Posts mit dem Label Salva werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Salva werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. März 2016

323 »Die Stadt auf dem Meeresgrund«

Teil 323 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der Tempel von Konarak - Raumschiff in Stein

Vorab: Gern illustriere ich meine Texte mit Fotos, die ich auf meinen Reisen aufgenommen habe. In Sachen Weltraumkriege im »Alten Indien« vor Jahrtausenden kann ich leider keine Fotos der außerirdischen Raumschiffe bieten. Science-Fiction-Fotos und Visionen künftiger Technologie müssen die Lücke schließen. Auch von der zerstörten Stadt Dvaraka liegen keine Fotos vor. Die Ruinen versanken wohl vor Jahrtausenden auf dem Meeresgrund. Aktuellere Ruinenbilder mögen die Fantasie anregen.

In Indien erlebt man extreme Kontraste. Unvorstellbar reiche Menschen logieren in Palästen, unvorstellbar arme Menschen »hausen« auf der Straße. Und die Ärmsten der Armen sehen oft glücklicher aus als so mancher wohlhabende »Otto Normalverbraucher« in unseren Breiten des Wohlstands, der doch sorgenfrei leben kann. Ist es eine tiefe Religiosität, die – zum Beispiel – armen Hindus das Leben erträglicher macht? Ist es die eigenartige Atmosphäre der zahlreichen Tempelchen und Tempel, die die Menschen besänftigt? Mich erinnerte die Atmosphäre in manchem indischen Tempel an die gewaltige Basilika der Maria von Guadalupe. Selbst wenn viele Tausende Gläubige in der Basilika versammelt sind, obwohl dann ständig viele Menschen gehen und kommen, findet man Ruhe und stille Einkehr. Und so beschaulich, wie die Atmosphäre in indischen Tempeln auch ist, viele von ihnen waren ursprünglich nichts als Nachbildungen von Vimanas, von Raumschiffen, die vor Jahrtausenden zum Alltag Indiens gehört haben müssen.

Foto 2: Cover des Magazins »Amazing Stories«,1927

Wann aber kam es zur großen Himmelsschlacht von Kuruksetra? Wann wurde der Kampf ausgefochten? Prof. Kanjilal (1): »Von den Beschreibungen her scheint  die Existenz fliegender Maschinen 1500 v.Chr. eine Realität gewesen zu sein, als die große Schlacht von Kuruksetra ausgetragen wurde.« Viele indische Gelehrte haben keinen Zweifel, dass es diesen Science-Fiction Krieg vor Jahrtausenden wirklich gegeben hat, sie diskutieren nur über das Wann. Prof. Kanjilal (2): »Gemäss einer Schule indischer Astronomen wurde der Krieg von  Kuruksetra 3102 vor Chr. geführt. Einige Puranas (3) verlegen das Datum etwa auf 1414 vor Chr. Eine weitere Gruppe von Astronomen und Chronologisten (=Zeitrechnungsforscher) verlegen das Datum des indischen Krieges auf 2449 vor Chr. Europäische Gelehrte datieren den Krieg auf etwa 1000 vor Chr. Die orthodoxen indischen Gelehrten legen die Zeit der vier Veden, der Brahamanas (4) und Upanisaden (5) zwischen 6000 und 2000 vor Christus, einige sogar in noch weiter zurück liegende Zeit. Sogar der am meisten verbindliche und scharfsinnigste westliche Gelehrte H. Jaccobi geht so weit, das Datum für das Zeitalter der Veden auf 4000 vor Chr. zu fixieren.«


Foto 3: »Krieg der Welten«, aus dem Jahr 1906

Was freilich wichtiger ist als eine absolut sichere Datierung aufs Jahr genau ist die Frage: Ist es möglich, dass in uralten »Heiligen Schriften« der Inder Ereignisse beschrieben werden, die heute nur mit riesigem Millionen-Budget und modernster Computertechnologie als Film verwirklicht werden könnten? Ist es möglich, dass vor Jahrtausenden in alten indischen Epen Weltraumschlachten mit aus heutiger Sicht utopischer Technologie ausgetragen wurden? Ist es möglich, dass derlei »Starwars« sehr viel detailreicher geschildert werden als in heutigen Werken der Science-Fiction-Literatur?

Foto 4: C. Poosamuthu Leiter der Palmblattbibliothek und ein Mitarbeiter

Im November 1995 besuchte ich mit einer kleinen Reisegruppe die berühmt-berüchtigte »Palmblattbibliothek« von C. Poosamuthu in Vaithisvarankoil (Chidambaram). Ich war, offen gesagt, mehr als enttäuscht. In meinen Augen galt das Interesse von Poosamuthu in erster Linie den Devisen von uns Touristen aus fernen Landen. Andere Teilnehmer wiederum waren allerdings sehr erstaunt über die korrekten Angaben über ihr Leben, was alles angeblich schon vor Jahrtausenden auf Palmblättern verewigt worden sein soll. So enttäuschend für mich meine Recherchen in Sachen »Palmblattbibliothek« verliefen, so erwies sich mein Besuch für mich dennoch als lohnend.

