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Samstag, 18. Juni 2011

Rita Hajak »Entscheidung«


Weißt du, wie es ist,                           
wenn man den geliebten Partner
mit einer anderen teilen muss?
Wie es ist, wenn die Sehnsucht
im Herzen brennt,
die Nächte alleine verbringen
zu müssen,
zu weinen,
zu träumen,
von dir und deiner Liebe
und Zärtlichkeit

Wie es ist, zu hoffen,
dass du dich besinnst und
den Weg zu mir zurück
findest?


Wie es ist, wenn du mir ein Lächeln
schenkst?
Wenn meine Seele blutet,
und ich langsam dahin welke?


Ich kann es nicht mehr ertragen!
Du hast die Wahl.
Entscheide dich.
Sie oder ich!



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Samstag, 4. Juni 2011

Rita Hajak »Begehren«

Dich begehren
wie ein Schmetterling
sanft berühren
deinen Duft einatmen
dich verführen
deinen Körper
auf meiner Haut spüren

der Wind trägt uns fort
wir fliegen
auf einer Woge
im Taumel der Glückseligkeit
angetrieben von unserer Liebe
die uns Flügel verleiht
©Rita Hajak







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Montag, 16. Mai 2011

Udo Lindenberg: Ein »Rock’n’ Roller feiert Geburtstag


Author =www.promiflash.de
Wikimedia 
Udo Lindenberg wie wir ihn kennen: mit schwarzem Mantel, Hut und Sonnenbrille. An diesem Image hält er seit vielen Jahrzenten fest, egal wo er mit seinem Panikorchester auftritt. Sein berühmtes »Nuscheln« und die Wölbungen seiner Lippen sind uns bestens vertraut. Udo ist beliebt, trotz seiner früheren gewöhnungsbedürftigen Auftritte. Exzesse liegen lange zurück. Udo hat sich verändert und kommt so gut an, wie eh und je. Viel hat er erreicht mit seinen Liedern, mit denen er stets etwas aussagen will.

Schon als Kind entwickelte er ein Gefühl für Rhythmus. Bis er sein erstes Schlagzeug bekam, mussten Benzinfässer herhalten. 1969 trat er als Schlagzeuger in einer Folk-Rock-Band, den City Preachers, ein. Kurz danach gründete er seine erste eigene Band. Am Anfang seiner Karriere sang Udo Lindenberg englisch.

Sein Durchbruch gelang ihm mit seinem deutschsprachigem Album »Andrea Doria«. Mit seinem Lied »Sonderzug nach Pankow« schaffte er mit Honeckers Genehmigung einen Auftritt in der ehemaligen DDR. Das war für die damaligen politischen Verhältnisse ein großer Erfolg. Viele weitere Songs folgten. Udo Lindenberg erlebte Höhen und Tiefen. Seine Tiefs hat er längs überwunden und schwimmt auf der obersten Welle. Udo, die Rocklegende, ist zurück.

Selbstbildnis von Udo Lindenberg
aus dem Archiv von W.-J. Langbein
Das Musical »Hinterm Horizont« läuft zurzeit im Stage Theater in Berlin. Wenn man ihn sieht, merkt man, dass er gut drauf ist und rundum zufrieden scheint. In der Zeitschrift »Mobil« konnte ich lesen, dass Udo nicht, wie man vermutet, hinter seiner dunklen Brille, verquollene, müde Augen hat. Nein! Es seien schöne blaue Augen, mit klarem gutherzigem Blick. Na also, Udo ist unser Bester!

Er ist nicht nur Musiker, sondern auch Autor und Maler. Bücher und Zeichnungen wurden von ihm veröffentlicht. Selbst als Filmproduzent hat er sich behauptet.

Der Vorplatz des einzigartigen Rock’n’Pop-Museums in Gronau wurde nach Udo Lindenberg benannt.
Das Museum wurde 2004 gebaut und erzählt Rock- und Popgeschichte des 20. Jahrhunderts. Außerdem erhielt Udo auf der Hamburger Reeperbahn einen Stern (»Walk of Fame«), eingelassen, in den Gehweg.

In seiner Autobiografie finden Sie viele Abschnitte seines Lebens.

Udo Lindenberg ist politisch angagiert. Seine Texte handeln von Themen unserer Zeit, mit denen er seine Weltanschauung zum Ausdruck bringt. 2006 gründete er eine eigene Stiftung mit kulturpolitischem Engagement. Nachwuchsbands mit deutschen Texten werden von dieser Stiftung durch Wettbewerbe gefördert.

Udo Lindenberg wurde 1946 in Gronau (Westfalen) geboren und hat zwei Geschwister, eine jüngere Schwester und einen älteren Bruder, der bereits 2006 verstorben ist.

Am 17. Mai feiert er seinen 65. Geburtstag. Dazu wünscht das Team von »Ein Buch lesen« alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

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Freitag, 15. April 2011

»Ein Buch lesen! Privat« Heute: Rita Hajak

Liebe Leserinnen und Leser,

sicher haben Sie sich schon die Frage gestellt: »Was sind das eigentlich für Menschen bei »Ein Buch lesen!«? Wir möchten Ihnen in den nächsten Wochen einen Einblick in das private Leben der Schriftstellergemeinschaft geben.

Beginnen möchten wir mit Rita Hajak, die sich den neugierigen Fragen von Sylvia B. stellt.

Sylvia B.: Liebe Rita, es würde mich interessieren, was du neben dem Schreiben noch für Interessen hast.

Rita Hajak
Rita Hajak: Lesen! Denn auch Lesen kann Inspiration sein. Es ist für mich ebenso wichtig wie das Schreiben. Ich fotografiere gerne, hauptsächlich Tiere, Landschaften und Blumen. Mit meinem Mann wandere ich oft und ausgiebig, was unserem Mäxchen sehr entgegenkommt. Außerdem koche und backe ich mit Leidenschaft, und das wiederum, kommt meinen Kindern gelegen. Gemeinsam mit meinem Mann bin ich ein Motorsportfan der Formel 1. Zu vielen anderen Dingen fehlt mir leider die Zeit.

Sylvia B.: Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es dazu einen Anlass?

Rita Hajak: Bei mir hat es sich im Laufe vieler Jahre entwickelt. Bereits in der Schule gehörte ich zu den wenigen Begeisterten, die mit Vorliebe Aufsätze geschrieben haben oder Gedichte auswendig lernten. Später habe ich für meine Kinder Geschichten geschrieben. Nachdem meine Kinder in die Schule gingen und ich wieder berufstätig wurde, geriet die Schreiberei in den Hintergrund. Nachdem ich die letzten zehn Jahre mit meinem Mann auf der Insel Fehmarn verbracht hatte, sind dort zwei Bücher entstanden. Letztes Jahr zogen wir zurück nach Hessen in den Taunus. Und plötzlich kam die Idee einen Taunuskrimi zu schreiben, der auch im letzten Herbst erschienen ist.

Sylvia B.: Dein Krimi hat sich über Wochen in der Bestenliste gehalten, können deine Fans mit einem weiteren Krimi von dir rechnen?

Rita Hajak: Anfangs war es nur ein Versuch, mal etwas anderes zu schreiben. Dann hat es mir Spaß gemacht, mich im Krimimilieu zu bewegen. Mein Krimi »Mord im Hexenturm« hat eine enorme Resonanz gezeigt, die mich überraschte und natürlich auch erfreute. Deshalb habe ich mich entschlossen, einen weiteren Krimi zu schreiben, der wahrscheinlich im Spätsommer erscheinen wird. Im Allgemeinen schreibe ich über alles, was mich interessiert. Allerdings suche ich nicht danach, es muss mich finden.

Sylvia B.: Was sagt deine Familie dazu? Unterstützen sie dich bei deiner Arbeit?

