Sonntag, 15. Dezember 2013

204 »Noch mehr Saurier, Teil I«

Teil 204 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein



Mensch auf Saurier, Spinne (Siehe Kreis/ Pfeil)
Foto: Walter-Jörg Langbein

Eine dicke Spinne senkt sich an langem seidenen Faden von der Decke herab. Schwaches Licht erhellt den sich scheinbar in der Unendlichkeit verlierenden Gang. Rechts und links reicht ein schier unendlich langes Regal vom Boden bis zur Decke. Tausende und Abertausende von Tonfiguren sind in jeder Etage der Regale aneinander gereiht. Dicht an dicht, mehrere hintereinander.

Bei meinem ersten Besuch in der Geheimkammer von Prof. Javier Cabrera (1924-2001) in seinem Museum, Ica, Peru,  habe ich nur kurz Gelegenheit heimlich zu fotografieren. Hastig ist mein Fotoapparat ausgepackt, das Zusatzblitzlicht aufgeschraubt. Seltsam, der Blitz wird nicht ausgelöst. Nervös überprüfe ich die Kontakte, ziehe den Blitz aus der Halterung, schiebe ihn wieder hinein. Endlich klappt es. Ein seltsames Knistern... und schon wird ein Teil des unheimlich wirkenden Korridors in gespenstisches Licht getaucht.

Ich fühle mich in einen amerikanischen Horrorfilm versetzt, bei dem auch immer wieder Blitzlichter eine gruselige Szenerie kurz aus dem Dunkel auftauchen lassen. Die Fantasie spielt verrückt. Was habe ich wirklich gesehen, was habe ich mir nur eingebildet? Waren da nicht eben Saurier aus Ton zu erkennen? Saurier im Geheimarchiv eines Museums, womöglich Jahrtausende alt... ist das möglich?

Was da in den Regalen steht, ist nur zu erahnen. Es sind Kreaturen, die eher aus Albträumen stammen, als aus der Wirklichkeit. Da gibt es monströse Urtiere, Hunderte in Ton gearbeitet. Wer soll diese Masse an Kunstwerken geschaffen haben? Da sind Saurier dargestellt, auf denen Menschen reiten.

Cabreras Geheimkammer - Foto: Walter-Jörg Langbein

Saurier auf denen Menschen reiten ... sind natürlich eine Unmöglichkeit. Mensch und Saurier waren niemals Zeitgenossen, darin sind sich alle seriösen Wissenschaftler einig. Also kann es sich bei eben solchen Darstellungen nur um Fälschungen handeln, keineswegs um alte Artefakte aus rätselhaften Zeiten! Und so posaunierte die Gilde der Skeptiker in die Welt hinaus, dass die Sammlung von Prof. Javier Cabrera von keinerlei Bedeutung sei. „Alles Fälschungen!“, verkündeten Experten und solche Zeitgenossen, die gern welche wären. Angeschaut hat sich keiner dieser Skeptiker die Artefakten-Sammlung Cabreras vor Ort. Wenn überhaupt, dann „studierte“ man Fotos, um zu einem vernichtenden Urteil zu kommen.

Wer sind nun diese Skeptiker? Skeptiker sind nicht, wie der Name vermuten ließe, Menschen, die die herkömmliche Lehrmeinung der Schulwissenschaften skeptisch betrachten. Als Skeptiker bezeichnen sich vielmehr besonders der Schulwissenschaft verpflichtete Erzkonservative, die keinerlei Zweifel an der aktuellen Lehrmeinung zulassen. Mir sind schon viele Skeptiker begegnet. Sie alle huldigten – fast wie religiöse Sektierer – der Schulwissenschaft. Zweifler am Bild von der Vergangenheit der Menschheit scheinen für diese Skeptiker so etwas wie Häretiker zu sein, die es mit Eifer und Arroganz zu bekämpfen gilt.

