Samstag, 2. April 2011

Für Sie gelesen: »Polarwelten« Paul Nicklen

Liebe Leserinnen und Leser,

Die National Geographic Society wurde am 27. Januar 1888 im Washingtoner Cosmos Club gegründet. Zweck der Vereinigung war und ist, geografische Kenntnisse der Allgemeinheit nahe zu bringen. Zu diesem Zweck fördert sie geografische Forschungsprojekte und gibt eine monatlich erscheinende Zeitschrift, das National Geographic heraus. Das Magazin ist bekannt für seine spektakulären Farbfotografien, sorgfältig recherchierten und neutralen Reportagen, sowie hervorragenden Landkartenbeilagen. National Geographic erscheint seit Oktober 1999 auch auf Deutsch im Gruner + Jahr-Verlag. (Quelle: Wikipedia)

Heute möchte ich Ihnen einen ganz besonderen Bildband vorstellen, der von NATIONAL GEOGRAPHIC im Februar 2011 herausgebracht wurde: Paul Nicklens »Polarwelten«.

Paul Nicklen/National Geographic.
In seiner Einleitung beschreibt Paul Nicklen spannend und informativ seine Kindheit, die er mit seiner Familie im hohen Norden Kanadas verbrachte. Pauls Mutter war eine begeisterte Fotografin. Paul wuchs in einer kleinen Inuit- Gemeinde auf und schreibt: »Das frostige Polarmeer, Schnee und Eis waren mein Sandkasten, und die Inuit waren meine Spielgefährten und Lehrer« und weiter: »In dieser Welt fühlte ich mich so zu Hause, dass ich mir ein Leben außerhalb der Polarregionen nicht vorstellen konnte«. Paul studierte Biologie und fasste den Entschluss, Naturfotograf für NATIONAL GEOGRAPHIC zu werden. Paul Nicklen möchte aber noch mehr erreichen. Sein Ansinnen ist es, mit seinen Fotoreportagen anzusprechen und mitzuhelfen, das Bewusstsein und das Engagement für den Umweltschutz neu zu beleben. Paul ist ein Fotograf und Umweltschützer aus ganzer Leidenschaft. »Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich unter drei Meter dickes Eis tauche und eindringliche Bilder schieße, die rechtzeitig wichtige Geschichten über das Polarleben und die Auswirkungen des Klimawandels erzählen«.

Die Fotos sind in der Tat sehr beeindruckend, besonders die Bilder, die Paul unter Wasser aufgenommen hat. Auf Seite 37 sehe ich das Bild einer Seeleopardin, die versucht, Paul mit einem Pinguin zu füttern. Das Foto ist gestochen scharf, ich kann Luftblase erkennen. Mich beeindrucken die Zähne der Seeleopardin.

Paul Nicklen/National Geographic.
Paul berichtet über die Arktis, die Antarktis, über die letzten Einhörner, über das Land der Könige und Elefanten (das macht jetzt neugierig, aber ich verrate nichts), über das Eis und den Kreislauf des Lebens. Wie sich die Dinge im Laufe des Jahrzehnts geändert haben, weil die Meereisflächen stark geschrumpft und mancherorts ganz verschwunden sind. Was mich sehr beeindruckt sind seine Erzählungen zu den Bildern, die auf sehr abenteuerliche Art und Weise entstanden sind. Um sich zwei schlafenden Walen zu nähern, pirschte er sich tatsächlich auf Socken über das Eis an die Kolosse heran, um nach etwa 20 Minuten konzentrierten Fotografierens zu bemerken, dass seine Füße fast abgefroren waren. Ein Fotograf aus Leidenschaft mit viel Liebe zur Natur. Diese Liebe spricht aus allen seinen Bildern.

Überwältigend das rot-grün schimmernde Nordlicht bei Yukon, hinter dem die Sterne leuchtend zu sehen sind. Einen Flohkrebs kann ich in seinem Eiskokon betrachten und sehe auf der gegenüberliegenden Seite wie ein Kollege des Flohkrebses dem Männchen eines balzenden Küstenseeschwalbenpaares als Köder für seine potenzielle Partnerin dient.

Paul Nicklen/National Geographic.
Die Titelseite des Buches zeigt übrigens einen tauchenden männlichen Eisbär, während die glasklare Wasserfläche sein Spiegelbild zurückwirft. Fast futuristisch mutet das Bild einer Rippenqualle an, ebenso eine Flügelschnecke, die im offenen Wasser nach Plankton fischt.

Paul Nicklen ist ein außergewöhnlicher Mensch mit einem unglaublichen Talent, der seinen Beruf als Berufung sieht und mit ganz viel Liebe diesen Bildband erarbeitet hat.


Dieses Buch habe ich mit Begeisterung betrachtet und kann es Ihnen überzeugend empfehlen.

Ihre Sylvia B.


