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Samstag, 3. März 2018

424 „Wo die Reise endet - Künstliche Inseln und das kleine Volk“


Teil  424 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                         
von Walter-Jörg Langbein
    

Fotos 1 und 2: Schätze aus dem Bernice P. Biskop Museum

„Pahn Kadira“, wo die hochherrschaftlichen „Städteplaner“ und die besten Steinspezialisten residierten (1), war mit einem „Tabu“ belegt. Gewöhnliche Sterbliche durften das Eiland nur mit spezieller Genehmigung betreten. Der Eingang zu der „verbotenen Stadt“, die auch „Unter dem Tabu stehend“ genannt wurde, hieß „Rin“. Hier wachte der angesehene „Keus“. Dieser Titel lässt sich mit „Wer bist du?“ übersetzen. Wer von diesem Hüter die Erlaubnis erhalten hatte, das künstliche Eiland zu betreten, durfte noch lange nicht in die „königliche Stadt“ selbst gehen. Darauf achtete ein weiterer Wächter, „Sohn Pu Douwas“.

Foto 3: Monstermauer auf Marke

Wer aber waren diese „Städteplaner“? Im Rahmen verschiedener Reisen machte ich wiederholt Station in Hawaii. So manche Stunde verbrachte ich im „Bernice P. Bishop Museum“ (2). Ich bestaunte eine Original-Osterinsel-Statue im Garten des Museums, auch hölzerne Statuetten, die den Osterinsel-Riesen recht ähnlich sahen. Vor allem gewährte man mir Einblick in seltene alte Bücher. So fand ich eine höchst interessante Überlieferung in F.W. Christians „The Caroline Islands“, erschienen anno 1899 in London. 

Demnach wurden die steinernen Bauten von „Nanmatal“ (3) von fremdartigen Wesen gebaut, lange bevor die „heutige Rasse“ nach Pohnpei kam. Die „Chokalai“ seien dunkelhäutig und kleinwüchsig gewesen. Christian berichtet, dass nach alter Überlieferung die „Chokalai“ als „kleine Volk“ oder „Zwerge“ bezeichnet würden.  Darf man da an die „kleinen Grauen“ denken, die laut heutiger UFO-Mythologie aus dem Weltraum kamen?

Foto 4: Ein Hund in den Ruinen
Im „Villa Resort Hotel“ (4) las ich spät am Abend in Ralph Lintoms „Ethnology of Polynesia and Micronesia“, 1926 in Chicago erschienen, dass die „Panopäer“ eine „Tradition“ kannten, wonach es einst „schwarzhäutige Zwerge“ auf Ponape gegeben habe, die sehr gefürchtet waren. Noch in den 1990ern wussten besonders alte Einwohner von Ponape Legenden zu erzählen, die von „bösartigen schwarzen Zwergen“ berichteten. Ob derartige Überlieferungen heute noch erzählt werden?
    
Die wissenschaftlichen Datierungen der Einzelnen künstlichen Inseln werden vor Ort nicht sonderlich ernst genommen. Und das mit Recht. „Nan Douwas“ soll um 230 n.Chr., „Pahn Kadira“ erst zwischen 900 und 1000 n.Chr. erbaut worden sein. Das erscheint unlogisch! Von Pahn Kadira aus wurden der Bau der gesamten Nan Madol-Anlage  dirigiert. Folglich muss es der älteste Teil des gesamten Komplexes sein. Wie alt aber ist Nan Madol? Oder genauer: Wann wurde mit dem Bau begonnen? Niemand vermag das zu sagen.

Foto 5: Der Weg in eines der Bauwerke

Forscher David Hatcher Childress weist darauf hin, dass das „Smithsonian Institute“ einige alte Töpferwaren von Nan Madol datierte und ein Alter von 2.000 Jahren feststellte. Damit ist aber keineswegs gesagt, dass das steinzeitliche Venedig vor zwei Jahrtausenden gegründet wurde. Wir wissen jetzt nur, dass um die Zeit Christi Menschen an jenem geheimnisvollen Ort siedelten. Unbekannt ist und bleibt das Alter von Nan Madol.
    
Das Personal der „VIPs“, so heißt es, hauste auf Kelepwel (5). Diese Insel – ebenso künstlich angelegt wie alle anderen – wurde auch als „Gästebezirk“ benutzt. Die Herrscher schätzten offenbar Fremdlinge  nicht besonders und hielten sie sich möglichst auf Distanz. Sie mussten vor jedem Besuch Waffen und Geschenke abliefern. Auch die meisten Priester lebten zurückgezogen auf einer eigenen künstlichen Insel, auf Usendau. Auch hier wurden enorme Bauleistungen vollbracht! Auf dem kleinen Eiland (Ausmaße 85 mal 70 Meter!) wurden 18.000 Kubikmeter Stein verarbeitet! Leider ist ein großer Teil der ursprünglichen Bausubstanz auf der einst so stolzen Priesterinsel zerstört worden - vor wenig mehr als einhundert Jahren. Damals siedelten sich hier die Nachfahren der Ureinwohner von Nan Madol wieder an. Die bebaubaren Flächen waren äußerst klein, da mussten scheinbar nutzlose Ruinen weichen.

