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Sonntag, 11. Oktober 2020

560. »Gilgamesch und Golem«

Teil 560 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Ein angebliches
Gilgamesch-Relief.
Meine Recherchen in Sachen Golem führten mich zurück zu meinen ersten Veröffentlichungen, die vor über vierzig Jahren erschienen sind. So wurde meine Beschäftigung mit dem Golem für mich eine persönliche Reise in die eigene Vergangenheit, bevor ich zu ergründen versuchte, was vor Jahrtausenden geschah.

John Fisch (*1942; †1984) gab 1979 erstmals sein grenzwissenschaftliches »Magazin 2000« heraus. Ich war einer der ersten Autoren dieses Blatts. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten«. Nach meinem Vortrag sprach mich John Fisch an. Er fragte mich, ob ich nicht ein Buch für seinen jungen Verlag schreiben wolle. Stolz berichtete ich dem sympathischen John Fisch, dass ich »kürzlich« ein Manuskript zum Thema »Astronautengötter« abgeschlossen hatte. John Fisch bat mich, ihm das Manuskript zu schicken. Zu meiner unbeschreiblichen Freude entschied er, das Buch zu publizieren. Ich beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. Bereits Weihnachten 1979 erschien mein erstes Buch, »Astronautengötter – Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit« im Verlag von John Fisch, Luxemburg. Im Oktober 2013 erschien eine neuerlich überarbeitete und aktualisierte Ausgabe meines Erstlings im Verlag von Werner Betz als eBook (2).

Einige meiner Ex-Kommilitonen empörten sich über den Passus: »Den Robotern begegnen wir aber
Foto 2: »Astronautengötter«
(Originalausgabe 1979).
nicht nur in der griechischen Mythologie, sondern auch im Alten Testament, wo sie als Gehilfen der Götter gefährliche Aufgaben erfüllen müssen. … Einige Menschen werden vor der atomaren Vernichtung von Sodom und Gomorrha in die beiden Städte geschickt, um Lot und dessen Familie sowie seine nächsten Verwandten zu warnen und zu retten. Ebenso im Auftrag der Astronautengötter bewachen mit fürchterlichen Waffen ausgerüstete Cherubim Gebiete, die von Menschen nicht betreten werden dürfen. Mit dem ›flammenden blitzenden Schwert‹ sind sie den Menschen mit ihren primitiven Waffen haushoch überlegen.«

Vom legendären Gilgamesch-Epos existieren verschiedene Fassungen. Diverse Fragmente wurden gefunden. Als Gesamtepos ist es ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. bekannt. Älter freilich ist die sumerische Erzählung »Gilgamesch und Ḫumbaba«, die von den Redakteuren des Gilgamesch-Epos verarbeitet wurde.

Es gibt keine Statue aus alten Zeiten, die definitiv Gilgamesch darstellen soll. Im Louvre kann man in der »Abteilung für orientalische Altertümer« im Richelieu-Flügel (Erdgeschoss, Raum 4) ein Flachrelief bestaunen, das gern als Darstellung des legendären Gilgamesch bezeichnet wird. Paul-Émile Botta hat das Kunstwerk bei Ausgrabungen in den Jahren 1843 und 1844 gefunden. Das Flachrelief gehörte einst zur Fassade des Thronsaals im assyrischen Palast von Sargon II in Khorsabad Dur Šarrukin (Assyrien, heute Irak). Es soll im 8. Jahrhundert v.Chr. entstanden sein.

Vor rund vier Jahrtausenden verbreitete »Ḫumbaba«, das wissen wir aus der mesopotamischen Mythologie, Angst und Schrecken. Wer oder was war »Ḫumbaba«, alias »Ḫubaba«, alias »Ḫuwawa«? Mir scheint, das wussten die Verfasser der mysteriösen Texte (3) vor vier Jahrtausenden nicht. Das monströse Wesen, so überliefern es die alten Texte, wurde von Gott Enlil eingesetzt, um Menschen am Betreten einer Region am Libanon zu hindern. Warum?

Enlil genoss höchstes Ansehen, galt er doch als Hauptgott des sumerischen und akkadischen Pantheons. Er wurde als »König von Himmel und Erde, König der Länder, Vater der Götter« gepriesen und in verschiedenen Heiligtümern angebetet. Nippur (sumerisch Nibru, akkadisch Nibbur) war eine sumerische Stadt, deren Geschichte bis in 5. Jahrtausend v. Chr. zurückgeht. Sie liegt etwa 180 km südöstlich des heutigen Bagdad (Irak). Wie bedeutsam der Gott einst war, das verrät sein Ehrentitel, der da lautete »König von Himmel und Erde, König der Länder, Vater der Götter«.

Enlil setzt nun ein Monster zum Schutz einer bewaldeten Region, heute im Libanon gelegen, ein. Lesen wir nach bei James B. Pritchard (4) im Kapitel »Akkadian Myths and Epics« (»Akkadische Mythen und Epen«):

»Um den Zedernwald zu schützen,
als Terror für die Sterblichen hat Enlil ihn ernannt.
Ḫumbaba – sein Brüllen ist die Sturmflut,
sein Mund ist Feuer, sein Atem ist Tod.«

Foto 3: Mein Erstling
»Astronautengötter«
in der Ullstein Taschenbuchausgabe.
Dietz-Otto Edzard (*1930; †2004) gilt als einer der führenden deutschen Altorientalisten des 20. Jahrhunderts. Am 5. Februar 1993 hielt er einen Vortrag für die »Bayerische Akademie der Wissenschaften«: »Gilgames und Ḫuwawa«. Dietz-Otto Edzard enthüllt einige Details über den Kampf zwischen Gilgames(ch) und Ḫuwawa. So verfügt Ḫuwawa über einige Waffen, die eher zu einem Kampfroboter als zu einem mythologischen Wesen passen. Bis heute sind Altorientalisten mit der Übersetzung der entsprechenden Passen überfordert. Technische Lösungen für wundersame Waffen werden erst gar nicht in Erwägung gezogen. Mit Bedacht werden Ausdrücke, die eher in die Beschreibung modernster Waffentechnologie als in einen mythischen Text passen, vermieden. Zog Gilgamesch in den Kampf gegen ein Monster aus Fleisch und Blut oder gegen einen Roboter? Wie man den Text auch versteht: Die Kreatur Ḫuwawa verliert. Interessant ist ein Hinweis auf Ḫuwawas Waffen. 

