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Sonntag, 15. August 2010

31 »Vom Himmel hoch?«

Teil 31 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Das »Ding« sieht aus wie eine Rakete. Vorn läuft es spitz zu, nach hinten wird es breiter. Am Ende sind »Raketendüsen« zu erkennen. Was vom Piloten übrig geblieben ist, passt in den Kontext von bemannter Raumfahrt. In der »Rakete« hockt eine Gestalt. Sie trägt so etwas wie einen Raumanzug. Die Beine sind angewinkelt. Die Hände scheinen so etwas wie eine Steuerapparatur zu bedienen. Der Kopf der Gestalt ist leider abgebrochen. Trug sie so etwas wie einen Raumfahrerhelm? Das könnte sein! Im Brustbereich ist so etwas wie ein »Schlauch« zu erkennen, der womöglich an den »Helm« angeschlossen war.


Das englische Fachblatt »Fortean Times« stellte das Objekt kurz und bündig vor (1): »Dieses Objekt wurde in der Stadt Toprakkale, in uralten Tagen als Tuspa bekannt, ausgegraben. Es ist 22 Zentimeter lang, hat eine Breite von 7,5 Zentimetern und ist acht Zentimeter hoch. Alter: Geschätzte drei Jahrtausende. Für den heutigen Betrachter scheint es ein Raumfahrzeug für einen Passagier darzustellen. Der Kopf des Piloten fehlt. Manche Wissenschaftler bezweifeln das Alter. Es wird im Museum für Archäologie aufbewahrt, aber nicht ausgestellt.«

In meinem Buch »Bevor die Sintflut kam« (2) ging ich auf das seltsame Museumsstück ein: »Ich möchte den umstrittenen Fund, den ich als einer der ersten Autoren in ›Para‹, Österreich, vorstellte, auch im vorliegenden Buch zur Diskussion stellen: echt oder falsch? Handelt es sich um ein 3000 Jahre altes Raumschiffmodell? Liegt eine uralte Kopie eines noch älteren Artefakts vor? Oder haben die Skeptiker recht, die eine moderne Fälschung vermuten? Vor voreiligen Schlüssen sei gewarnt.«

Bis heute liegt keine wissenschaftliche Studie zum »Raketenmodell« vor. Nicht wirklich gesichert ist, wie das Objekt ins Museum für Archäologie gelangte. Verschiedene Geschichten kursieren. Ein Tourist habe den Fund ins Ausland schmuggeln wollen, heißt es. An der Grenze aber habe man den geheimnisvollen Gegenstand beschlagnahmt. Die Ausfuhr von archäologischen Objekten ist strikt untersagt. Ein Antiquitätenhändler habe die »Rakete« in das »Archäologische Museum von Istanbul« gebracht. Der Mann wollte es offenbar verkaufen. Nachdem sich das »Modell« als Fälschung entpuppt habe, habe der Händler auf die Rückgabe verzichtet.

Wenn die »Rakete« aber eine moderne Fälschung und kein archäologisches Objekt ist... wieso befindet sie sich dann nach wie vor im archäologischen Museum? Anfang 1997 wurde dem Schriftsteller Zecharia Sitchin im Museum die »Rakete« gezeigt. Sie wurde klammheimlich in einer Schublade aufbewahrt. Im Herbst 1997 wurde sie allerdings, wohl auf Betreiben Sitchins (3) öffentlich in einer Vitrine zur Schau gestellt. Als aber Museumsdirektor Dr. Pasinli – Sitchin weist in seinem Buch »Auf den Spuren der Anunnaki: Expeditionen in die mythische Vergangenheit des Planeten Erde« darauf hin (4) – von seinem Nachfolger abgelöst wurde... verschwand die »Rakete« wieder aus der Vitrine. Ob sie irgendwann wieder öffentlich gezeigt werden wird?


Darf man die unterirdischen Städte der Türkei, in der Zig- ja Hunderttausende Zuflucht finden konnten, mit der »Rakete« aus dem Museum in Verbindung bringen? Mich erinnern die viele Stockwerke in die Unterwelt gegrabenen Räume an systematisch angelegte Schutzanlagen. Wer in einem der teilweise riesigen unterirdischen Säle saß, vor wem versteckte er sich?

In einem herkömmlichen Krieg waren die unterirdischen Städte weniger Schutz als Falle. Wer sich in der Unterwelt versteckte, hatte keine echte Chance. Nahrungsmittel gab es da unten nicht. Ackerbau und Viehzucht waren nur an der Erdoberfläche möglich. Feindliche Truppen mussten nur warten. Die »Unterweltler« würden bald zermürbt aufgeben. Ihre Nahrungsmittelvorräte würden in absehbarer Zeit verbraucht sein. Wasser konnten sie aus ihren Brunnen schöpfen. Die Brunnenschächte führten aber an die Erdoberfläche. Man konnte also das Wasser von oben vergiften.

