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Sonntag, 29. April 2018

432 „Das Leuchten in der Gruft“

Teil  432 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Dom zu Paderborn
Im Nachtzug von Rom nach München kam ich vor Jahren mit einem italienischen Geistlichen ins Gespräch. Der freundliche Herr mit Rauschebart kannte sich erstaunlich gut in meiner Wahlheimat, dem Weserbergland, aus.

Zunächst schwärmte er von der Kilianskirche zu Lügde. »Wenn sie bei Nacht angeleuchtet wird, dann erahnt man, dass sie Geheimnisse hat. Sie wurde auf einer Kapelle errichtet, erklärte mir der Geistliche, die ihrerseits auf einem heidnischen Quellheiligtum gebaut wurde. Noch vor wenigen Jahren habe es unter der Kilianskirche eine einst heilige Quelle gegeben. »Inzwischen ist sie versiegt!«

Ich habe die Kilianskirche mehrfach bei Nacht besucht. Sie scheint dann förmlich von innen heraus zu leuchten, zu glühen. Karl der Große soll hier Weihnachten gefeiert haben, anno 784.

An der Südseite des östlichen Jochs ist noch eine alte Bemalung zu erkennen. Eva mit Lebensbaum. Am besten sieht man Eva nebst Baum mit Schlange, wenn man sich auf den Boden legt und mit einem guten Teleobjektiv die kleine geheimnisvolle Malerei. Eva hat eine Hand kess gegen ihre Hüfte gestemmt. Sie spricht mit der Schlange am »Lebensbaum«. Der unbekannte Maler hat die bekannte Szene aus dem Buch Genesis in einen Sternenhimmel verlegt.

Foto 2: Eva, der Lebensbaum mit Schlange und Sterne

Das Motiv des »Lebensbaums« ist uralt. Im alten Indien wie in Mesopotamien kannte man ihn. Er verband die Unterwelt mit dem Himmel, wo die Götter lebten. Ab dem 3. Jahrtausend v.Chr. stellte man den Lebensbaum in der Region des heutigen Afghanistan auf Siegeln und Amuletten dar. Bei Ausgrabungen auf dem »Goldenen Hügel« im Norden Afghanistans wurden 1978 sechs Gräber entdeckt, die zu Jesu Lebzeiten angelegt wurden. 20.000 Schmuckstücke wurden geborgen und sorgfältig restauriert. Immer wieder kam auch das Lebensbaum-Motiv zum Vorschein. Während des Afghanistan-Krieges verschwand dieser außergewöhnliche Schatz spurlos und galt als verloren. 2004 tauchte er wohlbehalten wieder auf.

Vor vielen Jahren, so berichtete mir mein Gesprächspartner im Zug, habe er zunächst die Kilianskirche in Lügde, dann den Dom zu Paderborn besucht. „Hat man denn inzwischen den Brunnenschacht zu den unterirdischen Räumen unterhalb des mächtigen Gotteshauses gefunden?“, fragte er mich in fast fehlerfreiem Deutsch. Weitschweifig erzählte er von einem angeblichen „Brunnenschacht“ aus „heidnischen Zeiten“. 

Der Gottesmann rezitierte eine alte Volkssage, in der von einem Brunnenschacht die Rede ist, der zu unterirdischen Räumen tief unter dem Dom führt. Nur mit Magie sei es möglich gewesen, das Wasser im Brunnen vorübergehend zum Versiegen zu bringen und über eine Treppe im Schacht hinab in die „Unterwelt“ zu steigen. Eine Tür würde dann zu Räumen führen, in denen unermessliche Schätze lagerten. Vor allem, so der Priester in ernstem Ton, seien die unterirdischen Räume stet erleuchtet. Eine geheimnisvolle Lampe spende seit vielen Jahrhunderten Licht. Die Sage vom Brunnenschacht konnte ich tatsächlich verifizieren.

Josef Seiler (*1823; †1877) war fasziniert von alten Erzählungen und Sagen. 1848 erschien sein Werk »Volkssagen und Legenden des Landes Paderborn«. Im schmalen Sammelbändchen findet sich die mysteriöse Geschichte »Der Brunnen im Dom« fest. Da geht es um unheimliche Magie, um die menschliche Gier nach Reichtum. Von kostbaren Schätzen in Kammern unter dem Dom ist die Rede, nicht aber von dem mysteriösen Licht, das meinen Gesprächspartner so faszinierte.

