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Sonntag, 11. November 2018

460 »Astronautengötter oder ein kosmogonischer Mythos?«

Teil 460 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Unzählige Künstler ...
Wie ist das Leben auf unserem Planeten entstanden? Wie kam es zu den unterschiedlichen Arten und wie entstand der Mensch? Wer in der Schule aufgepasst hat, wer gelegentlich vermeintlich wissenschaftliche Dokumentationen über sich ergehen ließ, der hat keinen Zweifel mehr. Alles ist mit Prinzip Zufall und Darwins Weisheiten zu erklären. Aber sind wirklich alle Fragen beantwortet? Vor allem ist Allzweckwaffe Evolutionstheorie bewiesen und in der Welt der Wissenschaft allgemein anerkannt? Offenbar nicht. Michael Denton (1943) hat es auf den Punkt gebracht (1): »Letztendlich ist die Darwinsche Evolutionslehre nicht mehr und nicht weniger als ein großer kosmogonischer Mythos des 20. Jahrhunderts.«

Was wir als wissenschaftlich erwiesen glauben möchten, weil wir religiöse Antworten nicht mehr glauben möchten - »nichts weniger als ein großer kosmogonischer (2) Mythos? Kosmogonie lässt sich vom griechischen »kosmogonia«, »Welterzeugung« herleiten. Eine Kosmogenie bietet eine Erklärung für Entstehung und Entwicklung von unserem Planeten Erde und von allem, was darauf wächst, lebt und gedeiht.

Foto 2: ... versuchten sich am Thema...


Noch heute bieten vermeintlich klar denkende Zeitgenossen, die sich ausschließlich der Wissenschaft verpflichtet fühlen mythologisch-religiösen Erklärungen für das Werden auf unserer Erde Paroli. Alles wirklich und vermeintlich Religiöse wird herablassend abgelehnt. Aber letztlich wird nur eine Religion durch eine andere, pseudowissenschaftliche Religion ersetzt. Der britische Physikprofessor Henry Lipson (*1910; †1991) monierte süffisant (3): »Die Evolution wurde in einem gewissen Sinne zu einer wissenschaftlichen Religion; fast alle Wissenschaftler haben sie akzeptiert, und viele sind darauf eingestellt, ihre Beobachtungen zu ›verbiegen‹, dass sie mit ihr übereinstimmen.«


Wird also lediglich alte durch neue Mythen ersetzt? Studiert und vergleicht man den kosmogonischen Mythos mit diversen religiös-mythischen Kosmogonien, wird ein wesentlicher Unterschied deutlich. Der moderne Mythos baut auf den allgegenwärtigen Faktor Zufall, die uralten religiös-mythischen Kosmogonien gehen von gelenkter Evolution aus, wobei Götter die Entwicklung vorantreiben. Wenn wir eine vollständige Geschichte unseres Planeten und der Menschheit schreiben wollen, müssen wir endlich die uralten Mythen einbeziehen und dürfen sie nicht mehr als unglaubwürdige Ammenmärchen abtun. Wir müssen unser Wissen hinterfragen, wenn altehrwürdige Mythen mehr zu wissen scheinen als wir Jetztmenschen, die wir uns so viel auf unsere Wissenschaftlichkeit einbilden.

F.3: Adam und Eva
Prof. Dr. Pierre Grimal (*1912; †1996) war ein bedeutender französischer Altphilologe und Althistoriker. Er gilt auch heute noch als einer der einflussreichsten und wirkkräftigsten klassischen Philologen des 20. Jahrhunderts. In Anerkennung seiner immensen wissenschaftlichen Leistungen wurde Prof. Grimal zum »Ritter der Ehrenlegion« ernannt. Besonders wichtig ist das dreibändige Werk »Mythen der Völker«, das Prof. Grimal schon 1963 herausgab. In seinem einleitenden Beitrag (4) zu Band 1 schrieb der Gelehrte (4): »Denn der Mythos – und auch dies ist eine seiner grundlegenden Eigenarten – ist ein Band zwischen Vergangenheit und Zukunft.«

Dr. Bronisław Kasper Malinowski (*1884; †1942) stammte aus einer polnischen Adelsfamilie, studierte in London und wurde einer der bedeutendsten Kulturanthropologen überhaupt. Sein Werk »Argonauten des westlichen Pazifik« entwickelte sich rasch zum Bestseller und machte ihn weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt. Bereits 1926 erschien sein Buch »Myth in Primitive Psychology« in London und ist heute als eBook erhältlich. Dr. Malinowski schreibt (5): »Mythos, so wie er in einer primitiven Gemeinschaft existiert, ist nicht nur eine erzählte Geschichte, sondern gelebte Wirklichkeit. Er ist nicht von fiktivem Naturell in der Art unserer heutigen Romane,  sondern er ist eine lebende Wirklichkeit, von der man glaubt, dass sie sich einst in uranfänglichen Zeiten tatsächlich ereignete, und die nach wie vor die Welt beeinflusst.«

Zum Glück sind die Mythen, wie Prof. Dr. Pierre Grimal konstatiert (6), »in allen Gebieten recht zahlreich«, so dass wir zahlreiche »Bänder« zur Verfügung haben, die uns mit der Realität urzeitlicher Geschehnisse verbinden. Wir müssen aber diese Wege in die Vergangenheit nutzen, wollen wir uns über womöglich fantastische Ereignisse der grauen Vergangenheit informieren. Leider wollen viele Laien wie Wissenschaftler diese Nachrichten aus der Vorzeit nicht zur Kenntnis nehmen. Sie schließen aus, was ihrer Meinung nach nicht sein kann, weil es nicht sein darf.

