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Sonntag, 12. April 2020

534. »Erich von Däniken zum 85. Geburtstag«

Teil 534 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



ALLES GUTE, ZUM GEBURTSTAG, EVD!
Gesundheit und Schaffenskraft,
Geduld und weiterhin gute Ideen,
Freude am Forschen und
Schreiben!
Und besten Dank für so Vieles!
Uns allen: Gut, dass es
EVD gibt!
Glückwunsch Planet Erde zu
diesem großartigen Menschen!
 

Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller
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Erich von Däniken ist ein »Sonntagskind«. Er wurde am 14. April 1935 geboren, Palmsonntag 1935. Am Dienstag, den 14. April 2020 feiert er nun seinen 85. Geburtstag. Feiert? Vermutlich wird er arbeiten. Das Corona-Virus veränderte einiges in Leben des E.v.D. Reisen nach Ägypten und in die USA mussten gestrichen werden. Vortragstermine wurden – gezwungener Maßen – abgesagt. Müßiggang bricht dennoch nicht aus bei E.v.D. Zu tun hat er immer sehr viel. Wenn es möglich wäre, mehrere E.v.Ds herzustellen, die würden alle nicht über Arbeitsmangel klagen können.

Erich von Däniken wird 85 und man kann nur staunen, was dieser Mann zu leisten vermag. E.v.D absolviert – und das weltweit – ein unglaubliches Arbeitspensum, und das in seinem Alter. Arbeitsleistung und sein Alter: das ist kein Gegensatz, das ist kein Widerspruch. Erich von Däniken ist nicht so gut drauf, obwohl er in seinem Alter so viel leistet, sondern weil er so viel leistet. Seine Arbeit, das ist sein Lebenselixier. Sein leidenschaftliches Suchen, Streben, Forschen, das alles gibt ihm Kraft.

Erich von Däniken ist ein Sonntagskind. Sein Forschen, seine Reisen, seine Bücher und seine Vorträge: das alles ist sein Lebenselixier. E.v.D. kann sich glücklich schätzen, dass er seit mehr als einem halben Jahrhundert genau das tun kann, was er tun möchte und tun muss. Wir können uns glücklich schätzen, weil E.v.D. uns die Augen öffnet und uns unsere fantastische Vergangenheit und unsere fantastische Zukunft erkennen lässt.

Erich von Däniken war schon als Schulknabe wegen seiner Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit beliebt und geschätzt. Daran hat sich, das kann ich nur bestätigen, nichts geändert. Ich schrieb ihm anno 1968 und erhielt zu meinem eigenen Erstaunen Antworten. Ich lernte Erich von Däniken schließlich persönlich kennen. Vertrauen wurde aufgebaut. Ich darf stolz sagen: Wir wurden gute Freunde. Und diese Freundschaft hält nun schon Jahrzehnte.

Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller
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Zu E.v.D. durfte ich immer mit meinen Sorgen kommen: als Gymnasiast, als Student der evangelischen Theologie und schließlich als »freier Journalist und Schriftsteller«. Gelegentlich durfte ich ihn zusammen mit E.v.D.s langjährigem Mitarbeiter Willi Dünnenberger auf Vortragstourneen begleiten, den Diaprojektor bedienen... E.v.D. konnte noch so sehr im Stress sein, und das war er oft, eigentlich immer, für meine Sorgen hatte er immer ein offenes Ohr.

Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch (»Astronautengötter«) der leider allzu früh verstorbene John Fisch (*1942; †1984).

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seither, seit über vierzig Jahren, zusammen bin. Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück... dem großartigen E.v.D.!

Wie ist er, der E.v.D., den man nun als Jubilar bezeichnen darf? Carmen Rohrbach (1): »Beim persönlichen Kontakt erwies er sich als liebenswürdig und entgegenkommend. Wohlwollend führte er uns in sein Heiligtum, das Archiv – einen Raum mit Schränken bis zur Decke, in denen, exakt geordnet und registriert, ein Schatz von Schriftstücken, Berichten, Notizen und Fotos lagert, der ungeklärte Rätsel und Seltsamkeiten auf unserer Erde beinhaltet. Großzügig gewährte er uns Einblick in Dokumente und Bildmaterial. Er erzählte begeistert von seinen Reisen in alle Teile der Welt, berichtete von neuen Entdeckungen und unschlagbaren Beweisen für seine Theorien.«

