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Sonntag, 27. März 2016

323 »Die Stadt auf dem Meeresgrund«

Teil 323 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der Tempel von Konarak - Raumschiff in Stein

Vorab: Gern illustriere ich meine Texte mit Fotos, die ich auf meinen Reisen aufgenommen habe. In Sachen Weltraumkriege im »Alten Indien« vor Jahrtausenden kann ich leider keine Fotos der außerirdischen Raumschiffe bieten. Science-Fiction-Fotos und Visionen künftiger Technologie müssen die Lücke schließen. Auch von der zerstörten Stadt Dvaraka liegen keine Fotos vor. Die Ruinen versanken wohl vor Jahrtausenden auf dem Meeresgrund. Aktuellere Ruinenbilder mögen die Fantasie anregen.

In Indien erlebt man extreme Kontraste. Unvorstellbar reiche Menschen logieren in Palästen, unvorstellbar arme Menschen »hausen« auf der Straße. Und die Ärmsten der Armen sehen oft glücklicher aus als so mancher wohlhabende »Otto Normalverbraucher« in unseren Breiten des Wohlstands, der doch sorgenfrei leben kann. Ist es eine tiefe Religiosität, die – zum Beispiel – armen Hindus das Leben erträglicher macht? Ist es die eigenartige Atmosphäre der zahlreichen Tempelchen und Tempel, die die Menschen besänftigt? Mich erinnerte die Atmosphäre in manchem indischen Tempel an die gewaltige Basilika der Maria von Guadalupe. Selbst wenn viele Tausende Gläubige in der Basilika versammelt sind, obwohl dann ständig viele Menschen gehen und kommen, findet man Ruhe und stille Einkehr. Und so beschaulich, wie die Atmosphäre in indischen Tempeln auch ist, viele von ihnen waren ursprünglich nichts als Nachbildungen von Vimanas, von Raumschiffen, die vor Jahrtausenden zum Alltag Indiens gehört haben müssen.

Foto 2: Cover des Magazins »Amazing Stories«,1927

Wann aber kam es zur großen Himmelsschlacht von Kuruksetra? Wann wurde der Kampf ausgefochten? Prof. Kanjilal (1): »Von den Beschreibungen her scheint  die Existenz fliegender Maschinen 1500 v.Chr. eine Realität gewesen zu sein, als die große Schlacht von Kuruksetra ausgetragen wurde.« Viele indische Gelehrte haben keinen Zweifel, dass es diesen Science-Fiction Krieg vor Jahrtausenden wirklich gegeben hat, sie diskutieren nur über das Wann. Prof. Kanjilal (2): »Gemäss einer Schule indischer Astronomen wurde der Krieg von  Kuruksetra 3102 vor Chr. geführt. Einige Puranas (3) verlegen das Datum etwa auf 1414 vor Chr. Eine weitere Gruppe von Astronomen und Chronologisten (=Zeitrechnungsforscher) verlegen das Datum des indischen Krieges auf 2449 vor Chr. Europäische Gelehrte datieren den Krieg auf etwa 1000 vor Chr. Die orthodoxen indischen Gelehrten legen die Zeit der vier Veden, der Brahamanas (4) und Upanisaden (5) zwischen 6000 und 2000 vor Christus, einige sogar in noch weiter zurück liegende Zeit. Sogar der am meisten verbindliche und scharfsinnigste westliche Gelehrte H. Jaccobi geht so weit, das Datum für das Zeitalter der Veden auf 4000 vor Chr. zu fixieren.«


Foto 3: »Krieg der Welten«, aus dem Jahr 1906

Was freilich wichtiger ist als eine absolut sichere Datierung aufs Jahr genau ist die Frage: Ist es möglich, dass in uralten »Heiligen Schriften« der Inder Ereignisse beschrieben werden, die heute nur mit riesigem Millionen-Budget und modernster Computertechnologie als Film verwirklicht werden könnten? Ist es möglich, dass vor Jahrtausenden in alten indischen Epen Weltraumschlachten mit aus heutiger Sicht utopischer Technologie ausgetragen wurden? Ist es möglich, dass derlei »Starwars« sehr viel detailreicher geschildert werden als in heutigen Werken der Science-Fiction-Literatur?

Foto 4: C. Poosamuthu Leiter der Palmblattbibliothek und ein Mitarbeiter

Im November 1995 besuchte ich mit einer kleinen Reisegruppe die berühmt-berüchtigte »Palmblattbibliothek« von C. Poosamuthu in Vaithisvarankoil (Chidambaram). Ich war, offen gesagt, mehr als enttäuscht. In meinen Augen galt das Interesse von Poosamuthu in erster Linie den Devisen von uns Touristen aus fernen Landen. Andere Teilnehmer wiederum waren allerdings sehr erstaunt über die korrekten Angaben über ihr Leben, was alles angeblich schon vor Jahrtausenden auf Palmblättern verewigt worden sein soll. So enttäuschend für mich meine Recherchen in Sachen »Palmblattbibliothek« verliefen, so erwies sich mein Besuch für mich dennoch als lohnend.

