Sonntag, 21. Juni 2026

13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …

die ich auch irgendwie überleben konnte

Leseprobe: »… Es war ein Schlag, diese Ohrfeige, die ich überlebte. Die Gedanken darüber, dass versucht wurde, mich zu töten, was nicht gelungen ist. Erinnern konnte ich mich an kurze Momente, in denen ich klar erkannte, dass ich noch lebe. Das klingt auch merkwürdig, war aber für mich, in diesen Momenten, ganz wichtig. Denn es war auch da, diese Art von Wissen, dass es nicht geschafft worden ist, mich umzubringen. Doch, es war da ein Wort, eines, das ich hörte, eines, was mich begleitete, wenn ich kurz wach wurde: »Verrecke!«. Eine von den vielen Drohungen, die ich eh nicht beweisen konnte. So einfach ist es für Pädophilen, deren Frauen und auch Mördern mit Anhang.

Kurze Momente bekam ich nach der Tat, begann, als ich von Sanitäter in den Rettungswagen gebracht worden bin. Elisabeth, die mich erst am Tag danach gefunden hat, stand zusammen mit Micha dann nahe mir auf dem Weg. Da erinnere ich mich an das Entsetzen der Blicke der Beiden. Mein Gefühl in dem Moment war, Elisabeth wird sich kümmern. Auf die konnte ich mich auch verlassen.

Scheinbar bin ich irgendwann wieder für Momente mit Bewusstsein erwacht. Es klang irgendwie, dabei für mich viel zu laut, nach einer Art Musik, irgendwie nach Klänge und dazu lautes Geschrei, das nicht mir galt. Wenn ich das überdenke, so muss ich tatsächlich auf einer Intensivstation gelegen haben. Das furchtbare Dröhnen kam aus meinem angeschlagenen Ohr. Natürlich auch in Verbindung mit meinem Tinnitus. Es war auch wirklich nur ein kurzer Moment bis wieder für mich die Dunkelheit, und damit absolute Ruhe, eintrat.

Es war ein anderer Raum, in dem ich später kurz wach wurde. Das Bett muss nahe zum Fenster gestanden haben. So konnte ich nach draußen schauen. Es war der blaue Himmel mit nur einige Wolken zu sehen. Die Sonne schien, das Fenster lag vermutlich in der Nordseite des Krankenhauses, in dem ich mich sicher befand. Meinen Blick führte ich zur anderen Seite, es waren weitere Betten, in denen schlafende Menschen lagen. Die Zimmertür war auf, auch gab es viele Fenster, durch die gesehen werden konnte.

Es war ein Mann, vermutlich ein Pfleger, vielleicht auch ein junger Arzt, der in dem Moment für mich zu sehen war. Irgendwie schrie ich nach ihm, ich versuchte mich aufzuheben. Es gelang mir, mitsamt den Kabeln der Medizingeräte, mit denen wohl auch mein Arm vernetzt war, mich zum Ende des Bettes zu bewegen. Dort hielt ich mich fest an der Griffstange, die sich dort befindet. Meine Beine waren gebeugt, mein Anblick schien dem jungen Mann der mich so vorfand, zum Lachen zu bringen. So habe ich versucht, ihm etwas mitzuteilen. Der Satz war für mich klar. So wollte ich ihm sagen, dass ich angegriffen worden bin. Dass mich ein Schlag an einem Ohr getroffen hat. Das Ohr wäre doch ganz dick geschwollen und geblutet hat es auch etwas.

Er lächelte mich weiter an, so, wie ein Mensch ein kleines Kind anlächelt, wenn es brabbelt und damit Menschen zum Lächeln bringt. Für mein Gefühl wurde das Erkennen richtig hart, denn ich merkte, dass ich keine Worte mehr herausbringen konnte. Es war nicht so, dass ich Worte nicht finde, mir ist das richtige Sprechen irgendwie zerschlagen worden. Immerhin lebte ich noch. Aber wieder überkam mich die Resignation. So gab ich auf und verlor mich in der Finsternis.

Irgendwann erwachte ich in einem Raum, in dem ich alleine lag. Der Blick aus dem Fenster ließ mich erkennen, dass so etwas wie Schnee und damit Kälte auf mich wirkte. Dort fühlte ich mich so alleine gelassen. Weiter später, war ich woanders abgelegt worden. Die Menschen, die neben mir lagen, lebten und waren wach. Mir ist dort etwas Peinliches passiert. Vor mir stand ein Glas, scheinbar mit Wasser gefüllt. Das habe ich wohl umgeschubst. Das machte mich wach, es war mir unangenehm, das wollte ich auch sagen, aber wieder mit dieser vermutlichen frühkindlichen Sprache. Diese Lallphase fing an, mich richtig zu Nerven.

Es war eine schwere Verletzung, an der Seite meines Kopfes, dort, in der mir vor vielen Jahren mit Gentamicin der innere Gehörgang platt gelegt worden wurde. Darum bekam ich auch keine Morbus Menière Anfälle mehr. Das schien mir in dem Fall das Leben gerettet zu haben. Diese Hälfte des Gehirnes befand sich durch den Schlag in einer Hirnblutung. Mir drohte eine schwere Schädigung des Hirngewebes. Darum brauchte ich dieses extrem viele Schlafen, das musste sein, damit von mir repariert werden konnte, was Täter verursacht haben. Was wund war, musste heilen. Das braucht Zeit.

Irgendwann wurde ich in einem Krankenwagen zu dem Hospital meines Ortes gebracht. Dort sollte ich wohl in eine Art Warteaufenthalt gestellt werden. Es war auch schwierig, über mein weiteres Leben entscheiden zu müssen, immerhin konnte ich nicht deutlich sprechen, auch nicht richtig schreiben und ich saß in einem Rollstuhl. Gedacht wurde vorher schon von dem Täterkreis, alternativ bei meinem Überleben, dass ich dafür in einem Pflegeheim enden müsste. So wurde erzählt. Diesen Gefallen wollte ich den Tätern aber nicht machen. Jetzt hatte in dieser Zeit außerdem Corona viele im Griff. Es hat sich irgendwie auch angeboten, mich in eine Art Reha abzulegen. Wobei, zu der Zeit war ich aus dem Rollstuhl raus und auch diese Lallphase schien ich ebenfalls überbessern zu wollen. Wobei mir die HNO-Ärztin, sozusagen als Fachfrau, viel später erklärte, dass bei mir einfach nur das falsche Ohr erwischt wurde. Den Schlag auf das andere Ohr hätte ich nicht überlebt.

