Donnerstag, 21. Februar 2013

Der Geburtstag

Ein Märchen
von Walter-Jörg Langbein
Teil 3


Teil 1
Teil 2

Schon Wochen vor dem denkwürdigen Tag sah man den treuen Wachhund Waldemar kaum noch. Meist zog er sich in seine Hütte zurück. „Er dichtet ...“, mutmaßte Storch Isidor. „Er arbeitet an einem Gedicht für Hanni!“ Schweinchen Ottilie wusste zu berichten: „Er übt ein Lied für Hanni ein!“ Da konnte Isidors Frau Isolde nur mit dem langen Schnabel klappern. „Das wird ja was werden ...Waldemar kann doch gar nicht singen!“

Isidor und Isolde

Das wiederum hat Waldemar aufgeschnappt. „Und Ihr Langschnäbel könnt nur Frösche verputzen und mit den Schnäbeln klappern!“ Indigniert wandte Isolde ein: „Wir wollen ja auch gar kein Lied singen!“  Schweinchen Ottilie pflichtete bei: „Singe, wem Gesang gegeben!“

Isidor und Isolde taten sehr geheimnisvoll. „Wir haben uns etwas ganz Besonderes ausgedacht!“ Was das war, das wollten sie aber auf keinen Fall verraten. Das machte alle neugierig. Jakob, der stille alte Esel hat die beiden Störche heimlich beobachtet. „Was sie genau vorhaben, das weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass sie mit Pinseln und Farbe hantieren ... im kleinen Schuppen!“

Nun wird mancher, der sich für besonders klug hält, einwenden, dass Hunde nur kläffen, nicht aber singen können, dass Störche nicht reden und Esel nicht spionieren können. Solche Menschen gibt es wirklich! Die lachen über Märchen, in Wirklichkeit aber leben sie in einer kleinen, kalten Welt.

Happy Birthday, Hanni ...
wünscht Joschka, der Bär!
Bär Joschka hat mit solchen Menschen nur Mitleid. Bär Joschka isst nicht nur mit Begeisterung Honig, er ist auch ein richtiger Philosoph. „Märchen sind natürlich wahr, genau wie Liebe und Freundschaft wahr sind. Wer Märchen grinsend als Humbug abtut, der weiß auch nicht, wie Freundschaft und Liebe das Herz erwärmen! Mehr noch als der beste Honig!“

Bär Joschka besuchte regelmäßig den Hof von Hans im Glück. Abends schrieb er nach einem seiner Besuche ins Tagebuch: „Hanni ist viel mehr wert als alles Gold dieser Erde! Und Hanni beschenkt alle so reich, dass das nicht mit Gold aufgewogen werden kann!“ An einem anderen Tag hielt er fest: „In meinem langen Leben habe ich nur sehr wenige wertvolle Menschen kennengelernt. Die Königin von allen aber ist Hanni!“


Bär Joschka gehörte keiner Religion an. Er glaubte nicht an einen der Götter der Menschen. „Wenn es einen Gott gibt, dann muss es ein Honig-Gott sein!“ sagte er einmal in einem philosophischen Gespräch mit Isidor und Isolde. „Dann hat Dein Honig-Gott Hanni zu uns geschickt. Sie hat uns allen Glück gebracht!“, lautete Isoldes Antwort. Joschka nickte. „Dafür müssen wir dem Honig-Gott bis ans Ende aller Tage dankbar sein!“ Die Störche seufzten, so wie nur sprechende Störche das können. „Es ist wunderbar zu wissen, dass es Hanni gibt! Sie wird auf alle Zeiten unsere Königin sein und bleiben!“


Inzwischen hat Waldemar seine Versuche, ein neues Lied zu komponieren aufgegeben. Mit seinen poetischen Bemühungen ist er auch nicht sehr viel weiter gekommen. Aber sein Zweizeiler ist aussagekräftig genug. Er lautet:

„Für Hanni soll es rote Rosen regnen!
Ihr soll im Leben nur Gutes begegnen!“


Auch Isidor und Isolde haben ihr Projekt schweren Herzens aufgegeben. Sie hatten ein riesiges Plakat bemalt mit den Worten: „Hoch lebe Königin Hanni! Ein großes Königreich für Hanni!“ Leider war das Plakat viel zu schwer geworden. Isidor und Isolde sahen sich außerstande, das sorgsam bemalte Plakat durch die Lüfte zu tragen. Traurig meinte Isidor: „Es ist zu groß! Wir haben immer wieder versucht, unseren Wahlspruch mit Flügelkraft zum Himmel zu schleppen und aller Welt zu zeigen! Aber vergeblich!“ Isolde ergänzte: „Und wenn wir es kleiner machen, so dass wir es fliegend tragen können ... kann es keiner lesen!“

Joschka konnte die beiden Störche zum Glück trösten. Ist er doch der Philosoph im Reich der Tiere. „Es kommt doch nicht darauf an, liebevolle Gedanken an den Himmel zu schreiben! Man muss sie hegen und pflegen. Dann werden sie groß und stark. Und dann spürt Hanni auch Eure Zuneigung, die größer ist als je ein Plakat sein kann!“

Isidor und Isolde freuten sich sehr und teilten Joschkas kluge Gedanken allen Mitbewohnern auf dem alten Hof mit. Es ist nur schade, dass viele Menschen keine Ahnung von dieser Wahrheit haben. Aber vielleicht trägt dieses Märchen dazu bei, dass sie verbreitet wird!