Mitarbeiter Poosamuthus lasen auf Tamil vor, was angeblich auf den Palmblättern stand. Ein weiterer Mitarbeiter des Instituts wiederum übersetzte, was vorgelesen wurde ins Englische. Da nicht alle Mitreisenden des Englischen kundig waren, fungierte ich als Dolmetscher ins Deutsche. So kam ich in Pausen mit meinem »Dolmetscherkollegen« ins Gespräch. Er schämte sich, weil er für Poosa Muthu arbeiten musste. »Ich benötige aber das Geld, um an der Universität studieren zu können!« Seine Spezialität waren uralte Handschriften aus dem Mahabharata. »Ich bin von Haus aus ein wenig pedantisch!«, erklärte mir der Student. »Beim Übersetzen habe ich immer wieder Probleme.«

Foto 5: Laser-Angriff aus dem All...

Problem welcher Art, wollte ich wissen. Nach und nach äußerte sich der junge Mann zur angesprochenen Problematik. Wenn man es zumindest für möglich hielte, dass vor Jahrtausenden Außerirdische in riesigen Raumschiffen zur Erde kamen, dann sehe man die uralten Texte in ganz anderem Licht. Dann würde man plötzlich die mit scheinbar magischen Mitteln ausgestatteten »Götter« als Astronauten erkennen, ihre riesigen Himmelswagen als Weltraumschiffe und ihre magischen Hilfsmittel als moderne Technologie, zum Beispiel als Waffen. Konkret wies mich mein Gesprächspartner auf die Schlacht zwischen Salva und den Vertretern der Yadu-Dynastie. Salva verfügte über Saubha, ein »Raumschiff«. Auf Bitten Salvas hin wurde Saubha mächtig aufgerüstet. Saubha, groß wie eine Stadt, konnte rasend schnell gewaltige Höhen erreichen. Attackiert wurde eine Stadt – so überliefern es die Jahrtausende alten Texte – namens Dvaraka. Mit herkömmlichen Mitteln hätten die Verteidiger von Dvaraka keine Chance gehabt. Doch Dvaraka hatte einen himmlischen Verbündeten, Gott Krishna mit seinem Himmelswagen, der gleißend hell wie die Sonne leuchtete.

Foto 6: »Krieg im All...«, eine Zukunftsvision

Salva schoss eine Rakete auf Dvaraka ab, Krishna antwortete mit einer – wie wir heute sagen würden – Anti-Raketen-Rakete. Salvas Raketengeschoss explodierte in der Luft, bevor es Schaden anrichten konnte. Dann attackierte Krishna Salvas Weltraumstadt. Salva reagierte verzweifelt. Er setzte allerlei »Magie« ein, um sein Raumschiff für Angreifer unsichtbar zu machen. Vergeblich. Krishna feuerte eine wahre Flut von Raketen ab, denen Salva nichts mehr entgegensetzen konnte. Salvas Raumschiff explodierte, die Wrackteile versanken im Meer.

Das »Srimad-Bhahvatam« beschreibt ausführlich die unterschiedlichen Waffen, die von Salva und Krishna eingesetzt worden sind. Es kommt nun darauf an, was der Übersetzer der Texte in eine moderne Sprache für möglich hält und was nicht. Ist es für ihn – weil nicht sein kann, was nicht sein darf – ausgeschlossen, dass vor Jahrtausenden Raketen zum Einsatz kamen, so übersetzt er »Pfeile«.


Foto 7: Ruine von Tughlaqabad Fort, New Delhi.

Dr. Shikaripura Ranganatha Rao (*1. Juli 1922 in Anandapuram, Distrikt Shimoga, †3. Januar 2013 in Bangalore, Karnataka) war ein indischer Archäologe. Er führte umfangreiche Ausgrabungen durch und machte sensationelle Entdeckungen. So gelang es ihm, die Hafenanlagen der untergegangenen Stadt Lothal zu lokalisieren. Dr. Shikaripura Ranganatha Rao machte aber ein weit wichtigere Entdeckung: Er fand Reste der zerstörten Stadt Dvaraka am Golf von Kutsch, zwischen Bombay und Karachi – auf dem Meeresgrund! Da lagen massive Steinblöcke, die eindeutig künstlich bearbeitet worden waren, tief unter dem Meeresspiegel. Da wurden Reste von Mauern ausfindig gemacht, die im rechten Winkel zueinander stehen. Da wurden die Umrisse von Gebäuden ebenso sichtbar wie von Straßen – auf dem Meeresgrund. Dr. Shikaripura Ranganatha Rao folgte den Beschreibungen vom fantastischen Krieg um Dvaraka – und  stieß auf die Überbleibsel einer – wie der führende Unterwasserarchäologe mir am Telefon versicherte – Hinweise auf »eindeutige Überbleibsel einer einst hohen Zivilisation«.

Dr. Shikaripura Ranganatha Rao schickte mir sein großformatiges Werk »The Lost City of Dvaraka« (6), das bis heute nach wie vor sträflich vernachlässigt wird. Werden doch auch heute noch speziell von europäischen Forschern altindische Epen wie das Mahabharata als reine Fantasiegebilde abgetan, so kam Dr. Rao zu einem ganz anderen Ergebnis (7). Er bewies, dass es sich beim Mahabharata-Epos um ein Geschichtswerk handelt, das als Quelle verlässlich ist. Er lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass – und darin stimmt er mit den meisten indischen Gelehrten überein – der fantastische Krieg um Dvaraka auch wirklich stattgefunden hat. Nur wann die einst blühende Stadt zerstört wurde, ist umstritten. Der Gelehrte weist auf eine Inschrift hin, die den Krieg auf das Jahr 3101 vor Chr. datiert
.
Foto 8: Gibt es solche Ruinen auf dem Meeresgrund?