Dr. Anton Eduard Wollheim da Fonseca (*1810; †1884) studierte Philosophie, Philologie und Geschichte und promovierte schließlich über altindische Sanskrit-Texte. Besonders intensiv setzte sich der Gelehrte mit altindischer Mythologie auseinander. Schließlich verfasste er eine grundlegendes Werk: »Mythologie des alten Indien«(7). Für da Fonseca gab es keinen Zweifel: Wer Mythen für unglaubwürdige Fabeln hält, der versteht das wahre Wesen der Mythen nicht. Für ihn waren Mythen »erhabenster Ausdruck der erhabensten Wahrheiten.« Mythen, so konstatierte der Gelehrte, sind »die Urgeschichte der Menschheit«.

Foto 4: Eva und die Schlange

Eine solche »Wahrheit« wird in so gut wie allen mythologischen Überlieferungen über den Ursprung der Menschheit beschrieben: vom aztekischen Aztlan-Mythos bis zum Zoroastrismus. Juden, Christen und Moslems sind von dieser »Wahrheit«. Ob sumerisches Atrahasis-Epos oder babylonischer »Enuma-Elisch«-Mythos: überall wird berichtet, wie der Mensch durch einen göttlichen Schöpfungsakt entstand. Weltweit wird überliefert, dass der Mensch nicht durch eine unglaubliche, unrealistische Anhäufung von Zufällen entstand, sondern durch gezieltes Eingreifen von »Göttern«? Alles nur Ammenmärchen?

Erich von Däniken (*1935) sieht den Menschen als Produkt außerirdischer Besucher auf Planet Erde. Diese Theorie vertritt er seit mehr als einem halben Jahrhundert, zuletzt in seinem Buch Botschaften aus dem Jahr 2118 (8): »Und woher kommt der Mensch? In fast allen Überlieferungen wurde er durch himmlische Wesen erschaffen.«

Anno 2017 erschien »Human by design«, ein populärwissenschaftliches Buch von Gregg Braden, das die alten Schöpfungs-Mythen bestätigt. Die deutsche Übersetzung des Werks folgte 1 Jahr später, anno 2018: »Mensch: Gemacht«. Autor Gregg Braden kommt zu einer atemberaubenden Erkenntnis (9): »Neueste Forschungen zeigen, dass der Mensch, wie wir ihn heute kennen, vor 200.000 Jahren bereits existierte. Er trat plötzlich in Sein – aufgrund einer Verschmelzung von Genen, die bewusst herbeigeführt worden sein muss.«

Foto 5: Im Paradies. Meisterwerk von Michelangelo

Eine »Verschmelzung von Genen, die bewusst herbeigeführt worden sein muss«? Von wem? Von Außerirdischen, die einst zur Erde gekommen sind und als Götter verehrt wurden?

Anmerkung zu den Fotos (Warnung: Humor!)
Ich hoffe sehr, dass ich die angekündigte Rückkehr der Astronautengötter noch erleben darf. Ich hoffe dass mir die Astronautengötter dann Dokumentarfotos von der Kreation von »Adam und Eva« zur Verfügung stellen werden. Dann werde ich die Fotos von Kunstwerken zum Thema »Adam und Eva« entfernen und durch Dokumentarfotos ersetzen.

Fußnoten
(1) Denton, Michael: Evolution. »A Theory in Crisis«, 1986, Seite 358, zitiert nach Braden, Gregg: »Mensch: Gemacht/ Von der gelenkten Evolution zur bewussten Transformation«, Hanau 2018, Seite 53 Mitte
(2) Siehe auch wikipedia Artikel »Kosmogenie«, Stand 11.11.2018
(3) Lipson, H.S.: »A Physicist Looks at Evolution«, »Physics Bulletin«, Bd. 31, Nr. 4 (Mai 1980), S. 138, zitiert nach Braden, Gregg: »Mensch: Gemacht/ Von der gelenkten Evolution zur bewussten Transformation«, Hanau 2018, Seite 52 Mitte
(4) Grimal, Pierre: »Der Mensch und der Mythos« in Grimal, Pierre (Hrsg.): »Mythen der Völker Band I«, Frankfurt 1976, S. 12-27
(5) Malinowski, Dr. Bronisław Kasper: »Myth in Primitive Psychology«, London 1926, S. 21, eBook-Ausgabe, Read Books Ltd. 2011, Pos. 138, Übersetzung aus dem Englischen durch den Verfasser.
(6) Grimal, Pierre: »Der Mensch und der Mythos« in Grimal, Pierre (Hrsg.): »Mythen der Völker Band I«, Frankfurt 1976, S. 14 Mitte
(7) Anton Eduard Wollheim da Fonseca: »Mythologie des alten Indien«, Berlin 1856. Siehe hierzu Däniken, Erich von: »Botschaft aus dem Jahr 2118/ Neue Erinnerungen an die Zukunft«, Rottenburg 2016, S. 133 (eBook-Ausgabe, Rottenburg 2016, Pos. 1635)
(8) Däniken, Erich von: »Botschaften aus dem Jahr 2118/ Neue Erinnerungen an die Zukunft«, Rottenburg 2016. S. 132 oben
(9) Braden, Gregg: Mensch: »Gemacht/ Von der gelenkten Evolution zur bewussten Transformation«, Hanau 2018

