»… Für mich war und ist Eigentum verpflichtet, so soll es auch sein! Besonders dann, wenn dieser Besitz auch von Menschen benutzt wird, die auch dafür an die Eigentümer Geld zahlen müssen. Das ist ja auch nicht ehrenamtlich, Eigentum zu haben. Es schien auch nicht möglich zu sein, zuständige Behörden um Hilfe zu bitten. Zuständig war niemand.
Auch als ich die Behörden bat, etwas gegen die Ratten zu unternehmen. Die haben sich auch vermehrt, brachten gut alle 8 Wochen Nachwuchs zur Welt. Es waren Parasiten, Läuse und Flöhe, die es gewesen sein sollen, die als Überträger des Pestbakteriums im Mittelalter tätig waren. Wobei zu der Pest auch Ratten halfen. Was gegen die zu unternehmen, ist Sache der Besitzer des Grunds und Bodens. Natürlich habe ich auf die Ratten aufmerksam gemacht, das auch noch schriftlich. Mir wurde verboten, die Eigentümer mit solchen Zetteln zu belästigen. Außerdem fand sich natürlich dazu keine Behörde, die zuständig wäre. So einfach ist das. So bekam ich auch Ekel und Befürchtungen, den kleinen Garten zu betreten. Sie waren bereits am helllichten Tag auf der Suche nach Futter. Was sie natürlich nicht von mir bekamen.
Meine Katzen waren zu alt, um sich gegen die Angriffe der Ratten zu schützen und sind durch Bisswunden schwer krank geworden. Bereits vor dem Anschlag an meine Person musste ich meine Katzen einschläfern lassen. Über diesen Verlust trauerte ich sehr.
So sollten eigentlich viele Dinge insgesamt eine Verantwortung fordern. Eigentlich dachte ich, irgendetwas verändert zu haben. Verantwortung bestand für mich auch für Kinder. Auch wenn es Kinder sind, die ich nicht kenne, aber die nicht von einem Pädophilen von A nach B befördert werden dürfen, dessen Neigung nicht nur damit beschränkt ist, die Kindersitze zu beschnüffeln.
Es ist auch die Art, wie er zum zuschlagen seine Faust benutzt. Mir war schon klar, dass er die Faust auch bei Kindern benutzt, wenn die nichts mehr mit seinen Geheimnissen zu tun haben wollen.
Damals, in der Zeit als ich zur Schule ging, gehörte der Schriftsteller Wolfgang Borchert mit seinen Texten zu den Lehrplänen. Wobei damals viel Wert auf Prosa gesetzt wurde. Er beschrieb eine Stadt, die zerstört war. Dort war ein Junge, wohl neun Jahre alt, der auf seinen kleinen Bruder aufpassen musste. Der bereits für den älteren Bruder dort nicht mehr erreichbar war. Weil das Kind tot unter dem Schutt lag. Aber der Junge musste über ihn wachen. Es hat ihm jemand gesagt, dass die Ratten nachts kamen und seinen kleinen Bruder auffressen würden.
So fehlte dem Jungen der Schlaf, weil er das verhindern wollte. Obwohl er ihn nicht erreichen konnte. Ihn nicht ausgraben, damit er dann seinen kleinen Bruder in den Arm nehmen, um ihn dann auch zu trösten versuchen wollte und irgendwie damit auch sich selbst.
Dann kam ein anderer Mensch und sagte dem Jungen, nachts schlafen die Ratten doch. Eine Lüge, die dazu führte, dass der Junge schlafen konnte. Ein Text, der mich mein Leben lang begleiten würde. Entstanden 1947, damals als Trümmerliteratur erklärt. Wobei es mir völlig egal war, dass der Text damals zur Prosa erklärt wurde.
So frage ich mich auch, ob dem Kind mit einer Lüge Hoffnung gegeben wurde. Wohlwissend, dass die, mit dem größten Vorteil, Ratten waren, diese Ratten es heute noch und auch in der Zukunft weiter Vorteil haben werden. Natürlich sehe ich Nachrichten. Sehe Städte, von Bomben oder auch nach einem Erdbeben in Trümmer gelegt worden sind. Sehe Erwachsene, junge Menschen und auch Kinder, sogar Hunde, die verzweifelt in den Trümmern nach Menschen und Kinder und Tiere suchen. Wobei es mir eigentlich völlig egal ist, wo sich dieser Ort befindet. Und es sind Opfer, die unter dem Schutt liegen und Opfer, die in dem Schutt wühlen auch verhindern wollen, dass die Ratten die Verschütteten auffressen werden.