Foto 6: Lageplan Nan Madol.

Wasau  hat noch viele Geheimnisse zu bieten, die sich unter mysteriösen Plattformen und künstlich aufgetürmten Hügeln verbergen. Einst wurden hier alle Nahrungsmittel, die für die Bevölkerung von Nan Madol gedacht waren, sorgsam eingelagert. Besondere Köche wählten die besten Speisen für die Oberschicht der Hohepiester und weltlichen Herrscher aus und bereiteten sie vor, bevor sie ins „Vip-Zentrum“ von Pahn Kadira verschifft wurden.

Foto 7: Seitenansicht eines der Bauwerke

Kanus waren das einzige Transportmittel, das die einzelnen Inseln miteinander verband. Auf speziellen Kanus wurden auch die Verstorbenen von Nan Madol auf die letzte Reise gebracht. Nach streng reglementiertem Zeremoniell trat jeder Tote seinen letzten Weg an. Spezialisten salbten und ölten ihn, parfümierten ihn mit Kokosnussöl. Schließlich wurde er, mit einigen persönlichen Dingen ausgestattet, in eine kunstvoll geflochtene Matte gehüllt. Bevor er auf einer der Inseln bestattet wurde, wurde seine sterbliche Hülle nochmals auf den Kanälen des steinzeitlichen Venedigs der Südsee zu jeder Insel gefahren. Auf Kohnderek fanden dann die heiligen Totenzeremonien statt. Sakrale Tänze wurden zu Ehren des Toten aufgeführt. Er sollte gebührend von seinem irdischen Zuhause verabschiedet werden, in der Hoffnung, dass ein besseres Jenseits auf ihn warten möge.
   
Gefährdet war das irdische Leben der Bewohner von Nan Madol durch die Gewalten des Meeres. Deswegen wurde mit kaum nachvollziehbarem Aufwand ein riesiges steinernes Bollwerk geschaffen, das die Meeresfluten abhalten sollte: „Nan Mwoluhsei“, zu Deutsch: „Wo die Reise endet“. Die allem Anschein nach für die Ewigkeit gebaute Mauer ist heute noch 860 Meter lang. Sie ist erdbebensicher erstellt worden.

Foto 8: Eine der Monstermauern von Nan Madol

Immer wieder muss die wichtige Frage gestellt werden: Warum wurde Nan Madol im Südosten der Hauptinsel Temuen gebaut? Denn dieser Platz scheint alles andere als günstig gewählt zu sein. Er liegt nämlich dort, wo die Gefährdung durch das Meer am größten ist. Und wo potenzielle angreifende feindliche Truppen am schwersten abgewiesen werden konnten!


Foto 9: Erdbebensichere Mauern von Nan Madol.

Im Nordwesten der Hauptinsel (auf der Insel Ponape selbst!) indes wären die Voraussetzungen für die  Verteidigung geradezu ideal gewesen. Feindliche Flotten hätten nicht direkt attackieren können. Sie hätten vielmehr das Eiland erst einmal umschiffen müssen. Dabei wäre die Gefahr, wegen der häufig auftretenden Untiefen auf Grund zu laufen, eine beachtliche gewesen. Auf alle Fälle wären aber die so anrückenden Feinde rechtzeitig entdeckt worden. Von kriegerischen Gefahren zur Bedrohung durch die Natur. Eine Schutzmauer gegen die anstürmenden Meeresfluten wäre auch nicht nötig gewesen. Denn dann läge ja Nan Madol auf dem Trockenen, ein Schutzwall hääte nicht mühsam aufgebaut werden müssen.
    
Foto 10: Karte von der Hauptinsel
Noch einmal zur Transportfrage. Wie wurden die tonnenschweren Basaltsäulen vom Steinbruch herangeschafft? Das Eiland ist  alles andere als eben! Da türmen sich auf engstem Raum bis zu 800 Meter hohe Berge, erloschene Vulkane. Ponape ist zerklüftet, für den gut konditionierten Kletterer eine Herausforderung, für Trupps mit gigantischen Steinriesen im Gepäck wäre sie ein einziges unüberwindbares Hindernis. Dazu kommt noch, dass seit Menschengedenken fast täglich wahre sintflutartige Regenfälle auf die Insel herniederprasseln und den Boden in eine Schlammwüste verwandeln. 

Wären findige Arbeitertrupps auf gewaltigen Umwegen den Bergen ausgewichen, sie wären mit ihren Lasten im Schlamm stecken geblieben. Ein Transport quer über die Hauptinsel erscheint als unwahrscheinlich, ja unmöglich.