Feuer an den Einstiegen zu den Gängen in die Unterwelt gelegt, würden es den Belagerten unmöglich machen, neue Nahrungsmittel zu den Eingeschlossenen zu bringen. Sie konnten nur verhungern... oder waren den Belagerern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Die unterirdischen Städte, davon bin ich überzeugt, wurden nicht in kurzer Zeit als Verteidigungsanlage gebaut. Sie entstanden nicht als spontane Reaktion auf einen Angriffskrieg von feindlichen Nachbarn. Wer, wie ich, in einige dieser »Unterwelten« hinabgestiegen ist, der weiß: An diesen gewaltigen Anlagen hat man eher Jahrhunderte als nur Jahrzehnte gearbeitet. Erich von Däniken schreibt in seinem Buch »Beweise - Lokaltermin in fünf Kontinenten« (5):

»Wer einmal in diesen Städten gewesen ist, dem ist klar, dass hier keine schnellen Provisorien entstanden. Hier wurde über Jahrzehnte, vielleicht über Jahrhunderte, geplant und gebaut.«

Mit Erich von Däniken habe ich vor Ort in einem der unterirdischen Säle diskutiert. Seine Erklärung mutet auf den ersten Blick fantastisch an. Stellen wir uns vor: Vor Jahrtausenden kamen Außerirdische auf die Erde.

Sie forderten Gehorsam von den Menschen. Gesetze und Gebote wurden formuliert, nach denen die Menschen zu leben hatten. Wer dagegen verstieß, hatte mit Bestrafung zu rechnen. So lange die Mächtigen noch da waren, konnten Strafaktionen sofort erfolgen.

Irgendwann verschwanden die kosmischen Besucher wieder, nicht ohne zu verkünden: Wir kommen wieder! Die Aussicht auf die Wiederkehr der Wesen aus dem All mag von den Menschen auch als bedrohlich empfunden worden sein. Wie, so mochten sie überlegt haben, konnte man dem künftigen Strafgericht entgehen? Vielleicht gab es einen Ausweg, wenn man unterirdische Städte anlegte, in die man sich zurückziehen konnte. Sollte es so möglich sein, sich der göttlichen Strafe zu entziehen? Waren die unterirdischen Städte als Zuflucht gedacht, um sich vor jenen zu verstecken, die vom Himmel hoch kommen würden?

Hatten die Menschen vor Jahrtausenden Angst vor Flugvehikeln, die vom Himmel kamen? Oder wähnten sie sich von himmlischen Gottheiten bedroht? Suchten sie vor realen oder vor imaginären Göttern Zuflucht in der Unterwelt?


Bis heute wissen wir nicht wirklich, wer wann die unterirdischen Städte der Türkei gebaut hat. Bis heute wissen wir nicht, welchem Zweck sie wirklich dienten. Wer aber einmal aus der Gluthitze Kapadokiens in die so verblüffende Unterwelt jener geheimnisvollen Gefilde gestiegen ist, der wird seinen Besuch dort nie vergessen.

Ein großer Teil der unterirdischen Welt wurde bis heute nicht wissenschaftlich untersucht. Wie viele unterirdische Städte mögen noch der Entdeckung harren? Wie viele unterirdische Gänge sind verschüttet und müssen erst noch freigelegt werden?

Manchmal kommt es mir so vor, als sei »die Wissenschaft« nicht wirklich am Geheimnis der unterirdischen Städte interessiert. Könnte es sein, dass sie Entdeckungen zu bieten haben könnten, die dazu zwingen, die Geschichte der Menschheit neu zu schreiben?

Mehr als drei Jahrzehnte reiste ich zu geheimnisvollen Stätten unseres Planeten. Als besonders faszinierend erwies sich immer wieder die Unterwelt: zum Beispiel die Grabkammer tief unter der Cheops-Pyramide in Ägypten.....

Fußnoten
(1) »Fortean Times«, Okt./November 1993: »Is it an ancient space module?«
(2) Langbein, Walter-Jörg: »Bevor die Sintflut kam/ Von Götterbergen und Geisterstädten, von Zyklopenmauern, Monstern und Sauriern«, S. 54 und 55
(3) Sitchin, Zecharia: »Auf den Spuren der Anunnaki/ Expeditionen in die mythische Vergangenheit des Planeten Erde«, Rottenburg 2009, S. 37
(4) ebenda, S. 38
(5) Däniken, Erich von: »Beweise/ Lokaltermin in fünf Kontinenten«, Düsseldorf, September 1977, S. 409

»Das Geheimnis unter der Cheops-Pyramide«,
Teil 32 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 22. August 2010




Sonntag, 8. August 2010

30 »Unterwegs in der Unterwelt«

Teil 30 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Eben hatte ich noch in der angenehmen Atmosphäre eines dieser skurrilen »Wohntürme« aufgehalten. Die Temperatur war mäßig warm. Das milde Licht hatte den Augen gut getan. Dann trat ich in gleißende Helligkeit der Außenwelt Kapadokiens. Und schon schwitzte ich unter der sengenden Nachmittagssonne. Was für ein Unterschied!