Foto 3: Erich von Däniken unterwegs

Weiter schreibt Carmen Rohrbach: »Statt aufgeblasen und eitel, wie ihn manche seiner Gegner beschreiben, fand ich einen offenherzigen und humorvollen Menschen, der passioniert und enthusiastisch für seine Ideen ficht. Ich war beeindruckt von seiner Leidenschaft, mit der er voneinander unabhängige Erscheinungen, Ereignisse und Kuriositäten sammelt, miteinander verbindet und alles in einer einzigen, für ihn gültigen Vorstellung enden läßt: die Existenz Außerirdischer und ihrer Landung auf unserem Planeten.«

Ja, beeindruckend ist er, der E.v.D. Er hat einen unbeschreiblichen Reichtum an Energie in sich, er ist auf fantastische Weise charismatisch und er ist immer er selbst geblieben.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellt der Raumfahrtpionier Prof. Eugen Sänger (*1905; †1964) schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (2): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (3):

Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta)

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (4):

Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
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»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielt die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger: »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas womöglich tatsächlich außerirdische Astronauten waren, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Erich von Däniken hat vor über fünfzig Jahren eine Tür aufgestoßen. Er hat ein Tor geöffnet: in den Kosmos! E.v.D. macht Mut zu kühnen Gedanken. Und er zeigt allen Menschen, die wissbegierig sind, eine tief im Menschsein verwurzelte Sehnsucht: nach den Weiten des Universums.

Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
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Wird das ehrgeizige Projekt jemals verwirklicht werden? Warum sollten sich Menschen in einem Raumschiff, das einer riesigen künstlichen Welt gleicht, auf eine Reise mit ungewissem Ziel machen? Warum sollten sich Menschen auf ein Abenteuer einlassen, dessen Ausgang sie selbst nie erfahren werden? Warum sollten Wissenschaftler ein Projekt ins Leben rufen, dessen Ausgang sie selbst nie erleben können? Schließlich würde es auf Jahrtausende angelegt sein, auf viele Generationen! Warum sollten Unsummen für ein riesiges Raumschiff ausgegeben werden, das wohl nie zur Erde zurückkehren wird?

Politiker haben häufig den »Weitblick« eines Maulwurfs. Werden sie enorme Summen in ein Projekt investieren, das Jahrtausende in die Zukunft weist?

Wissenschaftliche Forschung dient stets der Suche nach Antworten auf brennende Fragen. Gleichgültig, ob ein Raumschiff nach vielen Jahrtausenden zur Erde zurückkehrt, oder ob es für immer in den Tiefen des Alls entschwindet: die Konstrukteure und Erbauer werden nie erfahren, was Nachfahren der Startmannschaft in ferner Zukunft erleben werden.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Hermann Oberth (*1894; †1989) antwortete auf solche Einwände gegen interplanetare und interstellare Raumfahrt so (5): »Aber wozu das alles? Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten.«

Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!
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Erich von Däniken schrieb schon in seinem ersten Weltbestseller »Erinnerungen an die Zukunft« (6): »Der Mensch hat eine grandiose Zukunft vor sich, die seine grandiose Vergangenheit noch überbieten wird. Wir brauchen Weltraumforschung und Zukunftsforschung und den Mut, unmöglich erscheinende Projekte anzupacken. Zum Beispiel das Projekt einer konzentrierten Vergangenheitsforschung, das uns kostbare Erinnerungen an die Zukunft bringen kann. Erinnerungen, die dann bewiesen sein werden und ohne den Appell, an sie glauben zu sollen, die Menschheitsgeschichte erhellen. Zum Segen künftiger Generationen.«

Fußnoten
(1) Rohrbach, Carmen: »Botschaften im Sand«, München 1992, Seite 32 (Rechtschreibung wurde nicht an die Rechtschreibreform angepasst.)
(2) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124+125
(3) Ebenda, Seite 124
(4) Ebenda, Seite 125
(5) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
(6) Däniken, Erich von: »Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit«, Düsseldorf und Wien, 1968, Seite 221

Zu den Fotos
Foto 1: Erich von Dänikens erster Weltbestseller.
Foto 2: Erich von Dänikens zweiter Weltbestseller.
Foto 3: Erich von Däniken unterwegs. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Mit E.v.D. vor einem »Tempel« (Malta). Foto Ille Pollo
Foto 5: »Neue Erkenntnisse«
Foto 6: E.v.D. hat sehr viel zu sagen!
Foto 7: Brandaktuell - der neue Däniken!