Dietz-Otto Edzard (6): »Gilgames(ch) wird von einem ›Schrecken‹ oder ›Glanz‹ getroffen, den der aufgescheuchte Waldwächter losläßt.« In einer Fußnote versucht Dietz-Otto Edzard zu erklären (7): »Version ›A‹ verwendet nf-te ›Angst‹ für die Strahlen, mit denen sich Ḫuwawa schützt und mit denen er einen Feind bekämpfen kann. Für die dem Totenhaupt Ḫuwawas noch anhaftenden ›Auren‹ gebraucht Version ›A‹ den Ausdruck ›me-läm‹ ›(Strahlen)glanz‹. Version ›B‹ bietet dagegen me-läm für den gegen Gilgames ausgesandten ›Glanz‹ sowie für die ihm später ausgehändigten Schutzstrahlen.«

Ḫuwawa lässt also etwas gegen Gilgames(ch) los: »Schrecken« oder »Glanz«, »schützende Strahlen«, die sowohl der Verteidigung als auch dem Angriff dienen können. Offensichtlich geht von diesen Waffen noch Gefahr aus, als Ḫuwawa schon besiegt danieder liegt.

Bei dem »Glanz« handelte es sich nicht um eine optische Verschönerung, sondern um eine Waffe (8): »Kam der Glanz des Ḫuwawa wie ein Speer herangeflogen.« Insgesamt verfügte Ḫuwawa über sieben dieser Glanzwaffen. Als Ḫuwawa Gilgamesch und seinen Begleiter Enkidu bemerkt, feuert er seinen ersten »Schreckensstrahl« ab. Unklar ist, ob Ḫuwawa Waffen ablegt oder abfeuert. 

Nach wie vor sind die verschiedenen Textfassungen nur bruchstückhaft erhalten. Es fehlen immer wieder Teile, wenn Fragmente von Tontafeln wieder zusammengesetzt werden. Selbst wenn längere Textpassagen erhalten sind, sind da und dort ganze Zeilen oder nur Wortfragmente unleserlich geworden. Leider verschlechterte sich der Zustand der kostbaren Texttafeln in den vergangenen Jahrzehnten. Samuel Noah Kramer (*1897; †1990), Autor eines Bestsellers über Sumer (9), fertigte 1947 mit großer Sorgfalt Kopien der altehrwürdigen Texte an. Seither bröckelten leider Teile der Tafeln ab. 

Es bleibt einiger Raum für Spekulationen. In der Wissenschaft versucht man, Textlücken zu schließen. Man ergänzt. Aber wie? Das Problem: Je nachdem, wie man die Textlücken füllt, kann bei jedem Interpreten etwas ganz anderes herauskommen. Je nachdem wie man die Textfragmente übersetzt, können wiederum ganz unterschiedliche Bedeutungen herauskommen. Je größer die Schäden am Text, je größer die Lücken im Text sind, desto mehr Fantasie kommt zum Einsatz, um einen Text zu komplettieren. Meiner Meinung darf man keine Interpretation eines Textes von vornherein ausschließen.

1969 schlug Erich von Däniken in seinem zweiten Weltbestseller »Zurück zu den Sternen« vor, dass es sich bei Ḫuwawa um einen Roboter gehandelt haben könnte (10). Ich teile seine Meinung.

Heftige Diskussionen löste »Kapitel 10« meines Buches »Astronautengötter« aus: »Kampfmaschinen der Götter?« Besonders intensiv debattiert wurde über das Unterkapitel »Roboter in der Mythologie verschiedener Völker!« Ich widmete in meinem Erstling »Astronautengötter« vorzeitlichen Robotern ein eigenes Unterkapitel »Roboter in der Mythologie verschiedener Völker« und forderte schließlich (11): 

Foto 4: »Astronautengötter«
(polnische Ausgabe).
»Es ist endlich an der Zeit, dass sich Fachgelehrte einmal heilige Bücher und Mythen nochmals in der Originalsprache vornehmen. Oftmals sind die heute benutzten Übersetzungen 100 und mehr Jahre alt. Sie entstanden zu Zeiten, in denen technische Gerätschaften wie Roboter und Kampfmaschinen vollkommen unbekannt waren. Noch so korrekte Übersetzer waren schlichtweg überfordert, wenn es darum ging, etwa Beschreibungen technischer Apparaturen vom Griechischen ins Deutsche zu übersetzen. Mit dem Hintergrundwissen unserer Tage müssen die alten Texte nochmals neu übersetzt werden – ohne Scheu vor kühnen Gedanken!«

Man muss allerdings die Frage stellen, wie groß die Bereitschaft ist, bislang anerkannte Übersetzungen zu verwerfen und durch neue zu ersetzen. Wer in der wissenschaftlichen Welt der Universitäten Karriere machen möchte, wird darauf verzichten, als gesichert geltende Übersetzungen anzuzweifeln und womöglich fantastisch anmutende Übersetzungen zu bevorzugen. Wer im Elfenbeinturm der Wissenschaften empor steigen möchte, baut auf altbewährte Fundamente auf und zieht sie nicht in Zweifel. Der Universitätsdozent mit Ambitionen möchte Professor werden. Also wird er in seinen Publikationen die Ansichten »seines« Professors nicht anzweifeln, sondern bekräftigen. Der Professor wird ihn dann fördern. Andersdenkende, die offen zu neuen Ideen und Vorstellungen gehen, werden hingegen gern lächerlich gemacht. Was altehrwürdige Texte angeht, so haben neue, vermeintlich kühne Übersetzungen zunächst so gut wie keine Chance.

Nach Erscheinen meines Erstlings »Astronautengötter« erhielt ich immer wieder Einladungen. Man bat mich, über mein Buch den einen oder den anderen Vortrag zu halten. Besonders heftig wurde im Anschluss meiner Vorträge darüber diskutiert, ob es sich bei Ḫuwawa tatsächlich um einen Roboter gehandelt haben kann, der mit fürchterlichen Waffen ausgestattet war. Zu meiner großen Verblüffung erklärte mir ein Besucher eines meiner Vorträge in Unterfranken, als fast alle übrigen Teilnehmer schon gegangen waren: »Ḫuwawa kann natürlich ein Roboter gewesen sein! Der echte Golem war ja ganz bestimmt einer!« 

War Ḫuwawa auch ein Roboter, eine Art Golem?



