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Sonntag, 18. September 2016

348 »Riesen, Götter, Astronauten?«

Teil 348 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein

Foto 1: Lageplan der 5 Rathas
Zur Erinnerung: Fünf  »Tempelchen« unweit des Riesenreliefs von  Mahabalipuram bilden ein Ensemble. Vier der fünf »Rathas« sind dicht an dicht in einer Linie aneinandergereiht. Alle vier wurden einem einzigen Felsrücken heraus gemeißelt. Benannt hat man die fünf Rathas nach den legendären fünf Pandava-Brüdern und ihrer gemeinsamen Frau. Die fünf legendären Brüder sind: die Zwillinge Nakula und Shadeva, Yudishthira (1), Bhima und Arjuna. Alle fünf  Brüder hatten mehrere Frauen, Arjuna zum Beispiel deren fünf. Zudem teilten sich  die Fünf aber eine Frau, nämlich Draupadi. König Pandu wünschte sich sehnlichst männlichen Nachwuchs. Als Opfer eines Fluchs, der ihn zeugungsunfähig machte, konnte er nicht selbst dafür sorgen. Diverse Götter vertraten ihn recht erfolgreich.

So sprang Indra für den König ein und zeugte Arjuna. Arjunas Tempel  (Nr.3 im Lageplan) soll  von buddhistischen Architekten geschaffen oder beeinflusst worden sein. Steinerne Statuen, die das monolithische Gebäude zieren, könnten historische Personen aus dem 7. Jahrhundert darstellen, vielleicht wichtige Menschen aus der Hafenstadt Mahabalipuram. Bei Ausgrabungen in unmittelbarer Nähe des Arjuna Tempels stießen Archäologen auf einen beschädigten steinernen Kopf Shivas. Indra ist an der Rückseite des sakralen Gebäudes als Halbrelief zu sehen, auf einem Elefanten reitend.

Foto 2: Arjunas Ratha (links), Draupadis Ratha (rechs)

Indra ist in die altindische Mythologie als göttlicher Held eingegangen. Wie der Heilige Georg aus christlichen Gefilden tötet Indra monströse Fabelwesen. Er ist dabei allerdings nicht auf ein schlichtes Schwert angewiesen, sondern bringt wiederholt seinen »Donnerkeil«, »vajra« genannt, zum Einsatz. Auf diese Weise erledigt Indra Vrita, das saurierähnliche Untier, das auch als »Dürredämon« Vrita Angst und Schrecken verbreitet. Indra ist am ehesten mit einem Superhelden des Comiczeitalters vergleichbar, nur dass er sich nicht auf übermenschliche Kräfte verlassen muss, sondern seinen modern anmutenden Waffen vertrauen kann. In Sachen Schöpfung muss ein Vergleich mit dem biblischen Gott erlaubt sein. Indra war ein Sohn von Himmel und Erde. Ursprünglich müssen beide -  »Dyaus« (Himmel) und »Prithivi« (Erde) - verbunden gewesen sein. Indra trennte beide, kaum dass er das Licht des Lebens erblickt hatte. Er muss ein wirklich starkes Baby gewesen sein.

Foto 3: Arjunas Ratha

Auch der biblische Schöpfergott wird als der große »Trenner« beschrieben (2): »Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.«  Hermann Grassmann kommentierte anno 1877 (3), dass Indra eine Art Zaubertrunk einnimmt. Dann, »dadurch gestärkt, vollbringt Indra seine Heldenthaten, zu denen er mit dem Blitze oder Donnerkeil bewaffnet, in einem Wagen.« Um einen herkömmlichen Wagen kann es sich bei Indras Gefährt freilich nicht gehandelt haben. Verweist doch Grassmann ausdrücklich darauf, dass Indra  (4) »gewaltige Kriegsthaten … teils in den Wolken des Himmels, theils auf der Erde ausführt.«

Foto 4: So einen »Donnerkeil« hatte Arjuna

Bei meiner Indienreise wurde mir das Dilemma der Wissenschaften bewusst, die sich mit uralten Texten beschäftigen. Das Problem: Eine Übersetzung eines altehrwürdigen Textes fällt ganz unterschiedlich aus, je nachdem welches Bild der Übersetzer von der Entstehungszeit des Textes hat. Konkreter: Anno 1877 konnte sich Germann Grassmann nicht vorstellen, dass es im Alten Indien einst Kontakte mit außerirdischen Wesen, Götter genannt, gegeben haben könnte. Der kenntnisreiche Forscher war ein Spitzenexperte in Sachen Sanskrit, aber von den Möglichkeiten der Raumfahrt, von Laser-Waffen und der gleichen konnte er nichts wissen. Wenn nun im Rig Veda tatsächlich Kontakte mit Außerirdischen beschrieben wurden, wenn es in dem heiligen Textkonvolut tatsächlich auch um Flugobjekte und modernste Waffen ging, dann musste Grassmann – wie jeder andere Sanskritexperte auch – falsch übersetzen. Es ist an der Zeit, dass Texte wie der Rig Veda neu übersetzt werden, so wie dies Dr. Hermann Burgard im Bereich sumerischer Hymnen getan hat.

Foto 5: Nakula und Sahadeva Ratha
Ich darf noch einmal Hermann Grassmanns Kommentar zitieren (5): »Er (Indra) stürzt die Himmelsstürmer Rauhina und andere von den Höhen herab, und tilgt auch auf der Erde die feindlichen Dämonen. An den Kämpfen der Menschen betheiligt er sich und verschafft Sieg denen, die ihm am treuesten dienen, und lässt sie reiche Beute erlangen.« Eindeutig wird unterschieden zwischen Geschehnissen, die sich »in den Höhen« und anderen, die sich »auf der Erde« ereignen. Selbst die Übersetzung Grassmanns aus dem späten 19. Jahrhundert lässt erahnen, dass der Rig Veda auch Kämpfe im Luftraum, womöglich im All beschreibt. Bevor nicht eine wirklich neue Übersetzung der Originaltexte vorliegt, können wir nur erahnen, was hinter den geheimnisvollen Hymnen der Rig Veda steckt.

Was will der unbekannte Verfasser des Rig Veda ausdrücken, wenn es im 2. Liedkreis heißt (6): »Selbst Himmel und Erde beugen sich ihm; vor seiner Wut fürchten sich selbst die Berge.« Hermann Grassmann kam 1877 zu einem leicht abweichenden Ergebnis: »Ihm beugen sich die Himmel und die Erde, vor seinem Schnaufen beben auch die Berge.«  Eine ähnliche Beschreibung findet sich im Alten Testament unserer Bibel. Als sich der Gott des Alten Testaments auf dem Berg Sinai vom Himmel kommend niederließ, hat er wohl auch »geschnaubt« (8): »Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der HERR auf den Berg herabfuhr im Feuer; und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen und der ganze Berg bebte sehr.«

Die Landung des Herrn auf dem Berg Sinai, verbunden mit Schnauben, Feuer und Rauch war alles andere als ungefährlich für die Menschen. So musste ein Schutzzaun um den vorgesehenen Landeplatz errichtet werden, um die Menschen von der Gefahrenzone fernzuhalten (9): »Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen, denn du hast uns verwarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und heilige ihn.«

