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Sonntag, 22. Oktober 2017

405 »Im Ozean des Geistes«



 »Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 7,
Teil  405 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein

Fotos 1 und 2: In der Unterwelt des Hypogäums, Malta.

Erich von Däniken schloss sein drittes Werk »Aussaat und Kosmos«, 1972 erschienen, mit den Worten (1): »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas Großartigem im Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«

Wie weit mag diese »wohltuende Gemeinsamkeit« reichen? Findet sie nur örtlich in einem Raum, etwa einer Kirche, statt? Wurde sie vor Jahrtausenden in Tempeln zelebriert, etwa auf Malta (Fotos 3-6!), wo wir Dutzende von wahrhaft gigantischen Anlagen auf engstem Raum finden. Was geschah zum Beispiel in der unterirdischen Welt des Hypogäums auf Malta (Fotos 1-3)? Vordergründig diskutiert man über die Kunst der Steinbearbeitung und des Steintransports. Über den tieferen Sinn der mysteriösen Tempelanlagen, die wir weltweit antreffen, denkt kaum jemand nach. Hatten Tempel vor Jahrtausenden den gleichen Zweck wie Kirchen Jahrtausende später?

Foto 3: Was wurde hier zelebriert?

Endet(e) die »wohltuende Gemeinsamkeit« an den Mauern jeder einzelnen Kirche, jedes einzelnen Tempels? Oder reicht sie weit darüber hinaus? Gibt es etwas wie Schwingungen, die von solchen Versammlungsstätten ausgehen, die sehr weit reichen? Ich spekuliere bewusst nach dem Motto »Keine Angst vor kühnen Gedanken! Gibt es eine Verbindung der vermeintlich »übersinnlichen« Art zwischen Gotteshäusern und Tempeln, selbst wenn sie auf den Globus verteilt anzutreffen sind? Das »Experiment 100. Affe« scheint zu belegen, dass das möglich ist.

Worum geht es? Auf der zu Japan gehörenden Insel Kojima bekamen sogenannte Schneeaffen Süßkartoffeln. Japanische Wissenschaftler warfen Süßkartoffeln in den Sand, was den Tieren aber gar nicht gefiel. Eine weibliche Schneeäffin, neun Monate alt, machte selbständig eine Entdeckung. Sie wusch die Süßkartoffeln, die sie verzehren wollte, im Ozean und verzehrte sie genüsslich. Ein Lernprozess folgte. Weiter Affen machten nach, was sie sahen und reinigten ihre Süßkartoffeln im Salzwasser des Ozeans. Irgendwann geschah etwas Unerklärliches. Als der 100. Affe mit der Nützlichkeit des Kartoffelwaschens vertraut war, fingen plötzlich seine Artgenossen auf anderen Inseln und auf dem Festland an, Süßkartoffeln im Wasser zu reinigen, obwohl ihnen das niemand vorgemacht hatte und kein Kontakt zur Affenkolonie.

Foto 4: Autorenkollegen Hans-Werner Sachmann und W-J.Langbein (Malta)

Mit anderen Worten: Sobald genügend Schneeaffen wussten, dass gewaschene Kartoffeln besser schmecken und dieses Wissen auch in die Tat umzusetzen, muss eine wie auch immer geartete geistige Verbindung zu anderen Affen entstanden sein, die dann schlagartig über das nützlich Wissen verfügten. Lyall Watson (*1939 - †2008), umstrittener Anthropologe und Zoologe, Verfasser einiger Bestseller, fasst zusammen: »Mit dem Hinzukommen dieses hundertsten Affen überschritt die Zahl jedoch offenbar eine Art Schwelle, eine bestimmte kritische Masse, denn schon am Abend desselben Tages tat es fast der gesamte Rest der Herde. Und nicht nur das: das Verhaltensmuster scheint sogar natürliche Barrieren übersprungen zu haben und – ähnlich wie Glyzerinkristalle in hermetisch verschlossenen Reagenzgläsern – auch in Kolonien auf anderen Inseln sowie bei einem Trupp … auf dem Festland spontan aufgetreten zu sein.«

Sollte es also möglich sein, dass zwischen Lebewesen, wie weit sie auch voneinander räumlich getrennt sind, auf »übersinnliche« Weise Informationen ausgetauscht werden? Der Göttinger Theologe Manfred Josuttis spricht von der »Bindekraft einer Gemeinschaft« und weist auf »morphogenetische Felder« hin.

Fotos 5 und 6: Tempel von Hara Qim, Malta.

Rupert Sheldrake (3) bringt »morphogenetische Felder« ins Spiel. Sollte es – von der Schulwissenschaft noch weitestgehend geleugnete – Energiefelder geben, die womöglich den gesamten Globus wie ein dichtmaschiges Netz umspannen?

Viele Wissenschaftler sehen sich als Vertreter der strengen Logik, mit der sie allen Problemen zu Leibe rücken. Verächtlich blicken sie auf religiöse Vorstellungen herab, die auf alle offenen Fragen eine Antwort haben: Gott. Wie entstand der Mensch? Gott hat ihn gemacht, lautet die einhellige Antwort der Religiösen. Rein materialistisch eingestellte Wissenschaftler indes sehen den Menschen als Zufallsprodukt der Evolution an. So heftig auch – und ich habe das bei von mir geleiteten Diskussionen häufig erlebt – die »Religiösen« mit den »Wissenschaftlichen« streiten, in einem Punkt sind sie der vollkommen gleichen Meinung. Wissenschaft wie Religion sieht den Menschen als das Nonplusultra schlechthin, ob man von »Krone der Schöpfung« oder von »Evolution« spricht. Ob göttliches Wirken oder die Kräfte des Zufalls wirkten, der Mensch steht in beiden Bildern über allem, was sich auf Planet Erde wächst und gedeiht.