Vor Jahrhunderten landeten Ketzer der religiösen Art in Folterkammern und auf Scheiterhaufen. Skeptikern unserer Tage stehen nur noch weniger drastische Mittel zur Verfügung: Wer anderer Meinung ist als sie, wird lächerlich gemacht, angefeindet und als unglaubwürdig diffamiert. So ein Ketzer war Prof. Javier Cabrera für die Gilde der Skeptiker von Anfang an. Nikolai Grube, ein anerkannter Maya-Forscher, fordert: „Wir müssen auch bereit sein, unsere sicher geglaubten Erkenntnisse mal über Bord zu werfen. Eines Tages wird man vielleicht auch über das lachen, was wir glauben, über die Dinosaurier zu wissen.“ (1)

Unmengen von Tonfiguren. Foto Walter-Jörg Langbein

Dazu sind aber die „Skeptiker“ offenbar nicht bereit. Sie haben ein fest gefügtes Weltbild, wovon sie überzeugt sind. Nicht wenige „Skeptiker“ erinnern mich an verbissene Sektierer, die ihren Glauben als das Nonplusultra ansehen. Was nicht in das Schema ihres Glaubens passt, kann nicht echt sein. Das darf nicht echt sein!

Nikolai Grube hat Recht! Seriöse Wissenschaft wird nie den Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben. Jede wissenschaftliche Erkenntnis gilt nur so lange als richtig, bis sie widerlegt wird. Das gilt natürlich auch für unser Wissen über die Saurier. Bislang gilt, dass Saurier und Menschen keine Zeitgenossen waren. Als es die ersten intelligenten Menschen gab, waren die Saurier längst ausgestorben.

Ich lasse das Blitzlicht meines Fotoapparats noch einmal den langen Korridor im Privatmuseum von Prof. Cabrera. Einige Schwarzweißaufnahmen entstehen. Ich gehe einige Schritte in den Gang hinein. Ich lasse den Finger aus Licht meiner kleinen Taschenlampe über die Artefakte gleiten. Da sind Hunderte, Tausende Tonfiguren. Da erkenne ich kleine Gruppen. Kleine,  irgendwie Angst einflößende Wesen stehen um „Tische“ herum, auf denen Wesen liegen. Offenbar werden an den Liegenden medizinische Eingriffe vorgenommen. Wer operiert da wenn? Und wann wurden diese seltsamen Ensembles aus Ton angefertigt? Vor Jahrtausenden?

Und dann sind da Saurier, Saurier.. und noch mehr Saurier. Damit nicht genug. Es wurden – vor Jahrtausenden? – nicht nur Saurier erschreckend realistisch modelliert! Da gibt es auch Darstellungen von Menschen und Sauriern in schöner Eintracht, als Zeitgenossen! Skandalös! Unmöglich? Wenn diese Tonfiguren echt sind, muss die eine oder die andere wissenschaftliche Lehre in Sachen Vergangenheit der Menschheit drastisch revidiert werden. Aber sind die Figuren echt?

Operationen am laufenden Band
Foto: Walter-Jörg Langbein
Ich packe meinen Fotoapparat wieder ein. Verlasse den mysteriösen Korridor. Im Licht meiner Taschenlampe sehe ich in einem Pappkarton einen Ton-Saurier, der sich aufbäumt. Direkt vor ihm steht ein Mensch mit seltsamem Kopfschmuck. Er hat so etwas wie einen „Stock“, mit dem er auf den Saurier zielt. Sollte da ein Mensch bei der Jagd auf Saurier in Ton modelliert worden sein? Wann? Vor Jahrtausenden?

Plötzlich ist Prof. Javier Cabrera wieder da, der mich kurz im Allerheiligsten seines Museums allein gelassen hat. „Sie haben nicht fotografiert?“, fragt er eindringlich. „Sie haben keine Fotos gemacht?“, fragt er weiter. Bevor ich auch nur antworten kann, lacht er: „Veröffentlichen Sie sie nicht!“ Ich nicke. Jahre später, bei einem weiteren Treffen, gibt mir Prof. Cabrera die Gelegenheit, zu fotografieren. Und ich darf Fotos – als erster Sachbuchautor überhaupt – in meinem Buch „Bevor die Sintflut kam“ veröffentlichen.

Ich frage Prof. Cabrera, ob ich mir einige wenige Proben aus seiner Sammlung mitnehmen darf, um sie wissenschaftlich datieren zu lassen. „Drei Stückchen!“ gestattet er mir. So gehe ich wieder zurück in den Korridor. Natürlich werde ich keine der unzähligen Figuren beschädigen.