Fußnoten
(1) Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter – Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«, Luxemburg 1979. Das Buch erschien zunächst als gebundene Ausgabe, später – auch bei John Fisch – als überarbeitetes Softcover, schließlich bei Ullstein als Taschenbuch und in diversen fremdsprachigen Übersetzungen.
(2) https://www.amazon.de/Astronauteng%C3%B6tter-Walter-J%C3%B6rg-Langbein-ebook/dp/B00FVTXRT6/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Langbein+Astronauteng%C3%B6tter&qid=1593362877&s=digital-text&sr=1-1
(3) Pritchard, James B.: »Ancient Near Eastern Texts«, Princeton University Press, Princeton, 1969. Übersetzung aus dem Englischen: Walter-Jörg Langbein.
(4) Ebenda, Seite 79, rechte Spalte, »Tablet III, IV. Originalzitat:
»To safeguard the Cedar Forest,
As a terror to the mortals has Enlil appointed him.
Ḫumbaba - his roaring is the storm-flood,
his mouth is fire, his breath is death.«
(5) Dietz-Otto Edzard: »Gilgames(ch) und Ḫuwawa/ Zwei Versionen der sumerischen Zedernwaldepisode nebst einer Edition von Version ›B‹«, Bayerische Akademie der Wissenschaften/ Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte Jahrgang 1993, Heft 4, Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kommission bei der C. H. Beck’schen Verlagsbuchhandlung München, 1993
(6) Ebenda, Seite 10, 8.-10. Zeile von oben
(7) Ebenda, Seite 10 unten und Seite 11 unten, Fußnote 25
(8) Ebenda, Seite 24/67.
(9) Kramer, Samuel Noah: »Die Geschichte beginnt mit Sumer«, Frankfurt a.M. 1959
(10) Däniken, Erich von: »Zurück zu den Sternen/ Argumente für das Unmögliche«, Düsseldorf 1969, Seite 269, 8. Zeile von unten bis Seite 270, 11. Zeile von unten
(11) Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter/ Die Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«, Ullstein-Taschenbuch, Berlin 1995, Seite 91, 3.-14. Zeile von oben

Zu den Fotos
Foto 1: Ein angebliches Gilgamesch-Relief. Foto Wikimedia commons/ public Domain/ Jastrow
Foto 2: »Astronautengötter« (Originalausgabe 1979). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Mein Erstling »Astronautengötter« in der Ullstein Taschenbuchausgabe. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: »Astronautengötter« (polnische Ausgabe). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein


561. »Von der Magie des göttlichen Namens«,
Teil 561 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 18. Oktober 2020

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Sonntag, 31. Mai 2020

541. »Hesekiel, Elias und Henoch wurden ›entrückt‹«

Teil 541 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



Foto 1: Elias und Henoch. Bibelillustrationen, koloriert.

Der Prophet Hesekiel schildert seine erste Begegnung mit dem Wagen Gottes, auch »Herrlichkeit Jahwes« (»Herrlichkeit des HERRN«) genannt, so (1) »Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.« Auch in der »Elberfelder Bibel« kommt die geheimnisvolles Gotteserscheinung recht imposant daher (2): »Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer,…«

Prof. Georg Fohrer (3): »Jahwe erscheint im Sturm, auf dem man die großen babylonischen Götter einherfahrend dachte. Er naht auf dem babylonischen Götterwagen mit den gewaltigen Rädern, deren furchtbares Getöse Himmel und Erde erzittern läßt. … Die Lichterscheinung erinnert an babylonische solare Gottheiten, vor allem wiederum des Sonnengottes.«

Der Theologe und Alttestamentler Prof. Hermann Gunkel (*1862; †1932) glaubt den Ursprung solcher himmlischer Wagen im Märchen ansiedeln zu müssen. So schreibt er (4): »Auch die Vorstellung von einem fliegenden Wagen kommt im Märchen vor; auf solchen Wagen fahren Elisa und Henoch zum Himmel. … Die Mythologie schreibt den Göttern solche Flugzeuge zu, denn natürlich besitzen diese die ›Wunschdinge‹, nach denen sich der Mensch sehnt: Hermes hat Flügelschuhe, Jahwe fliegt auf dem Kerub, bei Hesekiel auf den Häuptern von vier beschwingten Keruben und – auf einem beseelten Zauberwegen.«

Der Theologe und Alttestamentler Prof. Gunkel hält die Beschreibungen von Götterwagen für Wunschdenken. Ich muss dem Theologen auch hier den Raumfahrtwissenschaftler gegenüberstellen. Sänger lehnt den Gedanken, fliegende Wagen müssten Fantasieprodukte sein, ab. Raumfahrtpionier Eugen Sänger indes war da ganz anderer Ansicht als Prof. Gunkel (5): »Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.«

Sänger betonte anno 1958, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (6):»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...«

Foto 2: Elias. Ikone, frühes 19.Jahrhundert.
Wenden wir uns Elias‘ Erlebnis mit dem fliegenden Gotteswagen zu. Zur Vorgeschichte: Auf Betreiben Elias versammelten sich auf dem Berg Karmel (7) »die vierhundertfünfzig Propheten des Baal und die vierhundert Propheten der Aschera«. Es kam zu einem Opferwettbewerb zwischen den Priestern Jahwes und den Priestern Baals, den die Baalspriester ganz klar verloren haben. Baal nahm das ihm dargebotene Stieropfer nicht an. Da half kein Geschrei. Auch Selbstverstümmelung half nicht (8): »Nach ihrem Brauch ritzten sie sich mit Schwertern und Lanzen wund, bis das Blut an ihnen herabfloss.« Elija ließ seinen Opferstier zerteilen, auf einen Altar legen und wiederholt mit Wasser übergießen. Anders als Baal erhörte, so der Bibeltext, Gott Jahwe Elias Gebete, der sich von Gott wünschte, der möge doch sein Opfer annehmen, auffressen, sprich verbrennen. So geschah es dann auch (9): »Da kam das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde.«

Jetzt erkannte das Volk, so schildert es die Bibel, dass Jahwe der mächtigere Gott war. Die Baalspriester hatten verloren. Die Niederlage mussten die 450 mit dem Leben bezahlen. Elias befahl (10): »Ergreift die Propheten des Baal! Keiner von ihnen soll entkommen. Man ergriff sie und Elija (alias Elias) ließ sie zum Bach Kischon hinabführen und dort töten.«

Alle 450 Baals-Priester wurden abgeschlachtet. Kurios: Die »400 Propheten« der Göttin Aschera wurden zwar auch zum Opferwettstreit auf den Berg Karmel geholt, sie nahmen aber nicht am Wettbewerb teil. Warum waren die »Propheten« der Göttin zugegen? Und während berichtet wird, dass die 450 Baalspriester massakriert wurden, hüllt sich der Text in Schweigen, wenn es um die »Propheten Ascheras« geht. Die werden schlicht und einfach im weiteren Verlauf der Geschichte gar nicht mehr erwähnt. Sollte Aschera warum auch immer unantastbar gewesen sein? Tatsächlich gibt es Hinweise auf Aschera als Partnerin Jahwes.

