Posts mit dem Label Mexico City werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mexico City werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. Oktober 2017

403 »Birkenstein und das Wunder von Loreto«

Foto 1: Die Gottesmutter über Birkenstein.
»Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 5
Teil  403  der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein

Birkenstein hat sich seit über einem Jahrhundert kaum verändert. Auf alten Ansichtskarten, die vor 100 Jahren versandt wurden, sieht die doppelgeschossige sakrale Anlage so aus wie heute. Anno 1823, am 13. August, stattete der bayerische König Max Joseph I. Birkenstein einen Besuch ab. Schon damals wirkten die ehemalige Klause und die Wallfahrtskapelle eine Einheit. Aus der einstigen Klause wurde das Sockelgeschoss, die – als Obergeschoss – die kleine Kapelle trägt. Heute kommen Jahr für Jahr über 200.000 Menschen nach Birkenstein. An Sonntagen sind es oft über 1.000 Besucher. Und viele der Touristen und Pilger empfinden heute, so wie König Max Joseph I., der anno 1823 die »schöne Kapelle« (1) lobte.

Mich zog die bescheidene Schlichtheit der fast wie ein Modell wirkenden doppelgeschossigen Anlage sofort in ihren Bann. In einem betagten  Führer lese ich (2): »Das Erdgeschoß zeigt außen in Nischen den heiligen Kreuzweg, die 13. Station, mit Pietà, ist als Gebetsraum ausgebildet, die 14. Station als Grabkapelle. Darüber steht das Obergeschoß, ›das lauretanische Haus‹ mit steilem Dach, auf dem westlich ein Kuppeldachreiter sitzt; innen Tonnengewölbe.«

Foto 2: Ansichtskarte Birkenstein, Ende des 19. Jahrhunderts, gelaufen am 10.08. (18)99

Es ist erstaunlich! Obwohl Birkenstein zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten Deutschlands gehört, hat es seine Schlichtheit nicht verloren. Das – wie der Reiseführer schreibt (3) – »traute Kirchlein« birgt so etwas wie ein offenes Geheimnis. Die Birkenstein-Kapelle ist nämlich eine Loreto-Kapelle, was bestimmt viele Besucher heute nicht mehr wissen.

Bekannt ist, dass anno 1673 auf dem »Stein am Fischbachauer Berg ein Kapellchen entstand (4)«. Es heißt, dass schon bald zahlreiche Pilger nach Birkenstein strömten. Ich frage mich allerdings, ob sich nicht schon vor dem Bau des kleinen christlichen Gotteshauses Menschen zu einem sehr viel älteren Heiligtum kamen. Davon ist auch Andreas Scherm überzeugt, der in der »Süddeutschen Zeitung« als »großer Kenner historischer und kultureller Eigenheiten des Münchner Umlandes« gepriesen wird.

Foto 3: Klosterkirche St. Martin, Fischbachau.

Ich bin davon überzeugt, dass Birkenstein ursprünglich ein Quellheiligtum war, dessen Wasser schon in vorchristlichen Zeiten als heilsam für allerlei Gebrechen galt. Mir scheint, dass dies auch heute noch ein Tabuthema ist: Bislang gibt es meines Wissens nach keine Studie zur Frage, welches vorchristliche Heiligtum einst einer christlichen Kapelle oder Kirche wichen musste. Nach wie vor gibt es nicht die längst überfällige Aufstellung von »christlichen Heilquellen«, die schon zu heidnischen Zeiten Pilger anlockten. Dieses Defizit ist weltweit zu beklagen. Wir wissen, dass die Maria von Guadalupe, Mexico City just dort verehrt wird, wo schon zu heidnischen Zeiten zu einer Aztekengötting gebetet wurde. Eine entsprechende Studie über vorchristliche Vorgänger von Kapellen, Kirchen und Kathedralen allein im Münchner Raum könnte als Magister oder Doktorarbeit im Fachbereich der Theologie wirklich »neue« Erkenntnisse erbringen. Ob die aber erwünscht sind, das sei dahingestellt.

Foto 4: Hier stand einst die Madonna von Birkenstein.

Ich frage mich, ob der Pilger, der nach einer langen, anstrengenden und entbehrungsreichen Reise Birkenstein besucht, das Geheimnis der Kapelle besser versteht. Mich persönlich fasziniert und befremdet Birkenstein.

Ich verstehe nicht den in meinen Augen krassen Widerspruch zwischen dem schlichten, bescheidenen Äußeren einerseits und dem fast schon überladenen Inneren der Kapelle. Freilich entstand (6) »die prunkvolle Auszierung des Inneren im üppigen Rokokostil“ erst  in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, vermutlich um 1760.

Die Gottesmutter selbst soll bereits anno 1663 dem Ortspfarrer Mayr im Traum erschienen und um den Bau einer Kapelle gebeten haben. »Hier an diesem Ort will ich verehrt werden und denen, die mich hier anrufen, meine Gnade mitteilen.«  Zwei weitere Männer, so wird überliefert, hatten Traumvisionen. Sie sahen auf dem Birkenstein eine kleine Kirche, der viele Pilger zustrebten. Die Namen der beiden Männer sind überliefert: Michael Millauer und Christoph Hafner.

Zehn Jahre später, anno 1673, war dem Wunsch der Mutter Gottes noch nicht Rechnung getragen worden. Pfarrer Johann Stiglmair forderte – ganz ähnlich wie im Fall der Maria von Guadalupe in Mexiko – ein »Zeichen«.  Der frommen Überlieferung nach wurde er daraufhin sterbenskrank. Für den Fall seiner Genesung versprach er, den Bau einer Kapelle zu veranlassen. Schlagartig soll er gesundet sein. Mit dem Bau einer Kapelle wurde sofort begonnen. Seither sind viele Heilwunder überliefert, die frommen Birkensteinpilgern widerfahren sein sollen. Unzählige Votivtafeln erinnern an Gesundungen von Kranken.

Fotos 5 und 6:  Die Himmelskönigin von Birkenstein.

Eine vergleichbare »Vision« führte im fernen Mexico City zum Bau eines Gotteshauses zu Ehren der Maria von Guadalupe. Auch in Mexiko wurde von der zweifelnden Geistlichkeit ein Beweis gefordert und auch erbracht. Die wundersame Tilma von Guadalupe mit dem weltbekannten »Bildnis« der Gottesmutter kann noch heute in der Kathedrale von Guadalupe bewundert werden. Bis heute kann das »Bild«, das keines ist, auf dem jahrhundertealten Umhang nicht erklärt werden. Es dürfte gar nicht existieren.

1673 wurde auf dem Stein vom Fischbachauer Berg eine winzige Kapelle gebaut. Und zwar dort, wo seit unbekannten Zeiten ein Marterl mit dem gegeißelten Heiland stand. Zwölf Gläubige fanden darin Platz. 1679 zog eine wirkliche Kostbarkeit in das winzige Gotteshaus ein: die »Gnadenmadonna von Birkenstein«. Im Kirchenführer »Birkenstein« lesen wir (7): »Das Gnadenbild stand einst in der ehemaligen Klosterkirche St. Martin zu Fischbachau, wo es in einem ›Kasten‹ (wahrscheinlich ein kleiner gotischer Flügelaltar) aufgestellt und nach glaubwürdiger Meinung schon seit Entstehung des Klosters im Jahre 1100 andächtig  verehrt worden war.«

Foto 7: Die Birkenstein-Kapelle mit Anbauten.

