Sonntag, 16. Januar 2011

52 »Wie alt ist Cuicuilco?«

Teil 52 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Das Szenario wirkte auf geheimnisvolle Weise mystisch: Da standen schmuddelige Hochhäuser. Einst mögen sie weiß gestrahlt haben, doch längst liegt ein undefinierbarer schmutziger Belag auf dem einst sauberen Putz. Kahl und kalt ragten sie in den Himmel. Es sind triste Wohntürme für schwer arbeitende, schlecht bezahlte Menschen. Ihre Vorfahren waren einst die Erbauer von Pyramiden und Tempeln. Und mittendrin war die einst stolze Pyramide von Cuicuilco eher nur zu erahnen... ein Relikt aus uralten Zeiten. Unter meterdickem Erdreich hatte es unzählige Jahrhunderte, ja vielleicht sogar Jahrtausende überdauert. Im Leib der Erde versteckt.. hatte sie Ewigkeiten geschlummert.

Die mysteriöse runde Pyramide. Foto: W.J.Langbein
Immer wieder habe ich im Rahmen von Reisen durch Zentralamerika den Komplex von Cuicuilco besucht. Immer wieder stieg ich auf den Pyramidenhügel, suchte nach den alten Mauern. Und immer wieder wunderte ich mich darüber, in welch desolatem Zustand sich die alte Pyramide befindet.

Einst führte eine breite Treppe hinauf auf die oberste Pyramidenplattform. Vermutlich stand hier einst ein stolzer Tempel. War er auch rund angelegt, so wie die Pyramide selbst? Wurden, wie Sprachforscher dem Namen Cuicuilco entnehmen zu können meinen, rituelle Tänze von sakraler Bedeutung oben auf der Pyramide zelebriert? Welchen Göttern mögen sie gegolten haben? Was sollten sie bewirken?

Ein Schornstein ragte einen Steinwurf entfernt in den Himmel und spuckte Rauschwaden in die Luft. War dieser Schornstein für die manchmal beißende Luft verantwortlich? Oder waberten giftige Dämpfe von der Millionenmetropole herüber?

Üppiges Grün droht die Pyramide zu
überwuchern. Foto: W.J.Langbein
Informationen über Cuicuilco sind so leicht nicht zu finden. Erst 1922 entdeckte der amerikanische Archäologe Byron Cummings am Rande von Mexiko-City die geheimnisvolle Pyramide. Cummings erhielt die Genehmigung, Ausgrabungen durchzuführen. Große Mengen Erde mussten entfernt werden. Ja es mussten dicke Bäume gefällt werden, die auf dem Erdreich, das sich auf der Pyramide angesammelt hatte, wuchsen. Was Vielen wie ein natürlicher Erdhügel vorkam... war in Wirklichkeit eine unter Erde verborgene Pyramide.

Byron Cummings (1): »Die Pyramide war einst 60 Meter hoch, 129 Meter im Durchmesser an der Basis breit. Mindestens zweimal wurde die Pyramide vergrößert, wobei jedes mal eine neue Außenverkleidung aufgetragen wurde.« Mit anderen Worten: Sie wurde über einen längeren Zeitraum verändert, muss also längere Zeit als ein wichtiges Gebäude angesehen worden sein.

Wie alt aber ist dieses geheimnisvolle Bauwerk? Der britische Forscher und Experte für frühe mittelamerikanische Kulturen Cottie A. Burland (1905-1983) setzte sich in seinem Werk »Völker der Sonne« (2) auch mit der Pyramide von Cuicuilco auseinander. Seiner Überzeugung nach wurde das Bauwerk um 900 v.Chr. begonnen und u, 350 v.Chr. wieder dem Verfall preisgegeben worden. Je intensiver in Sachen Cuicuilco recherchierte, desto mehr stark voneinander abweichende Altersangaben fand ich. Leo Deuel zum Beispiel nennt gleich zwei unterschiedliche »Geburtsstunden« von Cuicuilco (3), nämlich 600 v.Chr. oder 300 v.Chr. Miloslav Stingel (geboren 1930), kenntnisreicher Experte in Sachen alter Völker, kommt zu einem weiteren Resultat. Seiner Meinung nach wurde Cuicuilco erst 200 v. Chr. begonnen (4).