Ich gehe noch einmal in den Gang, lasse den Kegel meiner Taschenlampe über unzählige Figuren und Figürchen gleiten. Dicht gedrängt stehe sie, Stück an Stück. Einige sind eindeutig als Saurier zu erkennen. Wer mag diese Kunstwerke geschaffen haben? Und wann? Andere wirken wie Monster aus albtraumhaften Horrorfilmen unserer Tage. Nicht definierbare Kreaturen aus uralten Zeiten... wer hat sie modelliert?

Saurier ... Monster ... Foto: Walter-Jörg Langbein

Natürlich werde ich von keiner intakten Figur etwas abbrechen. Aber es gibt eine Vielzahl von kleinen Bruchstücken. Drei davon wähle ich aus. Prof. Cabrera erlaubt mir, sie mit nach Deutschland zu nehmen.

„Was werden Sie mit den Proben machen?“, fragt mich Prof. Cabrera ernst. „Ich werde sie von drei verschiedenen Instituten untersuchen und ihr Alter bestimmen lassen!“, antworte ich. „Und dann?“ Ich stutze. Bis heute habe ich die Tonteile nicht datieren lassen. Warum nicht? Könnten doch die Datierungen die Echtheit von Cabreras Sammlung beweisen. Wirklich?

Diese drei kleinen Proben durfte ich mitnehmen
Foto: Walter-Jörg Langbein

Mir wurde versichert, dass die Proben datiert werden können. Es könne aber sein, dass die kleinen Proben beim Prozess der Altersbestimmung vollkommen zerstört werden. Und wenn das nicht der Fall sei, wollte mir niemand garantieren, dass ich die mysteriösen Mitbringsel aus Cabreras Museum zurück erhalte.

Zwei Möglichkeiten gibt es. Die Datierung der Tonstückchen ergibt ein hohes Alter... oder nicht. Wenn die Altersbestimmung ergibt, dass die drei Stückchen nur wenige Jahre oder Jahrzehnte alt sind, wird das die Skeptiker entzücken. „Cabreras Artefakte sind Fälschungen!“, werden sie frohlocken, sich auf die eigene Schulter klopfen.. „Wir haben es ja gewusst!“ Wenn die Proben aus Cabreras Sammlung aber Jahrtausende alt sein sollten, wird das die ablehnende Haltung der Skeptiker nicht erschüttern. „Wer sagt denn, dass die Tonstückchen tatsächlich aus Cabreras Museum stammen?“, werden sie einwenden.

Eine der drei Proben
Foto: Walter-Jörg Langbein
Und deshalb wurden bis heute die Mitbringsel aus Prof. Cabreras Sammlung nicht analysiert. Es scheint Taktik der „Skeptiker“ zu sein, Fundstücke, die es nach  offizieller Lehrmeinung gar nicht existieren dürften, als plumpe Fälschungen abzutun. Das wird entsprechend laut verkündet, so dass sich kaum ein seriöser Wissenschaftler traut,  „anstößige" Fundstücke aus grauer Vorzeit näher zu untersuchen. Skeptiker müssen derlei Objekte nicht unter die Lupe nehmen. Weil sie ja falsch sind... weil sie falsch sein müssen!


Fußnote
1 zitiert in Bürgin, Luc: Lexikon der verbotenen Archäologie, Rottenburg 2009, Seite 65

»Noch mehr Saurier«, Teil II,
Teil 205 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 22.12.2013




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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Gerit Bertram – Großartiges Kopfkino für Freunde historischer Romane

Walter-Jörg Langbein stellt Gerit Bertram vor - Exklusivinterview mit Gerit Bertram

Wer historische Romane liebt, kommt an Gerit Bertram nicht vorbei. Wer Spannung mit einer Spur Romatik sucht, wer wie in einer Zeitmaschine in interessante Epochen der Vergangenheit reisen möchte, der greife zu den Werken von Gerit Bertram. Er wird nicht enttäuscht werden!

Peter Hoeft und Iris Klockmann alias Gerit Bertram ...
eben aus einem ihrer Romane entsprungen...