Zu den Fotos
Foto 1: Adam und Eva. Heidelberger Stundenbuch Codex 536. Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Adam und Eva, Bibelillustration 1595
Foto 3: Adam und Eva, Maate van Heemskerck 1498-1574, wiki commons
Foto 4: Eva, Vézelay, wiki commons vassil 
Foto 5: Adam und Eva, Michelangelo 1475-1564, wiki commons

461 »Acht Drachen mit geringeltem Hinterleib«,
Teil 461 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 18.11.2018



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Sonntag, 22. Oktober 2017

405 »Im Ozean des Geistes«



 »Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 7,
Teil  405 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein

Fotos 1 und 2: In der Unterwelt des Hypogäums, Malta.

Erich von Däniken schloss sein drittes Werk »Aussaat und Kosmos«, 1972 erschienen, mit den Worten (1): »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas Großartigem im Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«

Wie weit mag diese »wohltuende Gemeinsamkeit« reichen? Findet sie nur örtlich in einem Raum, etwa einer Kirche, statt? Wurde sie vor Jahrtausenden in Tempeln zelebriert, etwa auf Malta (Fotos 3-6!), wo wir Dutzende von wahrhaft gigantischen Anlagen auf engstem Raum finden. Was geschah zum Beispiel in der unterirdischen Welt des Hypogäums auf Malta (Fotos 1-3)? Vordergründig diskutiert man über die Kunst der Steinbearbeitung und des Steintransports. Über den tieferen Sinn der mysteriösen Tempelanlagen, die wir weltweit antreffen, denkt kaum jemand nach. Hatten Tempel vor Jahrtausenden den gleichen Zweck wie Kirchen Jahrtausende später?

Foto 3: Was wurde hier zelebriert?

Endet(e) die »wohltuende Gemeinsamkeit« an den Mauern jeder einzelnen Kirche, jedes einzelnen Tempels? Oder reicht sie weit darüber hinaus? Gibt es etwas wie Schwingungen, die von solchen Versammlungsstätten ausgehen, die sehr weit reichen? Ich spekuliere bewusst nach dem Motto »Keine Angst vor kühnen Gedanken! Gibt es eine Verbindung der vermeintlich »übersinnlichen« Art zwischen Gotteshäusern und Tempeln, selbst wenn sie auf den Globus verteilt anzutreffen sind? Das »Experiment 100. Affe« scheint zu belegen, dass das möglich ist.

Worum geht es? Auf der zu Japan gehörenden Insel Kojima bekamen sogenannte Schneeaffen Süßkartoffeln. Japanische Wissenschaftler warfen Süßkartoffeln in den Sand, was den Tieren aber gar nicht gefiel. Eine weibliche Schneeäffin, neun Monate alt, machte selbständig eine Entdeckung. Sie wusch die Süßkartoffeln, die sie verzehren wollte, im Ozean und verzehrte sie genüsslich. Ein Lernprozess folgte. Weiter Affen machten nach, was sie sahen und reinigten ihre Süßkartoffeln im Salzwasser des Ozeans. Irgendwann geschah etwas Unerklärliches. Als der 100. Affe mit der Nützlichkeit des Kartoffelwaschens vertraut war, fingen plötzlich seine Artgenossen auf anderen Inseln und auf dem Festland an, Süßkartoffeln im Wasser zu reinigen, obwohl ihnen das niemand vorgemacht hatte und kein Kontakt zur Affenkolonie.

