Posts mit dem Label A.A.S. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label A.A.S. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 19. April 2015

274 » Däniken, die Mondlandung und Expresspost«

Gedanken zum 80. Geburtstag von Erich von Däniken
Teil 274 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


1) »Erinnerungen an die Zukunft«, US-Ausgabe

1968 erschien das Buch, das mein Leben bestimmen sollte: »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken. Anno 1968, ich war damals 14, verging kaum eine Schulstunde, in der nicht auf die »kühnen Thesen dieses Schweizers« eingegangen wurde. Ich jedenfalls war Feuer und Flamme. Ich musste selbst ein Buch schreiben, beschloss ich damals, eine Chronik unserer phantastischen Vergangenheit.

Ich fürchte, dass der erste Eindruck, den ich auf Erich von Däniken machte, nicht wirklich der beste war. So bombardierte ich Erich von Däniken schon 1968 und in den folgenden Jahren mit Expressbriefen, die wohl nicht immer zur Freude des nachtaktiven Bestsellerautors zu frühmorgendlicher Stunde von eifrigen Postzustellern angeliefert wurden. Erich von Däniken aber erkannte meine jugendliche Begeisterung und antwortete stets geduldig. In den Jahrzehnten seit 1968 hat mir kein zweiter Schriftsteller so kompetent, kameradschaftlich und hilfreich zur Seite gestanden wie Erich von Däniken. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken! Erich von Däniken ist nicht nur ein wirklich großer Schriftsteller und Forscher, er ist auch menschlich ein Riese!

Auch in der DDR sorgte Erich von Däniken für Furore, obwohl schon sein Erstling gar nicht so leicht zu bekommen war. Da schilderte doch dieser Däniken, wie er Material für seinen Weltbestseller gesammelt hat, auf Reisen von Ägypten bis Zentralamerika! Reisen um die Welt waren damals für den DDR-Bürger ohne Sonderprivilegien ebenso unrealistisch wie ein Wochenendtrip zum Mond.

2) EvD unterwegs
Als anno 1968 mit der Mondlandung der Amerikaner die Tür zum Kosmos einen kleinen Spalt geöffnet worden war, fragten sich viele Menschen weltweit, ob Däniken nicht vielleicht doch recht hatte. Sollte es einer Jahrtausende, ja vielleicht Jahrzehntausende älteren Zivilisation vielleicht schon in grauer Vorzeit möglich gewesen sein, interstellar zu reisen? Pioniere der Weltraumforschung wie Hermann Oberth und Eugen Sänger spekulierten schon lange von interstellaren Raumflügen.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (S. 124 und S. 125): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?
    
Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte  vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.
    
3) Mit EvD auf Malta
Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (S. 125):

»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger (S.125): »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«
    
Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«.
    
Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigene Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen:

4) EvD als »Reiseleiter«
»Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum«:

»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiter wachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Anno1968 traten die »Astronautengötter« in mein Leben, bei der A.A.S. bin ich seit 1975 mit dabei! Als Student begleitete ich Erich von Däniken zusammen mit seinem tüchtigen Sekretär Willi Dünnenberger auf Vortragstourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Highlights waren die Weltkonferenzen der A.A.S., zum Beispiel in Zürich 1975 referierten u.a. Jacques Bergier, Peter Krassa und Sergius Golowin. Im Jahr darauf ging es nach Crikvenica, Jugoslaiwen. Referenten wie Josef Blumrich (NASA), Prof. Dr. Harry Ruppe und Andrew Tomas, Australien, faszinierten.

5) Als Referent in Chicago
Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch – »Astronautengötter« – der leider allzu früh verstorbene John Fisch.

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seit 36 Jahren zusammen bin. Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück... der A.A.S.!

Erich von Däniken machte die Theorie von Astronauten, die in grauer Vorzeit zur Erde kamen und als »Götter« verehrt wurden, weltweit populär. Seit über einem halben Jahrhundert publiziert er – zunächst in Zeitungen und Zeitschriften – seine faszinierenden Gedanken. Immer wieder tauchten »Skeptiker« auf, die immer wieder verkündeten, diesen Schweizer nun endgültig »widerlegt« zu haben. Erich von Däniken aber blieb, arbeitete und publizierte weiter. Die selbsternannten »Antidänikens« blieben ohne erkennbare Wirkung und sind längst wieder in der Versenkung verschwunden.

6) Unterwegs in der Bretagne. Oder war's in der Türkei?

Allen Zeitgenossen, die als Fundamentalisten von der Richtigkeit der eigenen Religion überzeugt sind, sei folgendes Gedankenspiel empfohlen: Außerirdische observieren unseren Planeten und erkunden die unterschiedlichen Religionen. Mit wissenschaftlicher Akribie vergleichen sie nun die unterschiedlichsten Konfessionen.

Werden sie eine bestimmte Religion zur richtigen erklären und alle anderen als »Irrglauben« abkanzeln? Wohl kaum. Vermutlich werden sie über alle irdischen Glaubensformen bestenfalls milde lächeln und keinerlei qualitativen Unterschied erkennen zwischen Glaubensrichtungen von der »altkatholischen Kirche« bis zum »Zaratthustrismus«, zwischen ägyptischen Religionen und Wuismus (China).

7) EvD gibt eine Lesung.. auf Reisen...

Sollte Erich von Däniken recht haben, dann irren alle Glaubensfanatiker. Dann gab es einst in grauer Vorzeit Besucher aus dem All, die für »Götter« gehalten wurden. Sollte sich das bewahrheiten, verlieren alle Fundamentalisten die Basis ihres Glaubens. Und dann sollten die ewigen Religionsstreitereien ein und für allemal ein Ende finden.

Es ist ein Trauerspiel: Was man für DIE wahre Religion hält, hängt vom zufälligen Geburtsort ab. Und die religiöse Rechthaberei führt schon seit Jahrtausenden zu blutigsten Gemetzeln, wobei jede Rechthaberei damit begründet wird, dass man ja DEM richtigen Gott zum Sieg verhelfen müsse. Das muss ja ein schwächlicher Gott sein, der sich nicht selbst als höchste himmlische Autorität durchsetzen kann, sondern auf hasserfülltes Gegeneinander der Menschen angewiesen ist!

>> Lesen Sie hier Teil 1 meiner Würdigung Erich von Dänikens


8) Programmheft Chicago 1978
Zu den Fotos...

1) »Erinnerungen an die Zukunft«,
US-Ausgabe - Foto Archiv W-J.Langbein

2 )EvD unterwegs: Im Bild neben EvD,
Tochter Cornelia. Foto Walter-Jörg Langbein

3 )Mit EvD auf Malta: Foto Ilse Pollo

4) EvD als »Reiseleiter«:
Foto Walter-Jörg Langbein

5) Als Referent in Chicao.
Foto Herty Maria Langbein

6) Unterwegs in der Bretagne.
Oder war's in der Türkei?: Foto Ilse Pollo

7) EvD gibt eine Lesung.. auf Reisen...:
9) Programmheft München 1979
Links im Bild - Ilse Pollo.
Foto Walter-Jörg Langbein

8) Programmheft A.A.S.-Weltkonferenz
Chicago 1978. Foto: Archiv Langbein

9) Programmheft A.A.S.-Weltkonferenz
München 1979. Foto Archiv Langbein


275 »Ein mysteriöses Kompendium in Stein«,
Teil 275 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
26.04.2015


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 9. November 2014

251 »Tresore für die Ewigkeit«

Teil 251 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Die drei großen Pyramiden- Tresore des Wissens? (X)

Am 25. Oktober 2014 hielt ich im Rahmen des »One-Day-Meetings« der »A.A.S.«-Gesellschaft in Bremen einen Vortrag: »Pyramiden, Monster, Fabelwesen – Von Cheops bis zum Dom in Paderborn«. Hier im Blog lesen Sie eine ausführlichere Fassung meines Vortrags, heute abschließend  Teil 4!