535. »Berufen, hoch zu fliegen«,
Teil 535 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 19. April 2020



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Sonntag, 8. Dezember 2013

203 »Das mysteriöse Lochstreifenband«

Teil 203 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Nazca aus dem All 
Foto: NASA's Earth Observatory
Einsam zieht der Satellit seine Kreise um die Erde. Nur einige Kilometer beträgt die Höhe, aus der automatisch Aufnahmen von der Erdoberfläche gemacht werden. Von der irdischen »Zivilisation« ist nichts zu erkennen. Unsere Wolkenkratzer ... Skyscraper im Englischen ... sind nicht mehr zu erkennen. Vom Erdboden aus betrachtet mögen sie vielleicht die Wolken oder gar den Himmel kratzen ... aber die Satellitenfotos zeigen keine Bauwerke von Menschenhand. Sollte ein »himmlischer Gott« von hier oben nach einem neuen Turmbau zu Babel Ausschau halten, er wird nichts dergleichen ausfindig machen. Und doch wird er Menschenwerk sehen: Schnurgerade Linien, wie mit dem Lineal gezogen. An einer Stelle läuft so eine Linie offensichtlich auf eine Erhebung zu. Da man sie aus dem All sieht, muss es ein beachtlicher Berg in der Wüste sein. Die Linie erklimmt den Berg und setzt sich auf der anderen Seite ohne die geringste Abweichung wieder fort.

Was sind das für Linien, die sich kreuzen, die im Nichts beginnen und im Nichts enden? Als Straßen sind sie sinnlos, führen sie doch nirgendwo hin. Vor vielen Jahrhunderten, vielleicht vor einigen Jahrtausenden, wurden sie bei Nazca in den Boden gescharrt. Die berühmte Nazca-Ebene erinnert an eine Schultafel, auf der gezeichnet wurde. Allerdings ist diese »Tafel« rund 500 Quadratkilometer groß. Manche der Linien, schnurgerade, sind zwanzig Kilometer lang. Da gibt es auch noch Dreiecke und trapezförmige Flächen, dazwischen auch Bilder von Menschen oder Tieren.

Walter-Jörg Langbein in Nazca. Foto Willi Dünnenberger
Vom Satelliten aus aber nimmt man nur die langen Linien wahr. Es drängt sich der Eindruck auf, dass da mit enormem Aufwand riesige Zeichen in den knochentrockenen, verkrusteten Wüstenboden gescharrt wurden, die aus sehr großer Höhe deutlich zu erkennen sein sollten. Wer sollte diese Zeichen sehen? Himmlische Wesen vielleicht, Götter etwa?

Vom Boden aus erkennt man so gut wie nichts: Man kann nicht einmal erahnen, wie weit diese oft recht breiten »Straßen« reichen. Man kann sich vom Boden aus auch kein Bild machen von den Scharr-Zeichnungen, die Tiere darstellen. Aus dem All sieht man diese Bilder von faszinierender Schlichtheit nicht, wohl aber vom Flugzeug aus. Oder anders gesagt: Die bis zu zwanzig Kilometer langen Bahnen wenden sich nicht an Beobachter, die in der Wüstenebene von Nazca umherwandern. Die nehmen in der Regel nur winzige Ausschnitte aus riesengroßen Bildern wahr, deren Bedeutung sie nicht erkennen. Wenn die Bilder und „Straßen“ erkannt werden sollen, dann von Beobachtern aus der Höhe.

Nasca-Bahnen 
Foto: W-J.Langbein
Die Darstellungen von Spinnen, Fischen, Affen kann man schon vom Flugzeug aus ausmachen, Die viele Kilometer langen Bahnen aber, sie sind für Beobachter aus dem All gedacht. Das beweisen Bilder, aufgenommen von Satelliten in einer Erdumlaufbahn.