Foto 4: Autorenkollegen Hans-Werner Sachmann und W-J.Langbein (Malta)

Mit anderen Worten: Sobald genügend Schneeaffen wussten, dass gewaschene Kartoffeln besser schmecken und dieses Wissen auch in die Tat umzusetzen, muss eine wie auch immer geartete geistige Verbindung zu anderen Affen entstanden sein, die dann schlagartig über das nützlich Wissen verfügten. Lyall Watson (*1939 - †2008), umstrittener Anthropologe und Zoologe, Verfasser einiger Bestseller, fasst zusammen: »Mit dem Hinzukommen dieses hundertsten Affen überschritt die Zahl jedoch offenbar eine Art Schwelle, eine bestimmte kritische Masse, denn schon am Abend desselben Tages tat es fast der gesamte Rest der Herde. Und nicht nur das: das Verhaltensmuster scheint sogar natürliche Barrieren übersprungen zu haben und – ähnlich wie Glyzerinkristalle in hermetisch verschlossenen Reagenzgläsern – auch in Kolonien auf anderen Inseln sowie bei einem Trupp … auf dem Festland spontan aufgetreten zu sein.«

Sollte es also möglich sein, dass zwischen Lebewesen, wie weit sie auch voneinander räumlich getrennt sind, auf »übersinnliche« Weise Informationen ausgetauscht werden? Der Göttinger Theologe Manfred Josuttis spricht von der »Bindekraft einer Gemeinschaft« und weist auf »morphogenetische Felder« hin.

Fotos 5 und 6: Tempel von Hara Qim, Malta.

Rupert Sheldrake (3) bringt »morphogenetische Felder« ins Spiel. Sollte es – von der Schulwissenschaft noch weitestgehend geleugnete – Energiefelder geben, die womöglich den gesamten Globus wie ein dichtmaschiges Netz umspannen?

Viele Wissenschaftler sehen sich als Vertreter der strengen Logik, mit der sie allen Problemen zu Leibe rücken. Verächtlich blicken sie auf religiöse Vorstellungen herab, die auf alle offenen Fragen eine Antwort haben: Gott. Wie entstand der Mensch? Gott hat ihn gemacht, lautet die einhellige Antwort der Religiösen. Rein materialistisch eingestellte Wissenschaftler indes sehen den Menschen als Zufallsprodukt der Evolution an. So heftig auch – und ich habe das bei von mir geleiteten Diskussionen häufig erlebt – die »Religiösen« mit den »Wissenschaftlichen« streiten, in einem Punkt sind sie der vollkommen gleichen Meinung. Wissenschaft wie Religion sieht den Menschen als das Nonplusultra schlechthin, ob man von »Krone der Schöpfung« oder von »Evolution« spricht. Ob göttliches Wirken oder die Kräfte des Zufalls wirkten, der Mensch steht in beiden Bildern über allem, was sich auf Planet Erde wächst und gedeiht.


Foto 7: Widmung »In friendship J(acques) Bergier

Weder im religiösen, noch im »wissenschaftlichen« Weltbild ist Platz für zyklische Entwicklungen. Die Gelehrten und Priester der Mayas sahen das ganz anders. Sie waren davon überzeugt, dass die Weltgeschichte in Zyklen verläuft, dass auf einen Kataklysmus ein Neubeginn folgt. Sie waren vom Untergang der einen Kultur und der Neugeburt einer neuen überzeugt. Wir hingegen haben ein lineares Weltbild. Nach und nach vollzieht sich linear eine Weiterentwicklung. Nach und nach klimmt man auf der Leiter der Evolution empor. Wir sind deshalb die Höchstentwickelten, behaupten die Vertreter beider Welten, von Wissenschaft und Religion.

Wer freilich die Baudenkmäler aus uralten Zeiten staunend untersucht, dem drängt sich eine Frage auf: Gab es in »grauer Vorzeit« weltweit die eine oder andere Hochkultur, die zu schier unglaublichen Leistungen in der Lage war? Weltweit scheinen vor Jahrtausenden – um ein Beispiel zu nennen – sehr ähnliche Techniken angewendet worden zu sein, um riesige Steinkolosse mit unglaublicher Präzision zu schneiden. Riesenbauten entstanden zum Beispiel in der Südsee (Nan Madol, Lelu), aber auch in Tiahuanaco, Bolivien. Auf meinen Reisen zu den Monstermauern, die es überall auf der Welt gibt, fragte ich immer wieder: Gab es schon vor Jahrtausenden Kontakte zwischen den Menschen der Kontinente? Und wenn es sie gab, wie sahen sie aus?

Foto 8: Tiahuanaco, Bolivien (Sonnentor-Motiv)

Gab es vielleicht auf geistiger Ebene Kontakte der »übersinnlichen Art«? Nutzen Vertreter verschiedener Hochkulturen vor Jahrtausenden eine Art der Kommunikation, die – zum Beispiel – ganz ohne Satelliten auskommt, um weltweit miteinander zu kommunizieren? Waren einst die ältesten Tempel unseres Planeten so etwas wie Kommunikationszentren, die untereinander via »System morphogenetische Felder« miteinander verbunden waren? Wir stehen als Laien staunend vor tonnenschweren Steinkolossen, die mit unglaublicher Präzision bearbeitet und oft über große Distanzen transportiert wurden. In wissenschaftlichen Werken finden wir dann immer wieder die Behauptung, dass, was uns geradezu als wundersam erscheint, angeblich mit primitivsten Mitteln geschaffen werden konnte. 

