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Sonntag, 1. Juli 2012

128 »Puma Punku«

Das Geheimnis der Anden VII,
Teil 128 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Zertrümmerte Platten
Foto: W-J.Langbein
Man stelle sich ein gigantisches Fundament für ein riesenhaftes Bauwerk vor. Gewaltige Monstermauern sollen bald auf riesigen Betonplatten emporwachsen. Bevor mit dem eigentlichen Gebäude begonnen werden kann, muss ein solides Fundament gesetzt werden.

Man stelle sich vor, dass ein Heer von spezialisierten Arbeitskräften am Werk ist: Die einen gießen das Fundament, die anderen karren riesige Bauelemente heran. Und wieder andere schaffen Steinklötze an die Baustelle, die aus einem Baukasten zu stammen scheinen ... nur dass sie tonnenschwer sind.

Man stelle sich weiter vor, dass die Bauarbeiten abrupt beendet werden ... von einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Die gewaltigen Fundamente werden hochgeschleudert und zerbersten auf die Erde zurückfallend in riesige Teilstücke ... tonnenschwer. Was für eine Katastrophe mag das Werk der Zerstörung bewirkt haben? Eine apokalyptische Sintflut vielleicht, die riesige Bauelemente mit Schlamm bedeckt. Unter meterdickem Abraum verschwinden atemberaubende Fragmente ... Da und dort ragen Stücke von präzise ausgeführten Bauelementen aus dem im Lauf der Jahrtausende hart verbackenen Boden.

Zerschlagene Monsterplatten
Fotos: W-J.Langbein
Da und dort liegen Plattenteile mitten in wüstenartiger Landschaft ... als Zeugnisse einer längst vergessenen Zivilisation. Die Erbauer müssen exakt geplant, also eine Schrift besessen haben. Schriftliche Zeugnisse haben aber die Jahrtausende nicht überdauert. Und an den monströs anmutenden Ruinen-Brocken hat der Zahn der Zeit genagt. Man hat die Überbleibsel einer wuchtigen Anlage als Steinbruch benutzt und unvorstellbare Mengen an Baumaterial weggeschafft. Glatt polierte Platten wurden mutwillig zertrümmert und zu Schotter verarbeitet. Schöne Bauelemente wurden weg gezerrt und in sakralen Bauten zur Ehre Gottes eingesetzt oder dienten armseligen Lehmhütten als Verschönerung ...

Man könnte sich ein solches Szenario als Kulisse für den Beginn eines spannenden Science-Fiction-Films vorstellen ... auf einem fernen Planeten. Oder endet ein Filmepos vielleicht so ... auf Planet Erde ... mit einem Blick auf die Überbleibsel einer einst hoch stehenden Zivilisation, nach einem infernalischen Krieg in grauer Vorzeit? Das beschriebene Szenario ist aber, so kühn es auch anmuten mag, nicht fiktiv, sondern höchst real. Man findet es hoch oben in den Anden Boliviens, unweit des Titicaca-Sees, einen »Steinwurf« von den Ruinen von Tiahuanaco entfernt. Die Kuriositäten aus grauem Diorit (sehr hart!) und rotem Sandstein (weicher) gibt es wirklich. Die zertrümmerten Platten, die einst ein Fundament bildeten ...

Was von Puma Punku übrig blieb ...
Foto W-J.Langbein
Sie sind real. Und das schon seit vielen Jahrhunderten. Sie sehen wirklich aus, als seien sie aus Beton gegossen. Bei manchen möchte man meinen, die Verschalung sei eben erst – vor wenigen Minuten, allenfalls Stunden – entfernt worden. Der Eindruck täuscht: Es waren keine Betongießer am Werk, sondern Steinmetze. Ihre zum Teil monumental anmutenden Werke wurden allesamt aus (zum Teil härtestem Gestein) gemeißelte oder gesägt.

Puma Punku war ein Weltwunder ... und die Ruinen sind auch heute noch atemberaubend. Fotos können nicht vermitteln, welch kolossale Leistungen in grauer Vorzeit erbracht worden sind ... von Menschen auf »Steinzeitniveau«. Und doch wurde dieses Welträtsel von der Wissenschaft – gelinde gesagt – stiefmütterlich vernachlässigt. Noch 1979 fanden sich im fulminant illustrierten Werk »Die Kunst des alten Amerika« (1) nur einige wenige Zeilen über Puma Punku (2): »In der Südwestecke von Tiahuanaco steht die große, Puma-Punku genannte Pyramide. Ihre obere Plattform bilden zwei verschieden hohe Flächen, die man über mehrere Treppen erreicht. Auf einer dieser Plattformen dürfte ein Tempel gestanden haben, dessen Eingang aus drei im Stil des Sonnentores ausgeführten Plattformen bestand.«

Seit Jahrhunderten
unverändert ...
Foto: W-J.Langbein
Erich von Däniken war es, der erstmals eine breite Öffentlichkeit auf das Phänomen »Puma Punku« aufmerksam machte. Touristengruppen wurden im Sauseschritt durch Tiahuanaco geführt, Puma Punku – einen Steinwurf entfernt – wurde ihnen »erspart«. Antonio de Castro y del Castillo, Bischof von La Paz hingegen pries vor rund 350 Jahren Puma-Punku als Meisterwerk unbekannter Schöpfer, als »ein wunderbares Gebäude von solcher Schönheit« (4), wie es selbst die Spanier nicht hätten errichten können. Die Inkas, so der Bischof anno 1651, seien nicht die Erbauer gewesen.

