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Sonntag, 19. April 2015

274 » Däniken, die Mondlandung und Expresspost«

Gedanken zum 80. Geburtstag von Erich von Däniken
Teil 274 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


1) »Erinnerungen an die Zukunft«, US-Ausgabe

1968 erschien das Buch, das mein Leben bestimmen sollte: »Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken. Anno 1968, ich war damals 14, verging kaum eine Schulstunde, in der nicht auf die »kühnen Thesen dieses Schweizers« eingegangen wurde. Ich jedenfalls war Feuer und Flamme. Ich musste selbst ein Buch schreiben, beschloss ich damals, eine Chronik unserer phantastischen Vergangenheit.

Ich fürchte, dass der erste Eindruck, den ich auf Erich von Däniken machte, nicht wirklich der beste war. So bombardierte ich Erich von Däniken schon 1968 und in den folgenden Jahren mit Expressbriefen, die wohl nicht immer zur Freude des nachtaktiven Bestsellerautors zu frühmorgendlicher Stunde von eifrigen Postzustellern angeliefert wurden. Erich von Däniken aber erkannte meine jugendliche Begeisterung und antwortete stets geduldig. In den Jahrzehnten seit 1968 hat mir kein zweiter Schriftsteller so kompetent, kameradschaftlich und hilfreich zur Seite gestanden wie Erich von Däniken. Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken! Erich von Däniken ist nicht nur ein wirklich großer Schriftsteller und Forscher, er ist auch menschlich ein Riese!

Auch in der DDR sorgte Erich von Däniken für Furore, obwohl schon sein Erstling gar nicht so leicht zu bekommen war. Da schilderte doch dieser Däniken, wie er Material für seinen Weltbestseller gesammelt hat, auf Reisen von Ägypten bis Zentralamerika! Reisen um die Welt waren damals für den DDR-Bürger ohne Sonderprivilegien ebenso unrealistisch wie ein Wochenendtrip zum Mond.

2) EvD unterwegs
Als anno 1968 mit der Mondlandung der Amerikaner die Tür zum Kosmos einen kleinen Spalt geöffnet worden war, fragten sich viele Menschen weltweit, ob Däniken nicht vielleicht doch recht hatte. Sollte es einer Jahrtausende, ja vielleicht Jahrzehntausende älteren Zivilisation vielleicht schon in grauer Vorzeit möglich gewesen sein, interstellar zu reisen? Pioniere der Weltraumforschung wie Hermann Oberth und Eugen Sänger spekulierten schon lange von interstellaren Raumflügen.

In seinem Werk »Raumfahrt« stellte Prof. Eugen Sänger schon 1958 Überlegungen über Besucher von anderen Sternen auf der Erde in der Vergangenheit an. Er schreibt (S. 124 und S. 125): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.« Entstand also der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden also schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert?
    
Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958, S.124):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte  vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.
    
3) Mit EvD auf Malta
Schließlich listet Prof. Sänger einige Indizien für Besuche der »Astronautengötter« auf, die Jahre später sozusagen zum Kanon der »Prä-Astronautik« gehören sollten (S. 125):

»Tatsächlich berichtet nicht nur die Bibel vom Propheten Elias, er sei auf einem von Flammenrossen gezogenen Donnerwagen gen Himmel gefahren, nach mexikanischen Mythen erhielten die Maya den Besuch eines Gottes aus dem Weltraum, die Begründer der peruanischen Inkadynastie kamen vom Himmel...« Weiter schreibt Prof. Sänger (S.125): »Die bei Ninive gefundene Tontafel Assurbanipals mit der Kunde von dem Himmelsflug des sumerischen Königs Etam um 3200 v. Chr. bis in solche Höhen, dass ihm die Länder und Meere der Erde nicht größer erscheinen als ein Laib Brot, mag auch hierher gehören, ebenso wie die aus der Zeit um 155 v. Chr. stammende bekannte griechische Sage von Ikarus und Dädalos und die entsprechende germanische Sage von Wieland dem Schmied.«
    
Schließlich blickt Raumfahrtpionier Sänger in die Zukunft: Die »Erinnerung an die Fähigkeiten außerirdischer Wesen« habe im Menschen den Wunsch verstärkt, »selbst Raumfahrt zu treiben«.
    