Rita Hajak: Meine Kinder stehen längst auf eigenen Füßen und gehen ihren eigenen Weg. Sie finden gut was ich mache, zeigen aber weniger Interesse daran. Mein ältester Sohn hat sich jedoch bereit erklärt, das Manuskript des nächsten Krimis unter die Lupe zu nehmen. Mein Mann hingegen erteilt mir hin und wieder einen Rat, der sehr nützlich ist. Wenn ich an einem neuen Projekt schreibe, verlange ich ihm schon einiges an Toleranz ab, weil ich oft bis spät in die Nacht am Schreiben bin. Aber er akzeptiert es.

Sylvia B.: Woher beziehst du deine Inspiration?

Rita Hajak: Das ist unterschiedlich. Bei Spaziergängen mit meinem Hund klappt es ziemlich gut. Da werde ich nicht abgelenkt und kann meinen Gedanken nachhängen. Aber auch zuhause, wenn ich im Fernsehen ein Film anschaue, kann es passieren, dass ich aufspringe und schnell etwas in den PC tippe, was mir plötzlich den Sinn kommt. Ideen und Anregungen finden sich überall. Das kann genauso gut im Supermarkt, beim Bäcker oder beim Friseur sein. Und wie schon erwähnt, auch beim Lesen.

Sylvia B.: Zu deinem Hund Max gibt es eine besondere Geschichte, möchtest du sie unseren Leserinnen und Lesern kurz erzählen?

Rita Hajak mit Max
Rita Hajak: Es war Zufall, dass ich dieses kleine süße Gesichtchen im Internet entdeckt hatte und mich sofort in ihn verliebte. Von seinem übrigen Körper war nicht viel zu sehen. Ich konnte meinen Mann überreden 600 km weit zu fahren, um dieses Tierchen von einer Pflegestelle über »Tiere suchen ein Zuhause« abzuholen. Das war kurz vor Weihnachten vor sechs Jahren. Die Straßen waren dick verschneit, und die Fahrt ziemlich mühsam. Als ich den Kleinen zum ersten Mal im Arm hielt, war ich versöhnt. Er hatte so viel Schlimmes in seinen jungen Leben mitgemacht, war fast verhungert gefunden worden. Sein Fell war eine einzige Katastrophe, stellenweise gar nicht vorhanden. Die Pflegerin erzählte uns von der strapaziösen Fahrt von Polen nach Deutschland, wo sie außer diesem Kleinen noch andere Hunde gerettet hatte. Für mich stand fest: den gebe ich nicht mehr her. Nun mussten wir den weiten Weg wieder zurückfahren und kamen spät am Abend zuhause an. Für Mäxchen, wie ich ihn nannte, war alles vorbereitet. Anfangs war er sehr verängstigt, doch im Laufe der Zeit wurde er immer zutraulicher und hat sich zu einem tollen, fröhlichen Hund entwickelt. 

Sylvia B.: Wo arbeitest du am liebsten?

Rita Hajak: Da ich direkt in den PC schreibe, natürlich in meinem kleinen Büro, am Schreibtisch. Ich mag es nicht, auf Papier vorzuschreiben, und einen Wust von Notizzettel herumliegen zu haben. Die Ideen sind in meinem Kopf und bleiben da so lange, bis ich sie in die Tasten haue.


Sylvia B.: Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Rita Hajak
Rita Hajak: Lach … Einfach! Ich mag nicht so viel Herumliegen haben, sondern nur das, was ich wirklich brauche. Zu viele Dinge lenken mich ab. Ein paar Bücher, die ich zum Schreiben benötige, eine Tasse Kaffee, die ich drei Mal am Tag brauche und meine Muse, Hundchen Max, der garantiert neben mir liegt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Und was noch wichtig ist: der Blick nach draußen. Von meinem Platz aus kann ich durch das Fenster schauen und habe einen schönen Blick, der mich ebenfalls inspiriert und manchmal ein wenig träumen lässt.


Sylvia B.: Welche Ziele hast du dir für deine Arbeit als Autorin gesteckt?

Rita Hajak: Festgesteckte Ziele habe ich keine. Ich bin in einem Alter, wo ich frei und spontan meine Entscheidungen treffen kann. Deshalb werde ich den begonnenen Krimi aus der Region fertig schreiben. Was danach kommt? Ich werde warten, bis mich die Muse küsst, und dann weiterschreiben.


Sylvia B.: Wenn du einen Wunsch freihättest, was würdest du dir wünschen.

Rita Hajak: Ich äußere selten Wünsche und für mich schon gar nicht. Aber spontan würde ich sagen: Die Umwelt, unsere Natur ist das Wichtigste, was der Mensch braucht. Deshalb sollte alles was sie zerstören kann abgeschafft werden. Denn es ist zum größten Teil der Mensch, der verantwortlich ist, für das Sterben unseres Planeten. In seiner Hand liegt es eine Umkehr zu erwirken, wenn es nicht schon zu spät dafür ist. Aber wie sagt man so schön: »Es ist nie zu spät und selten zu früh«, also packen wir es an!

Liebe Rita, deinen letzten Sätzen kann ich mich nur anschließen und wünsche mir weiterhin eine kreative Zeit mit dir.

Sylvia B.


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Donnerstag, 13. Januar 2011

Rita Hajak im Gespräch mit dem Krimi-Autor Michael Kibler!

Lieber Herr Kibler, herzlich willkommen bei »Ein-Buch-lesen«!

R.H. Sie schreiben Krimis aus Ihrer Region Darmstadt. Wie ist es dazu gekommen?

M.K. 2004 nahm ich Kontakt mit dem Societäts-Verlag in Frankfurt auf. Der Verlag bringt Regional-Literatur heraus, sowohl im Sachbuch als auch in der Belletristik. Ich hatte eine Idee für einen Darmstadtkrimi. Die musste dann noch mal ziemlich verändert werden – aber wir wurden uns schließlich einig, dass ich den Krimi „Madonnenkinder“ schreiben und dort veröffentlichen könnte. Das Buch ist im September 2005 erschienen und war der Grundstein für meine Serie um Margot Hesgart und Steffen Horndeich, die in Darmstadt ermitteln.

R.H. Sie veranstalten viele Lesungen, und außerdem Führungen durch Darmstadt zu den Orten des Geschehens. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Was möchten Sie damit erreichen?

M.K. Lesungen und Führungen machen mir einfach Spaß. Es ist schön, den direkten Draht zur Leserschaft zu haben. Besonders interessant für mich sind die „Fragerunden“ dabei. Natürlich gibt es Fragen, die immer wieder kommen, etwa „Wie kommen Sie auf Ihre Ideen?“ Manchmal jedoch gibt es Fragen, da muss ich selbst nachdenken, um zu antworten und bekomme manchmal einen ganz neuen Blick darauf, wie meine Bücher wahrgenommen werden.

R.H. Wie hoch schätzen Sie die Meinung Ihrer Leser?

M.K. Ich freue mich über jedes Lob - und natürlich über sachliche Kritik und Anregungen. Und, wie oben erwähnt, auch über Fragen zu meinen Büchern. Das zeigt mir, dass die Menschen sich dafür wirklich interessieren.


Fotos von Ralf Kopp, Darmstadt
 R.H. Sie arbeiten nebenbei als Texter und als Dozent im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Wie bringen Sie das zeitlich unter einen Hut?

M.K. Es ist leider nicht so, das Margot und Horndeich mich nicht allein ernähren können. Deshalb arbeite ich auch als Texter und Dozent. Das ist aber nicht nur lästige Pflichtübung, sondern hilft einem dabei, immer wieder neue Perspektiven zu bekommen. Wenn ich etwa eine Broschüre für eine physiotherapeutische Praxis erstelle, lerne ich dabei unglaublich viel Neues. Das dann vielleicht sogar in eines der Bücher einfließen kann. Zeitlich unter einen Hut zu bringen ist das nur mit einem Mindestmaß an Selbstdisziplin und auch an Flexibilität.