Die größte Steinplatte von Puma Punku kann nur geschätzt werden ... das 100-plus-Tonnenmonster geht auf keine Waage. Wie hat man diesen Riesenstein mit »primitiven« Mitteln über zehn Kilometer hinweg bewegt? Acht Meter lang ... fünf Meter breit ... gut einen Meter dick: Wie hat man diesen Koloss angelüftet und »in Marsch gesetzt«? Es wird aber noch verrückter: Die wahrlich gewichtige Steinplatte – nach Schätzungen womöglich 130 Tonnen schwer – ist nur ein Teilstück. Ursprünglich war sie nicht acht, sondern vierzig (!!!) Meter lang. Sie muss ein geradezu astronomisches Gewicht gehabt haben ... und wurde dennoch zehn Kilometer weit transportiert! Wie ist das geschehen? Eine weitere Frage muss sich dem Beobachter vor Ort aufdrängen: Wie kam es dazu, dass wuchtige Steinplatten so zertrümmert und durcheinander geworfen wurden?

Wie nach einer Explosion
Foto W-J.Langbein
Dr. Johannes Fiebag (1956-1999) stellt in seinem Fachartikel »Neue Entdeckungen in Bolivien und Peru« (5) fest: »Puma Punku: Die Grabungen an der Mondpyramide sind noch immer nicht wiederaufgenommen worden. Die von uns in Augenschein genommene gute Erhaltung und weitgehende unbeschädigte Natur dieser Struktur macht es aber mehr als unwahrscheinlich, dass Tiahuanaco und Puma Punku durch ein gewaltiges Erdbeben zerstört wurden – in diesem Falle hätte auch die Pyramide massiv darunter leiden müssen.« Völlig zurecht fragt Dr. Fiebag: »Was wirbelte dann die gewaltigen Steinblöcke jenseits der Mondpyramide durcheinander? Welches eng begrenzte Ereignis vermag Derartiges zu bewirken? Hier ist die Annahme einer gezielten Sprengung wohl nicht ganz abwegig.«

Wie ist dieses Werk der Zerstörung zu erklären? Wer oder was schleuderte die steinernen Platten umher? Skeptiker, für die es die großen Mysterien der Vergangenheit gar nicht gibt, behaupten ... diese Frage sei längst geklärt. Habe doch Anfang des 20. Jahrhunderts eine bolivianische Armee Schießübungen auf Puma Punku durchgeführt. Richtig ist aber auch, dass die bolivianische Armee auf steinerne Statuen von Puma Punku schoss. Die Statuen wurden beschädigt oder zerstört ... Damit bleibt aber die Frage unbeantwortet, wer die gewaltigen Steinplatten durcheinander wirbelte.

Erst ein Bruchteil von Puma Punku
wurde ausgegraben
Foto W-J.Langbein
Max Uhle wurde Zeuge dieser Schießübungen ... auf die Statuen. Und Max Uhle beschreibt konsterniert das Durcheinander der Platten in dem Monumentalwerk »Die Ruinenstätte von Tiahuanaco im Hochland des alten Peru«, 1892 erschienen (6): »Den merkwürdigsten Teil der Ruinen von Puma-Punku bilden die noch an Ort und Stelle befindlichen ›Plattformen‹ und die zwischen ihnen liegenden ganzen oder abgebrochenen Blöcke, welche nach Form, Größe und Bearbeitung eine außerordentliche Mannigfaltigkeit zeigen. Da gibt es plattenförmige Steine, gleichmäßig bearbeitete Lavaplatten, solche mit kleinen, torartigen Ausarbeitungen, Steine mit muldenartigen Vertiefungen, Steine mit kreuzartigen Ornamenten, mit kleinen Nischen und dick oder ganz dünn erhabenen Leisten sowie ungezählte andere Formen.«

Fazit: Die wuchtigen Steinplatten wurden nicht Opfer der bolivianischen Arme, die so gar keine Achtung vor uralten Statuen hatte. Wer oder was zertrümmerte die einst riesigen Platten?

Der Autor und einer der
mysteriösen Steine
Foto Willi Dünnenberger
Ich habe mich manchen Tag auf dem Ruinenfeld von Puma Punku aufgehalten. Ich staune auch heute noch über die Leistungen der Altvorderen. Fakt ist: Die Bauelemente, die aus einem »Baukastensystem« zu stammen scheinen ... gibt es ebenso wie wuchtige Platten. Aber auch die »kleinen Teile« sehen aus wie gegossen. Jedoch wurden auch sie mit unbekannten Werkzeugen aus zum Teil härtestem Stein gemeißelt.

