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Sonntag, 31. Januar 2016

315 »Die Hölle unter unseren Füßen«

Teil 315 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 31.01.2016


Foto 1: Geysire weisen auf die unteriridische Hölle hin.

»Wir stehen hier über dem Höllenschlund!«, schreit der kleine schmächtige Mann. »Unter uns brodelt das Höllenfeuer! Es wird ausbrechen und diese sündige Welt austilgen im Höllenfeuer! Bereut eure Sünden! Wendet euch ab vom sündigen Treiben und bereut! Bereut, bevor es zu spät ist!« Gestenreich unterstreicht der Prediger einer der vielen amerikanischen Sekten seine düsteren Worte. Die Menschen reagieren teils belustigt, teils verärgert. Sie wollen sich die gute Laune an einem sommerlichen Tag im August im weltberühmten Yellowstone Nationalpark nicht trüben lassen. Sie wollen speiende Geysire sehen, blubbernde Heißwasserquellen und fantastisch anmutende Landschaften.

Foto 2: Überall tummeln sich Bären ...

»Überall tummeln sich hier Bären!«, so wütet der bärtige Prediger weiter. »Sie sind Boten des Teufels, Boten der Hölle! Bereut Eure Sünden, bevor es zu spät ist!« In der Tat: Der »Yellowstone Nationalpark« ist weltberühmt für Yogi Bears Brüder und Schwestern. Die putzig anmutenden Riesengesellen können aber auch sehr gefährlich werden. »Boten Satans« sind sie aber doch wohl nicht.

Verlassen wir erst einmal den zornigen Prediger. Reisen wir gemeinsam einige Jahrhunderte in die Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1565. Spanische Truppen besetzen mit brachialer Gewalt die Philippinen. Die Ureinwohner fliehen entsetzt vor der brachialen Übermacht und verstecken sich an den dicht bewaldeten Berg. Der rettende Berg schlummert. Der Pinatubo-Vulkan, im Westen der Insel Luzon gelegen, konnte urplötzlich das Feuer der Hölle ausspeien. Um 1441 und anno 1991 brach der Pinatubo aus. Am 15. Juni 1991, nach 550 Jahren des Schweigens, tat sich ein Tor zur Hölle auf, Lavaströme flossen die Flanken des Bergkegels hinab. Weitere Lavamassen wurden kilometerhoch in den Himmel geschleudert und fielen als tödliches Feuer vom Himmel.

Zum Glück hatten Experten bei seismologischen Messungen deutliche Vorzeichen richtig gedeutet und vor einem nahenden Ausbruch des Pinatubo gewarnt. Die unmittelbar gefährdeten Regionen wurden evakuiert, Zehntausende wurden kurzfristig umgesiedelt. Trotzdem starben rund tausend Menschen im Höllenfeuer des Vulkanausbruchs.

Foto 3: Die Magmablase unter dem Vulkankrater
So skurril das Gezeter des Predigers auch anmutete, so umschrieb er doch eine erschreckende Wahrheit. Seit Jahrzehnten gibt es Warnsignale, die auf einen Ausbruch des Supervulkans unter dem Yellowstone Nationalpark hinweisen. Eine gigantische Magmablase kann jederzeit an die Erdoberfläche und in den Himmel geschleudert werden. Mit katastrophalen Folgen!

Die Frage ist nicht, ob der Supervulkan ausbrechen wird, sondern wann das geschehen wird. Im Vergleich zu einer solchen Katastrophe wird der Ausbruch des Pinatubo wie ein lindes Lüftchen erscheinen. Eine unvorstellbare Explosion wird die Welt erschüttern. Der Höllenknall wird weltweit zu hören sein. Sieben Stunden wird der Schall von Amerika nach Deutschland unterwegs sein. Eine glühendheiße Lawine, 700 Grad Celsius heiß, wird sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreiten. Das Höllenfeuer wird mit mehreren hundert Stundenkilometern rasen und alles in Asche verwandeln.

Foto 4: Bären, Bären, Bären ...

Unvorstellbare Mengen an Material werden fünfzig Kilometer empor geschleudert werden und die Sonne verdunkeln. Totale Finsternis wird über weite Flächen hereinbrechen und alles Leben in tödliche Eiseskälte tauchen. Pflanzen werden absterben, weil sie das Sonnenlicht benötigen. Tiere, die sich von Pflanzen ernähren, werden verhungern, Menschen werden sterben. Und die, die überleben, werden Hungerkatastrophen unvorstellbaren Ausmaßes erleben. Diese Horrorvorstellung ist höchst real. Am 1. Juli 2014 vermeldete die »Süddeutsche Zeitung«, dass die bevorstehende »Yellowstone-Apokalypse« noch sehr viel schlimmer ausfallen wird als bisher schon angenommen: »Unter dem Yellowstone Nationalpark in den USA schwelt die riesige Magmakammer eines Supervulkans. Und die ist zweieinhalb Mal so groß wie bisher angenommen!«, berichten Seismologen der University of Utah. Weiter vermeldet Andreas Frey: »Im Yellowstone-Nationalpark in den USA sieht es aus, als hätte jemand mit einer gigantischen Axt hineingeschlagen. Es blubbert, es zischt, es stinkt – und nicht weit unter den Füßen schwelt die riesige Magmakammer eines Supervulkans.

Jetzt haben Seismologen der University of Utah den Untergrund unter weiten Teilen des BundesstaatsWyoming neu vermessen – und ziemlich gestaunt. Denn die Magmakammer ist zweieinhalb Mal so groß wie gedacht.«

Foto 5: Kochende Quelle, von der Höllenglut erhitzt...

Bob Smith berichtete auf der Herbstkonferenz der amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung, dass 35.000 Kubikkilometer geschmolzenes Gestein in der Unterwelt des Yellowstone National Parks nur darauf warten explosionsartig an die Erdoberfläche zu drängen. Die gigantische Lavahöhle liegt nach neuesten Erkenntnissen 15 Kilometer unter der Erde. Sie ist neunzig Kilometer lang und dreißig Kilometer breit. Es droht kein lokales Unglück, sondern eine Katastrophe, unter der die ganze Welt leiden wird. Ich muss mich wiederholen: Wir wissen nicht, wann es zu diesem gewaltigen Kataklysmus kommen wird. Wir wissen, dass die Katastrophe irgendwann eintreten wird.

Die Dunkelheit als Folge des Vulkanausbruchs wurde recht realistisch schon in vorchristlichen Zeiten beschrieben: Das »Buch Henoch« entstand im zweiten vorchristlichen Jahrhundert, vielleicht auch wesentlich früher. Es wurde nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen, gehört also zu den apokryphen Schriften des Judentums. Und doch wurden ganz offensichtlich Beschreibungen aus eben diesem Buch Henoch in Sachen Höllenfeuer von der katholischen Kirche herangezogen. Im »Buch Henoch« wird der Höllenpfuhl so beschrieben (103,7): »Und sei dir bewusst, dass sie (gemeint sind die Engel) eure Seelen in den Sheol (Hades oder Hölle) bringen werden und sie (die Seelen) werden Böses erleiden und eine schwere Prüfung durchzustehen haben, in Dunkelheit, Fesseln und brennenden Flammen.« In der Hölle wartet das Feuer auf die bösen Sünder (100,9): »Entsprechend der Taten der Bösen werden sie in lodernden Flammen brennen, schlimmer als Feuer!«

Sollten religiöse Visionäre als Höllenvisionen beschrieben haben, was sich höchst real ereignen wird, wenn ein »Supervulkan« wie jener unter dem Yellowstone Nationalpark in einer gigantischen Explosion die Hölle auf  Erden ausbrechen lassen wird?

Foto 6: Islamische Darstellung der »Hölle«

Auch der Koran kennt das Höllenfeuer.  Von den Griechen zur Buchreligion des Islam. Auch der Koran (Sure 4, 56) beschreibt es recht drastisch so: »Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, die werden wir im Feuer brennen lassen: So oft ihre Haut verbrannt ist, geben wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise.« In Sure 11 (106–107) steht zu lesen: »Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie laut aufheulen und hinausschreien, und wo sie weilen, solange Himmel und Erde währen, – soweit es dein Herr nicht anders will. Dein Herr tut, was er will.«

Im Koran (Sure 89,23) heißt es, dass die Hölle am Tag der Apokalypse »nahegebracht« wird. Das deutet darauf hin, dass das Höllenfeuer aus dem Leib der Erde zu den Menschen gelangt. Diesen Ausbruch der Hölle beschreibt die als heilig angesehene Hadith-Literatur, die zu den Werkender Überlieferung gehört. Die Sahih Muslim, die »Sechs Bücher«, gelten als Kanon der Hadith-Sammlungen. Während im Christentum apokryphe, nicht in den Kanon aufgenommene Bücher eher wenig beachtet werden, sind die apokryphen Texte des Koran höchst bedeutsam. »Sahih Muslim« (9. Jahrhundert) wird auch als »gesunde« oder »authentische Sammlung« bezeichnet. Dort heißt es über die Hölle: »Die Hölle wird an jenem Tag mit Hilfe von siebzig Tausend Seilen hervorgebracht werden, jedes Seil wird von siebzig Tausend Engeln gehalten.«

Foto 7: Gleich bricht »Old Faithful« aus!

