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Dienstag, 24. November 2009

2012 von Roland Emmerich - Ein Märchen des Weltraumzeitalers

Filmrezension
von Walter-Jörg Langbein

Fernsehlegende »Inspektor Columbo« fragt einen Tanzlehrer, was er denn machen könne... er sei leider ein sehr schlechter Tänzer. Wie kann er diese Kunst erlernen? Die Antwort lautet: »Werden Sie doch Kritiker!« Sollte es sich bei Kritikern tatsächlich um Menschen handeln, die – gern sehr abfällig – just die Fähigkeiten anderer beurteilen, die sie selbst nicht haben? Gewiss, das ist ein verallgemeinerndes Pauschalurteil. Wenn ich allerdings so mache negative Kritik von Emmerichs »2012« lese, drängt sich mir ein Gedanke auf: Wird da konzentriert nach Minuspunkten gesucht, um einen der wahrscheinlich erfolgreichsten Filme der Leinwandgeschichte schlecht aussehen zu lassen? Können deutsche Kritiker einen Film eher dann loben, wenn er feingeistig und möglichst langweilig ist?

158 Minuten lang währt Roland Emmerichs »2012«. 200 000 000 Euro soll das Filmepos gekostet haben. Ich sage es ohne Vorbehalt: der Film nicht eine Minute zu lang, jeder Euro hat sich gelohnt. »2012« von Roland Emmerich ist spannend bis zur letzten Sekunde. Nie zuvor habe ich so atemberaubendes Kino erlebt. Nie zuvor wurden Katastrophen so gigantischen Ausmaßes so perfekt für’s Kino inszeniert, nie zuvor wurden kleinste Einzelheiten so liebevoll ins Bild gesetzt. Es gibt so viele Details auf riesigen Bildern zu sehen, man sollte mehrfach ins Kino gehen!

Für mich ist »2012« von Roland Emmerich perfekte Kinounterhaltung. Wer rund zweieinhalb Stunden brillante Tricktechnik mit atemraubender Wirkung erleben möchte, der wird von »2012« von Roland Emmerich begeistert sein. Wer allerdings ein verfilmtes religiöses Traktat über die heutige Lehre der katholischen Kirche von der Apokalypse erwartet, der wird vom Film enttäuscht sein. Überhaupt nicht auf seine Kosten wird auch kommen, wer eine sozialkritische Auseinandersetzung mit der hierarchischen Struktur bei den Mayas erhofft. Oder um es noch stärker zu überspitzen: Wer Stan Laurel und Oliver Hardy zu sehen wünscht, der sollte nicht in »2012« von Roland Emmerich gehen.

»2012« ist hervorragende Kinounterhaltung, kein feingeistig-elegisches Werk der Kinoavantgarde. Es geht nicht um hohe Literatur, es wird kein Shakespeare geboten, sondern spannende Unterhaltung. »2012« ist perfektes Entertainment, keine filmische Aufarbeitung der modernsten Erkenntnisse der Geologie. »2012« bietet ein Feuerwerk der Spannung. Die Hauptprotagonisten, Mitglieder einer gar nicht so ganz heilen Familie, hetzen von Kontinent zu Kontinent. Sie fliehen im Auto, Wohnmobil, im kleinen und im großen Flugzeug vor den sich aufreißenden Schlünden des höllischen Infernos. Sie überleben schließlich, weil sie als Familie zusammenhalten.

Richtig ist: die »wissenschaftliche Begründung« für die weltweite Apokalypse ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Beschreibung der katastrophalen Ereignisse hat mit einer möglichen Wirklichkeit nichts zu tun: Heftigste Sonneneruptionen werden angeführt, Neutrinos, die sich angeblich plötzlich wie Mikrowellen verhalten. Im Film sind es die Sonneneruptionen, die den Erdkern extrem erhitzen, was dann zu gewaltigen Erdverschiebungen in unvorstellbarem Ausmaß und in kürzester Zeit führt. Was erzählt uns der Film: Wir erfahren von Kontinenten, die innerhalb von Stunden Tausende von Kilometern wandern und wieder abbremsen...von einer vollkommenen Umgestaltung des Antlitzes von Planet Erde... von einem Emporheben des Kontinents Afrika innerhalb weniger Stunden... Das alles ist, gelinde gesagt, starker Tobak und wissenschaftlich nicht haltbar.

