Immer wieder gibt es
Rattenfänger, die mit
wohlgesetzen Worten
locken und verführen.
"Kommt springt mit mir,
kommt springt mit mir.."
...und dann springen alle
großen Kinder, eingelullt
vom Rattenfänger, blind
vertrauend in den Abgrund,
weil aus Märchen sie
nichts lernen wollen.
....und er sieht sie
alle springen, doch er
springt nicht mit.
Rattenfänger springen nicht.
Sie verführen nur,
ihres Vorteils wegen.
Gestern, heute und auch morgen
Ändern werden sie sich nie.
(2010)
------------------------------
Sein bedingungsloses Sich-Zuwenden,
sein mädchenhaft-subtiles Begehren,
weit entfernt von profaner Begierde,
die zarte Poesie seiner Berührungen
machten Sprache überflüssig
und doch sang er das Lied eines Troubadours.
(1996)
-------------------------------
Seine Betrachtungen lähmen mich
Alles sei trivial und ohne Bedeutung
und nichts von Bestand,
bis auf das allgemeine Vorteilsdenken
Der göttliche Funken ist für uns
Menschen nicht mehr wahrnehmbar.
Weshalb?
(1992)
_________
Dies ist der virtuelle Schreibtisch von Walter-Jörg Langbein, Sylvia B., g.c.roth und verschiedenen Gastautoren.
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Samstag, 27. Februar 2010
3 Gedichte: Helga König. 2010, 1996, 1992
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Gedichte: Helga König
Samstag, 20. Februar 2010
Drei Gedichte von Helga König, 1995 und 1975
Alles wird gut,
wenn Du lächelst
und mit heißem Herzen
ja sagst zum Du
Der Andere ist Dein Spiegel.
Alles wird gut,
wenn Du zu lieben beginnst,
denn dort, wo die Liebe ist,
da ist alles gut.
(1995)
----------------
Redet nicht immer vom Frieden
Seid friedlich heute, jetzt.
Hört auf Pseudopläne zu schmieden
Nicht das ist gut, was andere verletzt.
Nennt ihr es Frieden, wenn täglich Tausende Sterben?
herrscht Krieg nur dort, wo die Erde verbrannt?
Täglich zerbrechen Seelen und Leiber in Scherben
Doch ihr glaubt, ihr lebt in einem friedlichen Land.
Es gibt Kriege, ganz ohne Bomben,
blutlos und grausam, mit viel Höhlenqual
Die Menschlichkeit weicht zurück in dunk`kle Katakomben
Wir alle tragen das Kains-, manche- gottlob- ein Hexenmal.
( Dez. 1975)
--------------------------------------
Ihr sprecht von Sitte und Moral,
von Engelsreinheit,
singt klerikale Lieder überall,
negiert den Mensch und dessen Einheit
Ihr schwätzt von Menschenlieb´ und Krieg,
ihr Engelsguten,
kämpft stürmisch um der Lüge Sieg,
indess`die Wahrheit muss verbluten.
Man bricht euch Federn aus den Flügeln,
ihr Lieben, doch leider
blüht auf euren Gesinnungshügeln
"Tränend Herz", ihr aber predigt weiter, weiter..
(Dez. 1975)
-----------------------------
wenn Du lächelst
und mit heißem Herzen
ja sagst zum Du
Der Andere ist Dein Spiegel.
Alles wird gut,
wenn Du zu lieben beginnst,
denn dort, wo die Liebe ist,
da ist alles gut.
(1995)
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Redet nicht immer vom Frieden
Seid friedlich heute, jetzt.
Hört auf Pseudopläne zu schmieden
Nicht das ist gut, was andere verletzt.
Nennt ihr es Frieden, wenn täglich Tausende Sterben?
herrscht Krieg nur dort, wo die Erde verbrannt?
Täglich zerbrechen Seelen und Leiber in Scherben
Doch ihr glaubt, ihr lebt in einem friedlichen Land.
Es gibt Kriege, ganz ohne Bomben,
blutlos und grausam, mit viel Höhlenqual
Die Menschlichkeit weicht zurück in dunk`kle Katakomben
Wir alle tragen das Kains-, manche- gottlob- ein Hexenmal.
( Dez. 1975)
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Ihr sprecht von Sitte und Moral,
von Engelsreinheit,
singt klerikale Lieder überall,
negiert den Mensch und dessen Einheit
Ihr schwätzt von Menschenlieb´ und Krieg,
ihr Engelsguten,
kämpft stürmisch um der Lüge Sieg,
indess`die Wahrheit muss verbluten.