Foto 7: Widmung »In friendship J(acques) Bergier

Weder im religiösen, noch im »wissenschaftlichen« Weltbild ist Platz für zyklische Entwicklungen. Die Gelehrten und Priester der Mayas sahen das ganz anders. Sie waren davon überzeugt, dass die Weltgeschichte in Zyklen verläuft, dass auf einen Kataklysmus ein Neubeginn folgt. Sie waren vom Untergang der einen Kultur und der Neugeburt einer neuen überzeugt. Wir hingegen haben ein lineares Weltbild. Nach und nach vollzieht sich linear eine Weiterentwicklung. Nach und nach klimmt man auf der Leiter der Evolution empor. Wir sind deshalb die Höchstentwickelten, behaupten die Vertreter beider Welten, von Wissenschaft und Religion.

Wer freilich die Baudenkmäler aus uralten Zeiten staunend untersucht, dem drängt sich eine Frage auf: Gab es in »grauer Vorzeit« weltweit die eine oder andere Hochkultur, die zu schier unglaublichen Leistungen in der Lage war? Weltweit scheinen vor Jahrtausenden – um ein Beispiel zu nennen – sehr ähnliche Techniken angewendet worden zu sein, um riesige Steinkolosse mit unglaublicher Präzision zu schneiden. Riesenbauten entstanden zum Beispiel in der Südsee (Nan Madol, Lelu), aber auch in Tiahuanaco, Bolivien. Auf meinen Reisen zu den Monstermauern, die es überall auf der Welt gibt, fragte ich immer wieder: Gab es schon vor Jahrtausenden Kontakte zwischen den Menschen der Kontinente? Und wenn es sie gab, wie sahen sie aus?

Foto 8: Tiahuanaco, Bolivien (Sonnentor-Motiv)

Gab es vielleicht auf geistiger Ebene Kontakte der »übersinnlichen Art«? Nutzen Vertreter verschiedener Hochkulturen vor Jahrtausenden eine Art der Kommunikation, die – zum Beispiel – ganz ohne Satelliten auskommt, um weltweit miteinander zu kommunizieren? Waren einst die ältesten Tempel unseres Planeten so etwas wie Kommunikationszentren, die untereinander via »System morphogenetische Felder« miteinander verbunden waren? Wir stehen als Laien staunend vor tonnenschweren Steinkolossen, die mit unglaublicher Präzision bearbeitet und oft über große Distanzen transportiert wurden. In wissenschaftlichen Werken finden wir dann immer wieder die Behauptung, dass, was uns geradezu als wundersam erscheint, angeblich mit primitivsten Mitteln geschaffen werden konnte. 

Ich frage erneut: Was geschah in den Tempeln, später in den Kirchen? Waren das simple Rituale ohne jegliche Wirkung? Oder wurden die sakralen Stätten zu Kommunikationszentren, untereinander durch »übersinnliche«, sprich für die meisten Wissenschaftler nicht existente Energiefelder? Trans-ozeanische Kontakte vor Jahrtausenden werden weitestgehend geleugnet, von Kontakten via »morphogenetische Felder« will schon kein etablierter Wissenschaftler etwas hören. So etwas kann es ja nicht geben, weil es so etwas nicht geben darf. So wird die Vorstellung, per wie auch immer geartete Gedankenkraft von Tempel zu Tempel oder von Kirche zu Kirche zu kommunizieren, als unsinnige Fantasterei abgelehnt. Entsprechende Möglichkeiten sind in der Parapsychologie salonfähig, nicht aber in den erhabenen Elfenbeintürmen der sich so ernst nehmenden Schulwissenschaften.

Fotos 9 + 10: Lelu
Schon 1975 hatte ich Gelegenheit, mich ausgiebig mit Jacques Bergier zu unterhalten. Kult- und Bestsellerautor Jacques Bergier (*1912 - †1978), eigentlich Jakow Michailowitsch Berger, verfasste eine ganze Reihe von Sachbüchern, einige zusammen mit Coautor Louis Pauwels. Mich persönlich beeindruckt bis heute besonders das Werk »Aufbruch ins dritte Jahrtausend« (4). Ich traf den sympathischen Schriftsteller am 31. Mai 1975 im Rahmen der »2. Weltkonferenz« der »Ancient Astronaut Society« in Zürich. Jacques Bergier schwärmte im Gespräch mit mir über den »phantastischen Realismus«, der eines Tages die Tore zu fantastischen Erkenntnissen öffnen würde. Dann werde es keinen Unterschied mehr geben zwischen Magier und Ingenieur, dann erst würde »der Ozean des Geistes in seiner Gesamtheit« wahrgenommen.

Emsig notierte ich die zentralen Gedanken, die Jacques Bergier nur so sprudeln ließ. Der Ingenieur von heute stelle mit Computerhardware Verbindungen von Mensch zu Mensch, über Meere und Kontinente hinweg, her. Der Magier benötige keinerlei technischen Aufwand, der zudem immer störungsanfällig sei. Der Ingenieur von morgen, so Bergier, werde »jeden mit jedem im Ozean des Geistes« miteinander verbinden.