Warum ich Dir diesen Teil auch so ausführlich erzählen wollte. Nun, es geht um diesen Anwalt. So sehe ich auch darin natürlich ein persönliches Dilemma. Denn zum einen konnte ich diesen Mordversuch nicht nachweisen. Insofern dürfte dieser Versuch sozusagen als ein fast perfekter Mord bezeichnet werden. Zum anderen hat es in Folge bereits weitere eher leichtere, und darum gescheiterte, Mordversuche an meiner Person gegeben. Warum es nicht funktionieren konnte, dürften diese Täter noch nicht herausbekommen haben. Das ist auch gut so. Dann haben wir das weitere missbrauchte Kind, dass ich später mit dem Kinderschänder gesehen habe.

Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich auch sein. Was mir von dem Anwalt vorab bereits als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen, schien denen nicht reichen zu können. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun.

Darum war es ganz wichtig für mich, um diesen Kinderschänder und seiner Frau einen großen Bogen zu machen. Angegriffen wurde bereits Micha von ihm.

Diese Anzeigen und auch dann dieses Gerichtsverfahren gegen mich muss ich ausführlich erklären. Was ich aber unbedingt jetzt schon schreibe ist das, was dieser Anwalt als Beweis gegen meine schwere Körperverletzung an dem Kinderschänder bei Gericht vorgelegt hat. Dieser Absatz, der von dem Anwalt des Kinderschänders, bestimmt auch von dessen Enkeltochter, formuliert wurde und als Strafbefehl gegen mich auf den Weg gebracht worden ist, muss ich Dir unbedingt mitteilen: 

Die Antragsgegnerin (also ich) musste sich aufgrund eines erlittenen Schlaganfalles vorrübergehend in Krankenhausbehandlung begeben. Aufgrund dieses Umstandes konnte diese die Antragssteller (der Kinderschänder) in diesem Zeitraum nicht erneut persönlich angreifen ...«

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Schade:













Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


»Der Mörder und der Kinderschänder«

Leseprobe: Die Anzeigen und die Folgen …

Leseprobe: Der Schläger und der Kinderschänder


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 14. Juni 2026

12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …

oder das Gefühl, nicht verstanden zu werden

»… Genau das ist mein Gefühl, dass ich nicht verstanden werde. Wobei festgestellt worden ist, und das von Fachleuten, dass ich nach wie vor voll traumatisiert bin! Was durchaus nachvollziehbar sein dürfte. Besonders dann, wenn sich Menschen mit Kriminellen anlegen. Was ich natürlich unbedingt machen musste. So sehe ich das jetzt. Meine Seele ist tief verletzt worden, mein Körper irgendwie auch. Dabei bin ich noch nicht einmal von den Tätern missbraucht worden. So hoffe ich. Was die Seelen der betroffenen Kinder wohl nicht sagen können. Dabei wollte ich doch nur, dass es endlich aufhört, der Missbrauch der Kinder. Was ich bis heute nicht geschafft habe und was eigentlich Verantwortliche nicht interessierte und nach wie vor nicht interessiert, so sehe ich das.

Wo sind meine offensichtlichen Fehler zu sehen? Das versuche ich Dir ganz simpel zu erklären, wenn mir das auch hoffentlich gelingt. Die Sache mit den Anwälten. Ganz einfach beschrieben, habe ich am Anfang mit einem Anwalt zu tun gehabt. Das war der des Mörders. Mit dem fange ich an. Auch der Kontakt zu diesem Anwalt hätte ich ganz einfach schon im Ansatz verhindern können und eigentlich auch müssen. 

Es war dieser Brief, den der Mörder an seine Geliebte geschrieben haben will und das unmittelbar nach seiner Tat. Er hat seine noch Ehefrau mit einem Jagdmesser abgeschlachtet. Danach beschrieb er mit einem Kugelschreiber vier Heftseiten, packte den sogenannten Brief in einen Umschlag, beschriftete den mit meiner Adresse, aber nur, weil er verhindern wollte, dass der Ehemann seiner Geliebten das Schreiben findet. Er fuhr zur Post und warf ihn in einen Briefkasten. Informiert hat mich die Bekannte, die Geliebte des Mörders war. Mails waren auch unterwegs, die Handys, auch das der Geliebten, sind von Polizeibeamten einkassiert worden. 

Mein erster Fehler. Ein ganz einfacher Anruf von mir bei der Polizei hätte gereicht. Gleich mit dem Hinweis, dass ein Brief bei mir ankommen soll und mit einem Mörder habe ich nichts zu schaffen! Zeitnah hätte ich die Geliebte aus meiner Sportgruppe rausschmeißen sollen. So einfach wäre es für mich geworden. Aber nein. Da musste ich warten, bis der Brief kommt, musste die Geliebte anrufen, die auch wollte, dass ich ihr vorlese, was in dem Brief steht. Das dürfte wohl auch mit Gefühlsduselei zu tun gehabt haben. Ihr Ehemann war in der Insolvenz, sie wollte sich von ihm trennen, was ich verstanden habe, quasi stand ihr finanziell der Untergang mit dem bevor. So dachte ich. Den Brief habe ich natürlich kopiert, der landete auf meinem Rechner. Erst dann habe ich die Polizei angerufen, den Brief wollte ich nicht behalten. 