Tanzten hier einst Anhänger eines
uralten Kults? Foto: W.J.Langbein
Je mehr Experten sich über das mysteriöse Denkmal am Rande von Mexiko-Ciry geforscht und publiziert haben, desto mehr voneinander abweichende Ergebnisse wurden postuliert... und das stets im Brustton der Überzeugung: »Meine Zahlen stimmen!« Es ist schon kurios: Cuicuilco erstrahlte nach Meinung des einen Experten in imposantem Glanz.... Jahrhunderte nachdem die Kultur von Cuicuilco nach Meinung eines anderen Experten längst untergegangen war. Wann die mysteriöse Pyramide erbaut wurde.... darüber diskutieren die Gelehrten, ohne freilich zu einem übereinstimmenden Ergebnis zu kommen! Bei allem Streit um die Wahrheit herrscht in der Gelehrtenwelt aber Übereinstimmung in einem Punkt: Cuicuilco darf auf keinen Fall Jahrtausende alt sein. Zu genau diesem Resultat aber kommt der Geologe George E. Hyde. Hyde stellte fest, dass ein Teil der Pyramide beim Ausbruch eines nahegelegenen Vulkans mit Lava übergossen wurde.

Der Vulkan brach, so Hyde, vor etwa 7000 Jahren aus. Demnach müsste also die Pyramide von Cuicuilco mindestens 7 000 Jahre alt sein, also zu einer Zeit entstanden sein, zu der es nach klassischer Archäologie noch gar keine Azteken gab. Ein Bauwerk, das vor sieben Jahrtausenden teilweise von Lava verschlungen wurde... muss vor mehr als sieben Jahrtausenden errichtet worden sein!

Fachautor und Archäologe Ron Willis verfasste 1973 einen umfangreichen Artikel über Cuicuilco. Er konstatierte (5): »Obwohl die Pyramide etwas Aufsehen erregte, wurde der Fund bald von vielen Archäologen ignoriert, einfach weil die Pyramide eine komplexe Zivilisation in Mexiko voraussetzen würde, die mehrere Jahrtausende vor Ägypten und Sumer bestand.«

Bis heute ist Cuicuilco rätselhaft geblieben. In der Nähe der Pyramide soll es einst weitere »Erdhügel« gegeben haben, unter denen wohl ebenfalls Pyramiden schlummerten. Einst gab es wohl einen groß angelegten Tempelkomplex, deren Bedeutung in Vergessenheit geraten ist.

Der Zustand 2005
Foto: W.J.Langbein
Vor Ort versicherte mir ein an Ausgrabungen beteiligter Archäologe, dass die Pyramide von Cuicuilco auf einer künstlich geschaffenen Plattform steht. Irgendwann wurde der Boden nivelliert und gepflastert bevor darauf die Pyramide errichtet wurde: wann und von wem?

Radiocarbon-Datierungen weisen auf ein sehr hohes Alter der runden Pyramide von Cuicuilco hin. Im Bereich des Fundaments der Pyramide wurden unter der Lavaschicht organische Substanzen entdeckt, die immerhin 4161 Jahre alt sind. Ist die Pyramide nun sieben Jahrtausende... der »nur« 4200 Jahre alt?

Es ist an der Zeit, dass Cuicuilco endlich gründlich erforscht wird. Fragen über Fragen warten noch auf Antworten. Byron Cummings war überzeugt, dass einst der wichtige Pyramidenkomplex einst durch massive Dämme vor Überschwemmungen geschützt werden sollte. Mir scheint aber, dass Cuicuilco für die Mehrheit heutiger Wissenschaftler ein viel zu heißes Eisen ist....