Mitarbeiter Poosamuthus lasen auf Tamil vor, was angeblich auf den Palmblättern stand. Ein weiterer Mitarbeiter des Instituts wiederum übersetzte, was vorgelesen wurde ins Englische. Da nicht alle Mitreisenden des Englischen kundig waren, fungierte ich als Dolmetscher ins Deutsche. So kam ich in Pausen mit meinem »Dolmetscherkollegen« ins Gespräch. Er schämte sich, weil er für Poosa Muthu arbeiten musste. »Ich benötige aber das Geld, um an der Universität studieren zu können!« Seine Spezialität waren uralte Handschriften aus dem Mahabharata. »Ich bin von Haus aus ein wenig pedantisch!«, erklärte mir der Student. »Beim Übersetzen habe ich immer wieder Probleme.«

Foto 5: Laser-Angriff aus dem All...

Problem welcher Art, wollte ich wissen. Nach und nach äußerte sich der junge Mann zur angesprochenen Problematik. Wenn man es zumindest für möglich hielte, dass vor Jahrtausenden Außerirdische in riesigen Raumschiffen zur Erde kamen, dann sehe man die uralten Texte in ganz anderem Licht. Dann würde man plötzlich die mit scheinbar magischen Mitteln ausgestatteten »Götter« als Astronauten erkennen, ihre riesigen Himmelswagen als Weltraumschiffe und ihre magischen Hilfsmittel als moderne Technologie, zum Beispiel als Waffen. Konkret wies mich mein Gesprächspartner auf die Schlacht zwischen Salva und den Vertretern der Yadu-Dynastie. Salva verfügte über Saubha, ein »Raumschiff«. Auf Bitten Salvas hin wurde Saubha mächtig aufgerüstet. Saubha, groß wie eine Stadt, konnte rasend schnell gewaltige Höhen erreichen. Attackiert wurde eine Stadt – so überliefern es die Jahrtausende alten Texte – namens Dvaraka. Mit herkömmlichen Mitteln hätten die Verteidiger von Dvaraka keine Chance gehabt. Doch Dvaraka hatte einen himmlischen Verbündeten, Gott Krishna mit seinem Himmelswagen, der gleißend hell wie die Sonne leuchtete.

Foto 6: »Krieg im All...«, eine Zukunftsvision

Salva schoss eine Rakete auf Dvaraka ab, Krishna antwortete mit einer – wie wir heute sagen würden – Anti-Raketen-Rakete. Salvas Raketengeschoss explodierte in der Luft, bevor es Schaden anrichten konnte. Dann attackierte Krishna Salvas Weltraumstadt. Salva reagierte verzweifelt. Er setzte allerlei »Magie« ein, um sein Raumschiff für Angreifer unsichtbar zu machen. Vergeblich. Krishna feuerte eine wahre Flut von Raketen ab, denen Salva nichts mehr entgegensetzen konnte. Salvas Raumschiff explodierte, die Wrackteile versanken im Meer.

Das »Srimad-Bhahvatam« beschreibt ausführlich die unterschiedlichen Waffen, die von Salva und Krishna eingesetzt worden sind. Es kommt nun darauf an, was der Übersetzer der Texte in eine moderne Sprache für möglich hält und was nicht. Ist es für ihn – weil nicht sein kann, was nicht sein darf – ausgeschlossen, dass vor Jahrtausenden Raketen zum Einsatz kamen, so übersetzt er »Pfeile«.


Foto 7: Ruine von Tughlaqabad Fort, New Delhi.

Dr. Shikaripura Ranganatha Rao (*1. Juli 1922 in Anandapuram, Distrikt Shimoga, †3. Januar 2013 in Bangalore, Karnataka) war ein indischer Archäologe. Er führte umfangreiche Ausgrabungen durch und machte sensationelle Entdeckungen. So gelang es ihm, die Hafenanlagen der untergegangenen Stadt Lothal zu lokalisieren. Dr. Shikaripura Ranganatha Rao machte aber ein weit wichtigere Entdeckung: Er fand Reste der zerstörten Stadt Dvaraka am Golf von Kutsch, zwischen Bombay und Karachi – auf dem Meeresgrund! Da lagen massive Steinblöcke, die eindeutig künstlich bearbeitet worden waren, tief unter dem Meeresspiegel. Da wurden Reste von Mauern ausfindig gemacht, die im rechten Winkel zueinander stehen. Da wurden die Umrisse von Gebäuden ebenso sichtbar wie von Straßen – auf dem Meeresgrund. Dr. Shikaripura Ranganatha Rao folgte den Beschreibungen vom fantastischen Krieg um Dvaraka – und  stieß auf die Überbleibsel einer – wie der führende Unterwasserarchäologe mir am Telefon versicherte – Hinweise auf »eindeutige Überbleibsel einer einst hohen Zivilisation«.

