Sonntag, 20. März 2016

322 »Tod im Feuerball«

Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Priesterarchitekten bauten Tempel ...

Der Terminus »Gott« ist im christlichen Abendland ausschließlich positiv besetzt. In Indien ist das anders. Seit Jahrtausenden weiß man dort, dass die himmlischen Wesen auch durchaus negative Eigenschaften hatten. Sie kamen selten miteinander aus, bekämpften sich heftig. Fachkundige Experten berichteten mir in New Delhi, dass sich unterschiedliche Göttergruppen unterschiedlichen Menschengruppen zuwandten und mit Waffen belieferten. In der Wahl ihrer Mittel waren die »Himmlischen« nie zimperlich. Zahllose Berichte von Götterkämpfen und Kriegen sind in heiligen Büchern überliefert. Sie erinnern uns an heutige Science-Fiction-Filme a la Steven Spielberg.

Wir lesen von riesigen Weltraumstädten, die ihre Bahnen um die Erde zogen. Götter kämpften gegen Menschen, Götter bekriegten aber auch Götter. Im Vergleich zu den »Heiligen Büchern« der altindischen Literatur mutet die Bibel wie ein schmales Bändchen an. Die sakralen Epen sind von so gewaltigem Umfang, dass die Originale kaum gelesen werden. Im Verlauf der Jahrhunderte entstanden immer wieder extrem stark gekürzte Fassungen der Originaltexte und sehr stark gestraffte Nacherzählungen. Das »Srimad-Bhahvatam« zum Beispiel liegt in einer zwölfbändigen Fassung vor. 18.000 Verse bieten eine nicht zu überblickende Fülle von Informationen, auch in Sachen Flugmaschinen der Götter. (2)

Foto 2: Nachbildungen von »Vimanas«

Im X. Gesang erfahren wir einiges über Salva und ein außerirdisches Raumschiff, das auch von Menschen geflogen werden kann. Liest man die Schilderungen der Flugmanöver dieses fliegenden Götterschiffs, so wird man an Berichte heutiger »UFOs« und ihrer Flugmanöver erinnert. Worum geht es? Salva, mächtiger König, glaubte nicht an einen Sieg im Kampf gegen die Stadt Dvaraka. Doch außerirdische Hilfe stand zur Verfügung. König Salva hatte konkrete Vorstellungen und Wünsche (1): Ein Flugvehikel musste her, dass so gut wie unzerstörbar war. Gesteuert werden sollte es mit der »Willenskraft des Piloten«. Allein der Anblick des Raumschiffs musste die Feinde erstarren lassen. Maya Danava konstruierte das Gewünschte auf dem Planeten Talatala und stellte es Salva zur Verfügung.

Foto 3: »Vimana« nach Kanjilal
Salva konnte es fliegen und attackierte wiederholt die Festungsstadt Dvaraka. Blitzschnell vollführte das außerirdische Flugvehikel die verrücktesten Manöver. Wirbelnd bewegte es sich hin und her. Hatte man das Ding eben noch am Boden gesehen, stieg es schon wieder empor in den Himmel, wurde auf einem Berg gesichtet und dann sofort wieder im Meer. Das fantastisch anmutende Vehikel muss sehr viel vielseitiger gewesen sein als zu Beginn des dritten Jahrtausends erst möglich ist. Von »UFOs« allerdings liegen nicht minder utopisch anmutende Schilderungen vor.

Arjuna, Sohn des Himmelsgottes Indra war – das erfahren wir aus dem monumentalen »Bhagavad Gita« (»Gesang des Erhabenen«) – enger Vertrauter des Gottes Krishna. Arjuna griff vehement das riesengroße Raumschiff Hiranyapurna an. Die angegriffenen Götter wehrten sich erbittert, starteten ein fliegendes Kampfgeschwader, ausgestattet mit furchteinflößenden Waffen. Arjuna freilich ließ sich nicht beirren. Er feuerte ein »Raketengeschoss« ab, das exakt ins Ziel traf. Die Weltraumstadt explodierte und wurde in Stücke gerissen. Brennend und qualmend stürzten die Trümmer auf die Erde. Einige mögen auf dem Land eingeschlagen sein, die meisten versanken im Meer.

Foto 4: »Vimanas« in Stein (Tanjore, alias Thanjavur, Nadu)

Derlei kriegerische Auseinandersetzungen wurden in enormer Höhe, im erdnahen Weltraum ausgefochten, aber auch in geringeren Höhen. So vermeldet das heilige Epos »Bhagavata«, dass Salva einst die Stadt Dvaraka mit seinem Flugzeug angriff und mit Geschossen überschüttete. Krisna versuchte, rettend einzugreifen. Er lockte den Angreifer von der Stadt weg und verwickelte ihn in eine Luftschlacht.