Es ist bemerkenswert, dass ein Pionier der Raumfahrt wie Prof. Eugen Sänger den durchaus möglichen Hintergrund von Mayamythologie erkennt: dass Götter der Mayas tatsächlich außerirdische Astronauten gewesen sein können, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

Nach altindischen Epen kamen vor Jahrtausenden gigantische Weltraumstädte aus den Tiefen des Universums zur Erde. Sie erzeugten bordeigene Schwerkraft, indem sie sich um die eigene Achse drehten.

Für den »Vater der Weltraumfahrt« Prof. Dr. Dr. Hermann Oberth gab es keinen Zweifel: Irgendwann einmal in der Zukunft würde der Mensch riesige Weltraumstädte bauen und mit ihnen in die Weiten des Universums vordringen. Irgendwann einmal, daran gab es für den Pionier der Weltraumfahrt keinen Zweifel, würden die Weltraumkolonisten von Planet Erde in fernen Sonnensystemen ankommen:

4) EvD als »Reiseleiter«
»Am Ziel würden die Nachfahren der einst von der Erde ausgezogenen Menschen neue Planeten erforschen und für ihre Nachkommen erschließen. Die Erinnerung an die alte Erde, die für sie in den Tiefen des Weltraumes versunken sein würde, wäre nur noch schwach und unwirklich, und die auf Mikrofilme und Tonbänder gebannte Geschichte der irdischen Menschheit klänge diesen Weltraumfahrern nicht anders als ein geheimnisvolles Märchen aus dem sagenhaften Reich der Toten.«

Warum aber, so fragte sich der Vater der Weltraumfahrt, würden Menschen das Abenteuer Weltraum wagen? Die Antwort setzte er 1954 an den Schluss seines weitsichtig-prophetischen Werkes »Menschen im Weltraum«:

»Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten. Denn das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiter wachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.«

Anno1968 traten die »Astronautengötter« in mein Leben, bei der A.A.S. bin ich seit 1975 mit dabei! Als Student begleitete ich Erich von Däniken zusammen mit seinem tüchtigen Sekretär Willi Dünnenberger auf Vortragstourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Highlights waren die Weltkonferenzen der A.A.S., zum Beispiel in Zürich 1975 referierten u.a. Jacques Bergier, Peter Krassa und Sergius Golowin. Im Jahr darauf ging es nach Crikvenica, Jugoslaiwen. Referenten wie Josef Blumrich (NASA), Prof. Dr. Harry Ruppe und Andrew Tomas, Australien, faszinierten.

5) Als Referent in Chicago
Ich selbst durfte auf Weltkongressen der A.A.S. Vorträge halten, erstmals am 27. Juli 1978 in Chicago, Illinois. 1979 war das Jahr der Entscheidung für mich. Am 14. Juni 1979 berichtete ich in München über »Die Sache mit den Urtexten« – und beschloss, mein Theologiestudium abzubrechen. In München fand sich nach meinem Vortrag ein Verleger für mein erstes Buch – »Astronautengötter« – der leider allzu früh verstorbene John Fisch.

1979 lernte ich – durch meinen Vortrag bei der A.A.S. – meine Frau Barbara kennen und lieben, mit der ich seit 36 Jahren zusammen bin. Ich fürchte, ich habe die Nerven meiner Frau in den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Schreiberei gar manches Mal arg strapaziert. Zu meiner Verwunderung aber sind wir heute noch ein Paar. So verdanke ich mein Lebensglück... der A.A.S.!

Erich von Däniken machte die Theorie von Astronauten, die in grauer Vorzeit zur Erde kamen und als »Götter« verehrt wurden, weltweit populär. Seit über einem halben Jahrhundert publiziert er – zunächst in Zeitungen und Zeitschriften – seine faszinierenden Gedanken. Immer wieder tauchten »Skeptiker« auf, die immer wieder verkündeten, diesen Schweizer nun endgültig »widerlegt« zu haben. Erich von Däniken aber blieb, arbeitete und publizierte weiter. Die selbsternannten »Antidänikens« blieben ohne erkennbare Wirkung und sind längst wieder in der Versenkung verschwunden.

6) Unterwegs in der Bretagne. Oder war's in der Türkei?

Allen Zeitgenossen, die als Fundamentalisten von der Richtigkeit der eigenen Religion überzeugt sind, sei folgendes Gedankenspiel empfohlen: Außerirdische observieren unseren Planeten und erkunden die unterschiedlichen Religionen. Mit wissenschaftlicher Akribie vergleichen sie nun die unterschiedlichsten Konfessionen.

