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Sonntag, 4. August 2019

498. »Der ›Trank der Unsterblichkeit‹ und der Graf von Saint Germain«


Teil 498 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der Airavateshwarartempel
»Einst, so lautet die uralte Überlieferung, waren die meisten Götter sterblich wie Menschen. Doch dann gab es einen Krieg zwischen den Göttern und ihren göttlichen Feinden. Vishnu und Shiva fühlten sich bedroht und suchten tatkräftige Unterstützung. Um andere Götter als Mitkämpfer gewinnen zu können, bedurfte es eines überzeugenden Geschenks: Unsterblichkeit. Der »Trank der Unsterblichkeit« musste zubereitet werden, der aus Sterblichen Unsterbliche machte. Von heute auf morgen ging das freilich nicht. Einige Jahrhunderte lang musste das ›Milchmeer‹ gequirlt werden, bis der wundersame Zaubertrunk entstanden ist.«

So erzählte mir »mein« Guide im November 2005 einen geheimnisvollen Mythos aus der Zeit, als Götter und Dämonen auf unserem Planetenlebten und stritten. Ich saß, ermüdet vom Erkunden der sakralen Anlage von Darasuram, neben einem steinernen Elefanten auf einem steinernen Treppchen, als ich die wundersame Geschichte hörte. Emsige Pilger kletterten die wenigen Stufen empor zum Tempel, andere kamen zufriedenlächelnd aus dem steinernen Gotteshaus retour.

Der Airavateshwarartempel war ist ein himmlischer »Götterwagen« gestaltet. In solchen Vehikeln sausten einst die Götter des »Alten Indien« durch die Lüfte und legten dabei zum Teil gewaltige Strecken zurück. So manchen Abend in so manchem südindischen Tempelstädtchen lauschte ich den faszinierenden Geschichten von Göttern und ihren Kriegen, von Menschen und den Tempeln für die Götter und weitschweifigen Heldensagen. Immer wieder bekam ich zum Teil stark abweichende Varianten von einem uralten Mythos zu hören: über den »Trank der Unsterblichkeit«. Märchenhaft muteten die Geschichten an und nirgendwo klangen sie so glaubwürdig wie im Umfeld von Tempeln, deren Plastiken Göttinnen und Götter, Tempeltänzerinnen und erstaunlich gewandte Akrobaten der besonderen Art zeigen.

Wagen wir einen Sprung durch Raum und Zeit, begegnen wir einem echten Abenteurer, der nach eine Quelle suchte, die ewiges Leben spenden sollte! Ponce de León (* um 1460; †1521) war ein echter Haudegen. Bereits mit 18 nahm er an den brutalen Kämpfen gegen die Mauren in Südspanien teil. 1493 war er an Bord, als Christoph Kolumbus zum zweiten Mal gen Amerika aufbrach. Anno 1508 wurde de León von Häuptling Agüeybaná auf Puerto Rico begeistert empfangen. Er baute die erste europäische Siedlung auf Puerto Rico auf und wurde der erste Gouverneur. Die Urbevölkerung freilich litt unter der Herrschaft de Leóns. 1512 erteilte ihm König Ferdinand den Befehl, die mysteriöse Insel Bimini zu suchen, zu erkunden und zu übernehmen. Warum? Sollte Gonzalo Fernández de Oviedo den sagenumwobenen »Jungbrunnen« ausfindig machen? Das ist heute allerdings umstritten. Fakten und Fabeln sind manchmal kaum zu unterscheiden.

Foto 2: Ein steinerner Elefant am Airavateshwarartempel von Darasuram

Bereits im März 1513 startete de León von Haiti aus ins Unbekannte. Doch  im Norden fand man nicht nur eine, sondern zahlreiche Inseln. Welche aber war nun Bimini? Quellen gab es ebenfalls viele. Welche war die gesuchte? Wie sollte man sie erkennen? Man entschloss sich zu experimentieren, trank aus jedem Rinnsal. Der erhoffte Erfolg, Verjüngung nach Genuss des Wassers, blieb freilich aus. Also suchte man weiter.