Das von Elias (Elia/ Elija) angeordnete Gemetzel scheint Gott Jahwe nicht gestört zu haben, ganz im Gegenteil. Jahwe beschließt nämlich, den Priester Elias zu sich holen zu lassen. Damit ist freilich nicht der Tod des Propheten gemeint. Offenbar war – so der Bibeltext – im Volk bekannt, dass Jahwe Elias entführen lassen wollte. Konkretes Beispiel: Elischa (zu Deutsch etwa »Gott hilft«), der Diener Elias‘, wurde gefragt (11): »Weißt du, dass der HERR (Jahwe) heute deinen Meister über dein Haupt hinweg aufnehmen wird? Er antwortete: Auch ich weiß es. Seid still!«

Foto 3: »Entrückung« des Elias.
Bibelillustration, koloriert.

Vergeblich versuchte Elias (andere Schribweise Elija) seinem Gott auszuweichen. Elias und sein Diener Elischa, Elias Nachfolger, waren zusammen unterwegs, da kam der göttliche Flugwagen zum Einsatz (12): »Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.« Elias wurde lebend und leibhaftig mit Gottes Himmelswagen von der Erde abgeholt, spricht entführt, im Bibeldeutsch »entrückt«.

Wolfgang Schneider schreibt in seinem Artikel »Elias Entrückung gen Himmel« (13): »Der Bericht über das Lebensende des Propheten Elia ist immer wieder Gegenstand von Überlegungen und Theorien gewesen, die fast alle in einer These enden: Elia wurde von Gott in den Himmel aufgenommen, ohne daß er gestorben wäre. Das Ereignis wird auch als ›Entrückung des Elia‹ bezeichnet, oder es heißt, Elia sei nicht den gewöhnlichen Menschentod gestorben, sondern in den Himmel aufgenommen worden. Manchmal wird es mit der Entrückung Henochs, einem der vorsintflutlichen Väter, verglichen. Beide, so wird dann gesagt, habe Gott zu sich in den Himmel aufgenommen, ohne daß sie gestorben wären.«

Foto 4: Auch Henoch wurde
von Gott in den Himmel entrückt.
Bibelillustration um 1730.
Über Henoch weiß die Bibel nicht viel zu berichten (14): »Henoch war fünfundsechzig Jahre alt, da zeugte er Metuschelach (Methusalem). Nachdem Henoch Metuschelach gezeugt hatte, ging er mit Gott dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter. Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre. Henoch ging mit Gott, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.« Wie der Terminus »Gott hatte ihn aufgenommen« zu verstehen ist, das verdeutlicht ein Vers im »Neuen Testament«. Im »Hebräerbrief« lesen wir in der »Einheitsübersetzung« (15):

»Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt, sodass er den Tod nicht schaute; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gefallen gefunden habe bei Gott.« Ziehen wir noch »Hoffnung für alle« heran: »Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.«

Hesekiel erlebte eine Himmelsreise, wurde aber wieder auf irdischem Grund und Boden ausgesetzt. Elias und Henoch wurden auch zu einer Himmelsreise mitgenommen, so berichten es die biblischen Texte, nicht wieder zur Erde zurück.

Für den renommierten Theologieprofessor Dr. Hermann Gunkel (*1862; †1932) ist der Sachverhalt klar! Für ihn gibt es offensichtlich zwei Sorten von Texten, nämlich realistische Beschreibungen realer Geschehnisse einerseits und märchenhafte, sprich fiktive Texte. Wie aber entscheidet der Theologe, was erfunden wurde und was nicht? Mir scheint, dass er alles, was ihm zu fantastisch erscheint, in die »Kategorie Märchen« einordnet. Und das betrifft biblische wie außerbiblische apokryphe Texte und solche, die in anderen Kulturen entstanden sind.


Foto 5: »Entrückung« des Elias.
Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.

Aber macht er es sich nicht zu einfach, wenn er alle Texte, die nach seinem Geschmack zu fantastisch klingen, in den Bereich des Märchenhaften verbannt? Prof. Dr. Hermann Gunkel (*1862; †1932) war ganz ohne Zweifel ein vorzüglicher, kenntnisreicher und wissenschaftlich präzise arbeitender Theologe. Doch was für Prof. Gunkel vor hundert und mehr Jahren einfach viel zu fantastisch war um wahr zu sein, das mag für uns zu Beginn des 21. Jahrhunderts längst überholte Wirklichkeit von gestern sein. Prof. Gunkel musste alles für unmögliche Fiktion halten, was für uns heutige immer noch allenfalls realistische Zukunftsschau ist. Genauso gilt, dass die Realität von – wählen wir ein beliebiges Jahr – 2122 für uns Heutige unfassbar unrealistisches Märchen sein muss. So ist es durchaus möglich, dass wir, wie Prof. Gunkel, uralte Texte als unglaubwürdig belächeln, nur weil sie fantastisch klingen. Meiner Meinung ist es unverzichtbar, auch scheinbar Märchenhaftes als Informationsquelle zu überprüfen. Falsch und unverantwortlich ist es meiner Meinung nach alles, was wir nicht für realistisch halten als »Märchen« zu etikettieren und unberücksichtigt zu lassen.


Fußnoten
(1) Hesekiel Kapitel 1, Vers 4 (Zitiert aus »Lutherbibel 2017«)
(2) Ebenda, Anfang von Vers 1 zitiert aus der »Elberfelder Bibel«.
»English Standard Version«: »As I looked, behold, a stormy wind came out of the north, and a great cloud, with brightness around it, and fire flashing forth continually, and in the midst of the fire, as it were gleaming metal.«
(3) Fohrer, Georg: »Handbuch zum Alten Testament. Erste Reihe 13/ Ezechiel«, Tübingen 1955, Seite 9, 7.-2. Zeile von unten (Fußnoten nicht mitgezählt!)
(4) Gunkel, Hermann: »Das Märchen im Alten Testament«, Tübingen 1921, Seite 61, letzte Zeile unten – Seite 62, 8. Zeile von oben
(5) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, Seite 124
(6) Ebenda, Seite 125(7) 1. Könige Kapitel 18, Vers 19 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(8) Ebenda, Vers 28 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(9) Ebenda, Vers 38
(10) Ebenda, Vers 40
(11) 2. Könige Kapitel 2, Vers 3
(12) 2. Könige 2, Vers 11
(13) Schneider, Wolfgang: »Elias Entrückung gen Himmel«, »Bibel Center«.  http://www.bibelcenter.de/bibel/studien/wort/d-std071.php (Stand 25.04.2020)
Die Rechtschreibung des Zitats wurde unverändert übernommen und nicht der Rechtschreibrefrom gemäß verunstaltet.
(14) 1. Mose Kapitel 5, 21-24 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(15) Hebräer Kapitel 11, Vers 5 (»Einheitsübersetzung 2016«)
(16) Gunkel, Hermann: »Das Märchen im Alten Testament«, Tübingen 1921, Seite 52, 3.-8. Zeile von oben

Zu den Fotos

Foto 1: Elias und Henoch. Bibelillustrationen, koloriert.
Foto 2: Elias. Ikone, frühes 19.Jahrhundert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 3: »Entrückung« des Elias. Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 4: Auch Henoch wurde von Gott in den Himmel entrückt. Bibelillustration um 1730. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 5: »Entrückung« des Elias. Bibelillustration, koloriert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein.