»Die Wichtigkeit von Dvaraka für die Rekonstruktion der Geschichte Indiens kann gar nicht genug betont werden.«, schlussfolgert Dr. Shikaripura Ranganatha Rao (8). Und an anderer Stelle (9): »Die legendäre Stadt Dvaraka ist das bedeutsamste kulturelle Erbe unter Wasser, das erforscht und für die Nachwelt erhalten werden musste.«

Fußnoten


(1) Kanjilal, Prof. Dr. Dileep Kumar: »Vimana in Ancient India. Aeroplanes or Flying Machines in Ancient India«, Übersetzung aus dem Englischen von Julia Zimmermann, Bonn 1991, Archiv Langbein, Artikel-Nr. 1317b, Seite 116

Foto 9: Cover »The Lost City of Dvaraka«
(2) ebenda (Rechtschreibung in Zitaten habe ich nicht dem neuen Regelwerk angepasst, sondern unverändert übernommen!)
(3) »Puranas«, zu Deutsch »Alte Geschichte«, gelten als äußerst wichtige Quellen des Hinduismus. Einst soll es hunderttausende solcher Texte gegeben haben.
(4) Brahamanas sind sehr frühe Ritual- und Opfertexte des Hinduismus. Sie gehören zum »Veda-Komplex«.
(5) Upanisaden: Sammlung philosophisch-religiöser Schriften des Hinduismus.
(6) Rao, S.R. (Shikaripura Ranganatha): The Lost City of  Dvaraka,New Delhi, 1. Auflage 1999
(7) ebenda, Seiten 7-13
(8) ebenda, Seite 13 (»The importance of Dvaraka for the reconstruction of the history of India cannot be overemphasized.«)



Zu den Fotos
 

Foto 10: Cover »Marine Archaeology in India«
Foto 1 zeigt den »Sonnentempel von Konarak«. Er soll ein göttliches Himmels-Vehikel darstellen. Foto Walter-Jörg Langbein November 1996
Foto 2 zeigt ein Cover des Magazins »Amazing Stories« aus dem Jahr 1927. Es thematisiert »Krieg der Welten« als SF-Fantasie  (Foto wiki commons Frank R. Paul)

Foto 3 zeigt eine weitere SF-Fantasie zum Thema »Krieg der Welten«, aus dem Jahr 1906. (Foto gemeinfrei wiki commons)
Foto 4 zeigt Poosa Muthu von der Palmblattbibliothek und einen Mitarbeiter. Foto Walter-Jörg Langbein November 1995
Foto 5 zeigt einen Laser-Angriff aus dem All... Zukunftsprojekt. Foto United States Space Command wiki commons public domain
Foto 6: zeigt »Krieg im All...«, eine Zukunftsvision. Foto National War College, Military Image Collection wiki commons public domain
Fotos 7 und 8 zeigen die Ruinen der Festung von Fort Tughlaqabad Fort, New Delhi. Fotos Walter-Jörg Langbein November 1995

Foto 9: Cover »The Lost City of Dvaraka«
Foto 10: Cover »Marine Archaeology in India«

Siehe auch…
Rao, S.R. (Shikaripur Ranganatha) Rao: »Marine Archaeology in India«
     New Delhi 2001 

324 »John Frum und ein Gott im Dekolleté«,
Teil 324 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 03.04.2016 

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Sonntag, 14. Februar 2016

317 »UFOs, Götter, Astronauten«

Teil 317 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein 
                     

Foto 1: Planet Erde. Foto: NASA
Mit heutigen Verkehrsmitteln sind Weltreisen eigentlich kein Problem mehr. Eigentlich! Es gibt aber Flecken auf unserem Planeten »Mutter Erde«, die dem Reisenden nach wie vor einige Strapazen zumuten. Ein solcher Ort ist »Temwen Island« (1), eine »Nebeninsel« von Pohnpei, Teil der »Föderierten Staaten von Mikronesien«.

Die geheimnisvollen Ruinen von Nan Madol führten mich zwei Mal in jene abgelegenen Gefilde. Die riesigen Anlagen wurden auf etwa einhundert künstlichen Inseln gebaut, im »Blockhausstil« aus zum Teil imposanten Basaltsäulen aufgetürmt. Auch die Fundamente der Inseln bestehen weitestgehend aus Basaltsäulen und Füllmaterial.

Zusammen mit meinem leider kürzlich verstorbenen Freund und Kollegen Jürgen Huthmann (2) war ich mit einer kleinen Reisegruppe vor Ort. Wir untersuchten nicht nur die mysteriösen Steinbauten, wir ließen uns auch von Einheimischen bis in unsere Tage mündlich überlieferte Sagen zu den Bauwerken vortragen. So erfuhren wir, dass der erste König von Temwen von himmlischen Besuchern bestimmt worden sei. Einst seien »fliegende Schiffe« erschienen. Die Besatzung habe Kontakt aufgenommen mit der Bevölkerung und den ersten König ernannt.

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt
Nun frage ich mich: Ist diese Überlieferung fiktiv? Oder basiert sie auf einer wahren Begebenheit? Auch und gerade die Menschen der Südsee wussten doch, dass ein Schiff nur auf Wasser, nicht aber in der Luft »schwimmen« kann. Sahen die Menschen in der Vergangenheit etwas am Himmel fliegen, was sie nicht kannten? Bezeichneten sie dieses Flugvehikel mit einem Wort aus ihrem Alltag? Kam die Bezeichnung »Schiff« diesem Flugobjekt am nächsten? Zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus sprechen wir ja auch von »fliegenden Untertassen«, die am Himmel gesehen werden. Dabei ist natürlich jedem bewusst, dass es keine Untertassen im eigentlichen Sinn des Wortes sind, die da oft unbegreifliche Flugmanöver ausführen.