Die uns vermeintlich vertrauten Schriften des Alten Testaments bieten immer noch – wie ich darzulegen versucht habe – Hinweise auf die rätselhafte Vergangenheit der Menschheit. Wo können wir noch Informationen über die »verbotene« Vergangenheit erhalten? In Mali (1) warteten hunderttausende Manuskripte darauf, übersetzt und wissenschaftlich ausgewertet zu werden. Das war 2010. Dann marschierten islamistische Rebellen in Timbuktu ein. »GEOthema« (2): »Knapp zwei Jahre später wurde Timbuktu von islamistischen Rebellen besetzt. Zehn Monate lang wüteten die Dschihadisten, praktizierten ihre Scharia mit dem Abschlagen von Diebeshänden und mit Auspeitschungen von Ehebrechern. Und sie zerstörten Heiligengräber, die seit 1988 zum Weltkulturerbe gehörten.«

Zunächst hatte es den Anschein, als ob die Dschihadisten die gigantische Bibliothek als Teil des islamischen Kulturerbes verschonen würden. Kurz vor ihrer Flucht aus Timbuktu verwüsteten sie aber die Werkstatt des Ahmed-Baba-Instituts, in der kostbarste Handschriften in Schutzbehältern lagerten. Abdoulaye Cissé, einziger leitender Angestellter des Instituts, der nicht vor den islamistischen Rebellen geflohen war (3): »Wir fanden dort viel Asche.«

Stadtplan von Timbuktu, um 1855
Unklar war, wie viele der Schriften vernichtet worden sind, wie viele verschont blieben und wie viele der alten Bücher doch dem Zahn der Zeit – etwa in Gestalt von Insekten – zum Opfer fielen. Die kostbaren Dokumente stammen aus einer Zeit, als Timbuktu ein Zentrum des Wissens war.

»Jetzt,« so konstatiert GEOthema skeptisch und hoffnungsvoll zugleich (4), »muss sich herausstellen, wie viele von ihnen den Krieg überstanden haben.«

»Seit Jahrhunderten schon sind die Manuskripte bedroht – durch Hitze, Staub, Insekten, Räuber.«, vermeldete die »Süddeutsche Zeitung« in einem umfangreichen Artikel, betitelt »Der Schatz von Timbuktu« (5). Der Bericht stimmt hoffnungsvoll: »Als die Islamisten die Stadt (Timbuktu) überfielen, zündeten sie die berühmten Bibliotheken an. Einige Mutige aber versteckten die meisten Schriften.«

Abdel Kader Haidara schätzte die fanatischen Islamisten richtig ein. Rechtzeitig kaufte er – mit ausländischer Hilfe – zweieinhalbtausend Metallkisten. In den Kisten wurden die uralten, kostbaren Schriften der legendären Bibliotheken auf zum Teil abenteuerlichen Wegen in Sicherheit gebracht. Haidara verteilte die metallenen Behältnisse »unter drei Dutzend Familien in Timbuktu, und gemeinsam schafften sie erst die Manuskripte nachts aus den Bibliotheken bin die Verstecke zu Hause, dann füllten sie die Kisten mit den Manuskripten und begannen sie, nach Süden zu schmuggeln, Richtung Bamako, der Hauptstadt von Mali, durch die Checkpoints der Dschihadisten, in Geländewagen, auf Eselsrücken, in Booten auf dem Niger. Nie mehr als zwei Kisten gleichzeitig, inmitten der restlichen Ladung versteckt, auf immer anderen Routen, um keinen Verdacht zu erregen.« (6)

Als die Bibliotheken von Timbuktu brannten, hatte Abdel Kader Haidara mit seinen mutigen Helfern bereits einen Großteil der kostbaren Manuskripte – die »Süddeutsche« berichten von 285.000 an der Zahl – in die Hauptstadt Bamako geschafft. In Sicherheit sind sie aber leider noch immer nicht. Sehr viele der uralten Dokumente sind vom Zerfall bedroht, müssten unbedingt aufwändig restauriert und konserviert werden. Im Geheimen findet ein Wettlauf statt: gegen die Dschihadisten und gegen die Zeit. Nach und nach sollen die Texte digitalisiert werden. »Die Retter und Restauratoren stehen vor einem Dilemma. Einerseits brauchen sie eine unendliche Geduld bei der ihrer Arbeit, damit die Papiere nicht weiter zerfallen, andererseits müssen sie sich auch beeilen, denn jede zeitliche Verzögerung nagt weiter an der Substanz der jahrhundertealten Schriften.« (7) Und die Rettungsarbeiten müssen im Geheimen an geheimen Orten erfolgen… aus Angst vor der Zerstörungswut der Dschihadisten!

Cheops vor »seiner« Pyramide. Fotos W-J.Langbein

Wenn heutige Historiker über das Weltwunder »Große Pyramide« sprechen, dann lassen sie keinen Zweifel aufkommen, dass es der Pharao Cheops war, der dafür verantwortlich zeichnete. Wenn es um eine Chronik der Geschichte Ägyptens geht, greifen diese Gelehrten gern auf die Aufzeichnungen früher Historiker zurück. Ihnen wird gern Glauben geschenkt, so lange ihre Überlieferungen dem Bild entsprechen, das sich Historiker unserer Tage von Ägyptens Vergangenheit machen. Aussagen, die nicht ins Konzept passen, werden schlichtweg »übersehen«.

Ein besonders eklatantes Beispiel sind die Ausführungen von Al-Makrizi, eines renommierten arabischen Geschichtsschreibers und Historikers des 14. Jahrhunderts. In seinem Werk »Hitat« (8) lässt der nämlich vernehmen:

»Die Leute sind sich über die Zeit ihrer Erbauung (der großen Pyramide), über den Namen des Erbauers und über die Ursache ihrer Erbauung nicht einig und haben die verschiedensten Meinungen geäußert, die verkehrt sind.« Dabei, so Al-Makrizi, gehe doch aus dem Werk »Nachrichten von Ägypten und seinen Wundern« eindeutig hervor, dass die Große Pyramide von einem gewissen Saurid in Auftrag gegeben worden sei. 300 Jahre vor der Sintflut sei das geschehen! Doch lassen wir den Historiker selbst zu Wort kommen: »Die Ursache der Erbauung der Pyramiden war, dass dreihundert Jahre vor der Sintflut Saurid folgenden Traum hatte: Die Erde kehrte sich mit ihren Bewohnern um, die Menschen flüchteten in blinder Hast, und die Sterne fielen herab.«

Grab oder Tresor? Foto Walter-Jörg Langbein

Saurid nahm diesen Traum ernst. Er ließ die Große Pyramide erbauen und eine Inschrift an der Spitze anbringen: »Ich, Saurid, der König, habe diese Pyramiden erbaut, und ich habe ihre Erbauung in sechs Jahren vollendet.« Und zwar als Tresore des Wissens. Die Inschrift enthüllte weiter: »Diese Pyramiden haben unter der Erde Tore, an die sich ein gewölbter Gang anschließt. Jeder Gang ist hundertfünfzig Ellen lang. Das Tor der östlichen Pyramide liegt auf der Nordseite, das der westlichen auf der Westseite, und das Tor des gewölbten Gangs der mit der Mauerbekleidung versehenen Pyramide liegt auf der Südseite.«

Im 33. Kapitel von Al-Makrizis »Hitat« lesen wir: »Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften, und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.«

Liest man, was da davor bewahrt werden sollte, eventuell bei der Sintflut verloren zu gehen, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nochmals sei das »Hitat« zitiert: »Daraufhin ließ er (der Erbauer der Großen Pyramide) in der westlichen Pyramide dreißig Schatzkammern aus farbigem Granit anlegen: Die wurden angefüllt mit reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichem Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu brechen, mit seltsamen Talismanen, mit den verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften. In der östlichen Pyramide ließ er die verschiedenen Himmelsgewölbe und die Planeten darstellen sowie an Bildern anfertigen, was seine Vorfahren hatten schaffen lassen. Dazu kamen Weihrauch, den man den Sternen opferte, und Bücher über diese. Auch findet man dort die Fixsterne und das, was sich in ihren Perioden von Zeit zu Zeit begibt. In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen, neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seine wunderbaren Künste, sein Lebenslauf und seine Werke beschrieben waren.«

Hütet sie Wissen.. älter als die Sintflut? Foto W-J.Langbein

Die meisten Ägyptologen  lächeln nur mitleidig, wenn sie die Behauptung hören, die Cheops-Pyramide stamme gar nicht von Cheops und sei älter als die Sintflut. Aber ist denn längst bewiesen, dass Cheops mit dem Bau der Großen Pyramide absolut nichts zu tun haben kann? Prof. Dr. Willy Wölfli –  er verstarb am 1. März  2014 im 84. Lebensjahr – wurde von Kollegen als »unabhängiger Denker, der oft unkonventionelle Wege beschritt, um seine vielfältigen Ideen zu verwirklichen« (9). Mit mehreren Kollegen von anderen wissenschaftlichen Instituten hat Prof. Wölfli insgesamt sechzehn Materialproben aus der sogenannten »Cheops-Pyramide« datiert. Alle Proben stammen nicht aus der Zeit des Cheops, sondern sind fast ein Jahrtausend älter.