Dr. Shikaripura Ranganatha Rao schickte mir sein großformatiges Werk »The Lost City of Dvaraka« (6), das bis heute nach wie vor sträflich vernachlässigt wird. Werden doch auch heute noch speziell von europäischen Forschern altindische Epen wie das Mahabharata als reine Fantasiegebilde abgetan, so kam Dr. Rao zu einem ganz anderen Ergebnis (7). Er bewies, dass es sich beim Mahabharata-Epos um ein Geschichtswerk handelt, das als Quelle verlässlich ist. Er lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass – und darin stimmt er mit den meisten indischen Gelehrten überein – der fantastische Krieg um Dvaraka auch wirklich stattgefunden hat. Nur wann die einst blühende Stadt zerstört wurde, ist umstritten. Der Gelehrte weist auf eine Inschrift hin, die den Krieg auf das Jahr 3101 vor Chr. datiert
.
Foto 8: Gibt es solche Ruinen auf dem Meeresgrund?

»Die Wichtigkeit von Dvaraka für die Rekonstruktion der Geschichte Indiens kann gar nicht genug betont werden.«, schlussfolgert Dr. Shikaripura Ranganatha Rao (8). Und an anderer Stelle (9): »Die legendäre Stadt Dvaraka ist das bedeutsamste kulturelle Erbe unter Wasser, das erforscht und für die Nachwelt erhalten werden musste.«

Fußnoten


(1) Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991, Archiv Langbein, Artikel-Nr. 1317b, Seite 116

Foto 9: Cover »The Lost City of Dvaraka«
(2) ebenda (Rechtschreibung in Zitaten habe ich nicht dem neuen Regelwerk angepasst, sondern unverändert übernommen!)
(3) »Puranas«, zu Deutsch »Alte Geschichte«, gelten als äußerst wichtige Quellen des Hinduismus. Einst soll es hunderttausende solcher Texte gegeben haben.
(4) Brahamanas sind sehr frühe Ritual- und Opfertexte des Hinduismus. Sie gehören zum »Veda-Komplex«.
(5) Upanisaden: Sammlung philosophisch-religiöser Schriften des Hinduismus.
(6) Rao, S.R. (Shikaripura Ranganatha): The Lost City of  Dvaraka,New Delhi, 1. Auflage 1999
(7) ebenda, Seiten 7-13
(8) ebenda, Seite 13 (»The importance of Dvaraka for the reconstruction of the history of India cannot be overemphasized.«)



Zu den Fotos
 

Foto 10: Cover »Marine Archaeology in India«
Foto 1 zeigt den »Sonnentempel von Konarak«. Er soll ein göttliches Himmels-Vehikel darstellen. Foto Walter-Jörg Langbein November 1996
Foto 2 zeigt ein Cover des Magazins »Amazing Stories« aus dem Jahr 1927. Es thematisiert »Krieg der Welten« als SF-Fantasie  (Foto wiki commons Frank R. Paul)

Foto 3 zeigt eine weitere SF-Fantasie zum Thema »Krieg der Welten«, aus dem Jahr 1906. (Foto gemeinfrei wiki commons)
Foto 4 zeigt Poosa Muthu von der Palmblattbibliothek und einen Mitarbeiter. Foto Walter-Jörg Langbein November 1995
Foto 5 zeigt einen Laser-Angriff aus dem All... Zukunftsprojekt. Foto United States Space Command wiki commons public domain
Foto 6: zeigt »Krieg im All...«, eine Zukunftsvision. Foto National War College, Military Image Collection wiki commons public domain
Fotos 7 und 8 zeigen die Ruinen der Festung von Fort Tughlaqabad Fort, New Delhi. Fotos Walter-Jörg Langbein November 1995

Foto 9: Cover »The Lost City of Dvaraka«
Foto 10: Cover »Marine Archaeology in India«

Siehe auch…
Rao, S.R. (Shikaripur Ranganatha) Rao: »Marine Archaeology in India«
     New Delhi 2001 

324 »John Frum und ein Gott im Dekolleté«,
Teil 324 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 03.04.2016 

Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 20. März 2016

322 »Tod im Feuerball«

Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Priesterarchitekten bauten Tempel ...