Fußnoten
(1) Cummings, Byron: »Ruins of Cuicuilco May Revolutionize Our
History of Ancient America«, »National Geographic
Magazine«, 1923/ 44
(2) Burland, Cottie A.: »Völker der Sonne«, Bergisch Gladbach 1982
(3) Deuel, Leo: »Kulturen vor Kolumbus«, Bergisch Gladbach 1989
(4) Stingl, Miloslav: »Indianer vor Kolumbus«, Leipzig 1987
(5) Willis, Ron: »Cuicuilco ---«, »Info Journal«, 3:1-7, 1973, nachgedruckt in
Corliss, William: »Ancient Man: A Handbook of puzzling artifacts«, Glen
Arm, 2. Auflage November 1980, S. 210-213
(6) Siehe auch Siebenhaar, Wolfgang: »Gelehrtenstreit um die Pyramide von
Cuicuilco«, »Ancient Skies«, deutsche Ausgabe, Mai/ Juni
1984

»Das Tor in eine andere Welt?«
Teil 53 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 23.01.2011


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Samstag, 15. Januar 2011

Samstagsrezension Helga König : Weinland Nahe - Wilhelm Stiehl und Werner Hofäcker

Da ich beabsichtige, ab sofort auf meiner Rezensionsplattform http://www.rezensionen.co/ nun täglich auch Weine vorzustellen (Rezensionen zu Weinbüchern finden Sie dort auch unter der Rubrik Wein http://helga-koenig-wein.blogspot.com/, möchte ich heute auf "Ein- Buch-lesen" den Wein- und Spezialitätenführer "Weinland Nahe" von Wilhelm Stiehl und Werner Hofäcker rezensieren, von dem ich hoffe, dass er erneut aufgelegt wird. Leider gibt es nämlich über dieses Weingebiet nur wenig brauchbare Literatur. 

Ich schätze die Weine der Nahe ganz besonders und habe dort schon an vielen Weinverkostungen teilgenommen, nicht zuletzt an der großen jährlichen "VDP- Weinverkostung", die viele  Jahre hindurch ausschließlich in Bad Kreuznach stattgefunden hat.

Weinland Nahe
Die Nahe ist ein idyllisches Flußtal mit naturräumlicher Umgebung. Die erste Weinberglage im Westen ist der Schloßberg bei Martinstein und die letzte im Osten das Bingerbrücker Hildegardisbrückchen. Entlang von 60 Flußkilometern erstreckt sich  eine Rebfläche von 4650 Hektar mit rund 23 Millionen Rebstöcken, die etwa 45 Millionen Flaschen Wein einbringen. Der Weinbau spielt in der Wirtschaftsstruktur der Region eine nicht unbedeutende Rolle, denn über 50% der Dörfer gelten als reine Weinbaugemeinden. Keine andere Region in Rheinland-Pfalz übrigens ist so eng mit Kur- und Erholungstourismus verbunden.

Die Autoren berichten u.a. nach einem kleinen historischen Exkurs von der Weinmetropole Bad Kreuznach. Dort wurde die erste Kirche der Stadt einem Weinheiligen gewidmet. Bei diesem handelt es sich um den Missionar Kilian, der im 7. Jahrhundert die Franken zum Christentum bekehrte. Diese Kirche wurde  der Kontrastpunkt zum römischen Kastell. Ein kleiner textlicher Stadtspaziergang   zeigt dem Leser die schönen Ecken dieser Kurstadt, deren salzhaltige Quellen bereits die Kelten und später die Römer zu schätzen wussten.

Das Klima an der Nahe, so erfährt man, ist für Weine geradezu ideal. Das hängt mit den Einflüssen des Oberrheingrabens, sowie dem schützenden Mantel von Soonwald, Hunsrück und Pfälzer Wald zusammen. Der Leser wird über die geologische Beschaffenheit und die Landschaftsgestaltung im Buch recht gut informiert und zwar auch über das Quarzporphyrmassiv um Bad Münster und Bad Kreuznach, den 1 Kilometer langen  und 200 Meter hohen "Rotenfels". Bei ihm handelt es sich  um die höchste Felswand nördlich der Alpen.

Foto: sahradesertfox, Wikipedia
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
In der Folge lernt man die Sehenswürdigkeiten an der Nahe kennen, unter ihnen auch das Städtchen Meisenheim, das man das "Rothenburg an der Nahe " nennt und das man unbedingt besuchen sollte, wenn man sich in die Region begibt. Besuchen sollte man auch  den "Disibodenberg".  Auf ihm findet man die Ruinen einer uralten Benediktinerabtei. Es handelt sich um eine der ältesten Klosteranlagen Deutschlands. Dort lebte u.a. der aus Irland stammende Eremit Disibod (590-671)  und später auch die berühmte Hildegard von Bingen (1098-1179).