Bilder: © Paul Nicklen/National Geographic.Mit freundlicher Genehmigung des National-
Geographic-Verlags

Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.

















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Montag, 28. März 2011

Kolja Brand

– ein realistischer Träumer mit Fantasie und großem Talent Miniporträt eines jungen Komponisten mit großer Zukunft, verfasst von Walter-Jörg Langbein

Kolja Brand
Foto: © Mirko Stödter
Kolja Brand – ich kenne ihn seit einigen Jahren persönlich – ist ein realistischer Träumer, der Gefühle als Musik zum Ausdruck bringt wie ein Maler seine Fantasien mit Farben auf die Leinwand zaubert. Kolja Brand kombiniert die Welt moderner Computertechnologie mit der uralten Kunst der Komposition. Er ist ein Notendichter der neuen Art. Kolja Brand hat Talent und verfolgt zielstrebig seine große Leidenschaft: Musik! Nun steht er vor einem bedeutsamen Moment in seiner Karriere: Er hat die Chance, den wichtigen Wettbewerb »Dein Song 2011« zu gewinnen. Einen großen Erfolg, zu dem ich mit meinen Kolleginnen von »Ein-Buch-lesen« von Herzen gratuliere, Kolja Brand hat es ins Finale geschafft: ist einer der acht besten Jungkomponisten! Ob er vom Publikum zur »Nummer 1« gewählt wird? Verdient hätte es der überaus talentierte Komponist allemal! Wie auch die Entscheidung ausfällt: Von Kolja Brand werden wir, davon bin ich überzeugt, noch viel hören!
Das Team von »Ein-Buch-lesen« im Gespräch mit Kolja Brand.

Kolja Brand
Foto: © Mirko Stödter
Frage: Von DSDS hört man, dass Kandidaten oft bis über die nervliche Belastungsgrenze hinaus strapaziert werden. Wie fühlst Du Dich bei »Dein Song 2011«?

Kolja Brand: Das Casting mit den 16 besten Teilnehmern war mit viel Geduld verbunden. Wir haben stundenlang im Jagdschlosskeller auf unseren Auftritt gewartet. Viele Szenen mussten nochmal gedreht werden, wie z.B. die Ankunft aller Kandidaten am Schloss. Ungefähr zehn mal mussten wir »gut gelaunt« über den roten Teppich laufen. Man kann aber keinesfalls sagen dass wir nervlich am Ende waren. Die Produktionsleute haben schon darauf geachtet, dass es uns gut geht. Es gab zwei Betreuerinnen, die uns gefragt haben, ob es uns gut geht und ob wir etwas brauchen. Ein gutes Catering gab es auch. Es gab Wartezeiten, das war sogar ganz gut. Schließlich war ich überhaupt nicht aufgeregt, als ich dann vor die Jury treten musste.

Frage: Du hast bei »Dein Song 2011« prominente Paten, das »Faure Quartett«? Wie klappt die Zusammenarbeit?
Kolja Brand mit seinen prominenten Paten,
dem Fauré-Quartett Bild: ©Andrea Enderlein
Kolja Brand: Die Zusammenarbeit lief großartig. Alle Musiker konnten mit meiner Komposition etwas anfangen und waren bereit viel Energie und Konzentration während der Aufnahme einzubringen. Wir hörten uns gemeinsam mit dem Produzenten »Peter Hoffmann« die Entwicklung meiner Komposition an.... : Es gab zu dem Zeitpunkt schon mehrere Versionen meines Tracks, die von der ersten Idee an bis zum Ende entstanden sind. Darunter eine Crossover (Klassik - Rock) Version, die ich kurz vor Ibiza aufgenommen hatte.

Vor dem Studiotag hatte ich dem Produzenten auch noch weitere Ideen zugeschickt, damit meine Musik nochmal genau für diese vier Musiker arrangieren werden konnte. Am Studiotag hat das »Faure Quartett« meinen Song »Mission Hollywood« ungefähr zehn mal eingespielt. Währenddessen haben Peter Hoffmann und ich in der »Regie« am Mischpult gesessen und haben auch anhand der vorliegenden Partitur überlegt, was man noch verändern könnte. Eine Veränderung, die ich vorgeschlagen hatte war zum Beispiel: „»Das Klavier lässt bitte im 5. Takt die linke Hand weg!« Zwischendurch kamen noch kleinere Anweisungen von einem Tonmeister, der auch anwesend war.

Frage: Du warst mitten in der großen Welt des Films?

Kolja Brand: Das kann man sagen! Unsere Aufnahme Session hatten wir im Studio »Traumton« in Berlin – Spandau. Dort wurden bereits Filmmusikaufnahmen für z.B. »Das Parfum« (Regie: Tom Tykwer) gemacht.

