Montag, 26. August 2013

Die Klatsche einer Tinnitusbetroffenen – oder: »So nicht Herr Leipziger!«

Liebe Leserinnen und Leser.

Auf Seite 12 des
»FORENSISCH-PSYCHIATRISCHEN GUTACHTENS vom  25.07.2005, erstellt von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger« über Gustl Mollath, finde ich folgende Sätze - Zitat: »Mit Schreiben vom 08.08.02 an Ehefrau mit dem Vermerk -persönlich-vertraulich erklärte der Angeklagte u.a.: … Vor über 5 Jahren führten meine Belastungen zu einem Hörsturz. 
Bis heute, in steigendem Maße, teilweise nicht aushaltbaren, Tinnitus (Ohrgeräusche). …« Zitatende

Damit Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, ein ungefähre Vorstellung von einem Tinnitus machen können, habe ich eine kleine Hörprobe herausgesucht. Sie ist auf den Seiten der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. (DTL) zu finden. Bitte beachten Sie den Regler auf der rechten Seite und reduzieren Sie die Lautstärke, bevor Sie auf Start klicken. Hörprobe

Falls Sie den Ton nicht abrufen können, finden Sie auf dieser Seite eine Nummer, die der Telefonservice anbietet. Mein Tinnitus, der mich seit Mitte der 1980 Jahre begleitet, ist etwas dumpfer, einem Rauschen ähnlich. Leider gibt es keine Taste, auf die ein Betroffener drücken könnte, um diesen Ton abzustellen. Die Schulmedizin hat für Leidtragende nicht viel anzubieten. Soll ich sogar sagen: sie hat kläglich versagt. Mit diesen Geräuschen, die nur ich höre, muss ich also leben, wie viele andere auch. Wenn Ihnen das Symptom Tinnitus nicht bekannt ist, was einem medizinischen Laien nicht übel genommen werden kann, darf ich Ihnen diese Erklärung der Deutschen Tinnitus-Liga ans Herz legen. 

Wie ich bereits an anderer Stelle ausführte, hat mir meine Erkrankung an Morbus Menière den Grad der Unanscheißbarkeit verliehen. Außerdem bin ich eine Saupreußin, schreibe also aus einer Distanz zur Weißwurstgrenze. Wie Sie vielleicht auch wissen, wurde die Diagnose Morbus Menière bei mir erst nach 20 Jahren gestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt galt ich als Simulant. Mein Tinnitus trat als Begleiterscheinung auf. Er stellt für mich, gemessen an weiteren Beeinträchtigungen, das kleinste Übel dar. Mir ist in diesen 20 Jahren viel Ignoranz begegnet. Auch medizinisches Quacksalbertum, das an Körperverletzung grenzte. Aber auch Verständnis und Mitgefühl.

An dieser Stelle danke ich Herrn RA Strate dafür, dass er das Gutachten auf seiner Seite on gestellt, damit mir, und auch einer breiten Öffentlichkeit, Zugang dazu verschafft werden konnte. Herrn Gustl Mollath möchte ich danken, dass er Herrn Dr. Strate dafür seine Zustimmung gab. Es legte den Grundstein für meine folgenden Betrachtungen. 

Dieses »FORENSISCH-PSYCHIATRISCHE GUTACHTEN vom  25.07.2005, erstellt von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger« stellt für mich als Tinnitusbetroffene eine unglaubliche Provokation dar. Das kann und werde ich begründen und es wird mir einen Lustgewinn bereiten, dieses »Gutachten« aus meiner Sicht der Dinge, die auf meinen eigenen Erfahrungsschatz gründet, nach allen Regeln meiner Kunstfertigkeit zu sezieren.


Möge meine Übung gelingen …

Zitat: »Mit Schreiben vom 08.08.02 an Ehefrau mit dem Vermerk •persönlich-vertraulich erklärte der Angeklagte u.a.: … Vor über 5 Jahren führten meine Belastungen zu einem Hörsturz.« Zitatende

Es wird Bezug genommen auf ein Ereignis, das sich im Jahre 1997 ereignet haben muss. Im Gutachten auf Seite 11 finde ich in den chronologischen Ausführungen, die dem Ordner »Was mich prägte« entnommen worden sind. Zitat: »Von Anfang 1993 bis Ende 1998 hätte er prozessieren müssen, bis er ,,Recht" bekam. Über eine Viertelmillion DM an Aufwand sei gebunden gewesen, kein neues Geschäft machbar. „Wahnsinn von diesem „Anschlag des Rechtsstaates" habe ich mich nie mehr erholt.“«

Jetzt darf man mir alles vorwerfen, aber keine Oberflächlichkeit. Zitat NürnbergWiki: »Bislang ist unbekannt, wo Klaus Leipziger das Abitur bestand, an welchen Universitäten er Medizin und Psychologie studierte, wo er das Examen mit welcher Examensarbeit bestand und wo und wann ihm die Approbation erteilt wurde. Seine Promotion an der Universität Ulm erfolgte extern während seiner Berufstätigkeit.«