Wobei es auch egal sein dürfte, welcher Religion, welcher politischen Richtung oder auch Nationalität Menschen angehören. Es gibt nur Opfer und Täter. Wobei es dort wo ich lebe keinen Krieg gibt. Und doch gibt es Opfer und Täter. Probleme hat und habe ich, es gab eine Zeit, da bekam ich gesagt – hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. So einfach machen es sich manche.
Natürlich gibt es Sinn, sich vor Tätern zu schützen. Beweisen muss man. Darum versuchte ich, es zweifelsfrei nachzuweisen. Es ist natürlich schwierig, Beweise vorlegen zu können, wenn es niemanden interessiert. Die Kameras im Innenhof funktionierten schon, weil ich einfach ein Schild geschenkt bekam und es aufhängte. Auf dem steht, dass der Bereich mit Videos überwacht wird. Es ging einfach nur um die Räder und Tretroller, die auch endlich geschützt waren. Aber im Grunde genommen ging es um Geld, um Eigentum, das zu schützen galt, aber auch dann auf die Ratten hinweisen zu können.
Nachts nahmen die Kameras Ratten auf, wie die aus dem Schuppen und dann zurück zum Schuppen eilten. Aber auch am Tag. In dem kleinen Garten waren von mir, irgendwann früher, zwei kleine Teiche angelegt worden. Mit Seerosen, eine rot, die zweite leicht rosa. Die musste ich abbauen, das war mir schon klar, denn die Pflanzen und auch Goldfische wollte ich unbedingt mitnehmen. Der neue Teich war schon in dem neuen Garten im gleichen Ort und der neuen Wohnung angelegt. Was eigentlich verhindert werden sollte. Was die Täter aber wohl nicht geschafft haben. Selbst mit dem Anwalt nicht.
So kam Nachbar Mio um zu helfen. Mit einem starken Stock in der Hand bewegte er sich zu einem Teich und schlug mit dem Stock auf den Boden und trampelte dabei mit seinen Füßen um den Teich. Vorher musste ich mich auf die Terrasse zurückziehen. Denn ich wollte flüchten können für den Fall, dass es gefährlich für mich wird. Die Ratten kamen aus ihren Gängen, flüchteten aber in die Richtung anderer Gärten. Mio versuchte noch, eine Ratte mit seinem Stock zu erwischen. Was ihm nicht gelungen war.Mit mir sind natürlich auch Ratten umgezogen. Der Platz wurde sehr eng für die, zumal die sich alle 8 Wochen vermehrt haben, das habe ich festgestellt, weil dann der Geruch nach Ammoniak viel stärker und auch beißender wurde und wird als sonst. Wobei, wer eine Ratte sieht, soll ganz schnell einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen, wird jetzt gesagt. Weil sich Ratten ganz schnell vermehren. Wer sieht, soll Fachmann bestellen und der muss bezahlt werden. Das kann durchaus teuer werden. Da gibt es Sinn wegzuschauen, wenn man seinem Geld nicht böse wird.
Irgendwie scheine ich eine extrem feine Nase zu haben, viele andere riechen nicht, so wie ich, weil ich schon gefragt habe, ob jemand Geruch nach Ammoniak wahrnimmt. Am Teich war ich, die Enten lieben mich, so bilde ich mir ein. Wieder waren sie fleißig. Kleine, frisch geschlüpfte Entenküken, schwammen auf dem Teich. Dieses Jahr habe ich das öfter gesehen. Kleine, relativ frisch geschlüpfte Entenküken und nahe denen die stolze Entenmama. Am Tag danach sind die Küken verschwunden. Es ist der Geruch nach Ammoniak, den ich wahrnehme in der Nähe des Teiches.
In der Nacht kommen die Ratten und fressen die
Entenküken …«
(Kein Rattengift mehr für Privatpersonen: Übersicht im Kreis Borken)

Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.
2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind
3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind
4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt
5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte
6. Leseprobe: Die Macht der Kinderschänder
7. Leseprobe: Ein Auto, ein Unfallbetrug, der Kinderschänder und sein Anwalt
8. Leseprobe: Der Anwalt, sein Kinderschänder und die Kirche
9. Leseprobe: Der Anwalt, der Kinderschänder und der Mörder
10. Leseprobe: Die Art der Gewalt des Kinderschänders
12. Leseprobe: Die Anwälte von Mörder und Kinderschänder …
13. Leseprobe: Der Kinderschänder und sein Anwalt …
14. Leseprobe: Die Geliebte des Mörders und der Anwalt
»Der Mörder und der Kinderschänder«
»Der hässliche Zwilling« 2011
»Mord in Genf« 2012
»Blauregenmord« 2013








