Donnerstag, 9. September 2010

Für Sie gelesen: »Lost in History« - Gegenwart

Band I der Buchreihe von Axel Westerwelle

Der erfolgsgewohnte Unternehmer Christoph ist auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Diese hofft er nicht etwa auf dem Gebiet irgendeines gewöhnlichen Hobbys zu finden, nein: Der Gedanke des Zeitreisens hat es ihm angetan. Leidenschaftlich und unermüdlich durchforstet er sämtliche Berichte zum Thema und fängt an, eigene Forschungen zu betreiben. Dass ihn seine Mitwelt für offensichtlich verrückt erklärt, nimmt er dabei in Kauf, wenngleich ein schlechtes Gewissen seiner immer mehr vernachlässigten Familie gegenüber an ihm nagt. Lange Zeit scheinen seine Bemühungen aussichtslos, doch Christoph gibt nicht auf, bis er endlich ein logisches Muster entdeckt, das ihn in helle Aufregung versetzt. Wird es ihm doch noch gelingen, das scheinbar Unmögliche zu verwirklichen?

Der Plot von »Lost in History« hebt sich wohltuend von vielen anderen Zeitreisegeschichten ab, die auf den Bau absonderlicher Zeitmaschinen setzen, um eine nachvollziehbare Erklärung für ihren Sprung in fremde Welten anzubieten. Westerwelles Protagonist Christoph ist da offener: ohne große Kenntnisse von Physik oder Technik stürzt er sich in die Thematik, keine vorgefasste Meinung darüber, wie eine Zeitreise technisch zu bewerkstelligen sei, trübt dabei seinen Blick. Damit liefert Westerwelle nicht nur einen höchst unterhaltsamen Roman, sondern nebenbei auch noch ein Lehrstück darüber, wie man Kreativität zum Fließen bringt: indem man sie eben nicht durch menschlich-begrenztes Denken einengt, sondern die Dinge im richtigen Moment einfach geschehen lässt.

Das Buch besticht neben dieser erfrischend-»anders« erzählten Geschichte auch durch seine außergewöhnlich hochwertige Ausstattung: Unter einem sehr schön gestalteten Schutzumschlag verbirgt sich ein Hardcover-Einband in grüner Leinenstruktur. Ein ebensolches Vorsatzpapier veredelt das Buch zusätzlich, sodass es auch ein repräsentatives Geschenk für Freunde guter Science-Fiction-Literatur darstellt.

»Lost in History« wurde vom Autor als fünfbändige Buchreihe angelegt, von welcher die ersten drei Teile kürzlich erschienen sind.

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Sonntag, 5. September 2010

»In der unvollendeten Grabkammer« Teil II

Teil 33b der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Die geheimnisvolle unvollendete Grabkammer....
Endlich kann ich mich aufrichten, recken und strecken..... Fast vierzig Meter unter der Basis der »Cheopspyramide«. Irgendwie wirkt der Gedanke beklemmend, dass über mir vor Jahrtausenden ein gigantisches Weltwunder errichtet wurde.... eine gewaltige Last! Gefährlicher allerdings sind die Stromkabel, die hier laienhaft verlegt wurden. Da und dort knistern stark verstaubte Glühbirnen, erzeugen ein flackerndes Licht. Nackter Kupferdraht ist zu erkennen, manchmal sogar isoliert.

Bizarre Steingebilde wachsen aus dem Boden. Sie leuchten gelbrötlich auf im Schein meiner Taschenlampe. »Unvollendet« scheint die Kammer in der Tat zu sein. Sie vermittelt den Eindruck, als habe man vor Jahrtausenden tief unter der »Cheopspyramide« einen Raum in den gewachsenen Fels schlagen wollen.... und die Arbeit irgendwann abgebrochen. Warum? Ist es realistisch anzunehmen, dass die Erbauer des Weltwunders der »Cheopspyramide« urplötzlich ihr Konzept änderten?