Ich frage erneut: Was geschah in den Tempeln, später in den Kirchen? Waren das simple Rituale ohne jegliche Wirkung? Oder wurden die sakralen Stätten zu Kommunikationszentren, untereinander durch »übersinnliche«, sprich für die meisten Wissenschaftler nicht existente Energiefelder? Trans-ozeanische Kontakte vor Jahrtausenden werden weitestgehend geleugnet, von Kontakten via »morphogenetische Felder« will schon kein etablierter Wissenschaftler etwas hören. So etwas kann es ja nicht geben, weil es so etwas nicht geben darf. So wird die Vorstellung, per wie auch immer geartete Gedankenkraft von Tempel zu Tempel oder von Kirche zu Kirche zu kommunizieren, als unsinnige Fantasterei abgelehnt. Entsprechende Möglichkeiten sind in der Parapsychologie salonfähig, nicht aber in den erhabenen Elfenbeintürmen der sich so ernst nehmenden Schulwissenschaften.

Fotos 9 + 10: Lelu
Schon 1975 hatte ich Gelegenheit, mich ausgiebig mit Jacques Bergier zu unterhalten. Kult- und Bestsellerautor Jacques Bergier (*1912 - †1978), eigentlich Jakow Michailowitsch Berger, verfasste eine ganze Reihe von Sachbüchern, einige zusammen mit Coautor Louis Pauwels. Mich persönlich beeindruckt bis heute besonders das Werk »Aufbruch ins dritte Jahrtausend« (4). Ich traf den sympathischen Schriftsteller am 31. Mai 1975 im Rahmen der »2. Weltkonferenz« der »Ancient Astronaut Society« in Zürich. Jacques Bergier schwärmte im Gespräch mit mir über den »phantastischen Realismus«, der eines Tages die Tore zu fantastischen Erkenntnissen öffnen würde. Dann werde es keinen Unterschied mehr geben zwischen Magier und Ingenieur, dann erst würde »der Ozean des Geistes in seiner Gesamtheit« wahrgenommen.

Emsig notierte ich die zentralen Gedanken, die Jacques Bergier nur so sprudeln ließ. Der Ingenieur von heute stelle mit Computerhardware Verbindungen von Mensch zu Mensch, über Meere und Kontinente hinweg, her. Der Magier benötige keinerlei technischen Aufwand, der zudem immer störungsanfällig sei. Der Ingenieur von morgen, so Bergier, werde »jeden mit jedem im Ozean des Geistes« miteinander verbinden.

Treiben wir die Spekulation noch ein Stück weiter: Überall auf der Welt versammeln sich Menschengruppen, die per Gedankenübertragung miteinander kommunizieren. Nach Bergier wird das morgen oder übermorgen Alltag sein. Gab es dergleichen aber vielleicht schon gestern und vorgestern? Es gibt weltweit über 2000 Loreto-Kapellen. Waren sie als Kommunikationszentren gedacht, die miteinander Gedanken austauschen konnten? Haben die Loreto-Kapellen viel ältere Zentren – heidnische Tempel – abgelöst? Wurden sie just dort errichtet, wo man sich schon vor Jahrtausenden getroffen hatte, um über weite Strecken hinweg im »Ozean des Geistes« eins zu werden?

Fotos 11+12: Lelu
Sind die 2000 Loreto-Kapellen Inseln im »Ozean des Geistes«? Waren Kultplätze auf der Osterinsel, Tiahuanaco in Bolivien und in der Südsee (z.B. Nan Maol und Lelu, Mikronesien) – um drei beliebige Beispiele zu nennen – Zentren der geistigen Kommunikation!

Bevor die zentralen Fragen unbeantwortet bleiben, werden Detailfragen schon gar nicht in Angriff genommen. Noch können wir nur spekulieren, ob etwa die ganz speziellen Maße der Loreto-Kapellen einen Einfluss hatten etwa auf die Bündelung von Gedankenenergie. Sind Gebete in der Gruppe Bündelung von Gedankenenergie?

Um die Kühnheit der Gedanken auf die Spitze zu treiben: Wenn das morphogenetische Feld, wie Walter Häge postuliert, »das Gedankenfeld des universellen Geistes« ist, dürfen wir dieses Feld dann auf Planet Erde eingrenzen? Oder umfasst es die Unendlichkeit? Ermöglicht das morphogenetische Feld dann auch die Kommunikation mit fernen Welten und ihren Bewohnern?

Ein Kommunikationsmittel funktioniert nur, wenn man auch dazu bereit ist, zu benutzen. Man kann nur telefonieren, wenn man den Hörer abnimmt und eine Nummer wählt oder wenn man sein Smartphone anschaltet und eine Nummer eingibt.

Wem derlei Gedankenspiele zu kühn und spekulativ sind, der mag sich auf die Fortsetzung dieses Textes freuen. Dann geht es sehr konkret um die Frage, wie Engel vor vielen Jahrhunderten ein Haus aus Nazareth durch die Luft nach Italien transportierten und warum. Im Vergleich zu Spekulationen über Gedanken-Kommunikation mit dem Kosmos wird es trockener und nüchterner zugehen, aber – hoffentlich – fantastisch genug!