Ich muss wohl zweifelnd drein geblickt haben, was den Geistlichen etwas zu ärgern schien. „Es gibt unzählige Berichte aus vielen Jahrhunderten, aus aller Welt, in denen magische Lampen beschrieben werden, die Jahrhunderte, ja Jahrtausende Licht spenden.“

Foto 3: Ewiges Licht in einer Synagoge.

Judentum und Christentum katholischer Prägung haben eine besondere Gemeinsamkeit: Im Tempel wie in der katholischen Kirche brennt ein „ewiges Licht“. Es symbolisiert die ständige Gegenwart Gottes im Tempel wie in der katholischen Kirche. Im Katholizismus wie im Judentum beruft man sich auf zwei Verse, die angeblich vom Propheten Jesaja verfasst wurden. In der aktuellen Luther-Bibel lesen wir (1):

„Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein am Tage, und der Glanz des Mondes soll dir nicht mehr leuchten, sondern der Herr wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Glanz sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der Herr wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leidens sollen ein Ende haben.“ Lesen wir in „Hoffnung für Alle“ nach (2):

Foto 4: Ewiges Licht in einer katholischen Kirche.

„Das Licht der Sonne wirst du nicht mehr brauchen und auch nicht das Leuchten des Mondes. Denn ich, der Herr, werde dein ewiges Licht sein, dein Gott, die Sonne, die dir scheint. Es wird nie wieder dunkel um dich werden. Denn anders als Sonne und Mond werde ich nie aufhören, dein Licht zu sein. Dann ist deine Trauerzeit vorbei.“

Das „ewige Licht“ im jüdischen Tempel wie im katholischen Gotteshaus steht also für die göttliche Präsenz: des Unaussprechlichen im Judentum, von Jesus im Christentum. Umstritten ist, wann das erste „ewige Licht“ entzündet wurde. In Europa, so heißt es, geschah dies erstmals im 13. Jahrhundert. In den orthodoxen Kirchen des Orients brannten „ewige Lichter“ schon etwa ein Jahrtausend früher, nämlich an den Gräbern von Märtyrern.

Foto 5: Götter Lakshmi, Vishnu und Shiva.

Im Judentum war es die ewige Präsenz Jahwes, im Katholizismus die Allgegenwart Jesu, an die das „ewige Licht“ erinnern sollte. Aber wer hat das „ewige Licht“ erfunden? Walter Raymond Drake (*1913, †1989), Verfasser einer Vielzahl von Werken der Präastronautik, war davon überzeugt, dass es echte „ewige Lichter“ schon vor Jahrtausenden gab. Mysteriöse Lampen, die – so Walter Raymond Drake – im wahrsten Sinne des Wortes ewig brannten, weil sie aus einer uns bis heute unbekannten Energiequelle schöpften. Nach Drake, den ich am Rande so mancher Konferenz der „Ancient Astronaut Society“ sprechen durfte, handelte es sich dabei um ein technisches Artefakt, dass einst von Besuchern aus dem Kosmos zur Erde gebracht wurde.

Vom symbolischen „ewigen Licht“ des Juden- und des Christentums zu mysteriösen Lampen, die über Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende Licht spenden. Einige Beispiele dieser rätselhaften Technologie begegneten mir immer wieder bei meinen Recherchen.

Foto 6: Gott  Vishnu mit seinen Waffen.

Auf einer meiner Studienreisen, die mich zu so manchem indischen Tempel führte, hörte ich von einem mysteriösen „ewigen Licht”, das nie erlischt, obwohl es schon seit Jahrtausenden brennt. In so mancher antiker Gruft habe ein „Licht“ geleuchtet, als Plünderer oder Archäologen alte Grabstätten öffneten. Immer wieder war von unerklärbaren „ewig leuchtenden Lampen“ die Rede. Manchmal war angeblich nicht zu erkennen, wie das Licht erzeugt wurde, öfter war von „Jahrhunderte lang brennenden Öllampen“ die Rede.

In der Stadt Jawalamukhi (3), Kangra-Distrikt, Bundesstaat Himachal Pradesh, steht „Jwala Ji“, der vielleicht älteste Tempel Indiens. Wie man mir versicherte, wird das uralte sakrale Gebäude bereits im Mahabharata-Epos erwähnt. Dort verehrt man die Göttin Jwala. Nach einem Bildnis oder einer Statue der Göttin wird man freilich vergeblich suchen. Stattdessen wird ein „ewiges Licht“ verehrt, eine rätselhafte bläuliche Flamme, die seit ewigen Zeiten knisternd züngelt. „Jwala“ lässt sich, so versicherte man mir, mit „Flamme“ übersetzen. Angeblich haben im Laufe der Jahrhunderte Skeptiker immer wieder versucht, die heilige Flamme der Göttin zu ersticken. Vergeblich!

