Wer kennt sie (noch) nicht, die Lebensphase einer Frau, die unweigerlich kommt, das eigene und manchmal auch das Leben des Partners auf den Kopf stellt und nach der nichts mehr ist, wie es einmal war?
Manche Frauen merken nichts davon, andere verstehen die Welt nicht mehr und kommen aus der Achterbahnfahrt der Gefühle und Befindlichkeiten kaum raus.
Männer erleben die Wechseljahre angeblich auch, aber anders, nur wie?
Die ZDF-Serie „Klimawechsel“ ist derzeit in aller Munde, von höchst amüsant , witzig und frech bis unter die Gürtellinie, gelobt und beschimpft. Mache sich jeder ein eigenes Bild.
Die Wechseljahre einer Frau, noch immer ein Tabuthema, wird in der Serie von Doris Dörrie von Frauen für Frauen satirisch und provokativ in Szene gesetzt. Schamlos, mit klaren Worten und viel Witz flimmert das, was Frau sonst meist nur mit der besten Freundin bespricht, durch deutsche Wohnzimmer.
Vier Lehrerinnen an einer normalen Schule, deren Aufgabe es ist, pubertierende Schülerinnen und Schüler durch diese schwierige Zeit zu bringen, kämpfen mit sich und ihren hormonellen Katastrophen.
Maria Happel als Deutschlehrerin Angelika geht in die Breite wie ein Pfannkuchen und schwitzt sich die Seele aus dem Leib. Ulrike Kriener, die sonst eher emotionslose Komissarin Luca, fühlt sich nicht mehr begehrenswert, hat panische Angst vor dem Älterwerden und stürzt sich in eine Affaire mit einem Yoga-Lehrer, der der Lebensgefährte der überlasteten Kunstlehrerin Desiree, glänzend gespielt von Andrea Sawaztki, ist. Sie, als Mutter, Lehrerin und verhuschte Künstlerin ist in ihrer Dreifachrolle völlig überfordert.
Die von Heulattacken gebeutelte Biolehrerin Cornelia (Juliane Köhler) hat Angst vor ihren Schülern und steht keine Unterrichtsstunde ohne Tränen durch. Bei Panikattacken atmet sie verzweifelt in ihre geöffnete Schultasche.
Alle vier stürzen sich in die unterschiedlichen Unternehmungen gegen den Hormonwandel.
Putzsucht, Hormon-Yoga, geklaute Anti-Age-Cremes, Diäten und Squash gegen die Pfunde verfehlen letztendlich ihre Wirkung.
Deutschlehrerin Angelika sucht mit Hilfe ihres moslemischen Kollegen Heil im Sufismus und überlegt, dem Islam beizutreten, Angelika färbt sich die ergrauenden Schamhaare und läßt sich von der Frauenärztin Dr. Evelyn Bach (gespielt von Maren Kroymann) zur Vaginalstraffung und Botoxspritzen überreden, mit fatalen Folgen.
Kunstlehrerin Desiree bemüht sich erfolglos, ihre aus Haushaltsgegenständen liebevoll erstellten Kunstobjekte mit einem häufig schreienden Baby im Schlepptau in Kunstgalerien unterzubringen und die Biologielehrerin Cornelia kommt nicht gegen die Verführungskünste ihres Schülers aus der zwölften Klasse an und befindet sich im permanenten Liebesrausch, bis sie erfährt, dass sie schwanger ist.
Ihr langjähriger neurotischer Therapeut (genial gespielt von August Zirner) , von ihr stets mit Schokolade beschenkt, muss ihr tränenreiches Klagen nicht mehr ertragen und verbündet sich statt dessen mit der zynischen Gynäkologin Dr. Bach.
Für mich ist diese Serie ein filmischer Leckerbissen, der kein Tabu scheut und mit viel Witz meine Lachmuskeln und auch die meines Gatten schon mehrfach arg strapaziert hat
Die nächste Folge kommt am Donnerstag um 21 Uhr im ZDF.