Sehr gut werden die einzelnen Rebsorten an der Nahe näher erklärt und zu den verschiedenen Spezialitäten aus Rebe und Wein Stellung genommen, bevor man sich in Weinwanderwege und entsprechende Routenvorschläge vertiefen kann. Restaurants werden vorgestellt, darunter auch das Restaurant " Im Gütchen" in Bad Kreuznach. Dort war ich schon einige Male essen und kann den Besuch nur empfehlen. Das spätbarocke Haus ließ Andreas van Recum, der große Förderer des Naheweinbaus zu Beginn des 19. Jahrhunderts um zwei Flügel erweitern. "Im Gütchen" findet man auf der Weinkarte  Gewächse aus renommierten Betrieben, deren Genuss unvergesslich ist.  Johann Lafers Stromburg  wird natürlich auch beschrieben. Ich habe das Gourmetrestaurant dort einmal besucht und  empfehle es gerne weiter. Dass Speis und Trank dort auf hohem Niveau angesiedelt sind, muss ich nicht näher erwähnen. Die Weinkarte ist wirklich imposant. Die Autoren übertreiben in ihrer Beschreibung nicht.

Foto: Reisen aus Leidenschaft, Wikipedia
Creative Commons
Anschließend werden 151 Weinerzeuger, Weingüter, Winzergenossenschaften und Kellereien an der Nahe sehr gut thematisiert. Genannt werden immer die Anschrift, die Weinlagen des jeweiligen Erzeugers, die angebauten Rebsorten und man erhält weitere Infos zu den einzelnen Betrieben. Dazu gehören auch die Öffnungszeiten. Eines meiner Lieblingsweingüter wird auf Seite 82 beschrieben. Es befindet sich in Monzingen. "Weingut Emrich-Schönleber" ist ein hochprämiertes Weingut, dessen Rieslinge zum Niederknien gut schmecken.

In Oberhausen befindet sich das "Weingut Hermann Dönhoff", dessen Rieslinge wohl die besten unseres Landes sind. Helmut Dönhöff, der hochdekorierte Weinbauingenieur macht solch filigrane Weine, dass man bei jedem Tropfen erneut ins Erstaunen kommt, wie dererlei überhaupt möglich ist.

Bild: Johnny Chicago, Wikipedia
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Im "Weingut Crusius" halte ich mich auch immer wieder gerne auf. Dr. Peter Crusius, dessen Vorfahren seit 1586 in Traisen ansässig waren, hat  in Stuttgart-Hohenheim und in Geisenheim Landwirtschaft und Weinbau studiert und promovierte über "Mengen-Güte-Gesetz" Bei ihm wird durch Rebenschnitt der Durchschnittsertrag auf maximal 70 hl/ha reduziert, um die Qualität der Weine zu erhöhen. Seine Weine  zeichnen sich durch  Rasse, Eleganz und  ein hohes Lagerpotenzial aus.  Seine  Weißburgunder  trinke ich lieber als seine Rieslinge. Doch das ist Geschmackssache.

Wer an die Nahe reist, sollte sich das "Weingut-Krüger-Rumpf" nicht entgehen lassen, dessen Weine sich durch  jugendliche Frische  auszeichnen. In Stefan Rumpfs Weingut  aus dem 18. Jahrhundert gibt es eine Weinstube, die die Autoren gottlob nicht vergessen haben zu erwähnen. Diese Weinstube mit einem schönen Garten, in dem man im Sommer in idyllischer Atmosphäre draußen sitzen kann, um die Weine des Hauses zu genießen.  Alles wird genau so beschrieben, wie es auch tatsächlich ist. Einfach nur wunderschön.

In diesem Buch wird nichts übertrieben. "Weinland Nahe" ist ein grundsolider Wein- und Spezialitätenführer, den ich gerne empfehle.



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