Posts mit dem Label Westmünsterland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Westmünsterland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 15. Februar 2026

5. Leseprobe: Al Capone, der Kinderschänder und deren Anwälte

… manchmal gibt es Sinn, nur simpel nachzudenken- was durchaus Klarheit bringen kann…

»… in der Tat habe ich angefangen, nicht mehr meine Probleme zu betrachten. Stattdessen, sozusagen als tiefgründige Überlegung, daraus Klarheit zu gewinnen, um dann Lösungen zu sehen. So einfach kann es sein. Wobei so weit in die Vergangenheit hätte ich mich nicht begeben brauchen. Aber ich fand es auf einmal einfach nur noch spannend.

Manchmal muss ich auch nur über meinen Teller blicken. In dem Fall auch sozusagen einen fremdländischer, in dem besonderen Fall ausgerechnet auch noch jemand, der als der größte Gangster aller Zeiten galt aber auch noch gilt. Wobei ich auch das Gefühl habe, dass es durchaus im Moment auch jemand versucht, den von seinem Thron zu schubsen. Aber das soll mich im Moment nicht interessieren.

Wer kann es natürlich nur sein. Al (Alfonso) Capone, als Sohn italienischer Einwanderer aus Neapel, wurde 1899 in Brooklyn geboren. In den 1920er/30er Jahren machte er sich zu einem Gangsterboss, liebte durchaus die Journalisten und deren Kameras, hatte keine sizilianische Abstammung, konnte darum kein vollwertiges Mitglied der Cosa Nostra, also ursprünglichen sizilianischen Mafia, werden, was ihn wütend machte. Vom Typ her würde ich ihn schon als Narzisst betrachten. Seine Anwälte waren für ihn bei Bedarf tätig, bezahlen konnte er sie gut. Zudem ließen sich keine Zeugen finden, insofern konnten ihm auch seine Taten nicht nachgewiesen werden.

Da bin ich am Punkt, die Komplexität zu reduzieren und einfach nur auf das Wesentliche zu schauen. Emil und seine Frau Wanda fallen mit ihrem toxischen Verhalten auf. Sie sind beide schädlich und giftig dabei durchaus, auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit durch offene Gewalt und Respektlosigkeit, gegenseitig massiv tätig. Gegen Außenstehenden bewirken sie das gemeinsam. Beiden wichtig sind Kinder, die missbraucht werden und das Geld, das beide für ihre Ansprüche brauchen. Das lässt sich durchaus so nachvollziehen.

Auch für Beide gilt, bei ihrem kriminellen Tun dürfen die Opfer keine Zeugen haben. Sie machen sich dabei aber auch selbst gegenseitig zu Zeugen. So einfach ist das. Dann ist der Anwalt, der schon wichtig für Emil und Wanda waren. Auf den beide gerne hinwiesen. Da mag es auch eine entsprechende Versicherung geben. Aber so einfach kann ich mir das nicht vorstellen. Vor allem entstehen Kosten. Mein Denkmuster habe ich vereinfacht, weniger ist mehr, so einfach kann es dann sein.

Der Begriff: »Vetternwirtschaft« dürfte doch eine bekannte Bezeichnung sein. Aus meiner Sicht würde ich schon die Beziehung der Eltern zu den eigenen Kindern durchaus als schwierig bezeichnen, auch, dass deren Kinder diesen Eltern nicht verzeihen können. Zum Betrachten habe ich natürlich die Beziehung zwischen Großeltern und einer entstandenen Enkelin und damit das Erbgut, das durchaus über Generationen hinweg weitergegeben wird. In dem Fall nicht gleichzeitig mit dem gleichen Namen. Wobei auch ihre Schulleistung einfach besser war, als bei Emil und Wanda.

Dann kommt natürlich bei entsprechenden Zeugnissen eine entsprechende Ausbildung in Frage, was auch dann zu einer Bezeichnung führte: Rechtsanwaltsfachangestellte. Im Grunde genommen sind das die Mitarbeiter/innen, die schon, was Arbeitsleistung angeht, durchaus gefordert werden. Ohne die läuft kein Laden, so kann ich das sehen. So einfach ist das.

Nun ist dieser besondere Anwalt selber Angestellter in der Kanzlei gewesen. Es gibt sogenannte Persönlichkeitstypen. Der ist in diesem Bereich offensichtlich für mich nicht zu finden. Vielleicht bin ich auch einfach zu anspruchsvoll, aus meiner egoistischen Sicht, finde ich ihn völlig hässlich im Aussehen. Vorstellen kann ich mir schon, dass er irgendwie doch als Helfer machte. Natürlich für Oma und Opa der Enkelin. Und dafür von ihr ein Lächeln geschenkt bekam, auch die Fähigkeit die sie hat, eine Dankbarkeit im Blick zu verpacken. Das funktioniert.

Es war meine »Eidesstattliche Versicherung«. Eigentlich ist mir auch bekannt gewesen, dass es für mich als Zeugin kritisch werden wird. Ist es ja auch. Es war ja nicht ein Amtsgericht. Es war das Landgericht. Und es ging um viel Geld. Was nicht ich bekommen sollte. Da habe ich auch einfach zu heftig reagiert, aber wenn ein Typ seine zweite Ehefrau abschlachtet und dabei schon Unterhaltsforderung für das erste Kind der ersten Ehefrau hätte zahlen können und müssen und nicht tat, machte mich schon wütend.

