Sonntag, 20. März 2011

61 »Das unmögliche Tal«

Teil 61 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Es regnet in Strömen. Der steinige, zum Teil steil abfallende Hang verwandelt sich innerhalb von wenigen Minuten in eine glitschige Rutschpartie. Von Augenblick zu Augenblick ziehen sich schwarze Wolken zusammen. In der Ferne grollt ein Gewitter. Ich aber will nicht aufgeben. Irgendwo müssen doch diese Tänzer von Zurla sein. Ich hole die Bleistiftskizze aus meiner Kameratasche, die mich angeblich todsicher ans Ziel bringen soll.

Ich rekapituliere. Von Capo di Ponte habe ich mich zunächst 250 Meter Richtung Osten gehalten, dann lief ich stur nach Süden. Es ging steil bergauf. Nach einer Weile sah ich unter mir im Tal Capo di Ponte liegen. Von der gesuchten »Hauptstraße« war keine Spur.

Fremdartige Wesen
auf einem Buchcover
von 1968
Also kraxelte ich wieder gen Tal... und entdeckte am Boden liegend ein Hinweisschild: Zurla. Ich folgte einem Feldweg und landete schließlich auf der »Hauptstraße«. Ich folgte ihr Richtung Süden. Nach etwa einem Kilometer gab es wieder ein Hinweisschild »Zurla«. Ich folgte dem Feldweg, landete in einem Wäldchen. Und dann brach dieses Unwetter über mich herein.

Durchnässt bis auf die Haut versuche der Bleistiftskitze Hinweise zu entnehmen, wo ich die gesuchten Tänzer finden kann. Aber auf dem vom Regen aufgeweichten Papier ist jetzt kaum noch etwas zu erkennen. Mit rapide abnehmender Begeisterung und bei proportional wachsender Erschöpfung suche ich nach den mysteriösen Tänzern. Es wird rapide dunkler. Ich stolpere immer wieder, rutsche aus, stürze... Ich gebe auf. Müde setze ich mich auf den steinigen Boden. Wenn nur der Regen aufhören würde...

1968 machte mich Peter Kolosimos Buch »Sie kamen von den Sternen« auf geheimnisvolle Steinzeitbilder aufmerksam. Zwei der uralten Gravuren zieren das Cover. Es sind zwei Gestalten, weiß auf schwarz wiedergegeben, die verblüffend an Astronauten in ihren plumpen Anzügen erinnern. »Raumfahrer vom Val Camonica« nannte sie Peter Kolosimo.

Capo di Ponte bei schlechtem Wetter
Foto: Walter-Jörg Langbein
In den vergangenen vierzig Jahren machte ich mich immer wieder in das geheimnisvolle Val Camonica auf. Zum ersten Mal als Schüler im Herbst 1971. Seither hat das mysteriöse Tal für mich immer mehr an Reiz gewonnen. Man stelle sich ein dickleibiges Buch vor, das eine Fülle von Informationen bietet. Stellen wir uns vor, begabte Künstler übersetzen dieses Buch in gezeichnete Bilder, die ohne ein geschriebenes Wort auskommen. Dann bietet das das Val Camonica so etwas wie eine gigantische Bibliothek in Stein. Werden wir je zumindest einen kleinen Teil der uralten Bilder wie ein Buch lesen können?

Im Val Camonica, etwa einhundert Kilometer nordöstlich von Mailand gelegen, beim kleinen, malerischen Städtchen Capo di Ponte, endete vor etwa zwölf Jahrtausenden eine eisige Zeit. Gewaltige Gletscher hatten unzählige Felsbrocken unterschiedlicher Größe, die einst aus dem Erdreich ragten, glatt wie Tafeln geschliffen. Diese glatt polierten Steine müssen vor Jahrtausenden Künstler geradezu magisch angezogen haben. Sie hämmerten und meißelten, kratzen und ritzen Bilder in den harten Stein. Ihre Kunstwerke sollten Jahrtausende überdauern. Seltsam: Nirgendwo sonst gibt es so viele Werke der Steinzeitkunst auf so engem Raum wie hier. Und doch scheint sich kaum jemand für die Bibliothek in Stein zu interessieren!