Salva fühlte sich eindeutig unterlegen und versuchte sein Heil in der Flucht. Womöglich wurde er getroffen. Seine Flugmaschine mag beschädigt worden sein. Kurzzeitig landete er im Meer, stieg aber kurz darauf bereits wieder mit enormer Geschwindigkeit empor, bis in eine Höhe von 1.300 Metern. Krishna zeigte kein Mitleid. Er feuerte ein Raketengeschoß ab. Salvas Los war entschieden. Er konnte der Gefahr nicht entrinnen. Die Rakete folgte ihm, wurde vom Geräusch von Salvas Flugzeug gelenkt. Salva starb in einem glühenden Feuerball. (3)  In verschiedenen heiligen Büchern Indiens gibt es deutliche Hinweise auf Wissen, das nicht von dieser Erde stammt.

Foto 5: Noch ein »Vimana« nach Kanjilal

Im November 1995 reiste ich mehrere Wochen durch Indien. Ich besuchte verschiedene Bibliotheken, in denen die »heiligen Bücher« des Landes aufbewahrt werden. Zu den interessantesten Texten gehört ohne Zweifel das »Vymaanika Shaastra«, dessen Urfassung nach Überzeugung von Gelehrten wie Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein soll. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Foto 6: Altindisches Flugvehikel
Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er – wie auch ich – einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte. Die altindischen Texte, so versicherte mir Prof. Kanjilal, berichten immer wieder, dass einst Götter zur Erde kamen, um die Menschen zu studieren. Um nicht aufzufallen, tarnten sie sich dabei als Menschen. Himmelsfahrzeuge –  »Vimanas« genannt – waren nach den Berichten der alten Texte alles andere als selten. Allein in der Schilderung von Arjunas Reise durch zahlreiche himmlische Regionen und sternenreiche Gefilde des Firmaments wurden Hunderte von Himmelsschiffen gesichtet. Im bekanntesten indischen Epos, dem Mahabharata, tauchen sie – so Professor Kanjilal – an 41 Stellen auf. Die rund 100.000 Doppelverse des höchst umfangreichen Werkes wurden vermutlich zur Zeitenwende schriftlich niedergelegt. Es basiert aber auf mythischen Quellen, die womöglich einige Jahrtausende älter sind.

Beschreibungen von Raumschiffen finden sich noch heute in den heiligen Büchern Indiens. Sie müssen vor Jahrtausenden zum Alltag gehört haben, offenbar wie zu Beginn des dritten nachchristlichen Jahrtausends Flugzeuge eine Selbstverständlichkeit sind. Weil wir uns offenbar nach wie vor für die Krone der Schöpfung halten, wollen wir nicht glauben, dass es schon vor Jahrtausenden Raumfahrt gab: und das in einem Umfang, wie wir es nur aus Zukunftsromanen kennen. Doch zurück ins alte Indien:

Die schriftkundigen Sthapatis waren höchst vielseitige Theologen. Sie waren für die Rituale in den
Foto 7: Risszeichnung »Vimana«
Tempeln zuständig und berieten die Gläubigen in allen Lebensfragen. Außerdem wussten sie gut Bescheid über die Raumschiffe und Flugzeuge der Götter. Als Priester konnten sie die entsprechenden Texte auswendig zitieren, in denen die Flugapparate und Raumstädte vorkommen. Ihnen standen gewaltige Bibliotheken zur Verfügung, denen sie Einzelheiten über die Flugmaschinen entnehmen konnten. Viele technische Errungenschaften kannten sie dem Namen nach. Sie wussten manchmal auch, welchem Zweck sie dienten. Verstanden haben sie aber wohl das meiste nicht. Die Sthapatis waren aber nicht nur Geistliche und Theologen, sondern auch Architekten. Ihre Aufgabe war es, die Beschreibungen der Raumschiffe in Bauwerke aus Stein umzusetzen.