Foto 6: Nakula und Sahadeva Ratha

Dr. Hermann Burgard hat es vorexerziert: Sumerische Tempelhymnen enthalten glasklare Hinweise auf Besuche von Außerirdischen und Beschreibungen ihrer hypermodernen Technologie – vor mehr als vier Jahrtausenden! Vor Dr. Burgards brisanten Neuübersetzungen sumerischer Tempelhymnen (verfasst von Encheduanna) gab es »nur« vielversprechende Hinweise.  Dr. Burgard (11): »Encheduanna benennt diese Tempelherrschaften jedoch in ihrem Text mehrfach klar mit einer Bezeichnung, die modern als Dingir ausgesprochen wird. Seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnte man von Professor Deimel vom Päpstlichen Bibelinstitut in Rom lernen, dass es sich dabei um – wörtlich übersetzt – ›Entscheider aus Flugapparaten‹ handelte.«

Wer waren diese »Entscheider aus Flugapparaten«? Gehörte der biblische Gott des Alten Testaments, der unter gefährlichem Gebraus auf dem Berg Sinai landete, ebenso in diese Gruppe wie die diversen Göttinnen und Götter, über die wir im Rig Veda informiert werden? Provokativ gefragt: Stellen die 5 Rathas von Mahabalipuram Flugvehikel der vorgeschichtlichen kosmischen Besucher dar? Sind die Götter die Besatzung der prähistorischen »UFOs«?

Foto 7: Ratha von Nakula und Sahadeva
Bleiben wir noch beim Ensemble der fünf Tempel von Mahabalipuram, die nach den legendären Pandava-Brüdern und ihrer gemeinsamen Frau benannt wurden. Die Zwillinge Nakula und Sahadeva müssen sich einen Tempel teilen (Nr.1 im Lageplan. Siehe Foto 1!) Natürlich kam auch als Vater für die Zwillinge nicht König  Pandu in Frage. Das machte ja ein böser Fluch unmöglich. Leibliche Väter der Zwillinge waren die göttlichen Ashvin-Zwillinge Dasra und Nasatya.

Dasra und Nasatya waren entweder Riesen oder Astronauten in Indiens mythologischer Vorzeit. Im 19. Jahrhundert waren Astronauten noch nicht einmal Hirngespinste in der Welt der Wissenschaft. Also konnten aus Astronauten, die in ihren Vehikeln zwischen Himmel und Erde pendelten, nur  Götter werden, die in Karren reisten. Und derlei indische Götter, über die Werke wie der Rig Veda berichten, durften nur fiktive Phantasiegestalten sein, zumindest für christlich orientierte Wissenschaftler des späten 19. Jahrhunderts.

Dasra und Nasatya – Riesen oder Astronauten? Das hängt von der Übersetzung ab, für die wir uns entscheiden! Folgt man der Übersetzung von Hermann Grassmann (12), dann waren die beiden Götter Riesen, die »bis zum Himmel ragen auf«. Folgt man freilich der englischen Übersetzung, dann waren die beiden Asvin-Götter die Besten ihrer Zunft, die dank ihrer Flugmaschine die Himmel erreichen (13). 


Fußnoten

Foto 8: Ein sehr wichtiges Buch!
(1) Yudishthira ist auch als Dharmaraja (andere Schreibweise Dharma Raja) bekannt.
(2) 1. Buch Mose Kapitel 1, Verse 6-8
(3) Grassmann, Hermann (Übersetzer): »Rig Veda/ In der Übersetzung von H. Grassmann«, eBook, Pos. 496, Altmünster , 21. Juli 2012, Printausgabe 1877, Rechtschreibung unverändert übernommen
(4) ebenda
(5) ebenda, Pos. 502
(6) 2, 12, 13 (2. Liedkreis, 12. Hymnus, Vers 13) Geldner, Karl F.: »Der Rig Veda«, übersetzt und erläutert von Kerl F. Geldner, Erster Teil, Erster bis vierter Liederkreis, Göttingen 1923, Seite 262
(7) 2, 12, 13 (2. Liedkreis, 12. Hymnus, Vers 13) Grassmann, Hermann (Übersetzer): »Rig Veda/ In der Übersetzung von H. Grassmann«, eBook, Altmünster, 21. Juli 2012, Printausgabe 1877
(8) 2. Buch Mose Kapitel 19, Vers 18
(9) 2. Buch Mose Kapitel 19, Vers 23
(10) Burgard, Dr. Hermann: »Encheduanna/ Geheime Offenbarungen«, Groß-Gerau 2012 (Foto 8)
Burgard, Dr. Hermann: » Encheduanna: Verschlüsselt - Verschollen - Verkannt.Tempelhymnen Nr. 20 - 42 mit neuen Geheimen Offenbarungen«, Groß-Gerau 2014
(11) Grußadresse von Dr. Hermann Burgard für das Seminar »Phantastische Phänomene«, Bremen 2. und 3.3.2013. Ich zitiere aus Dr. Burgards Manuskript.
(12) »Rig Veda. Übersetzt und mit kritischen und erläuternden Anmerkungen versehen von Hermann Grassmann«, Leipzig 1877, Band 2, Seite 19 (1. Liedkreis, Hymnus 22, Vers 2)
(13) »Rig Veda by Ralph T.H. Griffith, Translator«, eBook, Verlag: Leeway Infotech, 30. Januar 2016 (1. Liedkreis, Hymnus 22, Vers 2)
 


Zu den Fotos

Foto 1: Lageplan der 5 Rathas.wiki commons/ Daarznieks
Foto 2: Arjunas Ratha (links), Draupadis Ratha (rechs)
Foto 3: Arjunas Ratha
Foto 4: So einen »Donnerkeil« hatte Arjuna
Foto 5: Nakula und Sahadeva Ratha/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Nakula und Sahadeva Ratha/ etwa 1910/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Nakula und Sahadeva Ratha/ wiki commons/ Sharda Crishna
Foto 8: Ein sehr wichtiges Buch/ Foto Verlag 

349 »Kosmische Besucher und ihre irdischen Spuren (I)«,
Teil 349 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 25.09.2016

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Sonntag, 11. September 2016

347 »Der Gott mit dem Löwenkopf«

Teil 347 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der mysteriöse Küstentempel

Hoch ragt der Turm des Küstentempels von Mahabalipuram in den Himmel. Mir kam das schlanke Bauwerk mit markanter Spitze wie ein Leuchtturm vor. »Meine Urgroßmutter konnte sich noch daran erinnern, dass ihre Großeltern von einem Signalfeuer auf der Turmspitze erzählten. So sollten Schiffe auf die Küste hingewiesen und gewarnt werden.«

In der sechzehnbändigen Buchreihe »Architektur der Welt« wird bestätigt (1): »Das auffälligste Merkmal des Strandtempels ist sein ungewöhnlich gestreckter Turm.« Es sei zu vermuten, dass man »den Tempel zum weit sichtbaren Wahrzeichen strecken wollte.« Auf dem Tempelturm selbst brannte wohl kein Feuer, wohl aber im Tempelbereich: »Des Nachts, wenn der Tempel den Schiffen nicht sichtbar war, entzündete man auf einem hohen Steinpfeiler östlich vom Tempel ein Licht. Schiffe, die sich der Küste näherten, konnten dann aus der Position der Tempellampe und des Leuchtfeuers auf einem landeinwärts gelegenen Felsrücken ihren Kurs korrigieren.«