542. »1.000 Jahre vor Kolumbus«,

Teil 542 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 07. Juni 2020 

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Sonntag, 5. November 2017

407 »Astronautengötter und ›Der Heitere Fridolin‹«

Teil  407 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Fotos 1 und 2: »Astronautengötter« aus dem Val Camonica

In grauer Vorzeit waren, so lehrt es uns die Wissenschaft, den »primitiven« Menschen Naturphänomene unbegreifliche Mysterien. Wenn es im Himmel blitzte und donnerte, dann glaubte man an das Wirken mächtiger Götter. Da polterten also die Himmlischen lautstark und schleuderten Feuerspeere. Wenn nun Besucher aus dem All mit Feuer und lautem Gebraus zur Erde kamen, dann konnten das in den Augen der vermeintlich »Primitiven« nur mächtige Götter sein. Skeptiker schlussfolgern jetzt falsch: Wenn vom Himmel hernieder fahrende Flugvehikel Feuer spien, die Erde erzittern ließen und einen infernalischen Lärm verursachten, dann waren das in Wirklichkeit Naturphänomene wie Gewitter, Erdbeben und Stürme. Und schon hat man alte Überlieferungen von kosmischen Besuchern wegerklärt.


Und wenn vor Jahrtausenden an Höhlenwänden merkwürdige Gestalten in plumpen Anzügen verewigt wurden oder als Statuen verewigt wurden, wenn tatsächlich astronautenähnliche Gestalten in harten Stein geritzt wurden, dann haben Skeptiker wieder ein erstaunliches »Gegenargument« parat. Pointiert formuliert: Weil eine steinzeitliche Gravur so aussieht wie ein Astronaut war es keiner. Die Wesen, die wie schwerelos zu schweben scheinen, die vor Jahrtausenden im norditalienischen Val Camonica immer wieder in den Stein gemeißelt wurden, die sehen eben nur so aus wie Astronauten im Raumanzug, waren aber keine.

Natürlich ist nicht alles das, wonach es auf den ersten Blick aussieht. Man darf aber keineswegs schlussfolgern, dass nichts das es, wonach es aussieht. Oder anders ausgedrückt: Eine Malerei, das ein Wesen zeigt, das einen Raumanzug zu tragen scheint – wie etwa die berühmten Ritzzeichnungen im norditalienischen Val Camonica – müssen nicht, aber können sehr wohl tatsächlich Wesen im Raumanzug zeigen. Wie schon Freud sagte: »Manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre.« Oder anders formuliert: Manchmal ist etwas genau das, wonach es aussieht. Etwas, was wie eine Zigarre aussieht, kann sehr wohl eine Zigarre sein. Oder etwas, was wie ein Wesen im Raumanzug aussieht, ist womöglich auch tatsächlich ein Wesen im Raumanzug und nichts anderes.

Fotos 3 und 4: »Astronauten«, scheinbar schwerelos

Ein hoher Kirchturm ist keine stilisierte Rakete, auch wenn die Ähnlichkeit unbestreitbar ist. Ein indischer Tempel freilich kann sehr wohl, das ist uralte Tradition, mit Raumfahrt in Verbindung gebracht werden. Als »vimanas« werden in Jahrtausende alten Epen die Flugvehikel der Götter bezeichnet, »vimanas« waren aber auch Tempel, als Abbildungen der Flugapparate der Götter. Wenn uralte indische Tempel Nachbildungen von Vehikeln der Astronautengötter sind, dann ist es meiner Meinung nach nur plausibel, dass es auch uralte Nachbildungen von außerirdischen Wesen in Raumanzügen gibt.

Eine Frage, die mich seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie würden wohl »primitive« Völker vor Jahrtausenden Außerirdische in Raumanzügen beschreiben und vor allem darstellen, denen Raumfahrttechnologie wie Magie erschienen sein muss. Oder wie etwas Überirdisches, ja Göttliches. Mir kommt die apokryphe »Abrahamapokalypse« in den Sinn. Sie berichtet – wie ich meine – über Abrahams Kontakte mit »Astronautengöttern«. Zwei Fremde besuchen Jung-Abraham. Einer spricht ihn an. Abraham erschrickt (1):

»Als ich die Stimme hörte, die solche Worte sprach, da sah ich bald hierhin und bald dorthin. Nicht eines Menschen Atem war’s.« Angesichts der Fremdartigkeit seiner Besucher wird Abraham ohnmächtig: »Und so erschrak mein Geist, und meine Seele floh aus mir. Ich wurde wie ein Stein und fiel zu Boden, weil ich nicht mehr zum Stehen Kraft besaß.«

Fotos 5 und 6: In Stein gravierte »Astronautengötter«?

Schließlich erlebt Abraham auch eine Himmelsreise, die in Kapitel 5 der »Abrahamapokalypse« beschrieben wird (2): »Und es geschah bei Sonnenuntergang, da gab es Rauch wie Rauch aus einem Ofen. ... So trug er mich bis an der Feuerflammen Grenzen. Dann stiegen wir hinauf, so wie mit vielen Winden, zum Himmel, der da ob dem Firmament war.« Abraham erspäht ein Raumschiff, eine Raumstation (3): »Ich sehe in jener Höhe, die wir bestiegen, ein mächtig Licht, nicht zu beschreiben, und in dem Licht ein Feuer, darinnen eine Schar, ja eine große Schar von mächtigen Gestalten,...die Worte rufen, wie ich sie nicht kannte.«

Ist es zu spekulativ davon auszugehen, dass Abraham in jungen Jahren Astronauten von einem fremden Planeten begegnete? Offensichtlich waren die beiden Wesen, die ihn aufsuchten, menschenähnlich, aber doch keine Menschen: »Nicht eines Menschen Atem war’s.« Sie atmeten wie Menschen, waren aber keine Menschen. Es ist kein Wunder, dass Abraham ohnmächtig niedersank. Was dann folgt klingt in meinen Ohren sehr nach einer realen Begebenheit. Abraham wird zum Zubringerschiff der Fremden gebracht. Im All erspäht er eine riesige Raumstation, die sich – wie er weiter beschreibt – um die eigene Achse drehte, so an Bord künstliche Schwerkraft erzeugend.

