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Sonntag, 31. Januar 2016

315 »Die Hölle unter unseren Füßen«

Teil 315 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 31.01.2016


Foto 1: Geysire weisen auf die unteriridische Hölle hin.

»Wir stehen hier über dem Höllenschlund!«, schreit der kleine schmächtige Mann. »Unter uns brodelt das Höllenfeuer! Es wird ausbrechen und diese sündige Welt austilgen im Höllenfeuer! Bereut eure Sünden! Wendet euch ab vom sündigen Treiben und bereut! Bereut, bevor es zu spät ist!« Gestenreich unterstreicht der Prediger einer der vielen amerikanischen Sekten seine düsteren Worte. Die Menschen reagieren teils belustigt, teils verärgert. Sie wollen sich die gute Laune an einem sommerlichen Tag im August im weltberühmten Yellowstone Nationalpark nicht trüben lassen. Sie wollen speiende Geysire sehen, blubbernde Heißwasserquellen und fantastisch anmutende Landschaften.

Foto 2: Überall tummeln sich Bären ...

»Überall tummeln sich hier Bären!«, so wütet der bärtige Prediger weiter. »Sie sind Boten des Teufels, Boten der Hölle! Bereut Eure Sünden, bevor es zu spät ist!« In der Tat: Der »Yellowstone Nationalpark« ist weltberühmt für Yogi Bears Brüder und Schwestern. Die putzig anmutenden Riesengesellen können aber auch sehr gefährlich werden. »Boten Satans« sind sie aber doch wohl nicht.

Verlassen wir erst einmal den zornigen Prediger. Reisen wir gemeinsam einige Jahrhunderte in die Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1565. Spanische Truppen besetzen mit brachialer Gewalt die Philippinen. Die Ureinwohner fliehen entsetzt vor der brachialen Übermacht und verstecken sich an den dicht bewaldeten Berg. Der rettende Berg schlummert. Der Pinatubo-Vulkan, im Westen der Insel Luzon gelegen, konnte urplötzlich das Feuer der Hölle ausspeien. Um 1441 und anno 1991 brach der Pinatubo aus. Am 15. Juni 1991, nach 550 Jahren des Schweigens, tat sich ein Tor zur Hölle auf, Lavaströme flossen die Flanken des Bergkegels hinab. Weitere Lavamassen wurden kilometerhoch in den Himmel geschleudert und fielen als tödliches Feuer vom Himmel.

Zum Glück hatten Experten bei seismologischen Messungen deutliche Vorzeichen richtig gedeutet und vor einem nahenden Ausbruch des Pinatubo gewarnt. Die unmittelbar gefährdeten Regionen wurden evakuiert, Zehntausende wurden kurzfristig umgesiedelt. Trotzdem starben rund tausend Menschen im Höllenfeuer des Vulkanausbruchs.

Foto 3: Die Magmablase unter dem Vulkankrater
So skurril das Gezeter des Predigers auch anmutete, so umschrieb er doch eine erschreckende Wahrheit. Seit Jahrzehnten gibt es Warnsignale, die auf einen Ausbruch des Supervulkans unter dem Yellowstone Nationalpark hinweisen. Eine gigantische Magmablase kann jederzeit an die Erdoberfläche und in den Himmel geschleudert werden. Mit katastrophalen Folgen!

Die Frage ist nicht, ob der Supervulkan ausbrechen wird, sondern wann das geschehen wird. Im Vergleich zu einer solchen Katastrophe wird der Ausbruch des Pinatubo wie ein lindes Lüftchen erscheinen. Eine unvorstellbare Explosion wird die Welt erschüttern. Der Höllenknall wird weltweit zu hören sein. Sieben Stunden wird der Schall von Amerika nach Deutschland unterwegs sein. Eine glühendheiße Lawine, 700 Grad Celsius heiß, wird sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreiten. Das Höllenfeuer wird mit mehreren hundert Stundenkilometern rasen und alles in Asche verwandeln.

Foto 4: Bären, Bären, Bären ...