Foto 7: Vishnu mit seinen Waffen.

Dschalāludin Mohammed Ākbar, Großmogul von Indien, wollte das geheimnisvolle Licht im 16. Jahrhundert mit einer Eisenplatte ersticken. Das gelang nicht. Auch seine Versuche, es mit Wasser zu löschen, schlugen fehl. Und so brennt das „ewige Licht“ der Göttin Jwala auch heute noch. Wo genau? Angeblich züngeln seit ewigen Zeiten mehrere Flammen, auch in einer unterirdischen Höhle. Nach alter Mythologie wurde der Himalaya einst von Dämonen beherrscht. Die Götter beschlossen, die Dämonen zu vernichten. Sie konzentrierten ihre Kräfte und riesige Flammen schossen aus dem Boden. Setzten die Himmlischen unter der Leitung von Vishnu höchstpersönlich Waffen ein? In zahlreichen Darstellungen hält er eine „Keule“ und eine „Wurfscheibe“.

8: Vishnus Käule
Die „göttliche“ Waffe, die am leichtesten zu handhaben war, war die Gattung der Wurf- oder Diskuswaffen. Dazu  gehörte zum Beispiel die »Chakra«. Sie hatte einen wesentlichen Vorteil, nämlich dass sie gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden konnten, ohne dass dabei, wie es bei den größeren Waffentypen der Fall war, die Menschen und Tiere in der unmittelbaren Umgebung des Einzelopfers gefährdet wurden. Man konnte die „Chakra“ innerhalb von größeren Zimmern wie im freien Raum einsetzen, und das recht wirkungsvoll.

Zurück zum „ewigen Licht“, zurück zu mysteriösen „Lampen“, die seit Urzeiten leuchten sollen. Der chinesische Naturwissenschaftler Shen Kuo (* 1031; † 1095) gilt als der wichtigste Wissenschaftler seiner Zeit. Erfunden hat er einen Kompass für die Navigation und eine Lampe, die ohne Brennstoff auskam und doch immer leuchtete. Die Wunderlampe wurde dem genialen Erfinder mit in die Gruft gestellt. 250 Jahre nach seinem Tod drangen Plünderer in die Gruft ein. Die mysteriöse Lampe leuchtete immer noch. Weil sie nicht die erhofften Schätze fanden, zerstörten sie die fantastische Erfindung des Shen Kuo. Zur Strafe wurden sie lebendig begraben. Bis heute ist ungeklärt, was genau Shen Kuo erfunden hat. Wurde seine Wunderlampe mit elektrischem Strom aus einer Batterie betrieben? Was leuchtete? Eine Glühbirne?

Lukian (*120 n.Chr.;†180-200 n.Chr.)  berichtete über eine „Syrische Göttin“ (4). In seinem Werk schildert er, wie er im „Tempel von Heirapolis“ eine Statue der Göttin Hera bestaunte. An der Stirn der Figur war demnach eine „Lampe“ angebracht, die Tag und Nacht leuchtete und nie erlosch. Nachts habe sie mit ihrem Licht den ganzen Tempel erhellt.

Foto 9: Vishnus Wurfscheibe
In Athen, so berichtet Pausanias, namhafter Geograph und Historiker im 2. Jahrhundert, gab es auf der Akropolis einen weit über die Stadtgrenzen bekannten Tempel. Dreizehn Helden und Götter wurden verehrt. Anhänger verschiedener Kulte huldigten friedlich nebeneinander allen Unterschieden auf religiösem Gebiet zum Trotz ihren „Himmlischen“. Als besonders heilig galt eine Statue der Minerva-Athene, der ewig jungfräulichen Göttin der Weisheit. Angeblich war das verehrte Kultbild einst vom Himmel gekommen (6). Das Heiligtum wurde Tag und Nach von einer „goldenen Lampe“ erhellt (7), die kein Geringerer als der Bildhauer und Erfinder Callimachus bereits im 4. Jahrhundert angefertigt haben soll (8).