Ostersonntag 1513 betrat man Neuland, sumpfige Gefilde. Das Land wurde nach dem christlichen Feiertag »Pascua de Flores« Florida genannt. Gab es hier irgendwo den Brunnen mit dem Wasser des ewigen Lebens? Die Spur schien heiß zu sein: »Indianer« berichteten, dass ihr Gott Olelbis einst, als er die Welt erschuf, für die Menschen Unsterblichkeit vorgesehen hatte. Erde und Himmel (»Olelpanti«) sollten mit einer Leiter verbunden werden. Auffällig ist die biblische Parallele: Jakobs Himmelsleiter wurde von Engeln genutzt, um aus dem Himmel zur Erde und wieder in himmlische Gefilde zurück zu gelangen. Nach der »Indianer-Legende« sollte es Irdischen möglich sein, zum Gott Olelbis zu gelangen und bei ihm zu leben. Zwei magische Vögel sollten die Leiter bauen. Sie machten sich auch ans Werk, wurden aber von einem bösen Kojoten überredet, die Arbeit einzustellen. Der Kojote selbst wollte der Überlieferung nach in die Welt des Olelbis fliegen, um unsterblich zu werden. Er scheiterte aber.

Foto 3: Vishnu und Shiva.
In den Sagen und Mythen der Wintun-»Indianer« ist von zwei Zauber-Quellen die Rede. In der einen müsse man baden, aus der anderen trinken und schon werde aus dem kränkelnden Alten wieder ein gesunder, junger Mensch. Ponce de León  und seine brutalen Gefolgsleute scheinen an diese Quellen geglaubt zu haben. Stand damals die Entdeckung des Jungbrunnens unmittelbar bevor? Oder wurden die plündernden Eroberer nur weiter und weiter geschickt, weil man sie los werden wollte? Die Suche wurde intensiviert. Zahlreiche »Indianer« wurden grausam gefoltert.

1521 machte sich Ponce de León wieder nach Florida auf. Ziel war nach wie vor der »heilige Brunnen, dessen Wasser die Alten verjüngt«. Florida aber war, wie der Abenteurer erkannt hatte, keine Insel. Auf einem Eiland aber sollte das wundersame Wasser zu finden sein. De León kam zu der Überzeugung: Damit konnte nur die Bahamas-Insel Bimini gemeint sein. Er kam aber nicht mehr dazu, dort das segensreiche Wasser zu suchen. Ein giftiger Indianerpfeil setzte seinem Leben eher zu spät als zu früh ein Ende. Die Spanier gaben die Suche nach dem Zauberwasser auf. Sie wurde aber rund 400 Jahre später wieder aufgenommen.

Edgar Cayce (*1877, †1945), das berühmte amerikanische Trancemedium, äußerte wiederholt, es handele sich bei Bimini um Reste des vor Jahrtausenden versunkenen Kontinents Atlantis (1). Und in jenem Reich habe einst eine wundersame Quelle gesprudelt. Verschiedene Details der übersinnlichen Aussagen Cayces haben sich inzwischen bestätigt. So führten 1957 Wissenschaftler der Columbia-Universität Bohrungen an einer seichten Stelle nahe Bimini durch. Das geförderte Material wurde datiert. Es ist etwa 4.370 Jahre alt. Die Wissenschaftler: »Dieser Umstand lässt vermuten, dass Materialien, die sich in einer Tiefe von zwölf oder fünfzehn Fuß befinden, einige Jahrtausende älter sein dürften. Sie könnten durchaus 10.100 Jahre alt sein oder etwas mehr.« Edgar Cayce hatte vorhergesagt, die künftigen Funde würden sich als 12.000 Jahre alt erweisen. (2)

1970 wurde vor der Insel Bimini, nur fünfzig Meilen von der Metropole Miami entfernt, auf dem Meeresboden eine eindeutig künstliche Struktur gefunden. Vorsichtigen Schätzungen von Archäologen zufolge entstand sie 5000 vor Christus, zu einer Zeit, als der Wasserspiegel des Atlantiks mindestens sechs Meter unter dem heutigen Niveau lag. Die Meldung über den Fund schlug in der wissenschaftlichen Welt wie eine Bombe ein. Sie bestätigte genau, was Edgar Cayce vorhergesehen hatte. Der Seher hatte präzise die Lokalisation vorherbeschrieben, anno 1926 waren seine Aussagen protokolliert worden.

Foto 4: Bhrama, Vishnu und Shiva.
Im Jahre 1977 machte sich eine Fischfangexpedition von Don Henry auf, um mit modernster Technologie verstärkt Kapital durch Leerfischen zu gewinnen.