Viele Fragen bleiben seit Jahrhunderten unbeantwortet. Wie wurden diese Kolosse transportiert? Wie wurden sie bearbeitet? Wie wurden sie zurecht gesägt? Wie wurden sie poliert? Wie wurden sie millimetergenau geplant und dann geschaffen ... und zu welchem Zweck? Was war einfach nur schönes Ornament, was hatte technische Funktion? Und: Wer hat Tiahuanaco und Puma Punku gebaut?

Fußnoten

1 Alcino, José: »Die Kunst des Alten Amerika«, Freiburg 1979
2 Zitiert nach Däniken, Erich von: »Reise nach Kiribati«, Düsseldorf und Wien 1981, 1. Auflage, S. 279
3 Däniken, Erich von: »Reise nach Kiribati«, Düsseldorf und Wien 1981, Kapitel VI, »Götterdämmerung«, S. 249-323
4 ebenda zitiert S. 280 und 281
5 Fiebag, Dr. Johannes: »Neue Entdeckungen in Bolivien und Peru«, »Ancient Skies«, 19. Jahrgang, Nr.3/1995, S.10-13, Zitat S.10
6 Stübel, Alphons und Uhle, Max »Die Ruinenstätte von Tiahuanaco im Hochland des alten Peru«, Leipzig 1892, zitiert nach Däniken, Erich von: »Reise nach Kiribati«, Düsseldorf und Wien 1981, 1. Auflage, S. 284



»Sie hatten schwarzes Blut!«,
Das Geheimnis der Anden VIII,
Teil 129 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 08.07.2012



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Sonntag, 22. Mai 2011

70 »Chavin de Huantar, das Geheimnis der Anden«

Teil 70 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Hier geht es nach Chavin de Huantar
Foto W-J.Langbein
In den Hochanden des nördlichen Peru gibt ein geheimnisvoller Tempel der Wissenschaft seit Jahrzehnten Rätsel auf. Wiederholt war ich vor Ort. Wiederholt kroch ich in die gefährliche Unterwelt von Chavin, hoch in der peruanischen Bergwelt. Meine Überzeugung: Der Jahrtausende alte Komplex wurde um ein meterlanges, steinernes Kult-Objekt herum gebaut. Diese nur wenige Meter hohe steinerne Lanze verbindet die »Unterwelt« mit der »Oberwelt« des Tempels von Chavin de Huantar. Sie erinnert mich an den Lebensbaum aus uralten Mythen, an die Irminsul der Germanen. Stellte sie die Verbindung zwischen Erde und Himmel dar, so wie der Turm zu Babel der Bibel?

Am besten ist die »Unterwelt« erhalten, ein komplexes, unübersichtliches System aus unterirdischen Gängen, ein Labyrinth der unübersichtlichsten Art. Wirklich erforscht wurde es bis heute nicht. Wir müssen bedenken: die heutigen »modernen« Straßen in die Hochanden Perus muten halsbrecherisch an. Vor Jahrzehnten oder gar vor einhundert und mehr Jahren war Chavin fast unerreichbar. Expeditionen in die fremde Welt waren lebensgefährlich.

Begegnung am Abgrund
Foto W-J.Langbein
Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts versuchte der Archäologe Ernst Wilhelm Middendorf, die Ruinen zu ergründen. Sie waren damals der einheimischen Bevölkerung als altes Mauerwerk ohne besonderen Wert bekannt. Menschen hausten in uraltem Gemäuer, nutzten Tunneleingänge als Keller. Altes Gemäuer wurde mit Hütten und einfachen Steinhäusern überbaut.

1923 und 1942 setzte Julio C. Tello die Arbeiten fort. Chavin de Huantar sei ein bedeutsames Zentrum südamerikanischer Urkulturen. Mag sein, dass der Wissenschaftler dem Rätsel Chavin de Huantars auf der Spur war ... 1945 machte eine gewaltige Katastrophe die gesamte archäologische Erforschung der uralten Stätte zunichte. Eine gewaltige Schlammlawine verwüstete alles. Sie begrub alles, was dem Vergessen wieder mühsam entrissen werden sollte, unter einer meterdicken Schicht. Und so zieht es nicht viele Besucher nach Chavin de Huantar, die furchteinflößenden Serpentinen schrecken doch sehr ab....

Seit Jahrzehnten bereise ich die Welt, stets auf der Suche nach den großen Geheimnissen unserer Vergangenheit. Nirgendwo sonst fühlt man sich so urplötzlich auf einen unwirtlichen, fremden Planeten irgendwo in den Tiefen des Alls versetzt wie in den Anden Nordperus. Sobald man die moderne Küstenstraße verlassen hat, dringt man in eine fremdartige Welt vor. Sobald man sich in die Berge aufmacht, sind Karten allenfalls nur bedingt vertrauenswürdig. Selbst eigene Erkenntnisse von früheren Reisen können schon längst wieder überholt sein. Moderne Teerstraßen können sich nur wenige Jahre später in Schotterpisten verwandelt haben, auf denen man nur sehr langsam vorwärts kommt. Offenbar wird immer wieder am Material gespart. Teerstraßen mögen noch so vertrauenswürdig aussehen, die manchmal nur hauchdünne Schicht des Belags kann sehr schnell abgefahren sein.