Zitat NürnbergWiki: »Klaus Leipziger war nach eigenen Angaben seit 1984 im Bereich der Forensischen Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Bayreuth zunächst als Stationsarzt und seit 1985 als Leiter der Abteilung tätig.«

Mehr lässt sich leider nicht in Erfahrung bringen. So kann ich nur spekulieren: Klaus Leipziger als Angehöriger des Öffentlichen Dienstes wird nicht nachvollziehen können, was ein derartiger Tiefschlag für Herrn Mollath bedeutet haben muss. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Betrachten wir diese Vita völlig wertfrei, kommen wir zu dem Ergebnis, dass es einem Klaus Leipziger nicht möglich war, einen solchen Einschnitt, wie ihn Gustl Mollath beschrieben hatte, in der ganzen Tragweite zu erkennen.

Ich bin in der »Sozialen Marktwirtschaft« aufgewachsen, eine Aussage wie Zitat: »Über eine Viertelmillion DM an Aufwand sei gebunden gewesen, kein neues Geschäft machbar.«, ist darum für mich als eine existenzielle Bedrohung klar auszumachen. Das ist eine Stresssituation, die über einen sehr langen Zeitraum anhielt und durchaus geeignet war, die Ursache für einen Hörsturz zu bieten.

Wie gesagt, ich würde es gerne so sehen, weil ich auch fair bin und aus diesem Grunde etwas aufführen möchte, was die Aussagen des Gutachters erklären könnten. Aber das ist schwierig. Auf der einen Seite gibt Herr Leipziger Interviews, wie im FOCUS, hat sich also zu einer »Öffentlichen Person« gemacht, auf der anderen Seite verschließt er sich der Öffentlichkeit zu Fragen über seine Person. Da besteht Erklärungsbedarf. Aber mein guter Wille, etwas zu finden, was für ihn spricht, dürfte zu erkennen gewesen sein.


Der Hörsturz 

Kommen wir zu dem Hörsturz. Der wird von Klaus Leipziger weiter nicht gewürdigt, er wird von ihm völlig ausgeblendet. 

Ein Hörsturz wird auch »Infarkt des Ohres« genannt und kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben den Menièreanfällen hatte ich zwei Hörstürze. Nun ist sich die Schulmedizin einig, dass beim Morbus Menière typischerweise ein dramatischer Drehschwindelanfall im Vordergrund steht. Dem kann ich allerdings widersprechen. Meine Hörstürze ereilten mich in großer zeitlicher Distanz zu Menièreanfällen. 

Die Ursache lag in beiden Fällen in einer vorausgehenden, durch Stress belasteten, Zeit. Dieser Stress gipfelte dann in einem Umstand, der von mir als »Paradoxe Situation« beschrieben werden kann, in dem Sinne, das es mir unmöglich erschien, der Kampfzone zu entfliehen. So hat sich die Dauerbelastung mein Innenohr als Ventil gesucht. 

Nach dem ersten Hörsturz habe ich erst Tage später einen HNO aufgesucht. Merkwürdigerweise erlebte ich bei ihm Betroffenheit und auch Mitgefühl. Er trug mir inständig auf, mein Leben in ruhigere Bahnen zu bringen, was leichter gesagt als getan war. Als ich den zweiten Hörsturz bekam, habe ich mich umgehend in ein Krankenhaus begeben. Dort war Ruhe angesagt und bei meiner Entlassung erhielt ich eine ganz klare Ansage: »Ändern Sie Ihre Lebenssituation, ich will Sie nicht in drei Wochen wieder hier liegen haben!«

Was sagt uns das? Meinen Hörsturz konnte ich als Reaktion auf eine Stresssituation werten. Wenn Klaus Leipziger den Hörsturz von Herrn Mollath thematisiert hätte, wäre er unter Umständen auf ein ähnliches Ergebnis gekommen. Dass er das nicht getan hat, lässt für mich nur zwei Rückschlüsse zu: entweder konnte er mit dem Begriff »Hörsturz« nichts anfangen, oder er wollte es nicht. 

Jetzt kommen die berechtigten Einwände: Warum erwähnt Klaus Leipziger den Hörsturz dann in seinem Gutachten? Wäre es nicht, unterstellen wir die Absicht, klüger gewesen, diesen Hörsturz nicht anzusprechen? Darauf kann ich mit zwei Antworten dienen. 1. Er brauchte den Tinnitus und dafür war eine Ursache vonnöten. 2. Klaus Leipziger konnte in 2005 nicht ahnen, dass Dr. Strate dieses Gutachten in 2013 der Öffentlichkeit zugängig macht und es mir darum heute den Bildschirm erhellt.