Es geht aber in Emmerichs »2012« nicht um wissenschaftliche Abhandlungen über Geologie, es geht – ich wiederhole mich – um Kinounterhaltung. In der Welt des Kinos hat auch der Schöpfer von apokalyptischen Visionen jede Freiheit. Die Story hat Vorrang, das ist legitim. Und die Story wird mit imposantem Tempo spannend erzählt. Hauptgeschichte des Films ist die Flucht einer Familie. Immer wieder gelingt es, dem Tod in letzter Sekunde von der Schippe zu springen. Mag sein, dass da und dort die Logik auf der Strecke bleibt.

Ganz sicher ist der Film immer wieder höchst unrealistisch. Doch Vorsicht: der apokalyptische Ausbruch des Supervulkans im Yellowstone Nationalpark ist von Emmerich fast zu harmlos und nicht übertrieben dargestellt. Der Supervulkan ist real, sein nächster Ausbruch überfällig. Seit Jahrmillionen explodiert er regelmäßig etwa alle 600 000 Jahre... passend zur Mayaphilosophie
von den sich ewig wiederholenden Zyklen.



Vermeintliche Logikfehler werden von skeptischen Kritikern gern betont, wenn es um Blockbuster wie die von Roland Emmerich geht. Sie wurden schon in Verrissen von »Stargate« und von »Independence Day« betont. Bei Filmen ohne wirklich verständliche Handlung wie »Mulholland Drive« von David Lynch indes sind Unverständlichkeit und das Fehlen einer durchgehenden Handlung Merkmale der vermeintlich besonders edlen Filmkunst.

Und dabei bietet »2012« durchaus auch handfeste Kritik. Der Untergang der Welt kündigt sich an. Die mächtigen Wissenden verschweigen der Weltbevölkerung die bedrohliche Zukunft. Wer das fürchterliche Geheimnis auszuplaudern im Begriff steht, wird liquidiert. Die Morde werden als »Unfälle« kaschiert. Überleben können von der gesamten Weltbevölkerung nur wenige. dürfen sollen vor allem die Mächtigen und Reichen. Für eine Milliarde Euro kann sich der Superreiche einen Platz auf einer der Archen sichern – und überleben. Der Arme bleibt auf der Stecke. Der Mächtige organisiert das Überleben der Regierenden und Reichen, und das unter dem Deckmäntelchen der Rettung von »Spezies Mensch«.

»2012« von Roland Emmerich ist eine modernes Märchen des Weltraumzeitalers, erzählt als Filmspektakel mit modernsten Methoden, die Hollywood für viel Geld kaufen kann! Wie in allen Märchen gewinnen die Guten und verlieren die Bösen. Menschlichkeit siegt über Unmenschlichkeit. In der Realität obsiegt indes oft das Böse. Doch Märchen träumen nun einmal von einer Welt, in der die Guten den Sieg erringen. Wünschenswert ist so eine Welt allemal.

Hier gibt es die Hintergrundinformationen zum Themenkreis rund um das Jahr 2012, den Mayakalender und den Untergang der Welt:
(Die Botschaft der Mayas)
von Walter-Jörg Langbein
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http://www.2012-weltuntergang.com/

Sonntag, 18. Oktober 2009

Geheimnisse der Osterinsel

Teil III der Serie
»Das Atlantis der Südsee«
von Walter-Jörg Langbein


»Nan Madol«, fast 100 künstliche Inseln im Pazifik, lassen uns nach wie vor staunen. Sind die kaum bekannten mysteriösen, wirklich monsterhaften Ruinen aus uralten Zeiten vielleicht monumentale Reste des versunkenen Atlantis der Südsee?