Mit anderen Worten: Bis zum »jüngsten Tag« des Weltgerichts ist die Hölle noch in der Erde. Zum Tag des Weltuntergangs wird sie aus der Erde hervorgehoben. Für den Geologen wird hier, im religiösen Gewand, auf aus dem Erdinneren strömende Lavamassen hingewiesen: wie bei einem mörderischen Supervulkanausbruch etwa.

Wird der Supervulkan des »Yellowstone National Parks« vielleicht schon bald die nächste Apokalypse bewirken? Hank Heasler, Park Geologe, lässt keine Zweifel aufkommen: »Die Frage ist nicht, ob er ausbrechen wird, sondern wann.« Vor 2,1 Millionen Jahren spie der Supervulkan 2450 Kubikkilometer Magma empor. Vor 1,3 Millionen Jahren waren es »nur« 280 Kubikkilometer. Vor 640.000 Jahren kam es zur bislang letzten gewaltigen Entladung: 1.000 Kubikkilometer. Zum Vergleich: Der gewaltigste Vulkanausbruch der jüngsten Vergangenheit war der von 1815 in Indonesien. Der »Tambora« schleuderte 50 Kubikkilometer glühende Magma in die Luft. Bei der Apokalypse im Gebiet des »Yellowstone Nationalparks« vor 2,1 Millionen Jahren war es fast 50 Mal so viel!    

Foto 8: Unterirdisch brodelt es, oberirdisch sterben die Bäume ...

Die Stärke eines Vulkanausbruchs hängt von den Magmamengen ab, die zur Verfügung stehen. Um Vulkanausbrüche miteinander vergleichen zu können, wurde der »Explosivitäts-Index« (»VEI«) eingeführt. Die Skala reicht von 0 bis 8. Ein Punkt mehr auf der Skala bedeutet die Verzehnfachung des ausgespuckten Magmas. Ein Vulkan mit einem Index von 3 beispielsweise speit zehn Mal so viel Magma aus wie ein Kollege mit dem Index 2 und 100 Mal so viel wie einer mit Index 1. Eine Vulkaneruption der Indexstärke 8 ist schon unvorstellbar stark. Der Vulkan des »Yellowstone Nationalparks« wird den Rahmen der Skala sprengen und ihre höchste Markierung bei weitem überschreiten. Er wird mit der in der Wissenschaft akzeptierten Messlatte gar nicht mehr in seiner gewaltigen Größe erfasst werden können.

»Spüren Sie denn nicht, wie das Höllenfeuer anklopft? Gleich wird es einen siedenden Vorboten schicken, der zur Reue mahnt! Old Faithful mahnt: Bereut! Bereut! Bereut! Oder Ihr Sünder landet alle in der Höllenglut!« Der Prediger schweigt plötzlich. Denn tatsächlich ist etwas zu vernehmen: ein Rumoren, ein Fauchen, das aus dem Erdinneren zu kommen scheint. »Bereut! Bereut! Bereut!« ruft fast triumphierend der Prediger. Auch so etwas wie Schadenfreude schwingt in seiner Stimme mit.

Übrigens: Schon Karl May hat über den »Yellowstone National Park« geschrieben!

Zu den Fotos:
Fotos 1, 2, 4, 5, 7, 8: Walter Langbein Sen. 1963
Foto 3 (Die Magmablase unter dem Krater): wiki commons/ Kbh3rd
Foto 6 (Islamische Darstellung der Hölle): wiki commons/ Snailwalker 

316 »Winnetou, tödliches Gas und Old Faithful«
Teil 316 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 07.02.2016



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Sonntag, 12. Januar 2014

208 »Glas und Waffen«

208 Glas und Waffen,
Teil 208 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Cheopspyramide und Sphinx - Historische Aufnahme um 1910

»Ich kann dir zeigen, wo Cheops wirklich bestattet wurde. Ich habe sein Grab gefunden!«,  raunt mir mit Verschwörermiene der bärtige Guide zu. Zehn Dollar will er für die Sensation haben, die mir als allererstem Besucher überhaupt gezeigt werden soll. Die Idee finde ich amüsant. Sie ist mir zehn Dollar wert. Ich zahle und schon weist mir der Nachkomme Ali Babas den Weg.

Erst musste ich unter einem Stacheldrahtzaun kriechen, dann ging's an einem kniehohen steinernen Mäuerchen entlang bis zu einem unscheinbaren Loch in der Erde. Eine wenig vertrauenerweckende hölzerne Leiter soll mich dann in die wahre Grabkammer des Cheops bringen. Angesichts der zu erwartenden grandiosen Entdeckungen klettere ich in das düstere Loch. Es riecht muffig nach Urin. Ein paar Schritte weiter erkenne ich eine Tür. Ich gehe hindurch und stehe im Dunkeln. Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Umgebung.

Ist quadratisch, misst etwa drei mal drei Meter. In einer Ecke liegen einige Stofffetzen. »Das sind Reste der Mumie von Cheops!«, raunt mir mein Guide zu. Ob ich den kostbaren Stoff erwerben wolle? Weil ich so sympathisch sei, würden mir die Kostbarkeiten für 1000 Dollar überlassen. Als ich zögere, sinkt der Preis rapide auf zehn, schließlich auf fünf Dollar. Als ich mich immer noch weigere, das kartoffelsackartige »Gewebe« zu erstehen, wird mein Guide plötzlich unfreundlich. Mir habe er vertraut. Mir habe er das Geheimnis des wahren Grabes von Cheops offenbart. Und nun diese Enttäuschung!

»Diese Kostbarkeiten müssen in einem Museum ausgestellt werden!«, erkläre ich meine Weigerung zu kaufen. »Wenden Sie sich an das Museum in Kairo, man wird Sie fürstlich entlohnen!« Bevor mein Guide etwas antworten kann, klettere ich über die wackelige Holzleiter flugs wieder in die geradezu höllische Sonne Ägyptens. So durchschaubar der Guide mit der falschen Sensation war, es mehren sich Zweifel an Cheops als dem Erbauer der »Großen Pyramide«.

Cheops, der
 angebliche Erbauer
der Cheopspyramide
Foto: Archiv
Walter-Jörg Langbein
Seit Jahrtausenden suchen Grabräuber in Ägypten nach verborgenen Schätzen. Schon vor drei Jahrtausenden wurde im Land am Nil ein reger Handel mit Kostbarkeiten getrieben, die aus Gräbern im Tal der Könige oder dem Tal der Königinnen stammten. Oftmals warteten Plünderer nur auf den Abschluss von Zeremonien. Kaum war der vornehme Verstorbene bestattet, waren sie auch schon zur Stelle, um so schnell wie möglich Grabbeigaben zu stehlen. Angeblich halfen ihnen auch Priester, die genau wussten, wo etwas zu holen war. Die Geistlichen vollzogen ja die letzten Todesriten in den Grabstätten. Sie kannten die geheimen Wege in unterirdische Grabkammern oder den Verlauf der Gänge in Pyramiden.

In Ägypten waren es alteingesessene Grabräuberfamilien, die das Wissen um noch „unentdeckte“ Gräber von Generation zu Generation weiterreichten. Sie wussten oft sehr viel mehr als ihre Konkurrenten von der archäologischen Zunft. Manche arbeiteten mit Archäologen zusammen.

Gräber waren für eingeweihte Wissende so etwas wie Bankdepots. Besonders reich gefüllte Schatzkammern wurden geheim gehalten, die Konkurrenz war groß. Man holte nach und nach Kostbarkeiten, um sie zu verkaufen. Das Mitglied einer »renommierten« Grabräuberfamilie zum Verfasser: »Wir müssen vorsichtig vorgehen. Auf keinen Fall dürfen zu viele kostbare Fundstücke gleichzeitig auf den Markt geworfen werden, das würde den Archäologen und den Behörden schnell bekannt werden. Sie würden mit Recht vermuten, dass da ein reich bestücktes Grab entdeckt worden sein musste. Das erhöht natürlich das Risiko, dass man uns auf die Schliche kommt und die Quelle wäre dann versiegt!«

Wenn im 20. Jahrhundert Archäologen noch unberührte Gräber fanden, galt das schon als Sensation. Archäologen empören sich gern über Grabräuber. Allerdings gibt es aus Sicht der Verstorbenen kaum einen Unterschied zwischen jenen, die Schätze aus den Totengrüften holen und in Museen zur Schau stellen... und jenen, die die Kostbarkeiten verkaufen. Und Pharaonen-Mumien in Vitrinen von Museen als Zuschauermagnet, vergleichbar mit Kuriositäten in Jahrmarkt-Ausstellungen, lassen jegliche Pietät vermissen.