Foto 11: Faktensammlung
Theoretisch bietet sich dann als Alternative zum Land- der Seeweg an. Aber schon ein Blick auf die Landkarte genügt, um auch diese Antwort als unwahrscheinlich erkennen zu lassen. Die wackeren Arbeiter hätten zunächst die Basaltsäulen fällen, dann an den Strand schleppen und verladen müssen. Nehmen wir an, die Einheimischen von damals wären dazu in der Lage gewesen. Nehmen wir weiter an, sie hätten es geschafft, das Riff zu überwinden, sie wären auf die hohe See hinausgelangt. 

Spätestens bei der Annäherung an den Bestimmungsort Nan Madol wären sie stecken geblieben. Ist doch im weiten Umkreis um die künstlichen Inseln das Meer selbst bei Flut so seicht, dass schwer beladene Kähne, Kanus oder Flöße zwangsläufig auf Grund gelaufen wären!



Foto 12: Bunkerartiges Bauwerk
Fußnoten
1) Reisenotizen Walter-Jörg Langbein, Archiv Walter-Jörg Langbein
2) Bereits in den 1970er Jahren korresponiderte ich mit dem „Bernice P. Bishop Museum“ und erwarb Fachliteratur zum Beispiel über die Mythologie der Osterinsel.
3) Gemeint ist natürlich Nan Madol! F.W. Christian: „The Caroline Islands/ Travel in the Sea of the Little Lands“, London 1899, S. 108
4) Familie Bob und Patti Arthur haben das wunderbare Hotel aufgebaut, aus Altersgründen vor Jahren – leider – aufgegeben.
5) So wurde mir vor Ort erzählt. Andere Schreibweise von Kelepwel: Kelepwei.

Zu den Fotos
Fotos 1 und 2: Schätze aus dem Bernice P. Biskop Museum, Hawaii. Fotos Walter-Jörg Langbein.
Foto 3: Monstermauer auf Marke. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Ein Hund in den Ruinen von Nan Madol. Foto Walter-Jörg Langbein.
Foto 5: Der Weg in eines der Bauwerke. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Lageplan Nan Madol. Foto wiki commons/ Hobe  Holger Behr
Foto 7: Seitenansicht eines der Bauwerke. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Eine der Monstermauern von Nan Madol. Foto Walter-Jörg Langbein.
Foto 9: Erdbebensichere Mauern von Nan Madol. Foto Walter-Jörg Langbein.
Foto 10: Karte von der Hauptinsel, ca. 1956. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 11: Faktensammlung, 1956. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 12: Bunkerartiges Bauwerk. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 13: Ersttagsbrief Nan Madol. Foto Walter-Jörg Langbein/ Archiv Walter-Jörg Langbein

Foto 13: Ersttagsbrief Nan Madol


425 „Das himmlische Riff“
Teil  425 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 11.03.2018
 


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Sonntag, 14. Februar 2016

317 »UFOs, Götter, Astronauten«

Teil 317 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein 
                     

Foto 1: Planet Erde. Foto: NASA
Mit heutigen Verkehrsmitteln sind Weltreisen eigentlich kein Problem mehr. Eigentlich! Es gibt aber Flecken auf unserem Planeten »Mutter Erde«, die dem Reisenden nach wie vor einige Strapazen zumuten. Ein solcher Ort ist »Temwen Island« (1), eine »Nebeninsel« von Pohnpei, Teil der »Föderierten Staaten von Mikronesien«.

Die geheimnisvollen Ruinen von Nan Madol führten mich zwei Mal in jene abgelegenen Gefilde. Die riesigen Anlagen wurden auf etwa einhundert künstlichen Inseln gebaut, im »Blockhausstil« aus zum Teil imposanten Basaltsäulen aufgetürmt. Auch die Fundamente der Inseln bestehen weitestgehend aus Basaltsäulen und Füllmaterial.

Zusammen mit meinem leider kürzlich verstorbenen Freund und Kollegen Jürgen Huthmann (2) war ich mit einer kleinen Reisegruppe vor Ort. Wir untersuchten nicht nur die mysteriösen Steinbauten, wir ließen uns auch von Einheimischen bis in unsere Tage mündlich überlieferte Sagen zu den Bauwerken vortragen. So erfuhren wir, dass der erste König von Temwen von himmlischen Besuchern bestimmt worden sei. Einst seien »fliegende Schiffe« erschienen. Die Besatzung habe Kontakt aufgenommen mit der Bevölkerung und den ersten König ernannt.