Werden sie eine bestimmte Religion zur richtigen erklären und alle anderen als »Irrglauben« abkanzeln? Wohl kaum. Vermutlich werden sie über alle irdischen Glaubensformen bestenfalls milde lächeln und keinerlei qualitativen Unterschied erkennen zwischen Glaubensrichtungen von der »altkatholischen Kirche« bis zum »Zaratthustrismus«, zwischen ägyptischen Religionen und Wuismus (China).

7) EvD gibt eine Lesung.. auf Reisen...

Sollte Erich von Däniken recht haben, dann irren alle Glaubensfanatiker. Dann gab es einst in grauer Vorzeit Besucher aus dem All, die für »Götter« gehalten wurden. Sollte sich das bewahrheiten, verlieren alle Fundamentalisten die Basis ihres Glaubens. Und dann sollten die ewigen Religionsstreitereien ein und für allemal ein Ende finden.

Es ist ein Trauerspiel: Was man für DIE wahre Religion hält, hängt vom zufälligen Geburtsort ab. Und die religiöse Rechthaberei führt schon seit Jahrtausenden zu blutigsten Gemetzeln, wobei jede Rechthaberei damit begründet wird, dass man ja DEM richtigen Gott zum Sieg verhelfen müsse. Das muss ja ein schwächlicher Gott sein, der sich nicht selbst als höchste himmlische Autorität durchsetzen kann, sondern auf hasserfülltes Gegeneinander der Menschen angewiesen ist!

>> Lesen Sie hier Teil 1 meiner Würdigung Erich von Dänikens


8) Programmheft Chicago 1978
Zu den Fotos...

1) »Erinnerungen an die Zukunft«,
US-Ausgabe - Foto Archiv W-J.Langbein

2 )EvD unterwegs: Im Bild neben EvD,
Tochter Cornelia. Foto Walter-Jörg Langbein

3 )Mit EvD auf Malta: Foto Ilse Pollo

4) EvD als »Reiseleiter«:
Foto Walter-Jörg Langbein

5) Als Referent in Chicao.
Foto Herty Maria Langbein

6) Unterwegs in der Bretagne.
Oder war's in der Türkei?: Foto Ilse Pollo

7) EvD gibt eine Lesung.. auf Reisen...:
9) Programmheft München 1979
Links im Bild - Ilse Pollo.
Foto Walter-Jörg Langbein

8) Programmheft A.A.S.-Weltkonferenz
Chicago 1978. Foto: Archiv Langbein

9) Programmheft A.A.S.-Weltkonferenz
München 1979. Foto Archiv Langbein


275 »Ein mysteriöses Kompendium in Stein«,
Teil 275 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
26.04.2015


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Sonntag, 13. November 2011

95 »Elektrizität im Altertum – das Licht der Pharaonen«

Teil 95 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Gigantisches Symbol für Ägypten in Stein
Foto: W-J.Langbein
Die »Alten Ägypter« bauten riesige Pyramiden ... und kannten die Glühbirne! Unbestreitbar ist: Denken wir an Ägypten, kommt uns die »Cheops-Pyramide« in den Sinn, das Symbol für das Reich der Pharaonen am Nil. Aber: Die »alten« Ägypter sollen das Geheimnis der Glühbirne gekannt haben? Eine absurde Behauptung? Keineswegs! 1975 machte mich der dänische Forscher Frede Melhedegaard (1) auf geheimnisvolle Wandreliefs aufmerksam ... verborgen in unterirdischen Krypten eines uralten Tempels ... die so etwas wie Glühbirnen als sakrale Objekte zeigen. Im Tempel von Dendera ... oder besser gesagt darunter … fand man tatsächlich detailreiche, präzise Abbildungen von Glühbirnen.

Nur etwa zwei Fünftel des Tempels von Dendera sind zu sehen ... über dem Wüstenboden. Der größere Teil der uralten Kultanlage befindet sich unter der Erdoberfläche ... in der Unterwelt, in der Finsternis unter dem Wüstensand ... Dendera liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Luxor. Der mysteriöse Tempel ist der Göttin Hathor geweiht. Dendera galt schon im »Alten Reich«, also etwa in der Zeit von 2600 bis 2200 vor Christus, als bedeutsame Wallfahrtsstätte. Man kann davon ausgehen, dass der heutige Tempel auf weit älteren Fundamenten eines uralten Bauwerks errichtet wurde.