Bei Abraham liest sich das so (4): »Der hohe Ort, worauf wir standen, bald stand er aufrecht da, bald drehte er sich abwärts.« So etwas wie eine Luke wird geöffnet (5). Abraham beobachtet, dass mal die Sterne oben, mal unten zu sehen sind (6). Genau so sieht es aus, wenn man sich in Erdnähe in einem radförmigen Riesenraumschiff befindet, das sich um die eigene Achse dreht: Mal ist die Erde unten und die Sterne befinden sich oben, mal ist es umgekehrt. Wie war es dem jungen Abraham möglich, ein Szenario zu beschreiben, das wir nur aus Science-Fiction-Filmen wie »2001 –  Odyssee im Weltraum« kennen?  Unvergesslich ist die Szene aus diesem Film-Klassiker: ein radförmiges Raumschiff dreht sich um die eigene Achse, mal sind die Sterne oben, mal unten, mal ist die Erde oben, mal unten.

Fotos 7-9: Kirchtürme, keine Raketen

 Leben überschreitet immer Grenzen: Aus dem Meer an Land, aus der Höhle in den Wald, aus dem Wald übers Gebirge, vom Strand übers Meer. Eines Tages wird der Mensch, so er sich nicht vorher selbst ausgelöscht hat, die Grenze zum All überwinden und eine kosmische Reise antreten. Kann es sein, dass Wesen auf fernen Planeten längst die Reise ins All angetreten sind? Gelangten einige von ihnen zur Erde?

Wir Bewohner von Planet Erde haben seit es Leben in primitivster Firm gibt immer wieder Grenzen überschritten. Wie reagieren wir, wenn andere so eine Grenze überwinden, die wir für unüberschreitbar hielten? Was geschieht, wenn Besucher aus dem Kosmos zur Erde kommen, wo wir doch solche Besuche für unmöglich halten? Was geschieht, wenn Küstenbewohner, die den Ozean für unüberwindbar halten, erleben, dass Schiffe von jenseits des riesigen Meeres ihr Ufer erreichen?

Was geschieht, wenn »primitive« Küstenbewohner erleben, wie ein Taucher aus den Fluten steigt und umhüllt von einem Anzug an Land kommt?

Von 1921 bis 1928 erschien im Berliner Ullstein Verlag die in jener Zeit bekannteste  aller verkauften  Kinder- und Jugendzeitungen »Der heitere Fridolin«. Ende der 50er Jahre bis 1961 erschien in Westdeutschland unter gleichem Namen wieder eine Kinderzeitschrift, die freilich mit dem Original nichts zu tun hatte. »Der heitere Fridolin« hatte einen Umfang von 16 Seiten und erschien halbmonatlich. Geboten wurden Berichte über Wissenswertes aus aller Welt, aber auch Kurzgeschichten, Rätsel, Witze, Comics  sowie Bastelanleitungen.

Foto 10: Cover 2. Februarheft 1928
Die »Nummer 1« eines Jahrgangs kam im Oktober heraus, »Nummer 26« im September des folgenden Jahres. Der 7. Und letzte Jahrgang erschien 1927/28. Im 2. Februarheft des Jahres 1928 gab es einen verblüffenden Bericht zu lesen. Geschildert wird, wie »primitive« Eingeborene reagieren, als ein mysteriöses Wesen den Fluten des Meeres entsteigt!

Fußnoten
1) Abrahamapokalypse Kapitel 10, Verse 1 und 2
2) Abrahamapokalypse Kapitel 15, Verse 1, 4 und 5
3) Abrahamapokalypse Kapitel 15, Vers 6
4) Abrahamapokalypse Kapitel 17, Vers 3
5) Abrahamapokalypse Kapitel 19, Vers 4
6) Abrahamapokalypse Kapitel 20, Vers 3


Zu den Fotos
Fotos 1 und 2: »Astronautengötter« aus dem Val Camonica. Fotos Walter-Jörg Langbein
Fotos 3 und 4: »Astronauten«, scheinbar schwerelos. Fotos Walter-Jörg Langbein
Fotos 5 und 6: In Stein gravierte »Astronautengötter«? Fotos Walter-Jörg Langbein
Fotos 7-9: Kirchtürme, keine Raketen. Fotos Walter-Jörg Langbein
     Foto 7: Kirchturm Marienkirche, Lügde. Foto Walter-Jörg Langbein
     Foto 8: Kirchturm St. Marien, Bad Segeberg. Foto Walter-Jörg Langbein
     Foto 9: Kilians-Kirche, Lügde. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 10: Cover 2. Februarheft 1928. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein

408 »Götter aus dem All?«,
Teil  408 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 12.11.2017



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Sonntag, 2. November 2014

250 »Monsterwesen, Vögel und ein Hase«

Teil 250 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein

Am 25. Oktober 2014 hielt ich im Rahmen des »One-Day-Meetings« der »A.A.S.«-Gesellschaft in Bremen einen Vortrag: »Pyramiden, Monster, Fabelwesen – Von Cheops bis zum Dom in Paderborn«. Hier im Blog lesen Sie eine ausführlichere Fassung meines Vortrags, heute Teil 3!

Mein Erstling erschien am 24.12.1979

Vor 35 Jahren erschien mein erstes Buch - »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«. Seit Jahrzehnten bereise ich die Welt, von Ägypten bis zur Osterinsel. Stets bin ich unterwegs zu den großen Geheimnissen unseres Planeten. Ich muss zugeben, dass ich Jahrzehnte lang die eigene Heimat vernachlässigt habe. Ich studierte fasziniert die Kunst in der kleinen Kirche der Osterinsel und übersah nicht minder interessante Gotteshäuser in eigenen Gefilden! Fakt ist: Große Geheimnisse bieten auch unsere »Gotteshäuser«, von der kleinen Kapelle bis hin zum Dom! Keine Stunde Fahrt mit der S-Bahn entfernt, vor meiner sprichwörtlichen Haustür: Der Dom zu Paderborn!

Ich kann jedem Besucher des Doms zu Paderborn nur empfehlen, sich ausreichend Zeit für das Paradies-Portal zu nehmen. Bewunderung verdienen die großen Heiligen-Statuen ganz ohne Zweifel. Übersehen Sie aber bitte nicht die mysteriösen Darstellungen von sphinxartigen Mischwesen zu Füßen der Statuen, und zwar direkt unterhalb der unteren Kante des Schutznetzes…

Anmutige Sphingen. Foto Walter-Jörg Langbein

Mehrfach treten »Sphingen« paarweise auf. Da gibt es beispielsweise zwei anmutig wirkende weibliche Sphingen. Sanft neigen sie ihre Köpfe. Eine greift nach ihrem spitz zulaufenden Flügel.  Ihr menschlicher Oberkörper sitzt, ähnlich wie bei einem Zentauren, auf einem Pferdeleib. Die Kollegin hat einen ganz anderen Tierkörper. Es könnte der eines Skorpions sein. Das Hinterteil jedenfalls ist, wie bei einem Skorpion, aufgerichtet.