Professor Dr. Robert Schoch, Universität von Boston, rückte der Sphinx mit sogenannten seismischen Bojen zuleibe. Mit Hilfe von Schallwellen wurde der steinerne Leib des Fabelwesens auch dort unter die Lupe genommen, wo er sich unseren Blicken entzieht, nämlich unter dem Sand. Dabei wurden deutliche, nicht zu übersehende Verwitterungen entdeckt, die – so Schoch – eindeutig auf Wasserschäden zurückzuführen sind. Sie können nicht zu Zeiten Cheops, sie müssen mindestens 7 000 vor Christus entstanden sein, wenn nicht noch früher!

Ich darf in Erinnerung rufen: Gemäß des Historikers Taqi al-Din Abu al-Abbas Ahmad ibn 'Ali ibn 'Abd al-Qadir ibn Muhammad al-Makrizi  (1364-1442) gibt es in der Großen Pyramide Geheimkammern mit Schätzen von unvorstellbarem Wert. Lange vor der Sintflut habe Saurid das mysteriöse Wissen seiner Zeit abspeichern und für die Ewigkeit erhalten wollen. Ist Al-Makrizi der einzige Historiker, der eine vorsintflutliche Entstehung der sogenannten »Cheopspyramide« postuliert? Keineswegs! Bislang unbeachtet blieb nicht nur in Kreisen der »A.A.S.« der Historiker Abu Ja Far Al-Idrisi. Sein Werk (10) liegt bislang in keiner Übersetzung in eine europäische Sprache vor. Sehr hilfreich ist die Ausgabe von Ulrich Haarmann (11), die auch den arabischen Text, aber auch eine höchst interessante Einleitung in deutscher Sprache enthält.

Joachim Wtewael, um 1595: »Die Sintflut« (X)

Abu Ja´far al-Idrisi (1173-1251)  war einer der ersten Forscher, die die Geheimnisse der Pyramiden vom Gizeh-Plateau zu ergründen versuchten. Nach intensivem Quellenstudium kam er zum Ergebnis, dass die heute nach Cheops benannte Pyramide sehr viel älter als gemeinhin angenommen sei. Sie soll »vor der Sintflut« gebaut worden sein. Demnach baute König Saurid vor der großen Flut Pyramiden als Tresore für uraltes fantastisches Wissen. Al-Idrisi fasst im vierten Kapitel seines Opus » Kitab Anwar uluw al-ajram fi l-kashf an asrar al-ahram« die Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen in Sachen Pyramiden zusammen. Vier der von ihm konsultierten Quellen, so Ulrich Haarmann, Herausgeber des Opus des al-Idrisi (11), »sprechen sich für eine nachsintflutliche Entstehungszeit aus« (12). Ulrich Haarmann weiter (13):

»Dann wechselt Idrisi zu der sehr viel längeren Liste derer über, die von einer Errichtung der Pyramiden vor der Flut überzeugt sind.«  Vier Quellen, die die Pyramidenentstehung nach der Sintflut ansetzen, stehen vierzehn Quellen gegenüber, die von einem Bau der Pyramiden vor der Sintflut ausgehen. Al-Idrisi fabuliert nicht einfach. Wissenschaftlich exakt benennt er seine Quellen sehr genau. Einige dieser Werke sind – wie etwa die »Geschichte Ägyptens und seiner Wunder, Gräber und Pharaonen« - leider verlorengegangen (14).

Al-Idrisi listet aber nicht nur auf, er zieht schließlich ein Resümee (15): »Die These, die Pyramiden seien erst nach der Sintflut erbaut worden, sei zu verwerfen.«  Wann aber sind sie errichtet worden? Al-Idrisi findet konkrete Angaben in seinen Quellen! Demnach wurden die Tempel und Pyramiden (16) »beim Eintreten des Sternes Altair in das Sternkreiszeichen Krebs gebaut«. Das ergäbe, so Ulrich Haarmann, für den Termin des Pyramidenbaus (17) »einen Zeitpunkt vor 20.000 Jahren«. Unklar ist, wie diese Datierung genau zu verstehen ist: 20.000 Jahre vor al-Idrisi oder vor unserer Zeit?

4. Fazit: Von Timbuktu bis zu den Schatzkammern der Pyramiden
Nach wie vor ist die kostbare Bibliothek von Timbuktu bedroht. Kann sie auf Dauer vor der Zerstörung durch Dschihadisten bewahrt werden? Und was wird aus den Dokumenten des Wissens, die womöglich in den Tresoren des Wissens der Pyramiden entdeckt werden? Wird sich wirkliche Wissenschaft oder religiöser Fundamentalismus durchsetzen?

Leider gibt es »Das Pyramidenbuch des Abu Ga’far Al-Idrisi« noch nicht in Übersetzung in eine europäische Sprache. So sind wir auf Sekundärliteratur angewiesen, vor allem auf  Ulrich Haarmanns ausführliche Einleitung zur arabischen Ausgabe (41). Warum wurden nach al-Idrisis Recherche die großen Pyramiden gebaut? Sie waren als Tresore des Wissens gedacht, die die Sintflut überdauern sollten. Ulrich Haarmann fasst zusammen (19): »Die Pyramiden werden daraufhin unter einem glückbringenden Gestirn mit ungeheurem Aufwand an Material, größter Sorgfalt und technischen Finessen ... errichtet. Das ganze Land Ägypten feierte mit, als sie fertig gestellt waren. Daraufhin wurden in der Chefrenpyramide Schätze und kostbare   Geräte – zum Beispiel rostfreie Waffen und unzerbrechliches Glas – und vieles mehr deponiert; in der Cheopspyramide wurde den Sternen gehuldigt und unter anderem alles Wissenswerte über die Geschichte Ägyptens bis zum Ende der Tage in Hieroglyphen festgehalten; die Mykerinospyramide schließlich wurde zur Gruft der streng hierarchisch in sieben Ränge gegliederten Priesterschaft.«

Al-Idrisis Werk muss endlich in europäische Sprachen übersetzt werden. So manches Rätsel wartet darauf, sorgsam studiert zu werden. So berichtet Idris, dass einst ein Mann in einer Oase Binsen sammelte. Den Mann, so überliefert Al-Idrisi, verschlug es in die Nähe der Cheopspyramide. Ulrich Haarmann fasst zusammen (20): »Eigentümliche Geräusche und lodernde Feuer erschrecken ihn zutiefst, dennoch schläft er ein und findet sich beim Aufwachen plötzlich in der Gegend wieder, weitab von den Pyramiden, in der er seine Binsen gesammelt hatte.«

Wir müssen uns fragen, ob und in wieweit die von al-Idrisi gesammelten Überlieferungen auf Fakten beruhen. Entstanden die großen Pyramiden wirklich vor der Sintflut? Und wenn ja, welche Schätze des Wissens warten auf Entdeckung? Antworten auf diese Fragen werden nur gefunden werden, wenn wirklich und unvoreingenommen vor Ort gesucht wird, zum Beispiel nach Gängen, die König Surid angeblich in und unterhalb der Pyramiden angelegt haben soll. Nicht verschwiegen werden darf in diesem Zusammenhang ein gravierendes Problem: Sollten die in den Pyramiden verborgenen Wissenstresore von den falschen Zeitgenossen entdeckt werden, dann verschwinden die verborgenen Schätze entweder in Geheimarchiven oder sie werden vernichtet. Religiöse Fanatiker sind weniger als Erhalter uralter Schriften bekannt, die womöglich nicht im Einklang mit den Doktrinen der eigenen Religion stehen könnten.