Foto 2: Lakshmi, Vishnu und Shiva

Nach einer Legende lebte einst ein »Prinz Hiranyakaspiu«. Der mächtige Mann weigerte sich, zu Gott Vishnu zu beten. Sein Sohn Prahlada hingegen war ein strenggläubiger Mann und verehrte Vishnu zutiefst. Prahlada schleuderte seinem Vater in einer Diskussion entgegen, Gott Vishnu sei allgegenwärtig, auch in jedem Stein. »Prinz Hiranyakaspiu« lachte hämisch und brachte eine »steinerne Säule« zum Einsturz. Aus den Mauersteinen heraus materialisierte sich Gott Vishnu höchstpersönlich als furchteinflößendes Wesen mit dem Leib eines Menschen und dem Haupt eines Löwen. Der Prinz musste seinen Unglauben mit dem Leben bezahlen. Vishnu zerfetzte ihn. Prahlada wurde König. Prahladas Enkelsohn gründete Mahabalipuram. Ließ er auch die geheimnisvollen »sieben Tempel« bauen, von denen nur noch der eine Küstentempel die Unbilden der Zeit überstanden hat?

Foto 3: Der Küstentempel vom Meer aus gesehen

Unsere Reiseleiterin zeigte mir ein schmales Heftchen, erschienen anno 1931 (2). Geschrieben hat es ein Engländer namens Fyson, der lange Zeit in Mahabalipuram lebte. Fyson hält eine örtliche Legende fest. Demnach wurde Gott Indra eifersüchtig auf die Menschen, die so herrliche Tempel geschaffen hatten. Also ließ der wütende Indra einen gewaltigen Sturm ausbrechen, der Meeresspiegel stieg gewaltig und so verschwanden sechs der sieben Küstentempel im Meer.

Nach der örtlichen Folklore – bei meiner Indienreise im November 1995 wurden mir verschiedene Versionen einer Sage erzählt – ist der heute vom Verfall bedrohte Küstentempel von Mahabalipuram stolzes Überbleibsel einer einst riesigen Anlage, zu der sechs weitere Tempel gehörten. Die Götter seien ob der herrlichen Bauwerke neidisch auf die Menschen gewesen. Sie schickten eine gewaltige Flut, die den prachtvollen Komplex weitestgehend zerstörte. Nur einer der Küstentempel habe die Sintflut überstanden.

Sollten tatsächlich sechs von sieben Tempeln im Meer versunken sein? »Das alte Indien« bestreitet das (3): »Narasimhavaraman I. ließ auch eine Gruppe von monolithischen Felsentempeln aus dem Granit der Uferfelsen herausmeißeln, die der europäischen Seefahrt als ›Sieben Pagoden‹ geläufig waren. Fünf dieser Tempel sind erhalten geblieben.«

Foto 4: Ein Ratha, kein Küstentempel!

Die Zahlenangabe ist definitiv falsch. Neben den fünf kleinen Tempeln gibt es ja auch noch den einen Küstentempel. Hier werden offensichtlich die fünf Miniaturtempelchen, die fünf Rathas, mit Küstentempeln verwechselt. Narasimhavaraman I. regierte Mitte des 7. Jahrhunderts nach Christus das südliche Indien. Wie schon sein Vater liebte der Regent die schönen Künste und auf seine Initiative ging wohl auch der Bau der fünf Rathas zurück.


Fotos 5+6: Shivas Küstentempel
Der letzte Küstentempel hatte im Allerheiligsten eine Kultstätte, die Gott Shiva geweiht war. Der Architekt war ein Könner. So ließ er in der Umfassungsmauer ein »Guckloch«. Auf diese Weise konnten Seeleute auf dem Weg zum Hafen von ihren Schiffen aus direkt in die sogenannte »Cella« blicken. Diese »Cella« war sozusagen das »Herz« eines Tempels. Hier fand sich in der Regel die Statue einer Göttin oder eines Gottes.

Zum Tempelkomplex gehörte ein System von Höfen. Über ein kompliziertes Röhrensystem konnte Wasser in flache Becken strömen, so dass einzelne kleinere Kultbauten im Tempelbereich zu steinernen Inseln wurden. Die Tempelbecken waren flach und wurden ausschließlich mit Süßwasser gefüllt, und das wenige Meter vom Meer entfernt. Eine Überflutung des Tempels war ausgeschlossen. Es gab nämlich nicht nur eine Röhrenanlage für die Wasserzufuhr, sondern eine weitere um ab einer bestimmten Höhe Wasser abfließen zu lassen. Es wurde ins Meer geleitet.

Warum dieses komplexe System angelegt wurde, wir wissen es nicht. Der sehr niedrige Wasserspiegel schließt eine Verwendung als »Badeteich« für »rituelle Waschungen« aus. Eine vage Vermutung: Der Ursprung der Anlage geht auf sehr viel ältere Wasser- oder/ und Schlangenkulte zurück.

Der Tempel wurde als Miniaturbild des Kosmos gesehen. Der Tempelturm galt als die Weltachse, die Erde und Kosmos miteinander verband. Dieser »Weltachse« bin ich im Verlauf meiner Reisen immer wieder begegnet. Die flachen Wasserbecken mögen als Spiegel für den Himmel gedient haben. So wurden die Sterne auf die Erde geholt. Im Zentrum des Kosmos-Modells stand die Statue einer Göttin oder eines Gottes, als Sinnbild für das Göttliche im Herzen des Universums.

Fotos 7+8: Der Küstentempel
Unsere kundige Reiseleiterin vertraute mir an: »Der Küstentempel ist wirklich ursprünglich Teil einer riesigen Gesamtanlage, über deren Ausmaße wir keinerlei Vorstellung haben!« Schon immer hätten »die Alten« davon fabuliert, dass seit Generationen immer wieder Fischer von ihren Booten aus Tempel auf dem Meeresgrund gesehen hätten. »Bei ruhiger See und bei bestimmtem Sonnenstand und zu ganz bestimmten Tageszeiten soll man herrliche Bauten weit unter dem Meeresspiegel erkannt haben.« Lange wurden derlei Schilderungen als fantastische Spinnereien abgetan. Allenfalls hielt man es für möglich, dass ganz natürliche Felsformationen für Tempelbauten gehalten wurden.

Im Frühjahr des Jahres 2002 ging ein Team von Archäologen derlei »Fantastereien« im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund. Spezialisten der »Scientific Exploration Society«, Dorset, England, und von »India’s National Institute of Oceonography« taten sich zusammen und tauchten vor Mahabalipuram. Sie machten in einer Tiefe von fünf bis acht Metern, 500 bis 700 Meter vom Ufer entfernt, (4) erstaunliche Entdeckungen. Man war sich einig: Einst hatte hier ein Tempel gestanden, dessen steinerne Reste nun auf dem Meeresboden lagen! Teils lagen die erstaunlichen Funde frei, teils musste erst eine Schicht von Ablagerungen entfernt werden.