Sie holten also gewissermaßen die Raumkreuzer auf die Erde und bildeten sie in den Tempeln nach. In nachgebauten Himmelsschiffen der Götter zelebrierten die Sthapatis Gottesdienste. Sie sprachen rituelle Gebete oder riefen die Götter in besonderen Zeiten der Not an. Offenbar glaubte man, dass die Himmlischen besonders gewogen waren, wenn man sie in einer steinernen Kopie eines ihrer Raumschiffe anflehte. Dort würden sich die Himmlischen besonders wohl fühlen. Hatte diese Art der Verewigung in Stein noch einen weiteren Grund? Sollten »Vimanas« in Texten beschrieben und in Tempelform verewigt werden, damit sich Menschen auch noch nach Jahrtausenden an die phantastisch anmutenden, nichtsdestotrotz aber realen Vorgänge erinnern können würden? Wir können die alten Quellen studieren, sollten sie nur endlich wirklich ernst nehmen! Die schier unüberblickbare Fülle uralten Textmaterials macht die Erforschung der »Vimanas« allerdings nicht leichter. Und die schier ellenlangen Namen und Bezeichnungen strapazieren unsere Zungen. Trotzdem sollten wir die alten Quellen weit intensiver nutzen als dies bisher geschah!

Die Priesterarchitekten verewigten uraltes Wissen um die Flugvehikel des Alten Indien in Stein, in Gestalt von steinernen Tempeln. Herrliche Tempelanlagen gibt es zum Beispiel in Thanjavur, einst von den Engländern Tanjore genannt, im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu gelegen. Die historisch bedeutsame Stadt liegt im Mündungsdelta des Kaveri-Flusses, 320 Kilometer südlich von Chennai. Allein der Tempel wegen lohnt sich ein Besuch der einstigen Metropole.

Fußnoten

(1) Die zentralen Aussagen zum Raumschiff und seiner Manöver seien im Englisch einer angeblich gängigen Übersetzung zitiert. Mir lag ein umfangreiches Manuskript mit Auszügen aus dem Epos in englischer Sprache vor, das leider keine näheren Angaben zu Erscheinungsort usw. enthielt.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 6 und 7: »He chose a vehicle terrifying to the Vrishnis with which he could travel at will and that could not be destroyed by the gods, the demons, the humans, the singers of heaven, the serpents or the wild men. Giris'a [S'iva as the Lord of the mountain] said 'so be it' and ordered Maya Dânava, who was there to conquer the cities of the enemies , to build a flying fortress made of iron named Saubha and offer it to S'âlva.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 21 und 22: »The magical illusion created by Maya that then was seen in many forms, next seen in a single form and then again was not seen at all, constituted an inconstancy that made it impossible for his opponent to locate him. Moving hither and thither like a whirling firebrand the airship of Saubha never stayed in one place; from one moment to the next it was seen on the earth, in the sky, on a mountain top or in the water.«

Foto 8: Prof. Kanjilals Werk
(2) Bedanken möchte ich mich zudem bei Prof. Kumar Kanjilal, der mir – über Julia Zimmermann – ausführliches Quellenmaterial zur Verfügung stellte. Sehr hilfreich – und von mir ausgiebig als Quelle genutzt – ist folgendes Werk:

Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991

Leider ist der wichtige Privatdruck nur sehr schwer zu beziehen.

(3) Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991, Archiv Langbein, Artikel-Nr. 1317b, Seite 39

Zu den Fotos 
Fotos 1, 2 und 4 Zeigen Tempel von Tanjore, alias Thanjavur. Fotos: Walter-Jörg Langbein/ Fotos 3, 5, 6, 7, und 8: Archiv Walter-Jörg Langbein

323 »Die Stadt auf dem Meeresgrund«,
Teil 323 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 27.03.2016


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Sonntag, 13. März 2016

321 »Götter, Engel, Laserwaffen«

Teil 321 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«.

An einem heißen Sommernachmittag erkundete ich – wieder einmal – den altehrwürdigen Dom zu Paderborn. Wieder einmal stand ich vor den mysteriösen Fabelwesen am Paradiestor, die mich an die geheimnisvollen Mischwesen aus uralten Zeiten erinnern. Wieder einmal stellte ich mir die alten Fragen. Wieso wurden am Paradiestor des Doms zu Paderborn Mischwesen verewigt, wie wir sie zum Beispiel aus Ägypten kennen? Was haben derlei Monsterwesen an einem christlichen Portal zu suchen?

Foto 2: Neptun mit seiner Waffe
Auf dem Rückweg vom Dom zum Bahnhof legte ich an einem Brunnen eine kleine Pause ein. Dominiert wird er von Gott Neptun. Stolz reckt der bärtige Geselle seine Waffe, einen gewaltigen Dreizack, gen Himmel. In Indien gilt Gott Shiva als einer der Mächtigsten der Himmlischen. Sein Beiname ist »Zerstörer der Welt«. Auch Gott Shiva wird gewöhnlich mit einem Dreizack dargestellt, so wie auch Neptun. Sollte es sich bei dem »Dreizack« um eine jener mächtigen Waffen der Götter handeln, die in uralten Überlieferungen beschrieben werden?