In meinem Buch »Lexikon der biblischen Irrtümer« machte ich auf einen vermeintlichen Übersetzungsfehler aufmerksam (21):

Moses von Michelangelo. Gemeinfrei. (X)
»Grimmig blickt Mose auf den Betrachter herab. So stellt man sich eigentlich den großen Mann des »Alten Testaments« nicht vor. Er wirkt nicht weise, sondern böse, ja teuflisch! Woran mag das liegen? Irgendetwas stimmt mit der Statue nicht. Irgendetwas hat der große Michelangelo (1475–1564) falsch gemacht. Aber was? Millionen von Romtouristen standen schon staunend vor der weltberühmten Statue und stellten sich diese Frage.

Michelangelo wurde Opfer eines simplen, aber folgenschweren Übersetzungsfehlers...und verpasste seinem Mose Hörner, wie wir sie sonst nur von mittelalterlichen Teufelsdarstellungen kennen! Warum?

Im Buch Exodus heißt es (22), dass das Gesicht Mose nach seiner Begegnung mit Gottstrahlte. Das hebräische Verbum heißt KRN und hat die Grundbedeutung strahlen. KRN hat aber noch eine Nebenbedeutung, nämlich Hörner tragen. Mag sein, dass dabei an Lichtstrahlen gedacht wurde, die wie Hörner ausgesehen haben mögen. Kirchenlehrer Hieronymus (*347; † 419 oder 420) engte den Sinn bei seiner Übersetzung des hebräischen Textes ins Lateinische ein: ›Et facies sua cornutuserat.‹ Und dies bedeutet eindeutig nur noch: »Und sein Angesicht war behornt.«  So kam Michelangelos Mose zu seinen Hörnern. Durch einen Übersetzungsfehler.«

Der deutsch-österreichische Alttestamentler und Religionswissenschaftler Anton Jirku (*1885; †1972) hat ein bemerkenswertes theologisches Werk hinterlassen. Mit bestechender Logik setzte er sich mit Moses und seinen vermeintlichen »Strahlen« auseinander (23). Sprachwissenschaftlich exakt weist er nach, dass Moses nicht strahlte, sondern eine Maske mit zwei Hörnern trug.

Wie haben wir das zu interpretieren? Dürfen wir die »Verkleidung« des Moses als eine Art von Cargo-Kult verstehen, als Imitation unverstandener Technologie? Oder wie sonst ist es zu verstehen , »daß die ›Hülle‹ des Mose an ihrem oberen Ende Hörner trug« (24)? Sollte Moses also mehr als nur eine Gesichtsmaske getragen haben, also eine den ganzen Körper umschließende »Hülle« mit »Hörnern«.


Moses von José de Ribera um 1640 (X)


Fußnoten

1) »GEOthema 07«, S. 102-S.115: »Der Schatz von Timbuktu«, S.102-115
2) ebenda, S. 114, linke Spalte, Zeilen 27-34 von unten
3) ebenda, S. 114, mittlere Spalte, 1. Zeile von unten
4) ebenda, S. 107, links oben
5) Zick, Tobias: »Der Schatz von Timbuktu/ Als die Islamisten die Stadt überfielen..«, »Süddeutsche Zeitung«, 12. September 2014, S. 3
6) ebenda
7) ebenda
8) Al-Makrizi-Zitate siehe »Das Pyramidenkapitel in Al Makrizi’s ›Hitat‹, übersetzt von Erich Graefe, Leipzig 1911 oder Eggers, Stefan (Hrsg.): »Das Pyramidenkapitel in Al-Makrizi’s ›Hitat‹«, Hamburg 2003
9) Nachruf der E.T.H. Zürich auf Prof. Wölfli vom 6. März 2014
10) Sezgin, Fuat (Hrsg): »Abu Ja Far Al-Idrisi/ Light on the Voluminous Bodies to Reveal the Secrets of the Pyramids - Kitab Anwar uluw al-ajram fi l-kashf an asrar al-ahram«, Text in Arabisch,  Publications of the Institute for the History of Arabic-Islamic Science, Series C, Facsimile edition, 1988
11) Haarmann, Ulrich (Hrsg): »Das Pyramidenbuch des Abu Ga’far Al-Idrisi«,
Beiruter Texte und Studien, Band 38, Beirut 1991
12) ebenda, S. 80, Zeilen 1 und 2 von oben
13) ebenda, S. 80, Zeilen 6 und 7 von unten

Gehörnter Moses von Benediktbeuern. Foto W-J.Langbein
14) ebenda, S. 80 unten bis S. 86 unten
15) ebenda, S. 85, Zeilen 8-10 von oben
16) ebenda, S. 85, Zeilen 1 und 2 von unten
17) ebenda, S. 86, Zeilen 7-9 von oben
18) Haarmann, Ulrich (Hrsg): »Das Pyramidenbuch des Abu Ga’far Al-Idrisi«, Beiruter Texte und Studien, Band 38, Beirut 1991, »Einleitung«, S. 1- S. 94
19) ebenda, S. 88, Zeilen 6-18 von oben
20) ebenda, S. 90, Z. 17-21 von oben
21) Langbein, Walter-Jörg: »Lexikon der biblischen Irrtümer«, München 2003,siehe Kapitel »Mose – schrieb nicht die fünf 
Bücher Mose«, Zitat S.103 unten und S. 104 oben
22) 2. Buch Mose Kapitel 34, Vers 30
23) Jirku, Anton: »Von Jerusalem nach Ugarit«, Graz 1966 (»Strahlen Mose« S. 133- S. 136, Seitenzählung unten)
24) ebenda, Seite 136, Zeilen 3-4 von unten (Seitenzählung unten!)

 Mit X gekennzeichnete Fotos sind gemeinfrei und befinden sich im Archiv des Verfassers.

»Ein Panoptikum des Schreckens - in der Kirche«,
Teil 252 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 16.11.2014



Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 13. November 2011

95 »Elektrizität im Altertum – das Licht der Pharaonen«

Teil 95 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Gigantisches Symbol für Ägypten in Stein
Foto: W-J.Langbein
Die »Alten Ägypter« bauten riesige Pyramiden ... und kannten die Glühbirne! Unbestreitbar ist: Denken wir an Ägypten, kommt uns die »Cheops-Pyramide« in den Sinn, das Symbol für das Reich der Pharaonen am Nil. Aber: Die »alten« Ägypter sollen das Geheimnis der Glühbirne gekannt haben? Eine absurde Behauptung? Keineswegs! 1975 machte mich der dänische Forscher Frede Melhedegaard (1) auf geheimnisvolle Wandreliefs aufmerksam ... verborgen in unterirdischen Krypten eines uralten Tempels ... die so etwas wie Glühbirnen als sakrale Objekte zeigen. Im Tempel von Dendera ... oder besser gesagt darunter … fand man tatsächlich detailreiche, präzise Abbildungen von Glühbirnen.

Nur etwa zwei Fünftel des Tempels von Dendera sind zu sehen ... über dem Wüstenboden. Der größere Teil der uralten Kultanlage befindet sich unter der Erdoberfläche ... in der Unterwelt, in der Finsternis unter dem Wüstensand ... Dendera liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Luxor. Der mysteriöse Tempel ist der Göttin Hathor geweiht. Dendera galt schon im »Alten Reich«, also etwa in der Zeit von 2600 bis 2200 vor Christus, als bedeutsame Wallfahrtsstätte. Man kann davon ausgehen, dass der heutige Tempel auf weit älteren Fundamenten eines uralten Bauwerks errichtet wurde.