Da gab es eine arg verwaschene Statue aus Stein, vermutlich eines Löwen. Oder stellte sie Gott Vishnu mit Löwenkopf dar? Sehr gut erhalten war eine gewaltige Plattform, aufgetürmt aus präzise ineinandergefügten, sauber behauenen Steinquadern. Steinerne Treppenstufen führten auf die Plattform. Immer wieder machten die Forscher Mauerwerk aus, Ruinen von Mauern. Einzelne, rechtwinkelig zugeschnittene Steinquader, lagen verstreut auf dem Meeresboden. Es gab keinen Zweifel: Das waren die Reste von steinernen Tempelanlagen! Gehörten sie zu einem großen Tempel, oder zu einem Komplex mehrerer Tempel?

Foto 9: Sie wusste viel über Tempel zu erzählen
Im Frühjahr 2005 beteiligte sich die Indische Marine an der Suche nach Überbleibseln versunkener Tempel vor der Küste von Mahabalipuram. Wieder fand man Beweise – per Sonar: zum Beispiel eine zwei Meter hohe und siebzig Meter lange Mauer.  Einen halben Kilometer vom Strand entfernt ließen sich zwei weitere Tempel ausmachen, auf dem Meeresgrund!

Unklar ist bis heute, wie viele steinerne Gebäude wann genau und warum vom Meer verschlungen wurden. Was löste die Katastrophe aus? Industriell verschuldete Erderwärmung jedenfalls kann nicht für den Anstieg des Meeresspiegels verantwortlich gemacht werden, denn die einst stolzen Bauten dürften wohl schon vor vielen Jahrhunderten versunken sein.

Fußnoten

1) Stierlin, Henri (Hrsg.): »Indien«, Band 9 der Reihe »Architektur der Welt«, ohne Ortsangabe, ohne Jahreszahl, Seite 139, rechte Spalte, zweiter Absatz
2) Fyson, D. R.: »Mahabalipuram or Seven Pagodas«, Madras 1931
3) Franz, Heinrich Gerhard: »Das Alte Indien«, München 1990, S. 384, linke Spalte, letzter Absatz unten
4) Die Tiefenangaben variieren leicht.

Zu den Fotos
Foto 1: Der mysteriöse Küstentempel von Mahabalipuram. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Lakshmi, Vishnu und Shiva. Foto/Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Der Küstentempel vom Meer aus gesehen. Foto wikimedia commons KARTY JazZ
Foto 4: Ein Ratha, kein Küstentempel! Foto etwa 1910. Archiv Walter-Jörg Langbein
Fotos 5+6: Shivas Küstentempel. wikimedia commons Yoga Balaji
Fotos 7+8: Der Küstentempel. wikimedia commons Yoga Balaji
Foto 9: Sie wusste viel über Tempel zu erzählen

348 »Riesen, Götter, Astronauten«,
Teil 348 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 18.09.2016

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Sonntag, 20. März 2016

322 »Tod im Feuerball«

Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Priesterarchitekten bauten Tempel ...

Der Terminus »Gott« ist im christlichen Abendland ausschließlich positiv besetzt. In Indien ist das anders. Seit Jahrtausenden weiß man dort, dass die himmlischen Wesen auch durchaus negative Eigenschaften hatten. Sie kamen selten miteinander aus, bekämpften sich heftig. Fachkundige Experten berichteten mir in New Delhi, dass sich unterschiedliche Göttergruppen unterschiedlichen Menschengruppen zuwandten und mit Waffen belieferten. In der Wahl ihrer Mittel waren die »Himmlischen« nie zimperlich. Zahllose Berichte von Götterkämpfen und Kriegen sind in heiligen Büchern überliefert. Sie erinnern uns an heutige Science-Fiction-Filme a la Steven Spielberg.

Wir lesen von riesigen Weltraumstädten, die ihre Bahnen um die Erde zogen. Götter kämpften gegen Menschen, Götter bekriegten aber auch Götter. Im Vergleich zu den »Heiligen Büchern« der altindischen Literatur mutet die Bibel wie ein schmales Bändchen an. Die sakralen Epen sind von so gewaltigem Umfang, dass die Originale kaum gelesen werden. Im Verlauf der Jahrhunderte entstanden immer wieder extrem stark gekürzte Fassungen der Originaltexte und sehr stark gestraffte Nacherzählungen. Das »Srimad-Bhahvatam« zum Beispiel liegt in einer zwölfbändigen Fassung vor. 18.000 Verse bieten eine nicht zu überblickende Fülle von Informationen, auch in Sachen Flugmaschinen der Götter. (2)

Foto 2: Nachbildungen von »Vimanas«

Im X. Gesang erfahren wir einiges über Salva und ein außerirdisches Raumschiff, das auch von Menschen geflogen werden kann. Liest man die Schilderungen der Flugmanöver dieses fliegenden Götterschiffs, so wird man an Berichte heutiger »UFOs« und ihrer Flugmanöver erinnert. Worum geht es? Salva, mächtiger König, glaubte nicht an einen Sieg im Kampf gegen die Stadt Dvaraka. Doch außerirdische Hilfe stand zur Verfügung. König Salva hatte konkrete Vorstellungen und Wünsche (1): Ein Flugvehikel musste her, dass so gut wie unzerstörbar war. Gesteuert werden sollte es mit der »Willenskraft des Piloten«. Allein der Anblick des Raumschiffs musste die Feinde erstarren lassen. Maya Danava konstruierte das Gewünschte auf dem Planeten Talatala und stellte es Salva zur Verfügung.

Foto 3: »Vimana« nach Kanjilal
Salva konnte es fliegen und attackierte wiederholt die Festungsstadt Dvaraka. Blitzschnell vollführte das außerirdische Flugvehikel die verrücktesten Manöver. Wirbelnd bewegte es sich hin und her. Hatte man das Ding eben noch am Boden gesehen, stieg es schon wieder empor in den Himmel, wurde auf einem Berg gesichtet und dann sofort wieder im Meer. Das fantastisch anmutende Vehikel muss sehr viel vielseitiger gewesen sein als zu Beginn des dritten Jahrtausends erst möglich ist. Von »UFOs« allerdings liegen nicht minder utopisch anmutende Schilderungen vor.

Arjuna, Sohn des Himmelsgottes Indra war – das erfahren wir aus dem monumentalen »Bhagavad Gita« (»Gesang des Erhabenen«) – enger Vertrauter des Gottes Krishna. Arjuna griff vehement das riesengroße Raumschiff Hiranyapurna an. Die angegriffenen Götter wehrten sich erbittert, starteten ein fliegendes Kampfgeschwader, ausgestattet mit furchteinflößenden Waffen. Arjuna freilich ließ sich nicht beirren. Er feuerte ein »Raketengeschoss« ab, das exakt ins Ziel traf. Die Weltraumstadt explodierte und wurde in Stücke gerissen. Brennend und qualmend stürzten die Trümmer auf die Erde. Einige mögen auf dem Land eingeschlagen sein, die meisten versanken im Meer.

Foto 4: »Vimanas« in Stein (Tanjore, alias Thanjavur, Nadu)

Derlei kriegerische Auseinandersetzungen wurden in enormer Höhe, im erdnahen Weltraum ausgefochten, aber auch in geringeren Höhen. So vermeldet das heilige Epos »Bhagavata«, dass Salva einst die Stadt Dvaraka mit seinem Flugzeug angriff und mit Geschossen überschüttete. Krisna versuchte, rettend einzugreifen. Er lockte den Angreifer von der Stadt weg und verwickelte ihn in eine Luftschlacht.