Doch kaum habe ich nur einige wenige Schritte in den Eingangstunnel von Derinkuyu getan, hat die Hitze ein Ende. Mich umgibt angenehme, milde Kühle. Ein sanfter Lufthauch weht mir entgegen: aus der unergründlichen Unterwelt der unterirdischen Stadt von Derinkuyu. Es dauert einen Augenblick, bis sich meine Augen auf das angenehm matte Licht umgestellt haben.

Ich gehe einige Schritte weiter. Dunkelheit umfasst mich. Einsame funzelartige Lampen an der Wand und an der Decke helfen nicht besonders. Die trüben Glühbirnen lassen meinen Weg eher erahnen als wirklich erkennen. Ich bleibe kurz stehen, dann taste ich mich vorsichtig weiter voran. Staunend stelle ich fest, wie großzügig Tunnel angelegt ist. Es sieht so aus, als habe man mit spielerischer Leichtigkeit große Steinmengen mühelos nach Bergmannsart gebrochen und weggeräumt.

Gut, dass ich eine Grubenlampe am Kopf trage, so sehe ich meinen Weg, so lange mein praktisches Licht nicht versagt. Ich folge dem Hauptgang weiter, biege einmal ab und stehe vor einem massiven Eisengitter. Mit einiger Kraftanstrengung gelingt es mir, das Hindernis zur Seite zu wuchten. Ich krieche hinein. Der Gang ist kaum einen Meter hoch, führt steil abwärts. Ich krabbele weiter. Irgendwann setzt die Grubenlampe an meiner Stirn aus. Vollkommene Dunkelheit umgibt mich. Weiter taste ich mich, krieche langsam nach vorn.

Plötzlich blendet mich Licht, das mir gleißend erscheint. Ich blicke in einen riesigen Raum. Er ist mit zahlreichen Nischen versehen. Im Zentrum liegt so etwas wie ein riesiger »Mühlstein« auf dem Boden. Ich messe nach. Er ist rund, zwei Meter hoch und dreißig Zentimeter dick. Von diesen Kolossen, monströsen runden »Käseleibern« aus Stein, gibt es viele in der unterirdischen Welt. Nach Aussage der Wissenschaft wie der örtlichen Guides dienten sie einst als unüberwindbare Türen. Sie wurden in die Gänge gerollt, um so angreifende Feinde daran zu hindern, in die Welt unter der Erdoberfläche einzudringen.

Diese Türen – sie erinnern an den Stein, der einst Jesu Grab verschlossen haben soll – stellen technische Meisterwerke dar. Sie lassen sich in Aussparungen rechts oder links des Ganges rollen. Sie konnten ebenso leicht zur Seite gerollt wie als unüberwindbares Hindernis in den Gang geschoben werden.

Wieder wage ich mich in einen niedrigen Tunnel. Er ist knapp 1,20 Meter hoch. Wie kann es anders sein: Auch hier erlischt bald meine Grubenlampe. Liegt es am Glühbirnchen oder an den Batterien? Wieder krieche ich in die Dunkelheit, taste mich vorsichtig vor. Plötzlich greife ich ins Leere. Ein Steinchen löst sich, fällt. Angestrengt lausche ich in die absolute Stille. Einen Aufprall höre ich nicht.

Ich nehme die Grubenlampe vom Kopf, rüttele am Gehäuse. Ich schraube das Birnchen aus der Fassung und wieder hinein. Ich wackele an den Batterien. Plötzlich spendet sie wieder erfreulich helles Licht. Ich starre in einen senkrecht abfallenden, scheinbar abgrundtiefen Schacht.

Seltsam: Plötzlich flackert im Schacht in unschätzbarer Tiefe eine müde Glühbirne auf...

Ein Ende – ein Unten – ist nicht auszumachen. Schließlich zünde ich ein Stückchen Papier an, werfe es in den steinernen Schlund. Tanzend schwebt es flackernd zu Boden. Deutlich sind zahllose Löcher an einer der Wände zu erkennen. Sie sind wie Perlen auf einer Kette aufeinandergereiht. Einst sollen sie als »Leitersprossen« gedient haben. Mit ihrer Hilfe hinabzusteigen, darauf verzichte ich aber lieber. Immer noch torkelt das brennende Papier taumelnd tiefer. Nach dreißig, vierzig Metern entschwindet es aus meinem Blickfeld.