Das winzige Kapellchen, das nur einem Dutzend Gläubigen Platz bot, beherbergte also eine Mutter Gottes von unschätzbarem Wert. Die zahlreichen Heilungswunder lockten immer mehr Menschen nach Birkenstein und so musste eine neue Kapelle gebaut werden. Am 14. Mai 1710 war es dann soweit: der Grundstein für die neue und größere Kapelle wurde gelegt. Der Bau schritt schnell voran, bereits am 26. Oktober 1710 zog die Gottesmutter ein. Die Pilger strömten herbei. Und je mehr Menschen nach Birkenstein kamen, desto häufiger wurden wundersame Heilungen vermeldet, die man auf das segensreiche Wirken Marias zurückführte.

Foto 8: Die Maria von Loreto
Die Madonna von Birkenstein steht im Zentrum der Birkenstein-Kapelle. Ursprünglich war ihr Ambiente ein sehr schlichtes, heute ist das Mutter-Gottes-Bild von prächtigem Prunk umgeben. Offenbar wollten die Verantwortlichen um 1760 der Madonna ein ihrer Bedeutung angemessenes, also prächtiges Umfeld bieten. Damit aber wurde die Kapelle, um es pointiert auszudrücken, verfremdet. Bei ihrem Bau richtete man sich anno 1710 so genau wie möglich (8) »nach einem hölzernen Modell der Loreto Kirche beziehungsweise des Heiligen Hauses«. Die Kapelle von Birkenstein wurde als Kopie des »Heiligen Hauses« gebaut. Anno 1757 reiste Pater Heinrich Maier nach Loreto in Italien, um zu kontrollieren, ob die Wallfahrtskapelle von Birkenstein auch wirklich in den Ausmaßen genau der Loreto Kapelle entsprach.

Das »Heilige Haus« von Loreto soll nichts anderes sein als das (Geburts?)haus der Gottesmutter Maria, das einst in Nazareth stand. Das Wunder von Loreto löst bei vielen kritischen Zeitgenossen auch heute noch herablassendes Grinsen aus. Häme ist freilich nicht angebracht. Es kann nämlich als bewiesen gelten, dass das »Geburtshaus Marias« wie auch immer nach Italien geschafft wurde. Es kann als Fakt gelten, dass es sich beim »Heiligen Haus« von Loreto um das Original aus dem Heiligen Land handelt. Das ist wissenschaftlich erwiesen!

Der Überlieferung nach wurde es auf Umwegen von Nazareth nach Italien verbracht: und zwar von Engeln, durch die Lüfte! Und das ist das mysteriöse Wunder von Loreto. Es zeigt sich, dass für den skeptischen Zeitgenossen unglaubwürdige Überlieferungen zumindest einen wahren Kern haben können. Ob man nun an Engel glaubt oder nicht, es lässt sich nicht bestreiten, dass das Geburtshaus Marias vor Jahrhunderten nach Italien geschafft wurde, ob per Luftfracht oder auf anderem Wege.

Eine Kopie des Originals von Loreto entstand in Birkenstein. Man wollte der Statue der Maria ein angemessenes Zuhause bieten. Da lag es ja auf der Hand ihr eine gewohnte Umgebung zu schaffen, nämlich eine exakte Kopie ihres Geburtshauses. Deshalb war die Birkenstein-Kapelle ursprünglich innen wie außen sehr schlicht. 1838 und 1848 wurden das »Priesterhaus« und das »Klösterlein der Armen Schulschwestern« angebaut.

Foto 9: Loreto -  Kirche und Kloster. Foto und Copyright Reinhard Habeck, Österreich.



Fußnoten

1) Demmel, Fritz: »Birkenstein: Wallfahrtskapelle Maria Himmelfahrt«, Passau 2005, S. 9, rechte Spalte oben 
2) »Birkenstein«, Schnell und Steiner Kunstführer Nr. 85, München 1935, 7. Auflage 1984, Seite 2
3) ebenda
4) ebenda, S. 10, erste Textzeile
5) Scherm, Andreas: »Unterwegs im Gestern/ Kulturhistorische Wanderungen im Oberland und Umland von München«, unter Mitarbeit von Carl Langheiter, 4. Auflage November 2011, München November 2011, Seite 112
6) »Birkenstein«, Schnell und Steiner Kunstführer Nr. 85, München 1935, 7. Auflage 1984, Seite 10, Zeilen 8 und 9 von oben, Zeilen 17 und 18 von unten
7) ebenda, S. 3, Zeilen 3-6 von oben
8) Demmel, Fritz: »Birkenstein: Wallfahrtskapelle Maria Himmelfahrt«, Passau 2005, S. 12, S. 12 
 

Zu den Fotos

Foto 1: Die Gottesmutter über Birkenstein. Karte vom 03.11.1914. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Ansichtskarte Birkenstein, Ende des 19. Jahrhunderts, gelaufen am 10.08. (18)99, Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Klosterkirche St. Martin, Fischbachau. Foto  Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Hier stand einst die Madonna von Birkenstein. Foto Walter-Jörg Langbein
Fotos 5 und 6:  Die Himmelskönigin von Birkenstein. Foto etwa 1935. Archiv W-J. Langbein
Foto 7: Die Birkenstein-Kapelle mit Anbauten. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 8: Die Maria von Loreto auf einer Briefmarke, Slowenien 18.11.1994
Foto 9: Loreto -  Kirche und Kloster. Foto und Copyright Reinhard Habeck, Österreich.

404 »Und umleuchtete ein Licht vom Himmel die Augen vieler«,
»Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 6,
Teil  404  der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 15.10.2017


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 16. Juni 2013

178 »Das Geheimnis der Kuppelbauten«

Teil 178 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Der Rundbau von Cuilcuilco
Foto: W-J.Langbein
Völlig übermüdet kam ich in Mexiko City mit einigen Stunden Verspätung an. Freudestrahlend empfing mich eine Lady als Guide. Leider, so schien es, waren ihre Kenntnisse der englischen Sprache nicht die besten. Jedenfalls reagierte sie nicht wirklich auf meinen Wunsch, die Überreste des runden „Kuppelbaus“ von Cuilcuilco zu besuchen. So wurden mir in einem kleinen Familienbetrieb Steinbearbeitungen vorgeführt. Ich staunte, mit welcher Schnelligkeit kleine steinerne Skulpturen fabriziert wurden, Darstellungen der Göttin Chicomeocatl, zu Deutsch »Sieben Schlangen« zum Beispiel. Kleine Figürchen aus Stein vom Coatlicue, zu Deutsch »Die mit dem Schlangenrock«, Mutter der Erde, des Mondes und der Sterne, wurden im Handumdrehen fabriziert. Ich aber wollte unbedingt Cuilcuilco sehen.