Gibt es für diese Annahme Belege? Ich fand sie auf der geheimnisvollsten Insel unseres Planeten, auf der Osterinsel. Das mysteriöse Eiland ist das wohl abgelegenste Flecken unseres Planeten. Die gigantischen Steinstatuen haben ihre Heimat weltberühmt gemacht. Auf der einsamen Osterinsel herrscht eine seltsame Atmosphäre, die sich nicht wirklich in Worte fassen lässt. Es ist, als sei die Zeit auf der Osterinsel vor vielen Jahrhunderten stehen geblieben.

Im Steinbruch, wo die Osterinselkolosse aus dem Vulkan geschlagen wurden, meint man förmlich die Künstler hören zu können. Halbfertige Statuen hängen noch im Vulkan, fertige wurden nur wenige Meter transportiert, andere wiederum hat man schon quer über die ganze Insel transportiert. Wer auch immer die riesigen Standbilder schuf, hat von heute auf morgen die Arbeit unterbrochen und nicht wieder aufgenommen. Warum? Hat eine gewaltige Katastrophe das »Projekt Riesenstatuen« abrupt beendet?

Der frühe Weltreisende und Forscherautor Ernst von Hesse-Wartegg besuchte auch die Osterinsel. In höchstem Maße beeindruckt hielt er kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in seinem zweibändigen Werk »Die Wunder der Welt«, dass die schweigenden Riesen von »unbekannten Schöpfern« gemeißelt wurden und »wahrscheinlich zu den ältesten Skulpturen der Menschheit« gezählt werden müssen. Ob die Kolosse tatsächlich so alt sind? Widersprüchlich sind die Aussagen über die Motive der Bildhauer der Osterinsel. Einerseits heißt es, sie hätten aus Mangel an Holz zu Stein als Material greifen müssen, um sich künstlerisch zu verwirklichen. Andererseits stand ihnen dann angeblich Holz in Hülle und Fülle zur Verfügung, um die beeindruckenden Kunstwerke zu transportieren.

Ein weiteres Rätsel der Osterinsel ist die Urheimat ihrer Bevölkerung. Woher kamen die Menschen, die das Inselchen besiedelten?

Schriftliche Überlieferungen in Buchform gibt es keine... wohl aber seit ewigen Zeiten mündlich weitergereichte Erzählungen. Allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz ist es bis heute nicht gelungen, die »sprechenden Hölzer« der Osterinsel zum Reden zu bringen. Die hölzernen Schrifttäfelchen sind nach wie vor nicht entziffert worden. Werden wir sie je wie ein Buch lesen können?

Das Geheimnis der mysteriösen Zeichen wurde von Generation zu Generation nur wenigen würdigen Insulanern enthüllt und so weiter gereicht. Ob es heute noch Osterinsulaner gibt, die die uralte Schrift verstehen? Wenn ja, dann behalten sie ihr Wissen für sich und weihen uns »Zivilisierte« nicht ein. Das darf nicht verwundern! Kontakte mit der sogenannten »zivilisierten Welt« brachten der Osterinsel im Verlauf der letzten Jahrhunderte nur Schlechtes:

Viele Insulaner wurden in die Sklaverei verschleppt. Schlimme Krankheiten wurden auf die friedliche Insel gebracht, so dass die Bevölkerung fast vollständig dahingerafft wurde. Zeitweise war die Osterinsel quasi Privatbesitz von Viehfarmern. Und immer wieder trachteten vermeintliche »kultivierte« Besucher, den Menschen der Osterinsel fremde Lebensweisen aufzuzwingen und ihre Religion zu zerstören.