Ich meine: Das Thema der ewig leuchtenden Lampen wird von der seriösen Wissenschaft außer Acht gelassen und selbst von den Grenzwissenschaften stiefmütterlich behandelt. Eine Zusammenfassung entsprechender Berichte aus aller Welt mit Zitaten und genauen Quellenangaben ist überfällig! Wann wurden wo leuchtende Lampen in Gruften entdeckt? Welche frühe Historiker beschrieben wo über mysteriöse Lampen in Tempeln?

Fußnoten
1) Jesaja Kapitel 60, Verse 19 und 20, zitiert nach der „Lutherbibel 2017“
2) Jesaja Kapitel 60, Verse 19 und 20, zitiert nach „Hoffnung für Alle“
3) Nächster größerer Ort ist Dharamsaka, Entfernung 55 Kilometer
4) „De Dea Syria“
Foto 10: Der Dom von Paderborn
5) Seine genauen biographischen Daten sind nicht bekannt.
6) Als Quelle benutze ich eine Übersetzung von Pausanias‘ Werk ins Englische, Delphi Classics 2014. Pausanias 1, 26, 6: „But the most holy symbol … is the image of Athena… A legend concerning it says that it fell from heaven; whether this is true or not I shall not discuss.“
7) Dopatka, Ulrich: „Die große Erich von Däniken Enzyklopädie“, Düsseldorf 1997, Seite 211, Stichwort „Lampen“.
8) Als Quelle benutze ich eine Übersetzung von Pausanias‘ Werk ins Englische, Delphi Classics 2014. Pausanias 1, 26, 6: „A golden lamp for the goddess was made by Callimachus.“

Zu den Fotos
Foto 1: Der Dom zu Paderborn. Unter dem Dom soll es geheime Schatzkammern geben. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Eva, der Lebensbaum mit Schlange und Sterne
Foto 3: Ewiges Licht in einer Synagoge. Foto gemeinfrei/ Bachrach44
Foto 4: Ewiges Licht in einer katholischen Kirche. Foto wikimedia commons/ Membeth
Foto 5: Götter Lakshmi, Vishnu und Shiva. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Gott  Vishnu mit seinen Waffen. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Vishnu mit seinen Waffen.  Foto wikimedia commons/ Sarah Welch
Foto 8: Vishnus Keule.  Foto wikimedia commons/ Sarah Welch
Foto 9: Vishnus Wurfscheibe. Foto wikimedia commons/ Sarah Welch
Foto 10: Der Dom birgt noch manches Geheimnis. Foto Walter-Jörg Langbein

433 „War Maria Magdalena 'der' Lieblingsjünger Jesu?“,
Teil  433 der Serie
„Monstermauern, Mumien und Mysterien“                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 06.05.2018


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Sonntag, 13. März 2016

321 »Götter, Engel, Laserwaffen«

Teil 321 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«.

An einem heißen Sommernachmittag erkundete ich – wieder einmal – den altehrwürdigen Dom zu Paderborn. Wieder einmal stand ich vor den mysteriösen Fabelwesen am Paradiestor, die mich an die geheimnisvollen Mischwesen aus uralten Zeiten erinnern. Wieder einmal stellte ich mir die alten Fragen. Wieso wurden am Paradiestor des Doms zu Paderborn Mischwesen verewigt, wie wir sie zum Beispiel aus Ägypten kennen? Was haben derlei Monsterwesen an einem christlichen Portal zu suchen?

Foto 2: Neptun mit seiner Waffe
Auf dem Rückweg vom Dom zum Bahnhof legte ich an einem Brunnen eine kleine Pause ein. Dominiert wird er von Gott Neptun. Stolz reckt der bärtige Geselle seine Waffe, einen gewaltigen Dreizack, gen Himmel. In Indien gilt Gott Shiva als einer der Mächtigsten der Himmlischen. Sein Beiname ist »Zerstörer der Welt«. Auch Gott Shiva wird gewöhnlich mit einem Dreizack dargestellt, so wie auch Neptun. Sollte es sich bei dem »Dreizack« um eine jener mächtigen Waffen der Götter handeln, die in uralten Überlieferungen beschrieben werden?

In zahlreichen verschlüsselten Romanen aus dem 12. und 13. Jahrhundert finden sich viele Hinweise auf das Reich der Königin von Saba - es wurde in Indien angesiedelt. Autoren wie Albrecht von Scharfenberg (»Der Jüngere Titurel«) und Wolfram von Eschenbach müssen in diesem Zusammenhang genannt werden. Sie verfügten allem Anschein nach über geheimes Wissen über die Königin von Saba, deren Reich in Indien lokalisiert wurde.