Gewöhnungsbedürftig ist auch der Umstand, dass man von der Panamericana-Küstenstraße aus – Höhe Null über dem Meeresspiegel – in kürzester Zeit auf steilen Serpentinen in Höhen vordringen muss, die man sonst nur im Flugzeug erreicht. Und das auf oftmals ungeteerten Schotterstraßen.

Einsamkeit in den Hochanden
Foto W-J.Langbein
Meine bevorzugte Route: Trujillo - Huaraz (Zwischenstopp in den Ruinen von Sechín) – Catac – Chavin de Huantar. Wie man auch fährt, man kommt nicht umhin, sich auf furchteinflößenden Serpentinen in die Hochanden hinauf zu quälen. Die Straßen sind extrem schmal, meist nur einspurig befahrbar. Auf der einen Seite geht's fast senkrecht bergab in die Tiefe, auf der anderen senkrecht empor. Wer schon einmal auf so einer Straße im Bus – oder einem PKW – einem entgegenkommenden Bus begegnete, weiß, was Angst im Straßenverkehr bedeutet. Lebensgefährliche »Ausweichmanöver« sind hier an der Tagesordnung. Beherzt setzen Busfahrer im Rückwärtsgang zurück, bis sie eine etwas »breitere« Stelle erreichen, an der die beiden Busse einander passieren können. Wer dann im Bus außen sitzt, kann senkrecht in den Abgrund blicken.

Immer wieder kommt es zu Unglücken, kommen PKWs, LKWs oder Busse von der Fahrbahn ab und stürzen in die Tiefe. Überlebende gibt es dann so gut wie nie. Längst werden keine Kreuze mehr für einzelne Tote angebracht, sondern für zerschmetterte Busse ...

Von Catac aus geht es in die Bergwelt der »Cordillera Blanco«. Wir fahren durch den Nationalpark Huascaran. Auf einer Höhe von fast 4000 Metern lädt die malerische »Laguna Querococha« zu einer kurzen Pause ein. Längere Zwischenaufenthalte sollte man meiden. Denn man weiß nie, ob man Zwangspausen einlegen muss ... etwa wenn Gerölllawinen die schmale Straße unpassierbar machen.

Laguna Querococha
Foto W-J.Langbein
Von Catac aus sind es »nur« noch 70 Kilometer bis nach Chavin. Nach 38 Kilometern erreicht man das »Nadelöhr« der Strecke: den Kahuish Tunnel ... auf einer Höhe von 4510 Metern. Einen halben Kilometer ist er lang ... fünfhundert lange Meter entsprechen hier einer gefühlten Unendlichkeit. Auch der Tunnel ist nur einspurig. Eine Ampelanlage wäre mehr als hilfreich, existiert aber nicht. Begegnen sich in seinem pechschwarzen Schlund zwei Vehikel, dann muss rückwärts zum Ausgang zurückfahren, wer der Ein- oder Ausfahrt am nächsten ist. Nicht selten werden irgendwo im Tunnel hitzige Diskussionen geführt, wer denn nun zurückstoßen muss.

Der Begriff »Tunnel« führt leicht zu falschen Vorstellungen ... die Röhre vom Kahuish-Pass erinnert mehr an einen Bergwerksschacht. Zeitweise gibt es elektrisches Licht, die Lampen fallen – so vorhanden – meist aus. Die bis zu knietiefen Schlaglöcher werden offenbar nur sporadisch ausgebessert. Von den Seiten und der Decke prasseln immer wieder Felsbrocken auf die Fahrbahn herab. Wasser tropft von der Decke oder quillt aus Spalten in den Wänden. Manchmal sprudelt plötzlich eine kraftvolle Quelle aus dem Dunkel und überschwemmt die »Angsttraumstraße« (Erich von Däniken).

Hat man den Tunnel passiert ... geht es wieder steil bergab: ins Tal von Mosna, zum Dörfchen Machac. Von hier aus erreicht man »bequem« den Tempel von Chavin de Huantar zu Fuß ... Die Schlammlawine von 1945 hat alles, was an überirdischen Ruinen noch vorhanden war, mit einer meterdicken Schicht bedeckt. Mauern, die noch standen oder von Archäologen mühsam rekonstruiert worden waren, wurden umgestoßen und begraben. Eingänge zur Unterwelt wurden verschlossen. So türmt sich heute ein »Hügel« über einer der wohl rätselhaftesten Ruinen unseres Planeten.

5Imposantes Mauerwerk von
Chavin de Huantar
Foto W_J.Langbein
Inzwischen wurden einige wenige der Außenmauern der Tempelanlage rekonstruiert. Sie lassen erahnen, von welch beeindruckender Größe der überirdische Teil von Chavin de Huantar einst war.