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt
Nun frage ich mich: Ist diese Überlieferung fiktiv? Oder basiert sie auf einer wahren Begebenheit? Auch und gerade die Menschen der Südsee wussten doch, dass ein Schiff nur auf Wasser, nicht aber in der Luft »schwimmen« kann. Sahen die Menschen in der Vergangenheit etwas am Himmel fliegen, was sie nicht kannten? Bezeichneten sie dieses Flugvehikel mit einem Wort aus ihrem Alltag? Kam die Bezeichnung »Schiff« diesem Flugobjekt am nächsten? Zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus sprechen wir ja auch von »fliegenden Untertassen«, die am Himmel gesehen werden. Dabei ist natürlich jedem bewusst, dass es keine Untertassen im eigentlichen Sinn des Wortes sind, die da oft unbegreifliche Flugmanöver ausführen.

Flugvehikel waren auch den Menschen im »Alten Indien« vertraut. Wieder war auch mein Freund und Kollege Jürgen Huthmann dabei, als wir in Indien unzählige Tempel besichtigten. Die steinernen Bauten, so erfuhren wir immer wieder, stellten Flugvehikel dar. Einst seien Götter aus dem All in Flugmaschinen zur Erde gekommen. Zur Erinnerung an die kosmischen Besucher habe man ihre Flugapparate in Stein verewigt. In unzähligen Epen – vor Jahrtausenden entstanden – wurden die fliegenden Vimanas und ihre Aktivitäten beschrieben. Nach Professor Dr. Kumar Kanjilal fanden vor mehr als fünf Jahrtausenden Schlachten im Weltall statt, bei denen riesige Raumschiffe der Fremden zum Einsatz kamen. Professor Dileep Kumar Kanjilal, einer der führenden Sanskritexperten Indiens, lässt keinen Zweifel aufkommen. Es gab »Fliegende Maschinen im Alten Indien«.

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal
Das Wissen um prähistorische Raumschiffe soll laut Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er - wie auch ich - einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte.

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata
Das Epos »Mahabharata« gehört zu den umfangreichsten Werken der religiösen Weltliteratur und dürfte eines ihrer ältesten sein. Im »Mahabharata« wird die Zerstörung der drei Weltraumstädte im All bestätigt. Gewaltige Energien waren dafür erforderlich: die Hälfte der gesamten Kraft der Götter. Im persönlichen Gespräch erklärte mir Prof. Kanjilal faszinierende Einzelheiten: »Eine der drei fliegenden Städte befand sich in einem stationären Orbit, eine weitere bewegte sich frei am Himmel und die dritte war am Boden stationiert. Die drei Städte konnten aber zu einer Einheit verbunden werden, also aneinander gedockt werden. Shivas Pfeil wurde offenbar von einem militärischen Satelliten aus abgefeuert.« Prof. Kanjilal weiter: »Bei Shivas Waffe handelte es sich nicht um ein Phantasiegebilde, sondern um eine aufflammende Rakete, die von einem fliegenden Satelliten aus abgefeuert wurde. Diese Waffe war offenbar im Weltraum stationiert worden.«

Wenn Prof. Kumar Kanjilal sachlich und ruhig über die fantastische Vergangenheit Indiens berichtet, fühlt man sich in einen Sciencefiction-Film versetzt.  Im »Matsyapurana«-Text wird ein fürchterlicher Kampf geschildert. Im »Matsyapurana«-Epos (3) wird, so Prof. Kumar Kanjilal, folgendes berichtet: »Eine grausame Schlacht entwickelte sich zwischen Shiva und den Dämonen. Maya mit seiner dreistufigen, fliegenden Stadt wich gegen den Ozean hin aus. Shivas Fahrzeug folgte ihm. Taraka wurde von Shiva getötet und Nandi tötete den Dämon Vidyunmali. Aber Maya führte seinen unbarmherzigen Krieg fort. Shiva gab Maya den Rat, sich in den Wassern zu verstecken, welchen Maya befolgte.« Die drei »fliegenden Städte« führten ein Manöver durch, dockten aneinander an.

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen
Das half ihnen aber nicht. »Augenblicklich warf Shiva einen machtvollen Pfeil, drei Arten von Kraft waren in ihm vereint. Der Pfeil oder die Rakete beleuchtete den Himmel mit ihrer goldenen Färbung... Nach dem Mahabharata fiel die brennende fliegende Stadt mit lautem Getöse in den Westlichen Ozean.«

Eine technische Interpretation ist, das räumte Prof. Kumar Kanjilal im Gespräch ein (4) zwar häufig die nächstliegende. Nicht immer aber sei klar, was genau beschrieben wird. Ein Pfeil, der drei Arten von Kraft in sich vereint, der den Himmel beleuchtet und eine Himmelsstadt zerstört, was ist das? Wir denken an eine Rakete. »Könnte es sich auch um eine Laserwaffe gehandelt haben?«, fragte ich. Professor Kanjilal bejahte.