Ich kehre lieber um – zum Gang, den ich eben kriechend verlassen hatte. Mein Weg führt mich weiter nach unten. Meinem Gefühl nach befinde ich mich in der dritten Etage unter der Erdoberfläche... oder ist es schon die vierte? Bei anderen Exkursionen in die Unterwelt machte die sticke Luft Probleme. Hier kann ich ganz normal atmen. Die Luft ist stets erstaunlich frisch. Bis in die tiefsten Etagen soll das so sein. Warum? Wer die unterirdische Stadt angelegt hat, muss ein wahrer Meister seines Fachs gewesen sein.

Bislang wurden in Derinkuyu rund 1.500 kleinere und 52 größere Be- und Entlüftungsschächte gefunden. Sie reichen, so weit hat man das bislang ermitteln können bis zu 85 Meter tief in die unteren Bereiche der Stadt. Niemand vermag zu sagen, wie viele solche Lüftungsröhren noch der Entdeckung harren.

Die größeren Be- und Entlüftungsschächte hatten noch eine weitere Bedeutung: Sie dienten gleichzeitig als Zugang zu frischem Wasser in der tiefsten Etage, also auch als Brunnen. Wasserversorgung war im Falle einer Belagerung lebensnotwendig!

Niemand vermag zu erklären, wie kleinen Röhren angelegt wurden. Wurden sie gebohrt? Wenn ja, mit welchen Werkzeugen? Fest zu stehen scheint, dass nicht alle der Luftzirkulation dienten. Manche waren auch Bestandteil eines komplizierten Kommunikationssystems. Ich habe es getestet. Was etwa sieben Etagen unter der Erdoberfläche gesprochen wurde, war in der ersten Etage immer noch gut zu verstehen.

Es geht immer steiler nach unten. Immer wieder tauchen in den Stein gemeißelte Treppenstufen auf. Immer wieder komme ich an beiseite geschobenen wuchtigen, tonnenschweren »Tresortüren« vorbei. Die Bewohner der Stadt unter der Erdoberfläche müssen einst panische Angst vor Angriffen von oben gehabt haben. Vor welchen Feinden haben sie sich versteckt? In der siebten, vielleicht ist es auch die achte Etage unter der Erdoberfläche, breitet sich ein unübersichtlicher saalartiger Raum vor mir aus. Wuchtige Säulen sind aus dem massiven Stein herausgehauen. Die Säulen versperren mir den Blick. Es gelingt mir nur, einen Teil dieses labyrinthartigen Raums zu fotografieren!

Nach einem Plan, den mir ein Einheimischer aufgezeichnet hat, muss ich jetzt wieder nach oben kriechen. Zu riskant ist der weitere Abstieg. Nach dem Plan kann ich von hier aus über Treppen nach oben wieder in die dritte Etage gelangen. Dort, in der dritten Etage, soll es einen »Geheimgang« geben. Laut einem einheimischen Forscher ist er immerhin neun Kilometer lang und verbindet unterirdisch die Städte Derinkuyu und Kaymakli.

Angeblich gibt es eine Vielzahl von unteridischen Städten, zehn, zwölf Stockwerke unter der Erdoberfläche, eine Etage über der anderen. Tausende Räume boten einst zigtausenden, ja hunderttausenden Menschen Zuflucht. Vor welchem Feind hatten die Menschen Angst?

Wer floh da vor wem – und wann? Einst galt es als anerkannte Lehrmeinung, dass die gewaltigen unterirdischen Anlagen das Werk von frühen Christen aus dem siebten Jahrhundert nach der Zeitenwende sind. Die Christen hätten sie angelegt, um den muslimischen Arabern zu entkommen. Überzeugen konnte diese Erklärung nie!

Stellen wir uns folgende Situation vor: Mitglieder der jungen christlichen Gemeinde in Kapadokien wurden von muslimischen Feinden entdeckt. Sie bangten um ihr Leben. In der Situation der Gefahr sollen die verfolgten Christen eine gigantische unterirdische Stadt angelegt haben... unter den Augen ihrer Verfolger? Solch ein gigantisches Bauvorhaben hätte wohl eher Jahrzehnte als Jahre gedauert.

Ich will überhaupt nicht bestreiten, dass Christen die unterirdische Stadt von Derinkuyu als Zufluchtstätte nutzten. Christen haben Spuren in der Unterwelt hinterlassen. In den oberen Etagen richteten sie unterirdische Gotteshäuser ein: in Kammern, die sie vorfanden. In anderen Räumen sollen sie, so heißt es, Tote aufgebahrt haben.... in Kammern, die sie vorfanden. Das Werk der Christen sind Derinkuyu und die zahlreichen anderen unterirdischen Welten nicht.

Erich von Däniken (li) mit Walter-Jörg Langbein
Erbaut wurde das unterirdische Derinkuyu nicht erst so spät und nicht von den Christen, sondern sehr viel früher, also in vorchristlichen Zeiten. Dr. Martin Urban, gilt als einer der führenden Experten in Sachen »unterirdische Städte der Türkei«. Dr. Urban erforschte bereits in den Jahren von 1960 bis 1970 Kapadokiens Unterwelt.