Der Terminus »Gott« ist im christlichen Abendland ausschließlich positiv besetzt. In Indien ist das anders. Seit Jahrtausenden weiß man dort, dass die himmlischen Wesen auch durchaus negative Eigenschaften hatten. Sie kamen selten miteinander aus, bekämpften sich heftig. Fachkundige Experten berichteten mir in New Delhi, dass sich unterschiedliche Göttergruppen unterschiedlichen Menschengruppen zuwandten und mit Waffen belieferten. In der Wahl ihrer Mittel waren die »Himmlischen« nie zimperlich. Zahllose Berichte von Götterkämpfen und Kriegen sind in heiligen Büchern überliefert. Sie erinnern uns an heutige Science-Fiction-Filme a la Steven Spielberg.

Wir lesen von riesigen Weltraumstädten, die ihre Bahnen um die Erde zogen. Götter kämpften gegen Menschen, Götter bekriegten aber auch Götter. Im Vergleich zu den »Heiligen Büchern« der altindischen Literatur mutet die Bibel wie ein schmales Bändchen an. Die sakralen Epen sind von so gewaltigem Umfang, dass die Originale kaum gelesen werden. Im Verlauf der Jahrhunderte entstanden immer wieder extrem stark gekürzte Fassungen der Originaltexte und sehr stark gestraffte Nacherzählungen. Das »Srimad-Bhahvatam« zum Beispiel liegt in einer zwölfbändigen Fassung vor. 18.000 Verse bieten eine nicht zu überblickende Fülle von Informationen, auch in Sachen Flugmaschinen der Götter. (2)

Foto 2: Nachbildungen von »Vimanas«

Im X. Gesang erfahren wir einiges über Salva und ein außerirdisches Raumschiff, das auch von Menschen geflogen werden kann. Liest man die Schilderungen der Flugmanöver dieses fliegenden Götterschiffs, so wird man an Berichte heutiger »UFOs« und ihrer Flugmanöver erinnert. Worum geht es? Salva, mächtiger König, glaubte nicht an einen Sieg im Kampf gegen die Stadt Dvaraka. Doch außerirdische Hilfe stand zur Verfügung. König Salva hatte konkrete Vorstellungen und Wünsche (1): Ein Flugvehikel musste her, dass so gut wie unzerstörbar war. Gesteuert werden sollte es mit der »Willenskraft des Piloten«. Allein der Anblick des Raumschiffs musste die Feinde erstarren lassen. Maya Danava konstruierte das Gewünschte auf dem Planeten Talatala und stellte es Salva zur Verfügung.

Foto 3: »Vimana« nach Kanjilal
Salva konnte es fliegen und attackierte wiederholt die Festungsstadt Dvaraka. Blitzschnell vollführte das außerirdische Flugvehikel die verrücktesten Manöver. Wirbelnd bewegte es sich hin und her. Hatte man das Ding eben noch am Boden gesehen, stieg es schon wieder empor in den Himmel, wurde auf einem Berg gesichtet und dann sofort wieder im Meer. Das fantastisch anmutende Vehikel muss sehr viel vielseitiger gewesen sein als zu Beginn des dritten Jahrtausends erst möglich ist. Von »UFOs« allerdings liegen nicht minder utopisch anmutende Schilderungen vor.

Arjuna, Sohn des Himmelsgottes Indra war – das erfahren wir aus dem monumentalen »Bhagavad Gita« (»Gesang des Erhabenen«) – enger Vertrauter des Gottes Krishna. Arjuna griff vehement das riesengroße Raumschiff Hiranyapurna an. Die angegriffenen Götter wehrten sich erbittert, starteten ein fliegendes Kampfgeschwader, ausgestattet mit furchteinflößenden Waffen. Arjuna freilich ließ sich nicht beirren. Er feuerte ein »Raketengeschoss« ab, das exakt ins Ziel traf. Die Weltraumstadt explodierte und wurde in Stücke gerissen. Brennend und qualmend stürzten die Trümmer auf die Erde. Einige mögen auf dem Land eingeschlagen sein, die meisten versanken im Meer.

Foto 4: »Vimanas« in Stein (Tanjore, alias Thanjavur, Nadu)

Derlei kriegerische Auseinandersetzungen wurden in enormer Höhe, im erdnahen Weltraum ausgefochten, aber auch in geringeren Höhen. So vermeldet das heilige Epos »Bhagavata«, dass Salva einst die Stadt Dvaraka mit seinem Flugzeug angriff und mit Geschossen überschüttete. Krisna versuchte, rettend einzugreifen. Er lockte den Angreifer von der Stadt weg und verwickelte ihn in eine Luftschlacht.