Die Große Pyramide
Foto: Walter-Jörg Langbein
Bis heute, so scheint es, sind die wertvollsten Schätze Ägyptens unentdeckt geblieben. Welche Grabbeigaben mögen wohl dem König Harmais mit auf den letzten Weg mitgegeben worden sein? So lesen wir beim Historiker Cajus Plibnius Secundus im 17. Kapitel seines 36. Buches: »Vor diesen Pyramiden steht die Sphinx, eine Gottheit der dortigen Bewohner, welche noch weit mehr Bewunderung verdient, aber von den Schriftstellern fast mit Stillschweigen behandelt wird. In ihr soll der König Harmais begraben liegen, sie selbst aber anderswoher gebracht worden sein. Sie ist aus einem einzigen natürlichen Steine gearbeitet, und das rote Gesicht dieses Ungeheuers wird göttlich verehrt.«

Nun wird man allerdings einen »König Harmais« vergeblich in den Listen der Ägyptologie suchen. Herodot indes erwähnt einen „Amasis“. Der allerdings, so Herodot, habe zu einer Zeit regiert, als es nach herkömmlicher Ägyptologie im Land am Nil noch lange keine Könige gab.  Herodot aber beteuert: »Nach eigener Angabe der Ägypter waren nämlich bis zur Regierungszeit des Amasis siebzehntausend Jahre verflossen.«

Kühn mutet die Behauptung an, im Kopf der Sphinx befinde sich das Grab von Harmais/ Amasis. Indes, schon vor einem Jahrhundert machte der amerikanische Ägyptologe George Andrew Reisner weltweit Schlagzeilen mit der Behauptung, im Inneren der Sphinx befänden sich »zahlreiche Tunnel« und »Höhlen« und unter den Vorderpfoten des steinernen Riesentieres gebe es einen unterirdischen Raum. Leicht lassen sich derartige Behauptungen ins Reich der Fantasie verbannen, wenn da nicht konkrete Messergebnisse Geheimnisvolles andeuten würden! Wer auch immer das Umfeld der Sphinx durchleuchtete, stieß im Bereich der Vorderpfoten der Sphinx auf »Anomalien«. Mit anderen Worten: Es könnte sich dort sehr wohl ein unterirdischer Raum befinden.

Betrachtet man die Sphinx heute aus der Nähe, so stellt man zahlreiche Restaurierungsmaßnahmen fest, die man kritisch als Pfusch bezeichnen möchte. Da wurden Steine eingesetzt, dort wurden Mäuerchen errichtet. Hier erkennt man Risse, die womöglich ins Innere des Fabelwesens führen. Mehrfach versuchte ich mich dem unschönen neuzeitlichen Mauerwerk zu nähern. Ich wollte feststellen, ob es die verschiedentlich beschriebenen »Eingänge« in den Leib der Sphinx tatsächlich gibt. Ich wurde allerdings von grimmigen Wächtern daran gehindert. Fast habe ich den Eindruck, als ob das zugefügte Mauerwerk nicht nur Lücken füllen, sondern auch verbergen soll. Meiner Überzeugung nach wird intensiv an und in der Sphinx geforscht... wie auch im Inneren der Pyramide. Archäologen sind da nicht am Werk. Ich vermute, es sind Schatzsucher, die mit Duldung von höchster Stelle nach den mysteriösen Geheimnissen von Pyramide und Sphinx suchen!

Sphinx mit Pyramide im Hintergrund - Foto:Walter-Jörg Langbein

Ist es ein Zufall, dass das amerikanische Medium Edgar Cayce vor einem halben Jahrhundert behauptete, dass sich genau dort der Eingang zu den unterirdischen »Hallen der Aufzeichnungen« befindet? Diese mysteriösen Hallen sollen das gesamte Wissen der Menschheit bewahrt haben – aus der Zeit vor der Sintflut! »Spinnerei!«, ist der Leser zu sagen geneigt. Wirklich? Der arabische Historiker Al-Makrizi, auch Al-Maqeizi oder Muhammad al-Maqriz (1364-1442) hinterließ ein umfangreiches Werk, „Hitat“ genannt. Sprengstoff enthält Al-Makrizis »Pyramidenkapitel«. Erich Graefe übersetzte den Text und veröffentlichte ihn 1911 in Leipzig (1).

Stefan Eggers ist es zu verdanken, dass dieser lange Zeit nur Experten bekannte Text allgemein zugänglich wurde (2). So erfahren wir Rätselhaftes über die »Cheops-Pyramide«.  Im »Hitat« heißt es weitschweifig und trotzdem klar (3): »Der Lehrer Ibrahim b. Wasif Sah al Katib sagt, in den ›Nachrichten von Ägypten und seinen Wundern‹, da, wo er von Saurid erzählt, dem Sohne des Sahluk..., des Sohnes von Husal, einem der Könige Ägyptens vor der Sintflut...: Er (Saurid) war der Erbauer der beiden großen Pyramiden bei Misr (Kairo)...«

Nach Al-Makrizi wurde die sogenannte »Cheops-Pyramide« also nicht von Cheops, sondern von Saurid erbaut... und das schon viele Jahrtausende früher, nämlich vor der Sintflut. Warum? Wollte sich König Saurid ein Denkmal schaffen? Wollte er in einem massiven Grabmal bestattet werden, um ganz sicher allen Katastrophen zum Trotz dereinst wieder aufzuerstehen?

Die Sphinx. Foto links um 1910,
 Zeichnung rechts um 1760 - Archiv: W-J.Langbein

Saurid soll, so heißt es im »Hitat«, »300 Jahre vor der Sintflut« einen schrecklichen Albtraum gehabt haben. Er sah in einer apokalyptischen Vision die Erde in einer gewaltigen Katastrophe untergehen (4): »Die Erde kehrte sich mit ihren Bewohnern um, die Menschen flüchteten in blinder Hast, und die Sterne fielen herab, und einer (gemeint: ein Stern) stieß gegen den andern unter grauenhaftem Krachen.«

Die Katastrophe würde über Planet Erde hereinbrechen, darin waren sich alle von Saurid befragten Experten – 130 „oberste Wahrsager –  einig. Was war zu tun? Es wurde eine recht selbstlose Entscheidung getroffen. Nicht persönlicher Egoismus stand im Vordergrund. Es sollte vielmehr das gesamte damalige geheime Wissen in einer Art »Tresor« den Weltuntergang überdauern. In zwei Pyramiden wurden Kammern des Wissens eingebaut. Man verteilte die kostbaren Schätze auf zwei Pyramiden, wohl um auf »Nummer sicher« zu gehen. Selbst wenn eine der Pyramiden-Tesore zerstört werden würde, konnte in der anderen geheimes Wissen überdauern (5):

Welche Geheimnisse mag die/ der Sphinx hüten? Foto:
Archiv Walter-Jörg Langbein
 »Sie begannen den Bau der Pyramiden unter einem günstigen Gestirn... Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigem Granit anlegen; die wurden angefüllt mit reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichem Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit den verschiedenen Arten der einfachen oder der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.«

Sollte es tatsächlich in grauer Vorzeit in Ägypten eine Flutkatastrophe gegeben haben.... in der Wüste? Davon will die schulwissenschaftliche Ägyptologie nichts wissen. Indes, Prof. Robert M. Schoch von der Universität Boston hat nachgewiesen, dass die Sphinx erhebliche Wasserschäden aufweist. Vor Jahrtausenden müssen gewaltige Wassermassen auf die mysteriöse Riesenfigur eingewirkt haben. Sollte es wirklich so etwas wie eine Sintflut gegeben haben, der die Pyramiden von Kairo trotzen?

Drei Pyramiden und Kamele - Foto: W-J.Langbein

Die Sphinx müsste nach Prof. Schoch Jahrtausende älter sein als bislang angenommen. Gleiches gilt dann auch für die »Cheopspyramide« selbst, die ja in etwa gleichzeitig mit der Sphinx entstanden sein soll. Auch die Große Pyramide scheint, nach den äußeren Schäden zu urteilen, so etwas wie eine gewaltige Flut erlebt zu haben. Nach den Aussagen von Prof. Robert M. Schoch – und seine Angaben sind so klar, dass sie keine Zweifel aufkommen lassen – war  Chephren nicht der Erbauer der Sphinx. Demnach ließ der Herrscher das steinerne Fabeltier lediglich restaurieren. Sollte wirklich Saurid und nicht Cheops das Weltwunder in Auftrag gegeben haben, Jahrhunderte vor der Flut?

Gab es eine Katastrophe in Ägypten, die den Pyramiden von Kairo nichts anhaben konnte? Ruhen in den Pyramiden Schätze, die kostbarer als Gold und Edelsteine sind? Es gibt Hinweise, dass bislang unentdeckte Schätze in den Pyramiden ruhen.  Und es sieht ganz so aus, dass intensiv nach ihnen gesucht wird... unter Ausschluss der Öffentlichkeit!

Es wird ganz eindeutig gebohrt und gegraben, vermutlich gegen den Widerstand der Archäologie. Ohne Genehmigung von »ganz oben« ist das nicht möglich. Werden wir je ein Buch lesen könen, das die wahre Geschichte des Alten Ägypten erzählt?