Wie der Komplex von Cuilcuilco ursprünglich ausgesehen hat? Wir wissen es nicht wirklich. Von zentraler Bedeutung war offenbar die runde Pyramide von Cuilcuilco. Man stelle sich eine riesige, runde Torte vor. Nach und nach werden runde, immer kleiner werdende Tortenscheiben aufeinander getürmt. So entsteht der Eindruck einer kuppelförmigen Torte. In der Realität war die Pyramide von Cuilcuilco alles andere als klein wie eine Torte. Die unterste Schicht hatte einen Durchmesser von fast 140 Metern und eine Höhe von fast zehn Metern. Insgesamt wurden mindestens 100 000 Kubikmeter Steine und Erdreich verbaut. 250 000 Tonnen Erdreich, so schätzt man, mussten bewegt werden.

Wann geschah dies? Vor vielen Jahrtausenden, wie angeblich geologische Untersuchungen ergeben haben? Cuilcuilco fiel nämlich einer Naturkatastrophe zum Opfer, verschwand unter unvorstellbaren Massen von Lava. Ein schweres Leichentuch von bis zu zehn Metern Dicke heute erstarrter Lava liegt über den archäologischen Rätseln. Brach der alles verwüstende Vulkan vor vielen Jahrtausenden aus? Oder ist Cuilcuilco wesentlich jünger? Eine Urform des mysteriösen Rundbaus von Cuilcuilco soll es bereits im fünften Jahrhundert v. Chr. gegeben haben.

Cuilcuilco ist bislang nur wenig erforscht. Ein Tunnel, von Archäologen in den Bau getrieben, ergab: die Rundpyramide hat so etwas wie ein steinernes »Gerippe«, bestehend aus zwei Meter hohen und einen Meter dicken Monolithen. Die Steinblöcke sind in konzentrischen Kreisen angeordnet und stecken – um ihnen bestmöglichen Halt zu gewähren – im Erdreich. Der Kern der mysteriösen Anlage soll ebenfalls aus massiven Steinquadern bestehen.

Der Bienenkorb von Quito
Foto: W-J.Langbein
Darf man die Bauweise als primitiv bezeichnen, weil weder Mörtel, noch Zement verwendet wurden? Oder beweist das Fehlen von Mörtel und Zement erstaunliche Meisterschaft in der Steinbearbeitung?

War die Rundpyramide von Cuilcuilco der Versuch eines Kuppelbaus? Außerhalb von Quito, Ecuador, hoch über der Stadt ... steht ein seltsames »Gebäude« aus, eine steinerne Kuppel ohne Fenster. Man nennt das geheimnisvolle Bauwerk »Bienenkorb«, aber auch »Kochtopf«. Fenster hat der Kuppelbau keine, nur ein kreisrundes Loch an der höchsten Stelle ... in rund sechs Metern Höhe. Knapp einen halben Meter misst es im Querschnitt. Welchem Zweck diente die Kuppel aus Stein?

Auf dem »Kuppelbau« von Cuilcuilco standen »Gebäude« aus Holz. »Tempel« seien das gewesen. Dienten sie astronomischen Beobachtungen? War der Kuppelbau von Quito so etwas wie ein Observatorium? Die Völker Zentralamerikas – etwa die Mayas – waren von der Beobachtung der Sterne geradezu besessen. Das minutiöse Beobachten von Planeten und Sternen hatte religiösen Charakter. Man wollte das Geheimnis der Zeitabläufe erforschen. Quintessenz der Kalenderwissenschaft der Mayas: Die Zeit verläuft in Zyklen. Es gibt immer wieder gewaltige Katastrophen, die ein Weltzeitalter beenden. Doch es folgt auf die Katastrophe stets ein Neuanfang.

Cuilcuilco wurde von einem gewaltigen Vulkanausbruch verwüstet. Konnten die Menschen rechtzeitig fliehen?

Auch in Indien pflegte die Elite der Wissenschaft die Kunst der astronomischen Beobachtung. Jahrtausende alt ist das indische Wissen. So soll der »Ursprung der Welt« in einem »heiligen Ei« seinen Anfang genommen haben. Wir denken an die Theorie vom »Big Bang«, wonach am Anfang das Universum auf einen Punkt – auf ein Ei – verdichtet war und sich explosionsartig ausdehnte. Schon vor drei Jahrtausenden muss es in Indien eine ausgeklügelte Astronomie gegeben haben. Waren die ersten »Tempel« in Wirklichkeit astronomische Forschungsstationen, von denen aus Planeten und Sterne beobachtet wurden?

Fest steht, dass im »Alten Indien« Gebäude errichtet wurden, die an »Himmelstreppen« erinnern – und die präzisen astronomischen Beobachtungen dienten! Leider sind die Beschreibungen astronomischen Wissens in heutiger Zeit kaum noch verständlich. Offenbar galt vor Jahrtausenden – in der sogenannten »vedischen Zeit« - das Wissen um Planeten und Sterne als eine Art Geheimwissenschaft.

Sanchi-Kuppel und Bienenkorb
Fotos: W-J.Langbein, links, und Willi Dünnenberger, rechtes Foto
In Sanchi (im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh) sprach ich mit einem Astronomen, der in Oxford studiert hatte. Hauptamtlich übersetzte der Mann vedische Texte im Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojekts, mit dem Ziel die alten »Gottesdienstordnungen« aus vedischen Zeiten wieder verständlich zu machen. »Meine Arbeit ist theologischer Natur. Aber man kann nicht wirklich eine Trennlinie ziehen zwischen Religion und Wissenschaft. Was mich wirklich interessiert, das ist eine Entschleierung uralten vedischen Wissens um Planeten und Sterne. Wie wurden die astronomischen Beobachtungen durchgeführt? Wie sahen die astronomischen Werkzeuge und Instrumente aus? Wie müssen wir uns die astronomischen Observatorien aus uralten Zeiten vorstellen?«

Leider, so der kundige Übersetzer, hätten viele Wissenschaftler in Indien kein Interesse an »prosaischen Wissenschafts-Texten«. »Für Hinweise auf Jahrtausende alte Observatorien nehmen sich viele Gelehrte keine Zeit!«

Das Maya-Observatorium - Foto: W-J.Langbein
Vermutlich gab es einst kuppelförmige »Tempelbauten«, die in erster Linie der Beobachtung des Himmels dienten. So einen Kuppelbau gibt es noch in Sanchi. Er ähnelt in verblüffender Weise dem mysteriösen Bau von Quito ... oder dem Maya-Observatorium von Chichen Itza. Wie mag der »Urbau« von Sanchi ausgesehen haben? War es eine einfache Kuppel mit einem »Auge« zum Observieren? Nach und nach, so ist zu vermuten, kamen Verzierungen hinzu. Zu hinterfragen ist, wie originalgetreu moderne Archäologen den Kuppelbau von Sanchi rekonstruiert haben. Ergänzten sie mehr Zierrat, als ursprünglich vorhanden war? Oder war vor Jahrhunderten noch sehr viel mehr schmückendes Beiwerk angebracht? Sah Sanchi vielleicht so aus, wie in der Rekonstruktion auf dem Foto?

