Dienstag, 22. Dezember 2009

Damoklesbuch I

Wir Schreiberlinge sind schon ein ganz eigenes Völkchen. Wir können nicht einfach nur Fantasien in unserem Kopf wie einen Film ablaufen lassen, um sie kurz darauf schon wieder zu vergessen. Wir müssen unsere Fantasien in Worte fassen, schwarz auf weiß vor uns sehen, um sie dann in gebundener Form auch anderen Interessierten zugänglich zu machen. Wir gieren danach, die Meinung des Lesers mitgeteilt zu bekommen, wollen uns im Lob suhlen und bibbern doch ständig, dass die erste negative Kritik kommen könnte. Wir sind schizophren!

Einerseits stehen wir zumeist mitten im Leben, gehen einer geregelten Arbeit nach, pflegen Beziehungen, wie jeder andere. Andererseits schweben wir weit oben in Regionen, die für Nichtschreiber unerreichbar sind. Unser Kopfkino veranlasst uns dazu, den Stift zu zücken, Notizen zu machen und sobald wir können, den Computer hochzufahren, um endlich alles in eine gepflegte Datei umzuwandeln.

Ist erst einmal eine Idee geboren, dann hirnen wir stundenlang herum, suchen nach einem realisierbaren Inhalt, um diese kleine Idee festzuhalten und in eine richtige Geschichte einzubauen. Doch es gehört noch viel mehr dazu, als einfach nur eine Idee in Worte zu fassen, und mal schnell auf 300 Seiten auszudehnen. Es muss der berühmte rote Faden gesponnen werden, alles muss nachvollziehbar sein, muss einen realen Hintergrund haben, soll den Leser später an den Roman binden, ihn fesseln und dazu veranlassen das Buch am Besten bis zum Schluss nicht ein einziges Mal aus der Hand zu legen.

Um dies zu erreichen, benötigen wir Recherchen, einen klugen Aufbau der Story, Charaktere, die den Leser vereinnahmen oder gekonnt abstoßen, Schauplätze, die magisch, spannend oder einfach nur anheimelnd sind. Wir Autoren benötigen eine Mixtur aus allem und müssen dafür sorgen, dass daraus eine fließende Geschichte entsteht, die keinerlei Schwachstellen aufweist. Immer auf ihre Art dazu verlockt, noch eine Seite weiter zu lesen.

Alles in allem tragen wir systematisch Informationen zusammen und verweben sie zu einer sinnvollen Story. Um einzelne Handlungsstränge nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir Einzelheiten im Auge behalten und diese für uns in einen zweckdienlichen Kontext bringen, zugreifbar machen, also konservieren. Denn schon die kleinste Kleinigkeit, die plötzlich in veränderter Form dem Leser dargeboten wird, wird uns als Schwäche angekreidet. Wir leisten sozusagen Reparaturdienste auf einer Großbaustelle und am Ende soll ein perfektes Gebäude vor uns stehen.

Doch sogar, wenn ein im Prinzip fertiges Manuskript vor uns liegt, nimmt die Arbeit kein Ende. Schon muss alles noch einmal überarbeitet werden, müssen Fehler korrigiert, Szenen besser dargestellt und Charaktere ausgefeilt werden. Wieder versinken wir Autoren in einer Flut aus Informationen, die verarbeitet werden müssen.

Ich denke, der schönste Augenblick für jeden Schriftsteller ist der, wenn wir endlich ein Manuskript in gebundener Form als Buch in Händen halten und wissen, dass wir nun endlich die Arbeit als abgeschlossen betrachten dürfen. Doch selbst dann finden wir immer noch kleine Fehlerteufel, würden am liebsten doch noch eine Szene umschreiben, etwas herausstreichen oder hinzufügen. Im Grunde ist unsere Arbeit nie getan, denn solange unser Gehirn arbeitet, wir durch äußere Einflüsse zu neuen Gedankengängen angeregt werden, nimmt das Schreiben kein Ende.