Die Geliebte teilte mir dann irgendwann mit, dass sie mir eigentlich hätte sagen sollen, dass ich nie einen Brief erhalten habe. Das sollte ich der Polizei sagen, für den Fall, dass mich einer danach fragen würde. Sie habe das einfach vergessen. Aber der Brief dürfte ihm lebenslänglich einbringen, was für Mord zwingend vorgeschrieben ist. Sie lächelte dabei. Irgendwie bin ich schon wach geworden, wenn ich das jetzt betrachte. Denn natürlich wäre er wegen mir zu hoher Haft verurteilt worden, nicht etwa deshalb, weil er jemanden umgebracht hat. Genau das Denken von ihm wollte ich verhindern. Darum habe ich ein Schreiben für das Landgericht erstellt. Irgendwie benutzte ich auch die Fürbitte: »… habe bitte um Gnade für ihn gebeten …«. Das klingt schon nach einer Sentimentalität, aber aus meiner Sicht kann es sein, dass ein Mörder nicht unbedingt bei einer Tat bleiben will, da lag ich tatsächlich auch richtig! 

Zu dem Zeitpunkt pflegte ich guten Kontakt zu einem renommierten Sprachprofiler, dessen Arbeitsgebiet die kriminalistische Analyse von Schriftstücken, die er nicht etwa auf Fingerabdrücke untersucht, sondern auf verräterische Sprachspuren. 
Irgendwie hat das der Anwalt des Mörders erfahren und bat mich nachzufragen, ob der »Fachmann« das »… wissenschaftlich begründetes psychiatrisches Gutachten …«, das über seinen Mandanten erstellt worden ist, überliest. 

Was alles so auf meinem Rechner rumfliegt, Briefe von Mördern und Gutachten für Gerichte, dazu Texte von Anwälten. Besser für mich wäre gewesen, wenn ich dieses Papier auch gelesen hätte. Mit dem Anwalt habe ich danach nichts mehr zu tun gehabt.

Der Anwalt der danach kam, hat die Tochter aus erster Ehe des Mörders als Mandantin. Aus meiner Sicht habe ich endlich passenden Argumente erhalten. So habe ich die »noch Geliebte des Mörders« aus der meiner Sportgruppe schmeißen können. Parallel zu diesem Anwalt fühlte sich ein weiterer Anwalt zuständig, der wurde für den Kinderschänder und dessen Frau aktiv. Der schrieb mir böses, der andere Anwalt lachte darüber. Irgendwie habe ich gedacht, dass mir nichts passieren kann, zumindest am Anfang. Darum habe ich diese Erklärung erstellt, der Anwalt der Tochter des Mörders hat beim Landgericht eine Klage eingereicht, mich als Zeugin benannt und diese Erklärung auf den letzten Drücker zum Gericht geschickt. 

Der Termin sollte im Dezember stattfinden. Corona wirkte hart, ein bundesweiter harter Lockdown kam in Kraft. Der Gerichtstermin wurde auf Mitte April gelegt. Als Zeugin durfte ich nicht kneifen. Hatte ich auch nicht vor. Stress habe ich mit dem Kinderschänder, mit seiner Frau, deren Anwalt, der Geliebten, zusammen ihrem Ehemann, gehabt, sie hatten sich übrigens wieder vertragen und finanziell ist es denen, trotz Insolvenz, nicht schlecht gegangen. Der Mörder wohnte ums Eck von mir und natürlich war der auch sauer auf mich. Denn seine Tochter aus erster Ehe hat diesen Anwalt und der forderte viel Geld von ihm und auch von der Geliebten.  

Kannst Du mir folgen? 14 Tage vor dem Termin ist es dann passiert. Es hat bei mir geklingelt, es war klopfen an der Wohnungstür zu hören. Da dachte ich, es würde einer meiner Nachbarn von oben vor der Tür stehen. So öffnete ich meine Wohnungstür. Gegenüber stand die Frau des Kinderschänders, sie hatte eine Art Kamera auf mich gerichtet, sie lachte, von der Seite nahten sich mir Schatten. Dann folgte für mich die Bewusstlosigkeit. 

Irgendwann erwachte ich wieder und merkte, dass ich mit meinem Rücken die Wohnungstür absperrte. Dabei saß ich auf dem Boden. Meine Beine waren gestreckt und drückten gegen die Wand. Ich spürte Schläge und Tritte durch die Tür in meinem Rücken. Eine Hand führte ich über meinen Kopf, sie erreichte das Schloss, dann den Schlüssel, der noch steckte. So schaffte ich es, die Wohnungstür wieder abzuschließen. Mein Kopf war seitlich gehalten. Dann führte auch meine andere Hand von meinem Ohr weg und ich betrachtete auch die Innenhand. Dort waren Blutflecke zu sehen. Es war keine große Menge Blut, die aus meinem Ohr floss.  

Hören konnte ich die Frau des Kinderschänders, sie schrie und sie wird es auch gewesen sein, die gegen die Tür geschlagen und getreten hat. Verstanden konnte ich sie nicht. Hören konnte ich den Kinderschänder, wie er laut lachte und der auch irgendetwas schrie, was ich ebenfalls nicht verstand. Meine Nachbarn von oben waren wohl nicht zu Hause, so dachte ich noch. Der Tinnitus wurde laut und übertönte den Lärm aus dem Flur.  

Irgendwie erinnerte ich mich später noch, dass ich es in das Bad geschafft, dass ich mir dort einen Eimer nahm. Dort hineinbrechen musste, es dann auch in das Bett schaffte, wo ich weiter in den Eimer brach. Später, viel später fand ich auf der Bettdecke Blutflecken. Sie sahen aus wie Tropfen, die ebenfalls leicht, wohl aus dem Ohr, dorthin getropft waren. Die Tropfen hatten ihre Farbe nicht verloren, waren nicht braun oder schwach anzusehen. 

Der Mörder verschwand umgehend wieder, so wie er gekommen war und machte vorher den Eheleuten klar, dass diese Aktion ihr Geheimnis bleiben musste. Wobei er sagte, dass ein Schlaganfall für mich hervorragend zu der Aktion passen würde. Aus seiner Sicht, würde ich verrecken, was er beiden mitteilte, was nicht nur ihm gefiel. Damit hätte er Beiden einen großen Gefallen gemacht, meinten sie zu ihm.  