Und das haben schon viele Leserinnen und Leser erkannt. »Das Lied vom Schwarzen Tod«, »Die Goldspinnerin«  und »Das Gold der Lagune« von Gerit Bertram sind zu Bestsellern geworden. Die Schar der Gerit-Bertram-Fans wächst ständig.

»Das Lied vom Schwarzen Tod« entführt uns in das Nürnberg des Jahres 1522. Die Eltern der Protagonisten Anna und Sebastian Stoibling sind von der Pest dahingerafft worden. Anna muss in ein Kloster der Dominikanerinnen eintreten, Sebastian wird Mitglied einer militanten Bruderschaft, die unter der Führung eines Gurus brutal gegen Anhänger Luthers vorgeht und vor grausamen Verbrechen nicht zurückschreckt. Anna gelingt die Flucht aus dem Kloster, Korbinian wendet sich von der Bruderschaft ab. Beide werden zu Gehetzten…

»Die Goldspinnerin« spielt in Lübeck. Anno 1396 führen die Goldspinnerin Cristin Bremer und ihr Mann Lukas eine gut gehende Werkstatt. Als den Eheleuten eine Tochter geboren wird, sieht alles nach einem romantischen Happy End aus. Doch dann wird Lukas vergiftet, Cristin als Mörderin und Hexe angeklagt. Das Schicksal der jungen Frau scheint somit besiegelt zu sein. Die Anklage lässt Cristin keine Chance. Der Henker soll seines Amtes walten. Doch der Sohn des Henkers Baldo kann nicht glauben, dass Cristin eine kaltblütige Mörderin ist…

»Das Gold der Lagune« ist die von vielen Fans von Gerit Bertram sehnlichst gewünschte Fortsetzung der »Goldspinnerin«…. Ein packender »Roadmovie« fürs Kopfkino. Anno 1399 beginnt eine abenteuerliche Reise, die über die Alpen nach Venedig führt... in einem packenden Roman, historisch bestens recherchiert, spannend geschrieben, sehr unterhaltsam und dabei auch informativ.

Lesend werden wir in die Vergangenheit versetzt, bestens unterhalten. Eigentlich müssten die Werke von Gerit Bertram mit einem Warnhinweis versehen werden: Vorsicht, die Lektüre kann süchtig machen. Wer einen Gerit Bertram verschlungen hat, möchte gleich den nächsten lesen.
Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares. Die beiden Bestsellerautoren haben sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennengelernt. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen.

Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt mit Frau und Sohn in der Nähe von Hannover.

Exklusivinterview mit Iris Klockmann und Peter Hoeft


1.) "Gerit Bertram" ist ein "offenes Pseudonym". Was bedeutet das?

Peter: Ein offenes Pseudonym heißt in unserem Fall: im Klappentext und auf der Verlags-Website steht als Autorename nicht nur der Autorenname Gerit Bertram, sondern auch, dass es sich bei uns um ein Autoren-Paar handelt. Außerdem unsere echten Namen Peter Hoeft und Iris Klockmann und einige Informationen über uns wie unsere Wohnorte und die Berufe, in denen wir tätig waren.

2.) Wie entstand Euer "Autoren-Duo"?

Peter: Iris und ich haben uns 2007 in einem Autoren-Forum kennen gelernt, das inzwischen nicht mehr besteht.

Iris: Damals habe ich Peter angeschrieben, er suchte einen Schreibpartner für ein sehr interessantes Projekt. Wir haben es versucht und es hat sofort funktioniert. Ein echter Glücksfall!

3.) Warum schreibt Ihr historische Romane?

Peter: Es macht uns einfach Spaß, in die Geschichte einzutauchen und innerhalb der Historie Geschichten zu erfinden, oft auch mit Personen, die damals gelebt haben, etwa der polnischen Herrscherin Jawiga in Die Goldspinnerin und Das Gold der Lagune oder Albrecht und Agnes Dürer in unserem aktuellen Roman Das Lied vom Schwarzen Tod.

Iris: Genau. Außerdem finde ich das Genre besonders spannend, denn wir können immer Rückschlüsse ziehen, wie sich unser Leben und Denken im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und was wir mit unseren Ahnen gemeinsam haben.

4.) Wie bereitet Ihr Euch vor, wie recherchiert Ihr?