Salva fühlte sich eindeutig unterlegen und versuchte sein Heil in der Flucht. Womöglich wurde er getroffen. Seine Flugmaschine mag beschädigt worden sein. Kurzzeitig landete er im Meer, stieg aber kurz darauf bereits wieder mit enormer Geschwindigkeit empor, bis in eine Höhe von 1.300 Metern. Krishna zeigte kein Mitleid. Er feuerte ein Raketengeschoß ab. Salvas Los war entschieden. Er konnte der Gefahr nicht entrinnen. Die Rakete folgte ihm, wurde vom Geräusch von Salvas Flugzeug gelenkt. Salva starb in einem glühenden Feuerball. (3)  In verschiedenen heiligen Büchern Indiens gibt es deutliche Hinweise auf Wissen, das nicht von dieser Erde stammt.

Foto 5: Noch ein »Vimana« nach Kanjilal

Im November 1995 reiste ich mehrere Wochen durch Indien. Ich besuchte verschiedene Bibliotheken, in denen die »heiligen Bücher« des Landes aufbewahrt werden. Zu den interessantesten Texten gehört ohne Zweifel das »Vymaanika Shaastra«, dessen Urfassung nach Überzeugung von Gelehrten wie Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein soll. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Foto 6: Altindisches Flugvehikel
Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er – wie auch ich – einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte. Die altindischen Texte, so versicherte mir Prof. Kanjilal, berichten immer wieder, dass einst Götter zur Erde kamen, um die Menschen zu studieren. Um nicht aufzufallen, tarnten sie sich dabei als Menschen. Himmelsfahrzeuge –  »Vimanas« genannt – waren nach den Berichten der alten Texte alles andere als selten. Allein in der Schilderung von Arjunas Reise durch zahlreiche himmlische Regionen und sternenreiche Gefilde des Firmaments wurden Hunderte von Himmelsschiffen gesichtet. Im bekanntesten indischen Epos, dem Mahabharata, tauchen sie – so Professor Kanjilal – an 41 Stellen auf. Die rund 100.000 Doppelverse des höchst umfangreichen Werkes wurden vermutlich zur Zeitenwende schriftlich niedergelegt. Es basiert aber auf mythischen Quellen, die womöglich einige Jahrtausende älter sind.

Beschreibungen von Raumschiffen finden sich noch heute in den heiligen Büchern Indiens. Sie müssen vor Jahrtausenden zum Alltag gehört haben, offenbar wie zu Beginn des dritten nachchristlichen Jahrtausends Flugzeuge eine Selbstverständlichkeit sind. Weil wir uns offenbar nach wie vor für die Krone der Schöpfung halten, wollen wir nicht glauben, dass es schon vor Jahrtausenden Raumfahrt gab: und das in einem Umfang, wie wir es nur aus Zukunftsromanen kennen. Doch zurück ins alte Indien:

Die schriftkundigen Sthapatis waren höchst vielseitige Theologen. Sie waren für die Rituale in den
Foto 7: Risszeichnung »Vimana«
Tempeln zuständig und berieten die Gläubigen in allen Lebensfragen. Außerdem wussten sie gut Bescheid über die Raumschiffe und Flugzeuge der Götter. Als Priester konnten sie die entsprechenden Texte auswendig zitieren, in denen die Flugapparate und Raumstädte vorkommen. Ihnen standen gewaltige Bibliotheken zur Verfügung, denen sie Einzelheiten über die Flugmaschinen entnehmen konnten. Viele technische Errungenschaften kannten sie dem Namen nach. Sie wussten manchmal auch, welchem Zweck sie dienten. Verstanden haben sie aber wohl das meiste nicht. Die Sthapatis waren aber nicht nur Geistliche und Theologen, sondern auch Architekten. Ihre Aufgabe war es, die Beschreibungen der Raumschiffe in Bauwerke aus Stein umzusetzen.

Sie holten also gewissermaßen die Raumkreuzer auf die Erde und bildeten sie in den Tempeln nach. In nachgebauten Himmelsschiffen der Götter zelebrierten die Sthapatis Gottesdienste. Sie sprachen rituelle Gebete oder riefen die Götter in besonderen Zeiten der Not an. Offenbar glaubte man, dass die Himmlischen besonders gewogen waren, wenn man sie in einer steinernen Kopie eines ihrer Raumschiffe anflehte. Dort würden sich die Himmlischen besonders wohl fühlen. Hatte diese Art der Verewigung in Stein noch einen weiteren Grund? Sollten »Vimanas« in Texten beschrieben und in Tempelform verewigt werden, damit sich Menschen auch noch nach Jahrtausenden an die phantastisch anmutenden, nichtsdestotrotz aber realen Vorgänge erinnern können würden? Wir können die alten Quellen studieren, sollten sie nur endlich wirklich ernst nehmen! Die schier unüberblickbare Fülle uralten Textmaterials macht die Erforschung der »Vimanas« allerdings nicht leichter. Und die schier ellenlangen Namen und Bezeichnungen strapazieren unsere Zungen. Trotzdem sollten wir die alten Quellen weit intensiver nutzen als dies bisher geschah!