Ich freue mich schon darauf.
Gaby Bessen
Manche Frauen merken nichts davon, andere verstehen die Welt nicht mehr und kommen aus der Achterbahnfahrt der Gefühle und Befindlichkeiten kaum raus.
Männer erleben die Wechseljahre angeblich auch, aber anders, nur wie?
Die ZDF-Serie „Klimawechsel“ ist derzeit in aller Munde, von höchst amüsant , witzig und frech bis unter die Gürtellinie, gelobt und beschimpft. Mache sich jeder ein eigenes Bild.
Die Wechseljahre einer Frau, noch immer ein Tabuthema, wird in der Serie von Doris Dörrie von Frauen für Frauen satirisch und provokativ in Szene gesetzt. Schamlos, mit klaren Worten und viel Witz flimmert das, was Frau sonst meist nur mit der besten Freundin bespricht, durch deutsche Wohnzimmer.
Vier Lehrerinnen an einer normalen Schule, deren Aufgabe es ist, pubertierende Schülerinnen und Schüler durch diese schwierige Zeit zu bringen, kämpfen mit sich und ihren hormonellen Katastrophen.
Maria Happel als Deutschlehrerin Angelika geht in die Breite wie ein Pfannkuchen und schwitzt sich die Seele aus dem Leib. Ulrike Kriener, die sonst eher emotionslose Komissarin Luca, fühlt sich nicht mehr begehrenswert, hat panische Angst vor dem Älterwerden und stürzt sich in eine Affaire mit einem Yoga-Lehrer, der der Lebensgefährte der überlasteten Kunstlehrerin Desiree, glänzend gespielt von Andrea Sawaztki, ist. Sie, als Mutter, Lehrerin und verhuschte Künstlerin ist in ihrer Dreifachrolle völlig überfordert.
Die von Heulattacken gebeutelte Biolehrerin Cornelia (Juliane Köhler) hat Angst vor ihren Schülern und steht keine Unterrichtsstunde ohne Tränen durch. Bei Panikattacken atmet sie verzweifelt in ihre geöffnete Schultasche.
Alle vier stürzen sich in die unterschiedlichen Unternehmungen gegen den Hormonwandel.
Putzsucht, Hormon-Yoga, geklaute Anti-Age-Cremes, Diäten und Squash gegen die Pfunde verfehlen letztendlich ihre Wirkung.
Deutschlehrerin Angelika sucht mit Hilfe ihres moslemischen Kollegen Heil im Sufismus und überlegt, dem Islam beizutreten, Angelika färbt sich die ergrauenden Schamhaare und läßt sich von der Frauenärztin Dr. Evelyn Bach (gespielt von Maren Kroymann) zur Vaginalstraffung und Botoxspritzen überreden, mit fatalen Folgen.
Kunstlehrerin Desiree bemüht sich erfolglos, ihre aus Haushaltsgegenständen liebevoll erstellten Kunstobjekte mit einem häufig schreienden Baby im Schlepptau in Kunstgalerien unterzubringen und die Biologielehrerin Cornelia kommt nicht gegen die Verführungskünste ihres Schülers aus der zwölften Klasse an und befindet sich im permanenten Liebesrausch, bis sie erfährt, dass sie schwanger ist.
Ihr langjähriger neurotischer Therapeut (genial gespielt von August Zirner) , von ihr stets mit Schokolade beschenkt, muss ihr tränenreiches Klagen nicht mehr ertragen und verbündet sich statt dessen mit der zynischen Gynäkologin Dr. Bach.
Für mich ist diese Serie ein filmischer Leckerbissen, der kein Tabu scheut und mit viel Witz meine Lachmuskeln und auch die meines Gatten schon mehrfach arg strapaziert hat
Die nächste Folge kommt am Donnerstag um 21 Uhr im ZDF.
Ich freue mich schon darauf.
Gaby Bessen