Salva fühlte sich eindeutig unterlegen und versuchte sein Heil in der Flucht. Womöglich wurde er getroffen. Seine Flugmaschine mag beschädigt worden sein. Kurzzeitig landete er im Meer, stieg aber kurz darauf bereits wieder mit enormer Geschwindigkeit empor, bis in eine Höhe von 1.300 Metern. Krishna zeigte kein Mitleid. Er feuerte ein Raketengeschoß ab. Salvas Los war entschieden. Er konnte der Gefahr nicht entrinnen. Die Rakete folgte ihm, wurde vom Geräusch von Salvas Flugzeug gelenkt. Salva starb in einem glühenden Feuerball. (3)  In verschiedenen heiligen Büchern Indiens gibt es deutliche Hinweise auf Wissen, das nicht von dieser Erde stammt.

Foto 5: Noch ein »Vimana« nach Kanjilal

Im November 1995 reiste ich mehrere Wochen durch Indien. Ich besuchte verschiedene Bibliotheken, in denen die »heiligen Bücher« des Landes aufbewahrt werden. Zu den interessantesten Texten gehört ohne Zweifel das »Vymaanika Shaastra«, dessen Urfassung nach Überzeugung von Gelehrten wie Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein soll. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Foto 6: Altindisches Flugvehikel
Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er – wie auch ich – einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte. Die altindischen Texte, so versicherte mir Prof. Kanjilal, berichten immer wieder, dass einst Götter zur Erde kamen, um die Menschen zu studieren. Um nicht aufzufallen, tarnten sie sich dabei als Menschen. Himmelsfahrzeuge –  »Vimanas« genannt – waren nach den Berichten der alten Texte alles andere als selten. Allein in der Schilderung von Arjunas Reise durch zahlreiche himmlische Regionen und sternenreiche Gefilde des Firmaments wurden Hunderte von Himmelsschiffen gesichtet. Im bekanntesten indischen Epos, dem Mahabharata, tauchen sie – so Professor Kanjilal – an 41 Stellen auf. Die rund 100.000 Doppelverse des höchst umfangreichen Werkes wurden vermutlich zur Zeitenwende schriftlich niedergelegt. Es basiert aber auf mythischen Quellen, die womöglich einige Jahrtausende älter sind.

Beschreibungen von Raumschiffen finden sich noch heute in den heiligen Büchern Indiens. Sie müssen vor Jahrtausenden zum Alltag gehört haben, offenbar wie zu Beginn des dritten nachchristlichen Jahrtausends Flugzeuge eine Selbstverständlichkeit sind. Weil wir uns offenbar nach wie vor für die Krone der Schöpfung halten, wollen wir nicht glauben, dass es schon vor Jahrtausenden Raumfahrt gab: und das in einem Umfang, wie wir es nur aus Zukunftsromanen kennen. Doch zurück ins alte Indien:

Die schriftkundigen Sthapatis waren höchst vielseitige Theologen. Sie waren für die Rituale in den
Foto 7: Risszeichnung »Vimana«
Tempeln zuständig und berieten die Gläubigen in allen Lebensfragen. Außerdem wussten sie gut Bescheid über die Raumschiffe und Flugzeuge der Götter. Als Priester konnten sie die entsprechenden Texte auswendig zitieren, in denen die Flugapparate und Raumstädte vorkommen. Ihnen standen gewaltige Bibliotheken zur Verfügung, denen sie Einzelheiten über die Flugmaschinen entnehmen konnten. Viele technische Errungenschaften kannten sie dem Namen nach. Sie wussten manchmal auch, welchem Zweck sie dienten. Verstanden haben sie aber wohl das meiste nicht. Die Sthapatis waren aber nicht nur Geistliche und Theologen, sondern auch Architekten. Ihre Aufgabe war es, die Beschreibungen der Raumschiffe in Bauwerke aus Stein umzusetzen.

Sie holten also gewissermaßen die Raumkreuzer auf die Erde und bildeten sie in den Tempeln nach. In nachgebauten Himmelsschiffen der Götter zelebrierten die Sthapatis Gottesdienste. Sie sprachen rituelle Gebete oder riefen die Götter in besonderen Zeiten der Not an. Offenbar glaubte man, dass die Himmlischen besonders gewogen waren, wenn man sie in einer steinernen Kopie eines ihrer Raumschiffe anflehte. Dort würden sich die Himmlischen besonders wohl fühlen. Hatte diese Art der Verewigung in Stein noch einen weiteren Grund? Sollten »Vimanas« in Texten beschrieben und in Tempelform verewigt werden, damit sich Menschen auch noch nach Jahrtausenden an die phantastisch anmutenden, nichtsdestotrotz aber realen Vorgänge erinnern können würden? Wir können die alten Quellen studieren, sollten sie nur endlich wirklich ernst nehmen! Die schier unüberblickbare Fülle uralten Textmaterials macht die Erforschung der »Vimanas« allerdings nicht leichter. Und die schier ellenlangen Namen und Bezeichnungen strapazieren unsere Zungen. Trotzdem sollten wir die alten Quellen weit intensiver nutzen als dies bisher geschah!

Die Priesterarchitekten verewigten uraltes Wissen um die Flugvehikel des Alten Indien in Stein, in Gestalt von steinernen Tempeln. Herrliche Tempelanlagen gibt es zum Beispiel in Thanjavur, einst von den Engländern Tanjore genannt, im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu gelegen. Die historisch bedeutsame Stadt liegt im Mündungsdelta des Kaveri-Flusses, 320 Kilometer südlich von Chennai. Allein der Tempel wegen lohnt sich ein Besuch der einstigen Metropole.

Fußnoten

(1) Die zentralen Aussagen zum Raumschiff und seiner Manöver seien im Englisch einer angeblich gängigen Übersetzung zitiert. Mir lag ein umfangreiches Manuskript mit Auszügen aus dem Epos in englischer Sprache vor, das leider keine näheren Angaben zu Erscheinungsort usw. enthielt.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 6 und 7: »He chose a vehicle terrifying to the Vrishnis with which he could travel at will and that could not be destroyed by the gods, the demons, the humans, the singers of heaven, the serpents or the wild men. Giris'a [S'iva as the Lord of the mountain] said 'so be it' and ordered Maya Dânava, who was there to conquer the cities of the enemies , to build a flying fortress made of iron named Saubha and offer it to S'âlva.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 21 und 22: »The magical illusion created by Maya that then was seen in many forms, next seen in a single form and then again was not seen at all, constituted an inconstancy that made it impossible for his opponent to locate him. Moving hither and thither like a whirling firebrand the airship of Saubha never stayed in one place; from one moment to the next it was seen on the earth, in the sky, on a mountain top or in the water.«

Foto 8: Prof. Kanjilals Werk
(2) Bedanken möchte ich mich zudem bei Prof. Kumar Kanjilal, der mir – über Julia Zimmermann – ausführliches Quellenmaterial zur Verfügung stellte. Sehr hilfreich – und von mir ausgiebig als Quelle genutzt – ist folgendes Werk:

Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991

Leider ist der wichtige Privatdruck nur sehr schwer zu beziehen.