Die Priesterarchitekten verewigten uraltes Wissen um die Flugvehikel des Alten Indien in Stein, in Gestalt von steinernen Tempeln. Herrliche Tempelanlagen gibt es zum Beispiel in Thanjavur, einst von den Engländern Tanjore genannt, im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu gelegen. Die historisch bedeutsame Stadt liegt im Mündungsdelta des Kaveri-Flusses, 320 Kilometer südlich von Chennai. Allein der Tempel wegen lohnt sich ein Besuch der einstigen Metropole.

Fußnoten

(1) Die zentralen Aussagen zum Raumschiff und seiner Manöver seien im Englisch einer angeblich gängigen Übersetzung zitiert. Mir lag ein umfangreiches Manuskript mit Auszügen aus dem Epos in englischer Sprache vor, das leider keine näheren Angaben zu Erscheinungsort usw. enthielt.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 6 und 7: »He chose a vehicle terrifying to the Vrishnis with which he could travel at will and that could not be destroyed by the gods, the demons, the humans, the singers of heaven, the serpents or the wild men. Giris'a [S'iva as the Lord of the mountain] said 'so be it' and ordered Maya Dânava, who was there to conquer the cities of the enemies , to build a flying fortress made of iron named Saubha and offer it to S'âlva.

»Srimad-Bhagavatam«, 10. Gesang, Kapitel 76, Verse 21 und 22: »The magical illusion created by Maya that then was seen in many forms, next seen in a single form and then again was not seen at all, constituted an inconstancy that made it impossible for his opponent to locate him. Moving hither and thither like a whirling firebrand the airship of Saubha never stayed in one place; from one moment to the next it was seen on the earth, in the sky, on a mountain top or in the water.«

Foto 8: Prof. Kanjilals Werk
(2) Bedanken möchte ich mich zudem bei Prof. Kumar Kanjilal, der mir – über Julia Zimmermann – ausführliches Quellenmaterial zur Verfügung stellte. Sehr hilfreich – und von mir ausgiebig als Quelle genutzt – ist folgendes Werk:

Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991

Leider ist der wichtige Privatdruck nur sehr schwer zu beziehen.

(3) Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991, Archiv Langbein, Artikel-Nr. 1317b, Seite 39

Zu den Fotos 
Fotos 1, 2 und 4 Zeigen Tempel von Tanjore, alias Thanjavur. Fotos: Walter-Jörg Langbein/ Fotos 3, 5, 6, 7, und 8: Archiv Walter-Jörg Langbein

323 »Die Stadt auf dem Meeresgrund«,
Teil 323 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 27.03.2016


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 28. Februar 2010

7 »Vimanas, Flugvehikel der Götter«

Teil 7 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Indien ist nicht nur das Land der Tempel, die vor vielen Jahrhunderten errichtet wurden. Indien ist nicht nur das Land der heiligen Tradition, Flugvehikel in Tempelform zu verewigen. Indien ist auch das Land der auch heute noch lebenden Vimana-Tradition. Immer wieder sieht man – oft an zentralen Plätzen – scheinbar roh zusammengezimmerte Hütten eigentümlicher Form. Sie dienen nicht etwa als Unterkunft für Arme. Es sind mit einfachen Mitteln nachgebaute »Tempeltürme«. So wie die altehrwürdigen steinernen Monumente erinnern sie an jene Zeiten, als Götter aus dem Kosmos zur Erde herabstiegen und die Menschen besuchten.

Die »Raumfahrt« unserer Zeit, die Astronauten zum Mond brachte, nötigt schriftkundigen Indern nur ein müdes Lächeln ab. In der Tat muten die Raketen der Menschheit zu Beginn des dritten nachchristlichen Jahrtausends armselig an... im Vergleich zu den gewaltigen Raumschiffen Götter Indiens, die vor Jahrtausenden zur Erde kamen.

»Andere Menschen dagegen leben nur in der Gegenwart. Sie betrachten die Gegenwart als das Vollkommene, als das Produkt der Entwicklung, und sie halten es für überflüssig, sich mit der Vergangenheit zu befassen.« So schrieb der langjährige Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Michelau (Oberfranken), Johann Nemmert, im Vorwort zum Büchlein »Ein Beitrag zur Michelauer Ortsgeschichte« (Michelau/ Lichtenfels 1958)

In der Welt der Wissenschaften scheint diese Philosophie weit verbreitet zu sein: In grauer Vorzeit... zum Anbeginn... gab es einen Big Bang im Universum. Und von da an entwickelte sich alles evolutionär: Auf das Weniger-Entwickelte folgt stets Höher-Entwickeltes. Das Bessere geht aus dem Schlechteren hervor. Aus primitivsten Lebensformen im Einzellerbereich entwickelten sich nach und nach komplexere. Aus »primitiven Tieren« wurden irgendwann im Lauf der Zeiten unsere Vorfahren, aus denen der heutige intelligente Mensch hervorging. Wir sind, um es bildhaft auszudrücken, die Krone der Schöpfung. So wie sich das Leben vom Einzeller zum heutigen Menschen entwickelte... so evolutionär verlief demnach auch die Geschichte der Menschheit: von primitiven Gesellschaften bis zur heutigen modernen Zivilisation.