Wann der »Ur-Tempel« gebaut wurde ... wir wissen es nicht. Im heute noch erhaltenen Tempel fand sich eine der ältesten Darstellungen der Tierkreiszeichen in Form eines Deckengemäldes. Darin verborgen sind verschiedene konkrete Daten zwischen 700 vor Christus und 3733 vor Christus. Auf Grund dieser unterschiedlichen Daten wurde das Alter des Dendera-Tempels oft falsch angesetzt. Verschiedene Daten wurden aus dem Relief gelesen und voreilig als Altersangabe des Tempels verstanden.

So heiß umstritten auch lange Zeit das Entstehungsjahr von Tempel und Tierkreiszeichen war, so herrscht heute Klarheit. Man kann davon ausgehen, dass der Tempel von Dendera 51 vor Christus neu angelegt wurde. Ptolemaios XII. zeichnete für die Neugestaltung verantwortlich. Ptolemaios XII. war es wohl, der den einst sehr viel größeren Komplex verkleinerte. Warum dies geschah, ist unbekannt. Vielleicht waren Teile der sakralen Bauwerke reparaturbedürftig, doch die nötigen finanziellen Mittel fehlten? Oder gab man Teile der Anlage aus welchen Gründen auch immer dem Verfall preis?

Heute liegt der Dendera-Komplex in einer wenig ansprechenden Region Ägyptens. Die Höllenglut der Sonne hat den Besucher fest im Griff. Mühsam schleppt man sich schwitzend über eine Treppe hinauf auf das Dach des Dendera-Tempels. Nur wenigen Besuchern ist klar, dass dies einst ein Privileg von wenigen war. Dendera ist das letzte Tempel-Bauwerk Ägyptens, dessen Dach betreten werden darf. Von hier oben kann man Teile der alten Umfassungsmauern sehen.

Reste der einstigen Schutzmauern
Foto: W-J.Langbein
Einst wurden der Hathor-Tempel und andere sakrale Bauten von geradezu monströsen Mauern geschützt. Sie sollen, wie mir ein Archäologe vor Ort erklärte »mehrere Meter« dick und »zehn Meter« hoch gewesen sein. Wie viele Schutzmauern es insgesamt gab ... das ist ebenso unbekannt wie die ursprüngliche Gesamtgröße der Anlage. Man geht davon aus, dass die Mauern insgesamt Hunderte von Metern lang waren. Auch wissen wir nicht, wann der allererste Grundstein gelegt wurde. Illustre Herrscher wie Augustus, Caligula und Nero jedenfalls verewigten sich als Bauherren.

Teile der Mauern wurden inzwischen ausgegraben und notdürftig restauriert. Die Überreste lassen erahnen, wie gewaltig das Bollwerk einst gewesen sein muss. Dass der Tempel von Dendera heute noch so gut erhalten ist, das ist auch dem Umstand zu verdanken, dass er viele Jahrhunderte weitestgehend unter Sandmassen verborgen lag und so geschützt war. Historische Fotos lassen erahnen, wie Dendera von Archäologen nach und nach freigelegt werden musste.

Tempel von Dendera (historische Aufnahme)
Noch heute ist zu erkennen: Es waren echte Baugenies am Werk. So wurde ein unterirdischer Tunnel bis zum Nil getrieben, eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Besagte unterirdische Verbindung ist noch heute intakt... nach Jahrtausenden! Moderne Bauten aus Beton halten keine Jahrhunderte durch. Sie bröckeln schon nach Jahrzehnten!

Das größte Geheimnis Denderas ... ja womöglich Ägyptens ... liegt in der Unterwelt der Tempelanlage ... in geheimen Kellerräumen zeigen Wandreliefs, was so gar nicht in eine Jahrtausende alte Gruft unter einem ägyptischen Tempel passt: diverse Glühbirnen. Aufgeregt berichtete mir der dänische Forscher Frede Melhedegaard 1975 von den fantastischen Abbildungen. Am Rande der Weltkonferenz der A.A.S. In Zürich, wo er einen Vortrag hielt (3), diktierte er mir eine Fülle von Informationen. Emsig notierte ich ...

»Da gibt es Darstellungen von blasenförmigen Glühbirnen. Sie werden zum Teil von Männern gehalten. Im Inneren sieht man in Schlangenform so etwas wie den Draht. Der geht in eine Fassung am Ende der Birne über.« Aus der Fassung heraus führt dann, so Frede Melhedegaard, ein Kabel. Das Kabel wiederum wird in ein Kästchen geleitet. In einem Fall werden sogar zwei parallel geschaltete Glühbirnen gezeigt. Für Frede Melhedegaard gab es keinen Zweifel: Im »Alten Ägypten« war schon vor Jahrtausenden die Glühbirne bekannt.

Glühbirnen in der Gruft
Foto: Archiv W-J.Langbein
Mir kamen Zweifel. »Wenn in Ägypten damals elektrisches Licht bekannt war ... wenn die Menschen ihre Behausungen mit elektrischem Licht beleuchteten ... dann müssten wir doch Überbleibsel finden, Drähte, Glühbirnen ...« Frede Melhedegaard widersprach: »Elektrisches Licht war vor Jahrtausenden nicht so verbreitet wie in unseren Tagen! Glühbirnen waren nicht alltägliche Nutzgegenstände in den Häusern der Menschen! Glühbirnen, die die Nacht zum Tage machen konnten, müssen etwas Magisches gewesen sein. Sie waren nicht Bestandteil des Alltags, sie gehörten in den sakralen Bereich eines uralten Tempels!«

Das »Glühbirnenmotiv«, so erfuhr ich, taucht immer wieder auf. Und immer steht ein grimmig dreinblickender Mensch-Pavian dabei mit scharfen Messern, die er drohend empor hält. Auf diese Weise wird womöglich auf die Gefährlichkeit der technischen Anordnung hingewiesen.

Glühbirne und warnender Affe
Foto: Archiv W-J.Langbein
1975 erfuhr ich von den »Glühbirnen« von Dendera. Frede Melhedegaard stellte mir einige Zeichnungen von den fantastischen Reliefbildern zur Verfügung. Sie erschienen 1979 in meinem Buch »Astronautengötter«. (2) Nicht selten bekam ich den Vorwurf zu hören, es müsse sich bei den Zeichnungen um plumpe Fälschungen handeln. Zu eindeutig seien Glühbirnen zu erkennen ... und Glühbirnen könne es nun einmal nicht vor Jahrtausenden in Ägypten gegeben haben!

Sollten die skeptischen Kritiker Recht haben? Sollte es sich bei den gezeichneten Darstellungen wirklich um Fälschungen handeln? Ich beschloss, selbst nach Ägypten zu reisen und in die Unterwelt von Dendera zu kriechen. Ich wollte selbst in Augenschein nehmen, ob es diese ägyptischen Glühbirnen gab ... oder nicht. Bis zu meinem Besuch in Dendera sollten aber noch zehn Jahre vergehen ...