Wobei mir Wanda vor einiger Zeit einen Zettel in den Briefkasten warf. In dem schreibt sie, dass sie aus bekannten Kreisen weiß, wer immer das auch sein mag, ich einen Schlaganfall hatte und keinem Mörder in die Hand gefallen bin. Und außerdem darum keine persönliche Straftat für den Kinderschänder, was ich irgendwie fordern, was für sie nur erniedrigend wäre. Ganz im Gegenteil, ich soll mich schämen und würde von vielen Leute aus dem Ort verhasst. Und unterschreibt das tatsächlich mit dem Nachnamen ihrer Enkelin.

Sowas frustrierend, muss ich als Zeugin eine Aussage machen und habe selbst keine Zeugen. Die ein alleinerziehende Mann, kurz vor der Hochzeit, bei seiner Arbeit, unter den Augen weiterer Menschen erleiden musste. Ein Schlag, der bei ihm eine Hirnblutung auslöste, ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall. Da konnten seine Kinder bei ihm sein, als er starb. Seine Zeugen machen ihn nicht mehr lebendig. Es wird auch als schweres Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet. Was ich überlebt habe, was Emil, Wanda und auch ihre Enkelin in Wut brachte. Wobei mir die HNO-Ärztin, sozusagen als Fachfrau, erklärte, dass bei mir einfach nur das falsche Ohr erwischt wurde. Den Schlag auf das andere Ohr hätte ich nicht überlebt.

Jetzt kommt natürlich die Frage, was hat das mit Al Capone zu tun? Manchmal müssen andere Wege betreten werden. In seinem Fall wurde er wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Untergebracht wurde er zur Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco, die er nach viereinhalb Jahren verlassen konnte. Er hatte sich vorab die Syphilis eingefangen, dagegen nichts unternommen und so konnte er sein Leben auf seiner Villa beenden. Ausgesprochen schmerzhaft…«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 25. Januar 2026

4. Leseprobe: Der Kinderschänder, seine Frau und deren Anwalt

… es ist immer schlimmer, als man so denkt …

Es war an irgendeinem Tag, als der Zuständige meinte, im Innenhof Pflanzen schneiden zu müssen. Irgendwie schien er die Kameras ignoriert zu haben, die den Bereich überwachten, damit die Räder etwas geschützt waren. Es hat ihn ein kleiner Junge begleitet, schien wohl ein Enkel von ihm gewesen zu sein, auch, dass er den Kindergarten noch besuchte.

Irgendwann bekam ich das Gefühl, dass endlich Ruhe im Innenhof war. So holte ich mir die Chipkarten aus den Kameras und betrachtete mir die aufgenommenen Bilder und Videos. So sah ich auch Wanda, die Ehefrau des Kinderschänders Emil, die sogar von ihm regelmäßig verprügelt wird. Daran wird sie offensichtlich nicht gedacht haben, nachdem sie den kleinen Knaben sah. Auch die Kameras interessierten sie nicht mehr.

Wanda ließ ihre Hände in die Taschen der Art Strickjacke versenken. Und während sie sich diesem Knaben näherte und zu dem Kind sprach, und dabei lächelte, drückte sie ihre Hände zu ihrem Intimbereich, wo sich irgendwo ihre Vulva befindet, um dann dort auch rhythmisch ihre Hände in Tätigkeit brachte. Sie kam dem Jungen zu nahe und auch ihr Gesicht zeigte eine Hingabe zu ihm. Irgendwie schien sie auch Kinder auf eigene Art und Weise zu lieben, so, wie auch Emil Kinder liebt und die Beiden schon mit Kindern Geheimnisse haben. Erst ein Bild, danach ein Video, das alles wollte nicht enden.

Irgendwann verschwand der Junge. 

Da näherte sich Wanda dem Zuständigen. Es schien ihr an der Stelle nicht mehr zu jucken, was sie auch im möglichen Fall sagen würde. So zog sie ihre Hände aus den Taschen der Jacke, führte die Arme schnell zu ihrem Rücken. Wie mit einem Ruck bewegte sich ihr großes Brustvolumen in eine höhere Position. Sie wollte ihm gefallen, was ihr irgendwie aber nicht gelang. Was sie auch spürte und darum ging.  

Vielleicht, um den Knaben zu suchen, oder ihren Emil, der definitiv nicht auf Frauen steht, auch nicht auf Männer, aber dafür auf Knaben.

Wenn ich zurückdenke erinnerte ich mich, dass diese Sichtung bei mir wieder Magenprobleme ausgelöste. Die mich wieder zum Kotzen brachte. Als das passierte, hatte ich doch schon, aus meiner Sicht betrachtet, gewaltige »Erfahrungen« mit dem Kinderschänder Emil, seiner Frau Wanda und besonders mit deren Anwalt gesammelt.

Ehrlich gesagt, wenn ich mir vorstelle, ich würde mich einem Beamten, der dann noch eine Uniform trägt, auf diese Art und Weise nähern, wie es Wanda bei dem Kind getan hat, würde das vermutlich als eine Nötigung und Bedrohung gesehen. Eben auch als Straftat, für die dann passend die Polizei zuständig ist. Üblicherweise gibt es ja in solchen Fällen auch die Bezeichnung: Aussage gegen Aussage. Wer dann gewinnt, dürfte klar sein, ich würde es nicht sein. Das weiß ich, also würde ich das nicht tun, das gehört sich auch nicht! Da bilde ich mir auch ein, dass viele Menschen auch so denken. Wobei, da kann man sehen, wer in einem solchen Fall die absolute Macht hätte. Kinder sind davon weit entfernt ...


Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert.

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

»Der Mörder und der Kinderschänder«

Leseprobe: Die Anzeigen und die Folgen …

Leseprobe: Der Schläger und der Kinderschänder


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 18. Januar 2026

Die Anzeigen und die Folgen …

… oder auch: Die Macht der Kriminellen

Leseprobe:Der Schläger und der Kinderschänder


Leseprobe: »Der Mörder und der Kinderschänder«

»… Das letzte Stück musste Sylvia ihren Tretroller schieben. Dann hatte sie endlich den höchsten Bereich des Berges erreicht. Wie still es für Sylvia dort ist, wie friedlich, wie manchmal es auch in früheren Zeiten manchmal so war. Dann konnte ihr Blick nicht weit genug gerichtet sein. Ein freies Feld bis der Horizont endete, da, wo scheinbar ein Wald beginnt. Aber bis dahin wünschte sie sich einen weiten Blick. Wobei genau dort, weiter unten, entdeckte sie wieder die Hochlandrinder, die sich friedlich bewegten.

Natürlich waren Wanda und Emil direkt vorhanden, sie wohnten Tür an Tür mit ihr. Die Einkünfte von ihnen bestanden zum einen von irgendeinem Amt, dann etwas Geld für die Taxifahrten. Der Rest war Schwarz verdient. Wobei die Fotos und Filme Geld brachten, davon ließen sich schon Autos, Wohnwagen, Urlaube finanzieren. Aber Geld für einen Anwalt ausgeben, der seine Kosten höher forderte, als das Amt zu zahlen bereit wäre, dürfte für sie nicht in Frage kommen.

Eher würde es wohl besser passen, wenn Eva sich bei dem Anwalt beliebt machte, ihn zahlte und er ihr dann umfangreich sein Können gegenüber Sylvia zeigen konnte. Was er ja auch tat.

Über den Wäldern kann sie noch die Spitze einer Kirche erkennen. Dort sollen vor mehr als 30 Jahren junge Menschen missbraucht worden sein. Die brauchten den Tod des Priesters, um reden zu können. Und was hat die Anzeige von ihr gegen den Grundschullehrer gebracht? Der Lehrer musste 5.000 D-Mark zahlen.

Dann war es ein Taxifahrer und eine Anzeige von Sylvia, wobei sie dafür fast draufgegangen wäre. Denn sie musste sich unbedingt auch noch mit einem Mörder anlegen.

Der Berg machte ihren Kopf frei. Wie bestimmte Ereignisse so Einfluss nehmen können auf ihre Lebenseinstellungen, auf ihr Verhalten, auf ihr Tun. Fühlte sie sich als junge Frau im Widerstand gegen die eigene Mutter. Dann fühlte sie sich viele Jahrzehnte lang auch als eine überzeugte Pazifistin. Aber war viele Jahrzehnte lang von Gewalt umgeben. Erlebte jetzt wieder Gewalt, als Pazifistin, eben irgendwie wie das Lämmlein inmitten der Wölfe.

Sylvia überlegte, ob sie einen Teil von sich preisgeben will, das scheinbar in all den Jahren irgendwo zwischen Groß- und Stammhirn schlummerte. Und dann? Es wäre nicht mehr als ein Lämmlein zu sein, dass sich scheinbar den Wolfspelz überzieht und dann nach Art der Wölfe blökt, oder schnattert wie eine Ente.

Ihr Blick wanderte auf den Weg, der sich nahe des Waldes verlief, weiter entfernt unten vom Berg. Sie musste die Ruhe verlassen, aber sie fühlte, dass der Weg dorthin sie wieder stark machte. Das brauchte sie auch, vermutlich sogar sehr viel Kraft ...«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Samstag, 10. Januar 2026

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

… oder auch: Die Macht der Kriminellen

Leseprobe:Der Schläger und der Kinderschänder

Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert. Hier eine Leseprobe.

»In dieser Januarnacht hat sich wieder Schnee auf den Wegen und Straßen breitgemacht. So führte mein Weg zu Fuß durch den Ort zum Einkaufen. Nicht mit dem Tretroller. Wobei ich unterwegs auch keinen Radfahrer erblicken konnte. Aber dafür eine liebe Bekannte, die ich in einem Laden sah, den ich betrat, auch um ihr ein gutes neues Jahr zu wünschen. Es war nur ein kurzes schwätzen, in meiner Hand hielt ich nach wie vor den Türgriff und irgendwie war dann mein Blick auf die Straße gerichtet, die die Nutzer zwangen, auf den Schneematsch zu achten.

Was Emil auch tat. So sah ich, wie er, konzentriert in dem großen dunklen Taxi hinter dem Steuer, an mir quasi vorbeifuhr, aber mich auf jeden Fall nicht sah. Was ich selbst als sehr angenehm empfand. So konnte ich mich verabschieden und gehen. Er schien wohl den Ort verlassen zu wollen, also musste ich nicht damit rechnen, dass er mir wieder begegnet und damit auch seine Drohungen, die er mir grundsätzlich mitteilte.