R.H. Wie lange benötigen Sie für die Recherche und das Schreiben eines Krimis?

M.K. Ich unterscheide dabei zwei Phasen: In der ersten Phase entwickle ich eine neue Geschichte, konstruiere sie, damit der Krimiplot stimmt, abwechslungsreich ist und nicht zu simpel. Damit einher gehen die Recherchen – etwas, was mir unheimlich viel Spaß macht. Diese Phase dauert nie unter einem halben Jahr, weil man gute Ideen nicht erzwingen kann. Wenn die Geschichte steht, kommt Phase 2: das eigentliche Schreiben des Buches. Das dauert mindestens vier Monate. Damit lässt sich die Frage kurz beantworten: Rund ein Jahr, eher etwas länger.

R.H. Welchen Rat würden Sie Jungautoren für ihren ersten Krimi mit auf den Weg geben?

M.K. Die Geschichte muss stimmig sein und sie muss fesseln. Das ist das A und O. Ist die Geschichte langweilig oder hat sie logische Fehler, dann kann sie sprachlich noch so toll sein – das will niemand lesen, so wie niemand einen langweiligen oder fehlerhaften Tatort sehen will. Sprachliche Finesse kann man lernen. Dabei hilft, das eigene Manuskript eine Weile – Wochen oder Monate – liegen zu lassen und dann nochmals laut (!) zu lesen. Das spült dann die sprachlichen Schwächen unweigerlich ans Tagelicht. Dann feilen., vielleicht noch eine andere Person gegenlesen lassen. Wenn die Geschichte gut ist, dann hat man danach auf keinen Fall einen schlechten Krimi. Ganz wichtig: Nicht zuviel beschreiben. Sondern den Charakter der Figuren durch ihre Handlung, ihre Gedanken und ihre Sprache darstellen. Beispiel: Er arbeitete seit 5 Jahren bei der Mordkommission. Besser: „Wie habe ich das in den vergangenen 5 Jahren eigentlich mit solchen Kollegen bei der Mordkommission ausgehalten“, fragte er sich nicht zum ersten Mal.

R.H. Wodurch werden Sie inspiriert für neue Buchideen?

M.K. Man muss nur mit wachen Ohren und Augen durchs Leben gehen und Zeitung lesen. Leben und Zeitung sind voll von Geschichten. Die Kunst ist, die richtigen Geschichten herauszupicken und zu einer ganz neuen Geschichte zusammenzusetzen.

R.H. Wo schreiben Sie am liebsten?

M.K. Es gibt unterschiedliche Orte. Mal in meiner Lieblingskneipe, mal am heimischen Schreibtisch, mal im Zug – und immer wieder gern bei meinem Vater im Dachzimmer. Ich nenne diese Zeit in Klausur immer „Schreibasyl“.

R.H. Der Kriminalroman »Schattenwasser« ist Ihr vierter Darmstadtkrimi. Bestehen bereits Pläne für einen neuen Roman?

M.K. Nicht nur Pläne. Phase 1 ist abgeschlossen, die Geschichte steht – und jetzt bin ich dabei, daraus ein Buch zu machen.

R.H. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

M.K. Die körperliche (und geistige...) Verfassung, die es mir erlaubt, noch lange und viele weitere Geschichten zu Festplatte zu bringen.

Herr Kibler, ich bedanke mich auch im Namen von »Ein-Buch-lesen« für dieses interessante Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Rita Hajak



Der Autor Michael Kibler ist, obwohl in Heilbronn geboren, leidenschaftlicher Darmstädter. Sein Studium in Germanistik und den Nebenfächern Filmwissenschaft und Psychologie absolvierte er an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet M.K. als Texter und PR-Profi. Er schätzt die Nähe seiner Leserschaft und bietet ein reichhaltiges Programm an Lesungen, Stadtführungen und Schreib-Workshops.


Sein erster Krimi »Madonnenkinder« wurde ein unerwarteter Erfolg. Weitere Krimis, wie »Zarengold«, Rosengrab«, folgten.

»Schattenwasser« ist sein neuster Krimi!

  Termine zu Lesungen und Stadtführungen des Autors erfahren Sie hier




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Donnerstag, 11. November 2010

Brandneu auf »Ein Buch lesen!«: Die Buchfindemaschine

Liebe LeserInnen,

vielen Dank, dass Sie uns nun schon seit geraumer Zeit in massiv steigender Zahl die Treue halten. Vielleicht haben Sie sich bei Ihren Besuchen hier schon manchmal gefragt:

»Die Leute von ›Ein Buch lesen!‹ wuseln, tun und machen so viel, dass ich gar nicht weiß, welches Buch von denen ich nun eigentlich lesen möchte!«

Wir wissen um dieses Problem. Und wir arbeiten daran. Ein erstes, konkretes Ergebnis ist heute online gegangen:  Die


Ja, liebe Freunde: Suchmaschinen waren gestern noch von heute, heute sind sie schon von gestern. Jetzt gibt es die Findemaschinen. Wenigstens eine davon. Die Buchfindemaschine. Ab heute wird es leicht für Sie sein, das Buch zu finden, das genau zu Ihnen passt. Denn Findemaschinen sind von heute und ersparen das Suchen von gestern. Und ehe die Findemaschinen von gestern sein werden, sollten Sie sie heute noch nutzen. :-)

Nicht um zu suchen. Sondern um zu finden:

Etwas zum Lesen. Und zwar eins unserer Bücher! Es wird Sie reicher machen. Und uns auch. :-))

Posten Sie einen Kommentar, wenn Sie das Buch Ihrer Wahl gelesen haben. Loben Sie uns. Beschimpfen Sie uns. Wer lobt, der liest, und wer schimpft, der kauft. Mit beidem können wir sehr gut leben. :-))) 


Bleiben Sie uns gewogen,

Ihrem Team von »Ein Buch lesen!«

Mittwoch, 10. November 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil III

… Ich musste diesen Gedanken unbedingt zu Ende denken. Wer war der Mörder?  Eine Frage, die mich ständig beschäftigte. Es fiel mir schwer, mich zu entscheiden. Da die Tatverdächtige, deren Fingerabdrücke sich auf der Tatwaffe befanden, bestritt, den Mord begangen zu haben, musste weiter recherchiert werden. Gut dachte ich mir, suche ich den Täter in einem anderen Umfeld. Ich ging Zeile für Zeile noch einmal genau durch. Das Täterprofil war erstellt, Fingerabdrücke und Beweismaterial waren spärlich, Zeugen gab es keine. Mit den vorliegenden Fakten musste der Täter nun dingfest gemacht werden. Oder war es am Ende doch die bereits Angeklagte? Fragen über Fragen, und ich musste die Lösung finden. Dazu war logisches Denken erforderlich. Ich nahm all meine infrage kommenden Verdächtigen noch einmal gründlich unter die Lupe. Mit jeder einzelnen Figur hatte ich Mitleid. Schon beinahe verzweifelt stand endlich »mein« Mörder vor meinem geistigen Auge fest.

Ich hatte es mir wirklich nicht leicht gemacht. Es war nur eine Kleinigkeit, mit der er/sie überführt werden konnte. Ich glaubte, die Lösung gefunden zu haben. Zufrieden war ich allerdings nicht damit. Aber einer oder eine ist immer der Luser. Wie bringe ich das jetzt geschickt zu Ende?, dachte ich mir. Die letzte Phase meines Krimis, so fand ich, war die schwierigste. Die Entscheidung, wer letztendlich die Tat begangen haben soll, musste sich mit den bisherigen Angaben und Vorfällen decken.  Der gesamte Handlungsablauf musste miteinander harmonieren und eine logische Schlussfolgerung ergeben. Eine kurze Unterbrechung war erforderlich. Es war doch schwieriger als ich dachte. Aber sollte ich jetzt aufgeben, wo ich so weit vorgedrungen war? In meinen anderen Romanen konnte ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Hier musste die Geschichte stimmig sein, damit sie nicht unglaubwürdig erschien. Nein, aufzuhören wäre feige gewesen. Außerdem hatte ich meine Protagonistin und auch die anderen Figuren lieb gewonnen. Es musste weitergehen.