Foto 6: Götter-Ufo in Stein
Fußnoten
1) Andere Schreibweise »Temuen Island«
2) *6. Oktober 1937  †11.1.2016
3) Kapitel 129, V. 20-21, 30-34 und 140, V. 40-44
4) Das Gespräch fand am 16. Juni 1979 statt

Zu den Fotos:
Foto 1: Planet Erde aus dem All gesehen. Foto NASA, gemeinfrei 

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal: Programmheft der Weltkonferenz der »A.A.S.«

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata. Etwa 1850, gemeinfrei

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen. Illustration zum Mahabharata. Wiki Commons/ Ranveig

Foto 6: Götter-Ufo in Stein. Foto Walter-Jörg Langbein

 318 »Laser-Schwerter und die Wächter am Paradies«,
Teil 318 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 21.02.2016  


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Sonntag, 11. Oktober 2009

»Nan Madol« - Das Venedig der Südsee

Teil II der Serie
»Das Atlantis der Südsee«
von
Walter-Jörg Langbein    



Was bedeutet der Namen »Pohnpei« (»Ponape«)? Sprachforscher haben herausgefunden, dass man ihn mit »auf einem steinernen Altar« übersetzen kann. Sollten die steinernen Ruinen als großer »Altar« angesehen worden sein? Wenn ja: Welche Götter wurden angebetet? Wie wurden sie verehrt? Anno 1828, so steht es in den Geschichtsbüchern, entdeckte der russische Kapitän Fedor Lütke die geheimnisvolle Inselwelt. Viele heutige Einheimische hören das gar nicht gern. »Was heißt hier, unsere Heimat wurde 1828 von einem Russen entdeckt? Das ist doch Unsinn! Entdeckt wurde unsere Heimat von unseren Vorvätern vor Jahrtausenden!« Woher kamen die ersten Besiedler der mysteriösen Stadt? Waren es die Überlebenden einer gewaltigen Katastrophe?

Der Hauptinsel »Pohnpei« ist im Osten das eigentliche Wunder der Südsee vorgelagert: der mysteriöse Komplex von »Temwen« (frühere Schreibweise: »Temuen«). »Temwen« besteht aus 82 künstlich angelegten Inseln. Die Ruinen sollen einst eine stolze Stadt gewesen sein. »Nan Madol« wird sie heute genannt. 82 künstliche Inseln in der Südsee bei »Pohnpei«? Forscher haben tatsächlich herausgefunden, dass »Temwen« kein Produkt von »Mutter Natur« ist. »Temwen« ist ein Komplex von 82 künstlich angelegten Inseln! Vor vielen Jahrhunderten – oder Jahrtausenden? - haben Konstrukteure zunächst – vermutlich bei Ebbe - ein Fundament aus tonnenschweren Steinbalken gelegt. Hatte man erst einmal eine Grundmauer errichtet, so wurde sie hauptsächlich mühsam mit Steinmaterial, Korallenstaub und Erde aufgefüllt. Auf dieser von Menschenhand geschaffenen Basis wiederum wurden riesige Gebäude im Blockhüttenstil aufgetürmt. Als Baumaterial dienten mehrere Meter lange sechs- und achteckige Säulen. 15 Meter sollen die beeindruckendsten einst in den Himmel geragt haben. So entstand Insel für Insel.

Auch wenn diese wie künstlich geschaffen aussehen... das Baumaterial selbst wurde von »Mutter Natur« geliefert. Die Steinsäulen wachsen wie riesige Baumstämme aus dem Boden von »Pohnpei«, gigantischen Kristallen gleich. Man musste die Kolosse »nur« fällen. Wie soll das geschehen sein, da den Arbeitern keine Metallwerkzeuge zur Verfügung gestanden haben? Wie wurden die steinernen Stämme transportiert? Und warum errichtete man die steinernen Monsterbauten nicht in der Nähe des Steinbruchs auf der Hauptinsel selbst? Warum unterzog man sich den Strapazen, vor dem Eiland künstliche Inseln anzulegen und darauf gewaltige Gebäude zu bauen?

Die künstlichen Inseln, die seit unzähligen Jahrhunderten den Gewalten des tosenden Meeres trotzen, stellen zusammen mit den steinernen Riesenbauten das achte Weltwunder dar: »Nan Madol«! »Nan Madol« war einst so etwas wie das steinzeitliche Venedig der Südsee. Zwischen Hunderten mächtigen Bauten auf künstlichen Inseln gab es kanalartige Seewege anstatt Straßen. Die Bewohner von »Nan Madol« besuchten sich gegenseitig mit dem Boot. Es nimmt nicht Wunder, dass sie ihre in den Weiten der Südsee verlorene Heimat »Temuen« nannten, was sich mit »Ort der Zwischenräume« übersetzen lässt.