Unvorstellbare Mengen an Material werden fünfzig Kilometer empor geschleudert werden und die Sonne verdunkeln. Totale Finsternis wird über weite Flächen hereinbrechen und alles Leben in tödliche Eiseskälte tauchen. Pflanzen werden absterben, weil sie das Sonnenlicht benötigen. Tiere, die sich von Pflanzen ernähren, werden verhungern, Menschen werden sterben. Und die, die überleben, werden Hungerkatastrophen unvorstellbaren Ausmaßes erleben. Diese Horrorvorstellung ist höchst real. Am 1. Juli 2014 vermeldete die »Süddeutsche Zeitung«, dass die bevorstehende »Yellowstone-Apokalypse« noch sehr viel schlimmer ausfallen wird als bisher schon angenommen: »Unter dem Yellowstone Nationalpark in den USA schwelt die riesige Magmakammer eines Supervulkans. Und die ist zweieinhalb Mal so groß wie bisher angenommen!«, berichten Seismologen der University of Utah. Weiter vermeldet Andreas Frey: »Im Yellowstone-Nationalpark in den USA sieht es aus, als hätte jemand mit einer gigantischen Axt hineingeschlagen. Es blubbert, es zischt, es stinkt – und nicht weit unter den Füßen schwelt die riesige Magmakammer eines Supervulkans.

Jetzt haben Seismologen der University of Utah den Untergrund unter weiten Teilen des BundesstaatsWyoming neu vermessen – und ziemlich gestaunt. Denn die Magmakammer ist zweieinhalb Mal so groß wie gedacht.«

Foto 5: Kochende Quelle, von der Höllenglut erhitzt...

Bob Smith berichtete auf der Herbstkonferenz der amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung, dass 35.000 Kubikkilometer geschmolzenes Gestein in der Unterwelt des Yellowstone National Parks nur darauf warten explosionsartig an die Erdoberfläche zu drängen. Die gigantische Lavahöhle liegt nach neuesten Erkenntnissen 15 Kilometer unter der Erde. Sie ist neunzig Kilometer lang und dreißig Kilometer breit. Es droht kein lokales Unglück, sondern eine Katastrophe, unter der die ganze Welt leiden wird. Ich muss mich wiederholen: Wir wissen nicht, wann es zu diesem gewaltigen Kataklysmus kommen wird. Wir wissen, dass die Katastrophe irgendwann eintreten wird.

Die Dunkelheit als Folge des Vulkanausbruchs wurde recht realistisch schon in vorchristlichen Zeiten beschrieben: Das »Buch Henoch« entstand im zweiten vorchristlichen Jahrhundert, vielleicht auch wesentlich früher. Es wurde nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen, gehört also zu den apokryphen Schriften des Judentums. Und doch wurden ganz offensichtlich Beschreibungen aus eben diesem Buch Henoch in Sachen Höllenfeuer von der katholischen Kirche herangezogen. Im »Buch Henoch« wird der Höllenpfuhl so beschrieben (103,7): »Und sei dir bewusst, dass sie (gemeint sind die Engel) eure Seelen in den Sheol (Hades oder Hölle) bringen werden und sie (die Seelen) werden Böses erleiden und eine schwere Prüfung durchzustehen haben, in Dunkelheit, Fesseln und brennenden Flammen.« In der Hölle wartet das Feuer auf die bösen Sünder (100,9): »Entsprechend der Taten der Bösen werden sie in lodernden Flammen brennen, schlimmer als Feuer!«

Sollten religiöse Visionäre als Höllenvisionen beschrieben haben, was sich höchst real ereignen wird, wenn ein »Supervulkan« wie jener unter dem Yellowstone Nationalpark in einer gigantischen Explosion die Hölle auf  Erden ausbrechen lassen wird?

Foto 6: Islamische Darstellung der »Hölle«

Auch der Koran kennt das Höllenfeuer.  Von den Griechen zur Buchreligion des Islam. Auch der Koran (Sure 4, 56) beschreibt es recht drastisch so: »Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, die werden wir im Feuer brennen lassen: So oft ihre Haut verbrannt ist, geben wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise.« In Sure 11 (106–107) steht zu lesen: »Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie laut aufheulen und hinausschreien, und wo sie weilen, solange Himmel und Erde währen, – soweit es dein Herr nicht anders will. Dein Herr tut, was er will.«