Fußnoten
1 Melhedegaard, Frede: »The Power of the Past«, Kopenhagen 1975
2 Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter – Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«, Luxemburg 1979
In den folgenden Jahren erschienen überarbeitete Taschenbuchausgaben und Übersetzungen meines Buches in Fremdsprachen. Ich war wohl der erste deutschsprachige Autor, der in einem Buch über das Geheimnis von Dendera berichtete.
3 Frede Melhedegaard hielt am 31.Mai 1975 auf der 2. Weltkonferenz der A.A.S.-Gesellschaft in Zürich einen Vortrag: »Die Tempel der Vergangenheit sind technische Bibliotheken«.
Die A.A.S.-Gesellschaft widmet sich dem Studium der Geheimnisse unserer Vergangenheit. Auslöser für die Gründung der Gesellschaft war Erich von Däniken mit seinen Weltbestsellern über vorgeschichtliche Besuche von Außerirdischen auf unserem Planeten. Die »A.A.S. - Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI« ist auch heute noch sehr aktiv und gibt zweimonatlich ein interessantes Magazin heraus. Alljährlich werden Konferenzen veranstaltet, die auf reges Interesse stoßen.
Kontaktanschrift: Redaktion »Sagenhafte Zeiten«, A.A.S. GmbH, Postfach, CH-3803 Beatenberg, Schweiz

Literaturempfehlung
Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen : Hochtechnologie und elektrischer Strom im Alten Ägypten.«, München 1992

»Eine Schlange aus Licht«,
Teil 96 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 20.11.2011


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 6. November 2011

94 »Flugzeuge aus Gold«

Teil 94 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Ein Flugzeug aus Gold ...
Foto: Archiv W-J.Langbein
Orlando, Florida im Sommer 1997. Bei strahlendem Sonnenschein steigt das »Spaceshuttle« steil empor in den babyblauen Nachmittagshimmel. Applaus braust auf. Die goldenen Flügel des Raumgleiters blitzen im Sonnenlicht. Noch steigt er höher und höher, vollführt dann eine Rechtskurve und kreist über den begeisterten Zuschauern. Dr. Algund Eenboom und Peter Belting sind mit dem Verlauf ihres Experiments zufrieden. Ihr Flugvehikel – dem Spaceshuttle der NASA sehr ähnlich – hat wieder einmal seine Flugtauglichkeit beweisen ... Entwickelt wurde es aber nicht von einem zeitgenössischen Ingenieur ... sondern von einem unbekannten Genie vor mindestens 1500 Jahren! Unzählige Minimodelle des modern anmutenden Flugkörpers fanden sich als Beigaben in Kolumbien, in Fürstengräbern aus uralten Zeiten. Konkreter: Sie wurden in Schachtgräbern im Gebiet der Kulturen Calima, Tolima und Tairona und in Costa Rica gefunden.

In archäologischen Kreisen weiß man offenbar nicht so recht, was die Flugzeuge aus Gold waren. Unzählige Etiketten wurden und werden ihnen in Vitrinen verschiedener Museen verpasst: »fliegende Fische«, »Fledermäuse«, »Motten«, »Mischwesen«, »Vögel« und anderes Getier sollen es sein. Seltsam: Die goldenen Grabbeigaben haben perfekte Flugeigenschaften, die man so in der Tierwelt nicht kennt. Sie haben deltaförmige Tragflächen, die unter dem Rumpf angebracht sind ... ganz anders als Flügel bei Vögeln. Sie haben eine hoch aufragende Seitenruderflosse, wie sie uns aus der Welt moderner Flugzeuge vertraut ist. Das gilt auch für das horizontal angebrachte Höhenruder. Aus der Tierwelt sind derartige Attribute bei keiner Art bekannt. Die spezielle Flügelform ist ideal ... für Flugvehikel, die sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen!

Programmheft mit
»Goldflieger« - Foto:
Archiv W-J.Langbein
Die Vorführung der Flugeigenschaften des goldenen Flugvehikels fand am 6. August 1992 auf dem riesigen Parkplatz eines Luxushotels in Orlando statt, im Rahmen der »24. Weltkonferenz der A.A.S.« (1). Neben Dr. Algund Eenboom und Peter Belting und anderen hielt auch ich einen Vortrag ... und hatte ausgiebig Gelegenheit, mich mit den beiden Forschern zu unterhalten. Sie haben sich strikt an die Miniaturmodelle der »Goldflieger« aus präkolumbischen Gräben gehalten ... und ein flugtüchtiges Vehikel nachgebaut ... im Maßstab 16 zu 1!

Die Vorstellung, dass die Miniaturmodelle Tiere darstellen sollen ... finden Eenboom und Belting absurd. Vor 1500 Jahren wurden tatsächlich auch kleine Vögel und Fische in Gold modelliert ... erstaunlich naturgetreu. Die Künstler von damals haben hinlänglich bewiesen, dass sie realistische Abbilder der Natur liefern konnten. Das »Luft- und Raumfahrtinstitut« von New York hat inzwischen einige der Goldmodelle getestet. Und siehe da: Die uralten Objekte haben alle Eigenschaften, die ein modernes Flugzeug haben muss. Reinhard Habeck, Experte in Sachen »Dinge, die es nicht geben dürfte« in seinem gleichnamigen Buch (3): »Inzwischen bekräftigen andere Flugexperten und Raumfahrttechniker, dass ›die Tragflächen an der Rumpf-Unterseite wie bei modernen Überschallflugzeugen der Typen Eurofighter, Mirage 2000 und Concorde‹ angebracht sind ...«
.

Nachbildung eines »Goldfliegers«
Foto: W-J.Langbein
Auf meinen Reisen um die Welt habe ich manches Mal in Museen vor Vitrinen gestanden und die Goldartefakte bestaunt, zum Beispiel im weltberühmten Goldmuseum der Staatsbank von Bogota ... aber auch in Bremen!

Der Bremer Kaufmann Carl Schütte (1839-1917) war anno 1872 nach Kolumbien gereist. Dort lernte er einen wohlhabenden Plantagenbesitzer, den Sammler Vincente Restrepo aus Medellin, kennen ... und dessen erstaunliche Sammlung kostbarster archäologischer Objekte aus purem Gold. Der Bremer erwarb die Sammlung und nahm sie mit in seine Heimat. Anno 1890 stiftete Carl Schütte seine Sammlung dem »Bremer Übersee-Museum«. Und stieß damit nicht nur auf Begeisterung.

Offensichtlich konnten die Museumsfachleute acht Goldobjekte nicht klassifizieren. Und so wanderten acht wenige Zentimeter kleine Miniatur-Spaceshuttles aus uralten Fürstengräbern in den Safe einer Bank ... wo sie offenbar vergessen wurden. Oder hat man sie verbannt, weil die »Goldflieger« nicht so recht ins Bild des vorgeschichtlichen Südamerika passten? Galten sie in der Welt der Wissenschaft – im Sinne von Charles Hoy Fort – als »Verdammte«? Wie auch immer: Rund einhundert Jahre fristeten sie dort ein kümmerliches Dasein ... bis sie wiederentdeckt und endlich im »Übersee-Museum« öffentlich gezeigt wurden.

Nachbildung eines weiteren
»Goldfliegers« - Foto: W-J.Langbein
Seit vielen Jahren führe ich immer am ersten Wochenende im März das Seminar »Phantastische Phänomene« in Bremen durch. Dr. Algund Eenboom und Peter Belting hielten einen Gastvortrag: über die »Goldflieger« von Kolumbien, die so sehr einem Flugvehikel a lá »Spaceshuttle« ähneln. An so manchem Sonntag besuchten die Seminarteilnehmer das »Übersee-Museum« ... und strebten immer sofort der Vitrine mit den »Goldfliegern« zu.

Was stellen diese kleinen Kostbarkeiten dar? Insekten? Fische? Vögel? Dr. Algund Eenboom und Peter Belting stellten in ihrem Vortrag Darstellungen von Insekten, Fischen und Vögeln aus der gleichen Zeitepoche (»Tolima Kultur«) wie die »Goldflieger« einander gegenüber. Mein Fazit: die »Goldflieger« sind viel zu technisch und keine Abbildungen natürlicher Lebewesen. Was sind sie dann ... die mysteriösen »Goldflieger«?

Dr. Arthur Poyslee vom »Aeronautical Institute«, New York (2): »Die Möglichkeit, dass der Gegenstand (einer der »Goldflieger«) einen Fisch oder einen Vogel darstellen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Nicht nur, dass dieses goldene Modell tief im Landesinneren Kolumbiens gefunden wurde und der Künstler nie einen Meerfisch zu Gesicht bekommen hat, sondern auch, weil man sich Vögel mit derartig präzisen Tragflächen und senkrecht hochgestellten Spannflossen nicht vorstellen kann.« Auch der Biologe Ivan T. Sanderson (1911-1973) untersuchte die »Goldflieger« penibel. Sein Resultat: Das sind keine Nachbildungen von Wasser- oder Landtieren!
Im »Übersee-Museum« wurde mir aus berufenem Munde eine neue Lösung enthüllt: die »Goldflieger« sind das Resultat von Drogenkonsum!