Folgt man dieser Vorstellung, dann hat der Mensch heute den höchsten Entwicklungsstand aller Zeiten. Mensch und Zivilisation sind gleichermaßen Ergebnisse von Evolution. In diesem Weltbild gibt es keinen Platz für die altindischen Vimanas, die Flugvehikel der Götter. Erst wir Menschen beginnen langsam, Raumfahrt zu betreiben. Wir, als Krone der Schöpfung, stoßen die Tür ins Universum auf. Raumfahrt darf es vor Jahrtausenden nicht gegeben haben.

Und doch gibt es in den altindischen Epen und heiligen Dichtungen, die ganze Bibliotheken füllen, unzählige Hinweise auf eben Vimanas, auf Flugvehikel der utopischsten Art. Strenge Vertreter der »Der Mensch ist die Krone der Schöpfung«-Theorie dulden auch keine außerirdischen Zivilisationen, die der unseren um Jahrtausende der Entwicklung überlegen sind.

Einst sollen riesige Weltraumstädte aus den Tiefen des Alls zur Erde gekommen sein. Vimanas pendelten zwischen Himmel und Erde, brachten die fremden Besucher in irdische Gefilde und wieder zurück in ihre riesigen Weltraum-Siedlungen. Parallelen zwischen Ägypten und Indien sind nicht zu übersehen: Pyramiden kennen wir aus Ägypten. Sie begegnen uns auch in Indien: als pyramidenförmige Tempeltürme. Einst thronte im Land am Nil auf der Spitze von Pyramiden und Obelisken ein heiliger Stein, genannt Benben. Bei den indischen Tempeln sind es oft pyramidenartige, steil aufragende Türme, die die sakralen Bauwerke dominieren.

Interpretieren wir modern, sozusagen mit »Weltraumfahrerbrille«: Der Obelisk symbolisiert so etwas wie eine Rakete, mit der einst in grauer Vorzeit Atum-Ré von seiner himmlischen Heimat zur Erde herabstieg. War der Benben-Stein so etwas wie eine Landekapsel? »Das wahrscheinlich metallene Raumschiff wurde wegen der Härte und Festigkeit des Materials als ›Art harter Stein‹ bezeichnet, der ›glänzt‹ und ›in den Himmel aufschießt‹.« schreibt Peter Fiebag in seinem hochinteressanten Aufsatz »Der Obelisk: Symbol für ein Raumfahrzeug?«

Wie auf der Spitze der Pyramiden und der Obelisken thront auch heute noch ganz oben auf vielen Tempeltürmen Indiens etwas Ähnliches, nämlich eine Art heiliger Stein etwas wie ein Flugvehikel der Götter. Bis heute ist unklar, wie diese gewaltigen Kolosse in luftige Höhen geschafft wurden.

Der Begriff »Gott« ist im christlichen Abendland positiv besetzt. Gern wird auch vom »lieben Gott« gesprochen. In Indien ist das anders. Gott ist dort weder das personifizierte Gute noch ein Sinnbild für alles Gute. Seit Jahrtausenden weiß man in Indien, dass die himmlischen Wesen auch durchaus negative Eigenschaften hatten. Sie harmonierten selten miteinander, bekämpften sich häufig heftig. In der Wahl ihrer Mittel waren sie dabei nie zimperlich. Mit brachialer Gewalt versuchten sie, die göttliche Konkurrenz zu vernichten. Zahllose Berichte von Götterkämpfen und Kriegen sind in heiligen Büchern überliefert. Sie erinnern uns an heutige Science-Fiction-Filme a la Steven Spielberg.

Einst kamen – folgt man den uralten Überlieferungen – riesige Weltraumstädte aus den Tiefen des Alls und zogen dann ihre Bahn um die Erde. Arjuna zum Beispiel griff vehement das riesengroße Raumschiff Hiranyapurna an. Die attackierten Götter wehrten sich vehement. Sie starteten ein fliegendes Kampfgeschwader, das mit furchteinflößenden Waffen ausgerüstet war. Arjuna freilich ließ sich nicht beirren. Er feuerte ein »Raketengeschoß« ab, das exakt ins Ziel traf. Die Weltraumstadt explodierte und wurde in Stücke gerissen. Brennend und qualmend stürzten die Trümmer auf die Erde. Einige mögen auf dem Land eingeschlagen sein, die meisten versanken im Meer.