Dabei hat er wieder eine Zeit aussetzen müssen. So sahen es auch andere, die mich vor Tagen davon in Kenntnis setzten. Er musste sich mit einem Rollator bewegen. M. hat ihn im Supermarkt an der Kasse getroffen. Emil bezahlte dort gerade die 5 Flaschen Kräuterschnaps, die er umgehend in seine Taschen versinken lassen wollte.

Natürlich fragte M. ihn, ob er mit der Menge Bier, die er sich täglich reinzieht, nicht mehr zufrieden ist und darum mit Schnaps unterstützend tätig wird. M. lacht ja dann auch, wenn Emil anfängt zu brüllen. So ist es dann auch geschehen, dass auch andere Menschen wieder darauf aufmerksam werden.

Sicher bin ich davon ausgegangen, dass er eigentlich endlich erwischt worden ist. Es hat ja wohl damit zu tun gehabt, dass Aktionen gegen Gewalt überdacht worden sind. Es war wohl wieder ein Fehler, den ich mir erlaubt habe. Habe mich wieder an eine Behörde gewandt und im Grunde genommen mehr die sensible Nummer abgezogen. Das bringt nichts.

Wobei auch mein Umfeld, zum Teil jedenfalls, der Auffassung ist, dass ich Emil, seiner Gruppierung und die damit verbundenen furchtbaren Probleme, einfach abhake. Das wäre vermutlich sinnvoll. Für mich aber fast schon unmöglich. Warum ist das so? Beschäftigt habe ich mich doch schon damit. So vermute ich, das die Reinkarnation für mich irgendwie zutreffend ist. Und in einem dieser früheren Leben, muss ich ein Elefant gewesen sein, oder natürlich eine Elefantenkuh. Denn das sogenannte »Elefantengedächtnis« scheint für mich sozusagen wie ein Traumata zu wirken. Wobei ich manchmal dieses gute Langzeitgedächtnis auch durchaus als positiv betrachte.

Sich erinnern kann durchaus auch Sinn geben. Gesehen habe ich schon, wie Emil seine Frau verprügelt. Das hat er sogar im Auto geschafft. Zufällig stand ich damals im Schlafzimmer der alten Wohnung und konnte deutlich sehen, dass Emil am Steuer des PKW saß. Er parkte ein, dabei löste er sich von dem Gurt und schrie. Er stellte den Wagen ab, um dann sofort auf seine Frau einzuschlagen ohne aufzuhören. Sie hielt den Unterarm vor ihr Gesicht, ich konnte sehen, wie sie versuchte, ihren Sicherheitsgurt zu lösen. Sie schaffte das, riss die Seitentür auf und bewegte sich aus dem Wagen. Ihre Tür war noch weit auf, als er ausstieg, seine Tür zuschlug und sofort mit dem Schlüssel und der Funk-Technik die Türen schloss. Er brüllte sie an, sie schlich hinter ihm her, sie war kreideweiß im Gesicht.

Er hat ja dafür eine Faust gebildet. Damit schlägt er zu. Damit droht er. Auch mich. Regelmäßig.

Mittlerweile stelle nicht nur ich die Frage, wie es Emil schafft, diese Form der Erwerbstätigkeit, und das auch fast täglich, in dem Zustand durchführen kann. Nun wurde für ihn und seine Frau ein Anwalt aktiv, der wirklich engagiert, aber mit Sicherheit nicht pro bono, eher vermutlich zu seiner eigenen Abwechslung, auftrat. Er war ja auch als Angestellter in der Kanzlei tätig, da gehen die Uhren eher anders, aber schon längere Zeit auch nicht mehr für ihn.

»Eine Alkoholfahrt hat zu keinem Zeitpunkt stattgefunden und wird auch niemals stattfinden. Insofern kann unsere Mandantschaft Ihnen (damit bin ich gemeint) versichern, dass sich der Arbeitgeber schützend vor unsere Mandanten stellt und ggfls. gegen Sie (damit meinte er mich) gesondert tätig wird. Insofern (wieder) besteht für Sie (auch wieder meinte er mich) keinerlei Veranlassung, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte unsere Mandantschaft (da meinte er wirklich Emil und seine Frau) unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen

Emils Frau, oder irgendjemand aus seiner Verwandtschaft, dürfte ihm das vorgelesen haben. Er und sie werden das als eine Art Urteil des Anwaltes gesehen haben. So einfach ist das.

Als ehemalige Elefantenkuh schmeiße ich doch solche Schreiben natürlich nicht weg. Es ist ein Problem, irgendwelche Dinge zu beweisen.

Als das vor längerer Zeit passierte, dass ich Emil neben dem Vater des Kindes sah, habe ich es eine ganze Weile lang einfach nicht mehr geschafft, diese Stelle mit meinem Tretroller anzufahren. Bin einfach vorher abgebogen. Anfang dieses Jahrs musste ich aus irgendwelchen Gründen doch dort vorbei. Auf dem Platz, wo Emils Taxi vorher stand, befand sich ein Müllcontainer. Das kleine Haus schien auch umgebaut zu werden. Es war eine Art entspannt zu sein, die ich in dem Moment fühlte.