Ich fragte vertraute Personen, ob die Art und Weise des Geschriebenen akzeptabel sei, was bejaht wurde. So begann ich mit dem letzten Abschnitt, den ich ohne meine Überzeugung richtig gewählt zu haben beendete. Ich war in das Geschehen zu sehr involviert, sodass sich die Gefühle mit einschalteten. Das hat Vor- und Nachteile. Wer außerhalb steht, kann die Lage besser und logischer überblicken. Wer sich jedoch von Gefühlen leiten lässt und genau weiß, wovon er schreibt, kann es glaubwürdiger herüberbringen. Egal wie, es ist geschafft. Der Krimi ist geschrieben und kürzlich erschienen. Im Nachhinein bin ich zufrieden. Ob der Inhalt gut ankommt und das Thema getroffen ist, müssen die Leser entscheiden.  Es ist der erste Krimi, den ich geschrieben habe. Ein zweiter ist nicht in Planung. 
Aber man kann nie wissen …

Ich wünsche allen Lesern spannendes Lesevergnügen!
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Lesen Sie auch Teil I

Mittwoch, 3. November 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil II

Nachdem ich einige wichtige Details bezüglich Ermittlungsarbeit klären konnte und die Antworten spezieller Fragen vor mir lagen, ging es flott weiter. Eine Idee nach der anderen flog durch meinen Kopf. Ich haute wie besessen in die Tasten. In meinen Gedanken entstand ein gewisser Handlungsstrang. Der Mörder jedoch stand noch nicht fest. Darüber brauchte ich mir im ersten Drittel des Krimis keine Gedanken zu machen. Die Abläufe mussten logisch aufgebaut werden. Ich setzte all meine mitwirkenden Personen auf eine Liste, damit ich die Namen nicht vergessen oder verwechseln würde. Meine Protagonistin stand bereits fest bevor ich begonnen hatte zu schreiben. Es war die ermittelnde Kommissarin! Jetzt konnte sie in aller Ruhe der Reihenfolge nach die verdächtigen Personen ausfindig machen und verhören. Ein Privatleben hatte ich ihr selbstverständlich auch zugedacht. Ich liebe es gerne persönlich. Außerdem kommt der Charakter eines Menschen besser zur Geltung, umso mehr man von ihm weiß.

Nun hatte ich eine Leiche! Hier begann die Polizeiarbeit. Absperrung des Tatortes, Spurensicherung und die Entscheidung des Staatsanwalts, was mit der Leiche geschehen soll. Da schnell geklärt war, dass es sich um Mord handeln musste, wurde der Tote in die Gerichtsmedizin gebracht. Die erste Hürde war geschafft. Dennoch kamen mir an diesem Punkt Zweifel. War es die richtige Entscheidung gewesen, mich auf einen Krimi einzulassen? Wie sollte die Handlung nun weitergehen? Das Thema hatte ich längst im Kopf. Ein Thema, das mir am Herzen lag, mit dem ich mich seit geraumer Zeit beschäftigte und auch auf meinem Blog darüber berichtet habe: Kindesmissbrauch! Nach einer kurzen Denkpause schrieb ich weiter. Allmählich nahm mein Krimi Gestalt an.

Ich hatte die Frau Hauptkommissarin gut im Griff, konnte ihre Gedanken mit meinen vermischen. Sie war wütend, wie ich es war, wenn ich an Missbrauchgeschädigte denken musste.
Sie machte ihre Arbeit gut, fand ich. Um sie brauchte ich mir keine Sorgen zu machen und richtete mein Augenmerk auf verdächtige Personen. Ich schob sie hin und her, aber den wahren Täter hatte ich immer noch nicht ermittelt. Mehr als die Hälfte war geschrieben. Jetzt musste ich mich entscheiden.

Ich ging im Geiste alles noch einmal durch. Hatte ich etwas übersehen? Ich musste es auf den Punkt bringen. Ich rettete mich damit, indem ich das bereits Geschriebene überarbeitete. Da gab es schon einiges zu tun, wie ich erstaunt feststellen musste. Ich hatte auf Kleinigkeiten und Logik nicht so sehr geachtet. Aber dazu ist die nachträgliche Bearbeitung da, und genauso wichtig, wie das Schreiben selbst.

Diese verdiente Schreibpause hatte sich gelohnt. Mit frischem Schwung schrieb ich weiter. Die Frage nach dem Täter war jedoch immer noch nicht gelöst. Da kam mir ein rettender Gedanke …

Den dritten und letzten Teil lesen Sie am nächsten Mittwoch!
Lesen Sie auch Teil I

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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil I

Die Idee einen Krimi zu schreiben, entstand aus purer Neugier. Ich schreibe seit vielen Jahren, habe Kurzgeschichten und drei Bücher veröffentlicht. An einen Krimi hatte ich mich bisher nicht gewagt. Ich muss gestehen, dass mich Tuna von Blumenstein, nachdem ich sie hier bei »Ein-Buch-Lesen« kennenlernen durfte, dazu ermuntert hat. Sie selbst hatte bereits ihren Krimi aus der Region zu schreiben begonnen.

Ich zögerte, obwohl das neugierige Kribbeln in mir nicht mehr zur Ruhe kam. So habe ich mich entschlossen, einen neuen Weg in puncto Schreiben zu gehen. Etwas Wesentliches hatte ich jedoch vergessen: zu recherchieren! Ich bemerkte es sofort, als ich über die Ermittlungsarbeiten in meinem Krimi nachdachte. Was wusste ich denn? War es logisch, was ich begonnen hatte, zu schreiben? Hier erfinderisch zu werden, macht keinen Sinn. Die Handlung selbst kann fiktiv sein. Aber die polizeilichen Ermittlungsarbeiten sollten stimmig durchgeführt werden. Das heißt: einige grundlegende wichtige Abläufe zu erfahren. So legte ich denn meine »Feder« nieder und besuchte das nächste Polizeirevier.
Da ich den genauen Hergang meines Krimis noch nicht vollständig im Kopf hatte, stellte ich meine Fragen eher allgemein. Der Beamte war zuvorkommend, aber die Antworten halfen mir nicht wirklich weiter. Ich hätte meine Fragen gezielter stellen müssen. Wir fanden jedoch ein gemeinsames Thema: das Schreiben! Er verriet mir, dass er selbst auch ein Buch geschrieben hätte, das allerdings nur für den Freundeskreis bestimmt wäre. Es sei eine delikate Geschichte, die er nicht öffentlich machen wollte. Ich tat ihm jedoch meine Meinung kund, dass ein Autor keine Hemmungen zeigen sollte. Der eigentliche Grund, warum ich dort vorgesprochen hatte, stand nicht mehr zur Debatte.
So musste ich mich mit den wenigen Informationen zu frieden geben und widmete mich meinem Manuskript. Weit kam ich nicht, die Angaben waren nicht ausreichend. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mit dem zuständigen Kriminalamt, welches ich im Internet schnell ausfindig machen konnte, Kontakt aufzunehmen. Zuerst fragte ich per Mail an, ob ich überhaupt einige Fragen stellen dürfte. Ich schilderte den Grund meiner Anfrage und wartete auf Antwort. Vier Tage waren vergangen und ich befürchtete, dass meine Anfrage ignoriert wurde.