Treiben wir die Spekulation noch ein Stück weiter: Überall auf der Welt versammeln sich Menschengruppen, die per Gedankenübertragung miteinander kommunizieren. Nach Bergier wird das morgen oder übermorgen Alltag sein. Gab es dergleichen aber vielleicht schon gestern und vorgestern? Es gibt weltweit über 2000 Loreto-Kapellen. Waren sie als Kommunikationszentren gedacht, die miteinander Gedanken austauschen konnten? Haben die Loreto-Kapellen viel ältere Zentren – heidnische Tempel – abgelöst? Wurden sie just dort errichtet, wo man sich schon vor Jahrtausenden getroffen hatte, um über weite Strecken hinweg im »Ozean des Geistes« eins zu werden?

Fotos 11+12: Lelu
Sind die 2000 Loreto-Kapellen Inseln im »Ozean des Geistes«? Waren Kultplätze auf der Osterinsel, Tiahuanaco in Bolivien und in der Südsee (z.B. Nan Maol und Lelu, Mikronesien) – um drei beliebige Beispiele zu nennen – Zentren der geistigen Kommunikation!

Bevor die zentralen Fragen unbeantwortet bleiben, werden Detailfragen schon gar nicht in Angriff genommen. Noch können wir nur spekulieren, ob etwa die ganz speziellen Maße der Loreto-Kapellen einen Einfluss hatten etwa auf die Bündelung von Gedankenenergie. Sind Gebete in der Gruppe Bündelung von Gedankenenergie?

Um die Kühnheit der Gedanken auf die Spitze zu treiben: Wenn das morphogenetische Feld, wie Walter Häge postuliert, »das Gedankenfeld des universellen Geistes« ist, dürfen wir dieses Feld dann auf Planet Erde eingrenzen? Oder umfasst es die Unendlichkeit? Ermöglicht das morphogenetische Feld dann auch die Kommunikation mit fernen Welten und ihren Bewohnern?

Ein Kommunikationsmittel funktioniert nur, wenn man auch dazu bereit ist, zu benutzen. Man kann nur telefonieren, wenn man den Hörer abnimmt und eine Nummer wählt oder wenn man sein Smartphone anschaltet und eine Nummer eingibt.

Wem derlei Gedankenspiele zu kühn und spekulativ sind, der mag sich auf die Fortsetzung dieses Textes freuen. Dann geht es sehr konkret um die Frage, wie Engel vor vielen Jahrhunderten ein Haus aus Nazareth durch die Luft nach Italien transportierten und warum. Im Vergleich zu Spekulationen über Gedanken-Kommunikation mit dem Kosmos wird es trockener und nüchterner zugehen, aber – hoffentlich – fantastisch genug!

 
Fußnoten
1) Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf, August 1972, S. 266
2) Lyall Watson: »Lifetide«, New York 1979
3) Sheldrake, Rupert: »Das Gedächtnis der Natur«, Bern 1990
4) Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Aufbruch ins dritte Jahrtausend/ Von der
     Zukunft der phantastischen Vernunft«, Bern und Stuttgart 1962
Sehr empfehlenswert sind auch:
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Die Entdeckung des ewigen Menschen/
     Die Umwertung der Menschheitsgeschichte durch die phantastische
     Vernunft«, Bern, München Wien, o.J.
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Eternal Man/ Are we older and wiser
     than we know?«, London (?) 1972
Pauwels, Louis und Bergier, Jacques: »Impossible Possibilities«, London (?)
     1971
5) Häge, Walter: »Die Theorie vom morphogenetischen Feld«, Manuskript


Foto 13: Widmung Bergier
Zu den Fotos
Fotos 1 und 2: In der Unterwelt des Hypogäums, Malta. Fotos um 1910. Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Was wurde hier zelebriert? Foto etwa 1910. Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Monstersteine in Tempeln von Malta. Im Bild Hans-Werner Sachmann und Walter-Jörg Langbein. Foto Ilse Pollo.
Fotos 5 und 6: Tempel von Hara Qim, Malta. Fotos Walter-Jörg Langbein.
Foto 7: Widmung Jacques Bergier. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 8: Tiahuanaco, Bolivien (Sonnentor-Motiv). Foto Ingeborg Diekmann, Bremen.
Fotos 9-12: Lelu, Mikronesien, Reste gigantischer Steinbauten aus uralten Zeiten. Fotos Walter-Jörg Langbein

406 »Von Engeln und einem fliegenden Haus«,
»Das Geheimnis der fliegenden Kapelle«, Teil 8,
Teil  406 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 29.10.2017



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Montag, 11. Juli 2016

1. »On the trail of Padre Crespi’s Collection«

Author: Walter J. Langbein, Germany
(Walter J. Langbein is author of some 
60 non-fiction books on 
“mysteries of the world",
many of which have become bestsellers in Europe)
Translation: Marlies Bugmann

1. Monument in honor of Padre Crespi
A desperately poor clergyman tends to a small South-American community. He teaches the children, and procures the schoolbooks for them. The people are poor and cannot afford medical assistance; therefore, the padre organizes aid as well as he can. Pious phrases are of no help to the children, the
clergyman is well aware of it, but regular school meals are. The native population cannot pay their padre with money, but they give him gifts: to thank him they bring clay objects from ancient times, metal plates with peculiar inscriptions and drawings. They trust him and in this manner express their gratitude. The Indians give to the padre what archaeologists often search in vain. And so comes into being a fantastic collection of archaeological objects—not in the hallowed halls of noble museums, but in the pathetic courtyard of a church in Ecuador!