Wiederholt sprach ich ausführlich mit Robert K. G. Temple, einem Wissenschaftler, der sich intensiv mit den alten Götterkulten unserer Vorfahren auseinandergesetzt hat. Temple, 1945 in Amerika geboren, studierte an der Universität von Pennsylvanien in Philadelphia, erwarb einen akademischen Grad in Orientalistik und Sanskrit. Er ist Mitglied der »Royal Astronomical Society« und lebt in England.

Robert K. G. Temple: »Der bekannte Bibeltext spricht davon, dass Gott vom Himmel herabgestiegen sei und den Turm von Babel zerstört habe. Vom Himmel herab kamen auch die Götter der Babylonier. Meiner Meinung nach spiegeln diese mythischen Texte konkrete Erinnerungen wieder. In grauer Vorzeit kamen Außerirdische zur Erde. Sie wurden als Götter verehrt. Deshalb sollten ihre Tempel dem Himmel so nah sein, wo man die Heimat der kosmischen Besucher vermutete. Deshalb wurde im Alten Sumer Astronomie betrieben - in den Tempeln der Götter. Man wollte so viel wie möglich über ihre Heimat, die Sterne, in Erfahrung bringen.«

Mein Gesprächspartner in Sanchi - Foto: W-J.Langbein
Wie dem auch sei, ob nun Götter von den Sternen kamen oder nicht: Unsere Altvorderen haben mit religiöser Inbrunst das Geschehen am Himmel beobachtet. Der »Turm zu Babel« war wohl ebenso ein prähistorisches Observatorium wie die Kuppel von Chichen Itza, der »Bienenkorb« von Quito und der Rundbau von Cuilcuilco ... und sein Pendant von Sanchi, Indien!

Mein Gesprächspartner von Sanchi: »Ich lebe nach westlichen Standards in Armut. Ich empfinde aber ganz anders. Ich habe ein Privileg, das sich niemand mit noch so viel Geld kaufen kann. Ich darf mit den vielleicht ältesten Texten der Menschheit arbeiten! Ich lese die uralten Berichte, ich übersetze sie. Auf diese Weise wird es mir ermöglicht, wie in einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen!«

Auf Anerkennung sei er nicht aus, nur auf Erkenntnis durch eigene Arbeit. Einen Seitenhieb auf die »westliche Wissenschaft« konnte er sich nicht verkneifen. »Da studiert der junge Mensch beim alten Professor. Der Professor fördert ihn nur, wenn er die Ansichten des Professors geradezu nachbetet. Irgendwann wird der junge Student zum Professor. Dann müssen wiederum die Studenten bestätigen, was er verkündet. Neue Erkenntnisse setzen sich nicht durch! Oder nur schwer!«

Was denn seiner Meinung nach das große Hindernis auf dem Weg zur Erkenntnis sei, wollte ich wissen. »Der materielle Reichtum! Wer nach Anerkennung und Gewinn strebt, der verliert das Ziel des wissenschaftlich suchenden Menschen aus den Augen ...«

»Von Büchern aus Stein«,
Teil 179 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 23.06.2013


>> Die neuen Bücher von Walter-Jörg Langbein

Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 8. Januar 2012

103 »2012 und der Aufbruch ins All«

»2012 und der Aufbruch ins All I«
Teil 103 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Die Straße der Toten von
der Mondpyramide aus
Foto: W-J.Langbein
»Die Straße der Toten« kann man von Mexiko City aus bequem und zu einem vernünftigen Preis per Taxi erreichen. Es empfiehlt sich, vor Antritt der Fahrt einen Festpreis auszuhandeln. Zu geizig sollte man dabei auch nicht sein, sonst stachelt man den Fahrer womöglich dazu an, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Ich jedenfalls zahlte bei der einen oder anderen Fahrt in wahrhaft höllischem Tempo unterwegs dem Fahrer lieber nochmal zehn US-Dollar zusätzlich zum vereinbarten Preis, um die Geschwindigkeit auf ein erträgliches Maß zu senken.

Die »Straße der Toten«– etwa vier Kilometer lang – führt, an unzähligen Tempeln und sonstigen Gebäuden vorbei ... direkt auf die riesige Mondpyramide zu. Wer die staubige Straße zu Fuß zurückgelegt, die Mondpyramide erklommen hat, lässt sich gern außer Atem auf die oberste Treppenstufe sinken ... und sieht die sakrale Stadt Teotihuacán zu seinen Füßen liegen ... das heißt die spärlichen Überreste der einstmals stolzen Metropole.

Bernardino de Sahagún (1499-1590) erklärt den Namen so: »Sie nannten den Ort Teotihuacán, weil er der Begräbnisplatz der Könige war, und die Alten sagen von ihnen, wer gestorben ist, ist zum Gott geworden. Wenn man sagte, dass er nun Teotl (Gott) sei, dann heißt das soviel wie, er ist schon tot. Deshalb nannten sie den Ort Teotihuacán, der Ort, an dem die Menschen zu Göttern wurden.«

Tempel der gefiederten Schlange
Foto: W-J.Langbein
Für die Azteken, die die uralte Stadt als Ruine von einem unbekannten Volk übernahmen, war Teotihuacán der heilige Ort schlechthin. Und so wundert es nicht, dass in Teotihuacán einem der großen Weltenschöpfer ein eigener Tempel geweiht war: dem Quetzalcoatl, der bei den Mayas Kukulkan hieß. Die Azteken verehrten ihn als großen Weltenbaumeister der zweiten Zeitepoche unseres Globus.

Für die Azteken war es mehr als tragisch, dass Hermann Cortes und seine plündernden Eroberer anno 1510 auftauchten ... just in jenem Jahr, in dem die Azteken die Wiederkehr Quetzalcoatls erwarteten. Angeblich konnten die zahlenmäßig weit unterlegenen Spanier die Azteken besiegen, weil die Azteken einem Gott keinen Widerstand zu leisten wagten. Als sie erkannten, dass Cortes, Anführer einer mordlustigen Bande, alles andere als göttlich war ... da war es längst zu spät!

Die Spanier waren als Vertreter der europäischen »Zivilisation« auf Gold und Silber aus. Sie folterten auf grausamste Weise unzählige Ureinwohner, um ihnen Hinweise auf versteckte Schätze zu entlocken. Die vermeintlichen »Primitiven« waren von der Goldgier der Spanier irritiert und abgestoßen. Die wirklich »Primitiven« waren nicht Azteken und Mayas ... sondern die Spanier!

Schlangen am Tempel
des Quetzalcoatl
Foto: W-J.Langbein
Ich habe manches Mal das mysteriöse Bauwerk umrundet und so manche göttliche Schlange aus Stein fotografiert. Mir imponierte das Quetzalcoatl-Bauwerk sehr. Ein winziges Loch im Quetzalcoatl-Tempel lockte mich an. Ich überwand eine provisorisch errichtete Absperrung. Kurz konnte ich den Eingang des niedrigen und engen Korridors untersuchen. Mein Eindruck: Es handelte sich nicht um einen nachträglich in das steinerne Bauwerk getriebenen Tunnel, sondern um einen von Anfang an geplanten Gang.