Heute – und ich weiß das von meinen Besuchen auf der Osterinsel – besinnen sich die Menschen wieder ihrer Wurzeln. Die fast in Vergessenheit geratene Sprache der Insel, das Rapanui, wird wieder verstärkt gesprochen. Der Stolz auf die eigene Geschichte wächst. Man möchte nicht »zivilisiert« werden und wehrt sich gegen Überfremdung durch Touristen. So gab es Anfang September 2009 Unruhen auf der Osterinsel. Die gigantische Landebahn, auf der Spaceshuttles landen können, wurde besetzt. Etwa zwei Tage lang konnten keine Flugzeuge landen oder starten. Deutlich zu spüren ist die Skepsis vieler Einheimischer gegenüber der viel gerühmten modernen Zivilisation.

Die Situation der Osterinsulaner ist dabei alles andere als einfach: Das Eiland ist vollkommen abhängig vom chilenischen »Mutterland«. So gut wie alles, was man zum Leben braucht, muss vom südamerikanischen Festland her eingeflogen werden. Ob die Osterinsel jemals wirklich unabhängig werden kann?

Uralte Überlieferungen besagen, dass die Urbewohner der Osterinsel einst in grauer Vorzeit von der Fremde einwanderten. Sie lebten ursprünglich auf Maori Nui Nui, zu Deutsch »Groß Maori«. Dort regierte König Taenen Arei, der alles andere als ein leichtes Amt hatte. Die Existenz der Insel Maori Nui Nui stand auf dem Spiel. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Maori Nui Nui von Naturgewalten zerstört sein würde. Dann würden alle Bewohner sterben. Maori Nui Nui würde wie ein Atlantis der Südsee im Meer versinken!

In dieser schweren Zeit übernahm Taenen Areis Sohn, Hotu Matua, die Regierungsgewalt. Er ließ die tüchtigsten Seefahrer als Kundschafter ausschwärmen. Gab es denn nirgendwo eine Insel, die die Katastrophe überdauern würde? Die Männer kehrten aber immer wieder enttäuscht von ihren gefährlichen Missionen zurück. Es schien kein Eiland in erreichbarer Nähe zu geben, auf das die Bewohner von Maori Nui Nui hätten fliehen können. Ein trauriges Schicksal stand dem ganzen Volk bevor. Der Tod aller schien nicht mehr abgewendet werden zu können!


Im letzten Augenblick griff ein fliegendes himmlisches Wesen ein, der mächtige Gott Make Make. Er stieg vom Himmel herab, ergriff den Priester Hau Maka und transportierte ihn - wie den biblischen Hesekiel - durch die Lüfte. Auf einem fernen, unbewohnten Eiland setzte er ihn ab. Make Make erklärte dem Priester, wie man von seiner alten Heimat zur neuen Insel gelangen konnte. Er warnte vor gefährlichen Felsenriffen und wies auf Vulkane hin. Er zeigte ihm eine Kuriosität: »weiches Gestein«. Nach der Überlieferung betrat der Geistliche neugierig eben dieses »weiche Gestein«. Seine Füße hinterließen Spuren darin. Vermutlich handelte es sich um noch nicht ganz erstarrte Lava.

Make Make, der fliegende Gott, unterrichtete den Priester noch im Gebrauch von Schilfrohr, etwa für den Hausbau, zeigte ihm eine Bucht, die als natürlicher Hafen geradezu ideal war, und flog ihn wieder durch die Lüfte in seine alte Heimat zurück. Hau Maka verstand nicht, was ihm widerfahren war. Konnte es denn etwas anderes als ein Traum gewesen sein? Wohl kaum! Fliegende Götter, die Menschen durch die Lüfte transportieren... die durfte es damals wohl ebenso wenig geben... wie in unseren Tagen UFOs. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, musste der Gottesmann also geträumt haben! Aufgeregt berichtete er seinem König.