Teilweise kolossale
Steinmonster wurden
zur Pyramide
aufgetürmt
Foto:
Walter-Jörg Langbein
Fußnoten
1 Graefe, Erich: Das Pyramidenkapitel in Al-Makrizis „Hitat“, Leipzig 1911
2 Eggers, Stefan (Hrsg.): Das Pyramidenkapitel in Al-Makrizi’s ›Hitat‹,
     Hamburg 2003 (sehr empfehlenswert!)
3 ebenda, S. 13 und 14
4 ebenda, S. 14
5 ebenda, S. 18

209  Die Straße der Sphingen
Teil 209 der Serie »Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein, erscheint am 19.01.2014                                                                                          



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Sonntag, 23. Dezember 2012

153 »21.12.2012«

Teil 153 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


So soll das Zentrum von
Copan ausgesehen haben.
Foto: W-J.Langbein
Zwei Tage ist es her: Der 21.12.2012 war ein Freitag wie jeder andere. Die Welt ist nicht untergegangen, wie so mancher »Maya-Experte« genüsslich prophezeit hat. Auch ein Bewusstseinssprung hat sich nicht bemerkbar gemacht. Auch am 21.12. drehte sich unser Heimatplanet weiter um die eigene Achse, setzte seine Reise um die Sonne fort. »Die Mayas haben sich also geirrt!« triumphiert jetzt so mancher Zeitgenosse, der kaum mehr als sensationsgierige Schlagzeilen in unseriösen Presseorganen gelesen hat.

Fakt ist: Die Mayas haben nicht die abstrusen Prophezeiungen verzapft, die man ihnen gern unterstellt hat. Die Mayas beobachteten die Gestirne und erkannten, dass das Universum so etwas wie ein riesiges Uhrwerk ist. Sie erkannten, dass die Zeit in Zyklen abläuft ... als ewiger Kreislauf ohne Anfang und Ende.

Fakt ist auch: Unser Wissen in Sachen Copán ist auch heute noch, auch wenn Glyphen-Inschriften inzwischen gelesen werden können, nach wie vor bruchstückhaft. Wir setzen unzählige Details zu einem immer noch unvollständigen Mosaik zusammen. Es ist, als versuchten wir ein Buch zu lesen, aus dem viele Seiten herausgerissen worden sind.

Unser Bild von Copan ist immer noch
bruchstückhaft. Foto: W-J.Langbein
Im siebten Jahrhundert nach Christus erreichte die Kultur der Mayas in Copán nach schulwissenschaftlicher Ansicht einen grandiosen Höhepunkt. Und in der Tat: Copán war eine wirklich imposante Metropole im Maya-Reich. Wie groß sie einst war, wir wissen es nicht. Noch so manches Gebäude aus den einstigen »Vororten« von Copán wird unter dicht bewaldeten Erdhügeln vermutet. Das Zentrum von Copán allein hatte erstaunliche Ausmaße: 130.000 Quadratmeter! Im Norden wurde einst von den Mayas eine künstliche Plattform angelegt: Zehn Meter hoch, 50.000 Quadratmeter groß. Wurden hier einst religiöse Zeremonien abgehalten? Die Wissenschaft der Astronomie war fester Bestandteil der Maya-Religion. Die Wissenschaftler der Mayas versuchten über viele Jahrhunderte hinweg den Schöpfungsplan zu entdecken, das Konzept hinter Erde, Sonne, Mond und Sternen. Die Mayas sahen sich als Teil einer hoch komplizierten Schöpfung. Nie und nimmer wären sie auf die anmaßende Idee gekommen, sich als »Krone« der Schöpfung zu sehen!

Noch im 16., 17. und 18. Jahrhundert gab es Überbleibsel des einstigen Maya-Geheimwissens. Die kostbaren Berichte aus jener Zeit liegen noch vor: in Maya-Sprache, aber in lateinischer Schrift notiert. Die »Bücher des Chilam Balam (»chilam«, zu Deutsch »Wahrsager«, »balam« zu Deutsch »Jaguar«) ünerstanden den Zorn jener christlicher Missionare, die derlei »teuflischen Aberglauben« mit heiligem Zorn verfolgten. Allerdings kann man sie leider nicht mehr als »Maya-Wissen pur« bezeichnen. In die mysteriösen Texte floss, von christlichen Spaniern eingefügt, christlicher Glaube mit ein.

Womöglich warten in noch
verschütteten Ruinen verborgene
Maya-Texte auf Entdeckung.
Foto: W-J.Langbein
Der Ursprung dieser Werke ist in der Wissenschaft nach wie vor umstritten. Handelt es sich um schriftlich fixierte mündliche Überlieferungen? Oder lagen vor einigen Jahrhunderten noch Maya-Glyphentexte vor, die – bevor die Originale verbrannt wurden – als christlich verfälschte Transkriptionen erhalten blieben? Unklar ist nach wie vor, wie viele Chilam-Balam-Bücher es einst gab. Waren es zwanzig oder nur sechzehn? Wie viele der Texte sind im Laufe der letzten Jahrhunderte verloren gegangen? Wie viele solcher Bücher befinden sich noch im Besitz von Maya-Nachkommen oder begeistert-fanatischen Sammlern?

Vor Ort hörte ich immer wieder, dass es solche heiligen Bücher nach wie vor in »Maya-Besitz« gibt. Das Misstrauen gegenüber ausländischen Forschern ist nach wie vor sehr groß. Und so muss angenommen werden, dass so mancher Text womöglich niemals der modernen Wissenschaft zugänglich gemacht wird. Einst gab es ein Ritual zur Verherrlichung der vier Ecken der Welt. Wie es im Original ausgesehen hat, wir wissen es nicht. In der verchristianisierten Chilam-Balam-Überlieferung wird der Erste der Maya-Völker des Südens als Erster aus der Noah-Familie bezeichnet. In der mystischen Maya-Mythologie haben heilige Bienen eine große Rolle gespielt. Vermutlich geht dieser weithin vergessene Kult auf Vor-Mayazeiten zurück, als primär Göttinnen verehrt wurden. Die Bienenkönigin bringt alle Bienen hervor, aus ihren Eiern schlüpfen alle Nachkommen. Sie ist – wie die Urgöttin alles Lebenden – die Mutter ihres Volkes.

Astronomen oder Priester ...
Fotos: W-J.Langbein
»Die Worte der Göttinnen und Götter sind unverständlich geworden ... oder die Göttinnen und Götter sind verstummt ...« erfuhr ich mehrfach von Maya-Nachkommen bei meinen Recherchen zum Fortbestehen alten Maya-Glaubens in unseren Tagen. Ich bin davon überzeugt, dass im »Untergrund« Zentralamerikas noch sehr viel mehr Maya-Kultur erhalten wird ... als uns, den Nachkommen der Zerstörer des Maya-Reiches bekannt ist.

So sehr ich die schweißtreibende Arbeit der Archäologen bewundere ... so skeptisch bin ich, wenn es um vermeintlich sichere wissenschaftliche Erkenntnisse in Sachen Mayas geht. So imposant die oft erschöpfende Arbeit der Wissenschaftler ist, so skeptisch bin ich, wenn es um vermeintlich unumstößliche »Wahrheiten« geht. Diese »Wahrheiten« haben oft nur eine kurze Halbwertszeit! Fakt ist, dass häufig heutiges »sicheres Wissen« morgen schon über den Haufen geworfen wird.

Alfred P. Maudslay entdeckte anno 1886 in Copán eine wuchtige, massive Steinplatte. Insgesamt sechzehn Gestalten, im Schneidersitz hockend, sieht man abgebildet. Auf jeder Seite des mächtigen Steins wurden vier Personen in den Stein graviert.
Fast bei jedem meiner Besuche hörte ich eine neue, nun endgültige Erklärung: »Wir sehen hier sechzehn Priesterastronomen bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit! Sie rechnen, werten die astronomischen Daten aus, die ihre Kollegen im Laufe von Jahrhunderten erarbeitet haben!« So wurde mir bei meinem ersten Besuch »Altar q« erklärt, wobei man bis heute nicht weiß, welchem Zweck der wuchtige Stein einst wirklich diente. Die Titulierung als »Altar« erfolgte rein willkürlich. Die Maße von »Altar q«, der wohl gar kein Altar war: Höhe 70 cm (ohne steinerne »Füße«), Seitenlänge 150 cm.

Könige oder Schreiber ...
Fotos: W-J.Langbein
Bei meinem zweiten Besuch erfuhr ich eine ganz andere, angeblich endgültige Interpretation. Copán war so etwas wie ein Knotenpunkt von Mayas, Olmeken und mehrerer weitestgehend unbekannter Völker der Pazifikküste. »Und so zeigt der Gedenkstein alias ›Altar q‹ ein politisches Ereignis von großer Bedeutung. Stammesfürsten und Häuptlinge haben sich in Copán getroffen, um machtpolitische Fragen zu erörtern. Die eingemeißelten Personen stellen Fürsten aus vier Himmelsrichtungen dar, die sich gleichberechtigt versammelt haben!«

So wurden also aus schreibenden Astronomen politische Führer, die die Geschicke ihrer Stämme bestimmen! Doch auch diese »wissenschaftliche« und mit Inbrunst vorgetragene Erklärung wurde längst ad acta gelegt. Heute weiß man, dass die sechzehn Gestalten so etwas wie ein Geschichtsbuch in Stein illustrieren, das man – so heißt es – heute endlich wie ein offenes Buch lesen könne. Abgebildet seien König Yax K'uk' Mo', der anno 426 nach Christus regierte und seine fünfzehn Nachfolger. König Nr.16 sei Yax Pac, der anno 776 n.Chr. das Zepter schwang. Welcher König auch herrschte, alle Regenten haben offenbar einem Jaguarkult gehuldigt. Vermutlich gab es wie in der Maya-Stadt Yaxchilán auch in Copán eigene Jaguar-Priester, die junge Adepten in die Geheimnisse ihrer Religion einweihten.