In  der Cay Sal Bank wurden Messungen per Echolot durchgeführt. Exakt südlich der Florida Keys, vor den Bahamas, registrierte das Gerät etwas Merkwürdiges. Das entdeckte Objekt hat eine Höhe von rund 140 m und eine Kantenlänge von 150 m. Es handelt sich also um ein pyramidenförmiges Gebilde, das die legendäre »Cheops-Pyramide« an Höhe überragt. Bis heute ungeklärt ist die Frage, ob es sich um ein künstliches Bauwerk auf dem Meeresgrund handelt oder nicht.»Jene Bewohner von Atlantis hatten das Geheimnis entdeckt, wie man die Sonnenenergie einfangen konnte. Sie konzentrierten sie in einem Stein mit magnetischen Eigenschaften, der mehr Energie abgab als er erhielt.« Und in der Region westlich der Bimini-Insel, so Cayce, soll es unter dem Schlamm des Ozeans noch »Reste von Tempeln geben«. »Dies war die erste Hochkultur. Sie wird in dem westlich und südlich an die Inseln angrenzenden Gebiet entdeckt werden. Man wird Tempel finden. Es hat in den unterseeischen Bergen auch Gold, Spat und Ammonium.« Dann würden, so Cayce, wieder Quellen sprudeln, die angeblich vor Jahrtausenden versiegten. Ganz besonderes Quellwasser werde dann zutage treten: ein moderner Jungbrunnen. Das Wasserreservoir werde »knapp unter dem Meeresspiegel angebohrt werden«. Wird es je dazu kommen?

Gilgamesch, Alexander der Große, Kolumbus, Ponce de León und Edgar Cayce, sie alle stehen für die Suche nach dem Geheimnis vom ewigen Leben. Es stellt drängen sich einige Fragen auf: Ist diese Suche mit der Jagd nach einer Fata Morgana zu vergleichen? Entstand sie aus der Angst vor dem Tod, der unvermeidbar auf jedes Lebewesen zukommt? Oder gibt es doch die Möglichkeit, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen? Einer der geheimnisvollsten Menschen der europäischen Geschichte jedenfalls behauptet, das Geheimnis vom ewigen Leben gelöst zu haben: der Graf von Saint Germain (3).

Foto 5: Der Graf von Saint Germain.
Fußnoten
1) Stearn, Jess: »Der schlafende Prophet/ 
Prophezeiungen in Trance«, 20. Auflage, Genf 1984
Sugrue, Thomas: »Edgar Cayce/ Sein Leben/ There is a river«, München 1981
2) Heyden, Martin: »Auf der Suche nach der Ewigkeit: Realitäten«, Alsdorf 2015 (Interessante Gedanken zum Phänomen Zeit)
3) Krassa, Peter: »Der Wiedergänger/ Das zeitlose Leben des Grafen Saint-Germain«, München 1998

Zu den Fotos
Foto 1: Der Airavateshwarartempel von Darasuram, Foto W-J.Langbein
Foto 2: Ein steinerner Elefant am Airavateshwarartempel von Darasuram. Foto W-J.Langbein
Foto 3: Vishnu und Shiva. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Von links nach rechts Bhrama, Vishnu und Shiva. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Der Graf von Saint Germain. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein





499. »Ewig sein in jedem Augenblick«
Teil 499 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 11. August 2019



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Sonntag, 6. November 2011

94 »Flugzeuge aus Gold«

Teil 94 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Ein Flugzeug aus Gold ...
Foto: Archiv W-J.Langbein
Orlando, Florida im Sommer 1997. Bei strahlendem Sonnenschein steigt das »Spaceshuttle« steil empor in den babyblauen Nachmittagshimmel. Applaus braust auf. Die goldenen Flügel des Raumgleiters blitzen im Sonnenlicht. Noch steigt er höher und höher, vollführt dann eine Rechtskurve und kreist über den begeisterten Zuschauern. Dr. Algund Eenboom und Peter Belting sind mit dem Verlauf ihres Experiments zufrieden. Ihr Flugvehikel – dem Spaceshuttle der NASA sehr ähnlich – hat wieder einmal seine Flugtauglichkeit beweisen ... Entwickelt wurde es aber nicht von einem zeitgenössischen Ingenieur ... sondern von einem unbekannten Genie vor mindestens 1500 Jahren! Unzählige Minimodelle des modern anmutenden Flugkörpers fanden sich als Beigaben in Kolumbien, in Fürstengräbern aus uralten Zeiten. Konkreter: Sie wurden in Schachtgräbern im Gebiet der Kulturen Calima, Tolima und Tairona und in Costa Rica gefunden.