Schlamm drang in so manchen unterirdischen Gang ein und füllte ihn. Und doch blieben kilometerlange Tunnel in der Unterwelt erhalten ... und passierbar.

Fledermäuse haben die Unterwelt in Beschlag genommen. Wer den unterirdischen Teil von Chavin de Huantar erkunden möchte, darf keine Angst vor diesen Tierchen haben. Menschen mit empfindlichen Nasen sollten auf eine solche Tour verzichten, streckenweise stinkt es erbärmlich. Ein Erkundigen der Unterwelt, fernab der für Touristen abgesicherten Passagen, ist zudem alles andere als ungefährlich. Teil der Gänge sind eingestürzt, andere können jeden Moment neugierige Besucher begraben.


»Abstieg in die Unterwelt«,
Teil 71 der Serie
»Monstermauern, Mythen und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 29.05.2011

Sonntag, 17. Januar 2010

1 »Kuelap, eine geheimnisvolle Metropole der ›Chachapoyas‹«

Teil 1 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von
Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Wie eine Krone auf hohem Berg... Kuelap.

40 Jahre lang bereiste ich die Welt, um für meine Bücher zu recherchieren und Material zu sammeln. Auf manchen meiner Reisen nahm ich Leserinnen und Leser mit, um gemeinsam mit ihnen die rätselhaftesten Stätten unseres Planeten zu besuchen. Vermeintlich »primitive« Steinzeitvölker schufen mysteriöse Bauten gigantischen Ausmaßes. Im Wüstensand vergrabene Mumien warten seit Jahrtausenden auf ihre »Wiedergeburt«. In archäologischen Sammlungen schlummern geheimnisvolle Objekte, die es gar nicht geben dürfte. Mysteriöse Kulte geben Rätsel auf. Indische Tempel stellen die fliegenden Vehikel der Götter dar. (Foto: Ingeborg Diekmann Bremen)

2001 führte ich eine kleine Gruppe ins Reich der Chachapoyas in den nördlichen Anden Perus. Auf der strapaziösen Reise wollten wir gemeinsam das Erbe eines der geheimnisvollsten Völker unseres Planeten kennenlernen. Woher kamen die Chachapoyas? Niemand vermag das zu sagen. Rätselhaft ist auch ihr Verschwinden aus der Geschichte.

Foto 2: Steiler Weg nach Kuelap

In meiner neuen Exklusivserie berichte ich über meine Forschungsreisen in die entlegensten Regionen unseres Globus – von Ägypten bis nach Vanuatu. Den Anfang macht Kuelap, die Ruinenstadt der »Chachapoyas«, hoch in den Anden gelegen. Kuelap ist eine echte Sensation. Die Stadt könnte eine Massenattraktion für Touristen sein.... wenn sie nicht so abgelegen und nur auf beschwerlichen Wegen zu erreichen wäre! Vielleicht ist das die Chance für Kuelap: Touristenmassen könnten Schäden anrichten, bevor wissenschaftliche Ausgrabungen möglich sind. Dazu fehlt immer noch das Geld.

Ich lade Sie zu einer außergewöhnlichen Reise ein: Lesen Sie meine neue Serie, exklusiv für ein-Buch-lesen geschrieben!

Foto 3: Mächtige Monstermauer, schwer zu erreichen...

Von Cuencea in Ecuador fliegen wir nach Piura im Norden Perus. Von der Wüstenmetropole Piura – fast 300 000 Einwohner – bekommen wir nichts zu sehen. Unser Zeitplan ist zu knapp. Die Gluthitze der »Desierto Sechura«-Wüste macht uns zu schaffen. Wir werden in den winzigen »VIP-Bereich« des Flughafens geführt. Angenehme Kühle umfängt uns. Freundliche Angestellte erledigen die Passformalitäten. Flüchtig wird unser Gepäck kontrolliert. »Ihr habt Glück!» lacht eine Stewardess. »Im Augenblick vertragen wir uns mit Ecuador... sonst würde sich die Einreise aus Ecuador höchst kompliziert erweisen...« Kopfschütteln ernten wir für unsere Reise um den halben Globus in den Norden Perus. Da gibt es doch nur alte Ruinen. Für die Regierenden sind Bodenschätze sehr viel wichtiger. Sie verheißen Reichtum. Und deshalb streiten sich Ecuador und Peru seit vielen Jahren immer wieder um den Grenzverlauf.

Per Bus geht es weiter bis nach Olmos. 168 Kilometer auf der imposanten Pan Americana legen wir in zwei Stunden zurück. In Olmos warten bereits fünf Geländewagen auf uns. »Nur« 302 Kilometer liegen noch vor uns. Aber die Straßen machen das Weiterkommen mehr als mühsam. Nach acht Stunden (!) kommen wir endlich in »Lagina Pomocochas« an:

Foto 4: Für Angreifer kaum zu überwinden....