Wie der Inselkomplex einst ausgesehen haben mag, kann man heute allenfalls nur erahnen. Die meisten Bauten wurden im Lauf der Zeiten zerstört – von Naturgewalten oder von Menschenhand. Manche Gebäude wurden mühsam abgetragen, um aus dem Material neue Inseln zu schaffen und neue Gebäude zu errichten. Viele der Mauerstümpfe sind kaum noch als solche zu erkennen. Sie sind von dichtem Grünzeug überwuchert. Sehr viel Baumaterial wurde eingesetzt, um die Fundamente der einzelnen Inseln immer wieder zu stabilisieren.
Atemberaubend ist auch heute noch »Nan Dowas«, ein wahrhaft gigantischer Gebäudekomplex. Oder genauer: Was von der einstigen Pracht noch übrig geblieben ist, verschlägt dem Besucher den Atem. Die äußeren Mauern haben eine Länge von neunzig Metern, wie ich vor Ort ausgemessen habe. Sie wurden aus wuchtigen steinernen Säulen in Blockhausbauweise aufgetürmt: drei Meter dick und neun Meter hoch ist die Mauer heute noch. Deutlich sind Beschädigungen zu erkennen. Gewaltige Steinsäulen stürzten irgendwann zu Boden. Unermessliche Kräfte müssen hier gewirkt haben. Wie hoch diese gewaltige Mauer einstens war? Niemand vermag das zu sagen.

Was geschah einst auf welcher der künstlichen Inseln? Wir wissen es nicht. Wann wurden welche Gebäude gebaut? Wir wissen es auch nicht. Gelegentlich werden Jahreszahlen genannt. So gilt »Dapahu« als eines der ältesten künstlichen Eilande. »Dapahu« soll etwa 230 nach der Zeitwende erbaut worden sein. Stimmt das? Gewiss, es fanden sich hier mehr auswertbare Spuren als sonst wo in »Nan Madol«. Unzählige Töpferwaren wurden entdeckt. Aber stammen sie von den Erbauern der Insel? Ist es nicht eher unwahrscheinlich, dass gerade in den angeblich ältesten Bauwerken die meisten Spuren der einstigen Bewohner gefunden wurden?

Victor Berg nahm 1907 erste archäologische Ausgrabungen im Auftrag des »Leipziger Völkerkundemuseums« vor. Die von ihm entdeckten Fundstücke lassen sich aber kaum noch konkreten Stätten zuordnen. Besonders wertvolle Grabbeigaben erhoffte sich Berg in der bunkerartigen Gruft von König Isokelekel. Einen Tag nach der Öffnung der Ruhestätte starb Berg. Der ärztliche Befund gab »totale Erschöpfung« und einen »Sonnenstich« als Todesursachen an. Die Einheimischen allerdings glaubten an einen Fluch, der die Störung der Totenruhe strafte. Die Aufzeichnungen Bergs gingen auf ungeklärte Weise verloren.

»Pahn Kadira«, so weiß man angeblich ganz genau, war einst das logistische Zentrum. Von hier aus wurden, so steht auf manchem gedruckten Lageplan der Eilande, die Baumaßnahmen gesteuert. Hier wohnten angeblich die Architekten und die besten Steinspezialisten. Gewiss: Irgendwo müssen die »Freimaurer« von »Nan Madol« gelebt haben, die die schwierige Kunst der Steinbearbeitung beherrschten. Irgendwo müssen die Transportarbeiter gewohnt haben und die Spezialisten, für den Bau der Insel und der gewaltigen Bauten. Aber wo? Niemand weiß das. Es gibt keinerlei schriftlichen Aufzeichnungen aus den Tagen, als »Nan Madol« besiedelt war. Wenn heute den einzelnen künstlichen Inseln bestimmte, ganz konkrete Bedeutungen zugemessen werden, so sind das reine Spekulationen. Und diese fantasiereichen Annahmen sind, bei Licht betrachtet, keineswegs immer vernünftig.

Wahrscheinlicher ist es doch, dass dort, wo besonders viele Tonwaren erhalten geblieben sind, historisch gesehen zuletzt gesiedelt wurde. Dann aber wäre »Dapahu« nicht die älteste, sondern die jüngste Anlage. Dann müssten folgerichtig die anderen noch älter sein. Müssen die Tonscherben überhaupt von den Erbauern der Insel stammen? Wurden sie nicht vielleicht doch von Siedlern hinterlassen, die Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende später auf das längst verlassene Eiland kamen? Nehmen wir an, im Jahr 3009 werden in Stonehenge Flaschenscherben ausgegraben, die um das Jahr 2009 hinterlassen wurden. Wird man dann schlussfolgern, dass die Kultanlage 2009 vollendet wurde?

Erich von Däniken schreibt in seinem neuesten Buch »Götterdämmerung« (Rottenburg, Oktober 2009, S. 76) in anderem Zusammenhang völlig zutreffend: »Die Ruinen... mögen längst in der Gegend gelegen haben, als spätere Menschen darin kampierten oder werkelten. Heute werden deren organische Reste datiert. Was soll’s? (Ich kenne mehrere solche Beispiele.)«

Nach über drei Jahrzehnten der Vorortrecherche bei meinen Reisen zu den großen Mysterien komme ich zu folgender Erkenntnis: Unser heutiges Weltbild sieht vor, dass es eine allmähliche Evolution in der Entwicklung der Menschheit und ihrer Zivilisation gegeben hat. So wie sich der Mensch nach und nach aus primitiven Lebensformen entwickelt hat, so haben sich – nach diesem Denken – Kulturen nach und nach entwickelt. Je älter eine Kultur war, desto primitiver muss sie gewesen sein.