Yax Pac, so heißt es, hat das massive Monument seiner Macht schaffen lassen. In chronologischer Reihenfolge sieht man die sechzehn Könige nebeneinander sitzen ... und der erste König (Yax K'uk' Mo') händigt seinem 15. Nachfolger (Yax Pac) den Herrscherstab aus, der dreieinhalb Jahrhunderte später die Nummer 1 war. Mit anderen Worten: Der »Altar q« ist ein Stück Propaganda aus Stein, das Yax Pac als ebenbürtigen Nachfolger des legendären Yax K'uk' Mo' feiert.

Symbol eines sich ewig
wiederholenden Zyklus
Foto: W-J.Langbein
Das ist der aktuelle Wissensstand. Wie lange mag es dauern, bis wieder eine vollkommen neue Erklärung als die unumstößlich letzt-gültige angepriesen wird? Jeder der sechzehn Herrscher sitzt auf seiner Namensglyphe, an der Identität der dargestellten Personen kann es also keinen Zweifel mehr geben. Was aber stellt der geschlossene Kreis von sechzehn Herrschern dar? Ich bin davon überzeugt, dass man ihn symbolisch sehen und verstehen muss. Der sechzehnte Herrscher Yax Pac erhält vom ersten Herrscher Yax K'uk' Mo' das »Zepter« der Macht. Mit anderen Worten: Die sechzehn Herrscher stellen einen ewigen Zyklus dar. Vom ersten bis zum letzten der sechzehn Regenten wird das Zeichen der Macht wie in einem Staffellauf weitergegeben. Und der letzte händigt schließlich das Symbol des Königtums wieder an den ersten König.

Genauso symbolisch ist der 21.12.2012 zu verstehen. Es mag durchaus sein, dass am 21.12.2012 ein langer Zyklus von 5125 Jahren endete. Aber dann begann am 22.12.2012 der nächste »long count« von wiederum 5125 Jahren! Nirgendwo im Maya-Kalender ist der 21.12.2012 als Termin des »Weltuntergangs« vorgesehen! Die Welt ging am 21.12.2012 nicht unter ... und die Mayas haben sich nicht geirrt!

»Der begrabene Tempel«,
Teil 154 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 30.12.2012


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Sonntag, 9. September 2012

138 »Ein Götterastronaut und die Wissenschaft«

Teil 138 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Die legendäre »Grabplatte von
Palenque« - Foto W-J.Langbein
1968 erschien Erich von Dänikens erster Weltbestseller, »Erinnerungen an die Zukunft« und löste gigantisches Interesse aus. Weitere Werke aus der Feder Dänikens folgten. Nach fast einem halben Jahrhundert könnte bald eine neue weltweite »Dänikenitis« ausgelöst werden. Hat doch »Paradox Entertainment« die Filmrechte für Dänikens Erstling erworben ... und will daraus einen internationalen Blockbuster machen. Spitzenleute aus Hollywood konnten für das Projekt begeistert werden.

Wahrhaft gigantische Pläne werden geschmiedet: Vom Sciencefiction-Spektakel zum Musical, vom Theaterstück zum groß angelegten »Astronautengötter-Park« ... Hunderte Millionen Dollar sollen investiert werden. Jahrzehnte nach dem Dokumentarfilm »Erinnerungen an die Zukunft«, der für den Oscar nominiert wurde ... könnten bald Astronautengötter die Filmleinwände erobern. Im Frühjahr 2013 soll es soweit sein. Die Finanzierung, so heißt es, steht schon heute ...

Mein Tipp: Im Zentrum des Filmspektakels wird die den Mayas prophezeite Rückkehr der Götter aus dem All stehen ... Götter, die auch in der Mayakunst als seltsam futuristisch anmutende Wesen im »Weltraumanzug« dargestellt wurden ... Ob die Außerirdischen als Bedrohung für die Menschheit auftauchen werden? Ich bin sehr gespannt darauf, wie viel echter Däniken im Film geboten werden wird.

2013 kehren die
Astronautengötter zur
Erde zurück ... im Film.
Foto: W-J.Langbein
Erich von Däniken machte das Relief auf der Grabplatte von Palenque zur Ikone. Weltweit wurden seine kühnen Gedanken diskutiert ... im Zeitalter der ersten Mondlandung stießen sie auf große Zustimmung. Erich von Dänikens futuristisch anmutende Interpretation wurde vehement von Maya-Forschern abgelehnt.

Inzwischen sieht sich Erich von Däniken allerdings durch aktuelle Publikationen führender Maya-Forscher bestätigt. Es geht bei der Darstellung auf der Grabplatte von Palenque um eine kosmische Reise ... Zunächst hatte Dänikens Sichtweise bei einigen Raumfahrtexperten Bestätigung gefunden. Mich hat das nicht verwundert: Raumfahrtexperten erkennen am ehesten Raumfahrttechnik in uralten Darstellungen ...
Zwei namhafte Gelehrte, damals tätig bei der »Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt«, Bonn, pflichteten dem Schweizer bei. Prof. Dr. Siegfried Ruff und Dr. Wolfgang Briegleb (1) bezeichneten die Grabplatte von Palenque als einen »der beeindruckendsten optischen Belege für Dänikens Thesen«. Ihnen drängte sich eine technisch-futuristische Deutung, vor vielen Jahrhunderten in den Stein graviert, förmlich auf.

Der »Astronaut« von Palenque
Foto: W-J.Langbein
Man müsse sich, so die Gelehrten, »wirklich Gewalt antun, um nicht mit den Augen unserer Tage eine stilisierte Gemini- oder Wostok-Kapsel zu erkennen.« Konkret: Offenbar werde ein Raumfahrer dargestellt, der »eine Beschleunigung in Richtung Brust-Rücken erhält«. Die Raumfahrtexperten schlossen ihre Überlegungen zum »Palenque-Astronauten« so: »Dass der hypothetische Raketenpilot zudem anscheinend hemdsärmelig fliegt, ist uns eine inzwischen vertraute Vorstellung.«
Was ist nun auf der Grabplatte von Palenque zu sehen? Manches Mal stieg ich in die Unterwelt von Palenque, unterhalb der Pyramidenbasis gelegen, hinab. Die Luft war immer stickig, die Luftfeuchtigkeit erinnerte an eine Sauna kurz nach dem Aufguss. Die Beleuchtung im schmalen und verwinkelten Treppenhaus war manchmal schlechter, manchmal etwas besser. Und der tonnenschwere Sarkophag wurde unterschiedlich intensiv geschützt. Einmal versperrte ein Eisengitter den Weg zum steinernen Sarg, ergänzt durch Maschendraht ... gefolgt von einer Glasscheibe. Dank der heftigen Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit beschlug die Scheibe und verhinderte so den klaren Durchblick.

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte lernte ich eine Vielzahl von »wissenschaftlichen Erklärungen« für das Relief-Bildnis von Palenque kennen. Mir begegnete nicht eine einzige, die von einem zweiten Maya-Experten geteilt wurde! Schier unüberblickbar sind die oft konträren Varianten. Was sich manchmal etwas konfus, fast immer aber widersprüchlich anhört ... wurde von zahlreichen Gelehrten als die Wahrheit über Palenque publiziert (2).

Scharfe Monsterzähne und Barthaare
eines Gottes ... Foto: W-J.Langbein
Stellt das scheinbar schwerelos schwebende Wesen das »Porträt des Toten« dar ... oder »den Totengott«? Ist eine bestimmte historische Gestalt zu sehen ... oder doch »offensichtlich keine konkrete Person, sondern die Menschengattung schlechthin«?
Sehen wir einen Mann in »aufschnellender Haltung« ... oder fällt er vielmehr in die »Maske des Erdmonsters«? Oder »ruht er auf dem abstoßenden Haupt eines phantastischen Tieres, aus dessen Rachen spitze Stoßzähne hervorragen«? Oder wurden vielmehr »stumpfnasige Drachen« verewigt?

Da muss man schon von einer Sprachverwirrung sprechen. Macht es doch einen Unterschied aus, ob ein Jüngling dargestellt wird ... oder die Menschheit schlechthin ... ob ein greiser König in die Unterwelt eingeht oder ob die keimende Natur hoffnungsvoll stimmen soll. Die Grabplatte von Palenque kann wohl kaum gleichzeitig den verehrten Maisgott darstellen ... und Herrscher Pakal, der am »Weltenbaum« entlang in die Hölle rutscht. Und wie passt dazu die folgende Interpretation: Wir sehen die Seelenreise des Verstorbenen nach Xibalbá ... oder doch den Übergang vom irdischen in den himmlischen Bereich? Zeigt die Grabplatte einen »Astronauten«, der ins All reist ... oder den Herrscher Pakal, der in den geöffneten Rachen »des Unterweltmonsters« fällt?