Frage: Haben aktuelle Ereignisse Einfluss auf Deine Musik? Fließen beispielsweise Geschehnisse wie die Katastrophe in Japan in Deine Arbeit ein?

Kolja Brand: Geschehnisse auf der ganzen Welt haben Einfluss auf mich und die Musik die ich komponiere. In meiner Musik klingen natürlich vor allem eigene Erfahrungen an. Dinge die mir persönlich in meinem bisherigen Leben passiert sind.

Als Filmkomponist muss man jemand sein, der viele Emotionen in der Musik umsetzen kann. Daher kann zum Beispiel die traurigste Erfahrung die ich hatte, meine Komposition für einen dramatischen Film beeinflussen. Die Gefühle in der Musik können hörbar werden, nur muss man aufpassen, dass man als Komponist nicht depressiv wird.

Frage: Welchen Rat gibst Du Kindern und Jugendlichen mit auf den Weg, wenn sie selbst gerne Musik machen möchten aber nicht genau wissen, wie sie es angehen sollen?


Kolja Brand
Kolja Brand: Mir hat das Internet sehr geholfen! Ohne das Internet hätte ich heute nicht das Wissen, das ich jetzt habe. Ich kann also empfehlen, kompetente Menschen zu fragen, die sich auch mit Musik befassen. Man findet sie oft in »Foren« oder »Communitys« . Auch in Büchern kann man sehr viel nachlesen und immer wieder dazulernen.

Frage: Haben Deine Eltern den von Dir gewählten Weg von Anfang an unterstützt oder musstest Du gegen Widerstände ankämpfen?

Kolja Brand: Die Eltern, aber auch die Schule war für mich ein großes Hindernis. Ich bin nicht gern zur Schule gegangen und habe sie gehasst. Nie hatte ich die Möglichkeit, meine Talente weiterzuentwickeln und das zu machen, was ich wirklich will. Ich habe mich dann irgendwann dazu entschlossen, dass ich die Schule nicht brauche um meine Ziele zu erreichen. Das fanden natürlich die Lehrer sowie manche Schüler nicht gut. Das Problem war einfach, dass die Lehrer mit einem Ausnahmefall wie mir anscheinend nichts anfangen konnten. Meine Eltern haben mich zwar als Kind zur musikalischen Früherziehung geschickt, sie sind aber trotzdem dagegen, dass ich Musik zu meinem Beruf machen möchte. Würde ich mich nicht ständig wehren und durchsetzen, so hätte ich bis heute nicht meine technische Ausrüstung. Und bei »Dein Song« hätte ich mich auch nie beworben.

Joja Wendt (Jurymitglied »Dein Song«) sagte in einem Interview so schön: »Ich glaube, dass Kolja ein junger sortierter Mann ist, der genau weiß was er macht und warum er es macht.«

Kolja Brand
Foto: Mirko Stödter
Frage: Du hast jetzt die Chance, einen wichtigen Wettbewerb zu gewinnen. Der Erfolg ist zum Greifen nahe. Macht Dir das Angst oder spornt es Dich an?
Kolja Brand: Es spornt mich an und sollte ich den Wettbewerb gewinnen, würde ich natürlich das Beste daraus machen. Die Zuschauer entscheiden, wer Songwriter des Jahres wird. Ich hoffe daher, dass viele Menschen für mich anrufen. Für die Zuschauer sind es ja nur ein paar Anrufe, ein paar Cent. Für mich ist das allerdings ein großer Schritt in Richtung Hollywood. Frage: Wie stark nimmt Dich die Musik in Anspruch? Hast Du noch Privatleben ... Zeit für eine Freundin?

Kolja Brand: Musik ist 24 Stunden in mir. Ich kann das nicht abzustellen. Außerdem weiß ich: Nur wenn ich hart arbeite, kann ich mein Ziel auch erreichen. Zeit für eine Freundin bleibt, nur entscheide ich mich lieber für die Musik. Ich trenne auch nicht Musik und Privatleben voneinander. Der Großteil meiner Freunde hat auch irgendwie etwas mit Musik oder Film zu tun.

Frage: Wie geht es nach dem Wettbewerb weiter? Hast Du schon konkrete Pläne?

Kolja Brand: Ich habe schon ein paar Pläne, ja. Nur weiß ich nicht, ob die auch aufgehen. Daher möchte ich darüber vorerst nicht sprechen. Es gibt Sachen, die kann man nicht planen. Ich kann nur mein Bestes geben und hoffen, dass ich mein Ziel erreiche.

»Ein-Buch-lesen«: Kolja, wir drücken Dir für »Dein Song« ganz fest die Daumen. Wir sind davon überzeugt, dass Du Deinen Weg gehen wirst! Wir wünschen Dir viel Erfolg!

Kolja Brand: Danke.
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Filmmusik von Kolja Brand www.facebook.com/kolja.brand
www.koljabrand.com

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