Wir Heutigen sind angeblich das Non-plus-ultra. Unsere Wissenschaften stehen auf dem allerhöchsten Stand. Herablassend meinen wir auf alles Ältere herabblicken zu dürfen. Unsere technischen Fähigkeiten, so bilden wir uns ein, übertreffen alles bisher Dagewesene. Kurzum: Alles was vor uns war, muss zwangsläufig primitiver gewesen sein. Kulturen, die fortgeschritten, ja uns womöglich überlegen waren, haben in diesem Weltbild keinen Platz.

Die kolossalen Monsterbauten von »Nan Madol« passen nicht in unser aktuelles Weltbild. Die gewaltigen Steinanlagen können eigentlich nicht von einem Volk errichtet worden sein, dem die Wissenschaft nicht die Kunst des Schreibens zubilligt. Wie sollen dann aber die riesigen Komplexe gebaut worden sei... ohne exakte Planungsarbeit?

Es darf keine uralten Kulturen gegeben haben, die in einer Apokalypse vor Jahrtausenden untergegangen sind. Es darf kein Atlantis der Südsee existiert haben, weil so etwas nicht in unser so wissenschaftliches Weltbild passt. Also werden Spuren in uralten Ruinen aus relativ junger Vergangenheit gern dazu herangezogen, um zu beweisen, was man wahrhaben möchte: dass uralte Überreste vergangener Kulturen gar nicht so besonders alt sind. Das aber ist Wunschdenken und hat mit wirklicher Wissenschaft nichts zu tun.

Offenbar hatten die Bewohner der mysteriösen Insel großen Respekt vor den Gewalten des Meeres. Sie versuchten, sich zu schützen und errichteten eine wahrlich zyklopische Mauer zum Meer hin. Mehrfach bin ich an diesem Wall im Boot auf und abgefahren. Meiner Schätzung nach sind die stattlichen »Reste« immerhin noch 860 Meter lang und bis zu 14,20 Meter hoch! Ganz offensichtlich konnte die Mauer »Nan Madol« nicht vor der Zerstörung bewahren!

Für mich gibt es keinen Zweifel: Gewaltige Naturkatastrophen zerstörten einst das »Atlantis der Südsee«. Hinweise auf das versunkene Riesenreich gibt es.. auf dem Meeresgrund! David Hatcher Childress bereist seit vielen Jahren – wie ich – die Welt. Auch er schreibt Bücher über die großen Geheimnisse unseres Planeten. Die mysteriöse Welt von »Nan Madol« hat es ihm besonders angetan. Aber noch mehr als die überirdischen Monstermauern ist er von der Unterwasserwelt fasziniert. Childress gelangen sensationelle Entdeckungen: auf dem Grund des Meeres, unweit der geheimnisvollen Ruinen!

Der Weltreisende Childress tauchte selbst und wurde fündig! Die erste stehende Säule entdeckte er in einer Wassertiefe von zwanzig Metern. »Sie war etwa zehn Meter hoch und mit Korallen verkrustet.« erinnerte sich Childress später. An mehreren Tagen unternahm Childress mit bis zu acht oder neun anderen Tauchern weitere Ausflüge in die geheimnisvolle Unterwasserwelt. Immer wieder stieß er auf »Unmögliches«... Säulen und wieder Säulen unter Wasser!

Besonders interessant: Childress will dick mit Korallen bedeckte Säulen entdeckt haben. »Einige dieser Steine trugen eingeritzte Schriftzeichen, wie Kreuze, Quadrate, Rechtecke und offene Rechtecke. Ähnliche Kreuze habe ich in den fantastischen Ruinen von Puma Punku gesehen, hoch in Anden von Bolivien, einige Meilen von Tiahuanaco entfernt. Ähnliche Inschriften, wie wir unter Wasser gesehen haben, wurden auch einige Kilometer im Nordosten Nan Madols auf dem Festland gesichtet.«

Es ist endlich an der Zeit, dass Wissenschaftler vor Ort »Nan Madol« erkunden: an Land und unter Wasser, auf dem Meeresgrund. Archäologische Arbeit scheint schon lange nicht mehr betrieben zu werden. Das üppige Grün schnell wachsenden Urwalds überwuchert alles. Mauern verschwinden unter grünem, alles erstickendem Pflanzenteppich. Mauern bersten, werden von Wurzeln gesprengt. Wasserwege zwischen einzelnen künstlichen Inseln werden von umgestürzten Palmen überbrückt. Schlingpflanzen wachsen daran und bald versinken immer mehr Inseln im diffusen Grün. So schön die rasch sprießende Natur auch ist... hier müsste massiv gerodet werden, sonst werden die stolzen Ruinen von »Nan Madol« bald nicht mehr auszumachen sein.