Urwald von Palenque
Foto: W-J.Langbein
Pierre Ivanoff, einer der großen Mayakenner, gibt immerhin zu (3): »Der Tempel der Inschriften bleibt deshalb bis auf Weiteres ein Rätsel und eine offene Frage.« Zwei führende Maya-Experten haben nun eine neue Erklärung für die Grabplatte angeboten, die der Konfusion in der Gelehrtenwelt ein Ende bereiten könnte. Ihre Antwort bestätigt nach Jahrzehnten der Ablehnung die dänikensche »Astronautengötter-These«.
Professor David Stuart, Jahrgang 1965, lehrt an der Universität von Austin, Texas. Er ist Spezialist in Sachen Maya-Schrift. Schon mit acht Jahren (!) übersetzte er Maya-Glyphen. Kein Wunder, stammt er doch aus einer Gelehrtenfamilie ... mit dem Schwerpunkt Maya-Forschung. Gemeinsam haben David und George Stuart ein fundiertes Werk über die Mayas veröffentlicht (4). Im Mittelpunkt steht »die ewige Stadt Palenque«. Der interessierte Leser wird vergeblich nach urweltlichen Todesmonstern, Barthaaren des Wettergottes und spitzen Zähnen suchen. Er wird keine Spur von Maisgöttern oder skelettierte Rachen der Unterwelt finden.

Stattdessen bieten die Stuarts – als gelehrte Mayaspezialisten von Weltruf – ein schlüssiges Konzept: Es geht, versucht man die Grabplatte mit ihren Bildern und Glyphen wie ein Buch zu lesen, um Leben und Sterben des Herrschers von Palenque, Pakal. Die berühmte Grabplatte ist aber sehr viel mehr als ein Grabstein nach unserem Verständnis. Gewiss, es werden auch die Todesdaten von Pakals Frau Ix Tz'akbu Ajaw und von Pakal selbst vermerkt.

Der Urwald von Palenque bietet
noch viel Unbekanntes.
Foto: W-J.Langbein
Insgesamt aber stellt der Sarkophag »ein zusammengestelltes Modell des Kosmos« dar. Im Zentrum der Reliefarbeit sehen wir Pakal, umgeben von einer Vielzahl »kosmologischer Vorstellungen«, umrahmt vom »himmlischen Band« ... auf die »Dinge im Himmel« verweisend. Pakal versinkt nicht in der Erde ... er steigt von der Erde empor. Nach der schlüssigen Übersetzung der Stuarts strebt Pakal gen Himmel, in den Kosmos.

Ein in den Stein garviertes »Modell des Kosmos«, ein Himmelsband, kosmologische Vorstellungen ... und ein Pakal, der von der Erde in den Kosmos aufsteigt ... diese in sich schlüssige wissenschaftliche Erklärung der Grabplatte von Palenque bestätigt letztlich, was Erich von Däniken seit rund einem halben Jahrhundert postuliert ...
Zeigt also das Relief von Palenque doch eine kosmische Reise ins All? Die Frage ist nur: Geht es um den Flug eines Astronauten ... oder um eine Totenreise ins kosmische Jenseits?

Teilansicht von Palenque, Rekonstruktion - Foto: Mdcarrasco
Fußnoten
1 Briegleb, Wolfgang und Ruff, Siegfried: »Plädoyer für eine unkonventionelle Erforschung unserer Vergangenheit« in »Waren die Götter Astronauten?«, herausgegeben von Ernst von Khuon, Düsseldorf 1970, S. 84 ff.
2 Wer sich in die Welt der Interpretationen der Grabplatte begeben möchte, findet in folgenden Werken eine Fülle von Zitaten aus »Wissenschaftlermund«, kann sich in die konkret benannten Quellen vertiefen...
2a Däniken, Erich von: »Der Tag, an dem die Götter kamen/ 11. August 3114 v.Chr.«, München 1984, siehe Kapitel VII, »Palenque – entdeckt, doch nicht enträtselt«, S.257-303
2b Däniken, Erich von: »Was ist falsch im Maya-Land«, Rottenburg 2011, siehe Kapitel 4, »König Pakals Himmelfahrt«, S. 229-261
2c Langbein, Walter-Jörg: »2012/ Endzeit und Neuanfang – Die Botschaft der Mayas«, München, 2. Auflage 2011, Teil 3, »Wir sind Atlantis«, S. 171-235
3 Ivanoff, Pierre: »Monumente großer Kulturen/ Maya«, Luxemburg 1974, S.77
4 Stuart, David und George: »Palenque/ Eternal City of the Maya«, London 2008

Raketenantrieb oder Barthaare eines Gottes ... Foto: W-J.Langbein

»Die Pyramide des Zauberers«,
Teil 139 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 16.09.2012


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Sonntag, 8. Januar 2012

103 »2012 und der Aufbruch ins All«

»2012 und der Aufbruch ins All I«
Teil 103 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Die Straße der Toten von
der Mondpyramide aus
Foto: W-J.Langbein
»Die Straße der Toten« kann man von Mexiko City aus bequem und zu einem vernünftigen Preis per Taxi erreichen. Es empfiehlt sich, vor Antritt der Fahrt einen Festpreis auszuhandeln. Zu geizig sollte man dabei auch nicht sein, sonst stachelt man den Fahrer womöglich dazu an, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Ich jedenfalls zahlte bei der einen oder anderen Fahrt in wahrhaft höllischem Tempo unterwegs dem Fahrer lieber nochmal zehn US-Dollar zusätzlich zum vereinbarten Preis, um die Geschwindigkeit auf ein erträgliches Maß zu senken.

Die »Straße der Toten«– etwa vier Kilometer lang – führt, an unzähligen Tempeln und sonstigen Gebäuden vorbei ... direkt auf die riesige Mondpyramide zu. Wer die staubige Straße zu Fuß zurückgelegt, die Mondpyramide erklommen hat, lässt sich gern außer Atem auf die oberste Treppenstufe sinken ... und sieht die sakrale Stadt Teotihuacán zu seinen Füßen liegen ... das heißt die spärlichen Überreste der einstmals stolzen Metropole.

Bernardino de Sahagún (1499-1590) erklärt den Namen so: »Sie nannten den Ort Teotihuacán, weil er der Begräbnisplatz der Könige war, und die Alten sagen von ihnen, wer gestorben ist, ist zum Gott geworden. Wenn man sagte, dass er nun Teotl (Gott) sei, dann heißt das soviel wie, er ist schon tot. Deshalb nannten sie den Ort Teotihuacán, der Ort, an dem die Menschen zu Göttern wurden.«

Tempel der gefiederten Schlange
Foto: W-J.Langbein
Für die Azteken, die die uralte Stadt als Ruine von einem unbekannten Volk übernahmen, war Teotihuacán der heilige Ort schlechthin. Und so wundert es nicht, dass in Teotihuacán einem der großen Weltenschöpfer ein eigener Tempel geweiht war: dem Quetzalcoatl, der bei den Mayas Kukulkan hieß. Die Azteken verehrten ihn als großen Weltenbaumeister der zweiten Zeitepoche unseres Globus.

Für die Azteken war es mehr als tragisch, dass Hermann Cortes und seine plündernden Eroberer anno 1510 auftauchten ... just in jenem Jahr, in dem die Azteken die Wiederkehr Quetzalcoatls erwarteten. Angeblich konnten die zahlenmäßig weit unterlegenen Spanier die Azteken besiegen, weil die Azteken einem Gott keinen Widerstand zu leisten wagten. Als sie erkannten, dass Cortes, Anführer einer mordlustigen Bande, alles andere als göttlich war ... da war es längst zu spät!

Die Spanier waren als Vertreter der europäischen »Zivilisation« auf Gold und Silber aus. Sie folterten auf grausamste Weise unzählige Ureinwohner, um ihnen Hinweise auf versteckte Schätze zu entlocken. Die vermeintlichen »Primitiven« waren von der Goldgier der Spanier irritiert und abgestoßen. Die wirklich »Primitiven« waren nicht Azteken und Mayas ... sondern die Spanier!

Schlangen am Tempel
des Quetzalcoatl
Foto: W-J.Langbein
Ich habe manches Mal das mysteriöse Bauwerk umrundet und so manche göttliche Schlange aus Stein fotografiert. Mir imponierte das Quetzalcoatl-Bauwerk sehr. Ein winziges Loch im Quetzalcoatl-Tempel lockte mich an. Ich überwand eine provisorisch errichtete Absperrung. Kurz konnte ich den Eingang des niedrigen und engen Korridors untersuchen. Mein Eindruck: Es handelte sich nicht um einen nachträglich in das steinerne Bauwerk getriebenen Tunnel, sondern um einen von Anfang an geplanten Gang.