Im Koran (Sure 89,23) heißt es, dass die Hölle am Tag der Apokalypse »nahegebracht« wird. Das deutet darauf hin, dass das Höllenfeuer aus dem Leib der Erde zu den Menschen gelangt. Diesen Ausbruch der Hölle beschreibt die als heilig angesehene Hadith-Literatur, die zu den Werkender Überlieferung gehört. Die Sahih Muslim, die »Sechs Bücher«, gelten als Kanon der Hadith-Sammlungen. Während im Christentum apokryphe, nicht in den Kanon aufgenommene Bücher eher wenig beachtet werden, sind die apokryphen Texte des Koran höchst bedeutsam. »Sahih Muslim« (9. Jahrhundert) wird auch als »gesunde« oder »authentische Sammlung« bezeichnet. Dort heißt es über die Hölle: »Die Hölle wird an jenem Tag mit Hilfe von siebzig Tausend Seilen hervorgebracht werden, jedes Seil wird von siebzig Tausend Engeln gehalten.«

Foto 7: Gleich bricht »Old Faithful« aus!

Mit anderen Worten: Bis zum »jüngsten Tag« des Weltgerichts ist die Hölle noch in der Erde. Zum Tag des Weltuntergangs wird sie aus der Erde hervorgehoben. Für den Geologen wird hier, im religiösen Gewand, auf aus dem Erdinneren strömende Lavamassen hingewiesen: wie bei einem mörderischen Supervulkanausbruch etwa.

Wird der Supervulkan des »Yellowstone National Parks« vielleicht schon bald die nächste Apokalypse bewirken? Hank Heasler, Park Geologe, lässt keine Zweifel aufkommen: »Die Frage ist nicht, ob er ausbrechen wird, sondern wann.« Vor 2,1 Millionen Jahren spie der Supervulkan 2450 Kubikkilometer Magma empor. Vor 1,3 Millionen Jahren waren es »nur« 280 Kubikkilometer. Vor 640.000 Jahren kam es zur bislang letzten gewaltigen Entladung: 1.000 Kubikkilometer. Zum Vergleich: Der gewaltigste Vulkanausbruch der jüngsten Vergangenheit war der von 1815 in Indonesien. Der »Tambora« schleuderte 50 Kubikkilometer glühende Magma in die Luft. Bei der Apokalypse im Gebiet des »Yellowstone Nationalparks« vor 2,1 Millionen Jahren war es fast 50 Mal so viel!    

Foto 8: Unterirdisch brodelt es, oberirdisch sterben die Bäume ...

Die Stärke eines Vulkanausbruchs hängt von den Magmamengen ab, die zur Verfügung stehen. Um Vulkanausbrüche miteinander vergleichen zu können, wurde der »Explosivitäts-Index« (»VEI«) eingeführt. Die Skala reicht von 0 bis 8. Ein Punkt mehr auf der Skala bedeutet die Verzehnfachung des ausgespuckten Magmas. Ein Vulkan mit einem Index von 3 beispielsweise speit zehn Mal so viel Magma aus wie ein Kollege mit dem Index 2 und 100 Mal so viel wie einer mit Index 1. Eine Vulkaneruption der Indexstärke 8 ist schon unvorstellbar stark. Der Vulkan des »Yellowstone Nationalparks« wird den Rahmen der Skala sprengen und ihre höchste Markierung bei weitem überschreiten. Er wird mit der in der Wissenschaft akzeptierten Messlatte gar nicht mehr in seiner gewaltigen Größe erfasst werden können.

»Spüren Sie denn nicht, wie das Höllenfeuer anklopft? Gleich wird es einen siedenden Vorboten schicken, der zur Reue mahnt! Old Faithful mahnt: Bereut! Bereut! Bereut! Oder Ihr Sünder landet alle in der Höllenglut!« Der Prediger schweigt plötzlich. Denn tatsächlich ist etwas zu vernehmen: ein Rumoren, ein Fauchen, das aus dem Erdinneren zu kommen scheint. »Bereut! Bereut! Bereut!« ruft fast triumphierend der Prediger. Auch so etwas wie Schadenfreude schwingt in seiner Stimme mit.

Übrigens: Schon Karl May hat über den »Yellowstone National Park« geschrieben!