 
Fußnoten
1) Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf, August 1972, S. 266
2) Lyall Watson: »Lifetide«, New York 1979
3) Sheldrake, Rupert: »Das Gedächtnis der Natur«, Bern 1990
4) Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Aufbruch ins dritte Jahrtausend/ Von der
     Zukunft der phantastischen Vernunft«, Bern und Stuttgart 1962
Sehr empfehlenswert sind auch:
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Die Entdeckung des ewigen Menschen/
     Die Umwertung der Menschheitsgeschichte durch die phantastische
     Vernunft«, Bern, München Wien, o.J.
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Eternal Man/ Are we older and wiser
     than we know?«, London (?) 1972
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Impossible Possibilities«, London (?)
     1971
5) Häge, Walter: »Die Theorie vom morphogenetischen Feld«, Manuskript


Foto 13: Widmung Bergier
Zu den Fotos
Fotos 1 und 2: In der Unterwelt des Hypogäums, Malta. Fotos um 1910. Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Was wurde hier zelebriert? Foto etwa 1910. Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Monstersteine in Tempeln von Malta. Im Bild Hans-Werner Sachmann und Walter-Jörg Langbein. Foto Ilse Pollo.
Fotos 5 und 6: Tempel von Hara Qim, Malta. Fotos Walter-Jörg Langbein.
Foto 7: Widmung Jacques Bergier. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 8: Tiahuanaco, Bolivien (Sonnentor-Motiv). Foto Ingeborg Diekmann, Bremen.
Fotos 9-12: Lelu, Mikronesien, Reste gigantischer Steinbauten aus uralten Zeiten. Fotos Walter-Jörg Langbein

406 »Von Engeln und einem fliegenden Haus«,
»Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 8,
Teil  406 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 29.10.2017



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Dienstag, 12. Juli 2016

2. »A Sad Discovery«

Author: Walter J. Langbein, Germany
(Walter J. Langbein is author
of some 60 non-fiction books on
“mysteries of the world,
many of which have become bestsellers in Europe)
Translation: Marlies Bugmann

Fotos/ copyright: Walter-Jörg Langbein

Foto 1: Strange faces

“There is nothing of Padre Crespi’s collection left in our building!” ‘Brother Gatekeeper’ assures us when we arrive at the main portal of the Salesian monastery of Cuenca in Ecuador. “No metal tablets?” I ask. The monk does not conceal how awkward it is for him to answer such questions. I understand. He would often have been asked the same thing. Nevertheless, I keep enquiring: “Where is Padre Crespi’s collection?” The gatekeeper emits a deep sigh: “It was sold in its entirety to the ‘Banco Central’!”


Foto 2: Strange animals

And yet, I will be successful in photographing some of the mysterious objects inside the Monastery. These photos have never before been published. Here, in this blog, I am showing these images for the first time! They are documents that give evidence of a sad discovery. They show artifacts trampled under foot—and which have most likely vanished by now!

Esteban Salazar, who is the caretaker of the Crespi Collection at the ‘Banco Central’, interjects: “Our bank has acquired only the terracotta and stone objects! Many of the metal items must still be in your monastery!” ‘Brother Gatekeeper’ promises to enquire about it. We may return in a few hours. Willi Dünnenberger, two other travel companions and I amble along the ‘Gaspar Sangurima’ and the ‘General Torres’ streets.

Foto 3: Strange scenes
We enjoy the ‘Maria Auxiliadora’ park. It offers respite in a dusty, dirty, and loud city. A monument to Padre Crespi stands there. It is a memorial to the archaeologist and clergyman. We watch as some native inhabitants place flowers at its base. Thus, they remember the padre, who was one of them. With the floral tribures they continue to demonstrate their gratitude ten years after his demise.

At the prearranged time we return to the main portal of the monastery. What a surprise! We are permitted to enter! “There could still be metal tablets from Crespi’s collection…somewhere in the monastery!” ‘Brother Gatekeeper’ explains to me. “May we be permitted to see some of the artifacts?” The monk hesitates. “If there is still such a thing here, then Brother Superior must decide.” The latter would decide about our enquiry. But that could take a while.

The Salesian gatekeeper cannot fathom this: Some Germans from far away Europe travel to Ecuador, only to inspect Padre Crespi’s allegedly worthless collection. I ask: “Why did Padre Crespi collect worthless metal junk, as well as stone and terracotta artifacts of immense value? Was he unable to distinguish archaeological treasures from useless rubbish?” Brother Superior will answer my questions, if he can spare the time.

Foto 4: God or human?
Hours of more waiting followed. A statue of Mother Mary in the courtyard of the monastery attracts my attention. It is the ‘helpful Mother of God’, the name-giver of the monastery. I count three levels on the building. There are many windows. A decaying wooden staircase leads up to each of the levels. And suddenly, I make a sad discovery—everywhere I look I see metal plates and tablets, some of them merely millimetres thin—they contain mysterious symbols. They are the artifacts from Padre Crespi’s collection. The monks used them to repair the stairs, the walls, and the floors.

