Einige Beispiele:
- Tischsitten in China folgen besonderen Regeln. Es ist nicht selten, dass auch bei Geschäftsessen Schmatzer und Rülpser zu hören sind. Auch das Säubern der Zähne, Gurgeln mit Tee und lautes Sprechen sind bei Tisch nicht ungewöhnlich. Auf solche - für Europäer eher ungewöhnliche Vorkommnisse - muss man sich einstellen und man sollte dabei keine Miene verziehen. Tunlichst unterlassen sollte man aber in China ungehöriges Verhalten, wie z.B. öffentliches Schnäuzen. Dies wird in China als abstoßend empfunden und so sollten Sie zum Naseputzen besser grundsätzlich hinausgehen.
- In China gelten die Fuß- oder Schuhsohlen als der niederste Teil des Körpers. Zeigen Sie daher nie mit dem Fuß auf etwas und schieben Sie auch keine Gegenstände mit diesem vor sich her. Beachten Sie dieses Tabu stets, auch wenn Sie die Beine übereinanderschlagen.
- Der chinesische Symbolglaube ist ungeheuer stark. Gerade hier lauern viele Fettnäpfchen für Europäer. Seien sie also vorsichtig mit weissen Kleidungsstücken (Trauerfarbe), geschenkten Uhren (sind in China ein Beerdigungsgeschenk) oder zu billigen Geschenken (Chinesen lieben Luxusgüter). Beachten Sie auch (chinesische) Unglückszahlen und Farbsymbolik.
- Indirekte Kommunikation spielt in China eine grosse Rolle. Ein "Ja" bedeutet in China nicht unbedingt auch Zustimmung. Machen Sie sich daher mit der chinesischen Art der indirekten Kommunikation vertraut. Nur wer dies in Verbindung mit dem Harmoniestreben in China durchblickt, wird auch Chinesen richtig verstehen lernen.
- Auch das chinesische Hierarchiedenken ist für viele Deutsche gewöhnungsbedürftig. Fehler bei der Beachtung von Hierarchien führen oft zu schweren Beeinträchtigungen in den Beziehungen zwischen Deutschen und Chinesen.