1165 tauchte in Europa ein Brief eines Prester John auf, eines Nachfolgers der legendären Königin – aus »Indien«. Und 1177 schrieb Papst Alexander III eben jenem John einen Brief- an seinen »liebsten Sohn in Christo, John, illustren und erhabenen König der Inder«.

Auch der Weltreisende David Hatcher Childress, der sich in unseren Tagen den großen Geheimnissen der Vergangenheit annimmt, kommt zur Überzeugung: die Bundeslade könnte sehr wohl nach Indien entführt worden sein. Himmlische Wagen, wie jener, der zum Abtransport des heiligen Kultgegenstands benutzt wurde, werden auch im altindischen Epos »Mahabharata« beschrieben.

Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten
Was mögen das für Waffen gewesen sein, die in altindischen Epen immer wieder beschrieben wurden? Die altindischen heiligen Bücher kennen eine Vielzahl von Götterwaffen. »Chakra«, zum Beispiel, war der Name einer besonders leicht zu handhabenden Wurf- oder Diskuswaffe. Sie konnte gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden, ohne dass dabei die Menschen und Tiere in der unmittelbaren Umgebung des Einzelopfers auch nur gefährdet wurden. Man konnte die »Chakra« innerhalb von größeren Zimmern, aber auch im Freien einsetzen, und das recht wirkungsvoll.

Im II. Buch des »Mahabharata« heißt es (1): »Deshalb soll er nun von meiner Hand sterben. So sprechend schleuderte er die Chakra gegen Shispula, die augenblicklich den Kopf des Königs der Chedis von seinem Leibe trennte und wieder in die Hand Vasudevas zurückkehrte.« Darüber, so heißt es weiter, »erhob sich großer Aufruhr in der Halle.«

Die Frage, die ich mir seit Jahrzehnten immer wieder stelle: Darf man eigentlich hinter mythologischen und religiösen Beschreibungen auch rein technische Realitäten vermuten? Zeus – sein Name ist im wedisch-altindischen »Dyaúh pitá« (»Vater im Himmel«) enthalten – wurde von den Kyklopen mit fürchterlichen Waffen ausgestattet. So konnte er gezielt tödliche Blitze schleudern. Besaß Zeus also ein »Blitzwaffe«, vielleicht gar mit dem »Flammenschwert« des »Alten Testaments« vergleichbar? Setzte Zeus einen tödlichen Laserstrahl ein, wie er seit vielen Jahren Fans der Kinowelt der Reihe »Starwars« vertraut ist?

Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei

Im XI. Kapitel von »Nala und Damayanti«, einer »Episode aus dem Mahabharata« (2) findet sich die Schilderung einer Szene, die als Vorlage für einen Science-Fiction-Film dienen könnte. Eine handliche Laserwaffe kommt zum Einsatz und das Ganze wird noch mit einer gehörigen Portion deftiger Erotik gewürzt. Da irrt die schöne Damayanti verzweifelt durch den finsteren Wald, auf der Suche nach dem entschwundenen Gatten. Sie trifft aber nicht den schmerzlich vermissten Gemahl, sondern einen lüsternen Jäger. Doch lassen wir den Mythos selbst sprechen: »Als der Jäger nun merkte, dass sie (Damayanti) nur mit einem halben Tuchgewand bedeckt war. Und ihre vollen Brüste und runden Hüften, ihre überaus zarten, untadeligem schönen Glieder sah und ihr Antlitz, das dem Vollmond glich, ihre geschwungenen Augenlider und als er ihre liebliche Stimme hörte, da überwältigte ihn die Begierde. So versuchte er nun, sie mit freundlichen, sanften Worten zu gewinnen, da ihn Liebesverlangen quälte. Das durchschaute die Schöne. Und als die gattengetreue Damayanti erkannte, dass er ein Lüstling war, da entbrannte sie vor Zorn und war von heftiger Wut erfüllt. Er aber, der niederträchtige Bursche, wollte ihr voll heftigen Verlangens Gewalt antun.«

Damayanti wusste sich zu wehren. Der böse Jäger kam nicht ans Ziel seiner Wünsche. Er fand vielmehr den Tod: »So stürzte der Jäger entseelt zu Boden wie ein vom Blitz getroffener Baum!«

Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«
Durchforstet man das Mahabharata, so stößt man immer wieder auf die Flugvehikel der Götter und deren furchteinflößende Waffen. Im 28. Kapitel des uralten Epos wird beschrieben, wie sich Arjuna auf die Reise in den Himalaya macht, um von den »Himmlischen«, den »Leuchtenden« neue Waffen zu erbitten. Gott Shiva erklärt sich schließlich bereit, ihm die berühmt-berüchtigte »Pashupata-Waffe« zur Verfügung zu stellen. Zunächst aber warnt Shiva Arjuna noch vor der Wucht der Waffe, die die ganze Welt zerstören kann. Arjuna gelangt in den Besitz von Pashupata, vom großen Gott Shiva selbst in die Geheimnisse ihres Gebrauchs eingeweiht. Im indischen Mahabalipuram erfuhr ich vom »Bibliothekar« eines kleinen Tempelchens, dass Pashupata auf die Göttin Mahakali zurückgeht, die »über die Zeit herrscht«.

Schließlich wird Arjuna eine besondere Gnade zuteil. Gott Indra selbst fährt in seinem Flugvehikel vom Himmel herab und Arjuna wird in das himmlische Königreich der Götter geflogen. (3) In den Gefilden der Götter begegnet man Arjuna mit großem Respekt. Man ehrt ihn, feiert Feste. Zugegen waren auch die geachteten »Weisen«, die offenbar regelmäßig zwischen Erde und Himmel pendelten, so wie die biblischen Engel oder die Katchinas der Hopi-Indianer.

Das altindische Riesenepos »Mahabharata« liegt in diversen Varianten vor, in deutscher und in englischer Sprache ist es auch für Hobbyforscher zugänglich. Es gibt wörtliche Übersetzungen, Nacherzählungen in Prosa und in Gedichtform, es gibt gekürzte Versionen und solche, die sich auf Auszüge beschränken. Seit vielen Jahren durchforste ich diese Texte, auch auf der Suche nach Hinweisen auf möglichst konkrete Beschreibungen der Waffen der Götter.

Foto 6: Der Historiker Willi Grömling
Mein Freund und Kollege Willi Grömling (1944-2015) machte mich auf eine hochinteressante Quelle aufmerksam, die selbst in Kreisen der »Fachwelt« bis heute stiefmütterlich behandelt wird. Willi Grömling unterrichtete  bis zu seiner Pensionierung als Studienrat die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik. Das große Interesse als Historiker galt den Geheimnissen der Merowinger, den Templern und der Suche nach dem Heiligen Gral. Sein Fachwissen auf diesem Gebieten war bewundernswert.

Im Jahr 2010 publizierte Willi Grömling ein grundlegendes Werk (4): »Tibets altes Geheimnis - GESAR - ein Sohn des Himmels«. Klipp und klar wies Grömling in diesem bemerkenswerten Opus nach, dass verblüffende Indizien außerirdische Einflüsse auf unseren Planeten bezeugen. Und er spürte Hinweise auf Laserwaffen der Götter auf.

Fußnoten

Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«
(1) »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961; Seite 95
(2) »Nala und Damayanti/ Eine Episode aus dem Mahabharata«, Stuttgart 1965
(3) C. Rajapolalachari: »Mahabharata«, »Arjuna gewinnt göttliche Waffen«, eBook-Version, Bharatiya-Vidya-Bhavan-Verlag. 61. Auflage 2015
Siehe hierzu auch »Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961
(4) Grömling, Willi: »Tibets altes Geheimnis – GESAR –  ein Sohn des Himmels«, 3. Auflage, Groß-Gerau 2010

Literatur

Childress, David Hatcher: »Vimana Aircraft of Ancient India and Atlantis«, Stelle, Illinois, USA, 1991
»Mahabharata, Das/ Ein altindisches Epos«. Nach dem Sanskrit-Text übersetzt und zusammengefasst von Biren Roy, Düsseldorf und Köln 1961

Zu den Fotos
Foto 8: Cover »Gesar«

Foto 1: Der »Neptun-Brunnen von Paderborn«/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Neptun mit seiner Waffe/ Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Im Mahabharata kommt es zu himmlischen Gefechten/ Mahabharata Manuskript wikimedia commons Ranveig
Foto 4: Nala und Damayanti in alter Malerei/ wiki commons Malerei aus dem 18. Jahrhundert.
Foto 5: Shiva mit »Strahlenwaffe«/ Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Der Historiker Willi Grömling/ Foto Reinhard Habeck
Foto 7: Shiva mit der »Dreizack-Waffe«/ Foto Sammlung Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Cover »Gesar«/ Foto Ancient Mail Verlag

322 »Tod im Feuerball«,
Teil 322 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 20.03.2016



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