In zahlreichen verschlüsselten Romanen aus dem 12. und 13. Jahrhundert finden sich viele Hinweise auf das Reich der Königin von Saba - es wurde in Indien angesiedelt. Autoren wie Albrecht von Scharfenberg (»Der Jüngere Titurel«) und Wolfram von Eschenbach müssen in diesem Zusammenhang genannt werden. Sie verfügten allem Anschein nach über geheimes Wissen über die Königin von Saba, deren Reich in Indien lokalisiert wurde.

1165 tauchte in Europa ein Brief eines Prester John auf, eines Nachfolgers der legendären Königin – aus »Indien«. Und 1177 schrieb Papst Alexander III eben jenem John einen Brief- an seinen »liebsten Sohn in Christo, John, illustren und erhabenen König der Inder«.

Auch der Weltreisende David Hatcher Childress, der sich in unseren Tagen den großen Geheimnissen der Vergangenheit annimmt, kommt zur Überzeugung: die Bundeslade könnte sehr wohl nach Indien entführt worden sein. Himmlische Wagen, wie jener, der zum Abtransport des heiligen Kultgegenstands benutzt wurde, werden auch im altindischen Epos »Mahabharata« beschrieben.

Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten
Was mögen das für Waffen gewesen sein, die in altindischen Epen immer wieder beschrieben wurden? Die altindischen heiligen Bücher kennen eine Vielzahl von Götterwaffen. »Chakra«, zum Beispiel, war der Name einer besonders leicht zu handhabenden Wurf- oder Diskuswaffe. Sie konnte gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden, ohne dass dabei die Menschen und Tiere in der unmittelbaren Umgebung des Einzelopfers auch nur gefährdet wurden. Man konnte die »Chakra« innerhalb von größeren Zimmern, aber auch im Freien einsetzen, und das recht wirkungsvoll.

Im II. Buch des »Mahabharata« heißt es (1): »Deshalb soll er nun von meiner Hand sterben. So sprechend schleuderte er die Chakra gegen Shispula, die augenblicklich den Kopf des Königs der Chedis von seinem Leibe trennte und wieder in die Hand Vasudevas zurückkehrte.« Darüber, so heißt es weiter, »erhob sich großer Aufruhr in der Halle.«

Die Frage, die ich mir seit Jahrzehnten immer wieder stelle: Darf man eigentlich hinter mythologischen und religiösen Beschreibungen auch rein technische Realitäten vermuten? Zeus – sein Name ist im wedisch-altindischen »Dyaúh pitá« (»Vater im Himmel«) enthalten – wurde von den Kyklopen mit fürchterlichen Waffen ausgestattet. So konnte er gezielt tödliche Blitze schleudern. Besaß Zeus also ein »Blitzwaffe«, vielleicht gar mit dem »Flammenschwert« des »Alten Testaments« vergleichbar? Setzte Zeus einen tödlichen Laserstrahl ein, wie er seit vielen Jahren Fans der Kinowelt der Reihe »Starwars« vertraut ist?

Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei

Im XI. Kapitel von »Nala und Damayanti«, einer »Episode aus dem Mahabharata« (2) findet sich die Schilderung einer Szene, die als Vorlage für einen Science-Fiction-Film dienen könnte. Eine handliche Laserwaffe kommt zum Einsatz und das Ganze wird noch mit einer gehörigen Portion deftiger Erotik gewürzt. Da irrt die schöne Damayanti verzweifelt durch den finsteren Wald, auf der Suche nach dem entschwundenen Gatten. Sie trifft aber nicht den schmerzlich vermissten Gemahl, sondern einen lüsternen Jäger. Doch lassen wir den Mythos selbst sprechen: »Als der Jäger nun merkte, dass sie (Damayanti) nur mit einem halben Tuchgewand bedeckt war. Und ihre vollen Brüste und runden Hüften, ihre überaus zarten, untadeligem schönen Glieder sah und ihr Antlitz, das dem Vollmond glich, ihre geschwungenen Augenlider und als er ihre liebliche Stimme hörte, da überwältigte ihn die Begierde. So versuchte er nun, sie mit freundlichen, sanften Worten zu gewinnen, da ihn Liebesverlangen quälte. Das durchschaute die Schöne. Und als die gattengetreue Damayanti erkannte, dass er ein Lüstling war, da entbrannte sie vor Zorn und war von heftiger Wut erfüllt. Er aber, der niederträchtige Bursche, wollte ihr voll heftigen Verlangens Gewalt antun.«