Zu den Fotos:
Fotos 1, 2, 4, 5, 7, 8: Walter Langbein Sen. 1963
Foto 3 (Die Magmablase unter dem Krater): wiki commons/ Kbh3rd
Foto 6 (Islamische Darstellung der Hölle): wiki commons/ Snailwalker 

316 »Winnetou, tödliches Gas und Old Faithful«
Teil 316 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 07.02.2016



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Sonntag, 6. Oktober 2013

194 »Abschied von Rapa Nui«

Teil 194 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von

Walter-Jörg Langbein

Bananenstauden wachsen aus
der Unterwelt.
Foto: Jürgen Huthmann
Kräftige Bananenstauden tragen üppige Büschel ... köstliche Früchte, nicht zu vergleichen mit den in der EU exakt reglementierten Sorten. Bald kann man die Bananen ernten ... Seltsam ... die Stauden scheinen mitten zwischen Steinbrocken zu wachsen. Ich trete näher. Die Stauden, so erkenne ich erst jetzt, wurzeln ein gutes Stück unter der Erdoberfläche, in einem Loch im steinigen Boden. Sie ragen aus dem Eingang zu einer der zahllosen Höhlen auf Rapa Nui in die Südseesonne. Sie wurzeln in der »Unterwelt« ...

So manche Woche habe ich auf der Osterinsel verbracht. Ich habe manchen Abend im Steinbruch an den sanften Hängen des »Rano Raraku«-Vulkans gesessen und das mysteriöse Eiland auf mich einwirken lassen. Ich habe die Verlorenheit des winzigen Eilands im unendlichen Pazifik nachts am Strand von Anakena gespürt, das ewige Rauschen der Wellen gehört ... das Rauschen des Windes in den Palmen. Und ich habe den klaren Sternenhimmel der Südsee genossen. Die große Welt der kleinen Osterinsel ist ein einziges Mysterium. Man muss es vor Ort erlebt haben, das »Geheimnis Osterinsel« lässt sich nicht in Worte fassen, nicht in stillen oder bewegten Bildern einfassen und schon gar nicht wissenschaftlich erklären. Immer wieder hat es mich in eine der Höhlen gezogen ...

Wer heute auch nur andeutungsweise von möglichen Kataklysmen spricht, wird rasch als »Untergangsprophet« verlacht.

Hämisch wird auf den 21. Dezember 2012 verwiesen, dem von den Mayas angeblich prophezeiten Termin für den Weltuntergang. Jener ominöse Termin verstrich, wir erinnern uns, ohne dass das Ende der Welt hätte beklagt werden müssen. Allerdings gab es auch keine Maya-Prophezeiung, die für den 21.12.2012 ein Desaster globalen Ausmaßes verkündet hätte.

Die Diskussionen um den 21.12.2012 sind vom Tisch ... Leider! Denn der 21.12. verstrich ohne Weltuntergang, doch die Apokalypse droht wirklich! Es kann nämlich nicht bestritten werden, dass es bereits gigantische Katastrophen auf unserem Planeten gab, die fast alles Leben auf Terra ausgelöscht hätten. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder zu einem realen Weltuntergangsszenario kommen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann alles Leben auf unserem Heimatplaneten ausgelöscht werden wird!

Eine Höhle wird erkundet.
Foto: Jürgen Huthmann
Was viele nicht wissen wollen: Der Ausbruch eines Supervulkans hätte beinahe unsere Erde in ein Totenhaus verwandelt.  Ein Supervulkan riss vor etwa 75.000 Jahren bei seinem explosiven Ausbruch auf der nördlichen Insel Sumatra im indischen Ozean eine gewaltige Wunde in Mutter Erde. Der Krater dürfte rund 5.000 Quadratkilometer groß gewesen sein. An seiner tiefsten Stelle entstand der Tobasee. Er ist immerhin über 1.100 Quadratkilometer groß. 2.300 Kubikkilometer Material wurden damals aus dem Höllenschlund der Erde mit unvorstellbarer Kraft in den Himmel geschleudert. Das war fast genau so viel wie so manches Mal beim Ausbruch des Vulkans im »Yellowstone Nationalpark«. Asche und riesige Gasmengen wurden auf die gesamte Erdoberfläche verteilt. Die Durchschnittstemperatur sank weltweit um 15 Grad.
    
Die Auswirkungen auf die gesamte Menschheit waren katastrophal: Fast wäre die Gattung Mensch ausgelöscht worden. Wie viele Menschen überlebten wohl damals? Wir wissen es nicht genau! Die Zahl bewegt sich damals aber eher im Tausender- als im Zehntausender-Bereich. Auch wenn wir es uns heute kaum vorstellen wollen ... Es gab fast so etwas wie einen Neuanfang der Menschheit. In der Bibel wird Ähnliches beschrieben: Gott ließ einen Großteil der Menschen bei einer gewaltigen Flut umkommen, nur wenige wurden gerettet.