Wenn diese Beobachter, angelockt durch die Linien, zur Erde herabsteigen, tauchen vor ihren Augen auf einmal Bilder auf, von Fabelwesen, von Affen, Vögeln und menschenähnlichen Wesen. So etwas wie ein »Astronaut« wurde in den steilen Hang eines Berges gescharrt, ein Bild für die Ewigkeit.

Was mich bei meiner Erkundung vor Ort immer wieder fasziniert: Auch die zig Kilometer langen, vom All aus zu sehenden Bahnen ... sind nur wenige Zentimeter tiefe Scharr-Zeichnungen! Man hat lediglich die oberste verkrustete, schwarze Schicht des Wüstenbodens entfernt, so dass die darunter liegende, hellere Schicht zum Vorschein kommt!

Immer wieder tauchen „neue“ und endgültige „Erklärungen“ für die geheimnisvolle Wüstenebene auf. Schon vor fünfzehn Jahren schrieb Erich von Däniken in seinem Vorwort zu meinem Buch „Besucher aus dem Kosmos“ (1): „Da gibt es in Peru jenes Wüstengebiet von Nazca. Wer darüber fliegt, erkennt unter sich ein phänomenales Panaroama aus riesigen Zeichnungen, pistenartigen Trapezflächen und kilometerlangen, schmalen Linien. Man nennt Nazca auch 'das größte Bilderbuch der Welt'. Bislang sind vierzehn Lösungen vorgebracht worden, die allesamt als 'wissenschaftlich' in die Medien gedrückt wurden. Keine einzige taugt etwas, auch die neueste nicht, nach welcher Nazca ein 'Wasserkult' gewesen sein soll.“

Unterirdischer Wasserlauf 
Foto: W-J.Langbein
Tatsächlich wird – zum Beispiel –  immer wieder fabuliert, dass die Bahnen und Linien von Nazca den Verlauf unterirdischer  Wasseradern markieren. Ich frage mich, was Markierungen sollen, die nur aus großer Höhe – aus der Luft oder gar aus dem All – erkannt werden können!

Es gibt aber nirgendwo auf der Erde solche Wasseradern, die wie die Linien von Nazca verlaufen, also wie mit dem Lineal gezogen zig Kilometer lang, plötzlich beginnend, plötzlich endend ... parallel nebeneinander, im rechten Winkel zueinander, sich  unzählige Male kreuzend. Es gibt unterirdische „Wasserläufe“ unter der Ebene von Nazca. Die wurden allerdings künstlich angelegt, lange bevor die Scharr-Zeichnungen entstanden. Es gibt Zugänge zu diesen teilweise bis zu zehn Meter unter der Erdoberfläche verlaufenden Röhren. Ich bin in so manche dieser Röhren hinab gestiegen, zu dem unter dem Wüstenboden verlaufenden Röhrensystem, das sauberstes Trinkwasser führt. Ein Zusammenhang von Linien und Wasserläufen ist nicht zu erkennen!

Mir leuchtet am ehesten eine Erklärung ein, die von der wissenschaftlichen Welt abgelehnt oder erst gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Diese Erklärung drängt sich aber förmlich auf. Und sie ist bei weitem nicht so kurios und  unrealistisch wie immer wieder auftauchende „wissenschaftliche“ Lösungen des Phänomens Nazca. So sind die Linien und Bahnen vollkommen ungeeignet als Bahnen für Athleten, die angeblich kreuz und quer durch die Wüste rannten. Ungeeignet sind die Bahnen auch als Prozessionswege. Alle diese Erklärungen lassen sich leicht widerlegen. Wenn tatsächlich Menschen, sei es im sportlichen Wettkampf oder in religiöser Verzückung, durch die Wüste getrampelt wären, dann hätten ihre Fußspuren die Linien und Bahnen längst überlagert und zerstört! Viel einleuchtender ist: Das „Bilderbuch Nazca“ war für Besucher aus dem All gedacht.

Das Lochstreifenband aus der Luft 
Fotos: W-J.Langbein
Wurden die Bewohner der Hochebene von Nazca einst von Wesen aus dem All besucht? Wollten die Erschaffer des „Bilderbuchs“ jene Wesen wieder zurück zur Erde locken? Oder galten die Bildnisse fiktiven Göttern, deren Heimat man irgendwo in den Tiefen des Alls vermutete?