Ich meine: »Nan Madol« muss von einer gewaltigen Katastrophe heimgesucht worden sein. Steinsäulen von bis zu fünfundzwanzig Tonnen Gewicht wurden durcheinander gewirbelt, als hätten Riesen mit ihnen Mikado gespielt. Waren es Naturgewalten, die das Atlantis der Südsee in den Fluten versinken ließen?

Die äußere Mauer umschließt eine weitere, ähnlich gigantische Mauer der gleichen Bauart. Auch sie ist ganz offensichtlich von einer gewaltigen Naturkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Zentrum steht ein bunkerartiges Gebäude, ebenso aus den Steinsäulen gebaut. Tonnenschwere Säulen bilden hier ein massives Dach. Wer suchte hier Schutz... und wovor? War der »Bunker« wirklich von Anfang an als Grab für die Könige von »Nan Madol« bestimmt? Oder erfüllte er ursprünglich einen ganz anderen Zweck?

Immer wieder fallen versteckte Schächte auf, die angeblich zu unterirdischen Gängen führen. »Sie führen unterirdisch weit hinaus.. enden unter Wasser. Deshalb laufen sie immer voll mit Seewasser.« erklärten mir verschiedene Einheimische. Welchem Zweck sollten derartige Tunnels haben?

Um die Bauten von »Nan Madol« auf herkömmliche Weise – ohne Maschinen – zu verwirklichen, wären Zigtausende von Arbeitern erforderlich gewesen. Ein großes Heer von Arbeitern hat es aber auf »Nan Madol« nie gegeben. Es gab nicht ausreichend Platz für so viele Menschen. Man darf auch nicht vergessen, dass so ein Arbeiterheer auch hätte ernährt werden müssen. Neben Tausenden von Steinmetzen und Transportarbeitern hätte es ein weiteres Heer von Bauern und vielleicht auch Viehzüchtern geben müssen. Eine derartig große Bevölkerung hat es aber nie gegeben! Ach könnte man doch heute ein Buch lesen, das die Erbauer von »Nan Madol« geschrieben haben. Es gibt aber keinerlei Aufzeichnungen aus den alten Tagen.

Also dürfte es eigentlich die Anlagen von »Nan Madol« gar nicht geben. Sie existieren aber. Professor Macmillan Brown: »Es ist eines der großen Mirakel der Südsee!« Geriet uraltes Wissen über fortgeschrittene Technik in Vergessenheit?

Nach dreißig Jahren eigener Forschungsarbeit bin ich überzeugt, dass die Ruinen von »Nan Madol« die traurigen Überreste eines Atlantis der Südsee sind. Wie das »europäische« Atlantis im Atlantik versank das geheimnisvolle Reich in der Südsee. Einst wurde die Südsee von einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes heimgesucht. Ein Kontinent versank in den Fluten. Die Geheimnisse der Ruinenstadt sind noch lange nicht wirklich erforscht. So liegen Berichte von Tauchern vor, die auf dem Meeresgrund weitere Reste einst stolzer Bauten entdeckt haben. Wann mögen sie in den Weiten der Südsee versunken sein?

Bis in unsere Tage haben sich mythische Erzählungen erhalten. Sie wurden von Generation zu Generation überliefert... und werden auch heute noch weitergereicht. Offenbar gewinnen die alten Traditionen wieder an Bedeutung. Die »Verlockungen« der modernen Zivilisation sind stark. Doch die Wurzeln der Herkunft werden auch in der Südsee wieder entdeckt.

»Die alte Überlieferung berichtet, dass da dereinst ein Kanu war, das vom Himmel herabsegelte. Es kam nicht vom offenen Meer her, sondern vom hohen Himmel herab. An Bord waren drei Männer. Das fliegende Schiff kam nach »Nan Madol«. Es schwebte über die Insel dahin. Schließlich gelangte es in den Westen. Die Männer nahmen einen der Hohen Häuptlinge des westlichen »Nan Madol« an Bord. Sie flogen mit ihm weg. Niemand wusste, was sie besprachen. Aber als sie wieder zurückkamen, da wurde der Hohe Häuptling zum ersten König ernannt.«

Seltsam: Fliegende Schiffe sollen in grauer Vorzeit erschienen sein? Und deren Besatzungen griffen angeblich in das Leben der Einheimischen ein? Woher kamen diese Besucher?

Am 18.10.2009 erscheint Teil III meiner Serie: »Geheimnisse der Osterinsel«
Das neueste Buch von Walter-Jörg Langbein: 2012 - Endzeit und Neuanfang
Den am 4.10.2009 veröffentlichten Teil I finden Sie hier
Teil III lesen Sie hier
Hier geht es zu Teil IV
Teil V
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