Und so kam es, dass am 21. Februar viele, sehr viele liebe Gedanken und Wünsche empor gestiegen sind... empor zum Himmel. Sie waren überall. Jakob, der stille alte Esel nickte zufrieden. „Und Ihr meint, dass Hanni das alles spürt?“ Isolde und Isidor schüttelten erstaunt die Köpfe. „Wie kannst Du nur daran zweifeln? Natürlich wärmen unsere liebevollen Wünsche Hannis Herz!“ Und Waldemar ergänzte: „Und unsere Herzen auch ...“

Bär Joschka war zufrieden. Man hatte ihn verstanden. „Kein Wunder, dass Menschen, die nicht an Märchen glauben, so oft frieren!“, meinte er nachdenklich. „Sie wissen nichts von der Kraft der liebevollen Gedanken und Wünsche! Die bringen Herzenswärme in die Welt. Und warum ist das möglich? Weil es – wenn auch nur sehr, sehr selten – einzigartige Menschen wie Hanni gibt!“

Und so stimmen alle ein in den Gesang:
 „Happy Birthday, liebe Hanni, happy birthday to you!“
Und alle, alle sind froh, dankbar und glücklich. Warum?
Weil es Hanni gibt!

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Montag, 18. Februar 2013

Fido Buchwichtel: Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen


Hallo liebe Leute!

Hier bin ich: Fido Buchwichtel

Was will ich hier, werdet Ihr Euch fragen. Nun, ab heute werde ich Euch jeden Montag den aktuellen Bestseller aus dem Wichtelland vorstellen. Ist das nicht wunderbar?

Wenn Ihr bisher angenommen habt, dass Wichtel nur zur Weihnachtszeit aktiv sind, habt Ihr Euch grundlegend geirrt. Und mit dem menschlichen Irrglauben, dass Wichtel nur vor sich herwichteln, werde ich auch aufräumen. Aus einer uralten Tradition heraus dachten und dichteten wir Buchwichtel schon, als die meisten menschlichen Kulturen noch mit einem hölzernen Dreirad um die Femeichen rollten.

Ein Urururvorfahr von mir, der berühmte Buchwichtel Johann Wolfgang von Kurzarm, sagte einmal treffend: kaufen, lesen, weiterempfehlen! Diesen Worten hat sich über Generationen hinaus die Familie der Buchwichtel verpflichtet gefühlt.

Warum öffnet sich heute ein Buchwichtel der menschlichen Literatur, werdet Ihr Euch sicher auch fragen. Die Antwort ist einfach: Weil wir Buchwichtel Euch Menschen, und damit auch die menschlichen Abgründe, besser verstehen wollen. Und da kann es keinen besseren Ort geben, als bei der Autorengemeinschaft »Ein Buch lesen!«.

Ein Menschenautor, der auch ohne Doktortitel immer seine Fußnoten ordentlich beisammen hat und der sich unter den Wichtelvölkern großer Beliebtheit erfreut, ist der Mensch Walter-Jörg Langbein. Eine seiner neuesten Publikationen möchte ich Euch heute als Bestseller der Woche im Wichtelland vorstellen:
Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen: Das wahre Geheimnis des Salomon-Schlüssels 


Der Titel ist Programm! Walter-Jörg Langbein geht auf Spurensuche. Der legendäre Salomon-Schlüssel, das berühmt-berüchtigte Zauberbuch, soll in die Welt der Magie einführen, beinhaltet, für den Verstehenden, Wissen aus uralten Zeiten. Von meinem Urahn überliefert ist, dass es bei Euch Menschen eine finstere Zeit gab, in der weise Frauen und auch Männer, als Hexen gefoltert und verbrannt wurden. Dass es sogar ein Buch dazu gab, der »Hexenhammer«, in dem genau beschrieben wurde, wie mit Hexerei zu verfahren ist, habe ich erst aus dem Buch erfahren. Wie töricht doch die Menschen sind! Wir Wichtel begegnen unseren Kräuterwichteln immer mit viel Respekt. So konnten wir das geheime Wissen um die Dinge bewahren.

Salomons vesteckter Schlüssel in der Bibel, in alten Schriften, auch darauf geht Walter-Jörg Langbein in diesem Buch ein. Dramatisch auch das Kapitel 7. Daraus möchte ich zitieren: »Jahrtausende bevor die ersten Texte des »alten Testaments«  geschrieben wurden, gab es im Norden Syriens das Reich von Ugarit. Ein »Volk Israel« gab es damals noch nicht. Hier entstanden die ältesten Mythen der Menschheit. Oft erscheinen sie uns als sehr fremdartig. Sie sind aber der Kultur unseres Abendlandes weit näher als wir glauben ...«

Das ist spannend, nicht wahr? Dieses Buch ist eine Reise zu der ältesten Religion ... zu den Heiligen Frauen! Und es ist sehr lesenswert, sonst würde ich es Euch auch nicht vorstellen.


Klickt Euch auch nächsten Montag ein, zu Fido Buchwichtel mit dem Bestseller der Woche aus dem Wichtelland, exklusiv auf »Ein Buch lesen!«



Winke winke Euer

Fido








Nicht vergessen:
»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

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