Und im 1. Buch Mose (Kapitel 19) wird die Zerstörung von Sodom und Gomorrha beschrieben. Über diese neuerliche todbringende Aktion Gottes heißt es in den Versen 24 und 25: »Da ließ der Herr (Jahwe = Gott) Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.«

Es wurde viel darüber diskutiert, ob der zitierte Text auf einer realen Begebenheit basiert. Das ist möglich. Der unvorstellbare Ausbruch eines Supervulkans könnte als Vorlage für den mythisch-märchenhaft anmutenden Bibeltext gedient haben.

Koloss in Abendstimmung - Foto: W-J. Langbein


Eine ganze Reihe von Supervulkanen ist bekannt. Wir wissen, dass sie seit Ewigkeiten immer wieder ausgebrochen sind und so manches Mal eine wahre Hölle über die Erde kommen ließen. Auch in der Südsee gab es gewaltige Kataklysmen. Die Osterinsel selbst verdankt ihre Existenz gleich drei Vulkanen, die auf dem Grund des Pazifiks ausbrachen und gewaltige Magma-Mengen mit unvorstellbarer Gewalt aus der Erde ins Meer schießen ließen. Drei gewaltige Katastrophen schufen die Osterinsel. Drei Vulkanberge – Rano Kao, Poike und Maunga Terevaka –   entstanden, zufällig in unmittelbarer Nähe ... und formten den Grundstück für die Insel, die bei den Eingeborenen »Te Pito O Te Henua«, »Nabel der Welt« hieß.

Vulkanismus ließ Hunderte von Höhlen im Leib der Osterinsel entstehen. Aus Vulkangestein  wurden die Riesenstatuen der Osterinsel gemeißelt. Schon der  Weltreisende und Forscherautor Ernst von Hesse-Wartegg war von den großen Kulturen unseres Globus mehr als fasziniert. Die uralten Monumente verschlugen dem Weltenbummler den Atem.

Nichts aber verblüffte ihn so wie die  Osterinsel, wo die Kolosse stoisch jeder Erklärung trotzen. Von Hesse-Wartegg verfasste kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs sein reich bebildertes, großformatiges, zweibändiges Werk, betitelt »Die Wunder der Welt«. Natürlich geht er auch auf die monumentalen Steinskulpturen ein. Wir lesen (1) dass die schweigenden Riesen  seiner Meinung nach von »unbekannten Schöpfern« aus dem Vulkangestein gemeißelt wurden und »wahrscheinlich zu den ältesten Skulpturen der Menschheit« gezählt werden müssten. Frank Joseph kommt in seinem Editorial zur Fachzeitschrift »Ancient American« zu einem ähnlichen Ergebnis.

Er kam nach sorgsamen Untersuchungen zum Ergebnis: Die Statuen sind Jahrtausende, nicht nur Jahrhunderte alt.

So manches Mal habe ich zu Füßen einer der wieder aufgerichteten Kolosse auf der Osterinsel gesessen. Wenn wir nur wie ein Buch lesen könnten, was die steinernen Monumentalfiguren erlebt haben! Schon manches Mal bin ich in eine der Höhlen gekrochen und habe die mysteriöse Atmosphäre auf mich wirken lassen. Manchmal kam es mir vor, als sei ich wie Aladin in die Höhle der vierzig Räuber eingedrungen. Wände und Decken schillerten in bunten Farben. Da und dort blitzte es auf, als ob Edelsteine und Diamanten die Wände zieren würden. Auch kam es mir manchmal so vor, als würden Goldnuggets im Stein darauf warten, nur »gepflückt« zu werden. Tatsächlich gibt es Goldeinschlüsse.

Gold im Höhlengestein
Foto: Jürgen Huthmann
Und manchmal stößt man als Besucher in dieser fremden unterirdischen Welt auf seltsame Malereien, die vor Jahrhunderten geschaffen wurden. Besonders beliebt war wohl  das Motiv des geheimnisvollen Vogelmenschen! Immer wieder stand ich ratlos vor Felsgravuren. Der poröse Untergrund ließ keine scharf umrissenen Ritzzeichnungen zu. So wirken die Felsgravuren oft verwaschen und undeutlich. Es soll aber einst Eingeweihte gegeben haben, die sie wie ein Buch lesen konnten.