Man bricht euch Federn aus den Flügeln,
ihr Lieben, doch leider
blüht auf euren Gesinnungshügeln
"Tränend Herz", ihr aber predigt weiter, weiter..
(Dez. 1975)
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Gedichte: Helga König
Samstag, 13. Februar 2010
Drei Gedichte von Helga König, Frühling 2007 und 11.2.2010
Für Dich!
Du hast mein Herz berührt
und mich schon fast verführt
Bunte Bänder lass` und binden
voller Eifer immer wieder
Lass` uns neue Strophen finden
für die alten Minnelieder
Du hast mein Herz verführt
Das hat mich tief berührt
(Frühling 2007)
------------------------
Sonntags saß ich oft im Garten meiner Mutter,
weinend vor Sehnsucht, ohne Unterlass,
damals als wir die bunten Bänder banden,
um sie Sokrates zu schenken, der sie
eilfertig in die Haare seines Geliebten
flocht, sich an dessen Schönheit weidend.
Gerne hätte ich den Schierlingsbecher
getrunken, der den Griechen tötete.
Nichts anderes mehr im Sinn als
der quälenden Sehnsucht zu entkommen,
die mich lähmte in allem, was jenseits
unserer Traumwelt zu tun anstand.
Bunte Bänder wollte ich mit Dir binden
immerzu, immerfort und fernab in
den Sphären mich gedanklich vereinen
mit Dir, in dessen Herz ich blickte,
wissend, dass es in diesem Leben
keine Chance für uns gab, außerhalb
unseres Paradieses voller blauer Blumen.
(11.2.2010)
-------------------------------
Wurden wir zu Ehebrechern
an all jenen Abenden
als wir Stunde um Stunde
bei den Klängen von Chopin
gedanklich nicht voneinander
lassen konnten? Was war das?
In wenigen Monaten flogen
Tausende von Gedanken hin und her.
Allabendlich lebten wir unseren Traum
Stunde um Stunde, Tag um Tag
zwischen Benn, Bosch und Platon
- „Laura, Laura, Laura, mein“-
und versuchten zu ergründen,
was Sehnsucht heißt.
Als ich begriff, wie sehr ich Dich
liebte, war es bereits zu spät.
Ich kehrte zurück in mein Leben,
so als sei nichts gewesen.
Nur ab und an, wenn ich Chopin
höre, fühle ich Deine Lippen noch.
Meine Liebe habe ich unter
einer alten Zeder begraben.
Dort wartet sie geduldig
auf ein anderes, ein neues Leben
Weshalb, so frage ich Dich jetzt,
kommen mir bei den Klängen
von Chopin stets nur Tränen,
weshalb?
( 11.2.2010)
Du hast mein Herz berührt
und mich schon fast verführt
Bunte Bänder lass` und binden
voller Eifer immer wieder
Lass` uns neue Strophen finden
für die alten Minnelieder
Du hast mein Herz verführt
Das hat mich tief berührt
(Frühling 2007)
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Sonntags saß ich oft im Garten meiner Mutter,
weinend vor Sehnsucht, ohne Unterlass,
damals als wir die bunten Bänder banden,
um sie Sokrates zu schenken, der sie
eilfertig in die Haare seines Geliebten
flocht, sich an dessen Schönheit weidend.
Gerne hätte ich den Schierlingsbecher
getrunken, der den Griechen tötete.
Nichts anderes mehr im Sinn als
der quälenden Sehnsucht zu entkommen,
die mich lähmte in allem, was jenseits
unserer Traumwelt zu tun anstand.
Bunte Bänder wollte ich mit Dir binden
immerzu, immerfort und fernab in
den Sphären mich gedanklich vereinen
mit Dir, in dessen Herz ich blickte,
wissend, dass es in diesem Leben
keine Chance für uns gab, außerhalb
unseres Paradieses voller blauer Blumen.
(11.2.2010)
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Wurden wir zu Ehebrechern
an all jenen Abenden
als wir Stunde um Stunde
bei den Klängen von Chopin
gedanklich nicht voneinander
lassen konnten? Was war das?
In wenigen Monaten flogen
Tausende von Gedanken hin und her.
Allabendlich lebten wir unseren Traum
Stunde um Stunde, Tag um Tag
zwischen Benn, Bosch und Platon
- „Laura, Laura, Laura, mein“-
und versuchten zu ergründen,
was Sehnsucht heißt.
Als ich begriff, wie sehr ich Dich
liebte, war es bereits zu spät.
Ich kehrte zurück in mein Leben,
so als sei nichts gewesen.