Padre Carlo Crespi (1891-1982) came to Ecuador in 1923. He attempted to convey his religion to the people in the eastern part of the country. However, the poverty of the Indians deeply affected him, and he tried to alleviate the misery. Instead of hypocritically preaching charity—he lived it. In 1935 he opened a school in Cuenca. In the courtyard of the church of ‘Maria Auxiliadora’, the ‘helpful Mother of God’, he built a small private museum. Luc Bürgin, in his book Lexikon der verbotenen Archäologie (Lexicon of forbidden archaeology) writes: “There, he displayed the exhibits of the indigenous cultures, which he received from the friendly natives: ritualistic objects, ceramics, figurines of gods made from stone and wood, many other cult-related objects as well as items used in the daily life of the Indian tribes of Ecuador.”

Swiss best-selling author, Erich von Däniken, became world-famous in 1968 with his book Erinnerungen an die Zukunft (Chariots of the Gods?). In 1969 followed Zurück zu den Sternen (Return to the Stars). During his travels, von Däniken made the acquaintance of venerable Padre Crespi. In 1972 he introduced the padre’s collection in his book Aussaat und Kosmos (The Gold of the Gods).

2. Poverty in Cuenca

Overnight, Crespi’s collection of artefacts was thrust into the spotlight of international publicity. The academic world reacted and its members unanimously declared their outrage! Padre Crespi, a modestly dressed, poor clergyman was supposed to have collected valuable archaeological objects? That was simply not true. Thus, the countless objects in the courtyard of the ‘helpful Mother of God’ were declared worthless junk, cheap forgeries without value.

Were the scientists gifted with supernatural powers? Obviously! What other explanation could there have been for their ability to evaluate the objects in Crespi’s collection without having travelled even near Cuenca in Ecuador? From thousands of kilometres away the scientists had delivered their crushing verdict.

Twenty years later, I travelled to Ecuador. I spoke about the clergyman to the people in the market of Cuenca—he had passed away ten years earlier. Without exception, the people expressed their admiration of him, and spoke with loving reverence about the man who had lived among them, and had shared their poverty. They venerated him like a saint, and in prayer asked for his assistance. They still placed flowers at his resting place. Repeatedly, I heard the mention of Padre Crespi’s many precious archaeological artifacts from ancient times.

3. Court of Padre Crespi's monastery

Did the collection really exist? Was it valuable? Or did it in truth consist merely of worthless junk the poor Indians had palmed off onto unsuspecting Crespi? My research informed me that Padre Crespi had held the position of director at the gold museum in Cuenca for several years. Would he have collected worthless rubbish? That seemed very unlikely to me. Consequently, I went on a search for Padre Crespi’s collection. And I found it.

According to some rumors, the ‘Banco Central’ of Cuenca had bought Crespi’s collection. Critical voices were doubtful. During my preparations for the trip, I was told that a respectable bank would not purchase a worthless collection! Esteban Salazar, an employee of the ‘Banco Central’ explained this to me: It is true! The bank acquired a significant portion of the Crespi collection for US$433,000 after the clergyman had passed on!

Esteban Salazar led our small group of four travellers into the cellar of the ‘Banco Central’. Down there, we were simply astonished at the thousands of artifacts. We admired the ceramic objects diligently sorted on orderly shelves. I asked: “And these objects all came from Padre Crespi’s collection?” Esteban Salazar replied in the affirmative. The people of the bank had sorted the items according to shape and size: small dishes, bowls, and vases. I enquired: “Are these items old?” “Many are merely a few hundred years old, but others up to three thousand years!”

Obviously, the scientific distance critics had prematurely dismissed Crespi’s collection as ‘worthless junk’. Padre Crespi had clearly owned thousands of genuine archaeological objects, which truly belonged in a museum. In 1982, Estefan Salazar hoped that at least some of these artifacts would ‘soon’ be displayed to the public in an exhibition. That has not happened to this day.

4. The triangular tablet

Harvard professor, Barry Fell, (6 June 1917 - 21 April 1994) distinguished himself by deciphering ancient texts. Prof. Fell, founder of the ‘Epigraphic Society’, intensively studied one object from the Crespi collection. The triangular tablet contains three rows of peculiar lettering. Above it, one can see an elephant-like animal. At the apex shines the depiction of the sun.

Prof. Fell came to an astonishing realization: The letters on the tablet are not at all nonsensical scribbles. They belong to a known writing, and are best compared to that used in the third century BC in Thougga, Tunisia. The writing was discovered, for example, on a monument for King Masinissa. Would forgers in Ecuador have played with an ancient script? Prof. Bell dismissed the notion. He succeeded in translating the short text: “The elephant that supports the Earth upon the waters and causes it to quake.”

5. Padre Crespi taught the children of the poor

My summary on location: Padre Crespi’s collection contains thousands of artifacts that are unequivocally genuine. The ‘Banco Central’ acquired these valuable finds for a small fortune; they are stored in the cellar of the respectable financial institution. Almost thirty years have passed since Padre Crespi’s death. Officially, the archaeological treasures have neither been catalogued, nor publicly exhibited to date! Why not?