»Du fliegst morgen am Vormittag zurück nach Santiago de Chile?«, fragte mich der Besitzer meiner Pension. Als ich nickte, murmelte er etwas von »moderner Technik«, behauptete dann aber, seine Vorfahren hätten bereits vor »vielen, vielen Jahrhunderten« den Pazifik befahren und fremde Inseln besucht. »Sie brachten heilige Steinmesser in entfernteste Ecken des Pazifik ... zu Inseln, die einst durch eine große Landbrücke mit Rapa Nui verbunden waren!« Gab es einst Handelsbeziehungen zwischen den verschiedenen Inseln im Pazifik? Oder wurden die Eiland von primitiven Kannibalen bewohnt, die keine Seefahrt betreiben konnten?

Wie weit seine Vorfahren denn gekommen seien, wollte ich wissen. »Bis nach Französisch Polynesien!«, lautete die Antwort. Was ich in Gedanken lächelnd als übertriebenen Patriotismus eines stolzen Osterinsulaners abtat, sollte sich als wahr herausstellen. So haben zwei Wissenschaftler konkrete Beweise für die rege, ja unglaubliche Reisetätigkeit der alten Polynesier entdeckt. Geht man doch davon aus, dass die Osterinsulaner vor einigen Jahrhunderten mit ihren primitiven Kähnen oder Flößen die unmittelbare Umgebung ihrer Heimatinsel erreichen konnten. Und jetzt soll es einen Transport von Steinwerkzeugen über Tausende von Kilometern gegeben haben?

Die beiden australischen Experten von der »University of Queensland« veröffentlichten im renommierten Wissenschaftsmagazin »Science« (3) Erstaunliches. Geochemiker Kenneth Collerson und Archäologe Marshall Weisler analysierten neunzehn antike Steinmesser, die auf verschiedenen Atollen von Französisch Polynesien zusammengetragen worden waren. Ergebnis von Massenspektrometrie und Isotopenanalyse: das Material von Steinäxten und Steinklingen stammte nicht von einer nahegelegenen Insel wie Tahiti, sondern von »Isla la Pascua«, von der Osterinsel. 4.000 Kilometer weit war es einst transportiert worden.

Abschied von der Osterinsel - Foto: W-J. Langbein


Abschied von der Osterinsel ... nahm ich schon so manches Mal. Und fast bei jedem Besuch gab es für mich ein unerwartetes »Abschiedsgeschenk« zum Schluss. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt auf jenem kleinen Eiland am Ende der Welt. Die Nachkommen der Statuenbauer haben sich immer gefreut, wenn sie spürten, dass ich mich wirklich für sie und ihre Heimat in der Südsee interessiere. So mancher Insulaner verriet mir, dass er Verachtung empfindet ... für jene Schnell-schnell-Touristen, die letztlich uninteressiert die Insel der Riesenstatuen als eine von vielen Attraktionen einer Reise durch den Pazifik so schnell wie möglich abhaken.

Und so wurde mir manches Kleinod gezeigt, das Schnell-Schnell-Touristen nie zu Gesicht bekommen. So führte man mich an gravierte Steine, die schon seit Jahrhunderten der Witterung schutzlos ausgesetzt sind. Was war da zu sehen? Ich legte mich flach auf den Bauch, tastete die kaum zu spürenden, geschweige denn zu sehenden Linien ab.

Waren das Tiere oder Fabelwesen? Waren das urzeitliche Monster oder Märchenfiguren? Ich meinte so etwas wie einen saurierartigen Fisch erkennen zu können (links im Bild) ... und so etwas wie ein reptilienhaftes Wesen, das soeben in einer Höhle verschwand. »In unserer Vergangenheit gab es Rätselhaftes ... sehr seltsame, Furcht einflößende Tiere.

Die Erzählungen, in denen sie einst beschrieben wurden ... sie sind vergessen. Die in den Stein gravierten Abbildungen dieser Wesen sind schon fast verschwunden und werden bald nicht mehr zu sehen sein! Die Insel, wie sie einst war, verabschiedet sich. Wir verabschieden uns von unserer Vergangenheit, auch wenn wir noch so sehr bemüht sind, die Erinnerungen zu wahren!«

Fabeltiere oder Monsterwesen? Fotos: Archiv W-J. Langbein


Fotos
Die Darstellungen der beiden Monsterwesen basiert auf eigener Untersuchung der Steingravur, auf eigenen vor Ort angefertigten Zeichnungen und Zeichnungen, die mir vor Ort ausgehändigt wurden.
Ich danke den zahlreichen Informanten auf der Osterinsel, die mir die interessanteste Insel der Welt nahegebracht haben!