Flugvehikel waren auch den Menschen im »Alten Indien« vertraut. Wieder war auch mein Freund und Kollege Jürgen Huthmann dabei, als wir in Indien unzählige Tempel besichtigten. Die steinernen Bauten, so erfuhren wir immer wieder, stellten Flugvehikel dar. Einst seien Götter aus dem All in Flugmaschinen zur Erde gekommen. Zur Erinnerung an die kosmischen Besucher habe man ihre Flugapparate in Stein verewigt. In unzähligen Epen – vor Jahrtausenden entstanden – wurden die fliegenden Vimanas und ihre Aktivitäten beschrieben. Nach Professor Dr. Kumar Kanjilal fanden vor mehr als fünf Jahrtausenden Schlachten im Weltall statt, bei denen riesige Raumschiffe der Fremden zum Einsatz kamen. Professor Dileep Kumar Kanjilal, einer der führenden Sanskritexperten Indiens, lässt keinen Zweifel aufkommen. Es gab »Fliegende Maschinen im Alten Indien«.

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal
Das Wissen um prähistorische Raumschiffe soll laut Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er - wie auch ich - einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte.

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata
Das Epos »Mahabharata« gehört zu den umfangreichsten Werken der religiösen Weltliteratur und dürfte eines ihrer ältesten sein. Im »Mahabharata« wird die Zerstörung der drei Weltraumstädte im All bestätigt. Gewaltige Energien waren dafür erforderlich: die Hälfte der gesamten Kraft der Götter. Im persönlichen Gespräch erklärte mir Prof. Kanjilal faszinierende Einzelheiten: »Eine der drei fliegenden Städte befand sich in einem stationären Orbit, eine weitere bewegte sich frei am Himmel und die dritte war am Boden stationiert. Die drei Städte konnten aber zu einer Einheit verbunden werden, also aneinander gedockt werden. Shivas Pfeil wurde offenbar von einem militärischen Satelliten aus abgefeuert.« Prof. Kanjilal weiter: »Bei Shivas Waffe handelte es sich nicht um ein Phantasiegebilde, sondern um eine aufflammende Rakete, die von einem fliegenden Satelliten aus abgefeuert wurde. Diese Waffe war offenbar im Weltraum stationiert worden.«

Wenn Prof. Kumar Kanjilal sachlich und ruhig über die fantastische Vergangenheit Indiens berichtet, fühlt man sich in einen Sciencefiction-Film versetzt.  Im »Matsyapurana«-Text wird ein fürchterlicher Kampf geschildert. Im »Matsyapurana«-Epos (3) wird, so Prof. Kumar Kanjilal, folgendes berichtet: »Eine grausame Schlacht entwickelte sich zwischen Shiva und den Dämonen. Maya mit seiner dreistufigen, fliegenden Stadt wich gegen den Ozean hin aus. Shivas Fahrzeug folgte ihm. Taraka wurde von Shiva getötet und Nandi tötete den Dämon Vidyunmali. Aber Maya führte seinen unbarmherzigen Krieg fort. Shiva gab Maya den Rat, sich in den Wassern zu verstecken, welchen Maya befolgte.« Die drei »fliegenden Städte« führten ein Manöver durch, dockten aneinander an.

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen
Das half ihnen aber nicht. »Augenblicklich warf Shiva einen machtvollen Pfeil, drei Arten von Kraft waren in ihm vereint. Der Pfeil oder die Rakete beleuchtete den Himmel mit ihrer goldenen Färbung... Nach dem Mahabharata fiel die brennende fliegende Stadt mit lautem Getöse in den Westlichen Ozean.«

Eine technische Interpretation ist, das räumte Prof. Kumar Kanjilal im Gespräch ein (4) zwar häufig die nächstliegende. Nicht immer aber sei klar, was genau beschrieben wird. Ein Pfeil, der drei Arten von Kraft in sich vereint, der den Himmel beleuchtet und eine Himmelsstadt zerstört, was ist das? Wir denken an eine Rakete. »Könnte es sich auch um eine Laserwaffe gehandelt haben?«, fragte ich. Professor Kanjilal bejahte.

Foto 6: Götter-Ufo in Stein
Fußnoten
1) Andere Schreibweise »Temuen Island«
2) *6. Oktober 1937  †11.1.2016
3) Kapitel 129, V. 20-21, 30-34 und 140, V. 40-44
4) Das Gespräch fand am 16. Juni 1979 statt

Zu den Fotos:
Foto 1: Planet Erde aus dem All gesehen. Foto NASA, gemeinfrei 

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal: Programmheft der Weltkonferenz der »A.A.S.«

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata. Etwa 1850, gemeinfrei

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen. Illustration zum Mahabharata. Wiki Commons/ Ranveig

Foto 6: Götter-Ufo in Stein. Foto Walter-Jörg Langbein

 318 »Laser-Schwerter und die Wächter am Paradies«,
Teil 318 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 21.02.2016  


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Sonntag, 4. Januar 2015

259 »Zwei Kirchen und die Hölle des Krieges«

Teil 259 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Palmblätter in einer Bibliothek. Foto W-J.Langbein

Im November 1995 bereiste ich Indien, auch in Sachen Palmblattbibliotheken. In Jahrtausende alten Texten wird angeblich genau beschrieben, wer im Verlauf der Geschichte die Bibliotheken besuchen würde. Alle diese Menschen würden erfahren, was sie in vergangenen Leben durchgemacht haben, was auf sie in künftigen Leben zukommen wird und wann sie ins Nirwana eingehen dürfen.
 