Unweit des Dörfchens Humay, südlich von Lima, gibt es Tausende und Abertausende von Löchern im harten Wüstenboden. Sie bilden einen Streifen, der als „Lochstreifenband“ bezeichnet wird. Ein Loch liegt neben dem anderen. In der Regel ist es acht Löcher breit ... und viele, viele Kilometer lang. Vom Boden aus betrachtet ist das „Band“ alles andere als aufregend. Man stolpert förmlich über diese Löcher. Ich habe einige untersucht und bin zur Überzeugung gekommen, dass sie einst klar umrissen waren. Wie tief mögen sie einst gewesen sein? Heute ist kaum noch zu erkennen, dass die Löcher einst von Mauerwerk eingerahmt waren. Wozu wurde dieses Band angelegt?

„Das waren Grabstätten!“, höre ich immer wieder. Acht Löcher breit ist der Streifen. Bei einem Durchmesser von zwei Metern pro Loch mit Umrandung ergibt das, vorsichtig kalkuliert, 400 „Grabstätten“ auf 100 Meter „Band“. Ein Kilometer Lochstreifenband bestünde dann aus 4.000 „Grabstätten“. In zehn Kilometern „Band“ wären demnach 40.000 Menschen bestatten worden. Vor Ort erklärte mir ein Experte, das phänomenale Band könne einst durchaus einhundert Kilometer lang gewesen sein. Das wären dann ... 400.000 Löcher, oder 400.000 Gräber, mitten in der Wüste!

Loch an Loch - Fotos: Walter-Jörg Langbein

Mir scheint die Länge von 100 Kilometern zu hoch gegriffen. Wie weit sich einst das Band durch die Gegend schlängelte, dabei Hänge hinauf und wieder hinab kriechend, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Im Lauf der Jahrhunderte sind die Löcher zum Teil so verfallen, dass sie kaum noch zu erkennen sind. Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnten wurde versucht, möglichst viel Land für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Dabei wurde natürlich keine Rücksicht auf das „Lochstreifenband“ genommen, das über weite Strecken zerstört und eingeebnet wurde.

Offenbar waren auch Schatzsucher am Werk, die viele der Löcher zerstörten, weil sie auf versteckte Kostbarkeiten hofften. Trotz intensiver Recherche habe ich keinen einzigen Hinweis finden können, wonach in einem einzigen der Löcher sterbliche Überreste gefunden worden wären. Auch heute noch erkennt man es, aus der Luft betrachtet, als ein Zeichen für die Himmlischen, für Wesen, die von hoch oben die Erde beobachten, genau so wie die zum Teil zig Kilometer langen Linien von Nazca!
Werden wir die Botschaft je verstehen? Das wird uns nie gelingen, wenn wir uns weigern, die gigantischen Zeichen im Wüstenboden als eine Botschaft zu sehen. Wenn wir diese Möglichkeit nicht zumindest einbeziehen, vertun wir die Chane, die Botschaft jemals zu erkennen! Wir müssen den Gedanken akzeptieren, dass uns das Lochstreifenband und die Bilder von Nazca etwas sagen wollen. Dann werden wir sie vielleicht einmal wie ein Buch lesen können!


Literatur zu Nazca

Bridges, Marilyn: Für die Götter/ Luftaufnahmen heiliger Landschaften, Frankfurt 1990 (Bildband), (Die Linien von Nazca, Peru, S. 8-31)
Däniken, Erich von: Zeichen für die Ewigkeit, München 1997
Oostra, Roel: Die großen Rätsel/ Auf den Spuren alter Mysterien, Köln 1998 (GROSSFORMAT!)
Reiche, Maria: Das Geheimnis der Wüste (signiert), 7. Auflage, Stuttgart 1989

Fußnote
1) Rastatt, 1998, S. 10







»Noch mehr Saurier, Teil I«,
Teil 204 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 15.12.2013


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Sonntag, 2. Oktober 2011

89 »Im Urwald«

Teil 89 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Pyramiden oder auch nicht ...
Foto: W-J.Langbein
In meinem kleinen Hotel in Macas, Ecuador, studiere ich die mitgebrachten Unterlagen. Fotokopien aus archäologischen Werken habe ich mitgebracht. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat man fast 200 Pyramiden gefunden ... vollkommen vom gefräßigen Urwald überwuchert. Den Einheimischen waren sie natürlich bekannt ... als erdige Hügel im Urwald.