Glatt polierte Platten bildeten seine Decke. Für Sekunden tastete sich der Strahlenfinger meiner kleinen, zu schwachen Taschenlampe in die Schwärze ... der Tunnel verlor sich in der Finsternis. Wohin mag er führen? In der Literatur habe ich bislang vergeblich nach einer Antwort auf diese Frage gesucht! Bevor ich auch nur versuchen konnte, mich durch den eher für größere Hunde geeigneten Eingang zu quetschen ... wurde ich auch schon entdeckt und vertrieben. Im Gehen drehte ich mich rasch um und schoss ein eher bescheidenes Foto vom mysteriösen Eingang. Ich sah eine Spinne von beachtlichen Ausmaßen im steinernen Schlund verschwinden. Gern wäre ich ihr gefolgt ...

Teotihuacan Quetzalcoatl
Foto: Walter-Jörg Langbein
Kehren wir in die Welt der Azteken und ihrer Mythen zurück ... In Teotihuacán sollen nach der Apokalypse am Ende der vierten Epoche Sonne und Mond »wieder hergestellt« worden sein. So wurde die undurchdringliche Finsternis verdrängt, es wurde wieder Tag ... Und so begann – nach Überzeugung der Azteken – die fünfte und letzte Epoche der irdischen Geschichte ... in der auch wir leben!

Sind das dumme, bestenfalls naive Vorstellungen? Was ist davon zu halten, dass in der Mythologie der Azteken auf die Apokalypse am Ende der »vierten Welt« eine Zeit der Nacht folgte? Was ist davon zu halten, dass die fünfte Welt erst erstehen konnte, als die Finsternis vertrieben worden war?

Viele Jahre studierte ich die Überlieferungen der Azteken. Obwohl die uralten Codices fast planmäßig vernichtet wurden, als die Spanier das Land ausbeuteten und die Menschen metzelten... gab es einige wenige Unermüdliche, die die Überlieferungen der Azteken so getreulich wie möglich schriftlich festhielten. Diesen wackeren Menschen, Soldaten und Geistlichen, ist es zu verdanken, dass die Historie der Azteken nicht gänzlich gelöscht worden ist.


Ausschnitt aus einem
Azteken-Codex
Foto: W-J.Langbein

Ich las in wissenschaftlichen Publikationen die Übersetzungen von Azteken-Kodices ... Ich kämpfte mich durch ermüdende Litaneien, rang mit für uns Europäer unaussprechlichen Namen. Und immer wieder ließ ich mir vor Ort die alten Sagen erzählen ... in Mexiko City, in kleinen Dörfern.

Es war zum Verzweifeln: eine schier unüberbrückbare Zahl von Göttinnen und Göttern waren in einem riesigen Pantheon angesiedelt und in komplexe Geschichten verwickelt. Vergeblich versuchte ich, so etwas wie historische Wahrheit aus dem unüberschaubaren Konglomerat herauszufiltern ... bis ich begriff, dass es um Grundsätzliches geht: um den Ablauf der Weltgeschichte in Zyklen, um sich periodisch wiederholende Katastrophen, um die endgültige Apokalypse auf Erden ... und den Aufbruch ins All!

Auch wenn wir es gern verdrängen ... das Leben auf unserer Erde stand wiederholt kurz vor der Ausrottung. Immer wieder überlebte die Menschheit nur knapp, so wie es die Mythologie der Azteken beschreibt. Immer wieder gab es gewaltige Kataklysmen ... und die Spuren solcher »Apokalypsen« sind viele Ewigkeiten nach den dramatischen Ereignissen immer noch zu erkennen... am besten aus dem All!

Der Toba-See aus dem All
Foto: NASA
Dank unserer Satellitentechnologie ist es uns möglich, unseren Planeten vom Weltall zu beobachten. Wir erkennen ihn als kleinen, verlorenen Ball in der Unendlichkeit des Alls. Und wir sehen die schlimmen Wunden, die immer wieder unserer Erde gerissen wurden. Wir sollten nicht über märchenhafte Überlieferungen der Azteken lächeln: Sie überliefern ein wahres, globales Bild. Man muss nur die Grundaussagen aus dem Wust von Überlieferungen herausfiltern ... dann erkennt man die erschreckende Wahrheit!

Wir müssen die Botschaft der Azteken wie der Mayas verstehen. Wir müssen die Narben der Erde lesen lernen, zum Beispiel den Toba-See von Sumatra. Nur dann haben wir eine Chance. Das Leben auf der Erde entging nur knapp immer wieder der vollständigen Vernichtung. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es zur finalen Apokalypse kommen wird. Werden wir darauf vorbereitet sein?

Unsere jetzige Welt aber wird, so sagen es die Azteken, vollständig verwüstet ... alles Leben wird ausgelöscht werden. Will die Menschheit überleben, wird ihr nur die Flucht ins All bleiben!

Lesen Sie jetzt das spannende Buch zum Thema:
von Walter-Jörg Langbein

»2012 und der Aufbruch ins All II«
Teil 104 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 15.01.2012

Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 1. Januar 2012

102 »2012«

Jetzt lesen:
2012 - Endzeit und Neuanfang


Teil 102 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Moderne Nachgestaltung des
Sonnensteins - Foto: W-J.Langbein
Schon von weitem beeindruckt mich die steinerne Scheibe mit den mysteriösen Zeichen und Symbolen. Sie wirkt wie mit einem modernen Gerät ziseliert. Die detailreichen, kleinen, in Kreisen angeordneten Gravuren erwecken den Eindruck geheimnisvoller Leichtigkeit ... und doch ist die steinerne Scheibe geradezu ein Monster: 3,60 Meter misst ihr Durchmesser. 1,22 Meter dick ist der so sorgsam bearbeitete Basaltstein ... und geschätzte 24 Tonnen schwer!

Am 17. Dezember 1790 wurde der kolossale Stein bei Erdarbeiten südlich der Kathedrale in Mexiko City gefunden ... und erst 1885 in das »Nationalmuseum für Anthropologie« geschafft. Dort dominiert er auch heute noch das gesamte imposante Museum, nicht nur das Erdgeschoss ... wo man ihn – mit modernsten technischen Mitteln – aufgestellt hat.

Tage könnte man im »Nationalmuseum für Anthropologie« verbringen ... und müsste doch von Vitrine zu Vitrine eilen. Tagelang könnte man den mysteriösen Stein in Augenschein nehmen. Aber man würde ihn doch nicht verstehen. Umstritten ist bis heute, welche Funktion der kolossale Stein einst hatte. Häufig hört man die Erklärung, er sei eine »quauhxicalli«, eine Opferscheibe gewesen. In der Tat: Neben Adler- und Jaguarstatuetten gab es bei den Azteken auch verzierte runde Steine, auf denen den Göttern Opfer dargeboten wurden. Solche »Altare« weisen aber in der Regel runde Aushöhlungen auf, in die die Opfer gelegt wurden.