Einen Tag später traf die Antwort ein und lautete: »Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Fragen stellen. Wir werden sie baldmöglichst beantworten.« Ich verfasste eine Liste mit Fragen und mailte sie zurück. Hocherfreut begann ich, an dem Inhalt meines Krimis zu arbeiten. Wie sollte ich beginnen? Das war für mich eine entscheidende Frage. Es sollte am Anfang bereits eine gewisse Spannung entstehen.

Nach einigen Tagen bekam ich eine Mail mit allen beantworteten Fragen. Ich fand es sehr nett, dass die Dame vom Präsidium so zugänglich gewesen war. Jetzt konnte ich richtig loslegen …

Wie es weiter geht, erfahren Sie am nächsten Mittwoch!
Lesen Sie auch Teil II

Anmerkung der Redaktion:
Rita Hajaks Krimi ist soeben erschienen.

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Montag, 20. September 2010

300. Blogbeitrag und einjähriges Jubiläum von »Ein Buch lesen!«

»Ein Chaos, ein Bruch, Freundschaft, Visionen, Fleiß und Spaß an der gemeinsamen Arbeit, von der sie nicht genug bekommen können.« So könnte die Kurzbeschreibung des ersten Jahres von »Ein Buch lesen« aussehen.

Ein Jahr schon vergangen?

Wie im Flug verliefen die Monate, seit das Schicksal unsere Gemeinschaft zusammenbrachte. Wie so oft im Leben, entstand etwas völlig Neues damals aus einer sich auflösenden Gegenwart – verbunden mit Schmerzen, Enttäuschungen und Ängsten – die fast jede tief greifende Veränderung mit sich bringt.

Doch auch Scherben sind für sich ein Ganzes und mit Fantasie, Freude und Engagement kann man aus ihnen etwas völlig Neues erschaffen. Genau das haben wir Autoren von »Ein Buch lesen« getan. Wir haben nach vorn geschaut, die Ärmel hochgekrempelt und jeder hat sein Können und seine Talente eingebracht, um Teil eines neuen Ganzen zu sein, das wir gemeinschaftlich ins Leben gerufen haben.

Selten habe ich erlebt, dass Menschen mit derart unterschiedlichem Temperament, sich mit soviel Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt begegnen, sich unterstützen, sich fördern und fordern, ohne einander verbiegen zu wollen. Ob Walter, Ursula, Rita, Sylvia oder ich – wir schreiben nicht nur unterschiedlich, wir schöpfen auch aus unterschiedlichen Quellen und jeder geht neben dem gemeinsamen Weg, auch eigene Wege, die wiederum von allen neidlos und nach Kräften unterstützt werden. So schöpfen alle aus dem vollen Korb der Möglichkeiten, die jeder in sich trägt und der nur durch gemeinschaftliches Denken und Handeln, sich wie von Zauberhand immer aufs Neue füllt.

Zahlreiche fruchtbare Kontakte, Blogs und Projekte sind so entstanden, während andere schon wieder in den Startlöchern sitzen und ihrem Beginn entgegenfiebern. Gemeinschaftlich wird entworfen, gestaltet, verworfen und diskutiert und verbessert, bis wieder etwas Neues auf den Weg gebracht ist.

So wurde aus einer scheinbar »zufällig« entstandenen Gemeinschaft von freischaffenden Autoren eine großartige Freundschaft, die weit über das Autorenleben hinausgeht.

Gute Freunde sind mit das Wichtigste, das ein Mensch im Leben … zum Leben braucht. Freundschaft ist das Sprungtuch, das auffängt, wenn man fällt und das wie ein Trampolin wirkt, wenn man sich aufmacht, um wieder neue Wege zu gehen. Und sie trägt und teilt Freude und Begeisterung ebenso unumstößlich wie Zweifel und Ängste.

Ich habe diese tragende Freundschaft in unserer Gemeinschaft »Ein Buch lesen« gefunden und bin stolz und froh dabei zu sein! Ich danke meinen Freunden Walter Jörg Langbein, Ursula Prem, Sylvia B. und Rita Hajak, für ein wundervolles Jahr, das unser aller Leben und Arbeiten nachhaltig bereichert hat. Ich freue mich auf eine weiteres kreatives Jahr mit Euch!

Heute vor einem Jahr wurde unsere Autorengemeinschaft gegründet und dieses Blog »Ein Buch lesen« ins Leben gerufen. Keiner von uns Autoren konnte wissen, wie lange die Idee, Sie, mit immer wieder neuen Beiträgen, Buchideen und vieles mehr, zu unterhalten und zu informieren, Bestand haben würde.

Ich habe in unserer Gemeinschaft in diesem einen Jahr viel gelernt, geschrieben, gelesen und vom gemeinsamen Wissen profitiert. Die Hilfsbereitschaft untereinander schaffte Möglichkeiten, die keiner erwartet hätte. Ich bin froh darüber, dass unsere Autorengemeinschaft, fünf an der Zahl, sich im Web gefunden hat, und wünsche, dass es noch viele Jahre so bleibt.

Meinen herzlichen Dank richte ich an: Ursula Prem, Walter-Jörg Langbein g.c.roth und Sylvia B. sowie an die Gastautoren von »Ein-Buch-lesen«! Nicht vergessen möchte ich außerdem die vielen Leserinnen und Leser, die unsere Seite regelmäßig besuchen!

Seit mehr als dreißig Jahren schreibe ich Bücher. Unzählige Kolleginnen und Kollegen habe ich im Lauf dieser Zeit kennen gelernt ... gute und weniger gute. Doch als wirklich kollegial im eigentlichen Sinn des Wortes haben sich bislang nur die vier wunderbaren Ladies von »Ein Buch lesen« erwiesen! Auf sie ist Verlass! Deshalb fühle ich mich sehr wohl in unserer Runde! Danke!

Seit einem Jahr wächst und gedeiht »Ein Buch lesen«. Aus den vier Kolleginnen sind längst wirklich gute Freunde geworden. Dafür meinen herzlichen Dank! So macht es besonders große Freude, bei »Ein Buch lesen« mitzuwirken.

Gern tauche ich in die Welt meines Fotoarchivs ein und erlebe beim Schreiben noch einmal so manch’ spannendes oder mysteriöses Erlebnis auf meinen Reisen zu den großen Mysterien unseres Planeten. So manches Abenteuer schildere ich erstmals bei »Ein Buch lesen«.

Seit einem Jahr wächst und gedeiht »Ein Buch lesen«: die Zahl der Beiträge steigt, das Spektrum der Themen wird breiter.. und immer mehr Leserinnen und Leser schauen vorbei!

Seit einem Jahr arbeiten wir konstruktiv miteinander... und ich bin sicher, dass das so bleiben wird. Ich freue mich auf die Zukunft! Die Zukunft gehört »Ein Buch lesen«! Davon bin ich überzeugt!

Ein Jahr »Ein Buch lesen«. Wie die Zeit vergeht … Für mich auf sehr angenehme Art und Weise. Mein erster Vorschlag zum Jubiläum war: Machen wir es uns bequem, verdient hätten wir es uns, ich weiß auch schon wo und wie:

Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Und womit? Mit Recht!

Unser Team hat sich nicht zusammengerauft- wir haben uns zusammengelacht.
Mir macht es jeden Tag aufs Neue einen ganz großen Spaß, mit Euch zusammenzuarbeiten. Wir haben sehr viel geschafft in dieser Zeit: 300 Blogbeiträge wurden geschrieben, Serien initiiert und umgesetzt. Wir haben einen Youtube-Kanal, auf Twitter sind wir präsent. Der Nachrichtenblog erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit uns muss gerechnet werden und das ist auch gut so.

Ohne Euch, lieber Walter, liebe Grete, Rita und Ursula würde ich mich wirklich sehr einsam fühlen, in den Weiten des www.

Und für Sie, Liebe Leserinnen und Leser habe ich einen Blumenstrauß. Bleiben Sie uns weiterhin treu und seien Sie mit uns gespannt auf das nächste Jahr unserer Autorengemeinschaft.

