
Du warst immer der Erste. Dein Studium hast du erfolgreich vor uns beendet, du hattest bereits deinen gutbezahlten Traumjob, als wir noch endlose Bewerbungen schrieben. Du hast Geld nie leiden können, deshalb warst du der Erste, der ein eigenes Haus mit einem ansehnlichen Grundstück vorweisen konnte.
Wir haben bereits geheiratet, als die anderen von uns noch ihre Sturm- und Drang Phase auslebten. Du warst rastlos, seitdem ich dich kenne.
Obwohl ich mich bemüht habe, mit dir Schritt zu halten, ging mir die Puste aus. Immer öfter musste ich anhalten, um durchzuatmen.
Dein Leben verlief immer auf der Überholspur, risikofreudig, aber genau kalkuliert, bis du den entscheidenden Fehler begangen hast. Frontal hat es dich erwischt, du konntest nicht mehr ausweichen. Du hast dein Leben auf der Überholspur beendet.
Mich hast du auf der Standspur zurückgelassen - alleine. Wie lange werde ich hier verweilen, bis ich mich wieder in den normalen Verkehr einfädeln kann?
©Gaby Bessen, veröffentlicht in: SCHILLERND WIE SEIFENBLASEN,2009
So plötzlich und unerwartet kann es uns aus der Lebenskurve schleudern. Ein schneller Tod, kurz und möglicherweise schmerzlos. Die Wenigsten haben das Glück, ohne nennenswerte Krankheiten friedlich einzuschlafen. Doch, was ist, wenn sich der Tod, grinsend an der Bettkante sitzend Zeit lässt, wochenlang, monatelang? Wenn der Körper von der Krankheit zerfressen wird, man sterben möchte und nicht kann? Sterbehilfe? Immer noch eine Grauzone, jedenfalls in Deutschland.
Das Leben kann man nicht versichern, auch mit der höchsten Lebensversicherung nicht.
Was können wir tun, um in Würde zu sterben, wenn es so weit ist? Welche Vorsorge sollten wir treffen, ohne uns ewig in der Phase zwischen Tod und Leben zu bewegen?
Kürzlich stolperte ich über einen Link zum Humanistischen Verband Deutschlands. Dort habe ich für 3€ plus Porto eine Mappe bestellt „Meine optimale Patientenverfügung - für den medizinischen Notfall“.
Ich denke, es kann nicht schaden, sich damit mal zu beschäftigen, selbst wenn das Thema Tod und noch weit entfernt scheint
Obwohl ich mich bemüht habe, mit dir Schritt zu halten, ging mir die Puste aus. Immer öfter musste ich anhalten, um durchzuatmen.
Dein Leben verlief immer auf der Überholspur, risikofreudig, aber genau kalkuliert, bis du den entscheidenden Fehler begangen hast. Frontal hat es dich erwischt, du konntest nicht mehr ausweichen. Du hast dein Leben auf der Überholspur beendet.
Mich hast du auf der Standspur zurückgelassen - alleine. Wie lange werde ich hier verweilen, bis ich mich wieder in den normalen Verkehr einfädeln kann?
©Gaby Bessen, veröffentlicht in: SCHILLERND WIE SEIFENBLASEN,2009
So plötzlich und unerwartet kann es uns aus der Lebenskurve schleudern. Ein schneller Tod, kurz und möglicherweise schmerzlos. Die Wenigsten haben das Glück, ohne nennenswerte Krankheiten friedlich einzuschlafen. Doch, was ist, wenn sich der Tod, grinsend an der Bettkante sitzend Zeit lässt, wochenlang, monatelang? Wenn der Körper von der Krankheit zerfressen wird, man sterben möchte und nicht kann? Sterbehilfe? Immer noch eine Grauzone, jedenfalls in Deutschland.
Das Leben kann man nicht versichern, auch mit der höchsten Lebensversicherung nicht.
Was können wir tun, um in Würde zu sterben, wenn es so weit ist? Welche Vorsorge sollten wir treffen, ohne uns ewig in der Phase zwischen Tod und Leben zu bewegen?
Kürzlich stolperte ich über einen Link zum Humanistischen Verband Deutschlands. Dort habe ich für 3€ plus Porto eine Mappe bestellt „Meine optimale Patientenverfügung - für den medizinischen Notfall“.
Ich denke, es kann nicht schaden, sich damit mal zu beschäftigen, selbst wenn das Thema Tod und noch weit entfernt scheint
http://www.patientenverfuegung.de/eine-optimale-patientenverfuegung