Die beschriebenen kriegerischen Auseinandersetzungen wurden in enormer Höhe, im erdnahen Weltraum ausgefochten, aber auch in geringeren Höhen. So vermeldet das heilige Epos »Bhagavata«, dass Salva einst die Stadt Dvaraka mit seinem Flugzeug angriff und mit Geschossen überschüttete. Krisna versuchte, rettend einzugreifen. Er lockte den Angreifer von der Stadt weg und verwickelte ihn in eine Luftschlacht.

Salva fühlte sich unterlegen. Er würde den Kampf nicht gewinnen. Also versuchte er sein Heil in der Flucht. Womöglich wurde er dabei getroffen. Seine Flugmaschine mag beschädigt worden sein. Kurzzeitig landete er im Meer, stieg aber kurz darauf bereits wieder mit enormer Geschwindigkeit empor – bis in eine Höhe von 1 300 Metern. Krishna zeigte kein Mitleid. Er feuerte ein Raketengeschoss ab. Salvas Los war entschieden. Er konnte der Gefahr nicht entrinnen. Die Rakete folgte ihm, wurde vom Geräusch von Salvas Flugzeug gelenkt. Salva starb in einem glühenden Feuerball.

Im 7. Buch des wohl ältesten Epos der Menschheitsgeschichte, des »Mahabharata« werden Götterwaffen beschrieben, deren Wirkungsweise mit denen von Atombomben gleichgesetzt werden muss. Über eine dieser Waffen heißt es: »Sie schoss hoch in die Lüfte, und Flammen brachen aus ihr hervor, die dem Feuer glichen, das die Erde am Ende des Erdzeitalters verschlingt. Tausende von Sternschnuppen fielen vom Himmel. Die Tiere in den Gewässern und auf dem Land erzitterten vor Angst. Die Erde bebte.«

Die fürchterlichen Geschossen waren »mit der Kraft des Universums« ausgestattet. Sie explodierten mit vernichtender Gewalt, wobei »eine weißglühende Säule von Rauch und Flammen, so hell wie zehntausend Sonnen« entstand. »Die unbekannte Waffe ist ein strahlender Blitz, ein verheerender Todesboote, der alle Angehörigen der Vrischni und der Andhala zu Asche zerfallen ließ. Die verglühten Körper waren unkenntlich. Denjenigen, die davonkamen, fielen die Haare aus. Töpfereien zerbrachen, Vögel wurden weiß. In kurzer Zeit war die Nahrung vergiftet. Der Blitz senkte sich und wurde feiner Staub. Um diesem Feuer zu entkommen, stürzten sich die Soldaten in die Flüsse, um sich und ihre Ausrüstung zu waschen. Es war, als seien die Elemente losgelassen, die Sonne drehte sich im Kreise. Von der Glut der Waffen versengt taumelte die Welt in Hitze. Tausende von Wagen wurden vernichtet. Dann senkte sich tiefe Stille. Es bot sich ein schauerlicher Anblick. Die Leichen der Gefallenen waren von der fürchterlichen Hitze verstümmelt, so dass sie nicht mehr wie Menschen aussahen.«

Derlei Texte beschäftigten auch Dr. Robert Oppenheimer, der in den Jahren 1943-1945 Leiter der Atombombenentwicklung in Los Alamos war. Als die erste Test-Atombombe gezündet worden war, zitierte Physiker und Sanskritkenner Oppenheimer einen altindischen Vers aus dem »Mahabharata«: »Ich habe die Gewalt des Universums entfesselt. Nun bin ich zum Zerstörer des Universums geworden.«

Sieben Jahre später hielt Dr. Oppenheimer einen Vortrag an der Universität von Rochester. Als es im Anschluss daran zu einer Diskussion kam, fragte ein Student, ob denn die Atombombe von Alamogordo die erste gewesen sei, die man gezündet habe, oder ob es nicht vielleicht schon früher bereits ähnlich erfolgreiche Tests gegeben habe, die bislang der Öffentlichkeit verheimlicht worden waren. Kaum jemand verstand die Aussage Oppenheimers: »Well. es war die erste, ja. Jedenfalls in moderner Zeit!« Oppenheimer ging also davon aus, dass es bereits in vorgeschichtlichen Zeiten atomare Explosionen gegeben hat - im Alten Indien.

»Science-Fiction - Realität vor Jahrtausenden?«,
Teil 8 meiner »Sonntags-Serie«
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«,
erscheint ausnahmsweise bereits am
Donnerstag, den 4. März 2010
.

Grund: Vom 5.-7.3.2010 führe ich das 15.Seminar »Phantastische Phänomene« in Bremen durch!

Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (46) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Der Tote im Zwillbrocker Venn (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Atlantis der Südsee (13) Der hässliche Zwilling (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)