6. Padre Crespi's church
Maria Auxiliadora after renovation
In 1972, Erich von Däniken triggered an international discussion about the Crespi collection. Metal objects, metal plates with mysterious images and inscriptions caused a sensation. Erich von Däniken had photographed many of the plates, and featured them in his book Aussaat und Kosmos. Twenty years later I went on my search. What happened to those plates after Crespi’s death?

Footnotes:
(1) Bürgin, Luc: »Lexikon der verbotenen Archäologie/Mysteriöse Relikte von A bis Z«, Rottenburg, December 2009, Pg. 61

(2) Fell, Berry: »America B.C.«, New York 1976, Pg. 184

Fotos/copyright:
Fotos 1, 2, 3, 5 and 6: Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Archive Walter-Jörg Langbein

Part 2 - will follow soon: A sad discovery 
Sensation! Pictures from Crespi's lost collection.....

>> Here you find part 2

Sonntag, 21. Februar 2016

318 »Laser-Schwerter und die Wächter am Paradies«,

Teil 318 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein   
                  

Foto 1: Lasser-Waffen sind noch »Science Fiction«
Was lange allenfalls eine Domäne von Sciencefiction-Filmen war, das soll schon bald Wirklichkeit werden. Laser-Waffen sollen schon bald in der Kriegsführung eingesetzt werden. So vermeldete die US-Marine, dass sie an einer »Laserkanone« arbeite. Es werde an einen Einsatz im Persischen Golf gedacht. Nicht ohne Stolz sprechen schon jetzt Militärs »von einer neuen Ära« der Waffentechnik. Peter Morrison ist der zuständige »Programm-Manager« bei der US-Navy. Er schwärmte laut Pressemeldung der DPA von einem »gewaltigen Schritt nach vorn in der modernen Kriegsführung«. Einen vergleichbaren Entwicklungssprung habe es zuletzt von der »Ära von Messer und Schwert« in das Zeitalter des Schießpulvers gegeben.

Foto 2: Laserwaffen bei Adam und Eva?
Unterstützt wird die Entwicklung von Laser-Waffen für den Kriegseinsatz von der unabhängigen Forschungsstelle des US-Kongresses. Dem sind Laser-Kanonen vor allem aus Kostengründen sympathisch. Man hofft, dass morgen mit Laser-Strahl der gleiche Effekt erzielt werden kann wie heute mit einer »Abwehrakete«. Koste doch eine einzelne Rakete bis zu mehreren Millionen Dollar, während womöglich mit einem Laserstrahl – Kosten »weniger als ein Dollar« – das gleiche Resultat erzielt werden kann.

Militärs kommen aus anderen Gründen ins Schwärmen. Ein Kriegsschiff könne stets nur eine begrenzte Zahl von Raketen mit sich führen, eine Laser-Kanone könne feuern, so lange Strom zur Verfügung steht. Außerdem, so die Militär-Experten »erreiche der Strahl sein Ziel in Lichtgeschwindigkeit und könne so lange darauf ausgerichtet bleiben, bis etwa das gegnerische Flugzeug zerstört sei, selbst wenn es in rasender Geschwindigkeit kreuz und quer über den Himmel navigiert werde«.

Offensichtlich wird bei der US-Navy mit Hochdruck an der Perfektionierung von Laser-Waffen gearbeitet. Man muss vermuten, dass bei der Navy, aber auch in anderen Forschungs-Labors, militärischen wie privaten – in Sachen Laser-Waffen-Technologie schon sehr viel länger experimentiert wird als öffentlich zugegeben.

Foto 3: Hielt Mose eine Laser-Waffe?
Erich von Däniken spekulierte bereits 1972 über den Einsatz einer Laser-Waffe in biblischen Zeiten (1). Er bezieht sich auf eine mysteriöse Beschreibung im »Alten Testament« (2). Da wird eine Schlacht zwischen Israel und Amalek beschrieben. Handelte es sich bei dem »Stab Gottes« (3) um eine Laser-Waffe, die Mose selbst zum Einsatz bringt? Shiva hat womöglich in Himmelsschlechten Laser-Waffen zum Einsatz kommen lassen: Mit einem Pfeil, der drei Arten von Kraft in sich vereint, der den Himmel beleuchtet und eine Himmelsstadt zerstört, könnte sehr wohl eine Laser-Waffe gemeint sein. Das zumindest bestätigte mir der indische Gelehrte und Kenner der ältesten Schriften seines Landes Prof. Dr. Kumar Kanjilal.

Gott Indra, so wird in Heiligen Büchern des Alten Indien Überliefert, könnte über so etwas wie eine Laserwaffe verfügt haben. Sie wird aber wie folgt umschrieben (4): »Es ward Abend und Indra ergriff seine stärkste Waffe, den Blitz. … Als Vritra nun auf Indra zuflog … warf der Götterkönig seinen Blitz. Der Blitz fuhr in das Fleisch des Dämons, riss seinen Bauch auf. …«

Professor Kumar Kanjilal ist davon überzeugt, dass im »Alten Indien« Götter der »himmlischen Art« über Raumschiffe und über modernste Waffentechnologie verfügten. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hinweise auf die fantastische Vergangenheit unseres Planeten in der altindischen Literatur aufzuspüren. Im Gespräch versicherte mir der Gelehrte (5): »Zu diesen Waffen gehörten wohl auch ›Laser-Raketen‹. Wenn Götter Blitze schleudern und ›Monster‹ zerfetzen, kann das die Umschreibung von Laser-Waffen sein!«