(3) Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991, Archiv Langbein, Artikel-Nr. 1317b, Seite 39

Zu den Fotos 
Fotos 1, 2 und 4 Zeigen Tempel von Tanjore, alias Thanjavur. Fotos: Walter-Jörg Langbein/ Fotos 3, 5, 6, 7, und 8: Archiv Walter-Jörg Langbein

323 »Die Stadt auf dem Meeresgrund«,
Teil 323 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 27.03.2016


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Sonntag, 13. März 2016

321 »Götter, Engel, Laserwaffen«

Teil 321 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«.

An einem heißen Sommernachmittag erkundete ich – wieder einmal – den altehrwürdigen Dom zu Paderborn. Wieder einmal stand ich vor den mysteriösen Fabelwesen am Paradiestor, die mich an die geheimnisvollen Mischwesen aus uralten Zeiten erinnern. Wieder einmal stellte ich mir die alten Fragen. Wieso wurden am Paradiestor des Doms zu Paderborn Mischwesen verewigt, wie wir sie zum Beispiel aus Ägypten kennen? Was haben derlei Monsterwesen an einem christlichen Portal zu suchen?

Foto 2: Neptun mit seiner Waffe
Auf dem Rückweg vom Dom zum Bahnhof legte ich an einem Brunnen eine kleine Pause ein. Dominiert wird er von Gott Neptun. Stolz reckt der bärtige Geselle seine Waffe, einen gewaltigen Dreizack, gen Himmel. In Indien gilt Gott Shiva als einer der Mächtigsten der Himmlischen. Sein Beiname ist »Zerstörer der Welt«. Auch Gott Shiva wird gewöhnlich mit einem Dreizack dargestellt, so wie auch Neptun. Sollte es sich bei dem »Dreizack« um eine jener mächtigen Waffen der Götter handeln, die in uralten Überlieferungen beschrieben werden?

In zahlreichen verschlüsselten Romanen aus dem 12. und 13. Jahrhundert finden sich viele Hinweise auf das Reich der Königin von Saba - es wurde in Indien angesiedelt. Autoren wie Albrecht von Scharfenberg (»Der Jüngere Titurel«) und Wolfram von Eschenbach müssen in diesem Zusammenhang genannt werden. Sie verfügten allem Anschein nach über geheimes Wissen über die Königin von Saba, deren Reich in Indien lokalisiert wurde.

1165 tauchte in Europa ein Brief eines Prester John auf, eines Nachfolgers der legendären Königin – aus »Indien«. Und 1177 schrieb Papst Alexander III eben jenem John einen Brief- an seinen »liebsten Sohn in Christo, John, illustren und erhabenen König der Inder«.

Auch der Weltreisende David Hatcher Childress, der sich in unseren Tagen den großen Geheimnissen der Vergangenheit annimmt, kommt zur Überzeugung: die Bundeslade könnte sehr wohl nach Indien entführt worden sein. Himmlische Wagen, wie jener, der zum Abtransport des heiligen Kultgegenstands benutzt wurde, werden auch im altindischen Epos »Mahabharata« beschrieben.

Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten
Was mögen das für Waffen gewesen sein, die in altindischen Epen immer wieder beschrieben wurden? Die altindischen heiligen Bücher kennen eine Vielzahl von Götterwaffen. »Chakra«, zum Beispiel, war der Name einer besonders leicht zu handhabenden Wurf- oder Diskuswaffe. Sie konnte gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden, ohne dass dabei die Menschen und Tiere in der unmittelbaren Umgebung des Einzelopfers auch nur gefährdet wurden. Man konnte die »Chakra« innerhalb von größeren Zimmern, aber auch im Freien einsetzen, und das recht wirkungsvoll.

Im II. Buch des »Mahabharata« heißt es (1): »Deshalb soll er nun von meiner Hand sterben. So sprechend schleuderte er die Chakra gegen Shispula, die augenblicklich den Kopf des Königs der Chedis von seinem Leibe trennte und wieder in die Hand Vasudevas zurückkehrte.« Darüber, so heißt es weiter, »erhob sich großer Aufruhr in der Halle.«

Die Frage, die ich mir seit Jahrzehnten immer wieder stelle: Darf man eigentlich hinter mythologischen und religiösen Beschreibungen auch rein technische Realitäten vermuten? Zeus – sein Name ist im wedisch-altindischen »Dyaúh pitá« (»Vater im Himmel«) enthalten – wurde von den Kyklopen mit fürchterlichen Waffen ausgestattet. So konnte er gezielt tödliche Blitze schleudern. Besaß Zeus also ein »Blitzwaffe«, vielleicht gar mit dem »Flammenschwert« des »Alten Testaments« vergleichbar? Setzte Zeus einen tödlichen Laserstrahl ein, wie er seit vielen Jahren Fans der Kinowelt der Reihe »Starwars« vertraut ist?

Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei

Im XI. Kapitel von »Nala und Damayanti«, einer »Episode aus dem Mahabharata« (2) findet sich die Schilderung einer Szene, die als Vorlage für einen Science-Fiction-Film dienen könnte. Eine handliche Laserwaffe kommt zum Einsatz und das Ganze wird noch mit einer gehörigen Portion deftiger Erotik gewürzt. Da irrt die schöne Damayanti verzweifelt durch den finsteren Wald, auf der Suche nach dem entschwundenen Gatten. Sie trifft aber nicht den schmerzlich vermissten Gemahl, sondern einen lüsternen Jäger. Doch lassen wir den Mythos selbst sprechen: »Als der Jäger nun merkte, dass sie (Damayanti) nur mit einem halben Tuchgewand bedeckt war. Und ihre vollen Brüste und runden Hüften, ihre überaus zarten, untadeligem schönen Glieder sah und ihr Antlitz, das dem Vollmond glich, ihre geschwungenen Augenlider und als er ihre liebliche Stimme hörte, da überwältigte ihn die Begierde. So versuchte er nun, sie mit freundlichen, sanften Worten zu gewinnen, da ihn Liebesverlangen quälte. Das durchschaute die Schöne. Und als die gattengetreue Damayanti erkannte, dass er ein Lüstling war, da entbrannte sie vor Zorn und war von heftiger Wut erfüllt. Er aber, der niederträchtige Bursche, wollte ihr voll heftigen Verlangens Gewalt antun.«

Damayanti wusste sich zu wehren. Der böse Jäger kam nicht ans Ziel seiner Wünsche. Er fand vielmehr den Tod: »So stürzte der Jäger entseelt zu Boden wie ein vom Blitz getroffener Baum!«

Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«
Durchforstet man das Mahabharata, so stößt man immer wieder auf die Flugvehikel der Götter und deren furchteinflößende Waffen. Im 28. Kapitel des uralten Epos wird beschrieben, wie sich Arjuna auf die Reise in den Himalaya macht, um von den »Himmlischen«, den »Leuchtenden« neue Waffen zu erbitten. Gott Shiva erklärt sich schließlich bereit, ihm die berühmt-berüchtigte »Pashupata-Waffe« zur Verfügung zu stellen. Zunächst aber warnt Shiva Arjuna noch vor der Wucht der Waffe, die die ganze Welt zerstören kann. Arjuna gelangt in den Besitz von Pashupata, vom großen Gott Shiva selbst in die Geheimnisse ihres Gebrauchs eingeweiht. Im indischen Mahabalipuram erfuhr ich vom »Bibliothekar« eines kleinen Tempelchens, dass Pashupata auf die Göttin Mahakali zurückgeht, die »über die Zeit herrscht«.