Foto 2: C. Poosamuthu.
November 1995 besuchte ich mit einer kleinen Reisegruppe die berühmt-berüchtigte Palmblattbibliothek von Poosa Muthu in Vaithisvarankoil (Chidambaram). Ich war, offen gesagt, mehr als enttäuscht… In meinen Augen galt das Interesse von Poosa Muthu in erster Linie den Devisen von uns Touristen aus fernen Landen. Andere Teilnehmer wiederum waren sehr erstaunt über die korrekten Angaben über ihr Leben, was alles angeblich schon vor Jahrtausenden auf Palmblättern verewigt worden sein soll.

Mit Professor  Dr. Kumar Kanjilal, einem der führenden Sanskrit-Gelehrten Indiens, unterhielt ich mich über Indiens Palmblatt-Bibliotheken. Der Gelehrte wies mich auf das zyklische Denken altindischer Wissenschaftler und Theologen hin. »Für uns Westler gibt es einen Anfang und ein Ende. Die Zeitverläuft linear. Für die alten Inder wiederholt sich die Geschichte in Zyklen. Zeit-Epochen wiederholen sich immer und immer wieder. Deshalb hat man immer wieder den Ablauf der geschichtlichen Ereignisse schriftlich fixiert, weil man erwartet hat, dass sich die Geschichte immer wieder wiederholt. Nach diesem Denken weiß man, was sich in Zukunft ereignen wird, wenn man die Vergangenheit kennt.« Von zyklischen Wiederholungen ging offenbar auch der Seher Nostradamus aus.

Die Weltgeschichte kennt ein sich immer wieder ereignendes Geschehen: den Krieg. Wirklich anhaltenden Frieden scheint es nicht zu geben. Unzählige Millionen von Menschen wurden Opfer großer Kriege. Trotz aller Not, in der viele Menschen auch im Wohlstandsland Deutschland leben, haben wir doch geradezu paradiesische Zustände in unserer Heimat: Es herrscht seit 1945 Frieden. Da vergessen viele das Grauen des Krieges. Ein Mahnmal, das uns an die Hölle des Krieges erinnern soll, steht in Hannover, nur wenige Gehminuten von der Marktkirche entfernt. Es ist die traurige Ruine eines uralten Sakralbaus.

Foto 3: Die Aegidienkirche im 19. Jahrhundert.
Vor elf Jahrhunderten wohnte eine kleine Schar Menschen im Dörfchen Tigislege mit einer wohl recht ärmlichen Kapelle. 1163 musste das winzige Gotteshaus einer imposanten, dreischiffigen romanischen Kirche weichen. Und anno 1347 holte man aus dem nahe gelegenen Deister gewaltige Mengen Sandsteins und erbaute eine wiederum dreischiffige gotische Hallenkirche.

Das Dorf Tigislege war nicht mehr zu erkennen. Langsam entwickelte sich die Stadt Hannover. Die Hallenkirche überdauerte die Jahrhunderte, wenn sich ihr Erscheinungsbild auch wandelte. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhielt der Kirchturm eine Barockfassade. 1826 bis 1828 wurde das Innere des Gotteshauses umgestaltet. Eiserne Säulen kamen zum Einsatz, von denen heute keine Spur mehr erhalten ist. Auch die Baumaßnahmen des Jahres 1886 im Inneren der Kirche sind wieder ausgelöscht worden. Wann und wie?

Foto 4: Die Aegidienkirche heute.
Im Jahre 1943 wurde die Aegidienkirche bei Luftangriffen auf Hannover weitestgehend durch Bomben zerstört. Bei den massiven Bombenabwürfen ergänzten sich die »Royal Airforce« und die »United States Army Air Forces«, zynisch formuliert, perfekt. 900 000 Brandbomben und 50 000 Phosphorbomben sollten offensichtlich Hannover weitestgehend von der Erdoberfläche löschen. Längst waren nicht mehr nur militärische Ziele, von denen es in Hannover viele gab, in den Fokus der Bombardements gerückt. Am 14. Februar 1942 hatte das britische Luftfahrtministerium die berühmt-berüchtigte »Aera Bombing Directive« erteilt, also den Befehl, weitflächig und nicht mehr gezielt zu zerstören. Neben Industrieanlagen wurden große Teile der Wohnhäuser ausgelöscht. Nur 5% blieben unbeschädigt. Tausende und Abertausende Tote wurden Opfer des Krieges.


Foto 5: Die »Friedensglocke«
In der schrecklichen Nacht vom 9. Oktober 1943 wurden fast alle Kirchen im einstigen Zentrum Hannovers stark beschädigt oder vollkommen zerstört. Von der stolzen Aegidien-Kirche blieben nur die rohen Umfassungsmauern stehen. Der Turm wurde »geköpft« und brannte vollständig aus.

Nach dem Krieg galt es, wieder neuen Wohnraum für die Menschen zu schaffen, deren Häuser zerstört oder unbewohnbar waren. Die Ruine der Aegidien-Kirche blieb stehen und wurde ein Mahnmal für die Opfer von Kriegen und Gewalt. So erinnert die Aegidienkirche auch heute noch an die Hölle des Krieges. Auch die Marktkirche wurde bei Bombenangriffen weitestgehend zerstört. Schon im Juli 1943 war das Gotteshaus Ziel von Fliegerangriffen.