A young brother follows me around, step by step. I point to one of the metal plates. “Is this from Padre Crespi’s collection?” He nods. When I ready my camera, the otherwise taciturn monk snaps at me: “No Photos!” During the ensuing hours, I walk back and forth, up and down the monastery courtyard, under the constant, watchful eye of my guardian. And yet, I succeed in taking several photos—without looking through the viewfinder, ‘free-hand’ as it were.

Foto 5: Strange pyramid
Repeatedly, I pace around the courtyard, climb the partly rotten stairs, walk past barred windows…

Are the treasures, which have allegedly been sold to the ‘Banco Central’, where only the ceramic and stone items arrived, behind those windows? One of the monks reveals to me that, since Däniken’s publishing of Aussaat und Kosmos, veritable armies of travellers followed the trail of the Swiss author, wanting to see the metal tablets. The monastery inhabitants had fobbed them off with the advice: “Everything was sold to the bank!” The small trick worked! The monk gives me a mischievous grin.

Are they hiding Crespi’s metal objects behind some of the locked doors? Each time I approach one of them, my guardian cleverly prevents me from getting near one of the windows. A plaque on one of the doors refers to the dead Padre Crespi, and his work for the poorest of the poor in Cuenca.

Foto 6: Strange faces

The hope of seeing at least a few of Crespi’s metal tablets led me to visit the Salesian monastery in Cuenca. First, the monks denied that there were metal objects still present in the monastery, and then they admitted to it. But I saw only disappointing evidence. I was forced to make a sad discovery. The community reveres Padre Crespi almost like a saint. In ‘his monastery’, however, his mysterious legacy is literally being trampled under foot.

Esteban Salazar still has hope. He intends to reconstruct a ‘Crespi Collection’ and make it accessible to the public. Will he succeed? I have my doubts! My secretly taken photos date from 1992. Twenty-four years later, Crespi’s artifacts, used to repair the floors and stairs of the monastery, are probably lost forever.

Foto 7: A "chief"
One can read a book, only to be sent on a long journey. In 1972, I devoured Erich von Däniken’s third international bestseller, Aussaat und Kosmos. In 1992, I travelled to Ecuador, tracking Padre Crespi’s mysterious collection. A decade after the demise of the beloved clergyman, the collected metal objects faced oblivion, but were still—at least partly—in existence. Why do the inhabitants of the Salesian monastery so zealously disregard Padre Crespi’s legacy?

Are the artifacts truly only worthless junk? Or are they a part of a valuable treasure that is still hidden? Erich von Däniken pointed to such a treasure in a gigantic cave system: Nonsense or Truth? I investigated, and searched for a trail…and made a discovery!

The perhaps largest archaeological treasure is still waiting to be unearthed in Ecuador. To date, no one embarked upon such an exploration. Are the members of the established World of Science afraid of disagreeable findings?



Foto 8: An angry cat?

Foto 9: Cat-God?

Foto 10: Destruction of ancient heritage..



Foto 11: Drifting creature

Fotos/ copyright: Walter-Jörg Langbein



Montag, 11. Juli 2016

1. »On the trail of Padre Crespi’s Collection«

Author: Walter J. Langbein, Germany
(Walter J. Langbein is author of some 
60 non-fiction books on 
“mysteries of the world",
many of which have become bestsellers in Europe)
Translation: Marlies Bugmann

1. Monument in honor of Padre Crespi
A desperately poor clergyman tends to a small South-American community. He teaches the children, and procures the schoolbooks for them. The people are poor and cannot afford medical assistance; therefore, the padre organizes aid as well as he can. Pious phrases are of no help to the children, the
clergyman is well aware of it, but regular school meals are. The native population cannot pay their padre with money, but they give him gifts: to thank him they bring clay objects from ancient times, metal plates with peculiar inscriptions and drawings. They trust him and in this manner express their gratitude. The Indians give to the padre what archaeologists often search in vain. And so comes into being a fantastic collection of archaeological objects—not in the hallowed halls of noble museums, but in the pathetic courtyard of a church in Ecuador!

Padre Carlo Crespi (1891-1982) came to Ecuador in 1923. He attempted to convey his religion to the people in the eastern part of the country. However, the poverty of the Indians deeply affected him, and he tried to alleviate the misery. Instead of hypocritically preaching charity—he lived it. In 1935 he opened a school in Cuenca. In the courtyard of the church of ‘Maria Auxiliadora’, the ‘helpful Mother of God’, he built a small private museum. Luc Bürgin, in his book Lexikon der verbotenen Archäologie (Lexicon of forbidden archaeology) writes: “There, he displayed the exhibits of the indigenous cultures, which he received from the friendly natives: ritualistic objects, ceramics, figurines of gods made from stone and wood, many other cult-related objects as well as items used in the daily life of the Indian tribes of Ecuador.”

Swiss best-selling author, Erich von Däniken, became world-famous in 1968 with his book Erinnerungen an die Zukunft (Chariots of the Gods?). In 1969 followed Zurück zu den Sternen (Return to the Stars). During his travels, von Däniken made the acquaintance of venerable Padre Crespi. In 1972 he introduced the padre’s collection in his book Aussaat und Kosmos (The Gold of the Gods).