Schließlich wird Arjuna eine besondere Gnade zuteil. Gott Indra selbst fährt in seinem Flugvehikel vom Himmel herab und Arjuna wird in das himmlische Königreich der Götter geflogen. (3) In den Gefilden der Götter begegnet man Arjuna mit großem Respekt. Man ehrt ihn, feiert Feste. Zugegen waren auch die geachteten »Weisen«, die offenbar regelmäßig zwischen Erde und Himmel pendelten, so wie die biblischen Engel oder die Katchinas der Hopi-Indianer.

Das altindische Riesenepos »Mahabharata« liegt in diversen Varianten vor, in deutscher und in englischer Sprache ist es auch für Hobbyforscher zugänglich. Es gibt wörtliche Übersetzungen, Nacherzählungen in Prosa und in Gedichtform, es gibt gekürzte Versionen und solche, die sich auf Auszüge beschränken. Seit vielen Jahren durchforste ich diese Texte, auch auf der Suche nach Hinweisen auf möglichst konkrete Beschreibungen der Waffen der Götter.

Foto 6: Der Historiker Willi Grömling
Mein Freund und Kollege Willi Grömling (1944-2015) machte mich auf eine hochinteressante Quelle aufmerksam, die selbst in Kreisen der »Fachwelt« bis heute stiefmütterlich behandelt wird. Willi Grömling unterrichtete  bis zu seiner Pensionierung als Studienrat die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik. Das große Interesse als Historiker galt den Geheimnissen der Merowinger, den Templern und der Suche nach dem Heiligen Gral. Sein Fachwissen auf diesem Gebieten war bewundernswert.

Im Jahr 2010 publizierte Willi Grömling ein grundlegendes Werk (4): »Tibets altes Geheimnis - GESAR - ein Sohn des Himmels«. Klipp und klar wies Grömling in diesem bemerkenswerten Opus nach, dass verblüffende Indizien außerirdische Einflüsse auf unseren Planeten bezeugen. Und er spürte Hinweise auf Laserwaffen der Götter auf.

Fußnoten

Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«
(1) »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961; Seite 95
(2) »Nala und Damayanti/ Eine Episode aus dem Mahabharata«, Stuttgart 1965
(3) C. Rajapolalachari: »Mahabharata«, »Arjuna gewinnt göttliche Waffen«, eBook-Version, Bharatiya-Vidya-Bhavan-Verlag. 61. Auflage 2015
Siehe hierzu auch »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961
(4) Grömling, Willi: »Tibets altes Geheimnis – GESAR –  ein Sohn des Himmels«, 3. Auflage, Groß-Gerau 2010

Literatur

Childress, David Hatcher: »Vimana Aircraft of Ancient India and Atlantis«, Stelle, Illinois, USA, 1991
»Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961

Zu den Fotos
Foto 8: Cover »Gesar«

Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Neptun mit seiner Waffe/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten/ Mahabharata Manuskript wikimedia commons Ranveig
Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei/ wiki commons Malerei aus dem 18. Jahrhundert.
Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«/ Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Der Historiker Willi Grömling/ Foto Reinhard Habeck
Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«/ Foto Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Cover »Gesar«/ Foto Ancient Mail Verlag

322 »Tod im Feuerball«,
Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 20.03.2016



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Sonntag, 21. Februar 2016

318 »Laser-Schwerter und die Wächter am Paradies«,

Teil 318 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein   
                  

Foto 1: Lasser-Waffen sind noch »Science Fiction«
Was lange allenfalls eine Domäne von Sciencefiction-Filmen war, das soll schon bald Wirklichkeit werden. Laser-Waffen sollen schon bald in der Kriegsführung eingesetzt werden. So vermeldete die US-Marine, dass sie an einer »Laserkanone« arbeite. Es werde an einen Einsatz im Persischen Golf gedacht. Nicht ohne Stolz sprechen schon jetzt Militärs »von einer neuen Ära« der Waffentechnik. Peter Morrison ist der zuständige »Programm-Manager« bei der US-Navy. Er schwärmte laut Pressemeldung der DPA von einem »gewaltigen Schritt nach vorn in der modernen Kriegsführung«. Einen vergleichbaren Entwicklungssprung habe es zuletzt von der »Ära von Messer und Schwert« in das Zeitalter des Schießpulvers gegeben.

Foto 2: Laserwaffen bei Adam und Eva?
Unterstützt wird die Entwicklung von Laser-Waffen für den Kriegseinsatz von der unabhängigen Forschungsstelle des US-Kongresses. Dem sind Laser-Kanonen vor allem aus Kostengründen sympathisch. Man hofft, dass morgen mit Laser-Strahl der gleiche Effekt erzielt werden kann wie heute mit einer »Abwehrakete«. Koste doch eine einzelne Rakete bis zu mehreren Millionen Dollar, während womöglich mit einem Laserstrahl – Kosten »weniger als ein Dollar« – das gleiche Resultat erzielt werden kann.

Militärs kommen aus anderen Gründen ins Schwärmen. Ein Kriegsschiff könne stets nur eine begrenzte Zahl von Raketen mit sich führen, eine Laser-Kanone könne feuern, so lange Strom zur Verfügung steht. Außerdem, so die Militär-Experten »erreiche der Strahl sein Ziel in Lichtgeschwindigkeit und könne so lange darauf ausgerichtet bleiben, bis etwa das gegnerische Flugzeug zerstört sei, selbst wenn es in rasender Geschwindigkeit kreuz und quer über den Himmel navigiert werde«.

Offensichtlich wird bei der US-Navy mit Hochdruck an der Perfektionierung von Laser-Waffen gearbeitet. Man muss vermuten, dass bei der Navy, aber auch in anderen Forschungs-Labors, militärischen wie privaten – in Sachen Laser-Waffen-Technologie schon sehr viel länger experimentiert wird als öffentlich zugegeben.

Foto 3: Hielt Mose eine Laser-Waffe?
Erich von Däniken spekulierte bereits 1972 über den Einsatz einer Laser-Waffe in biblischen Zeiten (1). Er bezieht sich auf eine mysteriöse Beschreibung im »Alten Testament« (2). Da wird eine Schlacht zwischen Israel und Amalek beschrieben. Handelte es sich bei dem »Stab Gottes« (3) um eine Laser-Waffe, die Mose selbst zum Einsatz bringt? Shiva hat womöglich in Himmelsschlechten Laser-Waffen zum Einsatz kommen lassen: Mit einem Pfeil, der drei Arten von Kraft in sich vereint, der den Himmel beleuchtet und eine Himmelsstadt zerstört, könnte sehr wohl eine Laser-Waffe gemeint sein. Das zumindest bestätigte mir der indische Gelehrte und Kenner der ältesten Schriften seines Landes Prof. Dr. Kumar Kanjilal.