Offenbar peilten Engländer und Amerikaner die altehrwürdige Kirche immer wieder an. Im Oktober fielen wieder Bomben, die Kirche brannte vollkommen aus, es standen nur noch Außenmauern und Säulen.. und der Dachstuhl blieb weitestgehend erhalten. Im Gegensatz zur Aegidien-Kirche wurde die »Marktkirche St. Georgii et Jacobi« wieder aufgebaut.

Professor  Dr. Kumar Kanjilal, das ergab sich aus unseren Gesprächen, glaubt nicht, dass sich Geschichte zwangsläufig wiederholt. »Man darf nur das Grauen der Kriege nicht vergessen, wenn man den Frieden bewahren möchte.« So eine Erinnerung an den Krieg soll die Ruine der Aegidienkirche sein. 1985 wurde im Turmeingang eine »Friedensglocke« aufgehängt, ein Geschenk der Stadt Hiroshima. Sie wird alljährlich beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des Atombombenabwurfs am 6. August angeschlagen, so wie die »Zwillingsglocke« in Hiroshima.

Marktkirche und Aegidienkirche sind wirklich einen Besuch wert, man sollte sich aber ausreichend Zeit nehmen. In Hast und Eile sollte man das alte Gemäuer nicht aufsuchen. Die Ruine der Aegidienkirche ist schwer zu beschreiben. Sie erinnert mich an eine Wunde in einer modernen Stadt, die nicht ausheilen darf, damit nicht neue Wunden gerissen werden, nirgendwo auf dieser Welt.

Foto 6: Die Aegidien-Ruine, Innenansicht, Blick Richtung Turm

Mich beschleicht in den hohen Mauern ein beklemmendes, nicht in Worte zu fassendes Gefühl. Hoch ragen Mauern und Turm in den Himmel, 1943 rußgeschwärzte  Steine mahnen stumm. Es ist eine beredte Sprache, die ohne Worte auskommt. Rund um die Ruine wurden längst alle Spuren des Zweiten Weltkriegs beseitigt, die Aegidienkirche aber erinnert in beeindruckender Weise an das Grauen des Krieges und lässt uns den Frieden schätzen. Man bleibt nachdenklich, wenn man das verstümmelte Gemäuer verlässt und in das Getümmel einer Stadt des Jahres 2015 zurückkehrt…. in eine Zeit, die immer oberflächlicher und kälter zu werden droht.

Foto 7: Die Aegidien-Runine, Blick Richtung Altar.

Der amerikanischen Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker George Santayana (1863-1952) formulierte zutreffend:  »Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt/verurteilt, sie zu wiederholen!« Hoffen wir, dass das Mahnmal der Aegidien-Kirche dazu beiträgt, dass nicht vergessen wird. Ich bin da allerdings eher skeptisch. Es gibt weltweit unzählige Mahnmale, die an ganz fürchterliche Gemetzel erinnern! Was bewirken sie? Nichts! Denken wir nur an die Pyramiden und Tempel in Zentral- und Südamerika.

Foto 8: Säulen von Chichen Itza. Denkmal einer ausgelöschten Kultur

Die stolzen Überreste uralter Kulturen sind doch Denkmäler der besonderen Art. Sie erinnern an die Baukünste alter Völker, deren Ruinen bis heute erhalten sind. Die Urheber dieser bewundernswerten Stätten wurden vor Jahrhunderten von unseren ach so zivilisierten Vorfahren ausgeraubt, gepeinigt und ermordet. Unsere Vorfahren haben ganze Länder, ja Kontinente erobert und die Einwohner mehr oder minder gezielt dezimiert, ganze Völker ausgerottet. So gesehen sind Tempel, Pyramiden und sonstige Monumente Zentral- und Südamerikas Mahnmale, die an schlimmste Gemetzel vor rund einem halben Jahrtausend erinnern sollten. Wirklich geändert haben wir Menschen uns seither nicht wirklich…

Foto 9: Mauerstück der Aegidien-Ruine.
Wichtige Hinweise
zu den Fotos..

Fotos 1 und 2: Palmblattbibliothek,
Fotos Walter-Jörg Langbein

Foto 3: Außenansicht 1875 gemeinfrei nifoto

Foto 4: Außenansicht, wikicommons Chris 73

Foto 5: Friedensglocke aus Hiroshima, wiki
commons Magnus Manske

Fotos 6: Aegidien-Ruine, Innenansicht,
Blick Richtung Turm, Foto W-J.Langbein

Foto 7: Aegidien-Ruine, Innenansicht, Blick
vom Turm aus Richtung Altar,
Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 8: Säulen von Chichen Itza, Mexico,
Foto 10: Weiteres Mauerstück..
Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 9:  Innenansicht Aegidien-Ruine,
Mauerstück. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 10: Innenansicht Aegidien-Ruine,
weiteres Mauerstück, Foto Walter-Jörg Langbein

Mit Ausnahme von Fotos 3, 4 und 5 stammen alle
Fotos vom Verfasser. Copyright für die Fotos liegt
dann beim Verfasser.