Tage danach stand ich mit dem Tretroller an der Kreuzung, die nach dem Training auf den Waldwegen auf mich wartet. Emil kam von links, fuhr das dunkle Taxi, hatte grün an der Ampel und raste förmlich an mir vorbei. Neben ihm, also vorne auf der Beifahrerseite, saß der Junge. Er war wohl etwas größer, vielleicht in der Grundschule. Seinen Kopf hatte er an das seitliche Fenster gelehnt. So konnte ich wieder sehen, wie emotionslos in das Nichts gerichtet sein Blick war. Wieder war es nur ein Moment. Die Tränen flossen mir unkontrolliert über meine Wangen.

Für mich ist die Würde des Menschen unantastbar (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz). Das gilt auch ganz besonders für die Würde der Kinder, die Kinderrechte sind auch in der UN-Konvention verankert.

Verlange ich zu viel?«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Donnerstag, 18. Dezember 2025

2. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

… oder auch: Die Macht der Kriminellen

Der 6.Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert. Hier eine Leseprobe.

»Es lag schon länger zurück, meine aber, dass es irgendwann in einem Frühjahr geschah. Es war sonnig, warm, aber nicht heiß, zudem ein angenehmer Wochentag und es dürfte in der Mittagszeit gewesen sein. Mit meinem Tretroller habe ich holprige Waldwege befahren, was ich durchaus als ideales Training betrachte. Es war als ein Geh- und Radweg ausgewiesen, auf dem ich mich dann anschließend befand. Rechts und links von mir nahmen die Häuser an Zahl zu.

So näherte ich mich einem Wohnobjekt, an dem kleine Häuser wie angeklebt aneinander standen. An dem ersten Haus, von meiner Sicht aus so gesehen, stand nahe wie angelehnt das Taxi, mit dem Emil üblicherweise seine Touren fuhr. Er hat geparkt. Ihn konnte ich nicht sehen, darüber war ich froh. So fuhr ich vorbei und bog umgehend rechts ab.

Zu der Zeit meinte ich, diese Strecke fast jeden Tag mit meinem Tretroller bewegen zu können. Gewundert habe ich mich schon, an irgendeinem Tag danach wieder aus meinem herannahen, das Taxi dort stehen zu sehen. Diesmal hatte ich kein Glück. Emil stand an der offenen Tür des Hauses. Neben ihm ein Mann, der irgendwie zwischen 30 bis 40 Jahre alt war. So genau habe ich ihn auch nicht betrachtet. Gesehen habe ich nur deutlich, dass er eine Art Joga Hose trug, wobei im Schrittbereich das Teil Richtung seiner Füße tief hing.

Es war ja nur ein Moment, in dem ich beide Männern betrachtete und bei ihnen ein Gefühl der Entspannung sehen konnte. Sie hätten ja auch miteinander Lustgefühle ausleben können. Beide waren sichtlich zufrieden.

Aber nicht das Kind, das ich neben beiden Männern im Eingang des Hauses stehen sah. Irgendwie schien er der Sohn des anderen Mannes zu sein. Vielleicht noch im Kindergarten, oder vielleicht schon in der Grundschule, dann aber in der ersten Klasse. Der Ausdruck des Gesichtes traf mich so hart, weil dieser Blick des Kindes völlig emotionslos in das Nichts blickte. Das Wesen hatte gerade, und das vermutlich schon öfter, ein traumatisches Erlebnis ertragen müssen, und wohl wieder und das quasi immer wieder und damit schwere seelische Verletzung erfahren. Und beide Männer standen neben dem Kind und fühlten sich gut. Und bei mir das Gefühl, dass diese Männer gerade das Kind missbraucht haben und dann auch nicht zum ersten Mal.

Sicher hat diese Begegnung auch eine Frage von mir beantwortet. Emil ließ sich gerne filmen, das hat seine Ehefrau Wanda gerne gemacht. Von dem Tun, was ich erfasst habe, sollte es wohl nur appetitanregend auf Betrachter wirken. Um damit auch Geld verdienen zu können, musste schon ein »Fachmann« aktiv werden. Was wohl auch dieser »Vater« war und wohl auch noch ist. Wobei es dafür das Darknet gibt, was durchaus für illegale Aktivitäten als ein Marktplatz gilt. Zu illegalen Aktivitäten wie Kinderpornografie zählen, wobei bereits das Speichern von z.B. kinderpornografischen Thumbnails, die als kleine Vorschaubilder gelten, strafbar sein kann und das eigentlich auch härter bestraft werden sollte.  

Für Darknet-Nutzer gibt es die Kryptowährung, mit entsprechenden Börse werden die sogenannten Bitcoin gegen Euro getauscht und per SEPA-Überweisung auf das normale Konto überwiesen.  So einfach ist das, man muss nur wissen, wie es geht. Für Psychopathen ein Eldorado, da muss das Geld auch weiter fließen - für das Kind eine Hölle auf Erden.

So war mir auch klar, wie der Rechtsanwalt, der nicht nur gegen mich tätig war, finanziert wurde. Angeschlagen war ich bereits, gesehen worden dürfte ich von den Beiden auch sein. Was mir von dem Anwalt als Drohung mitgeteilt wurde, dass die von mir informierten Polizeibeamte in Erwägung ziehen könnten, mich einer amtsärztlichen Untersuchung zuzuführen. Was nur ein Bruchteil dieser Aktivitäten des Anwaltes war. Umsonst hat er das nicht gemacht. Und das plante er auch weiter gegen mich zu tun.