(Die Bilder hat mir Tuna von Blumenstein zur Verfügung gestellt, sie hat es tatsächlich zum Gartentag bei Gärtner Picker geschafft.)

Am Anfang von Frank Schätzings jüngstem Werk »Limit« verliert sich der Astronaut Vic Thorn aufgrund einiger Umstände in den Weiten des Alls. Erbarmungslos wird er von seiner Raumstation fortgerissen und verschwindet in der Unendlichkeit. Eine beklemmende Szene dieses atemberaubenden Buches, die einem lange nicht mehr aus dem Kopf geht.

Das Internet lässt sich, auf menschliches Maß heruntergebrochen, durchaus mit den Weiten des Universums vergleichen: Wer dort alleine unterwegs ist, ohne ihm freundlich gesinnte Raumstationen, der ist heillos verloren, seine Energie verpufft wirkungslos in den endlosen Räumen des WorldWideWeb.

Neulinge im Netz, wie ich vor wenigen Jahren noch einer war, merken das schnell. Sie versuchen, diesem Umstand Abhilfe zu verschaffen, indem sie sich wahllos irgendwelchen Communities anschließen und mal hier, mal dort posten, was meist wenig Wirkung aber viel Ärger nach sich zieht. Denn: Was immer man auch schafft oder schreibt, natürlich finden sich immer auch irgendwelche Hobbypsychopathen, deren Lebensaufgabe darin besteht, zu zerstören, was andere aufbauen.

Wer also mit dem Gedanken spielt, einen Teil seines Arbeitsfeldes ins www zu verlegen, der wird nur dann damit froh, wenn er eine virtuelle »Raumstation« findet, die ihm im Vakuum Luft zum Atmen gibt und ihm täglich die Gewissheit vermittelt, dass es noch MENSCHEN sind, mit denen er zu tun hat und für die er schreibt. Die Gemeinschaft von »Ein Buch lesen!« stellt für ihre Mitglieder solch eine Raumstation dar.

Fünf Cyberastronauten haben sich vor genau einem Jahr in einem besonders lebensfeindlichen Umfeld gefunden und beschlossen, gemeinsam eine neue, für sie tragfähige Raumstation zu bauen: Walter-Jörg Langbein, Sylvia B., g.c. roth, Rita Hajak und ich. Manchmal erscheint mir die Tatsache, dass wir uns noch nie persönlich begegnet sind, aber dennoch einen nicht geringen Teil des Tages gemeinsam verbringen, auf originelle Weise seltsam. Andererseits: Was ist ein persönliches Treffen mit all seinen körperlichen Begrenzungen (»Hattest Du eine gute Fahrt? Wo gehen wir jetzt essen? Wann fährt Dein Zug morgen?«) schon wert angesichts einer geistigen Begegnung solcher Intensität?

Bei allem konstruktiven Schaffen hatte ich noch nie in meinem Leben so zuverlässig und Tag für Tag einen Riesenspaß. Ich hoffe, dass alle anderen, deren Online-Dasein sich nach wie vor in irgendwelchen drögen, zerstörerischen Foren abspielt, ebenfalls irgendwann so ein Glück haben: gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas aufbauen zu können, ohne sich dabei ständig gegenseitig zu behindern. Die Zukunft gehört den kleineren Einheiten, das sehen wir schon an den Trends der allgemeinen Wirtschaft, wo sterbende Giganten erfolgreichen kleineren Unternehmen gegenüber stehen.

In diesem Sinne möchte ich mich bei Walter, Sylvia, Grete und Rita herzlich für das zurückliegende Jahr bedanken, in dem wir gemeinsam viel geschafft und einen guten Grundstein gelegt haben. Jetzt, Ihr Lieben, geht es erst richtig los ...

»Ein Buch lesen« - Profil:

Mittwoch, 7. Juli 2010

Rita Hajaks Buchvorstellung: "Haus der Geheimnisse"

Hier möchte ich Ihnen mein neues Buch „Haus der Geheimnisse“ vorstellen, in das ich eigene Gefühle mit einfließen ließ.
Gerade als ich mich in einer schweren Trauerphase befand, kam mir der flüchtige Gedanke, über meinen Schmerz zu schreiben. Doch es blieb bei einem Versuch. Ich hatte nicht die Kraft mich näher mit diesem traurigen Thema zu befassen. Dank meiner Familie schaffte ich es, meinem täglichen Ablauf bald wieder gerecht zu werden. Erst drei Jahre später, als ich begann, einen neuen Roman zu verfassen, war ich in der Lage, meine eigene Trauer mit einzubringen.

Meine Protagonistin Katja, deren Eltern ums Leben gekommen sind, steht alleine da, ohne Angehörige. Außer einem Freund aus der Nachbarschaft hat sie niemanden. Sicherlich ist es dann noch schwieriger die Trauer zu bewältigen. Um endlich wieder ein normales Leben führen zu können, nimmt Katja eine Einladung von ihrem ehemaligen Studienprofessor aus Cornwall an. Doch auch dort fühlt sie sich einsam, bis sie von einigen Geheimnissen erfährt, die sie neugierig machen.
Sie ist erstaunt, was für Schicksale die Menschen mit sich herumtragen. Als sie jedoch von einem ungeklärten Verbrechen erfährt, gerät ihr eigenes Leben in Gefahr. Wäre es besser gewesen, sie hätte auf diese Reise verzichtet?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihre Rita Hajak


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Mittwoch, 30. Juni 2010

Unser neuer »Ein-Buch-lesen-Nachrichtenkanal«

Hiermit möchten wir Sie auf unser neues Nachrichtenblog hinweisen: In geballter Form finden Sie dort die Neuigkeiten rund um die Autorengemeinschaft »Ein Buch lesen«.

Sylvia B., deren Initiative und Tatkraft das neue Blog zu verdanken ist, wird die geschätzte Leserschaft dort regelmäßig mit kleinen Appetithäppchen versorgen, die Lust machen auf mehr.
Und jetzt: Vorhang auf für die »Ein Buch lesen-Nachrichten«!

Montag, 31. Mai 2010

Liebe Frau Bundeskanzlerin,

mit Bedauern habe ich soeben erfahren, dass unser Bundespräsident Köhler das Handtuch geworfen hat. Es hat mich tief berührt, da er doch so ein feiner Mensch in seinem Amt gewesen war. Aber ich will nicht weinen, das politische Leben muss weitergehen.

Ich gehöre einer netten Schriftstellergemeinschaft an, die mit dem Blog „Ein Buch lesen“ vertreten ist. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft sind einstimmig dafür, dass ich mich für das Amt einer Bundespräsidentin bewerbe. Sie halten mich für würdig, seriös und kultiviert in der Aussprache.

Ich würde mich freuen, wenn Sie, liebe Frau Bundeskanzlerin, mich in die engere Wahl einbeziehen würden.
So von Frau zu Frau, wenn ich mal so sagen darf.

Ich erwarte voller Ungeduld und Hoffnung Ihre Antwort!


Herzlichst
Ihre Rita Hajak


http://nachrichten.t-online.de/koehler-ruecktritt-kandidatensuche-im-eilverfahren-/id_41846108/index

Mittwoch, 28. April 2010

Unser täglich Brot gib uns heute!