Drogenrausch oder wahre
Begebenheit? - Foto: W-J.Langbein
Man stelle sich vor: Drogenkonsum führte bei Inka-Künstlern vor mindestens 1500 Jahren zu wahrhaft verblüffenden Resultaten. Obwohl ihnen so etwas wie ein Flugzeug vollkommen fremd war, entwickelten sie – im Drogenrausch – ein perfekt aerodynamisches Flugobjekt a lá Spaceshuttle! Welch futuristische Flugvehikel müssten dann heutige Ingenieure entwickeln können ... so sie nur die richtige Droge zu sich nehmen?
Eine herbe Enttäuschung gab es bei einem meiner letzten Seminare in Bremen für Besucher des »Übersee-Museums«. Die »Goldflieger« wurden aus dem öffentlichen Bereich des Museums entfernt. Ob es wieder einhundert Jahre dauern wird, bis sie erneut ausgestellt werden?

Unbeantwortet ist bis heute die Frage: Was stellen die »Goldflieger« dar? Sollten in grauer Vorzeit Menschen in Südamerika vor vielen Jahrhunderten reale Flugvehikel gesehen haben? Wenn ja: Woher kamen sie?

Fußnoten
1 A.A.S. Die A.A.S.-Gesellschaft widmet sich dem Studium der Geheimnisse unserer Vergangenheit. Auslöser für die Gründung der Gesellschaft war Erich von Däniken mit seinen Weltbestsellern über vorgeschichtliche Besuche von Außerirdischen auf unserem Planeten. Die A.A.S. - Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI ist auch heute noch sehr aktiv und gibt zweimonatlich ein interessantes Magazin heraus.
Kontaktanschrift: Redaktion »Sagenhafte Zeiten«, A.A.S. GmbH, Postfach, CH-3803 Beatenberg, Schweiz
2 Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf, Wien 1972, S. 46
3 Habeck, Reinhard: »Dinge, die es nicht geben dürfte/ Mysteriöse Museumsstücke aus aller Welt«, Wien 2008, S. 125


»Elektrizität im Altertum - das Licht der Pharaonen«,
Teil 95 der Serie

»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 13.11.2011

Sonntag, 1. November 2009

Unsere Zukunft liegt im All - Teil II

(Fortsetzung von Teil I)

Etwa 20 Verlage lehnten das Manuskript ab. »Kein Mensch will so ein Buch lesen!« lautete der Tenor der Absagen der ach so kompetenten und kundigen Lektoren. Der Econ-Verlag griff zu, brachte »Erinnerungen an die Zukunft« heraus. Es wurde weltweit zum Megabestsellern, zum wahrscheinlich erfolgreichsten Sachbuch.

1968 erschien »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken, gefolgt von »Zurück zu den Sternen« und anderen Sachbuchthrillern. Däniken polarisierte. »Außerirdische sollen die Erde vor Jahrtausenden besucht haben? So ein Unsinn!« polterten die einen. »Warum denn nicht? Dänikens Argumente stimmen zumindest nachdenklich!« sinnierten die anderen.

Mehr als 40 Jahre später – seine Gesamtauflage liegt bei über 63 Millionen Exemplaren weltweit – wird Däniken nach wie vor weltweit diskutiert. Unlängst kaufte ein chinesischer Verlag die Rechte für Dänikens Gesamtwerk, das nun auch komplett in chinesischer Übersetzung erscheinen soll. Der nach Dänikens Theorien und Thesen gebaute »Mysterypark« bei Interlaken lockt weiterhin Menschen an, die bereit sind, über alternative Wissenschaft nachzudenken.

1973 gründete der amerikanische Rechtsanwalt Dr. Gene Phillips die »A.A.S.«-Gesellschaft. Phillips, er hatte den Dokumentarfilm »Erinnerungen an die Zukunft« gesehen, wollte Laien wie Wissenschaftlern Dänikens Gedankenwelt zur Diskussion stellen. Seither wird heftig gestritten. Däniken erfuhr Ablehnung, aber auch Zustimmung. Weltweit wurden Konferenzen durchgeführt. Hochkarätige Wissenschaftler diskutieren die Thesen Dänikens. 1975 wurde ich Mitglied der »A.A.S.«. Seither habe ich im In- und Ausland auf Weltkongressen und One-day-Meetings dieser Gesellschaft referiert. Meinen bislang letzten Vortrag hielt ich am 24.10.2009.


2009 erschien mein bislang 30. Sachbuch... im 30. Jahr meiner Autorenschaft:
»2012: Endzeit und Neuanfang/ Die Botschaft der Mayas«.Mein Buch liefert die knallharten Hintergründe zum Film von Roland Emmerich!

Zum Jubiläum hielt ich auf dem Jahrestreffen der »A.A.S.« in Magdeburg einen Vortrag. Zu Gehör kam eine gekürzte Fassung meines Manuskripts. Die komplette Langversion (»Director’s cut«) gibt’s hier – und nur hier – zu lesen.

Walter-Jörg Langbein:
»2012 – Die Botschaft der Mayas:
Unsere Zukunft liegt im All«Vortrag auf dem»1-Day-Meeting« der Forschungsgesellschaft für
Archäologie, Astronautik und SETI(AAS), 24.10.2009




Walter-Jörg Langbein bei seinem Vortrag in Magdeburg am 24.10.09

Stellen wir uns vor: In grauer Vorzeit landen außerirdische Wesen auf Planet Erde. Sie kreieren Leben oder manipulieren vorhandenes Leben. Sie beschleunigen die Evolution zum intelligenten Wesen. Die kosmischen Besucher – sie gehen als »Götter« in Mythen und Religionen ein – verabschieden sich irgendwann wieder. Der Mensch, so er nicht die eigene Species auslöscht, betreibt irgendwann einmal Raumfahrt. Er dringt ins Universum vor. Irgendwann erreichen menschliche Kosmonauten ferne Planetenwelten. Und dort beginnt wieder ein neuer Zyklus der kosmischen Art: Wieder wird Leben kreiert oder manipuliert. Wieder wird der Samen für einen neuen Zyklus gesät.

Wiederholt sich diese Geschichte immer wieder im Kosmos?

Kamen die Götter aus dem All? Gedanken, vor denen Theologen zurückschrecken mögen, drängten sich Raumfahrtpionieren Eugen Sänger auf.

Eugen Sänger (1905-1964) war ein österreichisch-deutscher Ingenieur und gilt neben Hermann Oberth (1894-1989) als einer der großen Pioniere der Weltraumfahrt. Seine Doktorarbeit über »Raketenflugtechnik« wurde abgelehnt. Sänger arbeitete schon in den Vierzigern des 20. Jahrhunderts mit Erfolg an der Entwicklung damals futuristisch anmutender Projekte. Seine wichtigsten Entwicklungen waren ein Jet, der mehrfache Schallgeschwindigkeit erreichen sollte, und ein raketengetriebener Orbitalbomber. 1957 wurde er Professor in Stuttgart. 1963 gründete er einen Lehrstuhl für Raumfahrt an der »Technischen Universität Berlin«.

Sänger entwickelte in den frühen Sechziger-Jahren einen zweistufigen Raumtransporter (»RT-8«) und leistete Pionierarbeit für das »Space Shuttle«. Der Raumfahrtprofessor entwickelte allerdings weit kühnere Projekte: Sein »Raumboot« sollte Astronauten und Fracht von der Erde in die Erdumlaufbahn zu Raumstationen bringen. Ein Photonenantrieb sollte zunächst interplanetare, später interstellare Raumfahrt ermöglichen. Prof. Eugen Sänger trieb mit seiner wissenschaftlichen Arbeit die Raumfahrttechnik voran. Er ging davon aus, dass die Menschheit einst interstellare Raumfahrt betreiben wird. Was morgen oder übermorgen irdischen Astronauten möglich sein wird, überlegte Sänger, sollte doch vor Jahrtausenden fortgeschrittenen Zivilisationen möglich gewesen sein? Deshalb stand er dem Gedanken von »Astronautengöttern« ganz und gar nicht ablehnend gegenüber. Ganz im Gegenteil!