260 »Honig für die Götter«,
Teil 260 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 11.01.2015

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Sonntag, 7. April 2013

168 »Fliegende Wagen«

Teil 168 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Einer der mysteriösen
Tempeltürme von
Virupaksha, Hampi - Foto:
W-J.Langbein
Einst war Hampi die Hauptstadt des Königreiches Vijayanagar. Das heutige Dorf Hampi lässt nicht mehr erahnen, dass die Metropole einst Hunderttausenden Bewohnern Schutz bot. Die Schätzungen der Einwohnerzahl gehen weit auseinander ... » 200.000 lebten hier!« meinen die einen, »1.000.000 waren es!«, meinen die anderen Experten.

Wahre Monstermauern umgaben einst die riesige Stadt. Sieben konzentrisch angelegte Mauern sollen einst als unüberwindbar gegolten haben. Eine Million Söldner, so notierte der persische Herrscher Abdul Razak, sollten angriffslustigen Feinden Furcht einflößen. Bis auf einige Reste sind die Monstermauern vollkommen verschwunden, ebenso wie die einst so stolzen Paläste. Von einigen von ihnen sind nur noch karge Grundmauern erhalten. Zerstört wurde ein Großteil der majestätischen Stadt erst im Jahr 1564 – durch siegreiche muslimische Heere. Die Eroberer überwanden auch die Monstermauern von Hampi. Unzählige Menschen wurden getötet, die Überlebenden vertrieben.

Hampi war wohl eher eine Stadt der sakralen Gebäude. Die Häuser der Menschen hatten wenig Bestand ... die Häuser der Götter wurden für die Ewigkeit gebaut: aus Granit. Der Vitthala-Tempel zum Beispiel erscheint heute immer noch imposant. Drei Tortürme lassen erkennen, wo einst Vishnu verehrt wurde. Vishnu, der »Alldurchdringende«, wird schon in den uralten Veden-Dichtungen zelebriert. Er wurde, wohl unter anderem Namen, als ein Sonnengott verehrt. Er setzte die kosmische Uhr in Gang. Noch älter aber ist Aditi, Mutter Vishnus. Aditi, die »Unendliche«, die »Unbegrenzte«, wird auch als Personifikation von Mutter Erde angesehen, als »Magna Mater«, als große Mutter.

Diese Kolosse blieben bestehen ...
Foto: W-J.Langbein
Vishnu verfügte über ein furchteinflößendes »Reittier«... ein Mischwesen halb Mensch, halb Adler. So fremd uralter indischer Glaube auch ist, so nah ist er uns manchmal. Indische Göttinnen und Götter können oft als männliche und weibliche Aspekte des Göttlichen betrachtet werden. Andererseits waren indische Gottheiten auch höchst real. Und so lebten in steinernen Bauten Erinnerungen an himmlische Wagen, an Flugvehikel, fort, die von den Himmlischen benutzt wurden.

Der mythologischen Überlieferung zufolge soll einst in grauer Vorzeit, vor vielen Jahrtausenden, der mächtige Sonnengott in einem fliegenden Wagen aus kosmischen Gefilden herabgestiegen sein. Diese »mythische Begebenheit« war für die »Alten Inder« kein unglaubwürdiges Märchen, sondern Realität der Vorzeit. Fliegende Wagen muss es einst in großer Zahl im »Alten Indien« gegeben haben. Sie düsten über den Himmel, landeten mit Donnergetöse, nahmen irdische und himmlische Passagiere auf. So eindrucksvoll müssen die seltsamen fliegenden Wagen gewesen sein, dass sie immer wieder dargestellt wurden. Immer und immer wieder schuf man ihnen Denkmäler aus Stein. So wurde so ein Himmelswagen in Konarak im Stein verewigt. Im Marco Polo Reiseführer »Indien« heißt es dazu kurz und bündig: »Mitten im Nichts steht er, ein mystischer Wagen des Sonnengotts Surya, von sieben Pferden gezogen, auf zwölf Paar Rädern rollend.« Jedes der steinernen Räder misst stolze drei Meter.

Sonnentempel von Konarak
Foto: W-J.Langbein
Anno 1250 soll der Tempel entstanden sein. Doch wohl nicht aus dem Nichts. Sondern sakralen Gesetzen der Baukunst folgend, vermutlich eine Kopie eines älteren Tempels, der wiederum Kopie eines noch älteren Bauwerks war.

Erotische Darstellungen unterschiedlichster Sexvariationen sind in zahllosen Steinreliefs höchst plastisch dargestellt. Dargestellt sind aber auch seltsame Mischwesen, Kreaturen, wie sie die Evolution nicht hat hervorbringen können.

Heilige altindische Überlieferungen, sie wurden vor vielen Jahrtausenden, lange vor dem Beginn unserer Zeitrechnung schriftlich fixiert, berichten präzise und detailfreudig über die Flugvehikel der himmlischen Besucher aus kosmischen Sphären. Experten wissen: Sie wurden in umfangreichen Texten höchst eindringlich dargestellt. Wir müssen annehmen, dass wir erst einen kleinen Bruchteil der heiligen indischen Texte kennen. In geheimen Bibliotheken ruhen auch heute noch unüberschaubar große Textansammlungen, die wohl auch von den fliegenden Wagen zu berichten wissen. Tausende Bände antiker Mythen sollen in Indien nach wie vor versteckt werden. Ob sie jemals übersetzt werden?