Glatt polierte Platten bildeten seine Decke. Für Sekunden tastete sich der Strahlenfinger meiner kleinen, zu schwachen Taschenlampe in die Schwärze ... der Tunnel verlor sich in der Finsternis. Wohin mag er führen? In der Literatur habe ich bislang vergeblich nach einer Antwort auf diese Frage gesucht! Bevor ich auch nur versuchen konnte, mich durch den eher für größere Hunde geeigneten Eingang zu quetschen ... wurde ich auch schon entdeckt und vertrieben. Im Gehen drehte ich mich rasch um und schoss ein eher bescheidenes Foto vom mysteriösen Eingang. Ich sah eine Spinne von beachtlichen Ausmaßen im steinernen Schlund verschwinden. Gern wäre ich ihr gefolgt ...

Teotihuacan Quetzalcoatl
Foto: Walter-Jörg Langbein
Kehren wir in die Welt der Azteken und ihrer Mythen zurück ... In Teotihuacán sollen nach der Apokalypse am Ende der vierten Epoche Sonne und Mond »wieder hergestellt« worden sein. So wurde die undurchdringliche Finsternis verdrängt, es wurde wieder Tag ... Und so begann – nach Überzeugung der Azteken – die fünfte und letzte Epoche der irdischen Geschichte ... in der auch wir leben!

Sind das dumme, bestenfalls naive Vorstellungen? Was ist davon zu halten, dass in der Mythologie der Azteken auf die Apokalypse am Ende der »vierten Welt« eine Zeit der Nacht folgte? Was ist davon zu halten, dass die fünfte Welt erst erstehen konnte, als die Finsternis vertrieben worden war?

Viele Jahre studierte ich die Überlieferungen der Azteken. Obwohl die uralten Codices fast planmäßig vernichtet wurden, als die Spanier das Land ausbeuteten und die Menschen metzelten... gab es einige wenige Unermüdliche, die die Überlieferungen der Azteken so getreulich wie möglich schriftlich festhielten. Diesen wackeren Menschen, Soldaten und Geistlichen, ist es zu verdanken, dass die Historie der Azteken nicht gänzlich gelöscht worden ist.


Ausschnitt aus einem
Azteken-Codex
Foto: W-J.Langbein

Ich las in wissenschaftlichen Publikationen die Übersetzungen von Azteken-Kodices ... Ich kämpfte mich durch ermüdende Litaneien, rang mit für uns Europäer unaussprechlichen Namen. Und immer wieder ließ ich mir vor Ort die alten Sagen erzählen ... in Mexiko City, in kleinen Dörfern.

Es war zum Verzweifeln: eine schier unüberbrückbare Zahl von Göttinnen und Göttern waren in einem riesigen Pantheon angesiedelt und in komplexe Geschichten verwickelt. Vergeblich versuchte ich, so etwas wie historische Wahrheit aus dem unüberschaubaren Konglomerat herauszufiltern ... bis ich begriff, dass es um Grundsätzliches geht: um den Ablauf der Weltgeschichte in Zyklen, um sich periodisch wiederholende Katastrophen, um die endgültige Apokalypse auf Erden ... und den Aufbruch ins All!

Auch wenn wir es gern verdrängen ... das Leben auf unserer Erde stand wiederholt kurz vor der Ausrottung. Immer wieder überlebte die Menschheit nur knapp, so wie es die Mythologie der Azteken beschreibt. Immer wieder gab es gewaltige Kataklysmen ... und die Spuren solcher »Apokalypsen« sind viele Ewigkeiten nach den dramatischen Ereignissen immer noch zu erkennen... am besten aus dem All!

Der Toba-See aus dem All
Foto: NASA
Dank unserer Satellitentechnologie ist es uns möglich, unseren Planeten vom Weltall zu beobachten. Wir erkennen ihn als kleinen, verlorenen Ball in der Unendlichkeit des Alls. Und wir sehen die schlimmen Wunden, die immer wieder unserer Erde gerissen wurden. Wir sollten nicht über märchenhafte Überlieferungen der Azteken lächeln: Sie überliefern ein wahres, globales Bild. Man muss nur die Grundaussagen aus dem Wust von Überlieferungen herausfiltern ... dann erkennt man die erschreckende Wahrheit!

Wir müssen die Botschaft der Azteken wie der Mayas verstehen. Wir müssen die Narben der Erde lesen lernen, zum Beispiel den Toba-See von Sumatra. Nur dann haben wir eine Chance. Das Leben auf der Erde entging nur knapp immer wieder der vollständigen Vernichtung. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es zur finalen Apokalypse kommen wird. Werden wir darauf vorbereitet sein?

Unsere jetzige Welt aber wird, so sagen es die Azteken, vollständig verwüstet ... alles Leben wird ausgelöscht werden. Will die Menschheit überleben, wird ihr nur die Flucht ins All bleiben!

Lesen Sie jetzt das spannende Buch zum Thema:
von Walter-Jörg Langbein

»2012 und der Aufbruch ins All II«
Teil 104 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 15.01.2012

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Samstag, 31. Dezember 2011

2012

Sie haben gute Vorsätze für 2012! Aber wissen Sie überhaupt, was Sie erwartet?
Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein erklärt es Ihnen in 2012 - Endzeit und Neuanfang.

Das Buch zum neuen Jahr - aktueller und spannender kann das Jahr nicht beginnen. Laden Sie es am besten auf Ihren neuen Kindle, denn 2012 - Endzeit und Neuanfang passt zum Silvesterbrunch.

Einen guten Rutsch wünscht das Team von »Ein Buch lesen!«



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Sonntag, 26. Juni 2011

75 »Wenn der Vulkan im Paradies brüllt...«

Teil 75 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Eingang zum Port Resolution Club
Foto: Ingeborg Diekmann
Alle Jahre wieder feiern die Menschen auf der Südseeinsel Tanna, Vanuatu, das John-Frum-Fest. An diesem Tag, davon sind sie überzeugt, wird ihr Gott John Frum vom Himmel herabsteigen und seine Anhänger reich beschenken. Dann werden die Gläubigen endlich in den Genuss des üppigen Luxus kommen, den bislang die Weißen für sich allein beanspruchen. Um den John-Frum-Kult hautnah zu erleben, reiste ich mit einer kleinen Gruppe – Leserinnen und Leser meiner Bücher – in die Südsee, ins Reich Vanuatu, auf das Eiland Tanna. Untergebracht waren wir im »Port Resolution Club«. Luxus durften wir nicht erwarten, hieß es doch im hauseigenen Faltblatt nüchtern: »Der Port Resolution Club ist sehr einfach ausgestattet. Er liegt in einem tropischen Garten mit Blick auf die Bucht und den Yasur Vulkanberg. Hier gibt es nur eine Dusche (kein heißes Wasser), aber Toilette sowie Elektrizität.«

Dusche,
Waschgelegenheit,
Toilette
Foto I. Diekmann
Süßwasser ist auf Tanna eine Kostbarkeit. So sammelt man das Regenwasser, speichert es in Tonnen. Regenwasser ist Hauptgetränk Nummer 1 auf der Insel, mit Regenwasser wäscht man sich, duscht man und betreibt das WC. Für unsere Gruppe gab es zwischen unseren Bungalows eine Dusche (im Bild ganz links), eine Waschgelegenheit (mit Spiegel, im Bild in der Mitte) und ein Regenwasser-WC.

In der Tat: Elektrizität stand zur Verfügung: so lang das Stromaggregat lief. Gegen 20 Uhr gab es Abendessen (meist, ja eigentlich immer Reis). Danach wünschte uns der Wirt »Good Night!« und wir eilten so schnell wir konnten in unsere Bungalows. Gegen 20 Uhr 15 wurde der dröhnende Benzinmotor abgestellt, der »Port Resolution Club« versank in Dunkelheit. Untergebracht waren wir in »acht Bungalows nach einheimischem Stil« ... sehr spartanisch, in auf Pfählen stehenden Holzhütten, mit einer Art Schilf gedeckt und dünnen, ja sehr dünnen Wänden. Einzige Möbelstücke waren ein Bett und ein Nachttischchen mit einer Kerze. Über jedem Bett war ein Moskitonetz angebracht, das ungebetene Blutsauger fernhalten sollte.

Luxus gab es aber auch: Jeder Bungalow hatte eine eigene überdachte Veranda. Wer grünes Südseeparadies erleben wollte, konnte sich auf seine Veranda setzen ... und paradiesischen Frieden erleben, den kein noch so teures 5-Sterne-Hotel zu bieten vermag. Wer den sterilen Hyperluxus moderner 5-Sterne-Hotels wünscht, wird ihn auf Tanna vergeblich suchen. Wer aber exotische Urwaldnächte förmlich spüren möchte, dem kann ich den »Port Resolution Club« nur wärmstens empfehlen. Zwei Stunden dauert in etwa in Fahrt im »Hotelbus« vom kleinen Flughafen zum »Port Resolution Club«.