Der Tinnitus

Begleiten Sie mich, liebe Leserinnen und Leser, ein weiteres Mal zur Hörprobe der Tinnitus-Liga. Der Lautsprecherregler ist Ihnen ja schon vertraut. Korrigieren Sie ihn bitte auf ca. 25%. Dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie ich meinen Tinnitus als »normal« empfinde. Wenn Sie die Lautsprechereinstellung auf ca. 50% erhöhen, gewinnen Sie einen Eindruck von meiner Wahrnehmung in dem Moment, wo ungünstige Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass mein Tinnitus für mich lauter wird. Hier der Link zu der Hörprobe.

Jetzt darf ich froh verkünden, dass, bedingt durch eine krasse Umstellung meiner Lebensumstände, der Pegel auf »erträglich«, d.h. zwischen 10 und 20% des Reglers eingestellt werden kann. Wie habe ich das geschafft? Durch eine Umstellung der Ernährung auf überwiegend basische Kost. Ich kann, bedingt durch meine ländliche Umgebung, auf Frischprodukte von Biohöfen zurückgreifen. Dann bin ich zu einem Ingwerjunkie geworden (ich werde nicht müde, Ingwer in höchsten Tönen zu loben). Meine Terrasse ist, wenn es die Witterung erlaubt, zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden, was bedeutet, ich verbringe viel Zeit an der frischen Luft. Integriert in meinen Tagesablauf habe ich gymnastische Übungen, nehme mir Zeit für Meditation und längere Spaziergänge. Menschen, die mir nicht gut tun, gehe ich aus dem Weg (jetzt beneiden Sie mich vermutlich).

Kurzum, eine große Veränderung meiner Lebensgestaltung hat zu einem Gewinn an Lebensqualität geführt. Stichworte sind: Konsequenz und Disziplin. Das fühlt sich ätzend an und das ist es auch. Aber der Wunsch nach Lebensqualität setzt sich zumeist gegen meinen inneren Schweinehund durch. Siegt der allerdings, in dem er mich z.B. von meinen Spaziergängen abhält,was besonders bei miesen Wetterverhältnissen der Fall ist, hebt sich der Regler durchaus auf 25% und sogar noch mehr. Dann wird der Tinnitus immer noch von mir ignoriert. Es kann aber durchaus passieren, dass mich liebe Freunde ansprechen: »Quält dich dein Tinnitus? Du sprichst wieder lauter!«

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie unterhalten sich in einer normalen Tonlage mit einer Person. Plötzlich wirft jemand in der unmittelbaren Nachbarschaft seinen Rasenmäher an. Sie werden sinnvoll reagieren und Ihre Lautstärke erhöhen, um diesen Geräuschpegel zu übertönen. Nichts anderes mache ich, wenn mein Tinnitus, aus welchen Gründen auch immer, lauter wird. Nur, dass nur ich diesen Rasenmäher im Innenohr wahrnehme und ihn übertönen muss, um auch meine eigene Stimme zu hören. Ein solches Verhalten mag unbedarft Außenstehenden dann befremdlich erscheinen. Wer sich allerdings mit dem Symptom Tinnitus vertraut gemacht hat, dürfte damit umgehen können.


Die innere Stimme

Eine »innere Stimme« hat mich vor einiger Zeit veranlasst, zum Telefonhörer zu greifen. Ich informierte eine Mitarbeiterin über ein Ereignis, dessen unfreiwillige Zeugin ich geworden war: Ein Kind wurde von seinen Pflegeeltern misshandelt. Postwendend erreichte mich eine Strafanzeige der von mir Beschuldigten, mir wurde Verleumdung und üble Nachrede vorgeworfen. Daraufhin habe ich fünf Seiten A4 ordentlich beschrieben, habe aber wohlweislich verzichtet, die innere Stimme dabei zu erwähnen, mir war die Causa Mollath bereits bekannt. Die Strafanzeige wurde vom Tisch  gefegt und das Jugendamt hat auch sinnvoll reagiert.

Oft führt eine »innere Stimme« in einen Gewissenskonflikt. Im beschriebenen Fall musste ich abwägen, musste mögliche Konsequenzen, die ich durch das Telefonat zu erwarten habe, abwägen mit meinem Mitteilungsbedürfnis. Es zu tun, also den Anruf zu tätigen, war meine Gewissensentscheidung. Ich bin mir selbst die höchste Instanz.