Kleine Sphinx von Ludwigsburg. Archiv W-J.Langbein

Sind es wirklich Sphingen? Woher sollten die Steinmetze in Paderborn derlei Fabelwesen gekannt haben? Im Raum Ludwigsburg wurde bei Ausgrabungen eine geflügelte Sphinx gefunden. Das Figürchen ist nur fünf Zentimeter klein und stammt wohl aus Kleinasien. Es wurde vor rund zweieinhalb Jahrtausenden aus Elfenbein geschnitzt. Sollten die Künstler von Paderborn ähnliche Vorlagen gekannt haben? Oder wirkten in Paderborn Skulpteure aus Ägypten, Griechenland oder aus dem kleinasiatischen Bereich? Wie dem auch sei: Sphingen wurden am Paradiestor zu Paderborn angebracht, warum auch immer.

»Sphinx« mit Halsband. Foto Walter-Jörg Langbein

Andere Sphingen von Paderborn haben einen eher weniger intelligenten Gesichtsausdruck. Einer (oder eine) trägt eine Art Halsband, hat dazu Schlappohren wie ein Esel, Menschengesicht und Vogelkörper. Sein Kollege hingegen, mit ähnlichem Leib ausgestattet, hat so etwas wie eine spitze Mütze auf dem Kopf.

Bei einem dritten Pärchen fällt eine Sphinx mit Löwenleib auf. Typisch für den König der Wüste ist die Quaste am Schwanz. Auffälliger ist, dass diese besonders kuriose Mischung ursprünglich zwei Hälse mit zwei Häuptern hatte. Einer der Köpfe wurde mutwillig abgeschlagen.

Sphinx mit Löwenleib und zwei Köpfen. Foto W-J.Langbein

Eine andere »Sphinx« wurde offensichtlich von Anfang an kopflos konzipiert. Dieses aus alten Mythen entsprungene Wesen wurde nicht nachträglich enthauptet. Es liegt auch kein Kriegsschaden vor. Vielmehr sieht es so aus, als zeige die mysteriöse kleine Steinplastik ein Mischwesen, dem man den Kopf abgeschnitten hat. Und in diesem Zustand hat der Steinmetz es abgebildet? Warum? Soll darauf hingewiesen werden, dass diese Monster besiegt, getötet werden können? Unterhalb der kopflosen Sphinx liegt etwas, was man als mit Präzision abgeschnittenen Kopf sehen mag. Die Darstellungen vom Paradiestor soll man wohl wie ein Buch lesen können, wie ein Bilderbuch ohne ein einziges Wort. Im dreizehnten Jahrhundert gab es im Volk sehr wenige Menschen, die lesen konnten. Analphabetismus war der Normalzustand. Für diese Mehrheit der Dombesucher waren die präzise ausgearbeiteten Darstellungen gedacht. Was sollten sie mitteilen? Welche Botschaft sollten sie überbringen.

Kopflose Sphinx. Foto Walter-Jörg Langbein

Nehmen Sie sich viel Zeit, wenn Sie das Paradiesportal des Doms zu Paderborn studieren. Achten Sie besonders auf die mannigfaltigen Sphingen. Da wäre zum Beispiel eine Kreatur auf vier Beinen. Die mächtigen Pranken deuten auf ein löwenartiges Tier hin. Der Kopf stammt offenbar eher von einem Pferd. Bei näherem, genauerem Betrachten fällt auf, dass über dem »Pferdekopf« ein zweiter Kopf sitzt. Er ist kleiner, schmaler… wie der eines Hasen. Beide Häupter teilen sich zwei Ohren…

Ein weiteres Beispiel: Da fressen zwei Sphingen vergnügt große Blätter. Die Füße sind nicht die eines Huftiers, eher einer Großkatze. Die Ohren wiederum sind lang und spitz, wie die eines Pferdes oder Esels. Direkt daneben machen wir eine weitere Sphinx aus, die leider stark beschädigt oder verwittert ist. Es ist wiederum ein Vierbeiner, aber nicht mit Pranken eines Löwen, sondern mit Hufen. Wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass der Kopf wohl der eines Stieres war. Teile der Hörner sind noch vorhanden.

Blätterfressende Sphingen. Foto W-J.Langbein

Das Paradiestor lockt tagtäglich unzählige Menschen zum Dom. Bestaunt werden die Heiligenfiguren, die kleinen – viel interessanteren – Reliefs von unterschiedlichsten Sphingen aber werden nicht beachtet. Fragen über Fragen ergeben sich! Was haben diese mythischen Mischwesen an einem bedeutenden christlichen Gebäude zu suchen? Über welches Wissen verfügten die Steinmetze? Stammten sie aus dem Orient und kannten sie jahrtausendealte Bildnisse von Sphingen und Greifen?

Winziger Traubenfresser. Foto Walter-Jörg Langbein

Es lohnt sich wirklich, die detailreiche Kunst am Paradiestor zu Paderborn sorgsamst zu studieren. Immer wieder werden sie winzige Details entdecken, zauberhaft und naturgetreu dargestellte Tiere beweisen die große Kunstfertigkeit der Steinmetze! Auf den ersten Blick meint man schöne Ornamentik zu erkennen. Dann macht man üppigen Pflanzenwuchs aus, Weinreben mit winzigen Trauben. Man konzentriert sich und erkennt da und dort liebevoll gestaltete Tiere. Ein kleines Vögelchen pickt an Weintrauben. An anderer Stelle duckt sich ein kleiner Hase ängstlich, verbirgt sich vor dem Betrachter.
Noch ein Vogel... und ein Hund. Foto Walter-Jörg Langbein

Diese winzigen Details beweisen ganz eindeutig: Die Künstler, die das Paradiestor von Paderborn schufen, waren Meister ihres Fachs. Sie beherrschten die Kunst der naturgetreuen Darstellung. Also sind die mysteriösen »Monsterwesen« nicht das Ergebnis von Unfähigkeit. Den Künstler schwebten also reale Wesen vor, die es in der Natur nicht geben dürfte?

Könnten wir doch die Darstellungen in Stein wie ein Buch lesen! Dann wüssten wir, warum neben naturgetreu dargestellten Tieren die mysteriösen Wesen an einem der wichtigsten christlichen Gotteshäuser angebracht wurden! Stellen sie reale Wesen dar? Oder müssen wir sie als Symbole verstehen? Die geflügelte griechische Sphinx kann als Todesbotin verstanden werden. Altägyptische Sphingen wiederum waren höchst positive Symbole, die die Macht königlicher, ja göttlicher Herrscher darstellten!