Eine liebe Bekannte fand mich erst am nächsten Tag, es mussten gut 24 Stunden vergangen sein. Es war auch Zufall, dass ich gefunden wurde. Was geschehen war, konnte ich nicht mehr erklären. So wurde ich in eine Klinik gebracht und dort gab man mir die Möglichkeit zu sterben, oder zu überleben. Wobei es kurze wache Momente für mich gab. Es war mir klar, dass das Ohr getroffen worden war. Es war ein unsagbar lauter Tinnitus, den ich dann auch ertragen musste.  Auch ein Ohr, dass mir als einziger Bereich des Körpers krank erschien, das sogar schmerzte. Diese Hälfte des Gehirnes war mit Blut gefüllt. Nur das eine Ohr und nur diese Seite der Hirnblutung, nicht an der anderen Seite. Nur kurze Momente, in denen ich wach wurde, aber dann mit dem Gefühl, es überleben zu werden. In der Zeit wusste ich ebenfalls, dass ich nur einen Schlag erhalten, der dafür ein gezielter Schlag war.  

Es war eine schwere Zeit, die ich überleben musste. Es waren die ersten Wochen, die ich mit dem Schädel-Hirn-Trauma zwischen Leben und Tod in Kliniken verbrachte. Was die Anwälte damit zu tun haben? Das sollte ich Dir auch berichten …«

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Schade:













Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder

 7. Leseprobe:  Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt

8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche

9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders


»Der Mörder und der Kinderschänder«

Leseprobe: Die Anzeigen und die Folgen …

Leseprobe: Der Schläger und der Kinderschänder


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
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Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 7. Juni 2026

11. Leseprobe: Der Kinderschänder, sein Anwalt und der Pförtner …

und Bilder, über die der Pförtner wacht, schleichen durch die Kellertür

»… Es sind diese Worte »artig« und »anständig«. Sie wurden benutzt wie Geschosse und trafen mich, ließen mich artig, anständig, pflegeleicht sein und waren verantwortlich für die größten Fehler meines Lebens. Jetzt brauche ich keine Geschichten erfinden, ich schreibe so, wie ich die Begebenheiten erlebt habe. Natürlich bekomme ich »von manchen« etwas »anderes« zu hören, oder auch sogar geschrieben, aber das ist immer deren Sicht der Dinge. Es kann halt nicht wertfrei sein.

Das macht mich auch nachdenklich. Kann alles eine Mischung aus Dichtung, Wahrheit, sogar Lüge sein?

Eine Dichtung könnte frei erfunden sein. Nun habe ich erlebt, was ich aufschreibe, es hat alles einen Hintergrund.

Wahrheit ist ein relativer Begriff, auch abhängig vom Standpunkt des Betrachters. Darum kann ich, nur so wie Du auch, den eigenen Standpunkt darstellen.

Lüge ist es bestimmt nicht. Das Leben schreibt die tragischsten Geschichten.

Außerdem habe ich kein Interesse an schöngefärbten Geschreibe, oder färbe ich doch schön?

Frag den Kinderschänder oder seine Ehefrau. Beide würden dir sagen, dass sie Opfer einer Intrige seien. Frag die Geliebte des Mörders und auch ihren Ehemann. Sie würden sagen, dass auch sie Opfer seien, was sie ja übrigens auch ständig mitteilen, wem auch immer. Frage wen Du willst, jeder schildert es dir anders, eben, jeder aus seiner Sicht. Dabei scheine ich irgendwie, wohl im Moment, die Betreffenden zum Schweigen gebracht zu haben. Außerdem lebt der Mörder nicht mehr – das war ich aber nicht! Was lege ich mich auch mit solchen Typen an!

Eigentlich gibt es in der Tat ein entsprechendes Strafgesetzbuch (StGB), auch sogar § 176 Sexueller Missbrauch von Kindern!

Es soll tatsächlich so sein, dass in Deutschland 50 Kinder am Tag missbraucht werden, alle 30 Minuten ein Kind. Da die Quelle dafür sowohl BKA, als auch FAZ sind, können wir das durchaus glauben. Kein Täter darf davon kommen!

BKA war sogar ganz engagiert, Zitat: »Im Phänomenbereich des sexuellen Missbrauchs hat das BKA eine so genannte Zentralstellenfunktion ...« Wobei es da: PMK – rechts / links / ausländische Ideologie / PMK – religiöse Ideologie / Islamismus und dann noch sonstige Zuordnung gibt. Vermutlich Kindermissbrauch ist »bei sonstigen« zu finden.

Irgendwie ist ganz simpel ein Phänomen auch einfach schlicht die Erscheinung, kann auch ein Wunder oder Rätsel sein. Irgendwann, jetzt nach dem ganzen Desaster, erinnerte ich mich. Irgendwie schien, dass der Pförtner nicht mehr Acht gab auf die Bilder, die er sonst bewachte und die sich auch irgendwann und irgendwie durch die Kellertür schlichen:

»… du träumst, träume nicht! …«

Die Stimme meiner Mutter, klar und deutlich, dabei, manchmal, der obligatorische Schlag in den Nacken der mich traf, der mich aus meinen Tagträumen riss. Wenn ich es mir recht überlege, was hatte ich damals schon außer meinen Tagträumen, die mich in eine andere, eine heile andere Welt entrücken ließen. In der alles wohlgeordnet war, in der ich meinen Platz hatte, fest und besonders. Schon damals habe ich sie mir nicht nehmen lassen und habe immer wieder geträumt und wurde immer wieder aus ihnen gerissen.

Dann könnte das Erleben mit den Tätern einfach nur Teil meiner Tagträume gewesen sein? Das würde bedeuten, ich hätte nur »Schlechtes« geträumt? Als hätte ich den Hass gegen mich nicht schon erlebt. Damals - wir waren jung und das Geld passte auch und irgendwie war es anders im Iran. Da führte noch der Schah die Regie. Was so genau dort gebaut wurde … ob das damals überhaupt jemanden interessierte, bestimmt heute auch niemanden. Es gab dort auch kein Konto im Iran, dafür aber hier und das füllte sich uns gut und noch besser.

Dummerweise wurde ich als Iranerin gehalten. Ich war eben nicht blond und blauäugig. Männer konnten fast alles machen was sie wollten. Eine Frau nicht. So konnte ich sehen, erkennen in den Blicken, weniger von anderen Frauen, ausnahmslos von Männern, ihren Hass. Sogar hatte es auch Versuche gegeben, mich anzugreifen - da habe ich Glück gehabt.