Nein, das ist kein Satz aus der Bibel, sondern Realität. Obwohl die Legende sagt: Mit den Bäckern zusammen übt Gott das Backhandwerk aus. Damit soll gesagt sein, dass das Bäckerhandwerk und das Brot als göttliches Geschenk in die Mystik eingegangen ist. Dieses duftende, knusprige Brot ist eines der meist verzehrten Nahrungsmittel, sowie das älteste in Deutschland. Die Geburtsstunde des Brotes mit Sauerteig legte man auf die Zeit um 1000 v.Chr. fest. Vor dieser Zeit wurde es ohne Sauerteig und ohne Hefe gebacken. Die Entdeckung dieses Treibmittels wurde mit einer Geschichte erklärt:
Ein Bäcker im alten Ägypten soll eines Tages den Brotteig vergessen haben. Als es dem Manne wieder einfiel, fand er einen gesäuerten Teig vor. Zu seinem Erstaunen war das Brot nach dem Backen viel lockerer als sonst. So setzte sich das Backen mit Sauerteig durch. Die Menschen früher, sowie heute, lieben das Brot, das ein wohlschmeckendes, sättigendes und vitaminreiches Nahrungsmittel darstellt. Was wären wir ohne unser Brot? Seine Vielfältigkeit ist enorm. Ob es sich nun um Weizenbrot, Roggenbrot, Vollkornbrot oder Mischbrot handelt, sein Geschmack ist einzigartig. Man kann es mit allem möglichen und unmöglichen Belag kombinieren. Mit Butter, Käse, Schnittwurst, Streichwurst, Schmalz, Marmelade, Honig, Nutella, um nur einige zu nennen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Brot verträgt sich mit fast allen anderen Lebensmitteln. Sie können Milch, Mineralwasser, Wein oder Bier dazu trinken.
Gelobt seien die drei Sinne eines Bäckers: das Auge, die Nase und der Gaumen.
Immer wieder stehen neue Variationen zur Verfügung, die unseren Gaumen verwöhnen. Auch die kleinen, knusprigen, verschiedenen Brötchensorten sollte man nicht vergessen. Sie veredeln uns das genussvolle, gesunde Frühstück. Die erste Mahlzeit des Tages, die man mit Ruhe und Harmonie genießen sollte.

Habe ich nun Ihren Appetit auf ein köstliches Brot angeregt? Dann lassen Sie sich nicht davon abhalten ein solches zu essen! Riechen Sie daran und seien Sie sich diesem wertvollen Nahrungsmittel bewusst. Das Brot hat es verdient!

Guten Appetit!
 
Meine Bücher: Tränen der Verzweiflung
                       Die gläserne Wand
                       

Samstag, 6. März 2010

Samstagsrezension: Helga König

Rita Hajak: Tränen der Verzweiflung. Mord und andere Tragödien
(Kurzgeschichten)

Gedanklich ist alles erlaubt. Besonders wohltuend sind schnelle und endgültige Lösungen.:-))

Die Autorin Rita Hajak stellt in diesem Buch 10 Kurzgeschichten vor. Dabei handelt es sich inhaltlich, wie sie im Untertitel bereits andeutet, um Mord und andere Tragödien. Sie textet gleich zu Anfang:

Angst, Schrecken und Tyrannen
begleiten deinen Weg.
Viele Tränen wirst du weinen
Es gibt immer eine Lösung.
Ist es jedoch die richtige
Darüber solltest du nachdenken!

Dieser kleine Text mutet wie ein Orakelspruch an. Liest man in der Folge das Vorwort, beginnt man zu ahnen, was die Autorin umgetrieben hat, die Geschichten zu schreiben: ganz offenbar tiefes Mitempfinden für ihre Geschlechtsgenossinnen, die als Opfer sich irgendwelcher tyrannischen Männer entledigten und auf diese Weise selbst zu "Täterinnen" wurden. Das, was in den Geschichten nachzulesen ist, so Hajak, sind keine Lösungen. So dürfe man nicht handeln, denn "Selbstjustiz ist strafbar". Schreckt die Autorin vor ihren eigenen Gedanken zurück? Ihr Vorwort irritierte mich, machte mich jedoch zeitgleich neugierig.

Hier schreibt keine supercoole Ingrid Noll, sondern eine Autorin, die von den Folgen ihrer erdachten Tat zurückschreckt, die ihre Protagonistinnen nicht hinter Gittern sehen möchte. Doch was wäre, wenn man die Täterinnen für ihre Taten nicht bestrafen würde und ein fiktiver Richter ihr Tun großzügig als Notwehrhandlungen rechtfertigen würde? Wären dann alle Handlungen in Ordnung? Dürfte man sich dann sogar über das Ableben eines alten Zausels freuen, der ungewollt das Zeitliche segnete? Dürfte man dann ohne Bauchschmerzen denken, dem geschieht es Recht? Auch ein Zausel und ein Tyrann sind Menschen und zwar solche, um die um man am besten einen großen Bogen macht, wenn man sich seine Hände nicht schmutzig machen möchte. Gedanklich darf man sie killen, im realen Leben schickt man sie besser in die Wüste.

Liest man Hajaks Geschichten freut man sich über ihren Einfallsreichtum, wenn es darum geht der Gerechtigkeit nachzuhelfen. Es macht Vergnügen zu sehen, wie weit sie in ihrer Fantasie geht und wo sie zurückschreckt. Ihre Protagonistinnen sind keine Teufelsbratenweiber, wie Nolls Kopfgeburten, sondern wohlerzogene, gefühlvolle Mittelschichtsfrauen, die keine Zweifel aufkommen lassen, wer hier Opfer und wer Täter ist.


Coverentwurf »Tränen der Verzweiflung«: Satzstudio Roth

Rita Hajaks Bücher in unserem Shop

Rita Hajaks Blog

Freitag, 26. Februar 2010

Autor/in oder Schriftsteller/in?

Bestimmt hat fast jeder Schreiberling, sich schon einmal die Frage gestellt: Bin ich Autor oder Schriftsteller? Eine eindeutige Antwort darauf konnte ich nicht finden. Jeder Autor darf sich auch Schriftsteller nennen. Es gibt keinerlei Hinweise, die dagegen sprechen. Warum dann zwei Bezeichnungen, wenn es keinen Unterschied gibt? Eine gute Frage. Aber das liegt sicher im Ermessen der schreibenden Person. Jeder der ein „literarisches Werk“ geschrieben und veröffentlicht hat, egal welcher Art, kann sich Autor nennen. Bezeichnet er sich als Schriftsteller, ist das ihm selbst überlassen. Es sind keine festen Regeln bekannt. Dabei spiel es keine Rolle, ob Honorar bezogen wird oder nicht.

Im 17. Jahrhundert entstand, durch das Verfassen von Schriften, die Bezeichnung Schriftsteller. Die dann auch als Berufsbezeichnung galt. Kann man nun davon ausgehen, dass Autoren, die eine feste Einnahmequelle für ihre Arbeiten haben, die echten Schriftsteller sind? Oder etwa doch nicht? Die Autoren, die sich generell als Schriftsteller titulieren, sehen darin allerdings einen kleinen Unterschied. Sie grenzen sich gerne mit dem Argument ab, dass Autoren, die ein Honorar für ihre Arbeiten erhalten, sich zu Recht als Schriftsteller bezeichnen dürfen. Sie bemessen sich an einer gewissen „Schaffenshöhe“. Ob das nicht ein wenig überheblich klingt? Man sollte die Bescheidenheit eines Autors nicht unterschätzen. Es gibt viele Autoren, deren Bücher weit über den geistigen Horizont eines Möchtegern Schriftstellers hinausragen. Ein Unterschied sollte lediglich in der Qualität ersichtlich sein. Den jeder Schreiber ist so gut wie sein Werk, egal ob er nun die Bezeichnung Autor oder Schriftsteller trägt.

Auch einige meiner literarischen Arbeiten wurden bei Verlagen angenommen und honoriert. Daraufhin bestätigte eine mir bekannte Schriftstellerin, die seit 25 Jahren bei einem renommierten Verlag schreibt und honoriert wird, dass ich mich nun selbst auch als Schriftstellerin bezeichnen dürfte. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu entschließen. Ich warte auf das nächste Honorar und werde mir dann überlegen, ob ich nun Autorin oder Schriftstellerin bin. Allerdings ist mir die Bezeichnung "Autorenhonorar" wohl bekannt. Von einem "Schriftstellerhonorar" habe ich noch nichts gehört.
Bei ein Buch lesen werden Sie, egal ob von Autoren/innen oder Schriftsteller/innen, geeignete spannende und qualitative Leselektüre finden.