Der Regent griff nach dem sprichwörtlichen Strohhalm. Er wählte sofort die sieben besten Kundschafter aus. Sie wurden genau instruiert, wo nach dem Traum die fremde Insel zu finden war. Und just dort entdeckten die sieben wackeren Seemänner tatsächlich eine menschenleere Insel. Sie war die perfekte neue Heimat. Kaum war dem König die frohe Botschaft übermittelt worden, befahl der den Massenexodus seines gesamten Volkes. Die gesamte Bevölkerung von Maori Nui Nui zog um und erreichte problemlos ein relativ kleines Eiland, ihre neue Heimat - die Osterinsel.

König Hotu Matua sandte Kundschafter aus, die erst einmal die Insel in Augenschein nehmen sollten. Dabei stießen die Männer immer wieder auf Spuren, die der Priester bei seinem »Traumbesuch« hinterlassen hatte. Ganz offensichtlich war der Mann wirklich, sprich körperlich und nicht nur im Geiste, vom fliegenden Gott Make Make befördert worden. Offensichtlich hatte er das exotische Inselchen wirklich betreten.

Ich muss eine der zentralen Fragen wiederholen: Wo lag diese geheimnisvolle Urheimat der Osterinsulaner? Was war dieses Maori Nui Nui überhaupt? Bleiben wir bei der mündlichen Tradition. Die alte Mythologie der Osterinsel – über viele Generationen mündlich überliefert - erinnert daran, dass das rätselhafte Eiland einstmals zu einem Kontinent gehörte, der größtenteils im Meer versank: »Der Jüngling Tea Waka sagte: ›Unsere Erde war früher ein großes Land, ein sehr großes Land.‹ Kuukuu fragte ihn: ›Aber warum wurde das Land klein?‹ Tea Waka antwortete: ›Uwoke senkte seinen Stab darauf. Er senkte seinen Stab auf die Gegend von Ohio. Es erhoben sich Wellen, und das Land ward klein. Von nun an wurde es Te-Pito-o-te-Henua, der Nabel der Erde genannt.‹‹‹

In einer anderen Überlieferung, die uraltes Wissen bis in unsere Tage vor dem Vergessen bewahrt, heißt es: »Kuukuu sagte zu ihm: ›Früher war diese Erde groß.‹ Der Freund Tea Waka sagte: ›Diese Gegend nennt sich Ko-te-To-monga-o-Tea-Waka.‹ Ariki Hotu Matua fragte: ›Warum versank das Land?‹ ›Uwoke machte das; er versenkte das Land‹, antwortete Tea Waka. ›Von nun an wurde das Land Te-Pito-o-te-Henua genannt.‹ Te-Pito-o-te-Henua, ›Nabel der Welt‹!« Für den Ethnographen John Macmillan Brown war der Sachverhalt eindeutig. Seiner Meinung nach gab es einst westlich von Südamerika einen riesigen Kontinent, der in den Fluten des Meeres versank. Er schreibt: »Die Osterinsel ist der Überrest eines Atlantis der Südsee, das durch eine Naturkatastrophe weitgehend zerstört wurde.«

Kann man mythologische Überlieferungen wie jene der Südsee ernst nehmen, darf man sie als verlässliche Quelle heranziehen? Darf man alten »Märchen« Glauben schenken? Mündliche Überlieferungen sind bis heute die einzigen greifbaren Zeugnisse, die von der uralten Geschichte der Osterinsel berichten. Mit der Frage nach der Glaubwürdigkeit der uralten Überlieferungen hat sich kaum jemand so intensiv auseinandergesetzt wie Dr. Fritz Felbermayer. Felbermayer fasste die Ergebnisse seiner langjährigen wissenschaftlichen Studien vor Ort in dem Buch »Sagen und Überlieferungen der Osterinsel« zusammen. Als Auszeichnung wurde ihm der Orden »De Merito de Jose Miguel Carrera« verliehen. Als einziger Ausländer holte man ihn in den »Rat chilenischer Geschichte«.