Foto 4: Engel mit Feuerschwert
Sollte es nicht nur in der sakralen epischen Literatur Indiens Hinweise auf Laser-Waffen im Altertum geben? Bereits in den 1970er Jahren suchte ich nach entsprechenden Beschreibungen. Weihnachten 1979 erschien mein Erstling »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«. Ich schrieb (6):

»Gefährlicher waren schon die Strahlenwaffen (Laserwaffen). Wir erinnern uns daran, dass Zeus oft diese Waffengattung gegen Menschengruppen, aber auch gegen einzelne Personen und kleine Ziele einsetzte. Nicht nur die Götter waren mit diesen Waffen ausgerüstet, auch vertrauenswürdige Menschen erhielten kleinere Waffen von den Göttern. So erhielt die schöne Damayanti eine Blitzwaffe. Im XI. Kapitel von ›Nala und Damayanti‹, einer ›Episode aus dem Mahabharata‹, erfahren wir, dass das schöne Mädchen allein durch den Wald irrte: auf der Suche nach ihrem Gatten. Dort trifft sie auf einen Jäger. Doch lassen wir den Mythos selber sprechen:

›Als der Jäger nun merkte, dass sie (Damayanti) nur mit einem halben Tuchgewand bedeckt war, und ihre vollen Brüste und runden Hüften, ihre überaus zarten, untadeligen schönen Glieder sah und ihr Antlitz, das dem Vollmond glich, ihre geschwungenen Augenlider und als er ihre liebliche Stimme sah, da überwältigte ihn die Begierde. So versuchte er nun, sie mit freundlichen, sanften Worten zu gewinnen, da ihn Liebesverlangen quälte. Das durchschaute die Schöne. Und als die gattengetreue Damayanti erkannte, dass er ein Lüstling war, da entbrannte sie vor Zorn und war von heftiger Wut erfüllt. Er aber, der niederträchtige Bursche, wollte ihr voll heftigen Verlangens Gewalt antun.‹

Foto 5: Die Geschichte von Adam und Eva...

Die direkte Anwendung der Waffe Nala Damayantis wird nicht beschrieben, aber deren  fürchterliche Auswirkung: ›So stürzte der Jäger entseelt zu Boden wie ein vom Blitz getroffener Baum!‹ Sollte Damayanti eine Minilaserwaffe benützt haben, so wäre hier die Wirkung einer solchen Waffe exakt beschrieben …‹« (Zitat aus »Astronautengötter« Ende!)

Kurz und bündig war am 4.2.2014 auf der Internetseite des Senders »N24« ein kurzer Hinweis zu lesen: »Das Laserschwert ist eine der bekanntesten Errungenschaften der Science-Fiction-Filmwelt. Gebündeltes Licht und pure Energie werden per Knopfdruck zur tödlichen Waffe.« Aus dem Kosmos von »Starwars« sind Laserschwerter nicht mehr wegzudenken. Fans können aus einem reichen Angebot »Laserschwerter« kaufen, die jenen aus dem Kinouniversum auf das Verblüffendste ähneln. In einer Produktbeschreibung lesen wir: »Mit voll ausgezogener Teleskop-Klinge cirka neunzig Zentimeter lang, aus Kunststoff, mit beleuchteter Klinge und mit Klingenarretierung gegen das Herausfallen der Klinge aus dem Griff, die Klinge verschwindet komplett im Griff. Das Schwert sieht dann aus wie ein Original aus den Filmen. Auf Knopfdruck schaltet man das Licht ein. Mit einem schnellen Schwenk fährt die Teleskopklinge filmreif aus dem Griff. Ab 4 Jahre geeignet.«

Foto 6: Bewachten Engel mit Laser-Waffen das Paradies?

Im »Alten Testament« wird beschrieben, wie die ersten Menschen – Adam und Eva – aus dem Paradies vertrieben werden, weil sie gegen göttliches Gebot gehandelt haben. Haben sie doch Gottes Willen missachtet und eine verbotene Frucht angeknabbert. Wütend wirft sie Gottvater aus dem Garten Eden. Damit die beiden Menschen nicht wieder zurückkehren können, werden Engel als Wächter aufgestellt, die mit einer ganz besonderen Waffe ausgerüstet sind (7): »Und er (Gott) trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.«  Sollte es sich bei dem »flammenden, blitzenden Schwert« um eine Laser-Waffe gehandelt haben, aus dem Waffenarsenal jener vorzeitlichen Besucher aus dem Kosmos, die als »Götter« in heilige Bücher, Mythen und Legenden eingegangen sind?