Meine Bücher: Tränen der Verzweiflung - Mord und andere Tragödien
                       Die Gläserne Wand - Phantastische Geschichten

Mittwoch, 10. Februar 2010

Schreiben - Eine Sucht

Jeder der schreibt weiß es! Schreiben ist wie eine Sucht. Haben Sie erst einmal damit begonnen, werden Sie es nicht mehr lassen wollen. Wie kommt man zum Schreiben? Es gibt viel Möglichkeiten an die sich die Schreiber, oder besser gesagt, die Autoren, später nicht mehr erinnern. Plötzlich ist die Idee geboren.
Anfangs beginnen Sie vermutlich mit kleinen Geschichten, versuchen an Kurzgeschichtenwettbewerbe teilzunehmen. Eine gute Sache. Wenn Sie Glück haben - und das braucht man als Autor - wird die Geschichte angenommen. Zusammen mit anderen Gewinnern können Sie Ihre Geschichte erstmals in einem Buch lesen. Wenn es sich dabei um einen renommierten Verlag handelt, ist die Freude besonders groß. Beflügelt versuchen Sie es mit einem größeren Projekt. Vielleicht mit einem Roman? Jede freie Minute wird zum Schreiben genutzt. Andere Dinge lassen Sie nicht an sich heran. Es gibt zur Zeit nichts Wichtigeres als der eigene Eifer, die Gedanken im Kopf niederzuschreiben. Es gibt jedoch auch jene Tage an denen Sie gequält vor dem PC sitzen und nicht eine Silbe zu Papier bringen. Was ist geschehen? Nichts Gravierendes. Etwas völlig Normales. Eine Schreibblockade! Kein Problem, damit werden Sie fertig. Sicherlich wurde jeder Autor damit einmal konfrontiert. Eine kleine Pause, ein kurzer Spaziergang, danach werden Sie garantiert neu inspiriert sein. Vielleicht schreiben Sie auch zwischendurch ein Gedicht, um auf andere Gedanken zu kommen. In der Tat, so ist es. Sie können es ohnehin nicht lassen. Schreiben … schreiben … schreiben. Überall denken Sie nur ans Schreiben. Egal ob im Supermarkt, beim Frisör oder beim Arzt. Die Ideen sprudeln nur so aus Ihnen heraus.

Der große Augenblick ist gekommen. Das Manuskript ist fertig geschrieben. Alle Korrekturen sind gemacht. Ein herrliches Gefühl. Ein Freund, ein Familienmitglied oder sogar jemand vom Fach, hat das Werk Probe gelesen und für gut befunden. Was nun? Das Geschriebene muss unter die Menschen gebracht werden. Egal ob sich ein Verlag findet oder Sie bei Books on Demand veröffentlichen, nach wenigen Wochen halten Sie Ihr eigenes Buch in der Hand. Ein unbeschreibliches Gefühl. Sie gehen wie auf Wolken, denn für Sie ist es ein wunderbares Buch. Es ist Ihr Baby. Das ist gut so. Seien Sie optimistisch und lieben Sie Ihr Werk.
Ihr Buch ist nun im Onlinebuchhandel gelistet, und Sie freuen sich über die bereits getätigten Umsätze. Die netten Rezensionen bringen Sie zum Strahlen. Und dann lesen Sie plötzlich eine negative Beurteilung zu Ihrem so wundervollen Buch. Völlig verunsichert wissen Sie nicht was Sie davon halten sollen. Bleiben Sie cool. Nehmen Sie neben den positiven auch die negativen Rezensionen an. Die Meinungen der Leser sind unterschiedlich. Was der eine mag, muss dem anderen nicht gefallen. Lassen Sie es zu, dass die Leser sich zu Ihrem Buch äußern dürfen. Sie haben das Recht dazu. Egal wie die Beurteilung ausfällt. Ihr Buch wird gelesen und das zählt. Und nun können Sie mit dem nächsten Projekt beginnen. Rita Hajak

Montag, 1. Februar 2010

Zurück zu den Wurzeln

Was bedeutet es »Zuhause« zu sein? Damit meine ich nicht das derzeitiges Heim, sondern die Gegend in der man geboren wurde. Wo man die Jahre seiner Kindheit verbracht hat und später mit der eigenen Familie, den eigenen Kindern, gelebt hat.
Nie brauchte ich mir darüber Gedanken zu machen, denn trotz einiger Umzüge, blieb ich immer in vertrauten Gefilden. Doch es ergab sich, dass ich mit meinem Ehemann auf die Insel Fehmarn an der Ostsee gezogen bin. Dort, in den eigenen vier Wänden, die uns lange Zeit als Urlaubsdomizil gedient hatten, wollten wir zwei, drei Jahre verbringen. Schön war es hier auf der Sonneninsel. Die brummelige Art der Insulaner ignorierten wir. Im Sommer erblühte die Insel zu unermüdlichem Leben und beherbergte während der Ferienzeit 40.000 Menschen mehr als sonst. Die Einheimischen zogen sich, soweit sie nicht gewerblich mit den Gästen zutun hatten, zurück.

Die Winter waren lang, dunkel und einsam. Das verhalf mir dazu, mich nach vielen Jahren Pause, erneut dem Schreiben zu widmen. Die Spaziergänge am Stand mit meinem kleinen Hund erhöhten das Denkvermögen. Unangenehme Gedanken blies der Wind aus dem Kopf. Ich veröffentlichte zwei Bücher.
Die Jahre vergingen. In mir stellte sich ein Gefühl der Trauer ein. Ich sah meine Familie, meine erwachsenen Kinder viel zu wenig. Keiner kam schnell vorbei um einen Kaffee zu trinken oder bei Muttern Mittag zu essen. Das gab mir zu denken. Jedes Mal, wenn ich mit meinem Mann zu Besuch in der Heimat war, wäre ich am liebsten geblieben. Es wurde Zeit. Ich hatte Heimweh. Ich musste zurück zu meinen Wurzeln. Meine Seele litt und manche Tage waren trübsinnige Tage. Immer wieder haben wir es hinausgezögert, bis es kein Halten mehr gab. Wie ich bereits in meinem Beitrag »Neujahrsmorgen - Wünsche werden wahr« erwähnte, sind wir am 06. Januar 2010 in unsere Heimat nach Hessen, in den Taunus, zurückgekehrt.
Doch leider habe ich in den ersten Tagen nicht das verspürt, was ich mir erhoffte. Trotz der vertrauten Umgebung fühlte ich mich fremd. Fasst zehn Jahre waren wir auf der Insel. Das ist eine lange Zeit.

Im neuen Heim gab es viel zutun.. Ich war erschöpft und gestresst. Immer wieder stellten sich Zweifel ein, ob dieser Schritt der richtige war. Allmählich nahm die Wohnung Gestalt an, der Garten war tief verschneit, die Kinder kamen zur Begrüßung, halfen ein wenig mit, und meine Seele kam zur Ruhe. Ich weiß nun, dass es eine gute Entscheidung war. Bei einem Spaziergang, entdeckten mein Mann und ich Wege und Plätze, die wir einst mit der Familie bewandert hatten. Mein Gefühl sagte mir: Ich bin Zuhause angekommen.
Erstaunlich, dass mir erst jetzt auffällt, wie schön dieses Städtchen im Taunus ist. Bad Camberg, seit einigen Jahren zum Bad erklärt, hat sich mächtig herausgeputzt. Da gibt es einiges zu erkunden.
Und endlich finde ich auch wieder Zeit, mich dem Lesen und Schreiben zu widmen. Ich hatte es die letzten Wochen vermisst. Alles braucht seine Zeit.

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