Um 1.30 nachts stehen wir vor unserem Hotel. Wir sind erschöpft und übermüdet. Endlich gelingt es uns, auf uns aufmerksam zu machen. Einige Hotelangestellte lassen uns ein. Laguna Pomacochas liegt im Tal des Rio Utcumbamba. Es ist traumhaft schön. Wir haben aber leider keine Zeit, die herrliche Andenlandschaft zu erkunden... denn am Morgen geht es schon wieder weiter – nach Chillo bei Tingo. Die Fahrt bis nach Magdalena ist abenteuerlich. Die Straße ist wesentlich schlechter als man das in heimischen Gefilden von Feldwegen gewohnt ist. Wir haben März... und Regenzeit. Gewaltige Schlaglöcher – sie ähneln manchmal eher Kratern – machen die Fahrt zur Tortur. Die Straße schlängelt sich an steil emporragenden Felswänden entlang. Zum Glück sind wir mit geländegängigen Vehikeln unterwegs. Eigentlich hätten es auch drei getan. Wir wollen aber möglichst kein Risiko eingehen. Falls zwei der wendigen Fahrzeuge ausfallen, muss die Reise nicht unterbrochen werden. Tatsächlich haben wir mehrfach Autopannen. Wir fahren mit den fahrtüchtigen Autos weiter, die defekten werden notdürftig repariert... und holen uns wieder ein!

Mitten in den Anden wartet das spartanische »Hostal el Chillo« auf uns. Es besteht aus zwei Haupthäusern und bungalowartigen kleineren Gebäuden. Mehrere Bungalows teilen sich eine Dusche. Der Chef, Oscar, hat die kleine Anlage mit seiner Familie selbst gebaut. Schon das Heranschaffen der Steine war eine Meisterleistung in der abgelegenen Region. Man sieht es den einzelnen Gebäuden an, wann sie gebaut wurden. Haus Nr.1 ist inzwischen baufällig. Der Frühstücksraum ist noch intakt.

Foto 5: Massiver Pflanzenwuchs setzt den Mauern zu.

Oscar reicht zur Begrüßung einen selbstgebrannten Zuckerrohrschnaps.. ein wahres Feuerwasser! Selbst gebaut ist auch ein Wasserrad, angetrieben von einem eisigen Gebirgsbach. So erzeugt Oscar eigenen Strom. Eiskalt sind auch die Duschen. Aber wir suchen keinen Luxus... wir möchten Kuelap, eine geheimnisvolle Ruinenstadt, besichtigen. Gebaut wurde sie als gewaltige Wehranlage von dem Volk der »Chachapoyas«. Der Name stammt von den Inkas, den Feinden der Erbauer der Monstermauern hoch in den Anden.

Ob die archäologischen Funde in Oscars Sammlung aus Zeiten der »Chachapoyas« echt sind? Wir wissen es nicht. Echt ist jedenfalls die warmherzige Freundlichkeit, mit der wir von Oscar und seiner Familie behandelt werden. »Fremde kommen selten in unsere Gegend...« meint ein wenig enttäuscht Oscar. Er hat auf Touristenströme gehofft. Vielleicht wird ja Kuelap eines Tages touristisch erschlossen... und Oscar weiß nicht, wohin mit den Gästen.

Foto 6: Ein "Riss" in der mächtigen Mauer.

Unser Ziel: Kuelap, die Festung der »Wolkenmenschen«. Mit unseren Geländewagen versuchen wir so weit wie möglich an die mysteriöse Anlage heranzukommen. Fast dreitausend Meter über dem Meeresspiegel wurde die wahrhaft gewaltige Anlage errichtet. Die Luft ist dünn und eiskalt. Die Kameratasche wird zur Qual. Schritt für Schritt kämpfen wir uns voran. Teilweise geht es steil bergan.

Auf einem schmalem Fußweg ächzen wir vorbei an unscheinbaren Mäuerchen. Sie sind Jahrhunderte alt. Wackelige kleine Holzbänkchen laden zur Rast ein. Wir stolpern an ihnen vorbei. Längst frieren wir nicht mehr... wir schwitzen wie die Bären. Und unser »kleines Gepäck« wird immer schwerer. Merkwürdige Steinmauern mit seltsamen Mustern verraten uns, das wir auf dem richtigen Weg sind. Irgendwo muss die geheimnisvolle Ruinenstadt sein. Wir schleppen uns weiter über Wurzeln und seltsam behauene Steinbrocken. »Bald sehen wir Kuelap!« macht uns unser Guide Mut. Von der mysteriösen Stadt aber – keine Spur. Plötzlich wird es ungemütlich: »Nebelbänke« tauchen auf, als wollten sie ein Geheimnis vor uns verbergen. Man fühlt sich in den Roman »2010« – verfasst von Ursula Prem – versetzt. Im Thriller von Ursula Prem spielen Nebelbänke eine ganz zentrale, unheimliche Rolle.

Foto 7: Unsere kleine Expedition....

Doch die wattig-weißen wabernden Schwaden verschlingen uns nicht... so gespenstisch sie auch wirken. Sie stimmen aber nicht gerade optimistisch: Werden wir überhaupt etwas Interessantes zu sehen bekommen?