Ist es nicht schön, dass ich jetzt dieses Zitat einfügen kann, entnommen Wikipedia: »Der bundesdeutsche Gesetzgeber gesteht dem individuellen Gewissen eine hohe Bedeutung zu, beispielsweise indem er seinen Bürgern die Freiheit zur Verweigerung des Kriegsdienstes aus Gewissensgründen einräumt (so Art. 4 Abs. 3 Grundgesetz: Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.).
Das Bundesverfassungsgericht hat dem Begriff in einer Entscheidung aus dem Jahre 1961 Konturen verliehen. Als eine Gewissensentscheidung gilt danach „jede ernste sittliche, d. h. an den Kategorien von Gut und Böse orientierte Entscheidung […], die der Einzelne in einer bestimmten Lage als für sich bindend und unbedingt verpflichtend innerlich erfährt, so dass er gegen sie nicht ohne ernste Gewissensnot handeln könnte.“« Zitatende

Auf dieser verlinkten Seite wird auch Sokrates zitiert: »Der Gewissensbegriff ist bereits im Daimonion des Sokrates angelegt: Eine innere Stimme warnt vor falschen Handlungen.«

Auf Seite 12 des »FORENSISCH-PSYCHIATRISCHEN GUTACHTENS vom  25.07.2005, erstellt von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger«, finde ich ab Seite 24 die Zusammenfassung und Beurteilung und dort folgende Sätze. Zitat Seite 25: »Es werde ein paranoides Umdenken des Angeklagten vermutet in Bezug auf die „Schwarzgeldaffäre" und die gegen ihn laufende Verschwörung. Es werden Größenphantasien beim Angeklagten festgestellt. Auf Frage hätte er auch angegeben, eine innere Stimme zu hören, die ihm sage, er sei ein ordentlicher Kerl, er spüre sein Gewissen.« Zitatende

Zitat Seite 28: »Differentialdiagnostisch käme beim Angeklagten auch die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD 10: F 20.0) in Betracht. Für diese Diagnose würden neben den paranoiden Inhalten des Angeklagten dessen affektive seine bizarren Verhaltensmuster und vor allem - so sie bei ihm mit hinreichender Sicherheit angenommen werden können – die sein Handeln kommentierenden Stimmen sprechen.«

»Der Gewissensbegriff ist bereits im Daimonion des Sokrates angelegt: Eine innere Stimme warnt vor falschen Handlungen.« siehe oben. Soll ich jetzt noch Immanuel Kants kategorischen Imperativ zitieren?: »Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.«

Wie kann es einem Menschen zum Verhängnis werden, wenn er genau nach dieser Maxime handelt? Wie kann es sein, dass das Bundesverfassungsgericht dem individuellen Gewissen einen großen Stellenwert einräumt, und Klaus Leipziger das in seinem »Gutachten« einfach so aushebelt? Diese »innere Stimme« als »paranoide Schizophrenie« wertet? Dabei wurde er doch explizit von Herrn Mollath darauf hingewiesen, wie Sie der Seite 16 unten, entnehmen können. Zitat: »Paralogisch meine er der Stationsarzt solle erst einmal das Grundgesetz lesen und sich über grundlegende Menschenrechte informieren.« Warum hat er es nicht getan?

»Wenn ich schreibe, habe ich immer das Gefühl, jemand steht hinter mir und schneidet Grimassen. Deshalb hüte ich mich, so gut ich kann, vor großen Worten.« Was würde ein Klaus Leipziger aus diesem Zitat machen? Wir wissen es nicht. Aber ich kann Ihnen, liebe Leserinnen und Leser sagen, was der Suhrkamp Verlag daraus gemacht hat: den Klappentext zu dem lyrischen Vermächtnis »Glückliche Liebe und andere Gedichte« der polnischen Nobelpreisträgerin Wistawa Szymborska.


Die innere Stimme und der Tinnitus

Seite 12 des »FORENSISCH-PSYCHIATRISCHEN GUTACHTENS vom  25.07.2005, erstellt von Chefarzt Dr. med. Klaus Leipziger« Zitat: »Mit Schreiben vom 08.08.02 an Ehefrau mit dem Vermerk -persönlich-vertraulich erklärte der Angeklagte u.a.: … Vor über 5 Jahren führten meine Belastungen zu einem Hörsturz. 
Bis heute, in steigendem Maße, teilweise nicht aushaltbaren, Tinnitus (Ohrgeräusche). …« Zitatende

Wie ich oben schrieb, geht es mir den Umständen entsprechend gut. Stellen wir uns jetzt vor, ich würde aus meinem gewohnten Umfeld herausgerissen und mich in der Forensischen Psychiatrie wiederfinden. Alleine eine solche Situation dürfte dazu führen, dass Sie den Regler des Lautsprechers auf mindestens 50% stellen dürfen. Übrigens ab diesem Pegel wird der normale, von mir wahrgenommene Ton tatsächlich von einem solchen schrillen Ton überdeckt. Ab diesem inneren Schallpegel, den mein Tinnitus erzeugt, bin ich nicht mehr in der Lage, ihn zu ignorieren. Hörprobe 

Zitat Seite 21: »Inhaltlich war sein Denken, das von einer misstrauischen Grundhaltung geprägt war, durch eine starke Körperbezogenheit und Rigidität auffällig, indem der Angeklagte massiv darauf beharrte, ,,natürliche“ Körperpflegemittel ausschließlich benutzen zu können und sich nur anhand von Lebensmitteln aus biologisch-dynamischen Anbau ernähren zu können, die hier nicht ohne Weiteres verfügbar bzw. für ihn beschaffbar waren.« Zitatende

Stelle ich mir eine unter großem Kostendruck hergestellte forensisch-psychiatrische Großküchennahrung vor, so fällt mir spontan der Begriff »Schweinefraß« ein. Berücksichtige ich jetzt auch, dass diese Anstalt noch nicht einmal in der Lage war, Kernseife zu organisieren, muss ich davon ausgehen, dass ich dann auch auf meinen Ingwer verzichten müsste. Der Regler dürfe vermutlich auf 60% gestellt werden. 

