Dienstag, 12. Mai 2026

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders

… er brauchte schon einen Anwalt … darum hatte er auch einen …

»… Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass auch für mich wichtig wird, wenn es um Geld geht. Das ist doch zu verstehen, oder? Es geht im Prinzip in dem Fall um einen Strafbefehl, direkt von der entsprechenden Staatsanwaltschaft gestellt, wegen gefährlicher Körperverletzung und natürlich um die Kosten des Verfahrens.

Und dann kommt die Frage: was macht denn der Anwalt der beiden Kinderschänder? Frage auf Fragen und zum Beispiel auch, wenn sowas auch schriftlich erstellt wird: »Heute froh – morgen Tod!« Das habe ich sogar erhalten, etwas was mir Wanda, die Frau von Emil dem Kinderschänder, geschrieben hat. Bei dem, was im Vorfeld schon von den Beiden getan worden ist, kann das schon als heftige Drohung zu sehen sein.

Was der Anwalt der Beiden natürlich anders gesehen hat, als Jurist sieht das natürlich nur im Erbrecht oder bei der Vorsorge relevant. So meinte er das auch schriftlich. Vermutlich hätte das die Polizei und Staatsanwälte oder sonst wen auch so gesehen. Dass ich auch mal versucht habe darauf hinzuweisen, dass es eigentlich sogar verboten sei, unter Suff ein PKW, Taxi oder auch für weitere Fahrzeuge zu fahren. Nun wurde Emil nicht nur von mir gesehen, wie er seine Bierkästen Anfang der Woche und dann noch Ende der Woche mit jeweils zwei Kisten Bier versorgte. Der Anwalt meinte schriftlich, dass die Polizei viel zu tun hat und dass für mich insofern keinerlei Veranlassungen bestehen würde, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte seine Mandantschaft, er meinte Emil, unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen würde. Da sollte auch weggesehen werden. Den Hinweis, null Promille = null Probleme, in Bezug auf Emils Alkoholprobleme, wurde mir untersagt.

So kann Macht beschrieben werden. So sammelt man halt Erfahrungen.

Nicht nur ich sammelte Eindrücke. Es war Michael mein Nachbar, der die Wohnung über meiner bewohnte. War und ist noch ein netter Mensch, dazu auch noch ein überzeugter Pazifist, so wie mir auch die Gewaltfreiheit sehr wichtig war und ist.

Er musste mich unbedingt an einem Tag damals wieder anrufen. Er schilderte mir, was ihm geschehen war. Er kam von seiner Arbeit zurück, hat seinen Wagen eingeparkt und ist ausgestiegen. Nahe der Straße stand eine Biotonne, die Müllabfuhr hatte die Tonne bereits geleert. So holte Michael die Tonne und zog sie Richtung Innenhof, so wie sie auch hingehört. Irgendwie eine völlig normale Sache. Er öffnete das Tor, als dieser Nachbar Emil plötzlich auf Michael losging. Er hatte sich wohl zwischen seinem PKW und dem Zaun versteckt. Michael hat ihn vorher nicht gesehen, als er in die Einfahrt fuhr. Diese Art der Gewalt des Kinderschänders war Michael bereits bekannt. Aber diesmal hat er es wirklich übertrieben. Immerhin ist Michael ein 2m großer Typ, auch bedingt durch seine körperlich fordernde Tätigkeit, durchaus als Hüne zu bezeichnen.

Und Emil versuchte Michael tätlich anzugreifen, hoffte, dass er dazu Chancen besaß, da Michael körperlich von einer Mülltonne behindert wurde. Der schützte sich allerdings von den Angriffen mit der Tonne.

Michael hat es wirklich nicht nötig, eine solche Story zu erfinden. Bei der Gelegenheit erzählte er auch, dass Emil ihn im Treppenhaus mit Schnapsfläschchen beworfen hat. Verstehen konnte Michael ein solches Tun nicht. Mir kamen aber schon dazu Gedanken. Immerhin war Michael in einem Arbeitsverhältnis, Geld wurde jeden Monat von dem Arbeitgeber an ihn überwiesen. Normalerweise müsste Michael das Recht haben, sich wehren zu können. Dann könnte Emil den Michael wegen Körperverletzung verklagen, aus seiner Erklärung käme von Michael die Gewalt. Ein quasi Zwerg greift doch keinen Riesen an. Und Emil hat den Anwalt, der das für ihn machen könnte und das tatsächlich auch tat.

Natürlich ist da auch die Frau des Kinderschänders, die selbstverständlich für ihren Ehemann aussagen kann und auch tat.  Der Anwalt würde dann Schmerzensgeld von Michael verlangen, was bei mir auch versucht wurde. 

An dem Tag hatte sich wohl ein Vogel kurz vor die Videoüberwachung im Innenhof breitgemacht, löste dadurch die Kamera aus. So konnte ich mir später die ganze Aktion in einem Videoclip betrachten. Zu sehen ist ein Hüne, der sich mit einer Mülltonne vor einem Pädophilen schützen muss.

Als ich Michael sagte, dass er bei der Polizei in der ganzen Sache eine Anzeige machen sollte, meinte er, dass »da eh nichts herauskommt«. Mit der Meinung stand er nicht alleine da, bei mir dauerte das länger.

Bei Mio würde das auch versucht, es kam auch bei ihm tatsächlich zu einer Verurteilung. Finanziell dürfte dabei aber bei dem pädophilen Ehepaar nichts herausgekommen sein. 

Ihre besonderen Erfahrungen haben diese »Kriminelle« bereits als Unfallbetrüger, gesammelt. 

Natürlich habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob Emil und seine Frau Wanda das alles alleine geschafft haben. Vermutlich dürften sich der Mörder mit seiner Geliebten als Helfer/in zusammen mit dem Anwalt eingeschaltet haben. Dieser Mörder hatte zu seinen Kindern scheinbar überhaupt keine Gefühle, deutlich machte er schon bei der Mitteilung, wie sein Sohn missbraucht worden ist »… Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige gebracht ...« Das der sich mit Emil gut verstand, dürfte klar sein.

So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun. Denn es war ja, nach meiner schweren Körperverletzung, diese besondere Begegnung die ich hatte. Vermutlich wurde dann auch ein Entschluss getroffen.

Ach, dieser Strafbefehl von der entsprechenden Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung, auch, dass der Sachverhalt wohl als klar galt, wurde gegen mich erstellt. Und natürlich auch um die Kosten des Verfahrens und natürlich gestellt von dem Anwalt der Pädophilen...«



»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

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