Plötzlich reißt die alles verbergende Wolkendecke auf, gibt den Blick auf eine fantastisch anmutende Anlage frei. Eine wuchtige Steinmauer taucht aus dem Nichts auf. Sie ist gut zwanzig Meter hoch. Wir staunen. Die Meisterleistung der Baumeister der »Wolkenmenschen« macht uns sprachlos. Bis zu 200 Kilogramm wiegen die Granitblöcke, aus denen die Mauer aufgetürmt wurde. Wir gehen an diesem monumentalen Bauwerk vorbei. Aus den Steinen, so hat man berechnet, hätten leicht mehrere »Cheopspyramiden« gebaut werden können!


Foto 8: Keramik der Wolkenmenschen von Kuelap

1.500 Meter lang ist die Mauer. Sie umschließt das Oval der Stadt »Kuelap«.Im Schutz der Mauer lebte ein geheimnisvolles Volk, das der Chachapoyas. Bisher wurden in verschiedenen Regionen von »Kuelap« die Fundamente von rund 400 meist ovalen Gebäuden freigelegt. Von ganz besonderer Bedeutung muss einst ein gewaltiger Turm gewesen sein. Wie groß mag er einst gewesen sein? Wie hoch mag er einst in den Himmel geragt haben? Niemand vermag das zu sagen. Heute ist nur noch ein zwölf Meter hoher Stumpf übrig geblieben. Er erinnert von seiner Form her an ein Tintenfass. Deshalb wird er »El Tintero« (Tintenfass) genannt.

Fiel das Bauwerk einem Angriff von Feinden zum Opfer? Oder verdankt es seinen erbärmlichen Zustand, in dem es sich heute befindet, dem Zahn der Zeit, der schon seit vielen Jahrhunderten an ihm nagt? Ein seltsames Gesicht wurde von den Erbauern von Kuelap sorgsam in einen der Steine geritzt. Wen oder was zeigt es? Einen Wolkenmenschen, vielleicht einen besonders vornehmen oder wichtigen Bewohner der Stadt? Oder ist es eine Gottheit, die uns da stoisch anblickt... störende Besucher aus dem fernen Europa?

Foto 9: Blüten zwischen Steinen
Welchem Zweck diente das kuriose Bauwerk? Angeblich war es einst eine Art Sternobservatorium. Von einem kleinen Raum im Inneren – so heißt es – sollen die Sterne durch einen zum Himmel ausgerichteten Schacht beobachtet worden sein. Waren die »Wolkenmenschen« Anhänger einer Religion, in deren Zentrum die Sterne standen? Wir wissen es nicht. Wir kennen ja nicht einmal den Namen, den sich das geheimnisvolle Volk der Andenbewohner selbst gab.

Weitere Türme standen einst im Inneren der Anlage, an der Nord- und an der Südseite. Es soll sich um Wachtürme gehandelt haben. Von den Türmen aus konnte man offenbar alle weitaus tiefer gelegenen Dörfer beobachten. Fürchtete man Angriffe? Von astronomischer Bedeutung könnte ein anderes Bauwerk gewesen sein, vielleicht eine Art Observatorium? Das »Castillo« hatte, wie Ausgrabungen ergeben haben, einst ein rechteckiges Fundament und bestand aus drei plattformartigen Stockwerken. Oder war das »Castillo« eine Verteidigungsanlage, innerhalb der gewaltigen Mauerwerks? Das macht wenig Sinn: Befindet sich die vermeintliche »Verteidigungsanlage« eher im mittleren Bereich von Kuelap. Feinde, die erst einmal so weit in das Innere der Stadt vorgedrungen waren, konnten kaum noch abgewehrt werden, hatten sie doch dann das Zentrum von Kuelap bereits erobert! Die riesige Mauer um den Komplex herum, sie war ein riesiges Bollwerk zur Verteidigung, aber doch keine Gebäude im Zentrum!

Drei »Tore« führen in die Stadt, zwei an der Ostseite und einen an der Westseite. »Tore«.. der Begriff führt in die Irre. Es sind eigentlich nur schmale Spalten in der mächtigen Steinmauer. Eine Vorrichtung zum Verschließen dieser Eingänge gab es nicht. Angreifer, die sich einem dieser »Risse« der Mauer näherten konnten von den Verteidigern mit Steinen bombardiert werden. Hatten sie die schmalen Türen erreicht, mussten sie feststellen, dass sich kein offener Blick auf das Innere der Stadtanlage bot, sobald sie sich durch den schmalen Spalt gezwängt hatten. Vielmehr mussten sie erkennen, dass sie sich einzeln und hintereinander gehend durch einen engen, steinernen Korridor quälen mussten, und zwar eine steinerne Treppe empor. Ein Ende dieses schmalen Gangs, der zudem in einer Kurve verläuft, war nicht auszumachen. Und Krieger, die sich durch diese Enge zwängten, ihre Waffen so gut wie nicht einsetzen konnten, wurden von oben bombardiert. Die Verteidiger von Kuelap konnten den Angreifern hart zusetzen, ohne selbst verwundbar zu sein.