Zitat Seite 23: »In Konfrontation mit Dritten waren heftige Erregungszustände des Angeklagten zu beobachten, die jedoch nicht in tätliche Auseinandersetzungen mündeten.« und Seite 23: »In verschiedenen, aus dem Verhalten des Angeklagten erforderlichen Konfrontationen zeigte er sich gegenüber Mitarbeitern hocherregt, schreiend und verbal aggressiv.« Zitatende

Zitat Seite 25: »Bis heute, in steigendem Maße, teilweise nicht aushaltbar, leide er an Tinnitus.« Zitatende

Wie sind bei 60% des Reglers angekommen. Machen Sie bitte folgenden Selbstversuch: Sofern es Ihnen technisch möglich ist, setzen Sie diesen Tinnituston in eine Dauerschleife. Bleiben Sie ruhig bei 60%, schonen Sie Ihre Ohren. Versuchen Sie dann, einen Satz auszusprechen, sprechen Sie ruhig übers Wetter. Sie werden bemerken, dass es Ihnen schwer fallen wird, Ihre Sätze in ruhiger Art und Weise zu formulieren. Stellen Sie sich jetzt vor, Sie hätten keine Möglichkeit, diesen Ton abzustellen. Wie lange meinen Sie, können Sie das aushalten, ohne aggressiv zu werden? Quälen Sie sich bitte nicht unnötig weiter, brechen Sie das Experiment ab.

Ich könnte das in einer solchen Situation leider nicht.

Zitat Seite 25: »Bis heute, in steigendem Maße, teilweise nicht aushaltbar, leide er an Tinnitus.« Zitatende

Wie kann es sein, dass ein Klaus Leipziger, als Dr.med. und auch seine Mitarbeiter als medizinisches Fachpersonal, das so völlig im Klinikalltag ignoriert haben? An keiner Stelle des »Gutachtens« finde ich einen Vermerk, der ungefähr so hätte aussehen können: »Herr Mollath wurde gefragt, ob ihn sein Tinnitus quälen würde.«

Und können Sie mir die Frage beantworten, liebe Leserinnen und Leser, ob Sie beim Anhören des Tones irgendwelche Stimmen gehört haben, oder ob es sich wirklich nur um einen Ton gehandelt hat? Haben Sie, wenn auch nur ganz leise, Stimmen gehört? Ich kann mich jetzt brüsten, durch langjährige Tinnituserfahrung, da ist einiges drin an Variationen, ein Menièreanfall kündigt sich z.B. durch einen starken Brummton an, aber Stimmen habe ich zu keinem Zeitpunkt wahrgenommen.

Jetzt schauen wir uns noch ein besonderes Zitat aus dem Gutachten an, das Sie auf Seite 26 finden: »Im Rahmen der Begutachtung nicht geklärt werden kann die Wertigkeit des vom Angeklagten in einem Schreiben beschriebenen Symptom des Tinnitus und der hier in der Klinik gemachten Angabe, er würde eine innere Stimme hören, die ihm sage, er sei ein ordentlicher Kerl... Es muss dabei durchaus als möglich angesehen werden, dass der Angeklagte unter Halluzinationen leidet, unter sein Tun und Handeln kommentierenden Stimmen, ohne dass diese Annahme konkret belegt werden könnte.«

Wer ist dieser Klaus Leipziger? Zitat NürnbergWiki:  »Bislang ist unbekannt, wo Klaus Leipziger das Abitur bestand, an welchen Universitäten er Medizin und Psychologie studierte, wo er das Examen mit welcher Examensarbeit bestand und wo und wann ihm die Approbation erteilt wurde. Seine Promotion an der Universität Ulm erfolgte extern während seiner Berufstätigkeit.«

Ein Mann, der in einem »Gutachten« Grundgesetze aushebelt, der die »innere Stimme« als »paranoide Schizophrenie« wertet, der einen Tinnitus ignoriert, der einen Tinnitus für ein Gutachten benutzt, das einen Menschen für Jahre seiner Lebensqualität beraubt, der auf eine, wie mir erscheint, sadistische Art und Weise einen Tinnitusbetroffenen mit diesem »Gutachten« über Jahre der Freiheit beraubt hat? 