Eine natürliche Tafel für
die Steinzeitkünstler
Foto: Walter-Jörg Langbein
Die Eisberge zogen sich vor rund zwölf Jahrtausenden zurück. Sie schmolzen und verwandelten des kleine Tal in eine Schlammlandschaft. Vor zwölf Jahrtausenden war das Val Camonica also alles andere als ein einladender, gastlicher Ort. Eigentlich – so erwartet man – müssten die Menschen damals aus dem Tal geflohen sein. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Menschen wanderten ein, nicht aus!

Sie siedelten sich an, wo es schon problematisch gewesen sein muss, eine einfache Hütte zu errichten. Die Menschen aber waren findig. Sie errichteten im Morast Pfahlbauten. Und sie begannen mit Eifer Steingravuren in den Fels zu ritzen, die das Val Camonica zu einem Mekka der Vorgeschichtsforschung machen müsste. Und doch fristet jenes geheimnisvolle Tal so etwas wie ein Stiefmütterchendasein in der Vorgeschichtsforschung. Sollte das darauf zurückzuführen sein, dass Spuren zu finden sind, die auf eine phantastische Vergangenheit unseres Planeten schließen lassen, die nicht so recht in das herkömmliche Bild von der Vergangenheit passen, wie wir sie aus Schul- und Lehrbüchern kennen?

Im Verlauf der letzten vier Jahrzehnte erlebte ich bei meinen Besuchen, wie massive Regenschauer wieder »neue« Steingravuren freilegten und andere mit Schlamm zudeckten.

Eine von unzähligen Pfahlbauten
Foto: Walter-Jörg Langbein
Seit Jahrzehnten forschen einige wenige Wissenschaftler im örtlichen Studienzentrum für prähistorische Forschung. Zunächst, so berichtete mir eine Mitarbeiterin, sei man davon ausgegangen, dass es wohl rund zehn, allenfalls zwanzig Tausend Gravuren gab. Bald galten diese Schätzungen als viel zu niedrig angesetzt. Es gebe wohl »mehrere 100 000 Steinritzungen« . Auch diese schon fantastisch anmutende Zahl ist wohl falsch. Es dürften aber um eine Million gravierte Bilder sein, die endlich auf Entzifferung warten!

Die zum Teil nur wenige Zentimeter kleinen Zeichnungen von etwa 10.000 v. Chr. bis in die Tage der Römer angefertigt. Nirgendwo sonst auf der Welt dürfte es eine solche Konzentration von Steinzeitkunst auf so engem Raum geben. Was aber veranlasste die Menschen, bei ungünstigsten Verhältnissen im Val Camonica so lange zu siedeln? Was ließ sie über ein so langen Zeitraum künstlerisch aktiv werden?

»Primitive Steinzeitmenschen« jedenfalls waren es nicht, die im Val Camonica siedelten. Sie hinterließen – vielleicht als besondere Signaturen – eingeritzte Abdrücke... von Schuhen! Wir müssen unser Bild von der Vergangenheit revidieren! Da humpelten keine tumben Gesellen, allenfalls in Tierfelle gehüllt, durch das Tal... sondern Menschen in Schuhwerk.

Die Steinzeitmenschen
trugen Schuhe - Foto:
Walter-Jörg Langbein
Es gibt noch weit verblüffendere Dokumente, die in »grauer Vorzeit« in den Stein geritzt wurden. So muss es im Val Camonica schon... Kartographen gegeben haben!

Bei einem meiner Besuche im Studienzentrum vom Val Camonica teilte man mir mit: Beim Dörfchen Cran Falto wurde an einem kleinen Abhang eines der größten zusammenhängenden Bilder im ganzen Tal in eine natürliche Steinplatte geritzt, auf einer Fläche von immerhin mehreren Quadratmetern . Es ist eine Karte. Fast wäre sie beim Errichten eines Mastes für die Stromversorgung zerstört worden. Im letzten Moment setzte man den Mast etwas abseits von der uralten Gravur.

Der italienische Architekt Cesare Borgna fand heraus: die komplizierte Gravur ist eine korrekte Landkarte. Professor Stuart Pigott wiederum hat nachgewiesen, dass sogar mehre prähistorische Karten im Val Camonica in den Stein geritzt wurden, und das schon vor Jahrtausenden.