Seltsam: In der »unvollendeten Grabkammer« findet sich nicht der Hauch von Schutt. Man hat offensichtlich jeden losgemeißelten Felsbrocken durch die qualvolle Röhre ins Freie geschafft. Warum? Hätte man nicht den verbleibenden Schutt in der Kammer belassen, als man die Arbeiten – warum auch immer –abbrach?

Noch seltsamer: »Unvollendete Grabkammer« nennt man diesen mysteriösen Raum, weil die Forschung davon ausgeht, dass hier eine unterirdische Gruft entstehen sollte. Aber für wen? Für den Pharao selbst vielleicht... oder für seine Gemahlin? Das erscheint mir mehr als unwahrscheinlich! Wie wollte man denn den Sarkophag einer hochstehenden Persönlichkeit in den unterirdischen Raum schaffen? Zur Erinnerung: 120 Meter lang, 120 Zentimeter hoch und 106 Zentimeter breit ist der »Gang«. Für den halbwegs würdevollen Transport eines Toten war er vollkommen ungeeignet. Einen Leichnam im Sarkophag konnte man schon gar nicht auf diesem Wege in die Gruft schaffen.

Einwand: Sollte der Gang für den Transport etwa des Pharaos im wertvollen Sarkophag später erweitert werden? Warum hat man dann die Wände des engen und niedrigen Ganges weitestgehend erstaunlich glatt poliert? Der Gang sieht ganz und gar nicht nach einem Provisorium aus. Zudem ist der Einwand geradezu unsinnig: Nie und nimmer hätte man die beim Herausmeißeln des unterirdischen Raumes anfallenden Gesteinsmassen durch einen langen, engen und niedrigen Gang ins Freie geschafft.... um dann später den Gang zu erweitern!

Ich konzentriere mich auf mein Messband, krieche am Boden der »unvollendeten Kammer« umher. Ich fertige eine Skizze an, schreibe Zwischenergebnisse auf. Ich addiere Zahlenkolonnen ... Meine Endergebnisse sind gewiss eher ungenau. Man kann sie aber als Richtwerte akzeptieren. Die »unvollendete Grabkammer« ist vierzehn Meter lang und acht Meter breit. An der höchsten Stelle messe ich 3,50 Meter. Wäre sie vollendet worden, dann wäre ein imposanter Saal entstanden, tief unter der Cheopspyramide!

Wohin führt der Gang
aus der unvollendeten Grabkammern?
Von der unvollendeten Grabkammer führt... ein weiterer Gang in den massiven Fels. Ein Eisengitter versperrt den Weg. Ich schraube das Objektiv meines Fotoapparates ab, schiebe Kamera und Fotoapparat durch das Gitter. Hinter dem Gitter schraube ich das Objektiv wieder auf. Der starke Blitz erleuchtet... einen Gang, der meinem Kompass nach nach Südosten verläuft. Endet er abrupt? Oder biegt er am »Ende« nach links ab?

Ich spekuliere: Könnte es sein, dass die »unvollendete Grabkammer« gar nicht unvollendet ist, sondern nur so aussieht? Wurde sie von den Planern von Anfang an so konzipiert? Ich versetze mich in die Lage von Grabräubern, die den absteigenden Gang entdeckt haben und ihm gefolgt sind. Sie schauen sich kurz um und kommen zum Schluss: Hier ist nichts zu holen. Enttäuscht ziehen sie ab. War das die von den Erbauern der Pyramide erwünschte Reaktion? Haben sie unter der Pyramide eine vermeintlich »unvollendete Kammer« angelegt, der deshalb weder Grabräuber noch Archäologen Aufmerksamkeit geschenkt haben? Findet sich irgendwo im Raum unter der Pyramide der versteckte Eingang zu geheimen Gängen, die zu Saurids Schatzkammern führen?

Walter-Jörg Langbein bei der Erkundung
der unvollendeten Grabkammer.

»Monstermumien im Alten Ägypten?«,
Teil 34 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 12.09.2010  in diesem Blog


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