Wann der »Ur-Tempel« gebaut wurde ... wir wissen es nicht. Im heute noch erhaltenen Tempel fand sich eine der ältesten Darstellungen der Tierkreiszeichen in Form eines Deckengemäldes. Darin verborgen sind verschiedene konkrete Daten zwischen 700 vor Christus und 3733 vor Christus. Auf Grund dieser unterschiedlichen Daten wurde das Alter des Dendera-Tempels oft falsch angesetzt. Verschiedene Daten wurden aus dem Relief gelesen und voreilig als Altersangabe des Tempels verstanden.

So heiß umstritten auch lange Zeit das Entstehungsjahr von Tempel und Tierkreiszeichen war, so herrscht heute Klarheit. Man kann davon ausgehen, dass der Tempel von Dendera 51 vor Christus neu angelegt wurde. Ptolemaios XII. zeichnete für die Neugestaltung verantwortlich. Ptolemaios XII. war es wohl, der den einst sehr viel größeren Komplex verkleinerte. Warum dies geschah, ist unbekannt. Vielleicht waren Teile der sakralen Bauwerke reparaturbedürftig, doch die nötigen finanziellen Mittel fehlten? Oder gab man Teile der Anlage aus welchen Gründen auch immer dem Verfall preis?

Heute liegt der Dendera-Komplex in einer wenig ansprechenden Region Ägyptens. Die Höllenglut der Sonne hat den Besucher fest im Griff. Mühsam schleppt man sich schwitzend über eine Treppe hinauf auf das Dach des Dendera-Tempels. Nur wenigen Besuchern ist klar, dass dies einst ein Privileg von wenigen war. Dendera ist das letzte Tempel-Bauwerk Ägyptens, dessen Dach betreten werden darf. Von hier oben kann man Teile der alten Umfassungsmauern sehen.

Reste der einstigen Schutzmauern
Foto: W-J.Langbein
Einst wurden der Hathor-Tempel und andere sakrale Bauten von geradezu monströsen Mauern geschützt. Sie sollen, wie mir ein Archäologe vor Ort erklärte »mehrere Meter« dick und »zehn Meter« hoch gewesen sein. Wie viele Schutzmauern es insgesamt gab ... das ist ebenso unbekannt wie die ursprüngliche Gesamtgröße der Anlage. Man geht davon aus, dass die Mauern insgesamt Hunderte von Metern lang waren. Auch wissen wir nicht, wann der allererste Grundstein gelegt wurde. Illustre Herrscher wie Augustus, Caligula und Nero jedenfalls verewigten sich als Bauherren.

Teile der Mauern wurden inzwischen ausgegraben und notdürftig restauriert. Die Überreste lassen erahnen, wie gewaltig das Bollwerk einst gewesen sein muss. Dass der Tempel von Dendera heute noch so gut erhalten ist, das ist auch dem Umstand zu verdanken, dass er viele Jahrhunderte weitestgehend unter Sandmassen verborgen lag und so geschützt war. Historische Fotos lassen erahnen, wie Dendera von Archäologen nach und nach freigelegt werden musste.

Tempel von Dendera (historische Aufnahme)
Noch heute ist zu erkennen: Es waren echte Baugenies am Werk. So wurde ein unterirdischer Tunnel bis zum Nil getrieben, eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Besagte unterirdische Verbindung ist noch heute intakt... nach Jahrtausenden! Moderne Bauten aus Beton halten keine Jahrhunderte durch. Sie bröckeln schon nach Jahrzehnten!

Das größte Geheimnis Denderas ... ja womöglich Ägyptens ... liegt in der Unterwelt der Tempelanlage ... in geheimen Kellerräumen zeigen Wandreliefs, was so gar nicht in eine Jahrtausende alte Gruft unter einem ägyptischen Tempel passt: diverse Glühbirnen. Aufgeregt berichtete mir der dänische Forscher Frede Melhedegaard 1975 von den fantastischen Abbildungen. Am Rande der Weltkonferenz der A.A.S. In Zürich, wo er einen Vortrag hielt (3), diktierte er mir eine Fülle von Informationen. Emsig notierte ich ...