Chac Mool von Chichen Itza - Foto: W-J.Langbein
Ähnliche Altare hatten auch die Mayas. In der Tempel-Anlage von Chichen Itza, Mexiko, trug eine Chac-Mool-Figur auf dem Bauch einst eine Opferschale. Wurden Menschenherzen in diese Schüsseln gelegt? Wir wissen es nicht. Und die »Berichte« der mordenen Spanier über die angeblich ach so blutrünstigen »Wilden« sind mit Vorsicht zu genießen. Dienten sie doch oft als Begründung für eigene Greueltaten!
Oder handelte es sich um ein »Temelacatl«? Dann wäre der Stein so etwas wie eine Plattform für die rituelle Tötung eines Menschen gewesen. Das menschliche Opfer wurde mit einem Seil angebunden ... und von einem bewaffneten Krieger attackiert. Das Opfer erhielt auch »Waffen«, hatte aber keine Chance. Denn während der Krieger mit tödlichen Mordinstrumenten ausgestattet war, standen dem Opfer nur Atrappen zur Verfügung. Das »Duell« war also nur vorgetäuscht: Verlierer und Gewinner standen von vornherein fest!

Beide »Erklärungen« überzeugen mich nicht: Auf dem »Sonnenstein« fehlt jegliche Vertiefung für Opfergaben. Der Stein ist mit millimeterkleinen feinen Gravuren versehen ... exakt graviert. Auf diesem Kunstwerk sind keine verzweifelten Menschenopfer herumgetrampelt! Eine Vorrichtung zum Anbinden der Todgeweihten ist auch nicht zu erkennen, wohl aber, dass das gewaltige steinerne Rund Teil eines größeren Ganzen war.

Der Kalenderstein ... das Original
Foto: W-J.Langbein
Folgt man »wissenschaftlichen« Werken, so wissen wir heute ganz genau, was jedes einzelne Zeichen bedeutet. Dabei konnte man sich bis heute nicht einmal auf eine Bezeichnung für den gewaltigen Stein einigen. Die gebräuchlichsten Titulierungen sind »Aztekenkalender« und »Sonnenstein«.

So manches Mal stand ich vor dem mysteriösen Kultobjekt im Anthropologischen Museum von Mexiko City. Das fast etwas beängstigende Gesicht im Zentrum zieht mich immer wieder in seinen Bann. Wer aber starrt mich da an? Ist es der Sonnengott Tonatiuh? Oder ist es die Erdgöttin Tlatlecuhtli? Ich persönlich tendiere mehr zur Göttin als zum Gott, wurde doch unlängst in der »Unterwelt« von Mexico City der sogenannte »Tlatlecuhtli«-Monolith entdeckt ...

Dreißig spzialisierte Techniker mussten im Mai 2010 zwei PS-starke Kräne einestzen, um den in vier Teile zerbrochenen einstigen Monolithen ... komplett wog er einst mindestens zwölf Tonnen ... in das »Templo-Mayor-Museum« zu schaffen.

Die gewaltige Steinplatte trägt neben kleineren ein Hauptmotiv: die Erdgöttin Tlatlecutil. Und diese Tlatlecutil ähnelt in verblüffender Weise der »Maske« im Zentrum des mysteriösen »Sonnensteins« (oder »Aztekenkalenders«). In beiden Fällen streckt die zentrale Gottheit ihre Zunge weit aus dem Mund.

Gott ... oder Göttin ...
Foto W-J.Langbein
Mehrfach war ich in Mexiko City. Mehrfach wurde mir von Archäologen vor Ort versichert: »Wir wissen genau, wo sich unter der heutigen Metropole Mexico City archäologische Stätten befinden, etwa Reste von uralten Tempeln!« Aber diese Plätze sind überbaut, förmlich überwuchert vom modernen Mexico City. Man müsste ganze Ortsteile abreißen, um an die Spuren der Vergangenheit zu gelangen. Selbst wenn die Archäologen entsprechende Genehmigungen erhalten sollten, fehlen die finanziellen Mittel. Theoretisch könnte man sich auch unterirdisch an die zu erwartenden Funde heranarbeiten. Für solche, überaus aufwändige Grabungen sind, so versicherte man mir, Genehmigungen noch schwerer zu erhalten ... aus Sicherheitsgründen. Zudem sind sie um ein Vielfaches teurer ... und somit schon gar nicht finanzierbar. Die Orte der verborgenen Schätze werden streng geheim gehalten, schon aus Angst vor Plünderern.
Betrachtet man den runden »Kalenderstein« genauer, so macht man eine Entdeckung: Man kann ihn als komplexes Gebilde von konzentrischen, ineinander liegenden Rädern unterschiedlicher Größe sehen. Eine befriedigende kalendarische Erklärung für den mysteriösen Stein, der alle Symbole berücksichtigt, gibt es allerdings nicht. Den letzten »Ring« des Steins bilden zwei mytholohische Schlangen, deren Häupter – einander zugewandt – am unteren Rand des Steins zu erkennen sind.

Zwei Schlangen ringeln sich
um das Scheibenrund
Foto: W-J.Langbein
Ohne auf die komplexe Thematik des Kalenders einzugehen sei gesagt: die Azteken gingen – wie die Mayas – von Zeitzyklen aus, die wie das mechanische Werk eines Zeitmessers abliefen. Und so mag der »Kalenderstein« der Azteken so etwas wie ein versteinerter »Computer« gewesen sein. Vielleicht muss man in Gedanken die verschiedenen »Räder« kreisen lassen ...

Was wir wissen: Die Azteken gingen von fünf Zeitaltern aus. Die Mythen über diese fünf Äonen sind unglaublich kompliziert und komplex. Zum Beginn jeder Epoche gibt es eine Schöpfung, am Ende steht eine Apokalypse. Die erste Epoche wurde »Sonne der Erde« genannt. In dieser Ära wurde die Erde von Riesen bevölkert. Schöpfergott Tezcatlipoca hat sie verschlungen. In der zweiten Ära, »Sonne des Windes«, wurden die Menschen der göttlichen Obrigkeit wohl zu klug. Es gab so etwas wie einen Krieg. Die meisten Menschen kamen um. Die wenigen Überlebenden wurden in den Urwald abgedrängt. Sie entwickelten sich zurück ... und wurden zu Affen.

Die roboterhafte
Chalchiuhtlicue
Foto: W-J.Langbein
In der dritten Epoche, »Sonne des Regens«, entwickelten die Menschen den Ackerbau. Tlaloc, Gott des Regens wie der Fruchtbarkeit, war der Schöpfer in dieser Zeit. Ein göttliches »Strafgericht« – glühender Ascheregen – kam vom Himmel. Diese globale Katastrophe vernichtete alles und setzte der dritten Ära ein Ende. Die Menschen aber überlebten – in der Gestalt von Hunden, Truthähnen und Schmetterlingen.
Chalchiuhtlicue – Göttin der Bäche, Flüsse, Seen und Meere – war die Schöpferin der vierten Epoche. Sie war es aber auch, die dieser Ära ein Ende setzte. Wassermassen strömten aus der Erde und ersäuften alles, der Himmel stürzte ein. Wieder überlebten die Menschen: in der Gestalt von Fischen.