Eine von unzähligen Pfahlbauten
Foto: Walter-Jörg Langbein

Steinzeitmenschen, die Schuhe trugen und Pfahlbauten errichteten, kartografierten also ihre Heimat. Sie trugen präzise ihre dörflichen Siedlungen ein. Sie verschönten ihre Werke mit Bildern von Tieren – als pure Ornamentik? Oder vermerkten sie auf ihre Weise und ohne das geschriebene Wort, wo es besonders wildreiche Gebiete – günstig für die Jagd – gab?

Auch wenn es nun ganz und gar nicht zu unserem Bild von »Steinzeitmenschen« passt: die Karten vom Val Camonica enthalten Hinweise auf unterirdische Metallvorkommen. Das aber ist doch paradox: Steinzeitmenschen sollen Kenntnis von Metallen besessen haben? Offensichtlich waren die Menschen vom Val Camonica so »steinzeithaft« nicht. Meiner Meinung nach müssen sie Metallwerkzeuge besessen haben, mit denen sie die unzähligen Zeichnungen in den harten Stein ritzten oder schlugen. Viele von diesen Kunstwerken bestehen aus Tausenden von präzise gesetzten winzigen Löchern im Stein, einem gedruckten Zeitungsbild (bestehend aus unzähligen Punkten) nicht unähnlich.

Diese Vertiefungen lassen die uralten Bilder besonders am Morgen und am Abend deutlicher sichtbar werden: wenn die tief stehende Sonne jedes einzelne dieser kleinen Löcher in Schatten taucht.

»Die Tänzer von Zurla«,
Teil 62 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27.03.2011


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Samstag, 19. März 2011

Helga König: Messebericht von der Leipziger Buchmesse 2011

Wie bereits im Oktober des letzten Jahres zur Frankfurter Buchmesse möchte ich heute auf „Ein Buch lesen“ meine Eindrücke von der Leipziger Buchmesse 2011  kurz schildern. Seit einigen Tagen fällt mir das Schreiben etwas schwer, weil meine Gedanken immerfort abschweifen und bei den Menschen in Japan sind, auch jetzt, während ich schreibe, bete ich ständig: lieber Gott erspare ihnen das Schlimmste.

Mit dem ICE fuhr ich frühmorgens von Frankfurt nach Leipzig. Die Menschen, alle noch nicht wirklich wach, hatten nur Japan als Thema. Der Mann, der mir gegenüber saß, las eine Zeitung, in der auf der Titelseite in großen Lettern „Die Hölle“ zu lesen war. Schräg gegenüber von mir saß eine Kolumbianerin, mit der ich ein Gespräch über lateinamerikanische Schriftsteller begann. Wir legten den Schwerpunkt auf chilenische und argentinische Autoren. Die Zeit im Zug verging sehr rasch, später las ich einen Briefwechsel von Hannah Arendt und Joachim Fest. Das Buch trägt den Titel „Eichmann war von empörender Dummheit". Dieser Naziverbrecher hatte sich, wie man der Einleitung entnehmen kann, gegen die Wirklichkeit abgedichtet, in dem er für jede Erfahrung ein Klischee bzw. eine Sprachschablone bereithielt. Er sagte, Amtssprache sei seine Sprache. Dieser Mann dachte nicht, war nicht bereit, sich die Konsequenzen seines Tuns vorzustellen. Arendt erkennt, dass die schiere „Realitätsferne und Gedankenlosigkeit in einem mehr Unheil anrichten können, als alle die dem Menschen vielleicht innewohnenden bösen Triebe“. Dieser Satz haftet, noch immer nicht verhallt, in meinem Kopf, weil er auch auf all die Naturwissenschaftler, Techniker, Betriebswirte und Politiker passt, die willfährig mit der Atomenergie umgehen, auch sie sind von empörender Dummheit.

In Leipzig angekommen, hielt ich mich zunächst eine Weile im Bahnhof auf, trank dort einen Kaffee und versuchte mir einen Überblick über das mich beeindruckende Konzept, mit all den schönen einladenden Geschäften und Restaurants, zu verschaffen. Überall blühten unzählige Orchideen in Kübeln. Der Bahnhof sah wie ein edles Kaufhaus aus, ein Ort gepflegter Begegnungen. Welch einen Visitenkarte für eine Stadt! Wirklich sehenswert. Der Kaffee schmeckte außerordentlich gut.