In archäologischen Kreisen weiß man offenbar nicht so recht, was die Flugzeuge aus Gold waren. Unzählige Etiketten wurden und werden ihnen in Vitrinen verschiedener Museen verpasst: »fliegende Fische«, »Fledermäuse«, »Motten«, »Mischwesen«, »Vögel« und anderes Getier sollen es sein. Seltsam: Die goldenen Grabbeigaben haben perfekte Flugeigenschaften, die man so in der Tierwelt nicht kennt. Sie haben deltaförmige Tragflächen, die unter dem Rumpf angebracht sind ... ganz anders als Flügel bei Vögeln. Sie haben eine hoch aufragende Seitenruderflosse, wie sie uns aus der Welt moderner Flugzeuge vertraut ist. Das gilt auch für das horizontal angebrachte Höhenruder. Aus der Tierwelt sind derartige Attribute bei keiner Art bekannt. Die spezielle Flügelform ist ideal ... für Flugvehikel, die sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen!

Programmheft mit
»Goldflieger« - Foto:
Archiv W-J.Langbein
Die Vorführung der Flugeigenschaften des goldenen Flugvehikels fand am 6. August 1992 auf dem riesigen Parkplatz eines Luxushotels in Orlando statt, im Rahmen der »24. Weltkonferenz der A.A.S.« (1). Neben Dr. Algund Eenboom und Peter Belting und anderen hielt auch ich einen Vortrag ... und hatte ausgiebig Gelegenheit, mich mit den beiden Forschern zu unterhalten. Sie haben sich strikt an die Miniaturmodelle der »Goldflieger« aus präkolumbischen Gräben gehalten ... und ein flugtüchtiges Vehikel nachgebaut ... im Maßstab 16 zu 1!

Die Vorstellung, dass die Miniaturmodelle Tiere darstellen sollen ... finden Eenboom und Belting absurd. Vor 1500 Jahren wurden tatsächlich auch kleine Vögel und Fische in Gold modelliert ... erstaunlich naturgetreu. Die Künstler von damals haben hinlänglich bewiesen, dass sie realistische Abbilder der Natur liefern konnten. Das »Luft- und Raumfahrtinstitut« von New York hat inzwischen einige der Goldmodelle getestet. Und siehe da: Die uralten Objekte haben alle Eigenschaften, die ein modernes Flugzeug haben muss. Reinhard Habeck, Experte in Sachen »Dinge, die es nicht geben dürfte« in seinem gleichnamigen Buch (3): »Inzwischen bekräftigen andere Flugexperten und Raumfahrttechniker, dass ›die Tragflächen an der Rumpf-Unterseite wie bei modernen Überschallflugzeugen der Typen Eurofighter, Mirage 2000 und Concorde‹ angebracht sind ...«
.

Nachbildung eines »Goldfliegers«
Foto: W-J.Langbein
Auf meinen Reisen um die Welt habe ich manches Mal in Museen vor Vitrinen gestanden und die Goldartefakte bestaunt, zum Beispiel im weltberühmten Goldmuseum der Staatsbank von Bogota ... aber auch in Bremen!

Der Bremer Kaufmann Carl Schütte (1839-1917) war anno 1872 nach Kolumbien gereist. Dort lernte er einen wohlhabenden Plantagenbesitzer, den Sammler Vincente Restrepo aus Medellin, kennen ... und dessen erstaunliche Sammlung kostbarster archäologischer Objekte aus purem Gold. Der Bremer erwarb die Sammlung und nahm sie mit in seine Heimat. Anno 1890 stiftete Carl Schütte seine Sammlung dem »Bremer Übersee-Museum«. Und stieß damit nicht nur auf Begeisterung.

Offensichtlich konnten die Museumsfachleute acht Goldobjekte nicht klassifizieren. Und so wanderten acht wenige Zentimeter kleine Miniatur-Spaceshuttles aus uralten Fürstengräbern in den Safe einer Bank ... wo sie offenbar vergessen wurden. Oder hat man sie verbannt, weil die »Goldflieger« nicht so recht ins Bild des vorgeschichtlichen Südamerika passten? Galten sie in der Welt der Wissenschaft – im Sinne von Charles Hoy Fort – als »Verdammte«? Wie auch immer: Rund einhundert Jahre fristeten sie dort ein kümmerliches Dasein ... bis sie wiederentdeckt und endlich im »Übersee-Museum« öffentlich gezeigt wurden.