Mit diesen ganzen Gedanken fuhr ich weiter, bog auch nicht ab, fuhr einfach geradeaus, bis ich den kleinen Wald erreichte. Dort hielt ich an, hielt mich an einem Baum fest und kotzte mir die Seele aus dem Körper, kotzte, bis der Magen leer und ich Galle erbrach ...«

 



»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Tuna von Blumenstein: Der 6.Krimi ist in Planung

Der Kriminalroman entsteht, quasi irgendwie als Ergänzung zu »Der Mörder und der Kinderschänder«, oder etwas brutaler in der Darstellung, oder ein Hinweisen auf Gewalt und Missbrauch und damit auf das Wegschauen und damit sogar mit den Konsequenzen derer, die hinsehen und helfen wollen. Irgendwie sowas. Natürlich möglich im Westmünsterland, der Krimi. Oder auch eigentlich Zuständige, die sich nicht zuständig sehen, was natürlich überhaupt nicht schön ist, gerade für die, die um Hilfe bitten!

Wobei die Autorin auch überlegt, in der »Ich-Form« die Texte aufschreibt, dabei natürlich einen Münsterland-Kriminalroman entstehen lässt, der auf wahren Begebenheiten basiert. Was auch passieren kann und, wenn man so naiv ist, wenn man sich mit Kriminellen anlegt. Wie weit die Macht dieser Kriminellen auch reichen kann, die irgendwie von der »Ich-Form« der Autorin erst viel zu spät den Fehler erkennt. So, wie auch der Autorin.

Was muss Tuna von Blumenstein oder eben Sylvia Bader-Giese feststellen? Das Problem, das bei Facebook so entstehen kann. Wobei dort »Sylvia B.« und »Ein Buch lesen!« betroffen sind. Eine Anwältin war so engagiert und hatte sich an eine Anwältin von Facebook gewendet, die ihrerseits so engagiert war und dafür sorgte, dass sie sich als »Sylvia Be« wieder einloggen konnte. Was nur kurzfristig möglich war, denn ab September 2025 war wieder Feierabend damit.

Die vorher zuständige Mitarbeiterin für Facebook war nicht mehr zuständig, aber es soll ja auch zuständige Behörden entsprechend geben. Leider kam als Antwort, dass Zitat: »… wir bestätigen den Eingang Ihres Antrags auf Streitbeilegung vom 04/12/25. Ihr Antrag wird bei uns unter der folgenden Vorgangsnummer bearbeitet: #40237.

Was passiert im nächsten Schritt?

Wir werden nun prüfen, ob Ihr Antrag zulässig ist und alle erforderlichen Informationen enthält. Sollte es Rückfragen geben oder wir weitere Unterlagen von Ihnen anfordern müssen, werden wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

Anschließend leiten wir den Fall an die betreffende Plattform weiter und bitten um Stellungnahme ...« Zitatende

Was natürlich pflichtmäßig von Autorin erfolgte. Darauf kam wieder eine Antwort, Zitat: »… vielen Dank für Ihre Einreichung zum Verfahren: Fall-ID: #40237.

Leider konnten wir in den übermittelten Unterlagen keinen eindeutigen Nachweis darüber finden, ob bzw. wie die Plattform im konkreten Fall reagiert hat – etwa durch eine Entfernung, Ablehnung oder sonstige Maßnahme.

Für die weitere Bearbeitung benötigen wir einen klaren Nachweis der Plattformentscheidung – zum Beispiel durch einen Screenshot der entsprechenden Mitteilung.

Bitte laden Sie die Datei bis spätestens December 12, 2025 über den folgenden Link hoch: …« Zitatende

Was natürlichpflichtmäßig von der Autorin, sogar terminmäßig, wieder erfolgte. Darauf kam eine Antwort, Zitat: » …wir müssen Sie leider darüber informieren, dass wir Ihr Verfahren nicht weiter bearbeiten können. Nach Art. 20 Abs. 2 DSA stehen die Beschwerdesysteme der Online-Plattform nach einer Entscheidung für mindestens sechs Monate zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Zeit müssen Informationen, die wir im Rahmen der Streitbeilegung für eine Entscheidung benötigen, nicht mehr von der Online-Plattform bereitgestellt werden.

Wir können ohne diese Informationen keine Entscheidung treffen und müssen das Verfahren daher einstellen.

Die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir höflich zu entschuldigen. Wir bedauern sehr, Ihnen nicht weiterhelfen zu können ...« Zitatende

So ist das mit der Bitte um Hilfe. Was machen Kriminelle? Die finden das lustig! Es kann auch sein, dass »ich« gefragt werde, ob ich sonst keine Probleme habe, außer mit Facebook!

Darum sollte das auch in den Krimi gebracht werden, so kann es gehen, wenn man »hinschaut«. Eben ist es besser, »wegzuschauen« Oder doch? ...


02. Leseprobe: Das missbrauchte Kind

»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Sonntag, 23. November 2025

Der hässliche Zwilling - Leseprobe

Der hässliche Zwilling Kriminalroman von Tuna von Blumenstein

Leseprobe (z.K. als die Polizei noch »Grün« trug J )

»Ich würde mich gerne einen Moment mit dir unterhalten, Vera.« Sein Tonfall hatte etwas Befehlendes, was die Spannung zwischen den Beiden noch erhöhte. Vera folgte Volker in das Wohnzimmer, wo er sich hinter einem Stuhl aufbaute und sich an der Lehne abstützte.