Andere Frauen hatten das nicht. Die wurden mit Säure beworfen und auch mit Steinen. Damit wurde auch bei mir versucht, aber ich wurde nicht getroffen - da hatte ich wieder Glück. Ich konnte flüchten, zurück in meine Heimat, die meisten Iranerinnen konnten das nicht. Konnten nicht flüchten. Die mussten in ihrer Heimat bleiben. In den vergangenen Jahrzehnten ist es dort weder schön noch besser geworden.

Diesen Hass, den ich erlebte, habe ich nicht vergessen. Der ist mir auch hier begegnet. Den konnte ich erkennen und er machte mich vorsichtig, was man mir so gar nicht ansah. In all meinen vergangenen Jahren, sogar bis jetzt, hat danach keiner gesagt, dass ich da etwas gut gemacht, weil ich etwas Weiteres verhindert habe. Auch nicht bei diesem Lehrer, damals. Der seine Finger nicht von den Kindern lassen konnte. Es waren viele froh, dass es endlich vorbei war. Andere nutzten das. Ganz einfach ging das sogar. Sie schrieben einfach, dass sie traurig waren, dass er gehen musste und es wurde einfach unterschrieben. Weil er wiederrum schrieb, welches der Kinder noch zum Gymnasium gehen durfte. So einfach war das.

Was war denn mit dem Blick? Die einen konnten mich nicht ansehen, die anderen sahen mich voller Hass an. Weil ich gehasst wurde. Es gibt dann Sinn, einfach zu gehen. Der Hass ist mir danach tatsächlich wieder begegnet. Zuerst habe ich das nicht verstanden - Hass mit Verachtung, das geht auch. Es kam und auch kommt bei mir an, es schmerzt verachtet zu werden.

Ich habe ihn gesehen. Es war ein Knabe, es war ein Kind, es war keines von ihm, dem Mann, aber er liebte dieses Kind und er stand mit diesem Kind in einer Ecke, wo er, und geschützt von den Blicken anderer, diesen Jungen eng an sich gezogen hatte, ihn fest hielt mit einem Arm und der anderen Hand über den Kopf des Jungen streichelte und zu ihm klar verständlich sprach, dass sie Geheimnissen haben werden, dass er niemals anderen von ihren Geheimnissen erzählen darf und er einen Anfang einer großen Beziehung beginnen wollte. Und das sollte auch geschehen, noch viel mehr versuchte er.

Natürlich, aus meiner Sicht, habe ich ihm die Tour vermasselt, weil ich der Polizei das berichtete, meinte, dass etwas dagegen zu tun ist. Dachte ich. Dabei gehörte das bis heute zu einem größten Fehler meines Lebens.

Denn dafür bestrafte mich dieser Mann zusammen mit seiner Frau. Die mich dafür hassten, die das als Verrat von mir sahen. Auch sie unternahm vieles gegen mich, was ich irgendwie erst nicht verstand, später schon etwas, was ich aber eigentlich auch nicht verstehen muss. 

Wobei ich mich oft frage, ob es vielleicht wirklich besser ist, wegzuschauen.

Es war nicht nur der Hass, der mir begegnete. Es waren nicht wie im Iran die Steine die flogen. Es war der Versuch, mich direkt anzugreifen. Eigentlich steht es mir zu, mich bei Angriffen zu wehren. Das ist vorher schon geschehen. Bereits im Jahr davor und das habe ich nur knapp überlebt. Dabei bin ich angegriffen worden. Konnte nicht mehr sprechen, konnte nicht schreiben, saß im Rollstuhl aber habe es überlebt.

War es viel Geld um das es ging, oder um den Versuch, ein Kind zu missbrauchen, das, was ich versucht habe zu verhindern. Dafür sollte mir der Prozess gemacht werden, so bemühte sich auch der Anwalt, selbst auch die Enkelin des Kinderschänders und seiner Ehefrau. In der Zeit habe ich verzweifelt um Hilfe gebeten, weil ich die auch brauchte. Wenn so etwas geschieht, was eigentlich nicht getan werden darf, was geschieht mit den Opfern, wenn schon das mit mir möglich war.

Was war das mit dem Prozess, der mir drohte, der auch tatsächlich stattfand. Es wurde Zivilcourage bestraft.

Wobei, ich sage dir was, froh bin ich, dass es keine Scheiterhaufen mehr gibt. Da hätte ich glatt als Hexe geendet. So wurde nur versucht, was tatsächlich zum Teil gelungen war, mir großen Schaden zuzufügen.

Dabei half dem Pädophilen auch ein Anwalt, um noch mehr Macht zu erlangen. Das ging, denn er wusste, wie er mich verklagen konnte. Die Macher haben Ahnung. Dabei habe ich den Kinderschänder doch nur erwischt. Was soll ein missbrauchtes Kind machen? Es sind »Geheimnisse«, die für die Kinder gelten, wehe, sie wollen darüber sprechen, was sie als Missbrauch ertragen mussten und noch weiterhin müssen. Dann können auch seine Schläge nachhelfen, das sorgt für das Schweigen der Opfer. So legt der Kinderschänder das Tuch über seine Taten und traumatisiert damit die Kinder. Mir scheinen auch damit die Tagträume verloren gegangen zu sein.

Kein Täter darf davonkommen! Auf diese Art und Weise sicher nicht! …«


Weitere Info: LYRIK Sylvia B


Schade:














»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Montag, 25. Mai 2026

Lyrik: Arme Kinder

es ist ein neues papier das anklagt
das sagt
dass viele
zu viele kinder
arm sind
in dieser republik
in der wohlstandsbäuche die köpfe stellen
 
wie ist das
wenn man arm ist
und kind
 
und bilder
über die der pförtner wacht
schleichen durch die kellertür
 
und ich sehe meinen vater
weinend am tisch
 
und ich sehe
den topf mit haferschleim am vortag
und am nächsten tag
und ich schicke die bilder in den keller
und ich mahne den pförtner
und ich spüre
den kloß in meinem hals
 
und ihr wohlstandsbäuche
könnt schönreden
 
euren pförtner braucht ihr nicht zu mahnen
deshalb könnt ihr auch nicht wissen
wie es ist
 
kind
und arm zu sein
 
arme kinder
armes reiches land

Lyrik Sylvia B.
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Hinweis der Trailer zu: 











»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
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Dienstag, 12. Mai 2026

10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders

… er brauchte schon einen Anwalt … darum hatte er auch einen …

»… Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass auch für mich wichtig wird, wenn es um Geld geht. Das ist doch zu verstehen, oder? Es geht im Prinzip in dem Fall um einen Strafbefehl, direkt von der entsprechenden Staatsanwaltschaft gestellt, wegen gefährlicher Körperverletzung und natürlich um die Kosten des Verfahrens.