In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (S. 124 und S. 125): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?

Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.

Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (S. 125):


»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielt die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger (S.125): »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«

Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«. Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigenen Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen:

»Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum«:

»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiter wachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Die Botschaft der Mayas ist eine globale: Die Geschichte des Kosmos verläuft in gigantischen Zyklen. Jede Intelligenz wird einmal Weltraumfahrt betreiben, das Leben und die Intelligenz in den Weltraum exportieren. Die Götter kamen aus dem All und schufen den Menschen. Der Mensch wird in die Tiefen des Alls vordringen und auf fernen Planeten Leben schaffen. Pure Utopie? Keineswegs!

Schon vor Jahrzehnten kamen 28 Professoren und Techniker der »Stanford University« und der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zur Erkenntnis, dass eine riesige Weltraumstadt in Walzenform – Hermann Oberth lässt grüßen – im Bereich des Mach baren ist. »Der Spiegel« in seiner Ausgabe vom 1.9.1975: »Die Raumstation, die etwa gleich weit von der Erde und dem Mond entfernt wäre...würde in einem Zwei-Stufen-Programm erbaut werden:

Zunächst müssten eine erdumkreisende 2000-Mann-Raumstation so wie eine kleine Mondstation errichtet werden. Von dort aus würden die Baustoffe, aus Mondmateralien gewonnen, ins All transportiert und zusammenmontiert... Die fertige Raumstation, die sich zur Erzeugung künstlicher Schwerkraft einmal pro Minute dreht, würde alles Lebensnotwendige an Bord haben: Felder und Wiesen erstrecken sich 800 m weit vor den Augen der Bewohner, das Trinkwasser würde immer aufs neue regeneriert, die Luft wäre sauberer als in unseren Städten.«

Dr. Thomas Heppenheim, Luftfahrtingenieur am »California Institute of Technolgy«, schilderte das Leben in der Raumstation im »National Enquirer« (November 1975) so: »Das Leben in der geplanten Weltraumstadt wird nicht nur angenehmer sein als auf der Erde, sondern die Menschen werden dort alles haben, was für größtes Wachstum notwendig ist. Keine Ernte wird fehlschlagen. Die ersten 10 000 Menschen werden in Terrassenapartments mit modernstem Wohnkomfort leben. Von den Fenstern aus blicken sie auf gewölbte Erntefelder und überschauen grüne Parks. Das Leben wird angenehm und sonnig sein.«

Die zweite Weltraumstadt könnte dann schon ganz andere Ausmaße haben. Prof. Gerard Kitchen O’Neill (1927-1992) lehrte an der »Princeton University«, publizierte seine fundierten Visionen in einem Buch »Unsere Zukunft im Raum/ Energiegewinnung und Siedlung im Weltraum«.

Für den Physiker O’Neill, Inhaber wichtiger Patente, ist eine Besiedlung des Universums von der Erde aus keine unsinnige Science-Fiction-Illusion, sondern realistisch, finanzierbar und auch machbar. Der Wissenschaftler entwickelte mehrere Modelle von Weltraumstädten in Röhrenform. Die größeren (Länge etwa 30 km, Durchmesser 6 km) bieten 10 000 000 Menschen Lebensraum. In absehbarer Zukunft könnte – so postulierte Prof. O’Neill – ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung in Weltraumstädten leben.

Prof. Dr. Ulrich Walter, Inhaber des Lehrstuhls Raumfahrttechnik an der TU München hat ein faszinierendes Zukunftsszenario entwickelt: Zunächst werden auf unserem Mond, dann auf dem Mars, dem Jupitermond Europa und dem Saturnmond Titan Basisstationen errichtet. Auf dem Mars kann mit Terraforming begonnen, eine für den Menschen lebensfreundliche Atmosphäre kreiert werden. Durch das Auftauen der Polregionen, so Prof. Walter, wird das Treibhausgas Kohlendioxid freigesetzt. Der Planet Mars wird erwärmt. Pflanzen werden schließlich angebaut, die Sauerstoff erzeugen.

Neu sind Prof. Walters Projekte nicht. Hermann Oberth, der Vater der Weltraumfahrt, hat sie schon vor mehr als einem halben Jahrhundert angedacht, auch das Terraforming! Bereits 1954 beschrieb Hermann Oberth in seinem Werk »Menschen im Weltraum« gigantische »Wohnräder«. Er beließ es dabei nicht bei kühnen Prognosen. Vielmehr entwickelte er konkrete Pläne. Seine Weltraumschiffe in Scheibenform würden Durchmesser von sechs bis acht Kilometern aufweisen. Oberth: »Das Wohnrad dreht sich in 110 bis 126 Sekunden einmal um die eigene Achse.

Nach Prof. Walters Konzept beschleunigen riesige »Zylinder« (Länge 32 Kilometer, Durchmesser 6,4 Kilometer) auf ein Zehntel der Lichtgeschwindigkeit, also 30 000 km/sek. »PM« schreibt in der Oktoberausgabe (Oktober 2009, S. 73):

»Für eine Entfernung von 30 Lichtjahren bräuchten sie etwa 300 Jahre Reisezeit. In dieser galaktischen Region würden sie ein Sonnensystem mit einem möglichst erdähnlichen Planeten aufspüren, diesen besiedeln und nach 10 000 Jahren sich zum nächsten in 30 Lichtjahren Entfernung aufmachen. Mit dieser Planeten-Hüpfmethode wäre unsere 100 000 Lichtjahre messende Milchstraße in spätestens 50 Millionen Jahren kolonisiert.«

Bereits 1984 veröffentliche Prof. Michael Papagiannis, Astronom an der Bostoner Universität, Erich von Däniken weist in seinem neuen Buch »Götterdämmerung darauf hin (Rottenburg, Oktober 2009, S. 183), einen Plan zur Besiedlung unserer Milchstraße. Bei einer Geschwindigkeit von nur zwei Prozent der Lichtgeschwindigkeit werden zehn Lichtjahre in 500 Jahren zurückgelegt. Ein erdähnlicher Planet wird industrialisiert. Nach weiteren 500 Jahren ziehen die Weltraumpioniere weiter. Nach 500 Jahren wird der nächste Stopp eingelegt.

Prof. Papagiannis: »Dies bedeutet, dass eine Kolonisationswelle mit einer Geschwindigkeit von ungefähr zehn Lichtjahren pro 1000 Jahre voranschreitet. Das entspricht einer Geschwindigkeit von einem Lichtjahr pro Jahrhundert.«

Auf diese Weise würde die gesamte Milchstraße in zehn Millionen Jahren kolonisiert.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen! Vergessen wir den 23. Dezember 2012 als exakten Termin, vergessen wir die exakte Dauer der zum Teil gigantischen Zeitzyklen der Mayas. Die wahre Botschaft der Mayas lautet: die Geschichte des Universums spielt sich in Zyklen ab. Und in der Tat: In Zyklen wird die Milchstraße nach und nach kolonisiert. In Zyklen werden künftige Raumfahrer starten, reisen, besiedeln und wieder starten...

Unsere Zukunft liegt in den Weiten des Universums.
(Hier finden Sie Teil I)

Literatur:
Däniken, Erich von: »Götterdämmerung/ Die Rückkehr derAußerirdischen«, Rottenburg, Oktober 2009
Langbein, Walter-Jörg: »2012/ Endzeit und Neuanfang – Die Botschaft der Mayas«, München 2009
Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954
Papagiannis, Michael D.: »Natural Selection of Stellar Civilisations by the Limits of Growth« in »Quarterly Journal of the Royal Astronomical Society«, Vol. 25, London 1984
»P.M.«, Oktober 2009, S.68-73: »Homo galacticus«
Sandvoss, Ernst: »Space Philosophy: Philosophie im Zeitalter der Raumfahrt«, Wiesbaden 2008
Walter, Ulrich: »Zu Hause im Universum/ Ein Weltraumbuch«, Berlin 2002



Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (46) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Der Tote im Zwillbrocker Venn (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Atlantis der Südsee (13) Der hässliche Zwilling (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)