Überall vernahm ich den liebevollen sächsischen Dialekt, den ich sehr mag, weil er erkennen lässt, dass der Mentalität der Menschen hier etwas Mildes, Tolerantes innewohnt.

Eine halbe Stunde benötigte die Straßenbahn bis zur Messe, dort angekommen verschaffte ich mir zunächst mittels einer Karte einen Überblick, in welchen Hallen sich einzelne Verlage befanden. Die Verlage, die mich interessierten, steuerte ich allerdings nicht gezielt an, sondern ließ alles zunächst auf mich wirken, die schöne gläserne Halle, deren Architektur mich beeindruckte, der Treppenaufgang dort, die Stände einzelner Kultursender, wie "Arte" und "3 Sat", an denen Autoren interviewt wurden. Ich las, dass Niedecken eine ¾ Stunde nach meiner Ankunft bei "3 Sat"  mit Scobel im Gespräch sein würde und entschied,  im "3 Sat"- Zelt Platz zu nehmen und auf das Ereignis zu warten. In der ersten Reihe nahm ich Platz, weil ich Bilder machen wollte, aber hauptsächlich, um mir Niedecken ganz aus der Nähe ansehen zu können.

Neben mir saß eine ältere Dame, die aus Leipzig kam. Mit ihr unterhielt ich mich während der 3/4 Stunde Wartedauer sehr angeregt. Die nette Leipzigerin kam eigentlich aus Schlesien, verbrachte ihre Kindheit in Görlitz, einem Ort, den sie mir zu besuchen empfahl. Sie studierte in den 1960ern in Leipzig Anglistik und Germanistik. Die Lieder Niedeckens hatte sie  erst nach der Wende kennengelernt, mochte dessen Texte aber ähnlich wie ich diese schätze, sofort. Sie berichtete mir von der liebevollen Art der Ur-Leipziger, die sie dazu bewogen hat, seit ihrem Studium die Stadt nicht zu verlassen, außer um zu reisen. Diese Frau war viel gereist nach der Wende, um nachzuholen, was ihr in der Jugend vorenthalten worden ist. Was verbindet die Leipziger mit den Kölnern fragte ich mich? Es ist wohl ein ähnlich toleranter, warmherziger Wesenszug, der in der jeweiligen Mundart sich durch die vielen Diminutive  ausdrückt.

Niedecken sprach über seine Biographie “Für`n Moment“,  erzählte wie das Konzept entstand, sprach über Kunst, über seine Malerei, berichtete, dass Liebeskummer ihn einst veranlasste, seinen ersten Song zu verfassen, schweifte ab, dachte an Japan, ließ Scobel reden, führte keinen Monolog, war nicht selbstdarstellerisch, sondern jeden Moment reflektiert und darauf hinweisend, dass alles, was er unternimmt, stets auch mit anderen Menschen zusammenhängt, denen er, man spürte es, wenn seine Augen leuchteten, sobald er von diesen Menschen sprach, dankbar ist für die Zusammenarbeit.

In den Hallen dann stellte ich fest, dass viele Verlage aus dem Osten ihre Bücher vorstellten, Verlage, die ich bislang nicht kannte. Das Buchprogramm der großen Verlage für dieses Frühjahr kannte ich bereits und las deshalb nur vereinzelt in neue Bücher rein. Auf Buchmessen interessieren mich vorrangig Einblicke in Kunstbände und hier kam ich durchaus auf meine Kosten. Antiquarische Bücher gab es im Rahmen der „Leipziger Antiquariatsmesse“. Dieser Teil der Messe war erstaunlich gut besucht. Ich selbst besitze nur eine Handvoll alter Bücher und habe zu solchen Büchern nur einen bedingten Zugang, weil ich immer spüre, dass der oder die vorhergehenden Besitzer etwas Unsichtbares hinterlassen haben, was mir den unbefangenen gedanklichen Austausch mit dem Autoren erschwert. In einer eigenartigen Form hat sich die Liebe oder Ablehnung des vorhergehenden Lesers im Buch eingegraben und verhindert unvoreingenommen an den Text heranzugehen. Es ist sonderbar.
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Den Top 3 Rezensenten Thorsten Wiedau traf ich kurz danach. Wir haben bereits einige Male miteinander Telefonkontakt gehabt und es war spannend, sich nun persönlich kennenzulernen. Viel Zeit zum Plaudern hatten wir nicht, doch die Zeit, in der wir Gedanken austauschten, war kurzweilig und harmonisch. Wiedau ist ein sehr höflicher Mensch, von dem nichts Aggressives, sondern zurückhaltende, unaufdringliche Freundlichkeit ausgeht. Das hat mir gefallen.