Gott Indra, so wird in Heiligen Büchern des Alten Indien Überliefert, könnte über so etwas wie eine Laserwaffe verfügt haben. Sie wird aber wie folgt umschrieben (4): »Es ward Abend und Indra ergriff seine stärkste Waffe, den Blitz. … Als Vritra nun auf Indra zuflog … warf der Götterkönig seinen Blitz. Der Blitz fuhr in das Fleisch des Dämons, riss seinen Bauch auf. …«

Professor Kumar Kanjilal ist davon überzeugt, dass im »Alten Indien« Götter der »himmlischen Art« über Raumschiffe und über modernste Waffentechnologie verfügten. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hinweise auf die fantastische Vergangenheit unseres Planeten in der altindischen Literatur aufzuspüren. Im Gespräch versicherte mir der Gelehrte (5): »Zu diesen Waffen gehörten wohl auch ›Laser-Raketen‹. Wenn Götter Blitze schleudern und ›Monster‹ zerfetzen, kann das die Umschreibung von Laser-Waffen sein!«

Foto 4: Engel mit Feuerschwert
Sollte es nicht nur in der sakralen epischen Literatur Indiens Hinweise auf Laser-Waffen im Altertum geben? Bereits in den 1970er Jahren suchte ich nach entsprechenden Beschreibungen. Weihnachten 1979 erschien mein Erstling »Astronautengötter/ Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«. Ich schrieb (6):

»Gefährlicher waren schon die Strahlenwaffen (Laserwaffen). Wir erinnern uns daran, dass Zeus oft diese Waffengattung gegen Menschengruppen, aber auch gegen einzelne Personen und kleine Ziele einsetzte. Nicht nur die Götter waren mit diesen Waffen ausgerüstet, auch vertrauenswürdige Menschen erhielten kleinere Waffen von den Göttern. So erhielt die schöne Damayanti eine Blitzwaffe. Im XI. Kapitel von ›Nala und Damayanti‹, einer ›Episode aus dem Mahabharata‹, erfahren wir, dass das schöne Mädchen allein durch den Wald irrte: auf der Suche nach ihrem Gatten. Dort trifft sie auf einen Jäger. Doch lassen wir den Mythos selber sprechen:

›Als der Jäger nun merkte, dass sie (Damayanti) nur mit einem halben Tuchgewand bedeckt war, und ihre vollen Brüste und runden Hüften, ihre überaus zarten, untadeligen schönen Glieder sah und ihr Antlitz, das dem Vollmond glich, ihre geschwungenen Augenlider und als er ihre liebliche Stimme sah, da überwältigte ihn die Begierde. So versuchte er nun, sie mit freundlichen, sanften Worten zu gewinnen, da ihn Liebesverlangen quälte. Das durchschaute die Schöne. Und als die gattengetreue Damayanti erkannte, dass er ein Lüstling war, da entbrannte sie vor Zorn und war von heftiger Wut erfüllt. Er aber, der niederträchtige Bursche, wollte ihr voll heftigen Verlangens Gewalt antun.‹

Foto 5: Die Geschichte von Adam und Eva...

Die direkte Anwendung der Waffe Nala Damayantis wird nicht beschrieben, aber deren  fürchterliche Auswirkung: ›So stürzte der Jäger entseelt zu Boden wie ein vom Blitz getroffener Baum!‹ Sollte Damayanti eine Minilaserwaffe benützt haben, so wäre hier die Wirkung einer solchen Waffe exakt beschrieben …‹« (Zitat aus »Astronautengötter« Ende!)

Kurz und bündig war am 4.2.2014 auf der Internetseite des Senders »N24« ein kurzer Hinweis zu lesen: »Das Laserschwert ist eine der bekanntesten Errungenschaften der Science-Fiction-Filmwelt. Gebündeltes Licht und pure Energie werden per Knopfdruck zur tödlichen Waffe.« Aus dem Kosmos von »Starwars« sind Laserschwerter nicht mehr wegzudenken. Fans können aus einem reichen Angebot »Laserschwerter« kaufen, die jenen aus dem Kinouniversum auf das Verblüffendste ähneln. In einer Produktbeschreibung lesen wir: »Mit voll ausgezogener Teleskop-Klinge cirka neunzig Zentimeter lang, aus Kunststoff, mit beleuchteter Klinge und mit Klingenarretierung gegen das Herausfallen der Klinge aus dem Griff, die Klinge verschwindet komplett im Griff. Das Schwert sieht dann aus wie ein Original aus den Filmen. Auf Knopfdruck schaltet man das Licht ein. Mit einem schnellen Schwenk fährt die Teleskopklinge filmreif aus dem Griff. Ab 4 Jahre geeignet.«

Foto 6: Bewachten Engel mit Laser-Waffen das Paradies?

Im »Alten Testament« wird beschrieben, wie die ersten Menschen – Adam und Eva – aus dem Paradies vertrieben werden, weil sie gegen göttliches Gebot gehandelt haben. Haben sie doch Gottes Willen missachtet und eine verbotene Frucht angeknabbert. Wütend wirft sie Gottvater aus dem Garten Eden. Damit die beiden Menschen nicht wieder zurückkehren können, werden Engel als Wächter aufgestellt, die mit einer ganz besonderen Waffe ausgerüstet sind (7): »Und er (Gott) trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.«  Sollte es sich bei dem »flammenden, blitzenden Schwert« um eine Laser-Waffe gehandelt haben, aus dem Waffenarsenal jener vorzeitlichen Besucher aus dem Kosmos, die als »Götter« in heilige Bücher, Mythen und Legenden eingegangen sind?

Fußnoten
1) Däniken, Erich von: »Aussaat und Kosmos«, Düsseldorf und Wien 1972, Seiten 217 und 218
2) 2. Buch Mose Kapitel 17, Verse 11-14
3) ebenda, Vers 9
4) Govinda, Kalashatra: »Shiva Shiva!: Das Geheimnis der indischen Götter - Mythen, Meditationen, Rituale«, Kailash-Verlag, Verlagsgruppe Random House GmbH, 2014, S. 43
5) Das Gespräch fand am 16. Juni 1979 statt.
6) Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter«, eBook-Ausgabe, Ancient Mail Verlag Werner Betz, Kapitel 13, Position 1194
»Astronautengötter« erschien 1979 zunächst als Hardcover-Ausgabe, später als Softcover. Schließlich übernahm der Ullstein-Verlag das Buch als neue Taschenbuchausgabe in sein Programm. Die Printausgaben sind nur noch antiquarisch erhältlich. Inzwischen liegt aber eine neuerlich überarbeitete Fassung meines Erstlings als eBook vor.
7) 1. Buch Mose Kapitel 3, Vers 24

Foto 7: Giusto de' Menabuoi, Adam und Eva, 1376-78
Zu den Fotos:
Foto 1: Laser-Waffen sind noch »Science Fiction«/ Lichtschwert blau Foto  wiki commons DancingPhilosopher
Foto 2: Laser-Waffen bei Adam und Eva?/Schdelsche Weltchronik, Illustration, Adam und Eva im Paradies, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 3: Hielt Moses eine Laser-Waffe?/ Rudolf von Ems. Weltchronik, 1350-1375 wikimedia commons
Foto 4: Engel mit Feuerschwert/ Schedelsche Weltchronik, Illustration, Adam und Eva im Paradies, Druck Koberger 1494, Ausschnitt
Foto 5: Die Geschichte von Adam und Eva im Paradies/ Schedelsche Weltchronik, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 6: Bewachten Engel mit Laser-Waffen das Paradies? Schedelsche Weltchronik, Druck Koberger 1493, Ausschnitt
Foto 7: Giusto de' Menabuoi, Adam und Eva, 1376-78, gemeinfrei

319 »Heidenzauber unter der Kirche«,
Teil 319 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       


erscheint am 28.02.2016


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