»Schwager, du stehst da wie ein Raubtierdompteur, der gerade bemüht ist, sich einen Tiger vom Leib zu halten.« Veras Stimme bekam einen ironischen Unterton.

Ohne auf ihre Aussage einzugehen stellte Volker eine Frage an sie: »Weißt du schon, wie lange du noch meine Gastfreundschaft in Anspruch nehmen wirst, Vera?«

Mit einem demonstrativen Seufzer ließ sich Vera in einen Sessel fallen. »Volker, ich bin nicht dein Gast. Ich wohne hier. Dieses Haus gehört meiner Schwester Gerda. Und falls du es vergessen haben solltest, haben wir beide Wohnrecht auf Lebenszeit. Das ist sogar als Grundbucheintrag verbrieft. Dank deines konsequenten Einsatzes ist meine Schwester nicht mehr in der Lage, ein Fahrzeug zu führen. Solange das der Fall ist, wirst du auf meine Unterstützung nicht verzichten können, oder wirst du deinen super Job aufgeben, um den Chauffeur für deine Frau zu spielen?«

Veras Stimme hatte einen deutlich schärferen Ton angenommen, während sie zur Kenntnis nahm, dass die Hände ihres Schwagers die Stuhllehne bereits umkrampften, als er einen Konterversuch startete.

… Während sich Volker von seinem Platz erhob, reagierte er mit einer boshaften Spitze: »Hat man dir im Gefängnis das Benehmen abtrainiert, Schwägerin?«

»Volker, das ist eine schlichte Lüge, ich saß nie im Gefängnis!« Vera ließ sich in einen Sessel fallen. »Eine Bewährungsstrafe allerdings hatte ich. Landfriedensbruch. Vor mehr als zwei Jahrzehnten. Schließlich bin ich Umweltaktivistin, da bleibt das nicht aus, gehört in meinen Kreisen schon fast zum guten Ton.«

Zynisch fiel ihr Volker ins Wort. »Und du wirfst mir meinen Karriereweg vor? Natürlich bist du damals in den Knast gegangen, auch eine Art von beruflicher Weiterentwicklung. Warum leugnest du das jetzt? Ist es dir peinlich?«

Er verfolgte mit abfälligem Blick Veras Bemühungen, ihre Unterschenkel mit den eng geschnittenen Stiefeln zu bekleiden. »Mist geht nicht mit den Wollsocken!«

Ohne auf Volkers Bemerkung einzugehen, zog sie die dick gestrickten Socken aus. Mit einem zweideutigen Blick in seine Richtung und betont melodisch in der Stimme bemerkte sie: »Lauf mir nicht weg, Volker, ich hole mir nur schnell ein paar passende Strümpfe.«

Volkers Blick hielt an Veras Beinen fest. »Was ist denn mit deinen Füßen passiert?«

Vera hielt in der Bewegung inne, mit einem erstaunten Gesichtsausdruck sah sie ihren Schwager an, richtete dann den Blick auf ihre Füße. Mit einem Lächeln um ihren Mund setzte sie sich wieder in den Sessel. Langsam, fast schon als erotische Geste fasste sie den Saum ihrer Wollleggins und krempelte diese bis unter das Knie hoch. Die Narben liefen wie parallele Striche von den Zehen über den Spann des Fußes, seitwärts Richtung Knie und ließen erahnen, dass sie auch noch dort weiterführten, wo die Kleidung die Sicht auf die Haut bedeckte. »Sie haben mich nicht in den Knast gebracht, sondern ins Krankenhaus.«

Sichtlich fassungslos betrachtete Volker seine Schwägerin.

»Es wird Zeit, dass du die ganze Geschichte erfährst.« Veras Stimme fiel wieder in das erotische Flüstern, ihre Bewegungen nahmen eine Form der Hingabe an, die Volkers Hormonspiegel schlagartig aus dem Gleichgewicht brachten. Er konnte und wollte sich nicht von der Stelle bewegen.

Vera nutzte diesen Moment. »Es war die Schlacht am Kühlturm.«

Sie lehnte sich zurück, schlug die Beine effektvoll übereinander, wohlüberlegt das vernarbte Bein über das bekleidete legend. Ihre Stimme verwandelte sich in die einer Geschichtenerzählerin.

»Der Krieg dauerte schon eine Woche, Hundertschaften aus allen Ländern versuchten, das Gelände um das AKW freizubekommen. Gewalt auf beiden Seiten, nicht zuletzt deshalb, weil sich auch militante Gruppen unter die Demonstranten gemischt hatten. Wir brauchten etwas, was ich als lähmende Stille bezeichnen würde, eine Aktion, die auch die Presse und damit die Öffentlichkeit auf die Sache lenken sollte, und damit letztendlich auf uns und unser Anliegen.«

Volker löste sich aus seiner Starre und setzte sich ihr gegenüber in einen Sessel, lauschte fasziniert ihren Ausführungen.