Dr. Urban hält eine Erschaffung in nachchristlichen Zeiten für unmöglich. Er vermutet vielmehr, dass sie bereits um die Wende vom neunten zum achten vorchristlichen Jahrhundert entstanden. Der türkische Archäologe Dr.Ülgür Gökovali geht von einer »militärischen Verwendung« aus. Er datiert sie noch sehr viel weiter zurück als Dr. Urban, nämlich in die Zeit um 1 400 vor Christus. Andere Archäologen, so erfahre ich vor Ort, gehen davon aus, dass die unterirdischen Anlagen mindestens vier Jahrtausende alt sind. Ich behaupte: Es wird sich zeigen, das Derinkuyu noch wesentlich älter ist!

Ich habe mich mit Erich von Däniken vor Ort in einem der unterirdischen Räume tief unter der Erdoberfläche über Derinkuyu unterhalten. Man muss, will man einer Lösung für die Geheimnisse der Vorzeit näher kommen... auch fantastische Erklärungen in Erwägung ziehen.... Mein Motto: Keine Angst vor kühnen Gedanken!

»Vom Himmel hoch?«,
Teil 31 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 15.8.2010


Sonntag, 1. August 2010

29 »Das Geheimnis der unterirdischen Städte«

Teil 29 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



Vor vielen Jahrmillionen brach die Apokalypse im Gebiet der heutigen Türkei aus. Zwei Vulkane – Erciyes Dagi (3916 Meter) und Hasnan Dagi (3253 Meter) – schleuderten gigantische Lavamassen in den Himmel. Glutheißer flüssiger Brei und Asche ergossen sich aus den Bergen des Todes über die paradiesisch-grüne Landschaft, verbrannten und erstickten alles Leben. Die biblische Hölle, so schien es, tat sich auf. Wie viele Jahre mag es gedauert haben, bis die zähflüssigen Massen aus dem Erdinneren abkühlten und schließlich erstarrten?

Massen von Lava, Schlamm und Asche wurden im Lauf der Zeiten zu Tuffgestein. Sie wurden in jenes natürliche Material verwandelt, aus dem später kuriose, ja fantastische Formationen entstanden. Jahrmillionen vergingen, in denen dieses eher weiche Material den Unbilden des Wetters ausgesetzt war. Hitze und Kälte blieben nicht ohne Wirkung. Sturm und Regen, heiße Trockenheit und eisige Perioden wirkten wie Künstler, die abstrakte Plastiken schaffen wollten. So modellierte »Mutter Natur« die unförmigen erstarrten Schichten zu höchst bizarren Formationen.


Und so fühlt man sich heute in der Region zwischen den Ortschaften Kayseri und Aksaray auf einen fremden, fernen Planeten versetzt. Man könnte hier ohne weiteres einen Film drehen, der auf einer fremden Welt spielt. Die Kulisse wäre ideal: Gigantische steinerne Nadeln reichen in den Himmel. Andere »Wolkenkratzer« erinnern mehr an gewaltige Pilze.... Steinpilze im wahrsten Sinne des Wortes! Wieder andere könnten von termitenartigen Wesen zu mächtigen Türmen aufgeschichtet worden sein. Es sieht so aus, als seien sie wie der legendäre Turm von Babel von einem mächtigen himmlischen Gott wütend zertrümmert worden. Feen-Kamine und Felsenburgen werden die mystisch anmutenden Gebilde genannt.

Vielleicht haben schon vor Jahrtausenden findige Menschen vor Ort erkannt, dass sich die bizarren Formationen leicht bearbeiten ließen. Das Steinmaterial ist relativ weich. Mit einfachen Mitteln können Gänge hineingetrieben und höhlenartige Kammern in die natürlichen Türme geschlagen werden.

Schon vor Jahrtausenden mögen Menschen erkannt haben, dass die Wohnungen im Stein geradezu ideal für angenehmes Leben sind. Die Bewohner werden vor den unterschiedlichsten Wetterunbilden geschützt: Vor Regen, Schnee und Sturm, aber auch vor der Sonnenglut. Wenn draußen die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt... herrscht in den künstlichen Höhlen in den Steintürmen eine angenehme, wohl temperierte Atmosphäre. Und selbst wenn es draußen bitter kalt sein sollte... im Inneren lässt es sich aushalten... und das ohne Heizung und Klimaanlage! Nach und nach werden in heutiger Zeit uralte Höhlenkammern wieder bewohnt. Obdachlose, die es offiziell gar nicht gibt, finden so eine Bleibe. Gern gesehen wird das von den Behörden allerdings nicht. Touristen könnten sich von den Einheimischen gestört fühlen....