Nachbildung eines weiteren
»Goldfliegers« - Foto: W-J.Langbein
Seit vielen Jahren führe ich immer am ersten Wochenende im März das Seminar »Phantastische Phänomene« in Bremen durch. Dr. Algund Eenboom und Peter Belting hielten einen Gastvortrag: über die »Goldflieger« von Kolumbien, die so sehr einem Flugvehikel a lá »Spaceshuttle« ähneln. An so manchem Sonntag besuchten die Seminarteilnehmer das »Übersee-Museum« ... und strebten immer sofort der Vitrine mit den »Goldfliegern« zu.

Was stellen diese kleinen Kostbarkeiten dar? Insekten? Fische? Vögel? Dr. Algund Eenboom und Peter Belting stellten in ihrem Vortrag Darstellungen von Insekten, Fischen und Vögeln aus der gleichen Zeitepoche (»Tolima Kultur«) wie die »Goldflieger« einander gegenüber. Mein Fazit: die »Goldflieger« sind viel zu technisch und keine Abbildungen natürlicher Lebewesen. Was sind sie dann ... die mysteriösen »Goldflieger«?

Dr. Arthur Poyslee vom »Aeronautical Institute«, New York (2): »Die Möglichkeit, dass der Gegenstand (einer der »Goldflieger«) einen Fisch oder einen Vogel darstellen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Nicht nur, dass dieses goldene Modell tief im Landesinneren Kolumbiens gefunden wurde und der Künstler nie einen Meerfisch zu Gesicht bekommen hat, sondern auch, weil man sich Vögel mit derartig präzisen Tragflächen und senkrecht hochgestellten Spannflossen nicht vorstellen kann.« Auch der Biologe Ivan T. Sanderson (1911-1973) untersuchte die »Goldflieger« penibel. Sein Resultat: Das sind keine Nachbildungen von Wasser- oder Landtieren!
Im »Übersee-Museum« wurde mir aus berufenem Munde eine neue Lösung enthüllt: die »Goldflieger« sind das Resultat von Drogenkonsum!

Drogenrausch oder wahre
Begebenheit? - Foto: W-J.Langbein
Man stelle sich vor: Drogenkonsum führte bei Inka-Künstlern vor mindestens 1500 Jahren zu wahrhaft verblüffenden Resultaten. Obwohl ihnen so etwas wie ein Flugzeug vollkommen fremd war, entwickelten sie – im Drogenrausch – ein perfekt aerodynamisches Flugobjekt a lá Spaceshuttle! Welch futuristische Flugvehikel müssten dann heutige Ingenieure entwickeln können ... so sie nur die richtige Droge zu sich nehmen?
Eine herbe Enttäuschung gab es bei einem meiner letzten Seminare in Bremen für Besucher des »Übersee-Museums«. Die »Goldflieger« wurden aus dem öffentlichen Bereich des Museums entfernt. Ob es wieder einhundert Jahre dauern wird, bis sie erneut ausgestellt werden?

Unbeantwortet ist bis heute die Frage: Was stellen die »Goldflieger« dar? Sollten in grauer Vorzeit Menschen in Südamerika vor vielen Jahrhunderten reale Flugvehikel gesehen haben? Wenn ja: Woher kamen sie?

Fußnoten
1 A.A.S. Die A.A.S.-Gesellschaft widmet sich dem Studium der Geheimnisse unserer Vergangenheit. Auslöser für die Gründung der Gesellschaft war Erich von Däniken mit seinen Weltbestsellern über vorgeschichtliche Besuche von Außerirdischen auf unserem Planeten. Die A.A.S. - Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI ist auch heute noch sehr aktiv und gibt zweimonatlich ein interessantes Magazin heraus.
Kontaktanschrift: Redaktion »Sagenhafte Zeiten«, A.A.S. GmbH, Postfach, CH-3803 Beatenberg, Schweiz
2 Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf, Wien 1972, S. 46
3 Habeck, Reinhard: »Dinge, die es nicht geben dürfte/ Mysteriöse Museumsstücke aus aller Welt«, Wien 2008, S. 125


»Elektrizität im Altertum - das Licht der Pharaonen«,
Teil 95 der Serie

»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 13.11.2011

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