Offenbar hat der gigantische Sangay-Vulkan schon vor Jahrtausenden die Menschen fasziniert ... und angelockt. Sie errichteten Kultbauten im Sichtweite des Monsterberges ... und das von etwa 5.000 vor Christus bis 2.000 vor Christus! Die Pyramiden sollen riesenhafte Bilder ergeben ... wenn man sie aus luftiger Höhe betrachtet. So soll zum Beispiel das Bild eines brüllenden Jaguars geschaffen worden sein. Wer aber sollte diese Bildnisse sehen? Wurden sie von emsigen Arbeitern immer wieder vom rasch alles überwuchernden Urwald befreit?

In der Regenzeit schwellen Flüsse zu reißenden Monstern an ... zu gefräßigen Schlangen, die Bäume wie Streichhölzer knicken. Sie mäandrieren im Verlauf von Jahrhunderten. Wie viele Erdpyramiden mögen so im Urwald von Sangay weggespült worden sein?

Gefräßiger Fluss
Foto: W-J.Langbein
Der Professor hat für uns einen Flug über den Urwald organisiert. Der Termin muss einige Male umgelegt werden ... dann endlich sind wir tatsächlich in der Luft. Wir starren in das unergründliche Grün ... und werden immer wieder auf »Pyramiden« hingewiesen. Aber sind es wirklich künstliche Strukturen, die sich da unter dem Urwalddickicht verbergen ... und wenn ja, wie alt sind sie?

Aus der Luft ist heute von diesen komplizierten Bildnissen nichts mehr zu erkennen. Vor rund vier Jahrtausenden endeten wohl die kräftezehrenden Erdarbeiten ... sagen Datierungen von Funden in den Erdpyramiden. Wann zum letzten Mal an den Mounds gearbeitet wurde ... wir wissen es nicht.

Eine erste Expedition im geländegängigen Taxi ist geplant, muss aber mangels Vehikel ausfallen. Professor M. erweist sich wieder einmal als Improvisationstalent. Wir brechen schließlich an Bord eines Viehtransporters auf ... auf der Ladefläche ... Bis »Los Tres Marias« reisen wir auf diese Weise, erleben Urlaub hautnah. Rund 200 Familien leben in dem Dörfchen »Die drei Marien«. Ob Maria Magdalena dazugehört?

Dann geht es zu Fuß weiter. Wir folgen dem Lauf eines kleinen Bächleins, waten im seichten Wasser ... Noch kommen wir gut, ja einfach voran. »Früher gab's hier Kannibalen ... « erläutert der Professor lachend. »Heute nicht mehr?« frage ich zurück. »Aber nein!« antwortet der Archäologe ernst. »Allenfalls ein paar Kopfjäger ... Sie verkaufen Schrumpfköpfe an Touristen...«

Wir verlassen den einfachen Weg und schlagen uns dann quer durch den Busch. Drei kräftige junge Burschen schlagen uns mit wuchtigen Machetenhieben den Weg frei. Nach kürzester Zeit ist – zumindest bei mir – jede Indiana-Jones-Romantik verflogen. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem, die Anstrengung ist gewaltig. Die Kleidung klebt am Körper. Immer wieder stolpere ich, strauchele ich, falle. Köstliche kleine Bananen bieten einen willkommenen Imbiss.

Köstliche Erfrischung
zwischendurch
Foto: W-J. Langbein
Wir stärken uns ... und müssen weiter. Bald schon sehe ich keinen Sinn mehr in unserem Unterfangen ... Ich verfalle in Pessimismus. An eine sensationelle Entdeckung glaube ich ebenso wenig wie an die Kopfjäger ... Aber weiter geht es. Wir wollen ja nicht in die Nacht kommen! Meine Stimmung wird immer trüber. Der Professor indes ist begeistert. Er dirigiert uns, begeistert erzählend ... von Garces Porras, zum Beispiel. Der hat vor Jahrzehnten in dieser Hölle Ausgrabungen organisiert ... ausführlich über seine Entdeckungen berichtet (2). Die größte künstlich geschaffene Struktur soll 70 Meter lang, 20 Meter breit und sieben Meter hoch sein.