Das Damoklesbuch schwebt unaufhörlich über uns. Und wir lieben diesen Zustand!


Dieser Beitrag gibt meine Meinung wider und ist nicht für alle Autoren zu verallgemeinern.
©Sylvia Seyboth

Meine Romane auf amazon:

Vampir in Untermiete: O`Donaghue-Chroniken Teil 1

Rebellion der Vampire: O`Donaghue-Chroniken - Teil 2

Maskerade des Todes

Seele im Glashaus


Meine Internetseite:
http://www.sylviaseyboth.cms4people.de/

Montag, 21. Dezember 2009

Umweltschonende Energie

Eine Alternative zur herkömmlichen Enernergiegewinnung stellt die Windenergie da. Bereits in Deutschland weit verbreitet, wird sie jedoch im Norden Deutschlands großflächig eingesetzt. Hier auf der Insel Fehmarn sind die riesigen Kolosse von Windrädern nicht mehr wegzudenken. Auf Wiesen und Feldern sind kleine Windparks entstanden, die eine erhebliche Menge umweltfreundlicher Energie ins Netz speisen.

Wenn man aus dem Fenster schaut, kann man die imposanten Rotorblätter sehen, die sich je nach Windstärke einmal schnell, einmal langsam drehen. Daher weiß man „woher der Wind weht“.
Allerdings finden sich neben der Einrichtung von Windparks immer mehr Gebäude, deren Dächer mit Kollektoren ausgestattet sind. Sie nehmen die Sonnenstrahlen auf und wandeln diese in Energie um. Nicht nur auf Dächern von Wohnhäusern, sondern auch auf neu erbauten Stallungen oder Remisen, die eine große Fläche für Kollektoren bieten. Da jedoch die Anschaffung ihren Preis hat und sich erst nach vielen Jahren rechnet, ist diese Möglichkeit für junge Hausbauer und junge Betriebe rentabler.
Man sollte nicht außer Acht lassen, dass die Energiegewinnung von Wind und Sonne eine umweltschonende Variante darstellt.
Windparkplanungen sollen – so wird es versprochen – optimiert werden und ab 2010 steht der Bau der ersten kommerziellen Windparks auf See an. Der Windenergie soll in Deutschland zukünftig die größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Es ist in unserem Sinne neue Wege zu gehen und einer Klimakatastrophe entgegenzuwirken. Das Bundesumweltministerium verspricht für die nächsten Jahre eine umfassende Modernisierung unseres zum Teil veralteten Energiesystems. Die Gelegenheit, ein effizienteres Energiesystem zu schaffen, soll genutzt werden. Ob man den Versprechungen einiger Herren des Bundesumweltministeriums Glauben schenken kann, sei dahingestellt. Aber keiner kann die Augen davor verschließen, dass gehandelt werden muss.
Es ist in unser aller Interesse!
Wie steht es nun mit dem Klimaschutz? Ist das Klimagipfeltreffen in Kopenhagen gescheitert? Die getroffenen Vereinbarungen über neue Klimaschutzziele sind dürftig. Es wurde nichts Gradliniges festgelegt. Die vorgeschlagenen Punkte wurden lediglich zur Kenntnis genommen.
Eine schwache Bilanz.
Es konnte bei diesem weltweiten wichtigen Treffen keine Einigung erzielt werden.
12 Tage lang nutzloses Geschwätz. Die Enttäuschung scheint groß zu sein. Wieder einmal folgen keine Taten.
Ist die Klimakatastrophe noch aufzuhalten? Alle sollten mithelfen, mit Energie sinnvoll umzugehen.
Man kann damit beginnen, in dem man nur dort das Licht einschaltet, wo es auch gebraucht wird. Oder man zündet Kerzen an. Das ist ohnehin für diese Jahreszeit die gemütlichere Alternative. Man kann die Heizung drosseln und in eine kuschelige Decke gewickelt „Ein Buch lesen“.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und unserer Umwelt ein langes Leben!

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