Peter: Zur Information über eine bestimmte Stadt, das Leben der Menschen dort usw. nutzen wir alle Möglichkeiten, die sich uns bieten. Das sind Recherchereisen - zum Beispiel nach Venedig, Nürnberg und Frankfurt -, vor allem aber Fachliteratur, die wir bestellen und nicht zu vergessen Artikel im Internet. Manchmal schreiben wir auch Sachbuchautoren und bestimmte Institutionen an, in der Hoffnung, dass diese bereit sind, unsere Fragen zu beantworten. Das ist leider nicht immer der Fall. Gespräche mit Historikern und Archäologen. Iris hat sich für unseren Erstling Die Goldspinnerin auch an ein Spinnrad gesetzt und sich an diesem Handwerk versucht.

Iris: Ja, und ich bin jämmerlich gescheitert. Meine Bewunderung für die Frauen aus dem Mittelalter kennt keine Grenzen. Mir war es einfach wichtig herauszufinden, wie die Spinnerei funktioniert. Wie geht es besser als es selbst zu versuchen?

5.) Wie arbeitet Ihr?

Peter: Zunächst ist da eine Idee, die uns irgendwie "zufliegt". Wenn wir der Meinung sind, die Geschichte hätte Potenzial, entwickeln wir sie gemeinsam weiter und erstellen ein Exposé. Seit unserem dritten Roman schreiben wir auch einen Szenenplan mit einer Charakterisierung aller wichtigen Personen, an dem wir uns dann während des eigentlichen Schreibens entlang arbeiten.

Beim Schreiben sprechen wir uns fast täglich per Telefon oder Mail ab, wer wann wie und womit weitermacht. Iris hat mal in einem Interview gesagt, ich sei gewissermaßen der Baumeister und sie für die Innenausstattung zuständig. Das trifft es recht gut. Es bedeutet in etwa: ich beginne mit einer Szene, schildere den Schauplatz und die Situation. Dann schicke ich Iris die Datei und sie füllt die von mir grob geschriebene Szene mit Atmosphäre und Interaktion.

Iris: Gut erklärt, Partner. Danach feilen wir so lange an der Passage, bis wir beide zufrieden sind.

6.) Habt Ihr Vorlieben für bestimmte Epochen der Geschichte?

Peter: Bisher spielen unsere Romane im Mittelalter und in der Zeit der Reformation. Ich könnte mir aber auch einen Stoff vorstellen, der um 1900 spielt.

Iris: Ich finde auch die Antike und die prähistorische Zeit total interessant. Wenn diese Epoche wieder mehr in den Blickwinkel der Leser rücken würde, wäre das schön. Es gibt noch so viele antike Geschichten, die noch nicht erzählt worden sind.

7.) Was ist Euer Lieblingsbuch (aus Eurer "Feder")?

Peter: Wenn ich mich schon festlegen muss: Mir ist besonders unser Erstling Die Goldspinnerin ans Herz gewachsen, gefolgt von unserem neuesten Buch Das Lied vom Schwarzen Tod. Es ist Mitte des Jahres als Club-Premiere erschienen und kommt im Frühjahr bei Blanvalet als Paperback heraus. Zu unserem vierten Roman habe ich gewissermaßen noch keine Beziehung entwickelt, da er noch unlektoriert ist und erst 2015 erscheint.

Iris: Ich weiß nicht. Ich mag, glaube ich immer das Manuskript am liebsten, an dem wir gerade arbeiten.

Das Autorenteam, zeitgenössisch....

8.) Wird es Fortsetzungen zu Euren Romanen geben?

Peter: Bisher ist in dieser Hinsicht nichts geplant.

Iris: Stimmt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Leben ist bunt.

9.) Woran arbeitet Ihr momentan?

Peter: Unser viertes Romanmanuskript liegt beim Verlag und wird im nächsten Jahr lektoriert. Es soll 2015 erscheinen und spielt im 16. Jahrhundert in Regensburg und Frankfurt. Die Protagonistin ist eine junge Jüdin. Außerdem haben wir in diesem Roman etwas Neues ausprobiert, was uns laut unserer Agentur gut gelungen ist. Mehr wird noch nicht verraten.

Iris: Richtig, und wir sind sehr gespannt, wie unsere lieben Leser darauf reagieren werden.

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