Was soll mit einem solchen »Gutachter« geschehen? Sollte er für Stunden in einem engen Raum festgehalten werden und mit dieser Hörprobe auf Stufe 60% (wie wollen es doch nicht übertreiben) dauerbeschallt werden? Oder sollte vielleicht besser der Versuch unternommen werden diese Lücke auf NürnbergWiki zu schließen: »Bislang ist unbekannt, wo Klaus Leipziger das Abitur bestand, an welchen Universitäten er Medizin und Psychologie studierte, wo er das Examen mit welcher Examensarbeit bestand und wo und wann ihm die Approbation erteilt wurde. Seine Promotion an der Universität Ulm erfolgte extern während seiner Berufstätigkeit.«

Das würde mich wirklich interessieren, wo dieser Klaus Leipziger herkommt. Sie auch?

Bleiben Sie mir gewogen!

Ihre

Sylvia B.

Anmerkung: Bitte lesen Sie auch den Beitrag von Oliver García: Fall Mollath: Der Schleier ist gelüftet

Dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Audioeinstellung an meinem Rechner 100% Leistung beträgt. 


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Sonntag, 25. August 2013

188 »Massenmord auf der Osterinsel«

Teil 188 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Die Osterinsel war und ist für mich das friedlichste Fleckchen Erde. Jedes Mal, wenn ich bei meiner Ankunft den Flughafen von Hanga Roa verlassen habe, kam es mir vor, als sei die Zeit irgendwann vor Jahrhunderten stehen geblieben. Jedes Mal kam es mir vor, als beträte ich ein kleines Fleckchen Erde, wo die Hektik unseres Alltags rasch vergessen ist.

Kirche von Hanga Roa
Foto: W-J.Langbein

Jedes Mal bezog ich mein Zimmer ... am liebsten in einer kleinen Pension ... und schlenderte dann die »Hauptstraße« von der Kirche hinab zum kleinen Hafen. Dann wandte ich mich nach rechts und ging die Uferstraße weiter. Gelegentlich knatterte ein Motorrad an mir vorbei ... oder ein stolzer Einheimischer trabte hoch zu Ross querfeldein.

Ich setzte mich zu Füßen einer der Osterinselstatuen ... und ließ die Atmosphäre des Eilands auf mich wirken. Ich empfand eine nicht zu beschreibende Ruhe, eine Stille die ich sonst nirgendwo auf unserem Globus angetroffen habe. Selten gab es eine Störung ... Zum Beispiel, wenn ein kleiner Bus ganz in meiner Nähe hielt und eine Gruppe von Japanern mich als Motiv wählte und emsig fotografierte.

Annäherung an einen Riesen
Foto: Ingeborg Diekmann, Bremen
Wie groß doch diese Osterinselkolosse sind. Bei einer der »kleineren« Statuen musste ich mich auf die Zehenspitzen stellen und den Arm weit nach oben recken, um mit Mühe das Kinn der stoisch drein blickenden Statue zu erreichen. Dabei steckte die Statue noch zu einem erheblichen Teil im Boden!

Und nun saß ich in einer der mysteriösen »Familienhöhlen«, umgeben von seltsamen Statuetten aus Stein und Holz. »Aku Aku Figuren sind keine Aku Akus ...«, erklärte mir geduldig mein Guide. »Aku Akus sehen auch nicht unbedingt aus wie die Figürchen. Aber die Geister können von einem Figürchen Besitz ergreifen und darin wohnen wie in einem Haus ... oder in einem besessenen Menschen!«

»Und Make Make?« fragte ich. Mein Guide ließ den Lichtkegel seiner Taschenlampe über die Decke der Höhle gleiten. Er hielt inne, als das seltsame Gesicht der altehrwürdigen Gottheit auftauchte. »Er rettete mein Volk vor dem Untergang, als Maori Nui Nui im Pazifik versank. Er zeigte seinem Volk die Osterinsel, auf die meine Vorfahren übersiedelten, als ihre Heimat in den Fluten des Pazifik versank.«

Das maskenartige Gesicht des fliegenden Gottes Make Make tauchte in der Höhle immer wieder auf: an der Decke, an den Wänden und auf unterschiedlichsten Steinfiguren. Eine einförmige Miniaturplastik von etwa 20 Zentimetern Durchmesser war aus schwarzem Lavastein gemeißelt.

Deutlich war darauf das Gesicht Make Makes zu erkennen. Ganz ähnliche Zeichnungen gab es einst überall auf der Osterinsel, die meisten davon sind so stark verwittert, dass man sie kaum oder gar nicht mehr erkennt. Ich durfte das seltsam anmutende Kunstwerk in die Hand nehmen. Es kam mir seltsam leicht vor. »Das ist Make Make?«, fragte ich neugierig. »Es sieht so aus, als trage der Gott eine Maske ... oder einen Helm, der nur das Gesicht freilässt ...«, sinniere ich halblaut. »Mit den Augen unserer Zeit gesehen ... ein Taucher oder ein Astronaut!« Mein Guide lacht leise. »Make Make war ein fliegender Gott. Er brachte einen Priester durch die Lüfte zur Osterinsel ...«