Foto 10: Autor Langbein im Reich der Wolkenmenschen

Drei oder vier Tausend Menschen sollen einst in »Kuelap« gelebt haben. Wurde die Stadt trotz der gewaltigen und ausgeklügelten Verteidigungsanlage trotzdem von den Inkas eingenommen? Wurden die »Wolkenmenschen« getötet oder als Sklaven verschleppt? Oder wurden sie durch lang anhaltende Belagerung ausgehungert? Wir wissen es nicht! So viele Fragen blieben bis heute unbeantwortet!

Im Inneren der Anlage hat man bis heute etwa 420 steinerne Fundamente runder Häuser nachweisen können. Sie sahen wie kleine Miniaturtürmchen aus. War Kuelap also eher ein Dorf als eine Stadt? Die riesenhafte Wehrmauer aber – eine Mammutleistung der Erbauer – scheint aber ganz und gar nicht zu einem Dörfchen eines südamerikanischen Völkchens á la »Asterix und Obelix« zu passen. Siedelten sich vielleicht die Dörfler erst an, als die Metropole der Chachapoyas längst gefallen war?

Foto 11: Mysteriöse Steinmaske in der Festung

Vermutlich – aber auch das ist ungewiss – tauchte das rätselhafte Volk der Wolkenmenschen im 9. Jahrhundert im Norden Perus auf. Wir wissen nichts über die Herkunft dieser Menschen, auch nichts über ihre Sprache. Warum bauten sie Kuélap? Als militärische Anlage? Als Verteidigungsbastion gegen Feinde? Bei den gewaltigen Ausmaßen der Mauer um Kuelap herum muss von sehr lange Baudauer ausgegangen werden. Die Monstermauer kann also nicht als Antwort auf eine aktuelle Krisensituation gebaut worden sein. So muss der eigentliche Zweck von Kuelap hinterfragt werden: War Kuelap kein militärisches Objekt, sondern ein religiöses Zentrum? Dienten die drei schmalen Gangkorridore ins Innere von Kuelap nicht der Abwehr von Feinden... sondern unbekannten religiösen Riten? War Kuelap so etwas wie ein Wallfahrtszentrum eines prä-inkaischen Volkes? Gehörte es zu mysteriösen Riten, sich mühevoll ins Innere von Kuelap vorzukämpfen, symbolisch für den harten Weg des religiös Suchenden zur Wahrheit?

Über die Religion der »Wolkenmenschen« wissen wir so gut wie nichts. Astronomische Beobachtungen gehörten anscheinend ebenso dazu wie die Verehrung von heiligen Schlangen. Betete man zu Muttergöttinnen? Frauen genossen bei den Chachapoyas großen Respekt. Bei Verhandlungen mit anrückenden feindlichen Truppen wurden stets Frauen zugezogen. 

Foto 12: Ingeborg Diekmann "erobert" Kuelap

Zu den Fotos:
Foto 1: Wie eine Krone auf hohem Berg... Kuelap. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Steiler Weg nach Kuelap. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Mächtige Monstermauer, schwer zu erreichen... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Für Angreifer kaum zu überwinden.... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Massiver Pflanzenwuchs setzt den Mauern zu. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Ein "Riss" in der mächtigen Mauer. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7:Unsere kleine Expedition.... Foto Walter-Jörg LangbeinFoto 8: Keramik der Wolkenmenschen von Kuelap. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Keramik der Wolkenmenschen von Kuelap. Walter-Jörg Langbein
Foto 9: Blüten zwischen Steinen. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 10: Autor Langbein im Reich der Wolkenmenschen. Foto Ingeborg Diekmann
Foto 11: Mysteriöse Steinmaske in der Festung. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 12: Ingeborg Diekmann "erobert" Kuelap. Foto Walter-Jörg Langbein

Fortsetzung folgt am 24. Januar 2010:
»Sarkophage und Mumien«

Teil II der Serie lesen [...]
Die Bücher von Walter-Jörg Langbein

Montag, 11. Januar 2010

Vorankündigung: Monstermauern, Mumien und Mysterien –

die neue Serie von Walter-Jörg Langbein.... exklusiv bei ein-Buch-lesen. Vermeintlich »primitive« Steinzeitvölker schufen mysteriöse Bauten gigantischen Ausmaßes. Im Wüstensand vergrabene Mumien warten seit Jahrtausenden auf ihre »Wiedergeburt«. In archäologischen Sammlungen schlummern geheimnisvolle Objekte, die es gar nicht geben dürfte. Mysteriöse Kulte geben Rätsel auf. Indische Tempel stellen die fliegenden Vehikel der Götter dar... In seiner neuen Exklusivserie berichtet Walter-Jörg Langbein über seine Forschungsreisen in die entlegensten Regionen unseres Globus – von Ägypten bis nach Vanuatu.

Der 1. Teil der Serie erscheint am 17. Januar 2010: Kuelap... eine geheimnisvolle Metropole der »Chachapoyas« (»Wolkenmenschen«) der Anden.

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