»Die Nummer, die dann kam, habe ich mit Max Weber und Kurt Steinberger klargemacht. Mit Max bin ich im Morgengrauen auf den Kühlturm. Dieser war mit Stacheldrahtrollen quasi ummantelt. Kein Mensch hatte angenommen, dass sich dort etwas ereignen können würde. Die Schlachten tobten schließlich woanders. Kurt konnte noch einen Kameramann aufreißen. Beide hatten in sicherer Entfernung Position eingenommen, Kurt mit der Spiegelreflex auf dem Stativ. Es dauerte nicht lange, bis wir entdeckt wurden. Aushungern lassen wollten die Grünen uns nicht, hatten wohl befürchtet, dass sich das Schlachtfeld verlagert, zumal sich unsere Aktion wie ein Lauffeuer rumgesprochen hatte und schon die erste Pilgergruppe auf dem Weg war.

Na ja, ich habe dann irgendwann so getan, als wollte ich aufgeben. Ich bin als Erste vom Turm runter. Die Grünen standen ein Stück weiter entfernt. Sie dachten wohl, dass sie mich eingekesselt hätten und dass ich nicht weglaufen können würde. Weil ich mich, unten angekommen, nicht von der Stelle rührte, meinten sie dann, näher ran zu müssen. Da habe ich den geplanten Fluchtversuch über den Stacheldraht in Angriff genommen.«

Volker unterbrach sie fassungslos. »Das war so von dir geplant? Warum hast du dann keine Schutzkleidung getragen?«

Vera lächelte, als sie antwortete: »Ich sagte doch bereits: Wir brauchten lähmende Stille. Max hatte mich mit Schutzkleidung ausgestattet, auch mit Blutbeuteln, die ich am Körper befestigen sollte. Mir wäre das wie ein Betrug vorgekommen, also habe ich darauf verzichtet. Hast du dir nie die Frage gestellt, warum ich einen weißen Overall getragen habe? Max ist in leuchtendem Orange auf den Turm, damit er auch gesehen wurde. Ich sah aus wie ein Knabe, der auf Braut macht, selbst die Skimaske war in Weiß. Mir war klar, dass mein Blut fließen würde, rotes Blut auf weißem Grund.«

Volkers Gesichtszüge wechselten zwischen Abscheu und Faszination.

Veras Stimme wurde leiser, ihr Blick wanderte zur Terrassentür und verblieb für einen nachdenklichen Moment auf der verschneiten Landschaft. »Solche Aktionen nehmen oft eine unerwartete Eigendynamik an.«

Nach einer Atempause wandte sie sich wieder Volker zu. »Es ging alles sehr schnell. Ein vermummter Grüner hatte sich auf der anderen Seite aus der Marschordnung gelöst, dem sind die Nerven durch. Er packte mich, zog mich über den Stacheldraht und riss mir die Skimaske vom Gesicht. Oben vom Turm aus, konnte ich noch Max herzzerreißend schreien hören: VEEEERAAAAA. Meine Haarpracht ergoss sich über meinen ausgekugelten Arm, bevor ich vor Schmerzen in den Armen des Grünen kollabierte.«

Vera betrachtete für einen Moment den völlig bestürzt dreinblickenden Volker.

»Als Achilles vor Troja der sterbenden Penthesilea den Helm abnahm, soll er sich auch in sie verliebt haben. Will man den Bildaufnahmen Glauben schenken, ist es meinem grenzschützenden Achilles nicht anders ergangen. Er hat mich richtig behutsam zum Rettungswagen gebracht. Kurt und seine Freunde haben auch ihre Nerven behalten. Die Bilder der scheinbar verblutenden Amazone Vera in den Armen eines bereuenden Grünen gingen durch die Nachrichten und machten mich schlagartig zu einer Ikone.«

Ihre Stimme wurde wieder die der erotischen Verführerin, als sie sich grazil aus dem Sessel löste und auf Volker zubewegte. »Es gibt Narben, die Türen öffnen.«

Vera kniete sich vor Volker, schob ihren Oberkörper zwischen seine Schenkel. Ihr Blick hielt seinen fest, als sie ihren Zeigefinger an den Mund führte, ihn mit der Spitze ihrer Zunge leicht benetzte und dann über eine Stelle an Volkers Wange führte. »Du trägst doch deine Narbe auch mit Stolz. Wie eine Auszeichnung. Der Schlag der Verbindung. Die Narbe, die dir die Pforte zu deinem Karrierehimmel geöffnet hat.«

Volker stockte der Atem, als sich Vera von ihm fortbewegte und ihre Stimme wieder eine fast geschäftlich klingende Nuance annahm. »Bedenke Volker, ich war jung und halt die wilde Vera. In dem Alter macht man auch Dinge, die man später so nicht wieder machen würde. Man macht und hält die Klappe. Der Zweck heiligt die Mittel. Auf jeden Fall wurde Gewalt beziehungsweise deren Verhinderung zum Gesprächsthema. So geht jeder seinen Weg.

Übrigens, als ich damals mit wildem aber klarem Verstand diese Aktion durchführte, war ich in dem gleichen Alter, in dem Simone war, als sie sich mit Evi zusammen auf ihre Reise ohne Wiederkehr begab.«

Volker wurde schlagartig kreideweiß, Vera kannte keine Gnade und fuhr fort ...












Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.


Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (47) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Der Tote im Zwillbrocker Venn (18) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Der hässliche Zwilling (14) Atlantis der Südsee (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)