Der Beginn der Besiedlungsgeschichte der bizarren Region verliert sich in der Dunkelheit der Vorzeit. Archäologisch nachgewiesen sind erste Spuren menschlicher Behausung um 6500 v.Chr. 1600 erschienen die Hethiter in Kapadokien. Um 800 v.Chr. folgten die Phryger, später die Meder und die Perser. Die Makedonier kamen an die Macht, unterlagen aber den Römern. Im Jahre 17 n.Chr. wurde Kapadokien von Tiberius annektiert.

Im dritten nachchristlichen Jahrhundert war Kapadokien ein mächtiges Zentrum der frühen Christenheit. Mönche hausten in höhlenartigen Wohnung in den steinernen Naturtürmen. Höhlenkirchen wurden in Kammern im Stein gebaut, mit herrlichen Wandmalereien geschmückt. Im 7. nachchristlichen Jahrhundert setzten Angriffe der Araber ein. Der Islam wurde zur Hauptreligion.


Seit Jahrzehnten ist Kapadokien touristisch erschlossen. Von besonderem Interesse ist allerdings eher die überirdische Welt. Doch während die ohne Zweifel einzigartigen Siedlungen in den überirdischen bizarren Lava-Formationen zahllose Touristen anlocken... interessieren sich weit weniger Besucher für das unterirdische Kapadokien. Die wirklich geheimnisvolle Unterwelt aber ist es, die einem den Atem verschlägt. Wer sich für Monstermauern, Mythen und Mysterien interessiert.... wer gern die mysteriösen Geheimnisse der Vergangenheit wie ein Buch lesen möchte, der sollte in die Unterwelt Kapadokiens hinabsteigen!

Derinkuyu ist eine von zahlreichen unterirdischen Städten Kapdokiens. Man findet ihren Eingang an der Landstraße Nevsehir-Nigde, knapp 55 Kilometer von Nigde entfernt. Acht Kilometer davon entfernt: die Eingänge zu einer weiteren unterirdischen Stadt, zu Kaymakli. Derinkuyu wurde 1963, Kamyakli 1964 entdeckt. Wie viele unterirdische Städte noch auf die neuzeitliche Entdeckung warten... das weiß niemand. Nach manchen Schätzungen sind es Hunderte!

Fakt ist: Der Staat ist an archäologischen Funden der spektakulären Art besonders interessiert. Interessante Stätten locken Touristen an. Und Touristen bringen Devisen ins Land. Außerdem möchte die Türkei Euroland werden. Eine interessante Vorgeschichte macht ein Land als Neu-Europäer zweifelsohne interessant.

Das staatliche Interesse an der Unterwelt Kapadokiens stößt bei der einheimischen Bevölkerung nicht nur auf Begeisterung. Viele Menschen vor Ort sind skeptisch. Sie befürchten, dass Häuser vom Staat enteignet werden könnten, die zum Beispiel auf einem Zugang in die Unterwelt stehen. Solche Häuser gibt es in großer Zahl. Und so verschweigt so mancher Kellerbauer eine unterirdische Entdeckung... aus Angst, aus dem eigenen Haus vertrieben zu werden.

Schon vor Jahrhunderten dürfte das wahre Geheimnis von Kapadokien entdeckt worden sein. Häuser wurden gebaut. Um Nahrungsmittel möglichst kühl zu lagern, nutze man Höhlenwohnungen aus uralten Zeiten. Es wurden aber auch Keller in den Boden gegraben... in den Stein getrieben. Bei solchen Arbeiten wurden immer wieder unterirdische Kammern oder Gänge zu unterirdischen Kammern entdeckt.

Wagten sich die Neuentdecker bereits vor Jahrhunderten tief hinab in die scheinbar unergründlichen unterirdischen Städte... oder hielt sie Angst vor dem Unbekannten zurück? Mancher Bewohner von Derinkuyu soll bei den Gängen in den Leib der Erde an unterirdisches Höllengrauen denken und seine Neugier bezähmen. Andere haben vor höchst realen Gefahren Angst. Wiederholt stieß man beim Bau von Kellerräumen oder beim Ausschachten von Hausfundamenten auf unterirdische Hohlräume, die sich als wahre Höllenschlünde erwiesen und zig Meter senkrecht in die Tiefe führten: höchst gefährliche Schächte in die Unterwelt. Man hat Luftschächte entdeckt, die tief unter der Erdoberfläche liegende Etagen bewohnbar machten.

»Unterwegs in der Unterwelt«,
Teil 30 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 8.8.2010

Sonntag, 18. Juli 2010

27 »Das Geheimnis des Götterbergs«

Teil 27 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Der Nemrud Dag, im Südosten der Türkei gelegen, ist knapp über 2200 Meter hoch. Touristen verschlägt es eher selten in diese Region. Zu instabil sind oft die politischen Verhältnisse. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Auseinandersetzungen, in die kein Reisender gern verwickelt werden möchte. Dabei hat der majestätische Berg eine echte Sensation zu bieten. Auf dem Gipfel wurde so etwas wie ein künstlicher Berg aufgeschüttet.... eine Pyramide der besonderen Art. Und in der Pyramide... steckt ein Geheimnis!