Rekonstruktion einer Ritzzeichnung
von Make Make
Foto: Archiv W-J.Langbein 
»Woher kamen denn die ersten Bewohner der Osterinsel?« wollte ich wissen. »Aus dem polynesischen Raum!«, lautete die Antwort. Ich habe auf allen meinen Reisen diese Frage gestellt. Die Antwort war immer gleich: Sie kamen aus dem Atlantis der Südsee. Und das lag einst im Westen der Osterinsel. Einige wenige frühe Siedler sollen von der Osterinsel enttäuscht gewesen sein. Sie wollten wieder in ihre alte Heimat zurückkehren. Sie segelten von der Osterinsel aus Richtung Westen. Was aus ihnen wurde? Wir wissen es nicht.

Vermutlich gab es mehrere »Besiedlungen«. Die ersten Ankömmlinge sollen ein besonderes Merkmal gehabt haben: besonders lange Ohren. Das trug ihnen den Beinamen »Langohren«, im Gegensatz zu den »Kurzohren«. Die »Originalkurzohren«, so heißt es, haben die Kolossalstatuen fabriziert, die die Osterinsel bekannt gemacht haben. Weltberühmt wurden die steinernen Statuen durch den Schweizer Schriftsteller Erich von Däniken.

Wiederholt wurde mir die Geschichte vom Massenmord auf der Osterinsel erzählt ... Seit vielen Jahrhunderten wird sie mündlich überliefert. Die Jungen müssen seit vielen Generationen die Geschichte bei Zusammenkünften der Insulaner zu Gehör bringen, versicherte mir Osterinselexperte Fritz Felbermayer. Wenn sich jemand in der Wortwahl irrte, wurde er von den Älteren korrigiert.

Dispute gab es, wer denn am Anfang kam und wer folgte: Langohren oder Kurzohren? Mir wurde wiederholt versichert: Es seinen die Kurzohren gewesen, die das rätselhafte Eiland erstbesiedelten. Dann aber gab es einen zweiten Schub, Langohren kamen an Land.

Urplötzlich waren die Langohren gekommen. Brachten sie die Bilder von Make Make mit? Stammt von ihnen die rätselhafte Schrift der Osterinsel, die bis heute nicht entziffert werden konnte? Verehrten sie den mysteriösen Make Make, der fliegen und Menschen durch die Lüfte entführen konnte?

Rekonstruktion einer Ritzzeichnung
von Make Make
Foto: Archiv W-J.Langbein
Und ebenso verschwanden sie einst wieder. Wohin? Darüber gibt die mündliche Überlieferung keine Auskunft. Ein von Dr. Fritz Felbermayer aufgezeichneter Mythos hält fest: »Nach dieser Nacht hörte man nichts mehr von ihnen, von den Meistern, die die Statuen geschaffen hatten. Niemand kennt ihr Ende.«

Zurückgeblieben sind unzählige »kleine« Statuen (drei bis fünf Meter), aber auch bis zu über zwanzig Meter hohe Steinriesen ... und Kinder, die aus Ehen zwischen Kurzohren und Langohren hervorgegangen waren. Die Osterinsel wurde aufgeteilt. Das wertvolle Ackerland ging in erster Linie an die Kurzohren. Die kargeren Regionen wurden den »neuen Langohren« zugeteilt ... den Kindern, die aus der Verbindung zwischen Lang- und Kurzohren hervorgegangen waren.

Den Mischlingen aus Ehen zwischen Lang- und Kurzohren blühte ein entsetzliches Schicksal. Eines Tages nämlich, so wird überliefert, starb ein Langohren-Kurzohren-Sprössling – und zwar auf Kurzohrenland. Und dort musste nach religiösem Brauch der »neuen Langohren« der Tote auch bestattet werden, in allen Ehren.

Die Nachfahren des Verstorbenen forderten nun, dass am Sterbeort ein Grabhügel errichtet werden müsse. Mein Guide versicherte mir beim Gespräch in der Familienhöhle: »Die ältesten Grabhügel hatten Pyramidenform. Sie wurden aus Lavastein-Brocken aufgetürmt. Aus diesen Pyramiden wurden im Lauf der Entwicklung schließlich Plattformen. Und dann setzte man auf die Plattformen die Statuen.«

Die Kurzohren reagierten empört. Sie lehnten es ab, auf ihrem Grund und Boden ein Grabdenkmal bauen zu lassen. Dadurch ginge ihnen wichtiges Ackerland verloren. Die Langohren-Kurzohren-Nachkommen mussten auf den Bau einer Grabpyramide verzichten. Aber sie schworen Rache für die erlittene Schmach. Sie ersannen eine heimtückische Hinterlist! Am Berg Poike hoben sie einen tiefen, etwa fünfhundert Meter langen Graben aus und füllten ihn mit dürrem Holz. Ein gewisser Toi musste Wache schieben. Seine Frau, ein Kurzohr, verriet aber den Plan an die Bedrohten. Die beriefen umgehend eine Versammlung ein und beschlossen: Die »neuen Langohren« sollen in der Falle sterben, die sie eigentlich für die Kurzohren vorgesehen hatten.