Fußnoten
1) Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf und Wien 1972, Seiten 217 und 218
2) 2. Buch Mose Kapitel 17, Verse 11-14
3) ebenda, Vers 9
4) Govinda, Kalashatra: »Shiva Shiva!: Das Geheimnis der indischen Götter - Mythen, Meditationen, Rituale«, Kailash-Verlag, Verlagsgruppe Random House GmbH, 2014, S. 43
5) Das Gespräch fand am 16. Juni 1979 statt.
6) Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter«, eBook-Ausgabe, Ancient Mail Verlag Werner Betz, Kapitel 13, Position 1194
»Astronautengötter« erschien 1979 zunächst als Hardcover-Ausgabe, später als Softcover. Schließlich übernahm der Ullstein-Verlag das Buch als neue Taschenbuchausgabe in sein Programm. Die Printausgaben sind nur noch antiquarisch erhältlich. Inzwischen liegt aber eine neuerlich überarbeitete Fassung meines Erstlings als eBook vor.
7) 1. Buch Mose Kapitel 3, Vers 24

Foto 7: Giusto de' Menabuoi, Adam und Eva, 1376-78
Zu den Fotos:
Foto 1: Laser-Waffen sind noch »Science Fiction«/ Lichtschwert blau Foto  wiki commons DancingPhilosopher
Foto 2: Laser-Waffen bei Adam und Eva?/Schdelsche Weltchronik, Illustration, Adam und Eva im Paradies, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 3: Hielt Moses eine Laser-Waffe?/ Rudolf von Ems. Weltchronik, 1350-1375 wikimedia commons
Foto 4: Engel mit Feuerschwert/ Schedelsche Weltchronik, Illustration, Adam und Eva im Paradies, Druck Koberger 1494, Ausschnitt
Foto 5: Die Geschichte von Adam und Eva im Paradies/ Schedelsche Weltchronik, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 6: Bewachten Engel mit Laser-Waffen das Paradies? Schedelsche Weltchronik, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 7: Giusto de' Menabuoi, Adam und Eva, 1376-78, gemeinfrei

319 »Heidenzauber unter der Kirche«,
Teil 319 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       


erscheint am 28.02.2016


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Sonntag, 30. Januar 2011

54 »Auf den Spuren von Pater Crespis Sammlung«

Teil 54 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,


Ein bettelarmer Priester betreut eine kleine südamerikanische Gemeinde. Er unterricht die Kinder, organisiert Schulbücher für sie. Medizinische Betreuung können sich die Armen nicht leisten. Der Priester organisiert Hilfe, so gut er kann. Mit frommen Sprüchen ist den Kindern nicht geholfen, das weiß der Gottesmann... aber mit regelmäßiger Schulspeisung. Bezahlen können die Indios ihren Priester nicht. Sie machen ihm Geschenke, Tonwaren aus uralten Zeiten, Metalltafeln mit seltsamen Zeichen und Zeichnungen bringen sie ihm als Dank. Zu ihm haben sie Vertrauen. Ihm sind sie dankbar. Ihm bringen sie, wonach Archäologen oft vergeblich suchen. Und so entsteht eine fantastische Sammlung archäologischer Objekte: nicht in den heiligen Hallen eines vornehmen Museums, sondern im ärmlichen Hinterhof einer Kirche in Ecuador!

Pater Carlo Crespi mit mysteriösen
Metallobjekten aus seiner Sammlung
Pater Carlo Crespi (1891-1982) kam 1923 nach Ecuador. Im Osten des Landes versuchte der den Menschen seinen Glauben zu vermitteln. Ihn erschütterte die Armut der Indios. Und so versuchte er das Elend zu bekämpfen. Er predigte nicht salbungsvoll Nächstenliebe, er praktizierte sie. 1935 gründete er in Cuenca eine Schule.

Im Hinterhof der Kirche von »Maria Auxiliadora«, der »hilfreichen Mutter Gottes« baute er ein kleines Privatmuseum auf. Luc Bürgin in seinem »Lexikon der verbotenen Archäologie« (1): »Dort stellte er Exponate einheimischer Kulturen aus, die er von befreundeten Einheimischen erhielt: Ritualgegenstände, Keramiken, Götterfiguren aus Stein und Holz sowie viele andere Gegenstände aus dem kultischen Bereich und Leben der indigenen Stämme Ecuadors.«

Erich von Däniken, Schweizer Bestsellerautor, war 1968 mit seinem Buch »Erinnerungen an die Zukunft« weltberühmt geworden. 1969 folgte »Zurück zu den Sternen«. Auf seinen Reisen lernte er den altehrwürdigen Pater Crespi kennen. 1972 stellte er die Sammlung des Priesters in seinem Buch »Aussaat und Kosmos« vor.

Erich von Däniken machte
Crespis Sammlung weltberühmt
Schlagartig geriet Crespis Artefaktensammlung ins Licht der Weltöffentlichkeit. Die Welt der Gelehrten reagierte weitestgehend  einstimmig: empört! Pater Crespi, ein stets höchst bescheiden, ärmlich gekleideter Armenpriester, soll wertvolle archäologische Objekte gesammelt haben? Das durfte nicht stimmen. Also wurden die zahlreichen Gegenstände im Hinterhof der »hilfreichen Mutter Gottes« zu wertlosem Plunder erklärt, zu billigen Fälschungen ohne jeglichen Wert.

Verfügten diese Wissenschaftler über übersinnliche Fähigkeiten? Offenbar! Wie sonst ist es zu erklären, dass sie die Gegenstände aus Crespis Sammlung beurteilen konnten, ohne auch nur in die Nähe von Cuenca in Ecuador gelangt zu sein? Über Distanzen von Tausenden von Kilometern fällten sie ihr vernichtendes Urteil.