Nur ab und an, wenn ich Chopin
höre, fühle ich Deine Lippen noch.
Meine Liebe habe ich unter
einer alten Zeder begraben.
Dort wartet sie geduldig
auf ein anderes, ein neues Leben
Weshalb, so frage ich Dich jetzt,
kommen mir bei den Klängen
von Chopin stets nur Tränen,
weshalb?
( 11.2.2010)
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Gedichte: Helga König
Samstag, 6. Februar 2010
Drei Gedichte von Helga König, geschrieben in den 1990er Jahren.
Die Anbetung der Hierarchie
Diesen abgeschmackten Fetisch beten sie alle an
Ja, voller Inbrunst huldigen sie ihm
Gestern schon haben sich ihre Herzen verengt
Nun atmen sie beängstigend unruhig
Schamlos verkrampft sind ihre Bewegungen
In der Sache treibt Eitelkeit sie an
Wohl sind sie klug genug Freiheit zu wollen,
doch ihre Himmelsleiter wird zum Fallstrick.
Groß wollen sie sein, aber sie machen sich klein
Mir Fleiß demütigen sie ihren Selbstwert
Wer auf spirrigen Sprossen steht,
darf sich kaum Kapriolen leisten
Haben sie tatsächlich die Freiheit der Wahl?
(1993)
---------------------
Tango tanzt man nicht im Eispalast
Entseelt haben sie ihre Kinder
Anderen weisen sie jetzt die Schuld zu
für das Ergebnis ihrer verlogenen Erziehung
Unerträglich ist ihre frostige Dekadenz
Immer wollen sie nur haben
Von Wert ist bloß das Eigentum
Alles ist so furchtbar dinglich
Der Mensch gilt nichts, der Status zählt.
Man tanzt keinen Tango im Eispalast.
Gestern hat ihr Geist auch hier Einzug gehalten
Dabei hat mein Herz zu frieren begonnen
Ich möchte nicht, dass es erstarrt.
Fernab vom Eispalast will ich immer wieder Tango tanzen.
(1993)
-------------------.
Erkennst Du die Totengräber der Lebenslust?
Erspüre das Zarte, das Feine
und bekenne Dich zum Schönen, zum Sphärischen,
zur Vielfalt der Farben, der Formen, der Klänge
Bewahre Deine Skepsis gegenüber
allem Starren, allem Undurchlässigen,
der Herrschsucht, dem Neid,
allem Grauen, allem Eintönigen
Genieße die Fülle
und immer wieder die Vielfalt der Farben
Erkennst Du die Totengräber der Lebenslust?
( 1997)
Diesen abgeschmackten Fetisch beten sie alle an
Ja, voller Inbrunst huldigen sie ihm
Gestern schon haben sich ihre Herzen verengt
Nun atmen sie beängstigend unruhig
Schamlos verkrampft sind ihre Bewegungen
In der Sache treibt Eitelkeit sie an
Wohl sind sie klug genug Freiheit zu wollen,
doch ihre Himmelsleiter wird zum Fallstrick.
Groß wollen sie sein, aber sie machen sich klein
Mir Fleiß demütigen sie ihren Selbstwert
Wer auf spirrigen Sprossen steht,
darf sich kaum Kapriolen leisten
Haben sie tatsächlich die Freiheit der Wahl?
(1993)
---------------------
Tango tanzt man nicht im Eispalast
Entseelt haben sie ihre Kinder
Anderen weisen sie jetzt die Schuld zu
für das Ergebnis ihrer verlogenen Erziehung
Unerträglich ist ihre frostige Dekadenz
Immer wollen sie nur haben
Von Wert ist bloß das Eigentum
Alles ist so furchtbar dinglich
Der Mensch gilt nichts, der Status zählt.
Man tanzt keinen Tango im Eispalast.
Gestern hat ihr Geist auch hier Einzug gehalten
Dabei hat mein Herz zu frieren begonnen
Ich möchte nicht, dass es erstarrt.
Fernab vom Eispalast will ich immer wieder Tango tanzen.
(1993)
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Erkennst Du die Totengräber der Lebenslust?
Erspüre das Zarte, das Feine
und bekenne Dich zum Schönen, zum Sphärischen,
zur Vielfalt der Farben, der Formen, der Klänge
Bewahre Deine Skepsis gegenüber
allem Starren, allem Undurchlässigen,
der Herrschsucht, dem Neid,
allem Grauen, allem Eintönigen
Genieße die Fülle
und immer wieder die Vielfalt der Farben
Erkennst Du die Totengräber der Lebenslust?
( 1997)
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