Gott Tonatiuh regiert die fünfte Ära ... in der die Azteken lebten, in der wir leben. Auch unsere Welt - »Fünfte Sonne« wird ein Ende finden ... durch gewaltige Erdbeben. Die Weltsicht der Azteken war eine pessimistische. Sie glaubten, dass unser Zeitalter das letzte auf Erden sein wird. Auf die Verwüstung des Globus folgt keine neue Ära ... auf Erden. Nach Weltsicht der Mayas wird es dann kein Leben auf Planet Erde mehr geben!

Wann aber endet unsere Ära nach dem Kalender der Azteken? Weltuntergangspropheten frohlocken zu früh ... Dazu gibt es bei den Azteken keinerlei Angaben. Einen Weltuntergangstermin im Jahre 2012, so wie von den Mayas angeblich prophezeit, gibt es bei den Azteken nicht! Die Azteken befürchteten allerdings, die endgültige Katastrophe stehe unmittelbar bevor ... und könne nur durch blutige Menschenopfer an die Götter hinausgezögert werden.

Aztekenopfer - Foto: Archiv W-J.Langbein
Die Azteken glaubten an fünf Epochen. Jede Epoche endete in einer Katastrophe. Der Mensch überlebte immer, indem er sich den neuen Verhältnissen anpasste. Nur die letzte Apokalypse, die Katastrophe am Ende der fünften Epoche ... würde der Mensch nicht überleben. Tatsächlich wurde Planet Erde im Verlauf der Ewigkeiten immer wieder von gewaltigen Naturkatastrophen heimgesucht, die das Leben weltweit immer wieder fast vollkommen auslöschten.

Vor rund 70.000 Jahren wäre die Menschheit durch eine gewaltige Naturkatastrophe fast ausgerottet worden. So endete eine Planetenära ... und eine neue begann. Der Mensch überlebte, noch einmal. Wie oft wird er noch Glück haben? Globale Katastrophen wird es immer wieder geben. Und irgendwann wird unsere Erde zum toten Planeten.

Wenn »2012« symbolisch für die endgültige globale Apokalypse steht ... kann der Mensch dieses Weltenede überleben?

Lesen Sie das spannende Buch von Walter-Jörg Langbein:
2012 - Endzeit und Neuanfang


»2012 und der Aufbruch ins All«
Teil 103 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 08.01.2012

Sonntag, 7. November 2010

42 »Das Geheimnis der fliegenden Männer«

Teil 42 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«

von Walter-Jörg Langbein

Auf einem meiner Rundgänge durch die weitläufige Anlage von Chichen Itza zeigte mir ein tüchtiger Guide eine seltsame, verwaschene Gravur... »Das ist eine der legendären Himmellsschlangen, die einst zur Erde herabstiegen... Göttliche Besucher waren das...« Und dann verwies er mich auf eine uralte Zeremonie, die nur einen Steinwurf entfernt von der Kukulkan-Pyramide zur Aufführung komme: der Flug der Voladores....

Ein geheimnisvoller »Herabsteigender«
Zum ersten Mal erlebte ich die »fliegenden Männer«, die geheimnisvollen »Vogelmenschen«, im Sommer 1964... vor dem Pavillon von Mexico auf der Weltausstellung in New York. Ich war damals neun Jahre alt und staunte über eine wagemutige Demonstration von tollkühnen Akrobaten. Seither ist fast ein halbes Jahrhundert verstrichen, aber ich erinnere mich sehr genau an die unglaubliche Darbietung:

Ein Indio kletterte behände auf einen etwa fünfzig Meter hohen Mast. Dort oben war ein hölzernes quadratisches Viereck angebracht. Es ruhte offenbar auf einem Lager und konnte sich wie ein Rad auf der Spitze des Mastes drehen. Der erste Indio erklomm den Mast. Seine vier Kollegen umkreisten ihn am Boden. Dabei vollführten sie stets einen bestimmten Bewegungsablauf, der sich endlose Male zu wiederholen schien.

Die Männer gingen tänzelnd, sich immer wieder in kurzen Pausen verbeugend, um den Mast. Sie blickten, den Kopf weit in den Nacken geworfen, gen Himmel. Suchten sie etwas? Oben auf der Spitze spielte der erste Indio auf einer kleinen Flöte. Er stampfte mit den Füßen, bewegte sich im Kreis. Mit spielerischer Leichtigkeit erklommen nun die vier Indios die Höhe. Oben angekommen, schlangen sie jeweils ein Seil um ihr rechtes Fußgelenk und hielten kurz inne.

Aufstieg der Voladores
Foto: Walter-Jörg Langbein


Ihr Kollege auf der kleinen Plattform tanzte immer schneller ... die Vier stürzten sich in die Tiefe ... kopfüber. Nun bekann der Tanz der fliegenden Männer. Die Vier streckten ihre Arme weit aus, wie beschwörend, umreisten dabei den Mast ... sich auf weiter werdenden Kreisen gleichmäßig zur Erde bewegend. Ein Aufatmen ging durch die Menge, als die Männer den Flug vollendet hatten. Allein schon, wie die kopfüber hängenden stolzen Nachkommen der Mayas nach der letzten Runde wieder auf die Beine kamen, erforderte akrobatische Fähigkeiten!
Ich erinnere mich noch gut an die prächtige Kleidung der Voladores: rote Hose, weißes Hemd, rote Schärpe um die Schultern, dazu ein edler Federschmuck auf dem Kopf. So sehr mich die Leistung der Voladores auch beeindruckte, so beschlich mich auch ein seltsames Gefühl der Betroffenheit. Da standen wir Nachfahren jener wüsten Eroberer, die die hochstehenden Kulturen Zentral- und Südamerikas ausgelöscht hatten. Und die Nachfahren der Mayas führten zu unserer Erbauung Tänze auf.

Würde Winnetou, der von mir so verehrte Häuptling der Apachen, aus der Fantasiewelt Karl Mays, so für Touristen tanzen? War das mutige Treiben mit der Würde eines uralten Kulturvolkes zu vereinbaren? Im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte habe ich die Voladores immer wieder gesehen: in Mexico City zum Beispiel, auch in Tulum, direkt an der Karibikküste Mexikos gelegen. In Details unterschieden sich die Darbietungen. Manchmal spielten die »fliegenden Männer« bei ihrem sausenden Weg nach unten auch noch Flöte. Aber egal wie hoch der Mast auch war, immer benötigten die vier Männer je dreizehn Umrundungen des Masts, bis sie am Boden ankamen. Dreizehn Umdrehungen pro Mann, das ergibt – bei vier Voladores – exakt 52 Umdrehungen.