Dank
Mein Dank geht an meinen wackeren Reisegefährten Jürgen Huthmann: für die Fotos, die ich in der vorliegenden Folge meiner Blogserie verwenden durfte! Das Copyright der Fotos liegt natürlich bei Jürgen Huthmann!

Fußnoten
1 Hesse-Wartegg, Ernst von: »Die Wunder der Welt«, Band 1, Stuttgart, Berlin, Leipzig, o.J., S. 473 u. 474
2 Joseph, Frank: »Editorial: Vindication at Easter Island«,
     »Ancient American«, Nr. 12/ February February/ March 1996, Colfax,
     Wisconsin, USA
3 Bd. 317, 2007, zitiert nach Kurt de Swaaf, »Der Standard«,  28. September 2007

»Der Hebel Gottes«,
Teil 195 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 13.10.2013



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Dienstag, 24. November 2009

2012 von Roland Emmerich - Ein Märchen des Weltraumzeitalers

Filmrezension
von Walter-Jörg Langbein

Fernsehlegende »Inspektor Columbo« fragt einen Tanzlehrer, was er denn machen könne... er sei leider ein sehr schlechter Tänzer. Wie kann er diese Kunst erlernen? Die Antwort lautet: »Werden Sie doch Kritiker!« Sollte es sich bei Kritikern tatsächlich um Menschen handeln, die – gern sehr abfällig – just die Fähigkeiten anderer beurteilen, die sie selbst nicht haben? Gewiss, das ist ein verallgemeinerndes Pauschalurteil. Wenn ich allerdings so mache negative Kritik von Emmerichs »2012« lese, drängt sich mir ein Gedanke auf: Wird da konzentriert nach Minuspunkten gesucht, um einen der wahrscheinlich erfolgreichsten Filme der Leinwandgeschichte schlecht aussehen zu lassen? Können deutsche Kritiker einen Film eher dann loben, wenn er feingeistig und möglichst langweilig ist?

158 Minuten lang währt Roland Emmerichs »2012«. 200 000 000 Euro soll das Filmepos gekostet haben. Ich sage es ohne Vorbehalt: der Film nicht eine Minute zu lang, jeder Euro hat sich gelohnt. »2012« von Roland Emmerich ist spannend bis zur letzten Sekunde. Nie zuvor habe ich so atemberaubendes Kino erlebt. Nie zuvor wurden Katastrophen so gigantischen Ausmaßes so perfekt für’s Kino inszeniert, nie zuvor wurden kleinste Einzelheiten so liebevoll ins Bild gesetzt. Es gibt so viele Details auf riesigen Bildern zu sehen, man sollte mehrfach ins Kino gehen!

Für mich ist »2012« von Roland Emmerich perfekte Kinounterhaltung. Wer rund zweieinhalb Stunden brillante Tricktechnik mit atemraubender Wirkung erleben möchte, der wird von »2012« von Roland Emmerich begeistert sein. Wer allerdings ein verfilmtes religiöses Traktat über die heutige Lehre der katholischen Kirche von der Apokalypse erwartet, der wird vom Film enttäuscht sein. Überhaupt nicht auf seine Kosten wird auch kommen, wer eine sozialkritische Auseinandersetzung mit der hierarchischen Struktur bei den Mayas erhofft. Oder um es noch stärker zu überspitzen: Wer Stan Laurel und Oliver Hardy zu sehen wünscht, der sollte nicht in »2012« von Roland Emmerich gehen.

»2012« ist hervorragende Kinounterhaltung, kein feingeistig-elegisches Werk der Kinoavantgarde. Es geht nicht um hohe Literatur, es wird kein Shakespeare geboten, sondern spannende Unterhaltung. »2012« ist perfektes Entertainment, keine filmische Aufarbeitung der modernsten Erkenntnisse der Geologie. »2012« bietet ein Feuerwerk der Spannung. Die Hauptprotagonisten, Mitglieder einer gar nicht so ganz heilen Familie, hetzen von Kontinent zu Kontinent. Sie fliehen im Auto, Wohnmobil, im kleinen und im großen Flugzeug vor den sich aufreißenden Schlünden des höllischen Infernos. Sie überleben schließlich, weil sie als Familie zusammenhalten.