20 Jahre später machte ich mich auf den Weg nach Ecuador. Auf dem Markt von Cuenca sprach ich – Pater Crespi war damals zehn Jahre tot – über den Geistlichen. Die Menschen sprachen stets nur voller Bewunderung und liebevollem Respekt von ihm, der mit ihnen lebte und ihre Armut teilte. Sie verehrten ihn wie einen Heiligen und baten den Verstorbenen im Gebet um Beistand. Immer noch legten sie zu seinen Ehren Blumen nieder. Und immer wieder bekam ich zu hören, dass Pater Crespi über eine Fülle von kostbaren archäologischen Artefakten aus alten Zeiten verfügte.

Markt von Cuenca
Foto: W.J.Langbein
Gab es diese Sammlung wirklich? War sie wertvoll? Oder bestand sie tatsächlich nur aus wertlosem Ramsch, den arme Indios dem ahnungslosen Crespi andrehten? Pater Crespi war, so ergaben meine Recherchen vor Ort, über Jahre hinweg Direktor des Goldmuseums von Cuenca gewesen. Sollte er wertlosen Plunder gesammelt haben? Das erschien mir höchst unwahrscheinlich. Und so machte ich mich auf die Suche nach der Sammlung von Pater Crespi. Ich wurde fündig.

Es gab Gerüchte, wonach die »Banco Central« von Cuenca Crespis Sammlung aufgekauft habe. Kritische Stimmen zweifelten das an. Eine angesehene Bank, so bekam ich bei meinen Reisevorbereitungen zu hören, kauft doch keine wertlose Sammlung! Esteban Salazar, Mitarbeiter der »Banco Central« erklärte mir vor Ort: Es stimmt! Ein erheblicher Teil der Crespisammlung war nach dem Tod des Geistlichen für 433 000 US-Dollar gekauft worden!

Esteban Salazar führte unsere kleine Reisegruppe – wir waren zu viert – in den Keller der »Banco Central«. Staunend standen wir vor Tausenden von Artefakten. Tausende von Cheramikobjekten waren wohl sortiert in ordentlichen Regalen zu bewundern. »Diese Objekte stammen alle aus Pater Crespis Sammlung?« fragte ich. Esteban Salazar stimmte zu. Man hat die wertvollen Gegenstände nach Form und Größe sortiert: kleine Schälchen, Schüsseln, Vasen. »Sind diese Sachen alt?« erkundigte ich mich. »Manche sind nur einige Hundert Jahre alt, andere bis zu drei Jahrtausenden!«

Offensichtlich hatten die Kritiker aus der Ferne verfrüht Pater Crespis Sammlung als »wertlosen Plunder« abgetan. Pater Crespi hat ganz eindeutig Tausende archäologischer Objekte besessen, die im wahrsten Sinne des Wortes museumsreif sind. 1982 hoffte Esteban Salazar, dass zumindest einige dieser Artefakte »bald« in einer Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Das ist bis heute nicht geschehen.

Prof. Fell übersetzte diese Inschrift
Harvard Professor Barry Fell (6.6.1917-21.4.1994) hat sich als Experte um die Entzifferung uralter Schriften verdient gemacht. Prof. Fell, Gründer der »Epigraphic Society«, setzte sich intensiv mit einem Objekt aus der Crespi-Collection auseinander. Das dreieckige Täfelchen trägt drei Zeilen mit seltsamen Schriftzeichen. Darüber sieht man ein elefantenartiges Tier. Ganz oben erstrahlt die Darstellung der Sonne.

Prof. Fell kam zu erstaunlichen Erkenntnissen: Die Zeichen auf dem Täfelchen sind keineswegs sinnlose Schriftzeichen. Sie gehören keiner bekannten Schrift an, lassen sich am ehesten mit jenen Zeichen vergleichen, die im dritten vorchristlichen Jahrhundert in Thougga, Tunesien, verwendet wurden. Sie wurden zum Beispiel an einem Denkmal von Centdeckt. Sollten da Fälscher in Ecuador mit einer uralten Schrift gespielt haben? Prof. Bell hielt das für ausgeschlossen. Es gelang ihm, den kurzen Text zu übersetzen: »Der Elefant, der die Erde stützt auf den Wassern und sie erbeben lässt.« (2)

Mein Resümee vor Ort: Pater Crespis Collection enthielt Tausende von Artefakten, die eindeutig echt und nicht plump gefälscht sind. Diese wertvollen Funde wurden von der »Banco Central« für ein kleines Vermögen erstanden und befinden sich im Keller des angesehenen Geldinstitutes. Fast dreißig Jahre sind sei Pater Crespis Tod verstrichen. Offiziell sind die archäologischen Kostbarkeiten bis heute weder katalogisiert, noch öffentlich ausgestellt worden! Warum nicht?

Weltweit löste Erich von Däniken 1972 Diskussionen um die Crespi-Collection aus. Besonderes Aufsehen erregten Metallobjekte, Metallplatten mit geheimnisvollen Zeichnungen und seltsamen Inschriften. Erich von Däniken hatte eine Vielzahl dieser Tafeln fotografiert und in seinem Buch »Aussaat und Kosmos« abgebildet. 20 Jahre später machte ich mich auf die Suche. Was war nach Crespis Tod damit geschehen?

Metallplatten wie diese führten weltweit zu Diskussionen
















Fußnoten
(1) Bürgin, Luc: »Lexikon der verbotenen Archäologie / Mysteriöse Relikte von A bis Z«, Rottenburg, Dezember 2009, S. 61
(2) Fell, Berry: »America B.C.«, New York 1976, S. 184

»Eine traurige Entdeckung«,
Teil 55 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 06.02.2011


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