Uraltes Wissen wurde in Indien nicht nur schriftlich fixiert, sondern auch in Stein verewigt ... als Tempel. Einst führten »heilige Straßen« zum Komplex von Vijayanagara. Sie waren mit Stein gepflastert. Zu wichtigen Terminen, zu hohen Feiertagen, zog man auf diesen Straßen Nachbildungen der Götterfahrzeuge, in denen Götterfiguren saßen, zu den Tempeln. Wurden so Erinnerungen an die Besuche von Außerirdischen in ihren Flugmaschinen am Leben erhalten?

Rätselhafte Bauten . .. Überreste der
einstigen Metropole
Foto: W-J. Langbein
Die »Royal Sanskrit Library« von Mysore verfügt über die größte Sammlung altindischer heiliger Bücher. Zu den edelsten Kostbarkeiten gehört der uralte Text »Vymaanika Shaastra«. Er handelt sehr technische Aspekte der Raumschiffe der alten Götter ab. Da wird beispielsweise die Kleidung der Piloten beschrieben. Da wird berichtet, wie sie ausgebildet wurden. Ihre Flugrouten werden angegeben. Da werden die Metalle aufgelistet, die für die Flugmaschinen zu verwenden sind. Es werden verschiedene Antriebsarten miteinander verglichen, ihre Vor- und Nachteile erörtert. Schließlich werden diverse »Geheimnisse der Astronautik« aufgezählt.

Sehr interessant sind auch die geheimnisvollen Vorrichtungen an Bord der Raumschiffe. Die Namen sind für uns Europäer kaum auszusprechen. »Visvakriyadarpana« etwa ist ein Teleskop. Mit Hilfe dieses Geräts können vom Erdorbit aus Vorgänge, die sich auf der Erde abspielen, genau beobachtet werden. »Shaktyakarsanayantra« bezeichnet einen »Spiegel, fähig Energie anzuziehen«. Handelt es sich um eine Art von Sonnenkollektor, etwa von der Art, wie er heute auch bei Satelliten zur Anwendung kommt?

Der technischen Kommunikation diente, so wissen es die heiligen Texte, »Parivesayantra«. Mit Hilfe dieses Apparats war es möglich, sich von der Erde aus mit der Besatzung von Flugvehikeln zu unterhalten. Er kam auch zum Einsatz, wenn die Piloten untereinander Kontakt aufnahmen. Die Lenker der Raumschiffe waren sehr auf Sicherheit bedacht. Ständig wollten sie darüber informiert sein, ob auch wirklich mit ihren Flugvehikeln alles stimmte. Dabei verließen sie sich unter anderem auf »Vyairopadarpana«. Dieses Gerät meldete selbständig sofort, wenn ein Teil ausgetauscht oder repariert werden musste. Ähnliche Aufgaben hatte auch »Sirahkeelaka«. Der Beschreibung nach handelte es sich dabei um einen Computer zur Koordinierung aller einzelnen Bestandteile der Raumschiffe. Der Flugsicherheit diente auch »Puspinee«. Es beobachtete das Flugwetter, registrierte speziell Gewitter und warnte vor Beeinträchtigung des Flugs.

Auch in Vijayanagar gibt es steinerne
Himmelswagen. Foto: Adrian Sulc
Wir müssen uns vergegenwärtigen: Vor Jahrtausenden gab es derlei Technologie nicht aus irdischer Produktion. Fachausdrücke, wie sie uns alltäglich sind, gab es nicht. Die gelehrten Textverfasser mussten umschreiben. Und sie taten dies mit erstaunlicher Präzision.

In heiligen Texten sind Details überliefert, die mehr als technisch anmuten. Sie klingen wie Beschreibungen einer fortschrittlichen Technologie. »Das Wissen der alten Inder war vor Jahrtausenden enorm!« raunte mir ein junger Bibliothekar in einer der Tempelbibliotheken zu. »Die Priester hielten Wissen fest, das sie nicht verstanden. Die Priester waren nicht nur Geistliche, die Gottesdienste abhielten und heilige Gesänge anstimmten. Sie waren auch Architekten. Sie legten die Baupläne der Tempel fest. Und die Tempel waren häufig nichts anderes als die Flugvehikel der Götter von einst, in Stein verewigt!« »Warum?« will ich wissen. Vom Bibliothekar erhielt ich die gleiche Antwort wie von Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal, der sich intensiv mit altindischer Mythologie beschäftigt hat. »Es gab vor Jahrtausenden Wissen, das auf keinen Fall verlorengehen durfte. Deshalb wurde es schriftlich festgehalten ... und zugleich in steinernen Denkmälern verewigt. Werden wir eines Tages die alten Tempel wie ein Buch lesen können? Ich hoffe es sehr!«

Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal jedenfalls ist davon überzeugt, dass vor Jahrtausenden außerirdische Flugmaschinen in Indien zum Alltag gehörten. »Sie müssen«, meinte der angesehene Gelehrte aus Kalkutta, »aus dem Weltraum gekommen sein!«

Technologie in Stein
Foto: W-J.Langbein
Bei brütender Hitze marschierte ich schwitzend durch die Ruinen von Vijayanagar ... Steinerne Himmelswagen ... steinerne Tempel ... gewaltige Tempeltürme mit steinernen Flugvehikeln an der Spitze ... Es wäre wirklich mehr als faszinierend, wenn man die steinernen Botschaften wie ein Buch lesen könnte. Sollte es sich zeigen, dass die graue Vorzeit von Planet Erde fantastisch war ... wie von einem Sciencefiction-Autor erfunden?



»Das Geheimnis der eisernen Säule«,
Teil 169 der Serie 

»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

erscheint am 14.04.2013

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