Wir haben in einer kleinen spartanischen Pension übernachtet. Die Zimmerchen sind schlicht, aber sauber. Das Frühstück ist einfach, aber durchaus schmackhaft. Luxuriös mutet der Swimmingpool im Garten an. Er wird direkt von einem eiskalten Gebirgsbächlein gespeist. Nur abgehärtete Gäste wagen sich in das eisige Nass. Gegen Mittag fahren wir mit dem Jeep hinauf auf den Nemrud. Wir wollen einige Stunden, bis zum Abend dort oben bleiben und die geheimnisvolle Atmosphäre genießen.

Wir kommen unserem Ziel recht nah. Nur die letzten Tausend Meter müssen wir in der kalten dünnen Luft zu Fuß zurücklegen. Wir brauchen für den kurzen Weg sehr viel länger. Der Pfad ist steil und steinig. Immer wieder gibt der Untergrund nach, rollen Steine zu Tal. Wir quälen uns weiter. Doch das Ziel entschädigt für die Anstrengung. Vor rund zwei Jahrtausenden hat König Antiochus hier oben ein Denkmal erschaffen lassen. Es sollte auf ewige Zeiten an seinen Vertrag mit den Göttern erinnern. Sein Deal mit den Göttern hat ihn aus der Schar der Menschen emporgehoben. Antiochus I. (69-36 v.Chr.) sah sich danach nicht mehr als frommen irdisch-sterblichen Untertan der Himmlischen. Er wähnte sich ihnen ebenbürtig. Stolz verlieh er sich selbst den Beinamen »Theos«, Gott! Und er setzte sein steinernes Bildnis zwischen das der Götter.

Fast zwei Jahrtausende war das Geheimnis vom Nemrud Berg selbst kundigen Archäologen vollkommen unbekannt. Die Welt der Wissenschaft erfuhr erst 1891 vom uralten Denkmal. Der deutsche Vizekonsul Müller-Raschdau vermeldete der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, dass in Izmir bis dato unbekannte Denkmäler von wahrhaft gigantischer Größe entdeckt worden seien: von einem gewissen Karl Sester. Gewaltige Statuen stünden, so hieß es in dem Brief, auf zwei einander gegenüber liegenden Terrassen. Dazwischen rage ein Hügel in den Himmel.

Die gelehrten Herren reagierten mit Skepsis. War es möglich, dass Karl Sester, ein Vermessungstechniker, eine höchst bedeutsame Entdeckung gemacht hatte? Kein Geringerer als Graf Helmuth von Moltke hatte jene Region genau erkundet. In seinem Buch »Briefe über die Zustände und Begebenheiten in der Türkei« war er besonders auf historische Stätten eingegangen. Mit keiner Silbe war Moltke auf ein Denkmal auf dem Nemrud Dag eingegangen.

Die Sache schien den Gelehrten höchst fragwürdig zu sein. Dennoch wurde im Archiv nach Hinweisen gesucht. Man wurde fündig. Die Asienreisende Mary Gwendoline Scott-Stevenson hatte aus der Nemrud-Region vermeldet, sie habe im Mauerwerk eines Wirtshauses im Dörfchen Sakcagözü »Reliefs« gesehen. Ganz offensichtlich, so schrieb sie, hatte man »irgendwo« assyrische Kunstwerke geplündert und als Verschönerung des »modernen Gebäudes« verwandt.

Sollte es also doch Monumente auf dem Nemrud Berg geben, die von der ländlichen Bevölkerung geplündert worden waren? Der kurze Hinweis auf »assyrische Reliefs« ließ die preußischen Wissenschaftler hellhörig werden. Karl Sester hatte nämlich die Vermutung geäußert, die mysteriösen Riesenstatuen oben auf dem Berg gingen wohl auf die Assyrer zurück. Die Sache musste vor Ort überprüft werden!

Eine große Expedition wollte man noch nicht finanzieren. Zu teuer wäre es gewesen, eine Schar hochrangiger Wissenschaftler zu entsenden. Die Hoffnung auf eine große Entdeckung beschleunigte das weitere Vorgehen. Man entschied sich für eine »Sparversion«. Der junge Wissenschaftler Otto Puchstein erhielt einen konkreten Forschungsauftrag: Reise zum Nemrud Berg in der Türkei antreten! Vor Ort Nachforschungen anstellen, ob es dort Riesenstatuen gibt. 1882 kam die Bestätigung! Die stattlichen Überreste ein riesigen Heiligtums auf dem Nemrud Berg waren Realität.