Gewaltige Erdbewegungen müssen vor vielen Jahrhunderten bewältigt worden sein. Da wurde eine Mammutleistung vollbracht. Es muss geplant und organisiert worden sein. Arbeiterheere müssen dirigiert und verpflegt worden sein. »Primitive Urwaldmenschen« waren das nicht! Mir fällt es schon schwer, meinen Rucksack zu bewältigen. Fotografieren wird zur Last. Immer seltener nehme ich die Kamera zur Hand. Was soll ich auch verewigen ... ich habe nur noch Grün in Grün vor Augen.

Überwucherte Pyramiden
Foto: WJL
Manche der Strukturen sind, so weiß ich aus der Literatur, rechteckig, manche rund, andere wiederum sind oval. Und diese Strukturen ergeben Bilder. Karl Dieter Gartelmann, der uns auf einer späteren Reise durch Ecuador begleitet, schreibt in seinem Werk »Digging up prehistory« über die Erdpyramiden (3): »Betrachtet man sie vom Boden aus, so geben ihre unterschiedliche Form und Größe sowie ihre anscheinend zufällige Verteilung keinen Hinweis auf eine geplante oder angeordnete Struktur. Erst wenn man sie aus der Luft sieht, wird klar, dass sie in der Gestalt eines riesigen Jaguars und eines menschenartigen Wesens mit anthropomorphen Zügen angeordnet wurden.«

Endlich sind wir »am Ziel« ... vor uns liegen die gesuchten Pyramiden. Das heißt: angeblich stecken sie unter dem dichten Urwald vor uns. Erkennen kann ich nur Grün in Grün ... keinen Hinweis auf künstliche Strukturen mache ich aus.

Pater Porras, der als erster Wissenschaftler vor Ort systematisch Ausgrabungen durchgeführt hat, kam zur Überzeugung, dass da vor Jahrtausenden so etwas wie ein Mythos dargestellt wurde. Porras vermutet so etwas wie ein Zeremonien-Zentrum in Form eines Jaguars und eines Mannes beim Sex. Die beiden so unterschiedlichen Partner sollen, nach dem Mythos ... meint Porras ... ein Fabelwesen gezeugt haben.

Mit jedem Schritt wächst meine Erschöpfung und schwindet mein Interesse an mysteriösen Orten. Nach qualvollen Stunden sind wir endlich am Ziel unserer »Expedition« angekommen ... Ich aber vermag nur eine dampfende Urwaldhölle zu erkennen ... Erschöpft suche ich mir einen Platz zum Niedersinken. Am liebsten möchte ich nicht mehr aufstehen. Dass ich mitten in einem Graben hocke, den Porras hier hat ausheben lassen, nötigt mir keinen Respekt mehr ab. Vor mir sind vage Erhebungen zu erkennen ... von sattem Grün überwuchert ... darunter verbergen sich, so wird uns versichert, Erdpyramiden ... von Porras erstmals untersucht. Ich aber ... bin einfach nur erschöpft.

»Wie geht es dir?« werde ich gefragt. Mürrisch-wütend blicke ich drein. »Wie soll's mir schon gehen ...« antworte ich unwirsch. »Es könnte viel schlimmer sein!« Dieser Hinweis soll mich wohl aufmuntern. »Schlimmer?« frage ich ungläubig zurück. »Ja! Es könnte regnen!« erfahre ich. Kaum sind diese Worte verhallt ... poltert es donnernd vom Himmel. Blitze zucken in der Ferne. Wolken brauen sich über uns zusammen ... und Augenblicke später prasselt ein sintflutartiger Regenguss auf uns nieder ...

Fußnoten
1 Wir waren zu fünft im Urwald... Steffi, Torsten, Willi, der Professor und ich
Mein besonderer Dank gilt meinem Freund Willi Dünnenberger, dessen Organisationstalent phänomenal ist. Willi ist ein großartiger Mensch. Wir kennen uns seit Jahrzehnten. Leider lebt Willi mit seiner wunderbaren Familie in Ecuador, wo er ein Reisebüro betreibt.
2 Porras, Garces: »Investigaciones arqueologicas de las faldas del Sangay«, Universidad Catolica, Quito, 1987
3 Gartelmann, Karl Dieter: »Digging up prehistory/ The Archaeology of Ecuador«, Quito 1986, S. 133

»Die Inkamauer«,
Teil 90 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 9.10.20111


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