2. Poverty in Cuenca

Overnight, Crespi’s collection of artefacts was thrust into the spotlight of international publicity. The academic world reacted and its members unanimously declared their outrage! Padre Crespi, a modestly dressed, poor clergyman was supposed to have collected valuable archaeological objects? That was simply not true. Thus, the countless objects in the courtyard of the ‘helpful Mother of God’ were declared worthless junk, cheap forgeries without value.

Were the scientists gifted with supernatural powers? Obviously! What other explanation could there have been for their ability to evaluate the objects in Crespi’s collection without having travelled even near Cuenca in Ecuador? From thousands of kilometres away the scientists had delivered their crushing verdict.

Twenty years later, I travelled to Ecuador. I spoke about the clergyman to the people in the market of Cuenca—he had passed away ten years earlier. Without exception, the people expressed their admiration of him, and spoke with loving reverence about the man who had lived among them, and had shared their poverty. They venerated him like a saint, and in prayer asked for his assistance. They still placed flowers at his resting place. Repeatedly, I heard the mention of Padre Crespi’s many precious archaeological artifacts from ancient times.

3. Court of Padre Crespi's monastery

Did the collection really exist? Was it valuable? Or did it in truth consist merely of worthless junk the poor Indians had palmed off onto unsuspecting Crespi? My research informed me that Padre Crespi had held the position of director at the gold museum in Cuenca for several years. Would he have collected worthless rubbish? That seemed very unlikely to me. Consequently, I went on a search for Padre Crespi’s collection. And I found it.

According to some rumors, the ‘Banco Central’ of Cuenca had bought Crespi’s collection. Critical voices were doubtful. During my preparations for the trip, I was told that a respectable bank would not purchase a worthless collection! Esteban Salazar, an employee of the ‘Banco Central’ explained this to me: It is true! The bank acquired a significant portion of the Crespi collection for US$433,000 after the clergyman had passed on!

Esteban Salazar led our small group of four travellers into the cellar of the ‘Banco Central’. Down there, we were simply astonished at the thousands of artifacts. We admired the ceramic objects diligently sorted on orderly shelves. I asked: “And these objects all came from Padre Crespi’s collection?” Esteban Salazar replied in the affirmative. The people of the bank had sorted the items according to shape and size: small dishes, bowls, and vases. I enquired: “Are these items old?” “Many are merely a few hundred years old, but others up to three thousand years!”

Obviously, the scientific distance critics had prematurely dismissed Crespi’s collection as ‘worthless junk’. Padre Crespi had clearly owned thousands of genuine archaeological objects, which truly belonged in a museum. In 1982, Estefan Salazar hoped that at least some of these artifacts would ‘soon’ be displayed to the public in an exhibition. That has not happened to this day.

4. The triangular tablet

Harvard professor, Barry Fell, (6 June 1917 - 21 April 1994) distinguished himself by deciphering ancient texts. Prof. Fell, founder of the ‘Epigraphic Society’, intensively studied one object from the Crespi collection. The triangular tablet contains three rows of peculiar lettering. Above it, one can see an elephant-like animal. At the apex shines the depiction of the sun.

Prof. Fell came to an astonishing realization: The letters on the tablet are not at all nonsensical scribbles. They belong to a known writing, and are best compared to that used in the third century BC in Thougga, Tunisia. The writing was discovered, for example, on a monument for King Masinissa. Would forgers in Ecuador have played with an ancient script? Prof. Bell dismissed the notion. He succeeded in translating the short text: “The elephant that supports the Earth upon the waters and causes it to quake.”

5. Padre Crespi taught the children of the poor

My summary on location: Padre Crespi’s collection contains thousands of artifacts that are unequivocally genuine. The ‘Banco Central’ acquired these valuable finds for a small fortune; they are stored in the cellar of the respectable financial institution. Almost thirty years have passed since Padre Crespi’s death. Officially, the archaeological treasures have neither been catalogued, nor publicly exhibited to date! Why not?

6. Padre Crespi's church
Maria Auxiliadora after renovation
In 1972, Erich von Däniken triggered an international discussion about the Crespi collection. Metal objects, metal plates with mysterious images and inscriptions caused a sensation. Erich von Däniken had photographed many of the plates, and featured them in his book Aussaat und Kosmos. Twenty years later I went on my search. What happened to those plates after Crespi’s death?

Footnotes:
(1) Bürgin, Luc: »Lexikon der verbotenen Archäologie/Mysteriöse Relikte von A bis Z«, Rottenburg, December 2009, Pg. 61

(2) Fell, Berry: »America B.C.«, New York 1976, Pg. 184

Fotos/copyright:
Fotos 1, 2, 3, 5 and 6: Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Archive Walter-Jörg Langbein

Part 2 - will follow soon: A sad discovery 
Sensation! Pictures from Crespi's lost collection.....

>> Here you find part 2

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