Und dann kommt die Frage: was macht denn der Anwalt der beiden Kinderschänder? Frage auf Fragen und zum Beispiel auch, wenn sowas auch schriftlich erstellt wird: »Heute froh – morgen Tod!« Das habe ich sogar erhalten, etwas was mir Wanda, die Frau von Emil dem Kinderschänder, geschrieben hat. Bei dem, was im Vorfeld von den Beiden getan worden ist, kann das schon als heftige Drohung zu sehen sein.

Was der Anwalt der Beiden natürlich anders gesehen hat, als Jurist sieht das nur im Erbrecht oder bei der Vorsorge relevant. So meinte er das auch schriftlich. Vermutlich hätte das die Polizei und Staatsanwälte oder sonst wen auch so gesehen. Dass ich auch mal versucht habe darauf hinzuweisen, dass es eigentlich sogar verboten sei, unter Suff ein PKW, Taxi oder auch für weitere Fahrzeuge zu fahren. Nun wurde Emil nicht nur von mir gesehen, wie er seine Bierkästen Anfang der Woche und dann noch Ende der Woche mit jeweils zwei Kisten Bier versorgte. Der Anwalt meinte schriftlich, dass die Polizei viel zu tun hat und dass für mich insofern keinerlei Veranlassungen bestehen würde, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte seine Mandantschaft, er meinte Emil, unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen würde. Da sollte auch weggesehen werden. Den Hinweis, null Promille = null Probleme, in Bezug auf Emils Alkoholprobleme, wurde mir untersagt.

So kann Macht beschrieben werden. So sammelt man halt Erfahrungen.

Nicht nur ich sammelte Eindrücke. Es war Michael mein Nachbar, der die Wohnung über meiner bewohnte. War und ist noch ein netter Mensch, dazu auch noch ein überzeugter Pazifist, so wie mir auch die Gewaltfreiheit sehr wichtig war und ist.

Er musste mich unbedingt an einem Tag damals wieder anrufen. Er schilderte mir, was ihm geschehen war. Er kam von seiner Arbeit zurück, hat seinen Wagen eingeparkt und ist ausgestiegen. Nahe der Straße stand eine Biotonne, die Müllabfuhr hatte die Tonne bereits geleert. So holte Michael die Tonne und zog sie Richtung Innenhof, so wie sie auch hingehört. Irgendwie eine völlig normale Sache. Er öffnete das Tor, als dieser Nachbar Emil plötzlich auf Michael losging. Er hatte sich wohl zwischen seinem PKW und dem Zaun versteckt. Michael hat ihn vorher nicht gesehen, als er in die Einfahrt fuhr. Diese Art der Gewalt des Kinderschänders war Michael bereits bekannt. Aber diesmal hat er es wirklich übertrieben. Immerhin ist Michael ein 2m großer Typ, auch bedingt durch seine körperlich fordernde Tätigkeit, durchaus als Hüne zu bezeichnen.

Und Emil versuchte Michael tätlich anzugreifen, hoffte, dass er dazu Chancen besaß, da Michael körperlich von einer Mülltonne behindert wurde. Der schützte sich allerdings von den Angriffen mit der Tonne.

Michael hat es wirklich nicht nötig, eine solche Story zu erfinden. Bei der Gelegenheit erzählte er auch, dass Emil ihn im Treppenhaus mit Schnapsfläschchen beworfen hat. Verstehen konnte Michael ein solches Tun nicht. Mir kamen aber schon dazu Gedanken. Immerhin war Michael in einem Arbeitsverhältnis, Geld wurde jeden Monat von dem Arbeitgeber an ihn überwiesen. Normalerweise müsste Michael das Recht haben, sich wehren zu können. Dann könnte Emil den Michael wegen Körperverletzung verklagen, aus seiner Erklärung käme von Michael die Gewalt. Ein quasi Zwerg greift doch keinen Riesen an. Und Emil hat den Anwalt, der das für ihn machen könnte und das tatsächlich auch tat.

Natürlich ist da auch die Frau des Kinderschänders, die selbstverständlich für ihren Ehemann aussagen kann und auch tat.  Der Anwalt würde dann Schmerzensgeld von Michael verlangen, was bei mir auch versucht wurde. 

An dem Tag hatte sich wohl ein Vogel kurz vor die Videoüberwachung im Innenhof breitgemacht, löste dadurch die Kamera aus. So konnte ich mir später die ganze Aktion in einem Videoclip betrachten. Zu sehen ist ein Hüne, der sich mit einer Mülltonne vor einem Pädophilen schützen muss.

Als ich Michael sagte, dass er bei der Polizei in der ganzen Sache eine Anzeige machen sollte, meinte er, dass »da eh nichts herauskommt«. Mit der Meinung stand er nicht alleine da, bei mir dauerte das länger.

Bei Mio würde das auch versucht, es kam auch bei ihm tatsächlich zu einer Verurteilung. Finanziell dürfte dabei aber bei dem pädophilen Ehepaar nichts herausgekommen sein. 

Ihre besonderen Erfahrungen haben diese »Kriminelle« bereits als Unfallbetrüger, gesammelt. 

