Samstag, 8. Juni 2013

Das Männlein mit dem Popel an der Backe – Ein Mutmachtext von Sylvia B.

Illustration: Sylvia B.
er ist das männlein
das schon in der schule
immer einen popel
an der backe hängen hatte

und bestimmt hat ein kind
das so aussah
oder so lachte
oder so ging wie du
ihm damals im sandkasten
ein butterbrot geklaut

und jetzt hat er sich
zu irgendeinem kleinen leiter
von was weiß ich hochgebuckelt

zu hause
hat sie das sagen
und er das schweigen

ich wette mit dir
der holt sich heimlich
auf dem klo einen runter
wenn du gleich
sein büro verlassen hast

denn du
willst was
von ihm

er braucht nicht unbedingt
wenn er nicht will
er könnte aber
wenn er wollte
das gibt ihm macht

Illustration: Sylvia B.
und in seiner verstrahlten phantasie
lässt er dich
auf allen vieren vor sich rutschen
und bitte bitte machen
und seine phantasie hebt seine potenz
lässt ihn endlich wieder
seinen besten freund erahnen

zieh ihn über den tisch
stopf ihm eine stulle ins maul
und dann sag ihm
dass er einen popel an der backe hat


aus:
Sylvia B.
der tiger am gelben fluss: Texte und Illustrationen

nimm es nicht persönlich: Poetische Texte und erotische Bilder



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Montag, 3. Juni 2013

Fido Buchwichtel und die menschliche Heilkunde

Hallo liebe Leute!

Wie schnell die Zeit vergeht! 
Es ist Montag und
Fido Buchwichtel
bringt Euch Menschen den
Bestseller der Woche
aus dem Wichtelland.

Auch Wichtel können krank werden, oder sogar chronisch krank sein. Diesen armen Wichteln zu helfen ist oberste Aufgabe unserer Kräuterwichtel. Meist sind es weise Wichtelfrauen, die mit Rat und Tat und durch ganz altes Wissen heilen. Es gibt also seriöse Kräuterwichtel aber auch Quaksalbertrolle und es gibt Sinn, letztere nicht aufzusuchen. Es sei denn, die Eitelkeit treibt seltene Blüten. Wie das Beispiel der Wichtelin Susa aufzeigt, die sich ihre Hupen bei einem Quaksalbertroll mit minderwertigen Gerstensplitt hat ausfüllen lassen. Darüber habe ich schon in abschreckender Weise hier berichtet. 

Kein Wichtel, der auf sich hält, sucht einen Quaksalbertroll auf. Es ist sogar so, dass erkrankte Trolle, wenn auch nur heimlich, Rat bei Kräuterwichteln suchen, so sie denn ein Zipperlein plagt. Daran können wir erkennen, dass selbst die Trolle auf die Heilkunde ihrer Spezies nichts geben.

Der Bauer erkennt seine Schweine am Gang, wir jeden Troll schon aus weiter Entfernung am Gestank. Bei Euch Menschen scheint eine Abgrenzung und damit das Erkennen von Schein und Sein nicht so leicht möglich zu sein, wie wir aus dem Buch
 menière desaster: der Feind in meinem Innenohr
lernen können.


Die Menschenautorin Sylvia B. beschreibt darin, dass sie fast zwei Jahrzehnte lang keine Hilfe bei den menschlichen Heilberuflern fand. Was mich besonders berührt hat, sie hatte einen Arzt gefragt, ob ihr Drehschwindel vielleicht Morbus Menière sein konnte und der hat sie ausgelacht. Und 20 Jahre und viele Anfälle später steht diese Diagnose. Nun ist diese Erkrankung und die Ursache weitgehend unbekannt. Sie gilt als unheilbar. Dieser Arzt hätte ihr zu diesem Zeitpunkt nicht helfen können, aber musste er sie auch noch seelisch so fertig machen? In dem er sie auslacht? Wie vermessen, wie brutal ist das?

Und noch ein Gedanke kam mir in den Sinn. Scheinbar war sie und ihre Arbeitskraft noch einigen Menschen nützlich. Was, wenn das nicht der Fall gewesen wäre? Es wäre sicher ein Leichtes gewesen, sie in der Obhut der Seelendoktoren verschwinden zu lassen. Ich muss da an den armen Gustl Mollath denken, diese Geschichte macht im Wichtelland die Runde! Dieser Gedanke ist so abwegig nicht, denn bei Euch Menschen gibt es Gutachter, die viel Zeit mit Modellautos verbringen und deren Beurteilung mancher vermeintlicher Bauermörder darum völlig daneben gegangen ist.

Wir Wichtel lernen auch durch Eure Fehler, liebe Menschen. Darum werden wir auf der Hut sein und darauf achten, dass hier im Reich der Wichtel die Quacksalbertrolle niemals die Hoheit über die Zwangsjacken bekommen.

menière desaster: der Feind in meinem Innenohr der Bestseller der Woche aus dem Wichtelland: Kaufen! Lesen! Weiterempfehlen!
Ich wünsche Euch eine gesunde Woche!

Winke winke Euer

Fido Buchwichtel

Nicht vergessen:
»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

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