sache: Angriff oder Flucht, was auch ein angeborenes biologisches Überlebensprogramm bedeutet. Bedeutet auch eine ständige Stressreaktion. Kampf, Flucht oder Erstarrung, wobei ich letzteres bereits bei dem Anschlag gegen mich so reagiert habe, was sich auf keinen Fall wiederholen darf. Was mir allerdings schon gesagt worden wurde: »Den nächsten Schlag wirst du nicht überleben!« Das ist schon schlimm, wenn man so etwas gesagt bekommt.
Betrachte ich das Geschehen um Mio genauer, erkenne ich auch, dass es die Art des Ehepaares ist, sich Vätern, Müttern, Eltern, Großeltern positiv zu nähern, wenn Interesse an dem dazugehörigen Kind, möglichst zumeist Jungs, besteht. Im Vorfeld wurden die beiden Schänder plötzlich sehr nett zu Mio, nachdem sie den Knaben zum ersten Mal sahen. Gewundert hat mich ja auch, dass er, der pädophile Nachbar, dem Jungen schamlos in Anwesenheit seines Vaters näherte. Es zumindest versuchte. Kläglich scheiterte, darum dem Anwalt den Auftrag gab, Mio zu drohen. Aber im Grunde genommen werden beide, der Kinderschänder und seine geschlagene Frau, wohl gehofft haben, dass Mio auch ein sexuelles Interesse an seinem Sohn hat. Zeitnah habe ich feststellen müssen, dass diese Pädophilen bei anderen Vätern für sich kranke Erfolge bereits erreichte. Sozusagen eine Win-Win-Situation, bei der Kinder Verlierer sind.
Ich denke, da müsste ich dir mehr über meine Erfahrungen in der Sache berichten …«
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Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.
2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind
3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind
4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt
5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte
6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder
7. Leseprobe: Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt
8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche
9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder
10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders
12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …
13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …
14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt
15. Leseprobe: Die Ratten und der Kinderschänder
»Der Mörder und der Kinderschänder«
»Der hässliche Zwilling« 2011
»Mord in Genf« 2012
»Blauregenmord« 2013