Natürlich habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob Emil und seine Frau Wanda das alles alleine geschafft haben. Vermutlich dürften sich der Mörder mit seiner Geliebten als Helfer/in zusammen mit dem Anwalt eingeschaltet haben. Dieser Mörder hatte zu seinen Kindern scheinbar überhaupt keine Gefühle, deutlich machte er schon bei der Mitteilung, wie sein Sohn missbraucht worden ist »… Es wäre ein junger Mann gewesen, dessen Eltern gehörte eine Firma. Mit denen habe er ein gutes Verhältnis gehabt. Sie nahmen das Ganze auf ihre leichte Schulter. Darum wurde diese Sache nicht zur Anzeige gebracht ...« Das der sich mit Emil gut verstand, dürfte klar sein.

So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun. Denn es war ja, nach meiner schweren Körperverletzung, diese besondere Begegnung die ich hatte. Vermutlich wurde dann auch ein Entschluss getroffen.

Ach, dieser Strafbefehl von der entsprechenden Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung, auch, dass der Sachverhalt wohl als klar galt, wurde gegen mich erstellt. Und natürlich auch um die Kosten des Verfahrens und natürlich gestellt von dem Anwalt der Pädophilen...«

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Trailer 













»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Mittwoch, 29. April 2026

Walter-Jörg Langbein zum Tod von Erich von Däniken

Zurück zu den Sternen

Bücher haben mein Leben bestimmt. Als Kind im Vorschulalter war ich fasziniert von den schwarzen Teichen auf weißem Grund, die meine Urgroßmutter zu Worten und Sätzen aufbaute, wenn sie mir vorlas. Ich konnte es nicht abwarten, selbst lesen zu können. Als ich endlich diese geheimnisvolle Kunst beherrschte, da entführte mich Karl May in seine Welten der Abenteuer.

Gern hätte ich wie Karl May in seinen wunderbaren Romanen die Welt erkundet, Abenteuer bestanden und in eigenen Worten zu Papier gebracht. Und schließlich wurde mir klar, ich wollte unbedingt Bücher schreiben, die von anderen Menschen gelesen werden konnten. Und dann begegneten mir Erich von Dänikens Weltbestseller!

1968 war ich in unserem Klassenzimmer für die »Bibliothek« zuständig, die in einem Schrank untergebracht war. Auf Wunsch vieler Mitschüler wurde »Erinnerungen an die Zukunft« angeschafft. Zum Wochenende wurde mir das Buch mit dem »Astronauten« auf dem Cover ausgehändigt. Ich war der erste, der das Werk ausgeliehen hat. Ich las es und wurde mit der Dänikenitis infiziert. Jetzt war mir klar: Ich wollte die Welt bereisen und die größten Geheimnisse unseres Planeten selbst in Augenschein nehmen, darüber schreiben. Aber bis dahin sollten noch viele Jahre vergehen! Durch »Erinnerungen an die Zukunft« wurde mein Lebensweg bestimmt. Ganz zu schweigen von Erich von Däniken, dem ich mein Leben lang folgte. Doch genug von mir geredet!

Erich von Däniken.
Foto
Walter-Jörg Langbein

Erich von Däniken ist tot. Er verstarb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Ich weine um einen Freund, um einen wirklichen Freund. Wir waren befreundet, wir sind befreundet und wir werden es immer bleiben. Wahre Freundschaft hat kein Verfallsdatum. Sie überdauert auch das, was wir Tod nennen.

Als mein Bruder Volker am 4.9.2024 starb, tröstete mich Erich mit wenigen Worten: »Der Tod ist nicht das Ende. Das ist gewiss: Es geht weiter.« In meiner letzten Mail schrieb ich an EvD: »Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann: Wir sehen uns wieder, irgendwann!«

Seine Schulkameraden nannten Erich »Papa«, weil er schon damals unglaublich fürsorglich und hilfsbereit war, weil man schon damals in EvD stets einen aufmerksamen Zuhörer fand, dem man seine Sorgen anvertrauen konnte. Und der geholfen hat, wo und wie er nur konnte.

Jahrzehnte später vertraute mir EvD sein Lebensmotto an: »Hilf, wo du kannst und tritt bescheiden auf.« So war er, mein Freund Erich. Und ich weine um ihn.
Erich von Däniken war nicht nur ein wirklich großer Schriftsteller und Forscher, er war auch menschlich ein Riese!

Anno1968 traten die »Astronautengötter« in mein Leben, bei der A.A.S. bin ich seit 1975 mit dabei! Als Gymnasiast, später als Student begleitete ich Erich von Däniken (oft zusammen mit seinem damaligen Mitarbeiter Willi Dünnenberger) auf Vortragstourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Highlights waren die Weltkonferenzen der A.A.S., zum Beispiel in Zürich 1975 referierten u.a. Jacques Bergier, Peter Krassa und Sergius Golowin. Im Jahr darauf ging es nach Crikvenica, Jugoslawien. Referenten wie Josef Blumrich (NASA), Prof. Dr. Harry Ruppe und Andrew Tomas, Australien, faszinierten.

Allen Zeitgenossen, die als Fundamentalisten von der Richtigkeit der eigenen Religion überzeugt sind, sei folgendes Gedankenspiel empfohlen: Außerirdische observieren unseren Planeten und erkunden die unterschiedlichen Religionen. Mit wissenschaftlicher Akribie vergleichen sie nun die unterschiedlichsten Konfessionen.

1968 erschien das Buch, das mein Leben bestimmen sollte: »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken. Anno 1968, ich war damals 14, verging kaum eine Schulstunde, in der nicht auf die »kühnen Thesen dieses Schweizers« eingegangen wurde. Ich jedenfalls war Feuer und Flamme. Ich musste selbst ein Buch schreiben und beschloss damals: Mein Buch würde eine Chronik unserer phantastischen Vergangenheit sein. So begann ich noch 1968, an meinem ersten Buch zu schreiben: »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«.

Ich fürchte, dass der erste Eindruck, den ich auf Erich von Däniken machte, nicht wirklich der beste war. So bombardierte ich ihn schon 1968 und in den folgenden Jahren mit »eingeschriebenen Expressbriefen, eigenhändig«, die wohl nicht immer zur Freude des nachtaktiven Bestsellerautors zu frühmorgendlicher Stunde von eifrigen Postzustellern angeliefert wurden.