Nach dem Gespräch mit Wiedau hielt ich mich sehr lange in der Halle auf, in der Künstler und Handwerker ihre Objekte ausstellten. Entdeckt habe ich dort den Stand eines Tischlers, der Lesestühle anfertigt. Die Art des Stuhls kam mir bekannt vor. Ich habe einen ähnlichen Stuhl in Goethes Gartenhaus in Weimar gesehen und berichtete dies dem Tischler. Es war für ihn nichts Neues. Er wusste von diesem Lesestuhl. Man sitzt rittlings auf dem Stuhl und hat eine hervorragende Ablage für ein Buch oder einen Laptop, es ist auch noch genügend Platz, um eine Kaffeetasse abzustellen. Ich habe mir für interessierte Leser die Adresse der Homepage aufnotiert www.tischlerei-salau.de und den Stuhl auch abgelichtet. Zum Lesen scheint mir dieser Stuhl tatsächlich ideal zu sein. Goethe wusste, weshalb er dort den Text von Thomas Morus las und nicht ausgestreckt auf einem Diwan. Man kann sich besser konzentrieren, wenn man Texte dieser Art liest. Ein Liebesroman allerdings scheint mir eher Lektüre für die Couch zu sein.
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Interessant fand ich die Buchstützen von Bernhard Siller aus Friedberg http://www.buchstuetzen.de/. Ich habe die Buchstütze, die Heine zeigt, abgelichtet. Diese Buchstützen sind nach Zeichnungen des Künstlers als 24 cm hohe Laserdrucke auf 9mm starke Holzplatten kaschiert, mit UV Schutz versiegelt und von Hand gesägt, jeweils auf 300 Stück limitiert, wie ich mir aufnotierte, ferner nummeriert, signiert und auf eine polierte Edelstahlplatte montiert. Die Buchstützen sehen wirklich sehr originell aus. Sie haben mir  gut gefallen.



Gefallen haben mir auch die Kreationen von Ulrich Zwick  http://www.das-offene-atelier-vom-zwick.de/ aus Offenbach, die ich bislang noch nicht kannte. Interessant fand ich das Künstlerbuch, ein Unikatbuch, das mir Zwick zeigte, auch eines seiner Bilder, das ich abgelichtet habe und den netten Künstler selbst, mit dem es Freude macht, zu plaudern.


Gutenbergs alte Buchdruckmaschine und eine andere Maschine, die man im 15. Jahrhundert zur Vervielfältigung von Kupferstichen nutzte, begutachtete ich, bevor ich  gegen 17.00 Uhr den Stand des S. Fischverlages aufsuchte, dort mit einer von mir sehr geschätzten Pressefrau, die ich seit letztem Jahr persönlich kenne und mit dem Autor des Buches „Moral“, Dr. Dr. Rainer Erlinger, das ich derzeit lese, einen Espresso trank. Erlinger ist ein sehr  nachdenklicher Mensch, der völlig frei von Selbstdarstellungsallüren ist. Ich freue mich schon jetzt auf das Interview mit ihm, das wir in den nächsten Tagen wohl machen werden.

Die Nachhausefahrt war übrigens ein Glücksfall. Mein Platznachbar war in Dresden schon in den Zug eingestiegen, ein Doktorand der Physik. Wir redeten ohne Punkt und Komma von Dresden bis nach Kelsterbach, natürlich auch über die Vorgänge in Japan. Der junge Mann war sehr kritisch gegenüber dem ignoranten Verhalten älterer Generationen von Naturwissenschaftlern und sah dem, was sich in Japan zusammenbraute, alles andere als gelassen entgegen.

Die Reise nach Leipzig hat sich gelohnt. Ein Vergleich mit der „Frankfurter Buchmesse“ lässt sich nicht anstellen. Mir hat die Kommunikationsbereitschaft der Sachsen sehr gut gefallen und die Art, wie sie in neuen und in alten Büchern lasen. Daraus sprach viel Hochachtung vor Büchern generell.

Mein Blog: www.rezensionen.co

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