Ich habe vor nunmehr 35 Jahren, am 25. August 1974, Dr. Felbermayer interviewt: »Kann man die Überlieferungen über das Eingreifen Make Makes in die menschlichen Geschicke für bare Münze nehmen? Wurden die Osterinsulaner wirklich vom versinkenden Atlantis der Südsee auf die Osterinsel evakuiert?«

Dr. Fritz Felbermayer antwortete: »Es ist meine felsenfeste Überzeugung, dass diese Überlieferung eine absolut wahre Begebenheit beschreibt. Von den alten Insulanern wird diese Tatsache so klar und ohne Zögern wiedererzählt, und immer in derselben Weise. Es werden Namen genannt, die einfach nicht erfunden wurden. So konnte ich diese Begebenheiten ohne jeden Zusatz aufschreiben. Im Vorwort meines Buches habe ich auf eine Sache hingewiesen, die Sie lesen müssen: ›Wenn derjenige, der gerade erzählte, sich irrte oder auch nur einige wenige Worte änderte, die an sich ohne Bedeutung waren, so protestierten die anderen Zuhörer so lange, bis der Sprecher die Worte genauso wiedergab, wie sie die Vorfahren berichteten.‹«

Für Dr. Felbermayer gab es keinen Zweifel: Die Osterinselmythen sind ebenso wahr wie Homers Hinweise auf Troja. Dr. Felbermayer: »Auch König Hotu Matua ist bestimmt keine ›Sagengestalt‹, sondern ein Mann, der wirklich gelebt hat und sein Volk auf die Osterinsel brachte. Reale Historie ist auch die Geschichte von Make Make, von den sieben Seefahrern, vom Exodus von ›Maori Nui Nui‹ auf die Osterinsel.« Dr. Felbermayer weiter: »Ich halte diese Überlieferung für wahr! Wir können sicher sein, dass die Fahrt stattfand!«

Es gab also ein »Atlantis der Südsee«, das in einer apokalyptischen Katastrophe versank. Die Ruinenstadt von »Nan Madol« und die steinernen Kolosse der Osterinsel erinnern mahnend an ein Unglück unvorstellbaren Ausmaßes. Aber es geht nicht nur um die Vergangenheit unseres Planeten. Die Zukunft steht auf dem Spiel. Die Monsterwellen unserer Tage rufen das Entsetzen aus uralten Tagen in Erinnerung. Sie mahnen aber auch: Weltweite Apokalypsen können sich jederzeit wiederholen. Gewaltige Katastrophen werden über die Erde hereinbrechen: nach erdgeschichtlichen Maßstäben wird das schon sehr bald geschehen. Wer warnend die Stimme erhebt, wird gern als »Schwarzseher« lächerlich gemacht. Aber macht es denn Sinn, den Kopf aus Angst vor apokalyptischen Ereignissen in den Sand zu stecken?

In den Kinos der Welt macht Roland Emmerich 2012 zum heiß diskutierten Thema. Die Vergangenheit von Planet Erde kann sehr wohl phantastischer als jede Fiktion gewesen sein. Und so spektakulär Emmerich 2012 auch zeichnet.... seine Visionen sind realistischer als uns lieb sein mag!

Vorankündigung: Am Samstag, den 24. Oktober 2009 werde ich einen Vortrag auf dem Jahrestreffen der »Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI« (»A.A.S.«) in Magdeburg halten. Am Tag darauf, am Sonntag, den 25.Oktober, und am Sonntag, den 1.November 2009, wird das Manuskript im Blog zu lesen sein.
Abb.: Walter-Jörg Langbein im Steinbruch der Osterinselriesen
Alle Abbildungen: Copyright Walter-Jörg Langbein

Das neueste Buch von Walter-Jörg Langbein: 2012 - Endzeit und Neuanfang
Teil I der Serie lesen
Teil II der Serie lesen Sie hier
Teil IV
Teil V
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