Veranda vor der Hütte
Foto: W-J.Langbein
Ich kann mich an meine erste Nacht im Urwaldbungalow lebhaft erinnern ...
Ermüdet von anstrengenden Exkursionen dämmere ich vor mich hin. Sanft schlafe ich ein ... Doch etwas weckt mich: Ein dumpfes Rumpeln und Pumpeln, begleitet von beunruhigenden Vibrationen, die meine hölzerne Bettstatt sanft schütteln. Völlig zutreffend heißt es im Faltblatt: »Das Rumoren und Glühen des Yasur-Vulkans macht die Bungalows wahrlich spektakulär.« Ein »rotes Glühen« hat schon anno 1774 James Cook nach Tanna gelockt. Cook hatte es auf See nächtens zufällig »in den Wolken« beobachtet, war diesem geheimnisvollen Zeichen gefolgt und schließlich in einer Bucht östlich des Vulkans an Land gegangen. Cook wollte den Vulkanberg besteigen, wurde aber von den Einheimischen daran gehindert. Sie glaubten nämlich, dass dort die Seelen der Verstorbenen hausen.

361 Meter ist er hoch, der Yasur Vulkan. Seit mindestens 800 Jahren ist er aktiv, rumort und rumpelt vor sich hin. Statistisch gesehen gibt es alle drei Minuten eine Eruption. Dann spuckt der Yasur glühende Lavaklumpen in die Höhe ... aus einem seiner drei Schlote im Hauptkrater. Der misst in unseren Tagen dreihundert Meter im Durchmesser und einhundert Meter in der Tiefe. Weil der Vulkan in wirklich sehr kurzen Abständen – und das regelmäßig – spuckt ... gewöhnt man sich sehr schnell an das Rumoren ... Tag und Nacht.

Aufstieg zum Vulkan
Foto: W-J.Langbein
Vielversprechend heißt es im Faltblatt unseres »Clubs«: »Die Spitze des Kraters kann leicht zu Fuß (zehn Minuten Weg) erreicht werden und das atemberaubende Erlebnis von Lava, die hunderte Meter hoch in die Luft geschleudert wird, glühend in der hereinbrechenden Nacht, das Rumoren und die Explosionen, die Vibrationen des Bodens ... werden unvergesslich bleiben.«

Wir nahmen auf Tanna nicht nur an der Jahresfeier des John-Frum-Kults bei, wir besuchten auch den Yasur-Vulkan. Das heißt, wir fuhren von unserem »Port Resolution Club« mit einem kleinen Bus so nah wie möglich an den Vulkankegel heran. Die letzten 300 Meter legten wir zu Fuß zurück. Der Anstieg erwies sich als anstrengender als gedacht. Die sommerlichen Temperaturen, gepaart mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, machten den kleinen Gang schnell zu einem Marsch in einer Sauna.

Wir folgten einem schmalen Trampelpfad, vorbei an erstarrten Lavaklumpen unterschiedlicher Größe. 2010 entwickelte der Vulkan so heftige Reaktivitäten, dass es zu gefährlich war, sich dem Krater zu nähern. Das Besteigen des feuerspeienden Berges wurde 2010 vorübergehend verboten.

Wir erstiegen den Vulkankegel ... und spürten bald die Wärme des unterirdischen Feuers an den Füßen. Wir setzten uns am Rand des Kraters nieder und warteten den Abend ab. Ein herrlicher Blick aufs nahe Meer wurde uns gegönnt ... doch unsere Aufmerksamkeit war mehr auf den Vulkan gerichtet.

Blick aufs Meer vom Vulkan
Foto: W-J.Langbein
Als gut vorbereiteter Reiseleiter weiß ich, was wir hier vor Ort erwarten können ... »Das laute Rumpeln und Pumpeln, das wir Tag und Nacht hören, wird nicht unbedingt von Lava-Eruptionen verursacht. Man spricht von strombolianischen Eruptionen. Es sammeln sich im Inneren des Vulkans Gasblasen, die dann in regelmäßigen Abständen explodieren. Dabei wird meist nur wenig Lava gefördert. Die meisten Lavafragmente, die in die Luft geschleudert werden, sind oft nur tennisballgroß.« Trotzdem möchte wohl niemand von einem solchen »kleinen« Batzen, der emporkatapultiert wird und aus mehreren hundert Metern Höhe zurückfällt, getroffen werden.

»Wir müssen die Dunkelheit abwarten!« betont unser örtlicher Guide. »Bei Tag sieht man zu wenig ... Wir müssen natürlich Glück haben ... Emporgeworfene Brocken sieht man meist wegen des begleitenden Qualms nicht. Und wenn so ein Klumpen an der falschen Stelle niederschlägt, kann man kaum ausweichen.« Es würden aber nur höchst selten Besucher getroffen, versichert er uns. »Wie beruhigend!« meint sarkastisch ein Mitreisender.

Asche-Lava-Regen
Foto: Ingeborg Diekmann
Zunächst werden die aufsteigenden Staubwolken vom Sonnenlicht des Abends rötlich angestrahlt, dann verwandeln sie sich in eher düstere schwarze Wolken ... und bei Dunkelheit erkennt man schließlich die rotglühende Lava, die in den Himmel schießt und – abkühlend – wieder herabfällt. In der Regel folgt auf eine besonders heftige Gasexplosion fast feuerwerksartig ein wahrer Sprühregen glühender Punkte, die wie Sternschnuppen in den Himmel sausen.

Manche Batzen schlagen unangenehm nah von uns ein. Hautnah erlebten wir, spürten wir Vulkanismus live ... in relativ schwacher Form. Wir können uns aber etwas besser ein Bild machen, wie verheerend der Ausbruch eines Supervulkans sein muss! Wenn der Vulkan im Paradies brüllt, dann kann dies Unheil ankündigen wie die Trompeten der Apokalypse. Ist es ein Zufall, dass der Weltuntergang der Bibel deutlich an vulkanische Kataklysmen erinnert?

Als ich zu später Stunde bei völliger Dunkelheit mit meinen Reisebegleitern vom Yasur-Vulkan zurück ins Südseeparadies stolpere ... muss ich an den »Feuerring des Pazifiks« denken! Was man leicht verdrängt: Vulkanismus ist im Pazifik nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Pazifik ist alles andere als ein »friedlicher« oder »stiller Ozean«. Ganz im Gegenteil, der Name täuscht! Die seismische Zone um jenes Meer herum, das wir uns als Idyll vorstellen, wird als »Feuerring« bezeichnet.

Ein großer Teil der vulkanischen Aktivitäten unseres Planeten spielt sich auf dem Meeresboden im Pazifik ab. Der Geologe H.W. Mennard schätzte vor einem halben Jahrhundert, dass es am Boden des Pazifiks rund 10.000 bereits erloschene oder noch aktive Vulkane gibt. Die Osterinsel ist also ein Kind des vulkanischen Pazifiks. Aus erdgeschichtlicher Sicht brodelt es nicht gelegentlich, sondern ständig im Pazifik. Vulkane entstehen, schieben sich aus dem Erdinneren durchs Wasser. Vulkankegel wachsen empor. Viele erreichen nicht die Wasseroberfläche. Andere schießen über die Wellen hinaus, verschmelzen miteinander. Entstand so vor vielen Jahrtausenden das Atlantis der Südsee, als ein vulkanischer Kontinent in den Weiten des Meeres? Und verschwand dieser Kontinent wieder ... als Folge weiterer Katastrophen auf dem Meeresgrund?

Nach altem Glauben versammeln sich hier
die Totengeister -  Foto: W-J.Langbein
Unter dem Pazifik ticken gewaltige Zeitbomben. Jederzeit kann ein Supervulkan auf dem Meeresboden ausbrechen. Eine Kettenreaktion kann angestoßen werden, die weitere schlummernde Vulkane förmlich explodieren lässt. Schlimmste Seebeben können die Folge sein... Tsunamis, die weite Teile Süd- und Zentralamerikas, ja Nordamerikas verwüsten können, drohen. Eine Apokalypse, die unseren Globus – und damit die Menschheit – in einen Abgrund reißt, ist möglich ... Sie kann ihren Anfang im Pazifik nehmen!

Und wenn natürliche Kataklysmen – wie in Fukushima – zum Beispiel ein Atomkraftwerk verwüsten, dann ist eine Apokalypse möglich, die den biblischen Bericht vom Ende der Zeit bei weitem in den Schatten stellt! »2012« steht symbolisch für realistischen Horror, der jederzeit unseren Planeten zu einem höllischen Höllenpfuhl verwandeln kann.

Meine Prognose: Das Jahr 2012 wird verstreichen, der Weltuntergang wird ausbleiben. Rasch wird die ominöse Jahreszahl in Vergessenheit geraten. Neue Weltuntergangstermine werden publik gemacht werden. Vielleicht wird Nostradamus bemüht, vielleicht werden angebliche Prophezeiungen der Mayas aus dem Hut gezaubert ... Wir täten aber gut daran, die wahre Bedeutung von »2012« zu erkennen, die wahre Botschaft der Mayas zu verstehen ...

Zu diesem brandaktuellen Thema habe ich mein 30. und wichtigstes Buch geschrieben: »2012 – Endzeit und Neuanfang/ Die Botschaft der Mayas« (1).

Fußnote und Literaturempfehlung
Langbein, Walter-Jörg:
»2012/ Endzeit und Neuanfang – Die Botschaft der Mayas«, München 2009


»Was flog da über Golgatha?«,
Teil 76 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 03.07.2011


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