Gleich stürzen sich die vier Voladores in die Tiefe.
Foto Ingeborg Diekmann


»Vor rund fünf Jahrhunderten entstand der Kult der Voladores!« habe ich in einer vielzitierten Internetquelle gelesen. Was für ein Unsinn: Die Spanier tauchten Ende des 15. Jahrhunderts in Mexiko auf, also vor rund 500 Jahren. Der »Tanz der fliegenden Männer« aber ist sehr viel älter. Er wurde lange vor der Zeit der spanischen Eroberer zelebriert... als Mittelamerika noch nicht »christlich zivilisiert« von den Europäern ausgeraubt worden war.

Der Kult der Voladores hat mit den alten Göttern zu tun, zum Beispiel mit Quetzalcoatl, dem »Morgenstern«. »Quetzalcoatl« lässt sich mit »Grünfederschlange« übersetzen. Quetzalcoatl war nicht die vom Christentum verteufelte Schlange aus dem Paradies-Mythos. Quetzalcoatl wurde nicht von einem Gott zum Herumkriechen verurteilt wie das Reptil der Bibel. Quetzalcoatl war selbst göttlich... und wird mit einer heiligen, fliegenden Schlange in Verbindung gebracht. Prof. Hans Schindler-Bellamy, Erforscher südamerikanischer Mysterien uralter Kulturen, im Interview: »Quetzalcoatl alias Kukulkan war die fliegende Schlange.«

Bildunterschrift: Der Absprung.
Foto: Walter-Jörg Langbein


Seltsam: die biblische Schlange wurde verteufelt. Sie bot den Menschen Wissen an. In der christlichen Glaubenswelt wird der Teufel mit Luzifer gleichgesetzt... mit Venus. Quetzalcoatl wird ebenfalls mit der Venus identifiziert... und der fliegenden Schlange!

Manchen Abend habe ich in den Ruinen von Chichen Itza verbracht und zu Füßen der Pyramide des Kukulkan über die Götter Süd- und Zentralamerikas nachgedacht. Immer wieder wurde mir bewusst, dass – wie zum Beispiel in der europäischen Mythologie – Götter in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Namen tragen. Es waren aber die gleichen Götter, die nur anders tituliert wurden. Manches Mal habe ich diesem geheimnisvollen Ritus beigewohnt. Zu Beginn umtanzen die Voladores den Pfahl, blicken suchend gen Himmel. Dann steigen sie empor und fliegen wie die mythologischen Schlangen zur Erde herab. Erinnern uns die Voladores an den Besuch von »Göttern« aus himmlischen Gefilden? Warteten die Mayas auf die Rückkehr dieser Götter? Offensichtlich! Die Azteken rechneten mit der Rückkehr der Mächtigen... und das wurde ihnen zum Verhängnis. Hielten sie doch zunächst die marodierenden Spanier für Götter, denen man sich als Mensch nicht widersetzen konnte!


Kopfüber geht es in die Tiefe
Foto: Ingeborg Diekmann

Quetzalcoatl, der Gott mit der »fliegenden Schlange«, wurde bei den Azteken verehrt. Die Mayas kannten ihn auch, sie nannten ihn Kukulkan. In anderen Gefilden, in den Anden, lautete sein Name Viracocha. Viracocha alias Quetzalcoatl alias Kukulkan war ein Kulturbringer, der in grauer Vorzeit den Menschen Wissen schenkte. Den Mayas soll er die Geheimnisse ihres komplexen Kalenders, der mit Jahrmilliarden rechnet, anvertraut haben. Als Viracocha kam er in der mythischen Zeit der Finsternis in die mysteriöse Stadt Tiahuanaco (1).

Harold Osborne hat sich intensiv mit der verwirrenden Götterwelt Mittel- und Südamerikas beschäftigt. Sein Werk über die Mythologie Südamerikas ist leider nur in englischer Sprache erhältlich. Ausführlich wird auf göttliche Himmelsschlangen hingewiesen, die den Menschen Kultur schenkten (2).
Viracocha alias Kukulkan brachte den Menschen »die Geschenke des Lichts und der Zivilisation« (3)... so wie der verteufelte Luzifer, dessen Namen Lichtbringer bedeutet!

Die Ursprünge des Kultes um die »fliegenden Männer«, die »Vogelmenschen« verliert sich in uralten Zeiten. Bis heute wird der uralte Ritus zelebriert... sehr zum Ärger der christlichen Kirche. Nachdem der alte Brauch nicht verboten werden konnte, wurde er christianisiert. Mag sein, dass die ersten »Voladores« in Tajin (etwa 300 Kilometer nordöstlich von Mexico-City gelegen) durch die Luft tanzten. Hier siedelten schon vor 6000 Jahren Menschen, Von der riesigen Kultstadt ist bis heute erst ein Zehntel erforscht.

Der Flug der Vogelmenschen
Foto: Walter-Jörg Langbein
In Tajin wird der »Voladores-Ritus« mit besonderer Inbrunst zelebriert. Die spanischen Eroberer sahen ihn als reinen Wettkampf an, ohne religiöse Bedeutung. Nur deshalb schritten sie nicht gegen den alten Brauch ein. Die Missionare der katholische Kirche hatten tatenlos zugesehen, wie die Kultur Mittelamerikas zerstört, wie gemordet und geplündert wurde. Angesichts der »Voladores« entdeckten sie ihr Sorge um das Wohlergehen der Mayas. Sie wollten es den Voladores verbieten, sich von ihrem hohen Mast in die Tiefe zu stürzen. Das sei doch zu gefährlich. In Wirklichkeit wollten sie die Erinnerung an uraltes heidnisches Wissen tilgen. Der Kult erwies sich aber als stärker und überlebte.. bis in unsere Tage.

Anstatt zu verbieten, wird nun von der katholischen Kirche der Kult in christliche Bahnen gelenkt. Alljährlich zum Fronleichnamsfest schweben die Voladores zu Boden. Gefeiert wird die leibhaftige Gegenwart Jesu in der Oblate und im Wein. Vergessen ist längst der wirkliche Ursprung der »Voladores«... so wie die Bedeutung von »Fronleichnam« auch im christlichen Abendland nur noch einer Minderheit bekannt ist.

Ich frage mich: Werden wir je die Wahrheit über die Schlangengötter, die vom Himmel herabstiegen und in den Kosmos zurückkehrten, erfahren?

Noch ein Herabsteigender von Chichen Itza
Foto Walter-Jörg Langbein




Fußnoten(1) Tiahuanaco, Bolivien, gehört zu den mysteriösesten Orten unseres Planeten. Monstersteine unvorstellbarer Größe wurden dort wie Bauklötzchen verbaut. Ich werde in einer kommenden Folge über meine Besuche in der Ruinenstadt berichten!

(2) Osborne, Harold: South American Mythology; London 1968

(3) Osborne, Harold: South American Mythology; London 1968, Seite 74

Hinweis: Die Fotos von den Voladores entstanden bei zwei verschiedenen Aufführungen!

Dank: Ein herzliches Dankeschön an Ingeborg Diekmann, Bremen, für die Genehmigung, ihre Fotos zu publizieren!



»Tempel im Paradies«,
Teil 43 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 14.11.2010

Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (46) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Der Tote im Zwillbrocker Venn (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Atlantis der Südsee (13) Der hässliche Zwilling (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)