In der Nacht vor dem geplanten Überfall attackierten die Kurzohren die »neuen Langohren«. Sie trieben die vollkommen Überraschten aus ihren Behausungen, die am nächsten Tag ausgeruht sein wollten, um die Kurzohren zu massakrieren. Jetzt schlugen die Kurzohren brutal auf sie ein und drängten sie mit roher Gewalt zum Graben hin. Sie warfen ihre Opfer hinein und zündeten das Holz im Graben an. Alle Nachfahren der Langohren bis auf einen jungen Mann kamen elendiglich zu Tode, verbrannten bei lebendigem Leibe.

Das Werk der Langohren - Foto: W-J.Langbein
Mein Guide war beim Erzählen spürbar ergriffen: »Ein Massenmord hinterlässt Totengeister. Während die Ermordeten schon längst vergangen sind, sinnen ihre Totengeister auf Rache. Vielleicht kam in den letzten Jahrhunderten so viel Leid über die Osterinsel, weil die Totengeister die Nachkommen der Mörder bestrafen wollten.«

Ich habe auf der Osterinsel eine andere Variante der alten Überlieferung gehört: Demnach kamen die Langohren als Erste auf die Insel und errichteten die Statuen. Es folgten die Kurzohren. Irgendwann verschwanden die Statuenbauer. Zurück blieben die »neuen Langohren«. Von hier an stimmen beide Varianten wieder überein!

Für die meisten Osterinsulaner von heute ist der Bericht vom Massenmord auf der Osterinsel kein unglaubwürdiges Märchen, sondern wahre Historie. Auch Dr. Fritz Felbermayer geht davon aus, dass sich die beschriebenen Ereignisse tatsächlich so abgespielt haben. Anders verhält es sich bei den aus Chile zugereisten Osterinsulanern, die vom »alten Aberglauben« nichts wissen wollen.

Tatsächlich ist bereits seit 1955 genau bekannt, wo einst der Scheiterhaufen zum Himmel loderte. Dr. Carlyle S. Smith machte den inzwischen verschütteten Graben ausfindig und untersuchte ihn. Archäologische Ausgrabungen ergaben: Er wurde einst künstlich erschaffen und ist nicht das Ergebnis eines natürlichen »geologischen Prozesses«. Im Graben selbst, daran kann es nach den wissenschaftlichen Recherchen keinen Zweifel mehr geben, wurde einst Holz gestapelt und angezündet. Dr. Carlyle S. Smith: »Im Graben muss es ein Feuer größeren Ausmaßes gegeben haben.« Schaudern befiel die Wissenschaftlerin. Sie stand am Schauplatz eines brutalen Massenmordes. Sie hatte den wissenschaftlichen Beweis dafür erbracht, dass es sich bei den mündlich überlieferten Geschichten um glaubhafte Quellen handelt.

Und ich saß in einer der »Familienhöhlen« ... Mein Guide erzählte mir vom Massenmord auf seiner Insel. »Nachdem die Flammen erloschen waren, fanden sich noch viele Knochen und Totenschädel. Die Gebeine wurden zerschlagen und in Höhlen versteckt.« Ob er denn wisse, wo noch solche Knochen zu finden seien? Mein Guide schwieg und mahnte zum Aufbruch. Beim Verlassen der Höhle sah ich, fahl im Taschenlampenlicht leuchtend ... Knochen in Nischen liegen ...

Wenn sie nur reden könnten ... Foto: W-J.Langbein

Literatur

Agassiz, Alexander: »Reports on the scientific results of the
expedition to the eastern tropical Pacific«, Cambridge 1906
»Berliner Zeitung«: »Autobahnkapelle für vagabundierende
Frühgallier«, Ausgabe 11. 03. 1997
Churchill, William: »Easter Island«, Washington 1912
Felbermayer, Fritz: »Sagen und Überlieferungen der Osterinsel«,
Nürnberg o.J.
Grey, George: »Polynesian Mythology«, London 1993
Joseph, Frank: »Editorial: Vindication at Easter Island«,
»Ancient American«, Nr. 12/ FebruaryFebruary/ March 1996, Colfax,
Wisconsin, USA
Lavachery, Henri: »Easter Island«, Smithsonian Institution, 1936
Metraux, Alfred: »Ethnology of Eatser Island«, Honolulu,
Hawaii 1971
Schmidt, Hans: »Die Steinbilder-Typen der Osterinsel und ihre
Chronologie«, Hamburg 1927
Willis, Roy (Hrsg.): »World Mythology«, London 1993

»Spuk auf der Osterinsel«,
Teil 189 der Serie »Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 01.09.2013



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