Erich von Däniken aber erkannte meine jugendliche Begeisterung und antwortete stets geduldig. In den Jahrzehnten seit 1968 hat mir kein zweiter Schriftsteller so kompetent, kameradschaftlich und hilfreich zur Seite gestanden wie er. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken! Durch ihn lernte ich die fantastischen Geheimnisse unseres Planeten kennen: von Ägyptens Pyramiden bis zu den Tempeln Maltas, vom Nemrud-Berg der Türkei bis zu den Kulten der Südsee. Und mehr noch: Er war für mich – und ist es noch heute – der Vater, so wie ich ihn mir erhofft hatte.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch – »Astronautengötter«, den leider allzu früh verstorbene John Fisch.

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seit fast 50 Jahren zusammen bin. Und das immer noch glücklich, glücklicher denn je.
Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück EvD! Das alles und noch viel mehr verdanke ich Erich von Däniken! Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar.

Auch in der DDR sorgte Erich von Däniken für Furore, obwohl schon sein Erstling gar nicht so leicht zu bekommen war. Da schilderte doch dieser Däniken, wie er Material für seinen Weltbestseller gesammelt hat, auf Reisen von Ägypten bis Zentralamerika! Reisen um die Welt waren damals für den DDR-Bürger ohne Sonderprivilegien ebenso unrealistisch wie ein Wochenendtrip zum Mond. Als anno 1968 mit der Mondlandung der Amerikaner die Tür zum Kosmos einen kleinen Spalt geöffnet worden war, fragten sich viele Menschen weltweit, ob Däniken nicht vielleicht doch recht hatte. Sollte es einer Jahrtausende, ja vielleicht Jahrzehntausende älteren Zivilisation vielleicht schon in grauer Vorzeit möglich gewesen sein, interstellar zu reisen? Pioniere der Weltraumforschung wie Hermann Oberth und Eugen Sänger spekulierten schon lange von interstellaren Raumflügen.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (Fußnote 1): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Fußnote 2): »Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor mehr als einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«. Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (Fußnote 3):

»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigene Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen: »Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum« (Fußnote 4):
»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiterwachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Erich von Däniken machte die Theorie von Astronauten, die in grauer Vorzeit zur Erde kamen und als »Götter« verehrt wurden, weltweit populär. Seit über einem halben Jahrhundert publiziert er – zunächst in Zeitungen und Zeitschriften – seine faszinierenden Gedanken. Immer wieder tauchten »Skeptiker« auf, die immer wieder verkündeten, diesen Schweizer nun endgültig »widerlegt« zu haben. Erich von Däniken aber blieb, arbeitete und publizierte weiter. Die selbsternannten »Antidänikens« blieben ohne erkennbare Wirkung und sind längst wieder in der Versenkung verschwunden.

Werden sie eine bestimmte Religion zur richtigen erklären und alle anderen als »Irrglauben« abkanzeln? Wohl kaum. Vermutlich werden sie über alle irdischen Glaubensformen bestenfalls milde lächeln und keinerlei qualitativen Unterschied erkennen zwischen Glaubensrichtungen von der »altkatholischen Kirche« bis zum »Zaratthustrismus«, zwischen ägyptischen Religionen und Wuismus (China). Sollte Erich von Däniken recht haben, dann irren alle Glaubensfanatiker. Dann gab es einst in grauer Vorzeit Besucher aus dem All, die für »Götter« gehalten wurden. Sollte sich das bewahrheiten, verlieren alle Fundamentalisten die Basis ihres Glaubens. Und dann sollten die ewigen Religionsstreitereien ein und für allemal ein Ende finden.

Es ist ein Trauerspiel: Was man für DIE wahre Religion hält, hängt vom zufälligen Geburtsort ab. Und die religiöse Rechthaberei führt schon seit Jahrtausenden zu blutigsten Gemetzeln, wobei jede Rechthaberei damit begründet wird, dass man ja DEM richtigen Gott zum Sieg verhelfen müsse. Das muss ja ein schwächlicher Gott sein, der sich nicht selbst als höchste himmlische Autorität durchsetzen kann, sondern auf hasserfülltes Gegeneinander der Menschen angewiesen ist!

Wenn nun die »Götter« Astronauten waren, welche Konsequenzen hat dies auf religiöse Glaubenswelten? Erich von Däniken in seinem Schlusswort zu seinem dritten Bestseller »Aussaat und Kosmos« (Fußnote 5): »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas Großartigem in Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«

Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (Fußnote 6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Erich von Däniken ist tot. Er starb am 10. Januar 2026 im 91. Lebensjahr. Sein Lebenswerk aber bleibt bestehen. Er hat die ferne Vergangenheit studiert und entdeckt, dass wir durch das Studium der uralten Geheimnisse von »Terra Mysteriosa« einen Blick in die nahe und ferne Zukunft werfen können. Wir wurden einst von Wesen aus dem All besucht, die ihren Heimatplaneten verlassen haben, um in die Weiten des Universums vorzudringen. Genauso wird der Mensch, wenn er sich bis dahin nicht ausgelöscht haben wird, Planet Erde verlassen und den »Astronautengöttern« zu den Sternen folgen. Die Erde ist unsere »Kinderstube«. Niemand bleibt da sitzen, jeder bricht ins Unbekannte auf.

Das ist die kosmische Botschaft von Erich von Däniken! Das sind seine »Erinnerungen an die Zukunft«.

Erich von Däniken entführt uns zu den Sternen. Ich bin überzeugt: die ersten Raumfahrtpioniere werden »Erinnerungen an die Zukunft« und «Zurück zu den Sternen« an Bord haben.

Unterwegs auf Vortragstourne,
Erich von Däniken, Willi Dünnenberger und Walter-Jörg Langbein.
Foto Selbstauslöser

 Mit EvD
auf dem mysteriösen Nemrud-Berg,
Türkei. Foto Ilse Pollo


 Gute Stimmung... Foto Willi Dünnenberger

 Fußnoten

Fußnote 1: Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
Fußnote 2: Ebenda, Seite 124
Fußnote 3: Ebenda Seite 125
Fußnote 4: Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
Fußnote 5: Däniken, Erich von: Schlusswort zu »Aussaat und Kosmos«, 1972
Fußnote 6: Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221



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