Ängstlicher Hase. Foto Walter-Jörg Langbein

Erinnern wir uns an die Beschreibung von Mischwesen, die die Götter einst geschaffen haben, die uns der Historiker Eusebius hinterlassen hat (23):

»Menschen mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe, noch andere, pferdefüßige, und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite. Erzeugt hätten sie (die Götter) auch Stiere, menschenköpfige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der Fischschwänze rückseits an den Hinterteilen hervorliefen, auch Pferde mit Hundeköpfen...sowie andere Ungeheuer, pferdeköpfige und menschenleibige und nach Art der Fische beschwänzte, dazu weiter auch allerlei drachenförmige Unwesen und Fische und Reptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten.«

Tier-Mensch- oder Tier-Tier-Mischwesen  begegneten mir auf meinen Reisen weltweit: auf der Osterinsel ebenso wie in einem Felsentempel in Mahabalipuram, Indien. Und immer schufen die Künstler, die die Mischwesen dargestellt haben, zusätzliche Bildnisse von Mensch und Tier in geradezu fotorealistischer Manier. Sie konnten also die Realität sehr naturgetreu abbilden, die Darstellungen der Mischwesen sind kein Resultat mangelhafter Fähigkeiten der Künstler. Mischwesen aber können nicht von der Natur hervorgebracht worden sein…. Wurden sie von »göttlichen« Gentechnikern entwickelt?

Griechische Sphingen, um 1650. Archiv W-J.Langbein

Heutige Gentechniker können schon die monströsesten Mischwesen ins Leben rufen. Ich bin davon überzeugt, dass in geheimen Labors schon längst solche Mischwesen produziert werden, wie vor Jahrtausenden. Warum? Weil Experimente schon um ihrer selbst willen ausgeführt werden, oder einfach nur um auszutesten, was möglich ist!

3. Fazit: Mysteriöse Mischwesen

Mischwesen wurden nicht nur von Eusebius beschrieben, sie finden sich nicht nur auf Jahrtausende alten Dokumenten aus Stein, sondern auch an Kirchenportalen. Häufig wurden wahrhaft monströs anmutende Wesen neben geradezu fotorealistisch dargestellten Menschen und Tieren gezeigt. Die mysteriösen Mischwesen sind also nicht Ergebnis mangelhafter Darstellungskunst. Kühn gefragt: Erinnern sie uns an die gentechnisch erzeugten Fabelwesen der Astronautengötter?

Fußnote 
Die Harpyie, um 1650

23) Zitiert nach Däniken, Erich von:
»Die Augen der Sphinx/ Neue Fragen
an das alte Land am Nil«,
München 1989, S. 68 unten
und S. 69 oben
Dort angegebene Quelle:
Karst, Josef: »Eusebius Werke,
5. Band, Die Chronik, Leipzig 1911«

»Tresore für die Ewigkeit«,
Teil 251 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 09.11.2014



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Montag, 11. November 2013

Fido Buchwichtel und die Astronautengötter

Hallo liebe Leute!
Montag ist ein guter Tag, 
denn dann bringt Euch
Fido Buchwichtel 
den Bestseller der Woche
aus dem Wichtelland.

Liebe Menschen, könnt Ihr Euch noch erinnern, wer der erste Mensch auf dem Mond war? Richtig! Neil Armstrong betrat am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Erdtrabanten. Wisst Ihr denn auch, wer die letzten Menschen waren, die den Mond betreten haben? Jetzt müsst Ihr sicher nachdenken. Nun, ich will Euch gerne weiterhelfen, es waren Eugene Cernan und Harrison Schmitt, die am 11. Dezember 1972 die Mondfähre von Apollo 17 verließen, um einen Ausflug auf der lebensfeindlichen Oberfläche zu machen. In dem Zeitraum von 1969 bis 1972 haben sich insgesamt zwölf Menschen auf den Mond gewagt.

Gerne und genau erinnere ich mich noch an meinen Uropa mütterlicherseits, der seinerzeit begeistert war, als er von diesen Ereignissen aus der Welt der Menschen erfahren hatte. Ich weiß es noch genau. Damals war ich ein junger Wichtel und mein Sinn strebte allerlei Abenteuern zu. Mein Uropa Fridolin war auch aus diesem Wichtelholz geschnitzt. Wir schlichen damals zusammen aus dem schützenden Wald hin zu der Menschensiedlung. Hangelten uns an Stühlen und Tischen hoch zu den Fenstern, um von den Fensterbänken aus einen Blick auf die Fernseher der Menschen zu richten. Das war nicht ganz ungefährlich. Uropa hatte damals schon das Reißen in seinen Knöchsken, aber das hat ihn nicht abgehalten, mit mir das große Abenteuer zu suchen.

Damals gab es ja bei Euch Menschen noch nicht so viele Fernsehprogramme. Gut zwei Jahre vorher, am 25. August 1967, wurde erstmals in Deutschland eine Fernsehsendung in Farbe ausgestrahlt. Die neuen Geräte waren nicht ganz billig. In dem Wohnzimmer der Menschenfamilie, bei der mein Uropi und ich die erste Mondlandung quasi als Schwarzseher verfolgten, stand leider eine alte Glotze. So habe ich die entscheidenden Momente nur als Schwarz/Weißaufnahme in Erinnerung.

Als wir, noch völlig aufgeregt durch dieses Ereignis, den Rückweg beschritten, sagte mein Uropi Fridolin zu mir: »Fido mein Junge, vielleicht … kamen schon ganz ganz früh Fremde aus dem All zur Erde ...« und wie heute weiß ich noch genau, wie Uropi weiter ausführte: »Es soll sogar Wichtel-Überlieferungen geben, in denen von Wichteln aus dem All die Rede ist ...«


Das ist bis heute eine spannende Überlegung. Zumal in vielen Überlieferungen alter Hochkulturen davon die Rede ist, dass in grauer Vorzeit Götter von den Sternen zur Erde kamen. Mein Lieblingsautor Walter-Jörg Langbein hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. In Astronautengötter prüft und vergleicht er die alten Texte und die rätselhafte Spur der »Götter« von ihrer ersten Ankunft bis zu ihrer vermutlichen Wiederkehr. Nun ist die Printausgabe des Werkes schon lange vergriffen. Darum wurde es jetzt als E-Book herausgebracht und ist in der Neuauflage erhältlich!

Das ist doch mal eine tolle Nachricht! Da bleibt mir nur noch eins! Euch zuzurufen:
der Bestseller der Woche aus dem Wichtelland.
Kaufen! Lesen! Weiterempfehlen!

Und denkt daran: die 13 ist keine Glückszahl, also passt auf, dass keiner von Euch auf den Mond geschossen wird!

In diesem Sinne winke winke Euer

Fido Buchwichtel

Nicht vergessen:
»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

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