Richtig ist: die »wissenschaftliche Begründung« für die weltweite Apokalypse ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Beschreibung der katastrophalen Ereignisse hat mit einer möglichen Wirklichkeit nichts zu tun: Heftigste Sonneneruptionen werden angeführt, Neutrinos, die sich angeblich plötzlich wie Mikrowellen verhalten. Im Film sind es die Sonneneruptionen, die den Erdkern extrem erhitzen, was dann zu gewaltigen Erdverschiebungen in unvorstellbarem Ausmaß und in kürzester Zeit führt. Was erzählt uns der Film: Wir erfahren von Kontinenten, die innerhalb von Stunden Tausende von Kilometern wandern und wieder abbremsen...von einer vollkommenen Umgestaltung des Antlitzes von Planet Erde... von einem Emporheben des Kontinents Afrika innerhalb weniger Stunden... Das alles ist, gelinde gesagt, starker Tobak und wissenschaftlich nicht haltbar.

Es geht aber in Emmerichs »2012« nicht um wissenschaftliche Abhandlungen über Geologie, es geht – ich wiederhole mich – um Kinounterhaltung. In der Welt des Kinos hat auch der Schöpfer von apokalyptischen Visionen jede Freiheit. Die Story hat Vorrang, das ist legitim. Und die Story wird mit imposantem Tempo spannend erzählt. Hauptgeschichte des Films ist die Flucht einer Familie. Immer wieder gelingt es, dem Tod in letzter Sekunde von der Schippe zu springen. Mag sein, dass da und dort die Logik auf der Strecke bleibt.

Ganz sicher ist der Film immer wieder höchst unrealistisch. Doch Vorsicht: der apokalyptische Ausbruch des Supervulkans im Yellowstone Nationalpark ist von Emmerich fast zu harmlos und nicht übertrieben dargestellt. Der Supervulkan ist real, sein nächster Ausbruch überfällig. Seit Jahrmillionen explodiert er regelmäßig etwa alle 600 000 Jahre... passend zur Mayaphilosophie
von den sich ewig wiederholenden Zyklen.



Vermeintliche Logikfehler werden von skeptischen Kritikern gern betont, wenn es um Blockbuster wie die von Roland Emmerich geht. Sie wurden schon in Verrissen von »Stargate« und von »Independence Day« betont. Bei Filmen ohne wirklich verständliche Handlung wie »Mulholland Drive« von David Lynch indes sind Unverständlichkeit und das Fehlen einer durchgehenden Handlung Merkmale der vermeintlich besonders edlen Filmkunst.

Und dabei bietet »2012« durchaus auch handfeste Kritik. Der Untergang der Welt kündigt sich an. Die mächtigen Wissenden verschweigen der Weltbevölkerung die bedrohliche Zukunft. Wer das fürchterliche Geheimnis auszuplaudern im Begriff steht, wird liquidiert. Die Morde werden als »Unfälle« kaschiert. Überleben können von der gesamten Weltbevölkerung nur wenige. dürfen sollen vor allem die Mächtigen und Reichen. Für eine Milliarde Euro kann sich der Superreiche einen Platz auf einer der Archen sichern – und überleben. Der Arme bleibt auf der Stecke. Der Mächtige organisiert das Überleben der Regierenden und Reichen, und das unter dem Deckmäntelchen der Rettung von »Spezies Mensch«.

»2012« von Roland Emmerich ist eine modernes Märchen des Weltraumzeitalers, erzählt als Filmspektakel mit modernsten Methoden, die Hollywood für viel Geld kaufen kann! Wie in allen Märchen gewinnen die Guten und verlieren die Bösen. Menschlichkeit siegt über Unmenschlichkeit. In der Realität obsiegt indes oft das Böse. Doch Märchen träumen nun einmal von einer Welt, in der die Guten den Sieg erringen. Wünschenswert ist so eine Welt allemal.

Hier gibt es die Hintergrundinformationen zum Themenkreis rund um das Jahr 2012, den Mayakalender und den Untergang der Welt:
(Die Botschaft der Mayas)
von Walter-Jörg Langbein
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