Samstag, 5. Februar 2011

Helga König: Anstelle meiner Samstagsrezension: Textauszüge aus: Jürgen Todenhöfers "Teile Dein Glück"

"Der Sieg gehört dem, der an ihn glaubt." ( Zitat aus "Teile Dein Glück", Seite 50)

Heute möchte ich einige Textstellen rezensieren aus einem Buch, das ich derzeit lese und heute Abend  auf meiner Rezensionsplattform rezensieren möchte. Das Buch " Teile Dein Glück" hat Jürgen Todenhöfer verfasst, ein Mensch, dessen Aura in meinen Augen nur Gutes ausstrahlt. Ich habe bereits einige Bücher von ihm rezensiert und  schätzs ihn wegen seines Mutes, den er in seinem Leben immer wieder bewiesen hat:

Ausszüge aus einem  seiner Gedichte zu Beginn:

"Höre stets auf Deine innere Stimme, so
leise sie auch sein mag. Auf Dein Gewissen,
deinen inneren Gerichtshof, wie Kant, das
nennt! Auf den Himmel über dir und in dir

Weil dieses nur wenige tun, macht der
Charakter des Menschen keinen
Fortschritt. In Charakterfragen fängt jede
Generation von vorne an."

Zitat:  Jürgen Todenhöfer, " Teile Dein Glück", S. 34


"Die wichtigsten  Siegertugenden lauten:

-Gerechtigkeit und Fairness
-Kraft sich große wertvolle Ziele zu setzen
-Siegerwille, Engagement und Begeisterung
-Tapferkeit, Mut, Zivilcourage, Furchtlosigkeit und in Ausnahmesituationen auch Heroismus
-Selbstdisziplin
-Beharrlichkeit
-Selbstbeherrschung, Gelassenheit, Besonnenheit und Zuversicht
-Glaube an sich selbst, Selbstbejahung, Selbstachtung
-Bejahung des Lebens mit seinen Höhen und Tiefen, seinen schönen und bitteren Stunden
-innere Heiterkeit, Aristokratie des Herzens, Seelengröße
-Großzügigkeit (mehr geben als zurückerwarten), Gastfreundschaft
-kämpferische Toleranz (mein Schlüsselbegriff für die politische Auseinandersetzung)
-Härte gegen sich selbst
-Kraft allein zu sein, Kraft zu leiden
-einfach und trotzdem stilvoll leben
-mehr sein als scheinen
die Erde reicher zurücklassen als man sie vorgefunden hat"
( Zitat, Seite 266 /267 ebd)

"Die 33 größte Untugenden heißen:
-Neid
-Faulheit
-Feigheit
-Unehrlichkeit, Heuchelei, Schmeichelei, Falschheit, Verschlagenheit, Hinterlist
-Käuflichkeit
-Unzuverlässigkeit, Untreue
-Großmäuligkeit, Geschwätzigkeit
-Oberflächlichkeit
-Eitelkeit,Ruhmsucht, Extrovertiertheit
-Arroganz, Hochmut, Überheblichkeit, Dünkel
-Eingebildetheit, Selbstverliebtheit
-Verschwendungssucht
-Habgier
-Geiz
-Hass
-Bösartigkeit
-Gewalttätigkeit
-Intoleranz, Fanatismus
-Rassismus
-Rachsucht
-Schadenfreude
-Häme, Hohn
-Schamlosigkeit, Unverschämtheit
-Maßlosigkeit, Zügellosigkeit, Lasterhaftigkeit
-Leichtsinn
-schlechte Manieren,Unhöflichkeit,Unpünktlichkeit
-Unbeständigkeit
-Schlamperei
-Gleichgültigkeit
-Selbstsucht
-Lieblosigkeit, Hartherzigkeit
-Dickköpfigkeit. Starrsinn
-Selbstverachtung
-Pessimismus, Fatalismus"
(Zitat: S. 268, ebd.)

Diese Textstellen lassen zu Recht erahnen, dass der Inhalt des Buches  auf zutiefst ethischen Gedanken beruht. Dazu heute  Abend auf meiner Rezensionsplattform mehr.

Schön, jetzt kann ich das Buch allen wärmstens empfehlen.


Mittwoch, 2. Februar 2011

Anka Kampka / Kerstin Orben: Was haben Nelson Mandela und Resilienz gemeinsam? Die Fähigkeit, die Opferrolle zu verlassen

Auszug aus der Antrittsrede Nelson Mandelas

..Unsere Tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind....Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? ...... Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht sicher fühlen......Wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir anderen unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Anka Kampka
Der größte und entscheidendste Schritt, den Nelson Mandela ging, war, dass er nicht die schwarze Bevölkerung „groß“ gemacht hat, sondern den Weißen ihre Angst genommen hat. Mit diesen Gedanken war und ist er noch heute sogar vielen Staatsmännern in seiner klugen Einsicht weit voraus.

Auch er mag sich das ein- oder andere Mal als Opfer wahrgenommen haben. Jedoch hat er sich nie dieser Rolle „ergeben“. Sein Kampfgeist und seine Beharrlichkeit haben ihn und seine Landsleute dabei unterstützt, das Apartheidregime zu beenden.

Nun, es ist tatsächlich so, dass wir uns oft selbst „ausbremsen“ und der Opferrolle viel Positives abgewinnen. Das wollen wir nicht hören, aber wir nehmen diese Rolle häufig nur zu gern an. Unsichtbare Fesseln scheinen uns auf magische Art und Weise in dieser Rolle fest zu halten.

Dazu gehören Sätze wie: „Das ist halt so“, „auf mich hört so wie so Keiner“, „meine Meinung zählt nicht“, „Ich bin nicht gut genug“. Dabei machen wir widrige Umstände für unsere Aussagen verantwortlich: Im Job fühlen wir uns Machtspielchen oder Mobbing ausgeliefert. In der Familie stellen wir unsere eigenen Bedürfnisse „hinten an“ und haben unsere eigene Zukunftsperspektiven aus dem Blick verloren. Schnell macht sich Ohnmacht breit, wir ertrinken in Selbstmitleid, hadern mit unserem Schicksal und machen uns selbst klein.

Kerstin Orben
Andererseits nehmen wir gern die verlockenden Angebote unseres inneren Schweinehundes an, der für alles eine Ausrede hat. Ist das nicht herrlich bequem? „Ich kann ja gar nicht anders!“, „Was kann ich daran schon ändern?“. Sich dem Schicksal zu ergeben heißt, weder Entscheidungen noch wirkliche Verantwortung übernehmen zu müssen, zumindest nicht für unser eigenes Leben. Somit sind wir Opfer unserer selbst, verstecken uns hinter unseren eigenen Ausreden. Gleichzeitig schämen wir uns für unsere „dunkle Seite“ der Gefühle wie Frust, Wut, Feigheit und vielem mehr.

Doch wie sollen die Menschen um uns herum unser Licht in uns erkennen, wenn wir es selbst nicht in uns sehen wollen? Oft brauchen wir nur ein wenig Zuversicht und die Bereitschaft, zu unserer eigenen Kraft zu finden, damit wir uns selbst als „Brillant, Großartig, Talentiert und Phantastisch“ begreifen können.



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