»Da gibt es Darstellungen von blasenförmigen Glühbirnen. Sie werden zum Teil von Männern gehalten. Im Inneren sieht man in Schlangenform so etwas wie den Draht. Der geht in eine Fassung am Ende der Birne über.« Aus der Fassung heraus führt dann, so Frede Melhedegaard, ein Kabel. Das Kabel wiederum wird in ein Kästchen geleitet. In einem Fall werden sogar zwei parallel geschaltete Glühbirnen gezeigt. Für Frede Melhedegaard gab es keinen Zweifel: Im »Alten Ägypten« war schon vor Jahrtausenden die Glühbirne bekannt.

Glühbirnen in der Gruft
Foto: Archiv W-J.Langbein
Mir kamen Zweifel. »Wenn in Ägypten damals elektrisches Licht bekannt war ... wenn die Menschen ihre Behausungen mit elektrischem Licht beleuchteten ... dann müssten wir doch Überbleibsel finden, Drähte, Glühbirnen ...« Frede Melhedegaard widersprach: »Elektrisches Licht war vor Jahrtausenden nicht so verbreitet wie in unseren Tagen! Glühbirnen waren nicht alltägliche Nutzgegenstände in den Häusern der Menschen! Glühbirnen, die die Nacht zum Tage machen konnten, müssen etwas Magisches gewesen sein. Sie waren nicht Bestandteil des Alltags, sie gehörten in den sakralen Bereich eines uralten Tempels!«

Das »Glühbirnenmotiv«, so erfuhr ich, taucht immer wieder auf. Und immer steht ein grimmig dreinblickender Mensch-Pavian dabei mit scharfen Messern, die er drohend empor hält. Auf diese Weise wird womöglich auf die Gefährlichkeit der technischen Anordnung hingewiesen.

Glühbirne und warnender Affe
Foto: Archiv W-J.Langbein
1975 erfuhr ich von den »Glühbirnen« von Dendera. Frede Melhedegaard stellte mir einige Zeichnungen von den fantastischen Reliefbildern zur Verfügung. Sie erschienen 1979 in meinem Buch »Astronautengötter«. (2) Nicht selten bekam ich den Vorwurf zu hören, es müsse sich bei den Zeichnungen um plumpe Fälschungen handeln. Zu eindeutig seien Glühbirnen zu erkennen ... und Glühbirnen könne es nun einmal nicht vor Jahrtausenden in Ägypten gegeben haben!

Sollten die skeptischen Kritiker Recht haben? Sollte es sich bei den gezeichneten Darstellungen wirklich um Fälschungen handeln? Ich beschloss, selbst nach Ägypten zu reisen und in die Unterwelt von Dendera zu kriechen. Ich wollte selbst in Augenschein nehmen, ob es diese ägyptischen Glühbirnen gab ... oder nicht. Bis zu meinem Besuch in Dendera sollten aber noch zehn Jahre vergehen ...

Fußnoten
1 Melhedegaard, Frede: »The Power of the Past«, Kopenhagen 1975
2 Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter – Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«, Luxemburg 1979
In den folgenden Jahren erschienen überarbeitete Taschenbuchausgaben und Übersetzungen meines Buches in Fremdsprachen. Ich war wohl der erste deutschsprachige Autor, der in einem Buch über das Geheimnis von Dendera berichtete.
3 Frede Melhedegaard hielt am 31.Mai 1975 auf der 2. Weltkonferenz der A.A.S.-Gesellschaft in Zürich einen Vortrag: »Die Tempel der Vergangenheit sind technische Bibliotheken«.
Die A.A.S.-Gesellschaft widmet sich dem Studium der Geheimnisse unserer Vergangenheit. Auslöser für die Gründung der Gesellschaft war Erich von Däniken mit seinen Weltbestsellern über vorgeschichtliche Besuche von Außerirdischen auf unserem Planeten. Die »A.A.S. - Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI« ist auch heute noch sehr aktiv und gibt zweimonatlich ein interessantes Magazin heraus. Alljährlich werden Konferenzen veranstaltet, die auf reges Interesse stoßen.
Kontaktanschrift: Redaktion »Sagenhafte Zeiten«, A.A.S. GmbH, Postfach, CH-3803 Beatenberg, Schweiz

Literaturempfehlung
Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen : Hochtechnologie und elektrischer Strom im Alten Ägypten.«, München 1992

»Eine Schlange aus Licht«,
Teil 96 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 20.11.2011


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