Damayanti wusste sich zu wehren. Der böse Jäger kam nicht ans Ziel seiner Wünsche. Er fand vielmehr den Tod: »So stürzte der Jäger entseelt zu Boden wie ein vom Blitz getroffener Baum!«

Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«
Durchforstet man das Mahabharata, so stößt man immer wieder auf die Flugvehikel der Götter und deren furchteinflößende Waffen. Im 28. Kapitel des uralten Epos wird beschrieben, wie sich Arjuna auf die Reise in den Himalaya macht, um von den »Himmlischen«, den »Leuchtenden« neue Waffen zu erbitten. Gott Shiva erklärt sich schließlich bereit, ihm die berühmt-berüchtigte »Pashupata-Waffe« zur Verfügung zu stellen. Zunächst aber warnt Shiva Arjuna noch vor der Wucht der Waffe, die die ganze Welt zerstören kann. Arjuna gelangt in den Besitz von Pashupata, vom großen Gott Shiva selbst in die Geheimnisse ihres Gebrauchs eingeweiht. Im indischen Mahabalipuram erfuhr ich vom »Bibliothekar« eines kleinen Tempelchens, dass Pashupata auf die Göttin Mahakali zurückgeht, die »über die Zeit herrscht«.

Schließlich wird Arjuna eine besondere Gnade zuteil. Gott Indra selbst fährt in seinem Flugvehikel vom Himmel herab und Arjuna wird in das himmlische Königreich der Götter geflogen. (3) In den Gefilden der Götter begegnet man Arjuna mit großem Respekt. Man ehrt ihn, feiert Feste. Zugegen waren auch die geachteten »Weisen«, die offenbar regelmäßig zwischen Erde und Himmel pendelten, so wie die biblischen Engel oder die Katchinas der Hopi-Indianer.

Das altindische Riesenepos »Mahabharata« liegt in diversen Varianten vor, in deutscher und in englischer Sprache ist es auch für Hobbyforscher zugänglich. Es gibt wörtliche Übersetzungen, Nacherzählungen in Prosa und in Gedichtform, es gibt gekürzte Versionen und solche, die sich auf Auszüge beschränken. Seit vielen Jahren durchforste ich diese Texte, auch auf der Suche nach Hinweisen auf möglichst konkrete Beschreibungen der Waffen der Götter.

Foto 6: Der Historiker Willi Grömling
Mein Freund und Kollege Willi Grömling (1944-2015) machte mich auf eine hochinteressante Quelle aufmerksam, die selbst in Kreisen der »Fachwelt« bis heute stiefmütterlich behandelt wird. Willi Grömling unterrichtete  bis zu seiner Pensionierung als Studienrat die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik. Das große Interesse als Historiker galt den Geheimnissen der Merowinger, den Templern und der Suche nach dem Heiligen Gral. Sein Fachwissen auf diesem Gebieten war bewundernswert.

Im Jahr 2010 publizierte Willi Grömling ein grundlegendes Werk (4): »Tibets altes Geheimnis - GESAR - ein Sohn des Himmels«. Klipp und klar wies Grömling in diesem bemerkenswerten Opus nach, dass verblüffende Indizien außerirdische Einflüsse auf unseren Planeten bezeugen. Und er spürte Hinweise auf Laserwaffen der Götter auf.

Fußnoten

Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«
(1) »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961; Seite 95
(2) »Nala und Damayanti/ Eine Episode aus dem Mahabharata«, Stuttgart 1965
(3) C. Rajapolalachari: »Mahabharata«, »Arjuna gewinnt göttliche Waffen«, eBook-Version, Bharatiya-Vidya-Bhavan-Verlag. 61. Auflage 2015
Siehe hierzu auch »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961
(4) Grömling, Willi: »Tibets altes Geheimnis – GESAR –  ein Sohn des Himmels«, 3. Auflage, Groß-Gerau 2010

Literatur

Childress, David Hatcher: »Vimana Aircraft of Ancient India and Atlantis«, Stelle, Illinois, USA, 1991
»Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961

Zu den Fotos
Foto 8: Cover »Gesar«

Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Neptun mit seiner Waffe/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten/ Mahabharata Manuskript wikimedia commons Ranveig
Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei/ wiki commons Malerei aus dem 18. Jahrhundert.
Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«/ Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Der Historiker Willi Grömling/ Foto Reinhard Habeck
Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«/ Foto Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Cover »Gesar«/ Foto Ancient Mail Verlag

322 »Tod im Feuerball«,
Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 20.03.2016



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