Jetzt veranlasste Kaiser Wilhelm II. eine von Carl Human und Otto Puchmann geleitete Expedition erstaunlichen Umfangs. Am 7. Juni 1883 kam der Trupp mit zehn Reitpferden, zwanzig Lastpferden und fünf Wagen mit wissenschaftlichen Geräten und Proviant... nach geradezu höllischen Strapazen. Zentnerweise führten die Experten Gips mit sich, um von Reliefs und Figuren originalgetreue Abgüsse anfertigen zu können.


Carl Human schrieb in seinem Tagebuch: »Der erste Eindruck war ein wahrhaft überwältigender. Wie ein Berg auf dem Berge erhob sich auf dem höchsten Felsgipfel der Grabhügel, noch vierzig Meter über die Terrasse, die wir erstiegen, emporragend.

Ihm den Rücken wendend, saßen da auf erhöhter Felsbank die Riesenfiguren von fünf Gottheiten, von denen nur eine ganz unversehrt geblieben war. Vor uns lagen die herabgestürzten Köpfe der Statuen, jeder einzelne größer als eines Mannes Länge. Wir gingen um den Tumulus (Pyramidenhügel, der Autor) herum. An der anderen Seite erreichten wir im Westen wieder eine Terrasse, die bedeutend tiefer lag als die erste. Hier sind die Statuen ganz zerstört, die einzelnen Blöcke, aus denen sie ausgeführt gewesen, zuhauf daliegend, die Köpfe weit über die Terrasse hingerollt.«

Einst bewachen gewaltige Statuen aus Stein eine Schotterpyramide. Sie besteht aus etwa faustgroßen Brocken, die herbeigeschleppt und aufgetürmt wurden. Heute sind die majestätischen Figuren alle enthauptet. Ihre Köpfe liegen zu ihren Füßen. Naturgewalten sind dafür verantwortlich, nicht der Mensch. Der letzte Götterkopf fiel erst 1964, vermutlich als Folge eines gewaltigen Gewitters, zu Boden. So verlor die Göttin Fortuna als Letzte ihr Haupt. Fortuna wurde als Herrscherin über die Naturkräfte verehrt. Ihr war es nach altem Glauben zu verdanken, wenn die Ernten üppig ausfielen. So zieren Obst und Gemüse das Haupt der mütterlichen Gottheit.

Ein Blitz traf es anno 1964 und warf es zu Boden. Die alten Hethiter hätten dafür gewiss Zeus verantwortlich gemacht. Schließlich galt er auch als »Wolkensammler« und »Blitzschleuderer«. Wie auch immer: Auch der göttlichen Fortuna wurde das Haupt vom Leibe getrennt!

Einst waren sie mehr als imposant, diese steinernen Gottheiten. Acht bis zehn Meter waren sie ursprünglich hoch, vom Sockel bis zu den Haarspitzen. Die in Trümmern liegende heilige Stätte lässt aber nach wie vor erahnen, wie pompös das Denkmal vor zwei Jahrtausenden auf die Menschen gewirkt haben muss!

Die Statuen sollten wohl den Menschen verdeutlichen, wie klein sie im Vergleich zu den Himmlischen waren. Und mit den Göttern wuchs auch die Bedeutung ihrer irdischen Vertreter, die Priesterschaft. Die Größe der Götter färbt stets auf das Selbstbewusstsein ihres irdischen Bodenpersonals ab. König Antiochus begnügte sich nicht mit einem Job als Diener der Götter. Er machte sich selbst zum Gott und setzte seine Statue zwischen die der Götter. Ein Kuriosum am Rande: Manche Zeitgenossen meinen im steinernen König Antiochus den »King« des 20. Jahrhunderts erkennen zu können... Elvis Presley.

Was die ehrfürchtigen Besucher damals wohl nicht wussten: Die Statuen sind innen hohl. Sie sind nicht etwa, wie es zunächst den Anschein hat, aus Monolithen gemeißelt. Sie wurden vielmehr einst aus exakt zugehauenen Blöcken millimetergenau zusammengesetzt. Mörtel kam nicht zum Einsatz. Krochen einst Priester ins Innere der Statuen? Versteckten sie sich dort in Erwartung der Gläubigen? Sprachen sie aus den Götterfiguren? Gaben sie den Menschen, die sich ehrfürchtig den Denkmälern genähert hatten, Befehle oder Ratschläge? Für die »tumben« Menschen müssen die Worte, die aus den steinernen Göttern zu kommen schienen.... himmlischem Munde entschlüpft sein! Wer wagte da zu widersprechen?

Ich habe mich durch eine enge Öffnung in das Innere einer der Figuren gequetscht. Viel Platz hatte ich nicht. Und der Aufenthalt war äußerst unbequem.

»Was steckt in der Pyramide?«.
Teil 28 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 25.7.2010














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